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Schon seit über einem Jahr beschäftigt mich das folgende Thema: Im Laufe der Zeit habe ich Interesse an einem Mann entwickelt, den ich schon einige Jahre flüchtig kenne. Wir schreiben in einem Internetforum (es geht um gemeinsame Interessen) und haben uns immer mal wieder 3-4x jährlich ganz zufällig auf irgendwelchen Veranstaltungen getroffen.

Irgendwann veränderte sich etwas zwischen uns. Ich bemerkte, dass ich ihm immer öfter hinterher schaute und es ihm offensichtlich ebenso ging. Bei den zufälligen Begegnungen konnten wir die Augen nicht voneinander lassen. Er kam mir ständig hinterher, egal wohin ich ging und mit welchen Leuten ich gerade im Gespräch war. Als jedoch nach 2-3 Monate keine Frage nach einem Treffen zu zweit von ihm kam, ging ich davon aus er hätte kein Interesse.

Von einer guten Bekannten weiß ich eine Menge über diesen Mann. Er ist trotz seiner 30 Jahre noch völlig unerfahren im Umgang mit Frauen. In meine Bekannte war er vor einigen Jahren mal verliebt und hat ihr eines Tages schriftlich (aus heiterem Himmel nach Monaten ohne Kontakt) seine Gefühle gestanden. Sie war nie an ihm interessiert und hat ihn heftig abblitzen lassen. Das hat ihm sehr weh getan. Trotzdem habe ich immer wieder gehofft er würde mich vielleicht mal nach einem Treffen fragen, bei ihr hat er es damals auch mal getan.

Bei unseren zufälligen Begegnungen wirkte er immer total unsicher, wurde ständig rot und konnte mir manchmal kaum in die Augen schauen. Einige Male hat er versucht, den Körperkontakt zu mir aufzunehmen. Aber immer wenn er ganz vorsichtig meine Hand nahm oder seinen Arm um mich legte und ich das erwiderte, zuckte er panisch zusammen und machte blitzartig einen Rückzieher. Mit Körperkontakt hat er gewaltige Probleme, eine Umarmung zur Begrüßung geht gerade noch so.

Wenn wir außerhalb der zufälligen Treffen Kontakt hatten, dann nur per E-Mail und auch nie sonderlich lange. Er meldete sich hauptsächlich, wenn es einen konkreten Anlass gab und schrieb irgendwann nicht mehr, wenn aus seiner Sicht alles geklärt war. Einmal fragte er mich schließlich doch nach einer gemeinsamen Unternehmung, und wir verbrachten gemeinsam ein WE bei einer Veranstaltung. Das war das schönste WE des letzten Jahres. Doch obwohl wir 2 Nächte in gemeinsam in einem Bett schliefen, ist nicht so wirklich was passiert. Mehr als Händchen halten ist nie gelaufen, und auch da hat er wieder extreme Panik gekriegt.

Leider haben wir uns immer nur alle 2-3 Monate gesehen. Ich habe mich lange Zeit nicht getraut, ihn nach einem Treffen zu zweit zu fragen. Er wohnt ca. 150 km von hier entfernt, von daher können wir uns unter der Woche nicht sehen. Aber ich finde für ein Treffen am WE hält sich die Entfernung in Grenzen. Unser letzter Kontakt hielt ziemlich lange... nach dem Treffen im Januar haben wir uns gut 2 Monate lang regelmäßig geschrieben. Eines Tages habe ich meinen Mut zusammengenommen und ihn nach einem Treffen gefragt. Habe ihm aber das Gefühl gegeben, dass es mir eher um eine Veranstaltung ging... aber weil wir in den Wochen zuvor ständig geflirtet hatten, bin ich mir sicher dass er weiß was ich in Wirklichkeit wollte. Er hat mir erst geschrieben dass er die Idee klasse findet, aber sich eine Woche vor dem Termin dagegen entschieden.

Daraufhin war ich enttäuscht und habe ihm wenige Tage später eine längere Mail geschickt, in welcher ich meine Vermutungen für die Absage geäußert habe (natürlich ohne mein Interesse zu erwähnen). Er schrieb mir daraufhin eine ganz liebe Mail und meinte ich solle mir keine Gedanken machen, und dann hat er mir seine Gründe erklärt. Danach hatten wir noch eine Woche Kontakt. Er war immer derjenige, der sofort oder zumindest spätestens am nächsten Tag antwortete. Seine letzten Mails waren total lieb und einfühlsam. Ich habe immer etwas Zeit zum Nachdenken gebraucht und alle 2-4 Tage geschrieben. Nur die letzte Mail habe ich gleich am Folgetag beantwortet, und seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört.

So langsam geht mir die Kraft dafür aus. Einerseits ist er bei den zufälligen Treffen immer wieder ganz lieb bemüht und weicht mir nicht von der Seite. Wenn andere Männer mit mir reden, wird er ganz schön eifersüchtig. Andererseits reagiert er total panisch auf Berührungen, welche eigentlich von ihm ausgehen und von mir nur erwidert werden. Und außerhalb der Treffen unternimmt er nichts, um mich mal alleine zu sehen. Er ist sicherlich kein Typ, der Frauen zwecks Aufpolierung des Egos missbraucht. Und für Sex auch nicht, er hatte nämlich noch keinen... noch nicht mal einen Kuss. Was ist nur mit ihm los?

02.04.2012 22:56 • 21.03.2013 #1


40 Antworten ↓


Zitat von Miss Ratlos:
...Was ist nur mit ihm los?

Es kann verschiedene Gründe für sein Verhalten geben.
Man kann dieses oder jenes vermuten...
Aber richtig herausbekommen tust Du es nur wenn ihr offen miteinander sprecht oder schreibt. Was auch immer seine Erklärungen sein werden, mach Dich im Vorfeld auf das Schlimmste gefasst - sollte es dann nur halb so schlimm sein, hast Du es vielleicht einfacher damit fertig zu werden (was auch immer es sein mag... )
Vielleicht steckt ja gar nichts sooo schlimmes dahinter...
Alles Gute Dir!

03.04.2012 07:26 • #2



Hat er Angst vor Nähe?

x 3


Dieser Mann redet aber nicht über sein Gefühlsleben. Er hat mir zwar schon einige persönliche Dinge aus seinem Leben erzählt.... Familie, Freunde und positive Erlebnisse aus der Kindheit/Jugend waren die Themen. Er hat auch kein Problem damit, über verstorbene Familienmitglieder zu sprechen. Aber ich möchte ihn keinesfalls über Gefühle ausquetschen. Wenn er mir etwas erzählen möchte, kann er das natürlich tun... nur bisher hat er keinen Versuch unternommen.

Außerdem hat er auf meine letzte Mail nicht geantwortet. Diese Mail unterschied sich nicht großartig von meinen früheren Mails, und er ist kein Typ der einfach so mal was vergisst. Ich wollte ihn schon mehrmals abhaken, aber bei den Treffen gibt er mir immer wieder das Gefühl, dass es richtig sei auch weiterhin mit ihm Kontakt zu haben...

