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Tina2212
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Sammelthema
Ich leide seit fast 20 Jahren Jahren an einer Panikstörung mit enormer Herzangst / Ansgt vor einem Herzinfarkt. Es gab längere Phasen, in denen ich sehr stabil war, aber seit enigen Monaten sind die Ängste fast jeden Tag wieder da. Ich habe ständig Angst, einen Herzinfarkt zu erleiden und traue mir inzwischen kaum mehr etwas zu.

Ich befinde mich seit Jahren in einer Psychotherapie, die mir aber immer nur punktuell hilft, meine Grundsymptomatik aber nicht beseitigt. Ich bin langsam aber sicher am Ende meiner Kräfte und weiß manchmal nicht mehr, ob und wie lange ich das noch durchhalten kann. Manchmal hege ich inzwischen Selbstmorgdedanken, aber dafür bin ich eigentlich zu feige. Was soll / kann ich nur tun? In Akutfällen haue ich mich mit Diazepam voll, aber das ist sicher auch keine Lösung auf Dauer. Vor einigen Wochen musste mein Mann sogar den Notarzt rufen, da ich mich gar nicht mehr beruhigen konnte und wirklich dachte, ich sterbe gleich an einem Infarkt. Ich hatte solche Todesangst, ich kann es kaum beschreiben.

Ich bin derzeit hilflos und ratlos und mein Mann weiß langsam aber sicher auch nicht mehr, wie er mir noch helfen kann.

Kennt ihr in meiner Nähe eine SHG (64646 Heppenheim), an die ich mich zusätzlich wenden könnte? Kennt ihr darüber hinaus einen Psychotherapeut / Arzt, der sich auf das Thema "Herzangst / Herzneurose" spezialisiert hat?

Ich brauche dringend einen Rat und Hilfe, sonst kann ich bald nicht mehr weitermachen. Ich hoffe, ihr könnt mir ein bißchen weiterhelfen! Ich beziehe eure Zeitung schon seit einigen Jahre, habe mich aber nie wirklich zu einem Kontakt aufraffen können.

Viele Grüße und vor ab vielen Dank für Eure baldige Rückantwort!

31.01.2025 #1


831 Antworten ↓
Calima

Calima
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Zitat von mimi0202:
Ich rauche gerne, und ich nasche gerne, 'das' nicht auch noch!

Eine fatale Sichtweise. Bewusst den Körper schädigen, weil man glaubt, sonst nichts mehr vom Leben zu haben, macht das Unglück nicht kleiner. Es betäubt es für ein Weilchen, mehr nicht.

Der Trost beim Fressen hielt bei mir meist nur so lange, wie ich etwas in mich reinstopfte. Danach begann das schlechte Gewissen und das Unglück über meinen fetten, unförmigen Körper erneut.

Als übergewichtiger Raucher stellt man alle Weichen auf Krankheit und Tod.

Dabei hat man den Schlüssel zu einem gesunden, glücklichen Leben in der Hand. Diäten führen zu nichts, aber eine Lebensumstellung und eine Veränderung der Sichtweise können alles ändern.

Schlank, fit und beweglich zu sein hat nicht nur meine sämtlichen Vitalwerte drastisch verbessert, sondern auch meine Ängste besiegt, mein soziales Leben und meine Freizeitgestaltung ungemein bereichert.

Anstatt mich systematisch auf den Tod zuzufressen, wollte ich das Leben wirklich genießen, statt mit ungesunden Ersatzhandlungen daran vorbeizuleben.

Kein dicker Mensch ist glücklich. Man mag sich arrangieren und sich das ganze Elend schön reden, aber trotzdem spürt man jeden Tag die Einschränkungen, die das Fett mit sich bringt.

Kurzatmigkeit, Unbeweglichkeit- selbst die Körperhygiene, wie sich den Hintern abwischen oder die Fußnägel schneiden, wird zur Herausforderung. Vom Blick in den Spiegel ganz abgesehen. Mit Klamotten aus der Zeltabteilung kann man vielleicht gepflegt, aber nicht gut aussehen.

