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12.01.2010 15:34 • 12.12.2019 #1


5043 Antworten ↓


Hallo,

ja, ich hatte auch schon mal große Angst vor ALS und auch Muskelzucken. Ich habe leider erlebt, wie ein Freund und Nachbar daran gestorben ist.

Aber im Alter von 28 ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, an ALS zu erkranken.

Muskelzuckungen können natürlich auch psychische oder andere hamlose Ursachen haben. Das ist viel wahrscheinlicher als ALS oder sowas. Ich habe mal gelesen, dass man von Muskelzuckungen allein einfach nicht auf ALS schließen kann, sondern dass dann eben andere neurologische Symptome vorhanden sein müssten. Und wenn Du beim Neurologen warst und der Dich untersucht hat, dann denke ich, kann man nicht viel mehr tun.

Zu mir meinte sogar mal jemand, dass es keinen Sinn hat, sich überhaupt Sorgen darum zu machen, weil, wenn man es wirklich hätte, könnte man ja eh nichts machen. Aber es ist halt wirklich eine sehr seltene Krankheit und in jungen Jahren wirklich sehr unwahrscheinlich.

Vielleicht solltest Du versuchen, Dich abzulenken.

Liebe Grüße, Berliner

12.01.2010 16:24 • #2


Hallo Berliner,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich war heute beim Arzt und morgen bekomme ich dann die Ergebnisse. Hoffe so sehr, dass er nichts findet.
Liebe Grüße, Susi

13.01.2010 10:04 • #3


Hallo , ich muss sagen das ich auch angst vor nervenkrankheiten generell habe, habe auch zucken aber mein arzt sagt mir das zucken in seltenen fällen nervenkrankheiten sind.
habe trotzdem mal nen termin beim neurologen gemacht zur sicherheit.
ALS is aber so selten das es in großstädten im schnitt nur 1 mal vorkommt und dann auch fast nur bei alten deswegen ist die chance in jungen jahren daran zu erkranken extremst gering.

16.01.2010 19:14 • #4


Ich hatte das auch mal- also Angst vor ALS. Es zuckte auf einmal irgendwo im Bauch. Irgendwann googelte ich mal und war fix und alle. ALS war das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte. Da ist ja Krebs harmlos- dachte ich. Drei Monate lebte ich in der Angst. Es zuckte immer mehr, ich bekam auch Schluckbeschwerden- es war furchtbar. Ich weiß noch, ich war mit meinem Mann fein essen und konnte nicht mehr schlucken . Er saß gegenüber und aß und ich dachte, ich sei im Endstadium von ALS...
Irgendwann bin ich zum Hausarzt und der meinte, dass ich das nicht habe- punktum. Er kennt mich und meine Ängste gut! Das ist jetzt fast 4 Jahre her und ich lebe noch und das Zucken hat aufgehört, bzw ich merke es nicht mehr. Ich hab aber schon on vvielen Menschen gelesen, die gerade Angst vor ALS haben und auch alle Symptome hatten. Und der Neurologe konnte sie auch nicht beruhigen. Ich bin gar nicht gegangen, weil ich wusste, dass ALS eh ne Ausschlussdiagnose ist. Und das wollte ich mir nicht antun! Dass der Neurologe womöglich echt den Verdacht ausspricht. Er kann es ja nicht diagnostizieren, zumindest nicht so leicht, wie Krebs...

DU HAST AUCH KEIN ALS!!!

16.01.2010 22:11 • #5


Hallo zusammen,
vielen lieben Dank für Eure Antworten. Das beruhigt mich nun schon etwas. Ich merke auch, wenn ich mich ablenke, geht es mir besser! Liebe Grüße, Susi

17.01.2010 13:55 • #6


Hallo, Ich bin weiblich und 25 Jahre alt. Ich leide seit ein paar Monaten unter ständigen Krankheitsängsten! Angefangen hat es mit der Angst vor einer Gehirnblutung! Konnte deshalb nicht mehr alleine sein und hatte auch totale Panikattacken. Symptome hatte ich natürlich wie steifer Nacken oder kopfweh, pochen im Kopf! Das nächste war dann MS! Ich hatte anfangs Schmerzen im Fußgelenk und im Handgelenk hab daraufhin gegoogelt und bin auf MS gestoßen.

Am nächsten Tag konnte ich links auf dem Auge schlechter sehen nicht viel schlechter aber ich habe es gemerkt. Dazu kamen dann noch Kribbeln in den Füßen und Müdigkeit! Es wurde ein MRT gemacht, Lumbalpunktion, VEP und SEP und ganz viele Bluttests. Es war alles gut. Kurz nachdem ich gesagt bekommen habe, dass alles ok ist habe ich eine neue Angst entwickelt und zwar die Angst vor ALS. Hatte das Gefühl meine Waden wären steif und dazu kam dann das muskelzucken und so ein blubbern in den Waden!

