Hallo allerseits,
ja ich habe mich etwas länger hier nicht gemeldet. Mir geht es gut, ich habe die Infektion mit einem milden Verlauf gut überstanden, ich hatte nur nach den 2 Wochen noch mit Schweißausbrüchen und Schwäche/Erschöpfung zu kämpfen. Aber auch das ist nun wieder um einiges besser.
Auch mein Geruchs-und Geschmackssinn kehrt langsam zurück, aber ist noch nicht vollständig wieder da.
Am schlimmsten war für mich an alledem wirklich die Angst. Und dass einem niemand sagen konnte, was da dieser unsichtbare Feind in meinem Körper mit mir anrichten wird. Mir war zwar bewusst, dass ich mit meiner Panik übertreibe, ich kenne andere, die das alles total locker nahmen, aber wenn man eben eine Angststörung hat und eher zum negativen Denken neigt, ist das alles nicht so einfach.
Auch das allein-sein war schwer zu ertragen wenn man jede Minute von neuem eine Panikattacke bekommt und denkt man müsse bald sterben..
Zitat:Ja schade, wäre interessant zu lesen wie Butterfly ihre Quarantänezeit überstanden hatte? War es wirklich sooo schlimm? Oder konnte man die Zeit gut nutzen um vielerlei zu erledigen, das man schon lange vor hatte? Vlt. bestimmte Bücher lesen, oder Dinge Aufräumen, die "Briefmarken"-Sammlung pflegen, Dinge reparieren, ein Bild malen, mit entfernteren Freunden telefonieren ... alles wozu man sonst nie kommt, im normalen Alltagsstress
Ja und nein. Es war schlimm, aus oben genannten Gründen. Doch ich habe in dieser Zeit auch etwas gelernt. Dass ich bestimmte Situationen doch aushalten kann, obwohl ich es vorher niemals gedacht hätte. 2 Wochen erscheinen einem unheimlich lang, wenn man in seiner kleinen Appartment-Wohnung eingesperrt ist(Menschen die ein Haus und Garten besitzen haben da immer leicht reden..).
Ich hatte vor meiner Infektion immer den Drang etwas tun zu müssen, länger rumseitzen oder gar den ganzen Tag war mir ein Ding der Unmöglichkeit, weil ich mich gerne viel draußen bewege, um mich psychisch gut zu fühlen. Tat ich das nicht, fühlte sich mein Körper sofort unwohl und unausgelastet an.
Nun habe ich dies länger als 2 Wochen nicht getan. Viel herumgesessen, gelesen, Zeit tot geschlagen. Und es geht mir trotzdem noch relativ gut. Bin nicht wie erwartet schwer depressiv geworden.
Zitat:Es gibt viele Menschen, die Aufgrund ihres Alters oder wegen der Gesundheitsverfassung auf Dauer alleine zu Hause rum hocken oder womöglich sogar liegen müssen ... die fragt auch keiner ob sie Lust dazu haben.
Und ein Teil der Antwort liegt vlt. schon in der Fragestellung
Ja..die gibt es. Aber wirklich hilfreich finde ich diesen Gedanken nicht. Darf ich mich jetzt deswegen nicht trotzdem über eine Situation beklagen, die ich in der Form noch nie hatte und die mit zu den angsteinflößendesten gehörte, die ich je erlebte? Ich finde solche Vergleiche immer schwierig..
Klar, gibt es immer welche, denen es schlechter geht. Was meinst du wie dankbar ich dafür bin, noch am leben zu sein und keinen schweren Verlauf bekommen zu haben?
An die anderen: Vielen lieben Dank jedenfalls für all die lieben Genesungswünsche hier in diesem Thread