Schlanke Freunde und Arbeitskollegen machen das Elend nicht besser.

Die Angst hat leichtes Spiel, wenn die größte Freude des Tages darin besteht, auf der Couch zu hocken und Süßigkeiten in sich reinzustopfen, und die hauptsächliche Bewegung darin besteht, im Supermarkt für Nachschub zu sorgen und vor die Tür eine rauchen zu gehen.

Natürlich tut man das *gern*, man hat ja nichts anderes. Und die Vorstellung, das aufzugeben, macht Angst, weil man ja noch keine Alternative hat.

Einen Körper zu haben, dessen Energie und Kraft man spüren kann, wenn man früh am Morgen durch die Natur läuft, anziehen können, was man will und damit immer irgendwie gut auszusehen, keine Scham mehr empfinden, weil man dick ist und jeden Tag einfach aktiv sein können, ist ein wunderbares Gefühl.

Für mich ist es ein neues Leben, das keine Schokolade der Welt auch nur ansatzweise ersetzen könnte.

26.07.2020 08:02 • x 7 #631


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Angst vor Herzinfarkt - Erfahrungsberichte

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Calima

Calima
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Zitat von MBJ:
Was für ein beschämender Post!

Warum? Weil es Scham auslöst? Oh ja: SCHAM ist ein gewaltiges Thema bei Übergewicht. Mich hat sie fast erdrückt.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich erkennen und vor allem auch akzeptieren konnte, wie idiotisch ich mich verhalte. Den eigenen Körper tagtäglich wissentlich und willentlich schädigen, indem ich ihn mit zu viel und ungesundem Essen vollstopfe, ihm Bewegung zu verweigern und gleichzeitig Angst vor Krankheiten und Tod zu haben, ist einfach hirnrissig.

Vor allem, wenn sich die Ängste, wie in meinem Fall auf das Herz und auf Krebs beziehen.

Übergewicht, Nikotin, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung verursachen Herzinfarkt und Krebs. Ich fürchte mich also vor Dingen, die ich gleichzeitig selbst verschulde.

Die Angst, daran zu sterben, ist demzufolge höchst berechtigt. Und es ist ziemlich logisch, dass ich einer ärztlichen Diagnose, die mir heute Gesundheit bescheinigt, nicht lange trauen kann, weil ich ja jeden Tag daran arbeite, krank zu werden.

Also renne ich von Untersuchung zu Untersuchung, bin kurz beruhigt, wenn alles gut ist und vergifte mich munter weiter. Da ich im Grunde meines Herzens aber weiß, dass ich mich permanent schädige, hält die Beruhigung immer kürzer an.

Der einzig sinnvolle Weg aus dieser Angst ist, das schizophrene schädigende Verhalten zu beenden. Alles andere ist so, als würde man jeden Tag weiter seinen Becher mit Gift trinken, weil es halt so lecker schmeckt und darauf hoffen, dass man trotzdem nicht stirbt.

Das kriegt man nur hin, wenn man schonungslos ehrlich mit sich ist und der Leidensdruck hoch genug. Jeder Dicke hat zig gescheiterte Abnehmversuche hinter sich, nach denen er meist schwerer war als zuvor.

Gegen diesen Frust dennoch nochmals die A.rschbacken zusammenzukneifen und vor allem einen neuen Weg zu suchen, der funktioniert, ist hart.

Für das Rauchen gilt das Gleiche. Der Genuss ist gut konditioniert, und wir glauben, ohne Ziggi nicht mehr entspannen oder bestimmte Momente erleben zu können. Aber Kaffee bleibt ebenso Kaffee, wie ein Sonnenuntergang oder ein gutes Buch bleiben, was sie sind. Der Rest ist Sucht und Einbildung.

Veränderung zu einem gesunden Leben ist extrem lohnenswert für das Leben insgesamt.

26.07.2020 09:14 • x 5 #636


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A
Hallo Tina,

etwas kommt mir an deinen Aussagen merkwürdig vor:

Du hast so große Todesangst, dass du dich umbringen möchtest?

Irgendwie passt das doch nicht zusammen, oder doch?


