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Hallo,

bitte helft mir. Ich habe eigentlich schon seit Jahren körperliche Beschwerden. Bin oft zum Arzt/Krankenhaus, nie wurde was gefunden.

Eine Frage an euch alle:

Was für Symptome habt ihr, die ohne Befund sind und somit als psychisch angesehen werden?

Meine Liste ist lang:
Ich habe täglich Schwindelanfälle. Oft mit starker Übelkeit aber ohne Erbrechen. Ich wache schon mit Übelkeit auf.
Ich habe ständig Druck im linken Ohr.
Missempfindungen im linken Bein, Kribbeln, vibrieren komisches Gefühl auf der Haut. Mein linker Arm wird oft pelzig. Ich habe oft Migräne. Ich bin oft sehr müde. Wenn ich einschlafen will, schlafen ganz komisch meine Arme ein. Mal der eine, mal beide. Ich spüre einen Kraftverlust.

Am meisten zu schaffen macht mir aber dieser Schwindel. Es gibt ganz selten Tage, an denen ich mich gut fühle.

Ebend hatte ich wieder so einen starken Schwindel mit Übelkeit. Ich würde in solchen Situationen am liebsten den Arzt rufen.

Sind all diese Symptome wirklich psychisch? Was meint ihr?

Liebe Grüße

31.07.2021 15:41 • 23.08.2021 x 2 #1


160 Antworten ↓


Iris311
Ja das hört sich alles nach Angst an

31.07.2021 15:45 • #2



Symptome psychosomatisch

x 3


Iris311
Wenn es ärztlich abgeklärt ist, dann musst du das Thema Angst in Angriff nahmen.

31.07.2021 15:46 • #3


Iris311
Deine Symptome kennen hier viele Menschen.

31.07.2021 15:48 • #4


Danke Iris. Ich kann es irgendwie nicht glauben das es eine Angststörung ist.

Es ist schon sehr viel untersucht worden.

Darf ich dich nach deinen Symptomen fragen?

31.07.2021 15:50 • #5


Carcass
Ich könnte einen Katalog aufstellen:

Heute Angst vor Magenproblenen/ Leber mit Durchfall , Panikattacke ...
Grund: treffe Freunde aus Österreich gleich im Hotel und wollte schon absagen.

Leberzirrhose durch Rückenschnerzen .

Schwindel, Herzrasen, Angst zu sterben ..... Grund : der Todestag der Eltern jährt sich wieder .

Ich kann einen riesigen Katalog aufmachen, das lass ich wegen des Triggern. Aber meine Psychosomatik bringt mich nicht mehr so oft zum Doc wie früher, aber es kommt immer wieder hoch.


Machst du eine Therapie?

31.07.2021 16:30 • x 1 #6


Hallo, danke für deine Antwort. Ich habe schon mehrfach eine Therapie gemacht zu unterschiedlichen Zeitpunkten in meinem Leben aber nie eine Verhaltenstherapie. Ich habe mehrfach versucht einen Therapie Platz zu bekommen aber die Wartezeiten sind lang.

Mein Umfeld weiß nicht das es mir so schlecht geht.

Hast du schon eine Therapie gemacht und vielleicht einen Ratschlag für mich?

31.07.2021 16:36 • x 1 #7


Carcass
Zitat von Clementine:
Hallo, danke für deine Antwort. Ich habe schon mehrfach eine Therapie gemacht zu unterschiedlichen Zeitpunkten in meinem Leben aber nie eine ...

Ich habe Gesprächstherapie, kognitive Verhaltenstherapien absolviert und jetzt Langzeittherapie.
Also Tipp: mach es dringlich und dass es dein Leben einschränkt.
Ich spreche offen über meine Sorgen und meine Freunde und Familie wissen, dass ich etwas anders ticke.
Das nimmt enormen Druck von der Seele und lässt mich ruhiger und offener mit Allem umgehen .
Das war ein langer Prozess, weil ich früher Angst hatte, man könnte sich von mir abwenden.
Jetzt kokettiere ich mit der Angst und ich konfrontiere mich gleich mit dem Treffen und Bierchen. Mir kann ja eigentlich nichts passieren und meine Frau kennt meine "Aussetzer " im Seelenbereich.

BIn schon etwas ruhiger, dadurch dass ich hier auch schreiben kann. Das Forum half mir schon viele Male und ich bin fast 10 Jahre hier.

31.07.2021 16:53 • x 3 #8


Ich glaube einfach immer noch das meine Symptome andere Ursachen haben. Bzw. ich hoffe es irgendwie, weil ich vielleicht mit einer anderen Diagnose besser umgehen könnte. Oder es dann vielleicht Medikamente gibt und meine Symptome verschwinden.

