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Hallo zusammen,

hergekommen bin ich ursprünglich mal, weil ich glaubte, immer und immer wieder bindungsängstliche Männer anzuziehen, bzw. von ihnen angezogen zu werden. Aber seit August 2012 werde ich durch einen Therapeuten in ambulanter analythischer Therapie ein Stück durch `s Leben begleitet. Seitdem hat sich vieles für mich geändert. Ich habe mich auf ein paar Kontakte eingelassen und mittlerweile einen besten Freund gewonnen. Mit diesem habe ich in der Vergangenheit sehr üble Spielchen getrieben. Er ist aber trotz allem geblieben und hat zu mir gehalten hat. Kurz, ich musste erkennen, dass ich selbst auch sehr stark von Bindungsängsten betroffen bin, aber es mittlerweile doch geschafft habe, mich zumindest etwas daraus befreien zu können. Nun bin ich auf eine Seite gestoßen, auf der ich in einer der Beschreibungen zu dem Weg dahin so ein richtiges Wow-Gefühl bekam. Ich sah mich dermaßen gut beschrieben, dass ich einfach nur noch staunen konnte. Deshalb denke ich, die Seite ist es Wert, hier eingestellt zu werden:

http://www.smartredirect.de/redir/click ... Naehe.html

Ich hoffe, sie kann dem Einen oder Anderen hier (auch) etwas weiterhelfen.

Viele liebe Grüße
ZL

05.01.2016 18:48 • 09.01.2016 #1


5 Antworten ↓


Danke. Das ist ein sehr aufschlußreicher Artikel. Hat mir einiges klargemacht. Meine Beziehung zu der "Liebe meines Lebens" (die absolut bindungsunfähig ist) habe ich vor kurzem beendet, weil ich einfach nicht mehr konnte. Jetzt versuche ich, mich selber wieder zu finden.

Liebe Grüße von Sedana

08.01.2016 17:54 • #2



Abhängigkeit und Angst vor Nähe

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Das tut mir für euch alle beide sehr leid. Als selbst Betroffene weiß ich schon, wie schwierig sich eine solche Beziehung gestalten kann. Aber wenn es niemanden gibt, der trotz allem bleibt, dann kommt man da auch einfach nicht raus. Verstehe das jetzt aber bitte nicht falsch. Ich bin durchaus der Meinung, dass es für dich sehr wichtig ist, deinen eigenen Bedürfnisssen die notwendige Beachtung zu schenken und bitte, bitte, betrachte meine vorherige Aussage nicht als Vorwurf, sondern als eine Erfahrung, die ich, Gott sei Dank, hab machen dürfen.

08.01.2016 21:32 • #3


Ich betrachte Deine Aussage keineswegs als Vorwurf. Ich freue mich für Dich, daß Du es geschafft hast, bei Deinem Liebsten zu bleiben und ihm weiterzuhelfen. Wahrscheinlich ist er nicht ganz so gestört wie meiner. Ich konnte mir die Zurückweisungen und Demütigungen, nachdem wir uns vorher gut verstanden hatten, einfach nicht erklären und mußte mich nach sieben Jahren Auf und Ab zu meinem Selbstschutz zurückziehen.
Ich will ihn auch nicht mehr sehen, obwohl ich mich unsäglich nach ihm sehne...

09.01.2016 00:05 • #4


Oh, entschuldige, ich habe wohl etwas verdreht. Du bist froh, daß Dir Dein Freund weitergeholfen und Dich nicht verlassen hat. Du machst ja auch eine Therapie und hast Deine Fehler dadurch eingesehen. Mein Freund hat die Fehler gemacht und trotzdem immer mir die "Schuld" zugewiesen. Nach 7 Jahren hatte ich einfach keine Kraft mehr.

09.01.2016 00:18 • #5


Du hast schon recht, wir sind alle drei irgendwie davon betroffen. mein Mann, ich selbst und mein bester Freund auch. In der Beziehung zu meinem Mann hat es mir selbst sehr geholfen, sich mit der schizoiden Persönlichkkeitsstruktur auseinander zu setzen. Das hat mir sehr geholfen, Einblicke in seine Gefühlswelt zu bekommen und die dadurch vorhandenen Möglichkeiten verstehen zu lernen.

http://www.schizoide-forum.de/

Ich selbst bin auch mit hohen Anteilen dieser Persönlichkeitsstruktur betroffen, aber nicht ganz so massiv, wie das bei meinem Mann der Fall ist. Mir hilft meine Therapie sehr. Vor allen Dingen habe ich gelernt, das Erspüren meiner eigenen Gefühle und Bedürfnisse wieder zuzulassen. Durch die Unterstützung meines Therapeuten kann ich es nun lernen, mit diesen Ängsten umzugehen. Vieles, bei dem ich früher keinen Lichtblick erkennen konnte, fühlt sich nun erreichbar an. Aber ohne das Wissen, dass es da jemanden gibt, der mich im Zweifelsfalle auffängt ,hätte ich mich gar nicht auf die Therapie einlassen können. Es hätte mir jegliche Sicherheit gefehlt. Und diese Funktion hatte mein bester Freund übernommen. Ohne ihn hätte ich es vermutlich nicht geschafft.

Der Freund hat andere Ängste. Da sich aber hier sicherlich welche tummeln, die uns beide kennen, möchte ich davon hier nichts erzählen.

09.01.2016 15:00 • #6




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Dr. Reinhard Pichler