Meine Meinung dazu ist, dass du dich jetzt vielleicht mal ernsthaft mit dem Sterben befassen solltest. Was bedeutet der Tod für dich? Was ist "Sterben" deiner Meinung nach? An welcher Todesart möchtest du am liebsten sterben? Was würde es für dich bedeuten, jetzt schon zu sterben? Was würdest du dann am meisten vermissen oder bedauern?
Was denkst du, wie es nach dem Tod weitergeht?
Und was bedeutet "Leben" für dich?

#2


S
Liebe Tina,
einen Rat kann ich Dir leider nicht geben, aber Du sollst wissen das es auch andere gibt, die genau das gleiche Problem haben. Ich kenne diese Todesängste, wenn man sich nicht mal mehr traut sich zu bewegen aus Angst vor einem Infarkt. Es gab Zeiten da hatte ich die goldene Kundenkarte beim Notarzt so oft habe ich dort angerufen. Trotz ambulanter und stationärer Therapie wurde es nicht viel besser. Mein Therapeuth sagt immer "der einzige der mir helfen kann bin ich selbst". Leider habe ich das bis heute nicht geschafft.
Ich nehme seit ein paar Wochen täglich eine Bachblütenmischung gegen Ängste. Die Attacken sind seitdem nicht mehr ganz so heftig. Ob es daran liegt weiß ich nicht, wahrscheinlich bilde ich mir das nur ein, eben alles psychisch wie ja auch unser Leiden.

ich wünsche Dir viel Kraft
alles Gute

viele Grüße

#3


G
Hallo Sonate1

Vielen lieben Dank für deine Antwort!

Es tröstet mich, dass auch andere diese Probleme habe, ich komme mir oft vor wie dier einzige Idiot unter all den funktionierenden und lebensfrohen Menschen.....

Das mit den Therapeuten (auch stationär) kenne ich sehr gut aus eigener Erfahrung...

Ich habe durchaus einen Zugang zu Bachblüten... nehme ab und zu mal die rescue-Tropfen. Was hilft dir denn=

#4


T
Hallo Sonate!

Vielen lieben Dank für deine Antwort!

Es tröstet mich, dass auch andere diese Probleme habe, ich komme mir oft vor wie dier einzige Idiot unter all den funktionierenden und lebensfrohen Menschen.....

Das mit den Therapeuten (auch stationär) kenne ich sehr gut aus eigener Erfahrung...

Ich habe durchaus einen Zugang zu Bachblüten... nehme ab und zu mal die rescue-Tropfen. Was hilft dir denn?

#5


T
Hallo akeleia!

Auch dir Danke für deine Antowrt!

Ich habe zwar große Todesangst, aber ich weiß halt nicht mehr, wie lange ich das noch aushalten kann. Dann sehne mich eben danach, dass alles vorbei ist und ich endlich Ruhe habe. ich habe eigentlich nur Angst, einen grausamen plötzlichen Tod zu sterben (Herzinfarkzr eben), wenn ich allerdings einfach "friedlich" einschlafen könnte (z.B. Tabletten nehmen), dann wäre das für mich nicht so schlimm. Kannst du das vielleicht ein bißchen verstehen?

Ich habe mich schon sehr lange mit dem Thema Tod beschäfttigt und auch schon Todesfälle in der Familie und im Freundeskreis miterlebt. Das war sehr schlimm für mich.

Nach dem Tod stell ich mir eigentlich nichts mehr vor, einfach nur Ruhe. Und das Leben hat mich leider schon seit meiner Kindheit in Angtst und Schrecken versetzt, ich hatte eine angsterfüllte Kindheit und es fällt mir sehr schwer, Vertrauen in das Leben und auch in meine Kräfte und Bewältigungsstrategien zu setzen, weil diese schon so sehr aufgebraucht bin, dass ich eben kaum noch Kraft und Reserven habe. ... ich will aber trotzdem noch nicht aufgeben und nehme daher den Kampf mal wieder auf!

Lieben Grüße und Danke!

#6


M
Hallo Tina,

was ist denn in letzter Zeit geschehen, dass du deine Stabilität verloren hast? Besondere Ereignisse in der Familie, im Beruf, zu viel Stress?