Meine Kindheit war sehr schlecht. Ich weiß, dass ich viele Baustellen nicht angegangen habe und dort großeProbleme liegen.

Meine Mutter psychisch krank und ich möchte für meine Kinder eine bessere Kindheit. Deswegen versuche ich damit zu Recht zu kommen ohne das sie etwas merken.

Ich wünsche dir für dein Treffen nachher viel Kraft und vielleicht hilft es dir zu denken, dass du ja jederzeit wieder gehen kannst wenn du merkst das es doch nicht funktioniert.

Beimir ist es genau so, gerade die schönen Dinge im Leben mag ich nicht mehr tun, weil dabei oft schwindel auf tritt.

Welche Therapieform hat dir am meisten geholfen?

Schreib nachher wie es lief mit deinem Treffen.
Grüße

31.07.2021 17:04 • #9


Carcass
Das mache ich gerne

Also noch zu Diagnosen: ich habe auch immer gehofft, dass etwas gefunden wird , war dann aber froh , dass es nur die Angst war .

Unterm Strich waren Verhaltenstherapien wirksam und die immer wieder kehrende Konfrontation. Wäre ich echt krank, würde ich immer wieder zum Klo . Da war ich seit 15Uhr nicht mehr . Mal gespannt wie es später wird.

31.07.2021 17:28 • x 1 #10


Icefalki
Zitat von Clementine:
Meine Kindheit war sehr schlecht. I


Und dann wunderst du dich, dass du psychische Probleme hast?

Wenn alles untersucht ist, kommen diese Störungen über die Psyche in den Körper.

Und hier liegt das Problem, wenn jemand mit Medizin nichts anfangen kann.

Jede Angst führt zu einer körperlichen Reaktion. Das muss auch so sein, da wir sonst nicht überleben würden.

Diese wird natürlich wahrgenommen, denn bei dir gibt es ja keinen Löwen, der dich fressen möchte, dein Löwe sitzt nur im Kopf.

Weiss der Körper aber nicht und nun lebst du in einer ständigen Anspannung, die sich auf die Muskeln auswirkt, und unterschiedlichste Empfinden tatsächlich spürbar macht.

Dein Schwindel kommt von den Verspannungen. Verspannungen haben das Problem, dass dein Blut nimmer so gut fliesst, bedeutet die Versorgung und Abtransport der Stoffe schlechter wird, die Muskulatur schmerzt und all das bemerkt man natürlich.

Bedeutet, dein Körper reagiert auf deine Angst mit tatsächlichen Symtomen. Deswegen muss man diese Symtome nicht behandeln, sondern deine Angst vor eingebildeten Krankheiten, die die Symtome wiederum verursachen.

Je eher du dich damit auseinandersetzt, desto besser.

31.07.2021 17:37 • x 7 #11


Hey,

an dem Punkt bin ich wahrscheinlich noch nicht. Ich habe immer noch im Kopf das es eventuell doch eine Krankheit ist die übersehen wurde. Aber ich traue mich schon gar nicht mehr zum Arzt zu gehen und dort meine Symptome zu schildern.

Ich versteh die Symptome nicht so ganz. Ich hatte zwar keine leichte Zeit und habe auch meine Probleme aber ich bin doch glücklich. Ich habe 2 tolle Kinder bin glücklich verheiratet und habe einen Job der mir sehr viel Spaß macht.

Ich versuche irgendwie meinen Körper zu verstehen, warum es mir manchmal so schlecht geht. Vorhin war mir so schwindelig und mir war extrem übel. Ich habe mich dann 1 Stunde hingelegt und jetzt geht es mir besser. Kann das denn eine Panikattake gewesen sein? Ich kann es nicht zuordnen.

31.07.2021 18:24 • #12


Carcass
Mahlzeit. Gestern einen superschönen Abend verbracht und offenbar hat mich vorher nur das Naturradler zerstört. Gestern schmerzfrei und unbeschwert .

Diese Symptome die man hat sind ja da , aber wir bewerten sie immer wieder falsch, weil "was ist wenn jetzt doch was ist ?" Diese Frage begleitet uns wohl ein Leben lang .

Gleich kleine Hochalpinrundfahrt und später Fußball im Hotel .

Mein Blutdruck und Puls sind erstaunlich niedrig dieses Jahr im Gebirge. Gut akklimatisiert und wenig Alk

01.08.2021 09:12 • #13


Danke für deine Rückmeldung.

Super das du so einen tollen Abend hattest. Bist du zur Zeit im Urlaub? Du scheinst sehr aktiv zu sein. Das beeindruckt mich. Mein Lebensradius ist schon eingeschränkt.

