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ich hab jetzt nicht alles gelesen aber wollte mal sagen: ich finde es toll wie bemüht hier viele sind den Usern zu helfen, auch wenn es scheint als würden die gar nicht diese Art von Hilfe wollen. Manchmal kommts einem vor als würden sie gerne hören wollen "ja, Herzinfarkt, schnell ins KH". Ich hab zwar noch keine Hilfe hier im Forum aktiv gesucht aber schon öfter still mitgelesen und merke selbst wie ich manchmal auch ganz gern gehört hätte "ja, ist körperlich, ab ins KH" weils einfach unmöglich was zu glauben dass es harmlos ist.
in der Hoffnung dass die OP doch noch empfänglich ist für rationale Gedanken:
ich hab auch lange und oft Angst vor Herzinfarkt (und bin auch erst 32 und Frauen sind da sowieso "später dran" als Männer in der Regel - auch als Männer wären wir beide zu jung dafür) und dann auch lange Angst vor einem Schlaganfall gehabt und teilweise haben sich die Symptome sehr real angefühlt weil: sie waren real! Die Psyche kann diese Symptome ganz real den Körper spüren lassen, nur glaube ich dass die Intensität bei einem echten Herzinfarkt in der Regel viel stärker ist. Ich glaube einen echten Notfall kann man nicht ignorieren oder übersehen, du spürst wenn es tatsächlich ernst ist.
Den Unterschied zwischen psychischem Herzrasen und "echten" Herzrasen spürst du - Puls von vielleicht 100 ist arg in Ruhe, aber 170 ist deutlich schlimmer

und auch das muss nicht vom Herzen kommen, bei mir wars die Schilddrüse (bzw. unabsichtliche Überdosierung der Medis) und absolut nicht lebensbedrohlich, auch wenn ich in dem Moment sicher war dass ich einen Herzinfarkt habe.
Es ist gut sich und seinen Körper ernst zu nehmen, aber wenn man schon weiß dass man etwas übersensibel auf ungewöhnliche Empfindungen reagiert muss man versuchen die Ruhe zu bewahren. Kann ich auch nicht immer aber es gelingt immer häufiger.
Du bist 20, dass du schwer krank bist ist seeehr unwahrscheinlich. Was du tun kannst ist deine persönlichen Risikofaktoren zu verringern, also dich nicht so sehr schonen sondern auch mal Bewegung machen, den Herzschlag spüren und merken dass du davon nicht umkippst oder sogar stirbst. Ich hab auch lange gebraucht mich das wieder zu trauen (bekam dann manchmal Schwindel,aber eindeutig vom Rücken bzw. Halswirbeln und nicht wegen der Belastung) aber dieser Schritt ist sehr sehr wichtig.
Du hast die Wahl: das Leben zu leben oder nichts mehr zu tun was Freude bereitet, da hast du aber nicht viel davon dass du eben nicht Sterbenskrank bist.
04.09.2019 21:34 •
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