Den Herzproblem kenne ich nur allzu gut. Im Sommer letzten Jahres hatte ich exakt die gleichen Symptome wie bei einem Herzinfarkt. Nach einem EKG, dem Blut-Trop-Test, einem großen Belastungs-EKG die Diagnose: total körperlich gesund. Übermäßiger Stress und zu hohe Anforderungen an mich selbst haben diese Psychosomatischen Symtome ausgelöst. Auch immer dazu die Angst: Mein Vater ist mit 44 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.
Nach einen Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik im Sommer 07 - 6 Wochen - gehts mir wieder gut. Mein Leben habe ich umgekrempelt. Arbeite weniger und habe mehr Bewegung. Die Angstsymptome (Herzprobleme) sind weg. Nur die Angst beim Autofahren schleicht sich hin und wieder ein. Jedoch habe ich in der Reha gelernt, damit umzugehen. Die Reha hat auch den großen Vorteil, dass du aus deinem Umfeld (Partner, Familie, Beruf) rauskommst und nur für dich da sein mußt und darfst.
Wenn du willst, schreibe ich dir, auch gerne im persönlichen Mail, was in einer Reha so passiert.

Herzlich
Michael

#7


T
Hallo Michael!

Danke für deine Nachricht!

Es gibt die letzte Zeit bei mir einiges an Angstauslösern: zuviel beruflicher und privater Stress (3 Jahre Studium neben dem Job, 2 Jahr Hausumbau, "Ehekrise" ... bis hin zu Gedanken um Klimawandel und Weltfrieden...) .. es gibt viel zu viele Dinge, die mir immer mal wieder große Angst machen und es ist manchmal sehr schwer, diese Gedanken zu stoppen. Manchmal gelingt es mir aber doch, dem Leben ein bißchen was schönes und auch einen "Genuss" abzugewinnen, diese Momente sind aber eher selten.

Ich war im letzten Jahr ebenfalls ein einer psychsomatischen Klinik, für 4 Wochen. Das hat mich auf jeden Fall gestärkt und etwas zur Ruhe kommen lassen, doch leider sind die Symptome und Ängste dadurch nicht verschwunden. Wie sollten sie auch, begleiten sie mich doch nun schon 20 Jahre und haben sich schon ein großes Sück weit "verselbständigt".

Momentan geht es mir wieder etwas besser, auch durch solche Beiträge wie von Dir und den Austausch untereinander. Echt Wahnisnn, wieviele Menschen es mit diesen Ängsten gibt. Erschreckend und beruhigend zugleich ......

Ich nehme schon seit 3 Tagen jetzt keine Tabletten mehr und kämpfe jeden Tag auf's Neue! Ich gebe nicht auf!

Ich werde im neuen Jahr gleich Kontakt zu einer SHG in der Nähe aufnehmen, davon vespreche ich mir sehr viel. Außerdem werde ich meine Therapie intensivieren (derzeit nur Gespräche im 6-Wochen-Rhytmus; ich möchte alle 1-2 Wochen einen Termin, auch mit Konfrontation in angstauslösenden Situationen ... hatte ich früher mal gemacht ... hatte dann aber nie Angst, wenn der Therapeut dabei war... werde es jetzt nochmal versuchen).

Zudem habe ich mir gerade 4 Bücher bestellt, von denen ich mir auch noch etwas Rat und "moralische Unterstützung" erhoffe.

Und ich habe mir vorgenommen, auch im Beruf etwas kürzer zu treten. Ggfs. bekomme ich personelle Unterstützung in meinem Büro und außerdem habe ich vor, ab 01.01./01.04.2009 nur noch Teilzeit zu arbeiten (früher ist es mir aus finanziellen Gründen leider nicht möglich).

Du siehst, ich habe einige gute Vorsätze! Ich hoffe, dass ich längerfristig wieder stabiler werde und bald durch dieses Tal durch bin.

Wie gehst du eigentlich in absoluten Notfällen mit der Angst um? Hast du solche Panikattacken noch?