Seitdem habe ich ständig Angst, dass ich Muskelkarter habe betrachte meinen Körper die ganze Zeit! Hatte auch Schmerzen links in der Wade bzw habe das immer mal wieder oder auch links im Oberschenkel. Manchmal tut mir auch meine Hand weg links oder rechts! Vor kurzem dachre ich auch, dass mein Daumenballen atrophiert ist, weil ich das zuvor gelesen hatte! Hatte dann wieder eine ganz schlimme heulattacke! Im Moment bin ich sowieso sehr leicht reizbar und fange sofort an zu weinen! Ich steigere mich manchmal so rein, dass ich mich auf nichts mehr freuen kann! Im Moment bin ich auf der Suche nach einem Verhaltenstherapeut! War die ganze Zeit bei einer Psychoanalytikerin aber das hat mich erstmal nichts gebracht...

Habt ihr auch Angst vor ALS? Kennt jemand ähnliche Symptome? Ich will eindach wieder glücklich sein!

30.09.2014 09:44 • #7


Carcass
Die Ice Bucket Challenge war doch so lustig und die Hypochonder hat es natürlich nun ALLE erwischt Mich ausnahmsweise mal nicht, auch wenn ich kurz drüber sinierte! Mach dir keine Gedanken darüber, diese Krankheit ist sehr sehr selten und du würdest das schon merken und das nicht nur durch Wadenzucken, was für mich auch eher immer eine "Embolie" zu sein scheint. Magnesium und viel Wasser trinken kann gegen die Muskelzuckerei Abhilfe schaffen

30.09.2014 10:01 • #8


Romulus100
ALS beginnt IMMER mit Schwäche. Das weiß ich von einer die mit ALS Patienten arbeitet.

Hier bitte, das ist einer der längsten Treads in dem Forum, wo es nur um ALS geht 2862 Seiten voll Leuten, die glaubten ALS zu haben, keiner von ihnen der dort je schrieb, hatte es. Schreib dort an ein gewissen Brombeerküchlein, die kennt sich aus, hatte nämlich selbst eine Zeit lang Angst vor ALS

angst-vor-krankheiten-f65/ich-habe-solche-angst-vor-als-t70091.html

30.09.2014 10:15 • x 1 #9


Vielen Dank für die Antworten. Romulus wie hast du deine Angst wegbekommen vor ALS?

30.09.2014 13:26 • #10


Romulus100
Sitz grad in einem cafe vor einer prf, hatte ärgste derealisation im zug dahin, hab beschlossen mein hirn auszuschalten und an gar nichts zu denken, hat ganz gut geklappt, stehe zwar unter anspannung aber große angst ist nicht da

30.09.2014 13:30 • #11


Auch ich hatte Angst vor ALS. Mein Schwsger ist Neurologe und konnte mir die Angst nehmen.
Aber ist es letztlich nicht egal, welche Krankheit wir nun haben oder nicht?
Es geht doch eigentlich um etwas ganz anderes, nämlich darum nicht sterben zu wollen , die fehlende Akzeptanz, dass wir sterben müssen und dass wir darüber die absolute Kontrolle haben möchten.
Ich habe derart Angst davor und kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich eines Tages sterben muss. Es ist auch eine Art von Zwangsstörung, Kontrolle zu haben über etwas , über das man keine Kontrolle bekommen kann. Was auch immer wir an Vorsorge, Untersuchungen, Korperbeobachtungen machen, es bleibt immer das Restrisiko, mit dem wir nicht leben können.
Seht ihr es nicht auch so?
Gaby

30.09.2014 15:02 • x 3 #12


Carcass
Doch, aber auch wir können krank werden und sterben! Feddich!

30.09.2014 15:04 • #13


Ja ich kann mir vorstellen, dass es bei mir auch viel um Kontrolle geht! Weil sowas kann man einfach nicht kontrollieren, leider! Was mich so traurig macht ist, dass mein Leben teilweise echt beeinträchtigt ist... Eigentlich sollte ich es ja genießen kann es aber einfach grad nicht! Was hattest du denn für symptome, dass du angst hattest vor ALS Mausemajo? Ich war auch schon bei meiner Neurologin die hat sich das aber nicht wirklich angeschaut nur gemeint, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist! Im November bekomme ich aber bei einem anderen neurologen ein emg gemacht.