03.04.2012 08:06 • #3


Zitat von Miss Ratlos:
...Außerdem hat er auf meine letzte Mail nicht geantwortet. Diese Mail unterschied sich nicht großartig von meinen früheren Mails, und er ist kein Typ der einfach so mal was vergisst. Ich wollte ihn schon mehrmals abhaken, aber ...

Ich weiß ja nicht, ob und wie es nun bei Dir/Euch weitergegangen ist...
Vielleicht hat er Deine Mail gar nicht bekommen (soll vorkommen...)
Ansonsten würde ich sagen, "mal abwarten und nichts tun (Deinerseits)".
Wenn er Interesse hat, wird er sich melden. Gerade ein verlängertes Wochenende würde sich ja für eine Kontaktaufnahme anbieten...
Wenn er sich nicht meldet, hat er kein Interesse.
Ansonsten wie heißt es so schön bzw auch nicht so schön, ist es vergebliche Liebesmüh' - oder so ähnlich.
Langfristig muß man es sich gut überlegen ob man sich in eine Beziehung einläßt, die schon anfangs "problematisch" ist. Am Anfang macht Liebe "blind" und man meint es schon zu packen und kleine Macken zu übersehen oder durchzustehen - aber wenn es um die nächsten 40 Jahre dabei geht - dann muß, dann sollte man sich über das grundsätzliche Bestehen bzw Weitervertiefen der Beziehung Gedanken machen. Und dann auch den Mut haben, sich selbst und dem Gegenüber zu gestehen, daß man die Beziehung so nicht möchte. Tut weh klar... aber besser am Anfang ein Nein, als Jahre später ein Sichdurchwurschteln und weitermachen, weil es kein Zurück mehr gibt... sondern ein Versuch das Beste aus der dann vorliegenden Situation zu machen...
Du hattest denke ich ja auch schon selbst geäußert, daß Du keine Kraft mehr für "diese Art von Kontakt" hast. Deine genaue Formulierung weiß ich jetzt nicht, aber wenn es jetzt schon Deine Kraft so kostet, dass Du es so schreiben mußt, dann... mmmh??

Kannst ja schreiben wie es Dir so geht oder gegangen ist. Hier oder anders. Natürlich nur wenn Du's willst, klar!

05.04.2012 02:43 • #4


Dubist
Lass ihn los, dann meldet er sich vielleich eher nochmal bei dir.
Denn, du hast den Anfang gemacht und das mußt du doch wirklich nicht machen, oder?
Warum? kein mann ist zu schüchtern um seine Traumfrau um ein Date zu bitten.
und im falle er wäre wirklich so unfähig?
Wolltest du ihm jedes Wort aus der Nase ziehen und auf einen süßen Kuss auf den Mund von ihm 10 jahre von ihm nur hoffen??
Oder ist das ein Witz?
Frag dich lieber mal warum er bei der einen auf Angriff ging und dir die ganze Arbeit überließ.
Mich macht der Typ nicht wütend? nur ein bißchen..
So unfähig kann kein Mann um die dreisig sein...oder?

30.04.2012 20:44 • #5


Sorry aber das ist Quatsch, schön das du auf solche Typen nur sauer bist, aber es kann andere Gründe geben. Schonmal was von ängstlich vermeidender Persönlichkeitsstörung gehört? Informier dich mal über das Thema absolute Beginners/Love Shyness, vielleicht geht dir dann ein Licht auf.

04.08.2012 22:36 • #6


Dann will ich euch mal erzählen, wie die Geschichte weiterging. 5 Wochen nach seiner letzten Mail – also Ende April – habe ich ihn wieder auf einer Veranstaltung gesehen. Im Gegensatz zu den früheren Treffen war er aber nicht so anhänglich und suchte überhaupt nicht meine Nähe. Einmal kam er auf mich und meine Freunde zu, gab allen Leuten die Hand, nur mir nicht. Ich sagte irgendwann vorsichtig „Hallo“ und gab ihm die Hand, was er auch erwiderte. Dabei schaute er mir aber nicht ins Gesicht. Meine Gegenwart war ihm sichtbar unangenehm. Als ich mich später angeregt mit einem anderen Mann unterhielt, kam er immer näher und beobachtete uns sehr auffällig, sprach mich aber nicht an.

Danach war bis Mitte Juli komplett Funkstille. Ich habe sehr darunter gelitten, weil er mir 15 Monate lang immer wieder nachgelaufen ist und auf einmal gar nichts mehr von ihm kam. Beim nächsten zufälligen Treffen sah ich, wie er mich immer wieder beobachtete und dabei ganz rot im Gesicht war. Irgendwann war ich mit einem Kumpel im Gespräch vertieft, als er plötzlich ebenfalls mit einem Kumpel zu mir kam und mich ansprach. Die Beiden blieben relativ lange bei uns, ca. eine halbe Stunde, wobei die Unterhaltung hauptsächlich von ihm und mir geführt wurde. Er war verlegen, lief rot an und stotterte ein wenig. Außerdem konnte er mich nicht direkt anschauen. Er redete nur über allgemeine Dinge und kam gar nicht auf uns zu sprechen. Gegen später erzählte er meinem besten Freund, dass er im Herbst letzten Jahres sein Studium abgeschlossen und immer noch keinen Job gefunden hätte. Vielleicht müsse er in eine andere Gegend ziehen und könne deshalb nichts Privates planen, aber mich hat er nicht explizit erwähnt… mein bester Freund hatte das Gefühl, das sei eine Anspielung darauf gewesen. Glaube ich aber ehrlich gesagt nicht, denn er war 2 Monate später mit seinen Geschwistern 2 Wochen im Urlaub, und da hatte er auch noch keinen Vollzeitjob (hat er immer noch nicht).

Einen Monat später erhielt ich völlig unerwartet eine kleine Überraschung von ihm zum Geburtstag. Er fing wieder an, meine Beiträge auf irgendwelchen Internetseiten zu kommentieren und mir Herzchen zu schicken. Ich dachte er hätte vielleicht ein schlechtes Gewissen, das Thema Beziehung mit ihm hab´ ich längst abgehakt.

Vorletztes WE habe ich ihn wieder auf einer Veranstaltung getroffen. Da war er wie ausgewechselt. Nicht wirklich schüchtern (das ist er nur in Bezug auf Körperkontakt), sehr offen, fröhlich und entspannt. Als er mich aus der Ferne sah, nickte er nur kurz seinen Freunden zu und kam sofort zu mir. Anfangs dachte ich , er wolle nur ein wenig plaudern um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Tja, und dann war er beide Tage wieder so anhänglich wie in alten Zeiten, machte dies und jenes für mich, sah mich dabei freudestrahlend an, wich mir kaum von der Seite und stellte sich sofort neben mich und tat so als ob wir irgendwie zusammen gehörten, wenn ich mich mit anderen Männern unterhielt.