Liebe Grüße
Tina

#8


M
Hallo Tina,

meine letzte -kleine- PA hatte ich vor einer Woche im Büro. Sofort kamen die Herzprobleme. Da ich jedoch weiß, dass organisch alles o.k. ist, habe ich gelernt, mit Atemübung (Bauchatmung) und Entspannungstechnik (Progressive Muskelentspannung nach Jakobson) damit umzugehen. Ich mache in der Mittagspause oft meine Progr.Muskelentsp. - Tür zu, und 15 Minuten für mich -.

Einen Tipp hab ich noch: Durch schnelles Walking (7 km die Stunde) habe ich mein Herz herausgefordert und gespürt, dass das Herz einen prima Job macht und ich zu sportlichen Leistungen fähig bin. Das Herz darf ruhig schnell schlagen, der Puls darf schon mal 180 betragen. Aber immer mit der inneren Einstellung ... das ist völlig normal bei so einer Anstrengung. Durch dieses Training (in der Reha damit angefangen) habe ich ein besseres Gefühl zu meinem Körper bekommen.
Auch beim Autofahren (mein Hauptproblem) treten auf der Autobahn mal hin u. wieder Ängste auf. Also wieder: Nicht hyperventilieren, ruhig u langsam ausatmen, Bauchatmung machen ... die Angst geht langsam weg.
Entspannung und Bewegung haben mir gutgetan.
Also: Sport u. Entspannung.

Wenn du möchtest kann ich dir auf deiner Privatmail in diesem Forum
eine Atem-Entspannungsübung senden (Neben meinem Beruf bin ich seit November 2007 Kursleiter für Progr. Muselentspannung nach Jakobson; mein erster Kurs mit 6 Teilnehmern beginnt im Januar).

Herzlich
Michael

#9


M
Hallo Tina,

hab noch was vergessen: Die Videos: schau mal unter den Sonnenblumen der Dritte Absatz Agoraphobie Video - schwarz unterlegt -

Michael

#10


T
Hallo Michael!

Mal wieder danke für deine Email!

Die Videos habe ich inzwischen gefunden (oje, ich bin manchmal echt blind), sie aber noch nicht angeschaut, was ich jedoch in Kürze nachholen werde.

Das mit dem Sport klingt interessant, aber leider ist das wohl nichts für mich. Bei mir kann es nämlich vorkommen, dass ich gerade wegen Sport eine PA bekomme, gerade WEIL das Herz so schnell schlägt und mich an eine PA erinnert. Ich bin dann nicht mehr in der Lage, dies kognitiv zu trennen (Herz schlägt schnell wegen Sport), sondern spüre einfach nur noch den schnellen Herzschlag .. und schwupp, ist die PA da. Insgesamt halten mich die PA's aber nicht davon ab, Sport zu machen, aber eher moderat (max. Puls von 140 - 150), zu mehr fehlt mir der Mut. Naja, vielleicht bin ich auch ab und zu mal drüber, denn ich benutze keinen Pulsmesser mehr, weil mich dieses Ding fast verrückt gemacht hat.

Das mit der progressiven ME habe ich auch schon mal probiert. Es war gar nicht so verkehrt, sollte ich vielleicht mal wieder reaktivieren. Von daher: es wäre nett, wenn du mir die Atem-Entspannungsübung senden könntest, von der du mir geschrieben hast.

Ich habe inzwischen sehr gute Erfahrungen mit der Meditation gemacht. Es tut mir gut, die Stille zu spüren und meinen Kopf "leer" werden zu lassen. Das gelingt zwar nur selten (meistens schwirren mir dann doch viele Gedanken durch den Kopf), aber ich versuche dann, sie nicht festzuhalten sondern "ziehen" zu lassen, wie Wolken oder wie Blätter in einem Bach.

Ich wünsche dir hiermit einen guten Rutsch ins neue Jahr und ich wür5de mich freuen, wieder von Dir zu hören!

Herzliche Grüße
Tina

#11


M
Hallo Tina,

da haben wir ja zwei Sachen gemeinsam: Angst/PA und die Liebe zur Nordsee.
Deshalb habe ich versucht, den Leuchtturm von Norderney abzubilden.