Du schreibst, das du auch oft früher gedacht hast, dass du andere Krankheiten hast. So gehtes mir auch. Ich kann es irgendwie nicht verstehen.

Wann war denn bei euch der Wendepunkt bzw. was hat die Wendung ausgelöst? Wann habt ihr erkannt, dass eure Symptome psychisch sind ?

Viel Spaß.

01.08.2021 09:25 • x 1 #14


Carcass
Zitat von Clementine:
Danke für deine Rückmeldung. Super das du so einen tollen Abend hattest. Bist du zur Zeit im Urlaub? Du scheinst sehr aktiv zu sein. Das ...

Moin,
Jo sind im Urlaub in Tirol .Also ich brauchte lange , bis ich die Psyche mit in Betracht zog. Rannte immer zu zug Fachärzten. Hintergrund bei mir : Papa verstarb letztes Jahr und er war in allen Jahrzehnten immer schlimm krank , was ich alles miterlebte und dadurch entwickelte sich große Angst vor Schlimmem.

Meine Mama verstarb 2018 , was mich auch umhaute. Die Grundangst war immer , meine Eltern zu verlieren .
Meine Hypochondrie macht es nicht leichter und ich suche immer Krankheiten. Erst wenn ein Arzt mir sagt es sei alles ok , glaube ich das .... mittlerweile....

An einer Therapie kommt man kaum vorbei . Habe es seit 18.2.2009, das war die erste Attacke.
BIn froh , dass ich mittlerweile sehr aktiv wieder sein kann seit der Depression 2014 bis 15.
Dank eines bestialischen Arbeitgebers wurde das möglich .

02.08.2021 07:05 • #15


@Clementine ich spüre seit Oktober 2020 durchgehend versch körperliche Symptome. Es fing an mit linksseitigem Kopfdruck und missempfindungen auf der Schädeldecke bis hin zum Globusgefühl und Magen Darm Probleme. Da psychische Krankheiten bei mir in der Familie liegen und ich selbst schon lange an sozialer Phobie litt und Paroxetin nehme, liegt eine psychische Ursache für meine körperlichen Symptome sehr nahe. Zu 100% sicher bin ich mir aber auch nicht. Ich würde sagen, ich bin zu 90% sicher, da körperlich nie etwas gefunden wurde.

02.08.2021 08:49 • #16


Knuffelchen
Zitat von Carcass:
Diese Symptome die man hat sind ja da , aber wir bewerten sie immer wieder falsch, weil "was ist wenn jetzt doch was ist ?" Diese Frage begleitet uns wohl ...


ich finde mich da so 1:1 wieder und komme ebenfalls nicht aus der Spirale raus.

so wahre Worte auch von @Icefalki
Durch die ganze Anspannung und Erwartung vor dem Schlimmsten verspannt sich alles im Körper und das führt wieder im Kreis zur Angst, dass die verspürten Schmerzen was Schlimmes sind.

Mich beschäftigt das jeden Tag, stundenlang oft und immer mit dem Gedanken, dass bestimmt was schlimmes ist.
wenn ich dann doch mal Spaß habe und abgelenkt bin, geht es mir oft besser.
Aber leider nicht lange.

02.08.2021 09:11 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

MuMPiTz11
@Clementine Wurde deine HWS untersucht? Mal beim Osteopathen gewesen?

02.08.2021 09:44 • #18


Hallo ihr,

guten Morgen. Danke für eure Antworten.

Bei mir wurde schon sehr viel untersucht.

Schilddrüse, Blutwerte mehrfach, mehrere MRTs vom Kopf, Hals, HNO, Schwindelambulanz, mehrfach Physiotherapie, Orthopäde leichte Skoliose in der HWS aber laut Arzt keine Ursache der Schwindelanfälle, mehrfach Hausarzt, Ultraschall Schilddrüse, Galle, Darmspiegelung, Magenspiegelung, Neurologe mit Krankenhaus Aufenthalt, Lumbalpunktion, Nervenleitgeschwindigkeit Messung um MS auszuschließen. KFO mit Behandlung um Fehlstellungen des Kiefergelenks zu korrigieren. Rheumatologe aufgrund erhöhter ANA Werte ohne Befund. Eigentlich alles ohne Befund.

Ich muss glaube ich mir eingestehen das es wahrscheinlich doch psychisch ist aber irgendwie bekomme ich das nicht hin.

Könnt ihr mir homöopathische oder pflanzliche Medis empfehlen?

Liebe Grüße Clementine

02.08.2021 10:02 • #19


MuMPiTz11
Gut möglich, dass es psychisch ist, würde trotzdem noch eine Atlasfehlstellung ausschließen wollen

02.08.2021 11:25 • #20



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