Wie gesagt, ich habe die Hoffnung auf eine Beziehung mit ihm längst aufgegeben. Trotzdem würde mich mal interessieren, was im Kopf dieses Mannes vor sich geht. Er redet nur mit seinen Kumpels über „uns“, aber nicht mit mir. Auffällig ist: Wenn er die Initiative ergreift, mir von sich aus einen Gefallen tut oder mich nach einem Treffen fragt und ich mich darüber freue, dann ist er sehr glücklich und blüht richtig auf. Wenn ich seine Nähe gesucht oder nach einem Treffen gefragt habe, war ihm das eher unangenehm. 2x habe ich ihn bei diesen Zufallsbegegnungen angesprochen, beide Male war er distanziert und sehr kurz angebunden. Und 2x habe ich ihn auch nach Treffen gefragt, und er ist nicht darauf eingegangen, obwohl er zuvor mehrmals meinte ich könne mich gerne bei ihm melden, um etwas auszumachen. Er wirkte auch nicht gerade begeistert, wenn ich ihm einen Drink spendiert habe oder von meinem Essen probieren ließ… er bedankte sich zwar höflich, verzog dann aber für längere Zeit das Gesicht. Ich habe das Gefühl, dass er glaubt, mir dann im Gegenzug etwas schuldig zu sein.

Außerdem erwähnt er immer mal wieder beiläufig, dass er ein sehr bequemer Mensch ist und nicht gerne regelmäßig längere Strecken fährt. Für seine Hobbys macht er das komischerweise schon. Er hat beim letzten Treffen gemeint es wäre schade, dass viele seiner Kumpels kaum noch Zeit für ihn hätten und er öfters am WE alleine zu Hause ist. Andererseits wollte er mit mir nichts unternehmen und verbringt die Zeit lieber alleine. Beim ersten Mal habe ich ihm übrigens ein Treffen bei ihm in der Stadt vorgeschlagen, aber auch darauf hat er sich nicht eingelassen. Ich bin mir sicher, dass keine andere Frau im Spiel ist und er auf keinen Fall mit meinen Gefühlen gespielt hat. Das ist gar nicht seine Art.

Vielleicht gibt es hier ein paar Leute, die ein Nähe-Distanz-Problem haben und sich besser in seine Lage hineinversetzen können. Wieso lässt mich dieser Mann nicht los, obwohl er nichts von mir will? Wieso gibt er mir bei zufälligen Begegnungen das Gefühl, dass ich ihm sehr viel bedeute und meldet sich sonst nur sehr selten und geht einem Treffen zu zweit aus dem Weg? Das passt doch nicht zusammen. Mir ist aufgefallen, dass er vor allem dann so anhänglich ist und etwas für mich tut, wenn ich nicht damit rechne bzw. nichts für ihn mache. Hat er ein Problem mit Erwartungen? Die andere Frau, die damals eine Liebeserklärung von ihm bekam, hat ihm noch nie eine Freude bereitet, ihn von sich aus kontaktiert oder nach einem Treffen gefragt – weil sie eben von Anfang an kein Interesse an ihm hatte.

Mir ist auch aufgefallen, dass meine Ex-Partner sich gewissermaßen ähnlich verhalten haben wie er. Vor Beginn der Beziehungen gab es immer eine längere Funkstille, weil die Männer sich nicht mehr gemeldet hatten. Nach dem Austausch der Nummern habe ich irgendwann mal angerufen oder geschrieben und nach Treffen gefragt. Ich wurde entweder ignoriert oder mit einer Ausrede abgespeist. Folglich dachte ich, sie hätten kein Interesse gehabt und hakte sie ab. Eines Tages kamen sie überraschend wieder an, suchten Kontakt und wollten dann plötzlich doch eine Beziehung. Auch das waren keine Aufreißertypen mit wechselnden Frauengeschichten. Wirklich lange hat das aber nicht gehalten, immer nur wenige Monate. Genau wie in der Kennenlernphase wollten die Männer auch in der Beziehung die vollständige Kontrolle über das Nähe-Distanz-Verhältnis haben. Damit kann ich aber nicht umgehen, weil ich mich unterdrückt fühle und anfange, sie damit zu konfrontieren. Wenn ich nach der Trennung völlig down war und sie kontaktierte, wurden sie wütend und verloren den Respekt. Ging ich mit der Trennung locker um, weil es mir egal war, kamen sich nach Monaten wieder angerannt und wollten mich zurück (aber ich wollte nicht mehr).

Kann das sein, dass ich Männer mit Bindungsangst anziehe?

23.11.2012 09:28 • #7


Hallo Miss Ratlos,
Zitat:
Mir ist auch aufgefallen, dass meine Ex-Partner sich gewissermaßen ähnlich verhalten haben wie er.

Offenbar hast du eine Vorliebe für Männer, die dich eigentlich nicht wirklich wollen, entweder weil sie wirklich kein Interesse an dir haben oder weil sie zu gestört sind, um eine normale, halbwegs gleichberechtigte Beziehung aufzubauen.

Du suchst dir anscheinend Männer aus, die extreme Angst vor weiblichen - echten oder vermeintlichen - Erwartungen haben sich sofort wie eine Auster zurückziehen, wenn sie "angegriffen" werden. (Kommt ja auch von "greifen", also anfassen.)

Hast du eine Ahnung, woher dieses Muster bei dir kommt?

Zitat von Miss Ratlos:
Wenn ich seine Nähe gesucht oder nach einem Treffen gefragt habe, war ihm das eher unangenehm. 2x habe ich ihn bei diesen Zufallsbegegnungen angesprochen, beide Male war er distanziert und sehr kurz angebunden. Und 2x habe ich ihn auch nach Treffen gefragt, und er ist nicht darauf eingegangen
[...]
Beim ersten Mal habe ich ihm übrigens ein Treffen bei ihm in der Stadt vorgeschlagen, aber auch darauf hat er sich nicht eingelassen.
[...]
Mir ist aufgefallen, dass er vor allem dann so anhänglich ist und etwas für mich tut, wenn ich nicht damit rechne bzw. nichts für ihn mache. Hat er ein Problem mit Erwartungen? Die andere Frau, die damals eine Liebeserklärung von ihm bekam, hat ihm noch nie eine Freude bereitet, ihn von sich aus kontaktiert oder nach einem Treffen gefragt
[...]
Vor Beginn der Beziehungen gab es immer eine längere Funkstille, weil die Männer sich nicht mehr gemeldet hatten. Nach dem Austausch der Nummern habe ich irgendwann mal angerufen oder geschrieben und nach Treffen gefragt. Ich wurde entweder ignoriert oder mit einer Ausrede abgespeist.
[...]
Genau wie in der Kennenlernphase wollten die Männer auch in der Beziehung die vollständige Kontrolle über das Nähe-Distanz-Verhältnis haben. Damit kann ich aber nicht umgehen, weil ich mich unterdrückt fühle und anfange, sie damit zu konfrontieren. Wenn ich nach der Trennung völlig down war und sie kontaktierte, wurden sie wütend und verloren den Respekt. Ging ich mit der Trennung locker um, weil es mir egal war, kamen sich nach Monaten wieder angerannt und wollten mich zurück (aber ich wollte nicht mehr).

Außerdem wollen die meisten Männer von Natur aus "Jäger" sein. Daher sollte eine Frau, die eine Beziehung mit einem "normalen" Mann will, eigentlich nicht von sich aus aktiv werden. Gelegenheiten und Anreize schaffen, aber letztlich den Mann entscheiden lassen, ob er aktiv werden will oder nicht. Denn was nützt es dir, von dir aus aktiv zu werden und anschließend dieses Vorwärts-Rückwärts-Fiasko zu erleben?