Herzlich Michael

#12


T
hi Michael!

*lach*, du hast es nicht nur versucht, es ist dir auch gelungen

Schön, dass wir das gemeinsam haben, wobei ich auf die Gemeinsamkeit der PA's eigentlich auch gerne verzichten könnte.... es jährt sich jetzt im Januar bereits zum 21. Mal .... so viele Jahre.... aber es hat uns sicherlich auch im positiven Sinne zu Menschen gemacht, die wir sonst nicht geworden wären.

Mir geht es seit ein paar Tagen wieder erheblich besser (auch wegen des Forums hier) und ich werde mich auch weiterhin nicht unterkriegen lassen.

Liebe Grüße
Tina

#13


G

Ständige Angst vor einem Herzinfarkt

Hallo,

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und daher versuche ich es mal in diesem Forum.

Ich bin 32 Jahre alt, weiblich, Raucherin, normal gewichtig, mache ab und zu Sport.
Bei mir fing alles vor ca. 2 Jahren an. Nach einer Zahn-OP zeitgleich mit einer schweren Erkältung. Ich bekam auf einmal nur noch schwer Luft, hatte ziemliche Rückenschmerzen und mein Herz fing an, wie wild zu hämmern. Das machte mir große Angst. Bin damals sofort zum Arzt, der mich abhörte, sagte alles sei in Ordnung und mir dann eine Beruhigungsspritze. Damals legte sich die Angst für gewisse Zeit noch. Heute ist sie leider ständig anwesend.
Ich habe seit der ersten Attacke ziemlich viele Ärzte besucht (Kardiologe, Orthopäde, Internist) Alle Untersuchungen blieben ohne Befund.
War dann im Sommer 2012 im Krankenhaus, nachdem ich nachts dachte, ich bekàme einen Herzinfarkt. Auch hier wurde ich dann 4 Tage lang neurologisch untersucht. Es wurde von psychsomatischen Störungen gesprochen und ich sollte mich in therapeutische Behandlung begeben.
Da bin ich auch seither, nur wird es nicht besser. Nun werde ich im April einen stationären Aufenthalt in einer Klinik fr Psychsomatik antreten.
Denke aber grade heute wieder extrem, es liegt doch am Herzen! War kurz davor heute nacht den Notarzt kommen zu lassen und heute morgen kreisten meine Gedanken auch nur ums Herz und den Arztbesuch.
Aber was soll ich den Ärzten denn sagen?
Die gucken einen da eh nur mitleidig an und sagen nur "Sie sind kern gesund!"
Ich kann einfach nicht glauben, dass alle meine Symptome wie Herzrasen, Atemnot, Schwindelanfälle, Rücken/ Nackenschmerzen, Schulter/ Armschmerzen links, Übelkeit, Sehstörungen alles von der Psyche ausgeht?
Habe das Gefühl langsam verrückt zu werden.
Vielleicht kann mir hier einer nen Rat geben, wie man diese Angst ein wenig unter Kontrolle kriegt oder lernt damit umzugehen. Mein gesamter Freundeskreis und die Familie ist schon ziemlich genervt von mir.

Vielen Dank schonmal für's "loswerden"

x 1 #14


M

angst einen herzinfarkt zu bekommen

hallo zusammen ich wollte euch nur mal von meiner angst erzählen,ich nehme seit einem jahr betablocker weil ich an bluthochdruck leide,ich bin 26 jahre alt.jetzt zur meiner angst ich habe angst einen herzinfarkt zubekommen, bei jedem anzeichen zb.wenn ich leichte schmerzen in der brust habe denke ich sofort ich bekomme einen herzinfarkt.ich war schon beim arzt der hat ein echo gemacht war alles in ordnung jetzt wollte ich mal wissen was ihr dazu sagt

#15


S
Hallo!

