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Hi Jürgi67,
ich kann mich wie viele andere - wohl oder übel - sehr gut in deine Sitation hereinfühlen. Hier ist niemand Arzt und niemand kann es abschließend beurteilen, aber in Anbetracht der Tatsache das du vor zwei Jahren bei der Vorsorge warst und nicht wieder einbestellt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit das du Darmkrebs hast sehr gering. Noch geringer ist sie das du Fortgeschrittenen Darmkrebs hast. Auch Analkrebs ist sehr selten und damit sehr unwahrscheinlich.
Aber das weißt du ja selbst, wenn nicht die Angst gerade mit dir runden Drehen würde.
Weißt du aber was keineswegs selten ist? Hämorrhoidenschwellungen. Die sind sehr häufig und wenn die weiter Fortgeschritten ist, dann können die sehr intensiv Bluten, über längere Zeit.
Wenn das Blut sehr hell ist, dann kommt es ja wahrscheinlich eher vom After. Bei sowas kann dir der Proktologe gut weiterhelfen. Aber der After wird natürlich durch Dünnpfiff auch gut in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem unterstelle ich dir basierend auf meiner eigenen Erfahrung, dass du seit du das erste mal das Blut gesehen hast sehr sehr intensiv abwischt um zu gucken ob da blut ist? Wenn dem so ist, dann Reizt auch das den After ordentlich.
Antibiotika können ganz schön Chaos in unserer Verdauung anstellen, das ist eine zu erwartende Nebenwirkung. Am Ende des Tages können die Antibiotika nämlich nicht wissen was die guten und was die schlechten Baktieren sind, deswegen wird einmal alles Platt gemacht.
Es gibt viele Ernährungsweisen die helfen, das Problem anzugehen. Nur darfst du hier keine Wunder binnen weniger Tage erwarten. Die Flohsamen die hier erwähnt wurden sind gute wasserlösliche Ballaststoffe. Die Schmecken absolut bescheiden. helfen aber wirklich. Mein Proktologe hat mir vorerst einen TL gelöst in Wasser (5min Quellen lassen) am Morgen empfohlen. Auch Fermentierte Nahrungsmittel wie Yogurt, Sauerkraut und Kefir sind für die Darmflora allgemein eher positiv. Achte auch darauf das du sonstige Ballaststoffe bekommst, wie Obst und Gemüse. Auch das Hilft sehr dabei die Verdauung wieder zu normalisieren.
Unterschätze auf keinen Fall auch das, was dein Geist mit deiner Verdauung anstellen kann. Angst und Stress schlagen nicht nur auf den Apetit, sondern auch allgemein auf die Verdauung. Das im Dauerzustand kann auch deine Verdauung über kurz oder lang stark negativ beeinflussen.
Ich weiß zu jemanden mit Angst zu sagen sich zu beruhigen ist witzlos offensichtlich, aber auch das was jetzt gebot der Stunde ist. Mach etwas das dich entspannt. Sei es ein Spaziergang mit Frau und Hund, Abendkino, Yoga oder Mediation. Schau das du genug Schlaf hast und genug Trinkst. Achte ein wenig auf die Ernährung, dann hast du im besten Fall auch schon etwas vorzuweisen wenn du beim Proktologen bist. Der wird sich um dich kümmern und untersuchen was sich machen lässt.
17.12.2025 20:12 •
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