Hier stehen ein paar, wie ich finde, vernünftige Verhaltensregeln, die Erfolg versprechen:
http://www.elitepartner.de/magazin/sie- ... rehen.html

23.11.2012 11:34 • #8


Hallo GastB,

mir ist schon seit einer Weile klar, warum ich bindungsgestörte Männer anziehe. Ich litt jahrelang unter enormen Verlustängsten und hatte ständig Panik, dass ein Mann mich verlässt oder es sich in letzter Sekunde anders überlegt und keine Beziehung mit mir eingeht. Seit einigen Monaten arbeite ich daran (u. a. mit professioneller Hilfe) und bin mittlerweile viel entspannter.

Was die Jäger-Theorie angeht, vertrete ich inzwischen folgende Meinung: Bis vor einigen Jahren kannte ich das gar nicht. Als ich noch zu Hause wohnte, konnte ich mich damit gar nicht beschäftigen, weil ich von meiner Mutter kontrolliert wurde und sie das schnell herausgefunden hätte. Irgendwann zog ich aus und konnte ungestört lesen, was ich wollte. Und als mir auch noch ein paar Freundinnen erzählten, dass Männer aktive, selbstbewusste Frauen eher als leicht zu haben einzustufen (dabei war ich so stolz auf mich, als ich nach jahrelanger Schüchternheit endlich den Mut hatte, bei Männern aktiv zu werden), beschloss ich gar nichts mehr zu tun und nur noch passiv zu warten.

Und deshalb habe ich beim besagten Mann beschlossen, dass ich es anders mache als bei den Vorgängern und ihm das Erobern überlasse. In den ersten Monaten lief es auch gut, solange ich nichts machte und mich nur über seine Aufmerksamkeit freute. Ich lasse mich gerne ansprechen und nach der Nummer fragen, und das erste Date darf auch gerne der Mann planen. Anfangs ist es sehr schön, wenn man als Frau umworben wird.

Aaaaaber: Ich bin der Meinung, dass eine Frau sehr wohl aktiv werden darf und sollte, wenn sich die Beiden schon mehrmals getroffen haben und die Treffen sehr schön waren. Ich seh´ das nicht ein, dass ich immer warten muss, bis der Mann anruft oder schreibt, damit ich mal seine Aufmerksamkeit bekomme. Schließlich habe ich auch manchmal das Bedürfnis, ihn zu sehen und möchte ihm das auch mitteilen – Augenhöhe nennt sich das. Weißt du, ich habe so viele Beziehungsratgeber gelesen… Christian Sander, Danny Adams und wie sie alle heißen. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass die Autoren dieser Ratgeber nicht wirklich beziehungsfähig sind. Immer heißt es, die Frau müsse Rücksicht auf den Mann nehmen, dies tun, jenes tun, ihn bloß nicht überfordern, aber für ihn da sein, wenn er das möchte, blablabla. Aber was ist mit mir bzw. mit uns Frauen? Wer geht auf unsere Bedürfnisse ein? Wer ist für uns da, wenn wir jemanden brauchen? Aber was bilde ich mir eigentlich ein, wir Frauen dürfen keinen Mann brauchen, sonst sind wir abhängig und können nicht mehr ohne ihn leben. Er darf uns natürlich brauchen, schließlich ist er ein Mann. Super.

Ein wirklich selbstbewusster Mann ist meiner Vorstellung nach ganz anders als die Ratgeber-Typen. Glaubst du mein Vater wollte sich jemals von meiner Mutter scheiden lassen, weil sie ihn manchmal auf der Arbeit angerufen hat? Denkst du mein Bruder verlässt seine Freundin, wenn sich von sich aus den Wunsch nach Kuscheln verspürt und ihn als Erste berührt? Nein, denn selbstbewusste Männer fühlen sich nicht gleich ihrer Männlichkeit beraubt, nur weil die Frau mal offen ihre Bedürfnisse äußert. Wie gesagt, Männer dürfen mich gerne ansprechen, nach meiner Nummer und einem Date fragen, anrufen, etwas organisieren… das freut mich wirklich sehr. Aber das ist doch nicht normal, dass ein Mann sich zurückzieht, nur weil ich ihn mal kontaktiere und eingeschnappt ist, weil ich nach einem Treffen frage? Vor allem nicht, wenn wir uns schon eine ganze Weile kennen und die Chemie sonst zwischen uns stimmt.

Gerade von besagtem Mann aus dem Thread hier hätte ich das nicht gedacht. Er ist von der Art her eher weich, schmächtig, klein… der Typ Mann, den die meisten Frauen zu viel finden. Er hat in mir den Beschützerinstinkt geweckt. Aber je länger ich ihn kenne, umso mehr habe ich das Gefühl er wolle lieber mich beschützen.

LG
Miss Ratlos

23.11.2012 13:00 • #9


Dubist
Miss ratlos so ratlos bist du wirklich gar nicht. schöner Text.

23.11.2012 13:17 • #10


Zitat von Miss Ratlos:
mir ist schon seit einer Weile klar, warum ich bindungsgestörte Männer anziehe.
Ich denke, es führt dich weiter, wenn du dich fragst, warum DU DICH von bindungsgestörten Männern ANGEGEZOGEN FÜHLST. Es geht ja um dich, und nur dich bzw. dein Verhalten kannst du beeinflussen und ändern.
Zitat von Miss Ratlos:
Aaaaaber: Ich bin der Meinung, dass eine Frau sehr wohl aktiv werden darf und sollte, wenn sich die Beiden schon mehrmals getroffen haben und die Treffen sehr schön waren. Ich seh´ das nicht ein, dass ich immer warten muss, bis der Mann anruft oder schreibt, damit ich mal seine Aufmerksamkeit bekomme.
Du denkst da in Kategorien von "dürfen", "müssen" und "nicht dürfen". Das ist aber eine Kindersicht. Unter Erwachsenen, erst recht unter Liebespartnern, gibt es gar keine solchen Gebote und Verbote.

Es gibt da nur Verhaltensweisen, die zu dem von dir erwünschten Ergebnis führen und Verhaltensweisen, die nicht dazu führen. Und welche, die teils zu erwünschten, teils unerwünschten Folgen führen. Und da musst du dich selbst ENTSCHEIDEN, wie du dich verhalten MÖCHTEST, damit du sozusagen in der Summe am glücklichsten wirst. Du hast keine Handhabe, die irgendwie menschenwürdig wäre, mit der du das von dir als "korrekt" eingestufte Verhalten eines Mannes "einfordern" könntest. Wenn dein "Typ" sich zurückziehen will, dann tut er das ganz einfach und es ist sogar sein gutes Recht. Ob du das dann schön findest, ob du leidest oder nicht, spielt dabei - sorry - keine Rolle!

Und du selbst musst dann entscheiden, ob du die Beziehung mit diesem Mann weiterführen willst oder nicht. Mit dem Mann, der SO ist, wie er IST.
Zitat:
Schließlich habe ich auch manchmal das Bedürfnis, ihn zu sehen und möchte ihm das auch mitteilen – Augenhöhe nennt sich das.
Schön! Dann brauchst du einen anderen Mann.