Das Problem kenne ich nur zu gut. Bei jedem kleinen Anzeichen bekomme ich auch direkt Panik. Das schlimmste ist dieser Druck auf den Brustkorb oder die Herzschmerzen.
Bis vor zwei Wochen habe ich auch morgens und abends einen halben Betablocker genommen. Es ging mir eigentlich ganz gut, dann bekam ich wieder dieses plötzliche Herzrasen. Im Krankenhaus wurde dann aber das WPW Syndrom festgestellt. Den Betablocker sollte ich dann absetzen, jetzt nehme ich mit Rücksprache meiner Ärztin eine halbe morgens.
Bei mir waren soweit alle Untersuchungen auch in Ordnung. Trotzdem will man das nicht glauben.
Ich denke, wenn bei Dir alles in Ordnung ist, dann kannst Du dem Arzt auch vertrauen. Aber ich kann Dich nur zu gut verstehen. Bei mir selbst hilft es auch nicht.
Immer hat man im Hinterkopf, es könnte ja doch etwas sein. Schließlich macht das Herz sich ja auch bemerkbar. Meine Ärztin hat mir gesagt, die Herzschmerzen kommen daher, weil ich innerlich so angespannt bin. Dadurch verkrampft sich auch das Herz.

LG, Sylvia!

#16


N
Hallo,
dazu kann ich auch was sagen. Erstmal kenne ich das Problem auch. Ich habe auch diese Schmerzen in der Brust und meine Gedanken kreisen um nichts anderes mehr.
Ich komme gerade von einer Kur und da hat man das so beschrieben: wir befinden uns durch diese Angsterkrankung in einer ständigen Starre, und all unsere Muskeln sind ständig angespannt, weil wir ja eigentlich auf der Flucht sind, vor dem was uns Angst macht. (Ur-Ängste) Und durch diese Körperlichen verspannungen haben wir Schmerzen. Und das Herz ist ja auch ein Muskel.Wenn ich mir das immer wieder sage, hilft es ein wenig

Kopf hoch es kann nur noch aufwärts gehen

#17

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J
Hatte die letzten Tage ja auch so Herzschmerzen und Angst vor einem Infarkt. Nachdem der Arzt mir aber versichert hat, dass nichts passieren kann, sage ich mir es immer wieder wenn die Schmerzen auftreten. Es hilft wirklich! Atme ruhig durch und sag Dir das nichts passieren wird. Das klappt nicht sofort, aber nach einer Weile lässt die Angst und auch die Schmerzen nach.

#18


H
ich kenne das auch zu gut... es sticht und man denkt es ist das herz... echt sinnlos... positiv denken kann man lernen, bin grad dabei... meine panikattacken hab ich da schon paarmal super weggeredet. klappt aber leider nicht immer, grad an labilen tagen ist es schwer positiv zu denken. aber es soll wirklich helfen!

#19


L

Angst vor einem Herzinfarkt

Hallo
bin gerade durch´s googlen mal an dieses Forum geraten und dachte das ist doch mal was....ich habe, wenn ich erhöhten Stress habe, immer die Angst einen Herzinfarkt zu bekommen und zu sterben.

Das geht schon seit einer ganzen Weile so, war auch schon in Therapie, wegen der Angst an sich und wenn ich mal wieder beim Arzt war, mein herz durchchecken ist es auch wieder eine Weile gut.

Nur wenn ich dann wie heute mal wieder Krach mit meiner Tochter habe, bekomme ich danach immer so eine Art Rücken-Schulterschmerzen, die bis in den Arm strahlen.

Dann denk ich sofort oh je HERZINFARKT!! Das lähmt mich dann kollossal.

ICh habe einen angehenden Bandscheibenvorfall, und dadurch, wie mir schon zig mal gesagt wurde, Schmerzen im Brustbein Bereich oder Schulter, bin zu Mißempfindungen in den Armen....

Wieso denke ich jedesmal jetzt ist es soweit?
Versuche mich dann immer über´s Internet zu beruhigen und mache mir klar das ich bei einem Herzinfarkt nicht unbedingt lust hätte über Symptome im Internet zu googlen....

Geht es hier noch jemandem ähnlich??
Wenn ich keinen Stress habe, denke ich das nicht, nur wenn ich mich aufrege....

#20


A


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Prof. Dr. Heuser-Collier
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