30.09.2014 15:39 • #14


Liz1689 ich hatte Faszikulationen und Dysphagie, bzw habe!
Aber irgendwie schon ewig, nur ist es ja bei uns Hypochondern so, dass wir plötzlich unser Augenmerk auf ein Symptom an unserem Körper richten und dann die Angst kommt, obgleich dieses Symptom vllcht schon seit Monaten oder gar Jahren da ist.
Schon mal aufgefallen, dass sobald du deine Konzentration auf ein neues Symptom legst, das vorherige verschwunden ist?!;))
Macht die keine Sorgen, ALS ist selten und zudem noch eine Krankheit des Alters.
cARCASS, das meine ich doch, das auch wir sterblich sind, aber wir akzeptieren es nicht wirklich und wollen die Kontrolle.
Ich habe zur Zeit große Angst, dass ich Nasenkrebs habe. Mir wurde aus der Nasenscheidewand etwas entfernt, wohl ein gutartiger Tumor, aber ich habe so grosse Sngst und das Warten macht mich krank!
Mausmajo

30.09.2014 17:08 • x 1 #15


Mausjo ja das ist bei mir auch oft so. Nachdem ich plötzlich nicht mehr an MS oder Gehirnblutung gedacht habe, habe ich die Symptome nicht mehr gehabt bzw anscheinend nicht mehr wahrgenommen! Ich achte im Moment gerade sehr auf die Symtpome, die zu dieser Krankheit passen! Wann bekommst du denn das Ergebnis wegen der Nase? Ich drücke die Daumen!

30.09.2014 19:14 • #16


Kaiser
Hast Du als Betroffene Dir mal überlegt, warum Du als Betroffene immer die Krankheiten hast die garantiert totbringend sind? ALS ist bei Hypochondern und Angstmenschen neben Krebs, MS und Herzinfarkt auf Platz 1 der Krankheiten die sie garantiert haben. Vielleicht machst Du mal den Faktencheck - auch wenn das nix bringt und Du Dir alle Symptome und Auffälligkeiten bei ALS einbilden wirst - und denk dran: Es gibt nicht "DAS EINE MUSTER" für ALS. Aber ein gängiges ist:

- Ungeschicklichkeiten. Stifte fallen lassen... (kann auch bei Angst auftreten)
- Stolpern oder Hinfallen (kann auch bei Angst auftreten, erhöhte Muskelspannung bzw. Muskelspannungsstörung)
- Vorerst keine Schmerzen oder Taubheitsgefühle
- Sprach oder Schluckstörungen (kann auch bei Angst auftreten, Klosgefühl im Hals, verhaspeln beim Reden)


Wenn die Anfangsphase durch ist, KANN es zu folgenden Symptomen kommen:

- Lähmungen oder Taubheitsgefühle (gibt es auch bei Angst "gelähmt vor Angst")
- Muskelzuckungen (gibt es ebenfalls bei Angst. Ich habe die seit 5 Jahren. Wäre das ALS: Ich könnte diesen Text nicht mehr selbst schreiben)

Und dann "zum Schluss":

- Keine Kraft mehr, Atmung flach da schwerfällig
- Kopf muss gestützt werden, da alleine nicht mehr haltbar

Mach Dir bewusst:

Es gibt keinen "ALS-Selbsttest". Und es gibt 1500 andere Krankheiten die gleiche Symptome hervorrufen können. An ALS erkranken statistisch erfasst ca. 8 von 100.000 Menschen im Jahr. Davon mehr Männer als Frauen. Und von denen die meisten im Alter zwischen 50 - 70. Welche Punkte treffen davon auch Dich zu?

Geh zu 10 Neurologen, sage NICHTS von einer Angsterkrankung und lass Dich OHNE das DU aktiv sagst: "Ich habe ALS" untersuchen. Man wird nichts finden. Und jede Wette: Würdest Du TESTWEISE ein leichtes Neuroleptikum nehmen oder kurzfristig ein Benzodiazepin: In Windeseile wärst Du wie von Zauberhand geheilt...

30.09.2014 19:43 • x 3 #17


Ja so ein Faktencheck versuche ich immer mal wieder aber das Problem ist, dass ich im Gegensatz zu nicht Hypochondern mir dann sage ich kann diese eine Ausnahme ja sein ... Ich Versuch das immer wieder! Hattest du auch mal Angst davor? Oder wieso weißt du so Bescheid? Auf jeden Fall vielen dank für die ausführliche Antwort

30.09.2014 20:17 • x 1 #18


Weil eben auch jeder diese Ausnahme sein kann..... So ist das Denken der Hypochonder eben:(

30.09.2014 20:26 • x 1 #19


Ja das stimmt! Meine beste Freundin versucht mich da immer sehr runterzubekommen ... Sie studiert Medizin und nimmt das Thema gerade ausfuehrlich durch! Sie sagt das würde man sehen auch mit frühsymtomen ... Sie hat AlS Patienten gesehen und die sind alle nicht in meinem Alter.... Das hilft immer kurz aber nicht lange....

30.09.2014 20:38 • x 1 #20




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