Zitat:
Weißt du, ich habe so viele Beziehungsratgeber gelesen… Christian Sander, Danny Adams und wie sie alle heißen. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass die Autoren dieser Ratgeber nicht wirklich beziehungsfähig sind. Immer heißt es, die Frau müsse Rücksicht auf den Mann nehmen, dies tun, jenes tun, ihn bloß nicht überfordern, aber für ihn da sein, wenn er das möchte, blablabla. Aber was ist mit mir bzw. mit uns Frauen? Wer geht auf unsere Bedürfnisse ein? Wer ist für uns da, wenn wir jemanden brauchen?
Das klingt stark danach, dass du oder/und deine Mutter (?) schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht haben. Ist es so?

Zitat:
Aber was bilde ich mir eigentlich ein, wir Frauen dürfen keinen Mann brauchen, sonst sind wir abhängig und können nicht mehr ohne ihn leben. Er darf uns natürlich brauchen, schließlich ist er ein Mann. Super.
Klingt ganz wie oben. Nach Enttäuschung, Frustration, Wut. Was hast du da gespeichert?

Denn es ist ja genau andersherum bzw. gerade diese Partnerschaftsratgeber wie z.B. der Sander sagen, dass die Frau dem Mann das Gefühl geben sollte, dass sie ihn BRAUCHT! Dass Männer Beschützerinstinkte haben und frau diese "ansprechen" sollte, damit sich der Mann stark, potent, fähig, attraktiv fühlen kann.

Und können wir das den Männern übelnehmen, dass sie sich in einer Beziehung wohl fühlen wollen? Schließlich wollen wir Frauen das ja auch! Wenn die Frau etwas dafür tut, dass der Mann zu seinen Bedürfnisbefriedigungen kommt und der Mann etwas dafür tut, dass die Frau sie bekommt, passt es dann nicht?

Zitat:
Glaubst du mein Vater wollte sich jemals von meiner Mutter scheiden lassen, weil sie ihn manchmal auf der Arbeit angerufen hat?
Es geht bei den Ratgebern ja nicht unbedingt um jahrelang eingefahrene Ehen, sondern um Werbung und erste Partner-/Ehezeiten. Und ich kenne durchaus Männer (und Frauen), die sich davon total genervt fühlen, wenn sie von ihren Ehegesponsen zum reinen Plauschen in der Arbeit angerufen werden.
Zitat:
Denkst du mein Bruder verlässt seine Freundin, wenn sich von sich aus den Wunsch nach Kuscheln verspürt und ihn als Erste berührt? Nein, denn selbstbewusste Männer fühlen sich nicht gleich ihrer Männlichkeit beraubt, nur weil die Frau mal offen ihre Bedürfnisse äußert.
Richtig. Und warum hast du dann deine Augen nicht von einem nicht selbtbewussten Mann lassen können?
Zitat:
Aber das ist doch nicht normal, dass ein Mann sich zurückzieht, nur weil ich ihn mal kontaktiere und eingeschnappt ist, weil ich nach einem Treffen frage? Vor allem nicht, wenn wir uns schon eine ganze Weile kennen und die Chemie sonst zwischen uns stimmt.
Nein, das ist nicht normal. Und nun?

Zitat:
Gerade von besagtem Mann aus dem Thread hier hätte ich das nicht gedacht. Er ist von der Art her eher weich, schmächtig, klein… der Typ Mann, den die meisten Frauen zu viel finden. Er hat in mir den Beschützerinstinkt geweckt. Aber je länger ich ihn kenne, umso mehr habe ich das Gefühl er wolle lieber mich beschützen.
Meinst du den Mann, von dem du hier berichtet hast? Da sagst du doch selbst schon, dass du sofort wahrgenommen hast, dass er weich, schmächtig - also wenig selbstbewusst? - ist.
Aber siehts du - sogar er möchte seine Frau beschützen, nicht von ihr beschützt werden! Das spricht ja schon eher für Normalität.

Aber Frage: Wieso zieht dich ein Mann an, der deinen Beschützerinstinkt weckt? Das ist ja nicht normal. Hattest du einen jüngeren Bruder, oder wie kommt es bei dir zu einem Beschützerinstinkt?

23.11.2012 20:23 • #11


Argh, jetzt war meine Antwort fast fertig, und dann ist der Rechner abgestürzt... . Muss jetzt los, mal schaun ob ich im Laufe des Tages nochmal zum Schreiben komme.

24.11.2012 12:26 • #12


Zitat von GastB:
Ich denke, es führt dich weiter, wenn du dich fragst, warum DU DICH von bindungsgestörten Männern ANGEGEZOGEN FÜHLST. Es geht ja um dich, und nur dich bzw. dein Verhalten kannst du beeinflussen und ändern.


Richtig. Mir war lange nicht bewusst, dass diese Männer ein Problem mit Nähe haben. Ich wiederum litt an Verlustängsten, und das haben sie bestimmt gespürt. Seit ich lockerer bin, kommen Menschen wieder mehr auf mich zu und fühlen sich in meiner Gegenwart wohl.

Zitat von GastB:
Wenn dein "Typ" sich zurückziehen will, dann tut er das ganz einfach und es ist sogar sein gutes Recht. Ob du das dann schön findest, ob du leidest oder nicht, spielt dabei - sorry - keine Rolle!


Ich konnte lange nicht damit umgehen, weil ich so ein Verhalten aus meinem familiären Umfeld gar nicht kenne. Ich bin so erzogen worden, dass ich auf mein eigenes Wohl achte, aber auch anderen Menschen niemals bewusst Leid zufüge und nach einer Kompromisslösung suche, mit der alle Beteiligten zumindest einigermaßen leben können. Gesunder Egoismus ist natürlich völlig in Ordnung, aber es ist nicht meine Art, andere zu verletzen.

Zitat von GastB:
Und du selbst musst dann entscheiden, ob du die Beziehung mit diesem Mann weiterführen willst oder nicht. Mit dem Mann, der SO ist, wie er IST.


Eine Beziehung hatten wir nie, körperlich ist nichts gelaufen... Ändern kann und will ich ihn auf gar keinen Fall, das liegt eh nicht in meiner Macht. Wenn ein Mensch sich ändert, dann nur, weil er das selbst möchte.

Zitat von GastB:
Dann brauchst du einen anderen Mann.


Männer, die kein Problem mit einer aktiven Frau haben, waren bisher nur rein freundschaftlich an mir interessiert. Wenn ich bei möglichen Beziehungskandidaten die Initiative ergriffen habe, sind alle geflüchtet.

Zitat von GastB:
Das klingt stark danach, dass du oder/und deine Mutter (?) schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht haben. Ist es so?


Meine Mutter noch nie, ich schon immer. Ich bin Mitte 30 und hatte noch nie eine Beziehung, die länger als ein paar Monate gehalten hat.

Zitat von GastB:
Klingt ganz wie oben. Nach Enttäuschung, Frustration, Wut. Was hast du da gespeichert?


Ja, so ist es mir bisher ergangen. Inzwischen habe ich mein Denkschema umgestellt und werde mich nicht mehr auf einen Mann fixieren, solange ich nicht weiß ob es tatsächlich zu einer Partnerschaft kommt. Ich bin keine Frau, die sich ständig verliebt. Und ich verliebe mich auch nicht so schnell. Aber wenn es passiert, dann bin ich mir auch relativ sicher, dass ich einen Mann will. Da ist die Enttäuschung quasi schon vorprogrammiert, wenn nichts draus wird. Mittlerweile treffe ich mich hin und wieder mit irgendwelchen Männern (ohne dass körperlich was läuft) um zu schauen, ob wir harmonieren und einer VIELLEICHT für eine Beziehung in Frage kommen könnte - ohne die Erwartung, dass aus uns tatsächlich mal ein Paar wird. Wenn der Mann schon zu Beginn etwas macht, was für mich gar nicht geht, kann ich mich zurückziehen ohne zu viel Gefühl in die Sache investiert zu haben.

Zitat von GastB:
Und können wir das den Männern übelnehmen, dass sie sich in einer Beziehung wohl fühlen wollen? Schließlich wollen wir Frauen das ja auch! Wenn die Frau etwas dafür tut, dass der Mann zu seinen Bedürfnisbefriedigungen kommt und der Mann etwas dafür tut, dass die Frau sie bekommt, passt es dann nicht?


Natürlich sollen sich BEIDE in der Beziehung wohl fühlen, mir ist eine gewisse Ausgeglichenheit sehr wichtig.

Zitat von GastB:
Und ich kenne durchaus Männer (und Frauen), die sich davon total genervt fühlen, wenn sie von ihren Ehegesponsen zum reinen Plauschen in der Arbeit angerufen werden.


Das war jetzt nur ein Beispiel. Natürlich erwarte ich nicht, dass ein Mann jederzeit auf Abruf bereit steht, wenn ich ihn mal anrufe. Ich selbst habe auf der Arbeit eher selten Zeit für Privatgespräche, außerdem sitze ich in einem Großraumbüro. Es geht mir darum, dass ich generell auch mal den Kontakt aufnehmen möchte, ohne dass sich ein Mann gleich bedrängt fühlt. Und ich bin keine Frau, die täglich stundenlang telefonieren oder simsen will. Dazu habe ich weder Zeit noch Lust.

Zitat von GastB:
Meinst du den Mann, von dem du hier berichtet hast? Da sagst du doch selbst schon, dass du sofort wahrgenommen hast, dass er weich, schmächtig - also wenig selbstbewusst? - ist.
Aber siehts du - sogar er möchte seine Frau beschützen, nicht von ihr beschützt werden! Das spricht ja schon eher für Normalität.


Ja, ich wusste schnell dass er wenig Selbstbewusstsein hat. Mich hat das nicht gestört, ich habe ihn akzeptiert wie er ist. Nur hätte ich niemals gedacht, dass ausgerechnet er zu den Männern gehört, die unbedingt die Frau an ihrer Seite selbst erobern möchten. Ich finde es schön, wenn er mich beschützen möchte und fühle mich dann geborgen bei ihm. Ich hätte es nur nicht von ihm erwartet und habe ihn falsch eingeschätzt.

Zitat von GastB:
Aber Frage: Wieso zieht dich ein Mann an, der deinen Beschützerinstinkt weckt? Das ist ja nicht normal. Hattest du einen jüngeren Bruder, oder wie kommt es bei dir zu einem Beschützerinstinkt?


Ja, ich habe einen jüngeren Bruder. Mit ihm hat das aber gar nichts zu tun. Mein Bruder und ich verstehen uns sehr gut, aber meinen Beschützerinstinkt hat er noch nie geweckt. Er ist groß, kräftig, selbstbewusst und beruflich erfolgreich. Mein Bruder braucht definitiv keine Frau, die ihn beschützt .

25.11.2012 22:32 • #13


Hi Miss Ratlos,

also - dafür, dass du dich "Ratlos" genannt hast, muss ich sagen: Es wundert mich, dass du auf alles sofort eine Antwort parat hast. Die meisten deiner Antworten wirken auf mich - sorry - allzu glatt, allzu perfekt. Ich habe dabei nicht das Gefühl, dass du über den jeweiligen Punkt aufgrund meiner Nachfrage neu nachgedacht hast, sondern dass du "Wohlverhalten" abspulst. Das soll keine Kritik sein, sondern ein Feedback über die Wirkung, die das auf mich hat.

Zitat:
Zitat von GastB:
Wenn dein "Typ" sich zurückziehen will, dann tut er das ganz einfach und es ist sogar sein gutes Recht. Ob du das dann schön findest, ob du leidest oder nicht, spielt dabei - sorry - keine Rolle!

Ich konnte lange nicht damit umgehen, weil ich so ein Verhalten aus meinem familiären Umfeld gar nicht kenne. Ich bin so erzogen worden, dass ich auf mein eigenes Wohl achte, aber auch anderen Menschen niemals bewusst Leid zufüge und nach einer Kompromisslösung suche, mit der alle Beteiligten zumindest einigermaßen leben können. Gesunder Egoismus ist natürlich völlig in Ordnung, aber es ist nicht meine Art, andere zu verletzen.
Das siehst du nur aus deiner Perspektive. Glaubst du nicht, dass deine Verhaltensweisen bei dem jeweiligen Mann auch unangenehme Gefühle, Unglücklichsein auslösen können? Wenn du dich z.B., wie gerade beschrieben, zurückziehst, sobald ein Mann, der dich nicht näher interessiert, etwas tut, das dir nicht zusagt? Meinst du denn, das löst bei ihm keine "Verletzung" auslöst? Dass er sich dann nicht zu Hause darüber Gedanken macht, was er wohl falsch gemacht hat usw.?

Damit will ich nicht sagen, dass du dabei etwas falsch gemacht hast, aber dass du offenbar recht naiv davon ausgehst, dass es dir überhaupt möglich ist, anderen gegenüber ein Unschuldsengel zu sein. Sowas geht in der Liebe nicht und auch nicht in ihren Vorstufen. Da kann man nicht so weit "nach Kompromisslösungen suchen", bis keiner leiden muss.
Zitat:
Zitat von GastB:
Und du selbst musst dann entscheiden, ob du die Beziehung mit diesem Mann weiterführen willst oder nicht. Mit dem Mann, der SO ist, wie er IST.
Eine Beziehung hatten wir nie, körperlich ist nichts gelaufen...
Ist eine "Beziehung" für dich nur dann eine, wenn "körperlich etwas läuft"? Was war das denn deiner Meinung nach zwischen euch?

Zitat:
Ändern kann und will ich ihn auf gar keinen Fall, das liegt eh nicht in meiner Macht. Wenn ein Mensch sich ändert, dann nur, weil er das selbst möchte.
Schöner Satz, einfach zu schreiben. Aber schwer, so zu fühlen und zu handeln.

Zitat:
Zitat von GastB:
Dann brauchst du einen anderen Mann.
Männer, die kein Problem mit einer aktiven Frau haben, waren bisher nur rein freundschaftlich an mir interessiert. Wenn ich bei möglichen Beziehungskandidaten die Initiative ergriffen habe, sind alle geflüchtet.
Du scheinst nicht begreifen bzw. akzeptieren zu wollen, dass das generell bei Männern so ist. Nur Muttersöhnchen und Pantoffelhelden in spe sind nicht so.

Zitat:
Zitat von GastB:
Meinst du den Mann, von dem du hier berichtet hast? Da sagst du doch selbst schon, dass du sofort wahrgenommen hast, dass er weich, schmächtig - also wenig selbstbewusst? - ist.
Aber siehts du - sogar er möchte seine Frau beschützen, nicht von ihr beschützt werden! Das spricht ja schon eher für Normalität.

Zitat:
Zitat von GastB:
Aber Frage: Wieso zieht dich ein Mann an, der deinen Beschützerinstinkt weckt? Das ist ja nicht normal. Hattest du einen jüngeren Bruder, oder wie kommt es bei dir zu einem Beschützerinstinkt?
Ja, ich habe einen jüngeren Bruder. Mit ihm hat das aber gar nichts zu tun. Mein Bruder und ich verstehen uns sehr gut, aber meinen Beschützerinstinkt hat er noch nie geweckt. Er ist groß, kräftig, selbstbewusst und beruflich erfolgreich. Mein Bruder braucht definitiv keine Frau, die ihn beschützt .
Klar, jetzt ist er das. War er Bruder etwa schon immer groß und kräftig?! Du dich nicht wirklich mit den Fragen bzw. dir selbst. Dem weichst du aus.

26.11.2012 00:32 • #14


Korrigiere:

War er etwa schon immer groß und kräftig?! Du befasst dich nicht wirklich mit den Fragen bzw. dir selbst. Dem weichst du aus.

26.11.2012 00:38 • #15


Ich habe sehr wohl ausführlich über die Sachen nachgedacht, die du mir hier geschrieben hast. Schade, dass du einen anderen Eindruck hast .

Natürlich glaube ich, dass auch andere Menschen sich durch mein Verhalten verletzt fühlen können. Aber wenn jemand mit mir darüber reden möchte, bin ich jederzeit offen dafür und höre mir an, was dieser Mensch mir zu sagen hat. Bei mir kommt es auch drauf an, auf welche Weise sich ein Mann von mir zurückzieht. Mit einem „Sorry, ich finde dich zwar ganz nett, aber mehr ist da bei mir nicht.“ kann ich problemlos umgehen. Der besagte Mann hat damals einfach nicht mehr geantwortet und ist sozusagen wortlos verschwunden. Das ist es, woran ich zu knabbern hatte. Ungewissheit ist für mich ganz schrecklich. Mein Ex-Freund hat damals unsere Beziehung auch beendet, indem er einfach nicht mehr angerufen und geschrieben hat. Meine Kontaktversuche hat er konsequent ignoriert, was für mich das Schlimmste überhaupt war.

Ich kann mit jedem noch so harten Wort besser leben als mit Ignoranz. Glaub´ mir, wenn du nicht mit Kälte aufgewachsen bist, dann ist das für dich im Erwachsenenalter extrem schwierig, sich auf Ignoranz einzustellen. In den Monaten unserer Funkstille hatte ich gesundheitliche Probleme, ständig Bauchschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme… ich war völlig depressiv und nur noch am Heulen. Auf diese Weise reagiert mein Körper auf Ignoranz. Das kann der Mann zwar nicht wissen, aber ich habe in der Vergangenheit schon mehrmals irgendwelche Leute darauf hingewiesen, und es hat sie trotzdem nicht gejuckt. So nach dem Motto, da könnten sie doch nichts dafür, wenn ich auf ihr Verhalten so reagiere.

In den letzten Monaten habe ich verstärkt daran gearbeitet und bin jetzt nicht mehr ganz so extrem empfindlich, wenn es um Ignoranz geht. In jüngeren Jahren habe ich Leute, die mich ignoriert haben, immer wieder um Aufmerksamkeit angefleht und mich selbst erniedrigt, nur um ein wenig Beachtung von ihnen zu bekommen. Mir war selbst negative Aufmerksamkeit lieber als gar keine, so schlimm war das. Inzwischen ist mir das peinlich, ich würde das niemals wieder für einen anderen Menschen machen und bin froh, dass ich diesem Mann während der Funkstille kein einziges Mal geschrieben habe. Ich habe mir klar gemacht, dass mir so etwas theoretisch immer wieder - nicht nur mit ihm - passieren könnte und ich nichts dagegen machen kann. Das hilft mir dabei, um besser damit leben zu können.

Ich weiß nicht in welchen Worten ich das ausdrücken kann, was da zwischen uns ist… braucht es dafür einen Begriff? Für mich ist es einfach nur etwas Schönes, was ich genieße . Und ich mag es sehr wohl, wenn er mich beschützen möchte… aber ich wünsche mir, dass wir auch mal die Rollen tauschen. Nur scheint ihm das eher nicht zu gefallen.

So so, Männer wollen also generell die Frauen selbst erobern… tja, schade nur, dass ich mehrere glückliche Partnerschaften kenne, die trotz Initiative seitens der Frau zustande gekommen sind und seit Jahren halten. Und diese Männer sind weder Muttersöhnchen noch Pantoffelhelden. Mein selbstbewusster Bruder hat sich übrigens auch auf seine Partnerin eingelassen, obwohl sie anfangs die treibende Kraft war.

Natürlich war er nicht immer groß und kräftig. Aber da wir altersmäßig nicht weit auseinander liegen, erinnere ich mich nicht mehr an die Zeit, als er noch ganz klein war. Er war schon im Kindergarten größer und stärker als ich.

Aber ich kann dir vielleicht eine andere Erklärung geben, warum ich auch mal gerne die Beschützerin sein möchte: Optisch bin ich auf jeden Fall ganz Frau und kein „Mannsweib“. Ich verhalte mich aber häufig nicht wie eine Frau. „Typisches“ Frauenverhalten empfinde ich als schwach, und ich möchte in der Öffentlichkeit keinesfalls schwach rüberkommen. Ich liebe meine Mutter über alles und verstehe mich blendend mit den anderen Frauen aus meiner Verwandtschaft. Ich habe auch Freundinnen, die mir sehr am Herzen liegen. Aber ich möchte nicht so sein wie sie. Ich fühle mich ihnen gewissermaßen überlegen (das ist jetzt nicht überheblich gemeint) und würde mich total schwach fühlen, wenn ich so wäre wie sie.

26.11.2012 12:24 • #16


Inzwischen sind ein paar Monate vergangen, und leider sprechen die Fakten dafür, dass er anscheinend doch mit mir spielt - obwohl ich dieses Gefühl bei den Treffen absolut nicht habe. Die Fakten sagen aber definitiv etwas anderes.

Nach der sehr netten Begegnung im November hat er sich nicht bei mir gemeldet. Ich habe mich schön entspannt zurückgelehnt, aber es kam trotzdem nichts. Im Dezember hatten die meisten Männer in seinem Freundeskreis Urlaub, und er war häufig mit ihnen unterwegs. Irgendwann beschloss ich, ihn komplett zu vergessen und legte absichtlich eine längere Internetpause ein. Als ich nach längerer Zeit mal wieder auf sein FB-Profil schaute, hat er unsere gemeinsamen Fotos in seinem Profil ausgeblendet. Anschließend kamen in einem Forum irgendwelche Anspielungen, vermutlich um meine Aufmerksamkeit zurückzugewinnen. Ich habe aber nicht reagiert. Anders wäre es natürlich gewesen, wenn er mich direkt angeschrieben und nach einem Treffen gefragt hätte.

Anfang Februar haben wir uns wieder gesehen. Eigentlich wollte ich ihm aus dem Weg gehen und war anfangs auch etwas distanziert, aber dann legte er seinen Arm um mich und bat mich um ein Gespräch. Ich wollte mir anhören, was er mir zu sagen hatte. Unser Gespräch war einerseits sehr schön und v. a. machte er den Eindruck, als ob er tatsächlich reifer geworden sei. Es war sehr locker und entspannt, wir fühlten uns sehr wohl miteinander. Auf der anderen Seite äußerte er sich mit keinem Wort darüber, wie er das mit "uns" sieht. Ich habe ihn bewusst nicht danach gefragt, weil ich keinen Druck machen wollte.

Gegen später legte er mehrmals seinen Arm auf meine Schultern oder Hüften, zog mich immer wieder an sich und streichelte mich ganz leicht - und zwar auch in Kreis seiner Freunde. Das war die ersten "richtigen" körperlichen Annäherungen zwischen uns, und das nach mehr als 2 Jahren. Die anderen Leute aus seiner Clique waren sehr nett zu mir, wir verstanden uns bestens.

Nach diesem Treffen hat er unsere gemeinsamen Bilder bei FB wieder eingeblendet. Ansonsten kam nichts mehr, er hat mich hier und da sporadisch in einem öffentlichen Forum geneckt, aber mich nie direkt angeschrieben. Ich weiß, dass er kurz nach dem Treffen eine Praktikumsstelle angefangen hat und wegen seiner unregelmäßigen Arbeitszeiten gerade stark zeitlich eingeschränkt ist. Trotzdem meldet sich meiner Ansicht nach ein interessierter Mann bei einer Frau, die ihm nicht egal ist. Ich kenne so einige Männer, die trotz unregelmäßigen Arbeitszeiten eine Fernbeziehung auf die Reihe kriegen. Er hingegen scheint nicht mal Interesse an einem Kennenlernen im Alltag zu haben und belässt es weiterhin bei den zufälligen Begegnungen.

Inzwischen habe ich die Nase gestrichen voll. Von mir bekommt der keinen Funken Aufmerksamkeit mehr. Beim nächsten zufälligen Treffen werde ich nicht mit ihm reden, geschweige denn mich von ihm anfassen lassen. Wer sich traut, eine Frau zu berühren, der hat auch den Mumm, um anschließend den Kontakt mit ihr zu vertiefen. Sein Verhalten enttäuscht mich sehr, denn ich habe ihn lange Zeit überhaupt nicht so eingeschätzt und hätte ihm dieses Warmhalten niemals zugetraut.

12.03.2013 16:03 • #17

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Dubist
Wahnsinn, was der Typ macht. Von wegen schüchtern.
kann mir gut vorstellen, das der zuviel am Laufen hat.
Sicher weiß ich das natürlich nicht. Aber je nachdem wer grad in ist bei ihm, blendet er vielleich die mal weg, oder die aus und die wieder rein.
Krasse Männer gibt es.
Das du dich da entfernst und sauer bist versteh ich nur zu gut.
DAs ist kein schönes Spiel.
Aus die Maus!

13.03.2013 19:47 • #18


Schüchtern ist der schon, wenn es um Körperkontakt geht. Die Umarmungen fielen ihm nicht leicht, und er wurde dabei auch rot im Gesicht. Nur hat er beim letzten Mal im Vergleich zu früher nicht gezittert und ist nicht panisch geworden.

Ich glaube nicht, dass der Mann mehrere Frauen parallel am Laufen hat. Wie gesagt, er hat jetzt sehr unregelmäßige Arbeitszeiten und muss eine längere Strecke mit den Öffentlichen pendeln. D. h. er geht morgens sehr früh aus dem Haus und kommt abends viel später als ich wieder heim. Zwei Tage in der Woche hat er frei, und meistens sind das Werktage. Da sind alle seine Kumpels auf der Arbeit und haben keine Zeit für ihn. Da wir in mehreren Foren aktiv sind, sehe ich dass er an seinen freien Tagen fast durchgehend online ist und im Netz postet.

Ich muss gestehen, dass ich nicht auf die längere Sicht entspannt bleiben kann, wenn ich mich verliebe und dann vor lauter Nervosität Sachen mache, die ich sonst nicht tun würde. Leider neigen viele Männer zu Machtspielchen, wenn sie spüren, dass eine Frau in sie verliebt ist. Ihm hätte ich das gar nicht zugetraut. Aber ich kann mir vorstellen, dass er seinen Kumpels gewisse Sachen über mich erzählt hat und sie ihn negativ beeinflusst haben. Solange er über meine Schwächen nicht informiert war, lief es prima. Wenn ich mich verliebe, möchte ich diesem Menschen vertrauen und mich in seiner Gegenwart fallen lassen können. Doch jedes Mal, wenn ich einem Mann mein Vertrauen geschenkt habe, fingen die Machtspielchen an, und ich wurde respektlos behandelt. Wenn ich schon offiziell in einer Beziehung war und es bis dahin gut lief, ging es anschließend den Bach runter. Und in der Kennenlernphase kam es zu Problemen bzw. in manchen Fällen erst gar nicht zur Beziehung, obwohl es lange Zeit sehr gut ausgesehen hatte.

Ich kann mit diesem hierarchischen Denken nichts anfangen und würde niemals einen Menschen emotional verhungern lassen, wenn ich merke, dass dieser Person sehr viel an mir liegt. Meine Eltern haben mir beigebracht, dass ich die Gefühle meiner Mitmenschen nicht mit Füßen treten sollte. Schade, dass kaum jemand meine Einstellung teilt und viele der Ansicht sind: "Wer sich benutzen lässt, ist selbst schuld." Natürlich liegt es in unserer Gewalt, so ein Verhalten zu unterbinden. Aber entschuldigt das ein schlechtes Benehmen? Ich denke nicht.

13.03.2013 21:16 • #19


Dubist
Wer zu brav ist und zu nett, der wird getreten und wird leider auch nicht so gemocht, wie derjenige sich das vorstellt.
Da hast du doch den Beweis, er ist fast ununterbrochen im Internet, mit wem er da wohl alles schreibt?
Sicher nicht nur mit Männern.
Rot werden kann mann auch wenn er ein schlechtes Gewissen hat oder sich ertappt fühlte.
Nein, man sollte andere leute nicht mit Füßen treten.
Aber im umgekehrten Sinne, sollte man sich nicht zu lange treten lassen.
Bzw, wenn man Putzlumpen spielen soll für jemand, das Spiel beenden.

13.03.2013 21:28 • #20



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