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12.05.2010 05:51 • 29.03.2020 #1


82 Antworten ↓


Hallo, also mache erstmal eine Therapie, durch meine erste Geburt vor 12,5 Jahren war ich soooo überfordert mit allem, das ich seitdem erst Pa´s habe. Ein Baby braucht deine komplette Aufmerksamkeit, deine ganze Kraft, du hast die ersten Monate krassen Schlafentzug, das fördert die Angst auch noch. Mein Rat: Such dir erstmal Ersatz, eine Arbeit die dir Spaß macht oder ein Hobby, was sagt denn dein Mann( Freund), kann er dich bei einem Baby unterstützen? Sorry, aber ein Baby will gut überlegt sein.
Liebe Grüße Nicole

12.05.2010 14:03 • #2



Hallo Kathrin1981,

Kinderwunsch trotz Angsterkrankung

x 3#3


War gerade 7 Wochen zur stationären Therapie, mache ab Di eine ambulante Arbeitstherapie und im Juli irgendwann starte ich mit der Tagesklinik

Will ja auch net sofort ein Kind, nur frage mich halt ab wann ich merke das ich bereit bin für ein´s

Mein Verlobter unterstützt mich bei allem, auch er wünscht sich ein Kind

Aber auch wenn er mich unterstützt, do wäre ich ja diejenige die den ganzen Tag sich um das Kind kümmert, da er ja arbeiten geht

natürlich muss man es sich gut überlegen - darum ja auch mein Threat hier

12.05.2010 14:10 • #3


Entschuldigung, ich meinte das nicht böse Falls ihr euch natürlich für so einen Wurm entscheidet, dann alles Gute!

12.05.2010 14:16 • #4


Habe das nicht böse aufgefasst - bin ja über jede Anregung dankbar
Manchmal sieht man es selber ja einfach vlt auch zu blauäugig - wenn du verstehst

Stabilisierung der Psyche geht vor, gar keine Frage

Aber weißt du wie ich merke wann ich stabil genug wäre? Was spielen da für Faktoren eine Rolle?

12.05.2010 14:35 • #5


Nur weil man ne Angststörung hat muß man nicht auf ein Kind verzichten.
Stell dir nur vorher die Fragen: Wie stark schränkt deine Angst dich ein ?
Tgl. Spaziergang an frischer Luft, Gang zum Kinderarzt usw sollte schon abgesichert sein.
Wer könnte dich im Notfall unterstützen ?

Zitat von Nicole72:
...durch meine erste Geburt vor 12,5 Jahren war ich soooo überfordert mit allem, das ich seitdem erst Pa´s habe.

Bei mir war es umgekehrt. Ich hatte PA vor der Schwangerschaft. In der Schwangerschaft hätte ich Bäume ausreisen können, hatte da das Gefühl alle anderen um mich rum waren schwanger nur ich nicht. Zu den Untersuchungen während der Schwangerschaft bin ich gegangen, so nen Mist wie Geburtsvorbereitungskurse hab ich mir allerdings nicht angetan. Hab gesagt "wozu ? drin geblieben ist noch keins, egal ob mit oder ohne Vorbereitung". Wollte vorher auch nie wissen wie genau die Geburt bei anderen war.
Ich glaub mit Geburtsvorbereitungskurs und Horrorgeschichten von anderen hätte ich auch PA bekommen
Nach der Geburt hab ich mich nur noch auf mein Kind konzentriert. Ängste wurden erst wieder stärker als sie nicht mehr ständig an Mamis Rockzipfel hing.




Zitat:
... du hast die ersten Monate krassen Schlafentzug...

auch da gibts Unterschiede. Meine Tochter schlief mit 6 Wochen die Nacht schon durch (von 23:00 - 7:00) und war auch tagsüber ganz friedlich

12.05.2010 14:40 • x 1 #6


Vita
Meine PA`s haben nach der ersten Geburt angefangen,dann hatte ich "ein bischen Therapie" und nach 5Jahren 2.schwangerschaft..Ängste wurden schlimmer,fast die ganze schwangerschaft über PA´s gehabt,allerdings war ich mit meiner Tochter da auch sehr auf mich allein gestellt,der Vater war oft auf Montage.
(komischerweise ist mein Sohn12,heute ein sehr ängstliches Kind)
Dann war ich nochmal schwanger, war ich auch wieder sehr allein,aber ohne Ängste(einmal für 4wochen,weil ich in der Klinik liegen musste..aber da hatte ich auch depressionen)
Ansonsten war die Schwangerschaft gut...lebhaft...und er ist ein sehr lebhafter Junge geworden
Das sind meine Erfahrungen..

Ich weiss nicht ob es da Zusammenhänge gibt,aber wenn du dir sehr ein Kind wünschst,bzw ihr und er dir beisteht u wirklich für dich u das Kind da ist,dann würd ich es wagen-Kinder sind was Superschönes )
Aber das müsst ihr 2 ganz allein entscheiden....


LG Vita

12.05.2010 15:04 • #7


@Vita: Danke für deine Erfahrungs Schilderung
Ich denke auch das jeder Angstpatient sowas wie eine Schwangerschaft bestimmt anderster wahrnimmt
So wie bei den "gesunden" ja auch, nicht jede Schwangerschaft verläuft gleich

Ich weiß das mein Freund mich unterstützen würde, aber eben nur in einem gewissen Rahmen
Trotzdem bin ich ja alleine mit dem Kind und derzeit geht es eh nicht
Spazieren gehen od Kinderarztbesuche würde ich gar nicht packen

Von daher muss mein Kinderwunsch eh noch etwas warten

Aber im nächsten Jahr, so dachten wir, wenn meine Psyche sich stabilisiert hat bis dahin, würden wir gerne konkreter darüber nachdenken

Ich hoffe mal das es klappt...ich wünsche es mir so sehr

12.05.2010 15:31 • #8


jadi
ich find es quatsch...ich bin unverhofft schwanger geworden......und habe alles super geschafft...in der schwangerschaft gings mir auch besser.......danach hatte ich probleme das ich nicht mehr raus konnte.aber um mein kind habe ich mich super gekümmert...trotz schlafmangels.........erkältungen hintereinander weg,habe gestillt 9 monate lang...mein mann war/ist immer lange arbeiten....und bis heute schaff ich alles super.........nur manchmal will ich es nicht wahr haben.......das ist aber mein problem.......
ich finde man sollte niemanden ein kind ausreden......bei manchen gehen sogar die ängste weg.......kenne 2 leutz bei denen es der fall war.........entscheide du selber was du gerne möchtest........alles liebe

12.05.2010 15:47 • #9


Zitat von Kathrin1981:
Spazieren gehen od Kinderarztbesuche würde ich gar nicht packen

Beim spazierengehen gehts aber nur darum dass das Kind an die frische Luft kommt. Je nach Wohnlage kann man den Kinderwagen auch in den Garten oder auf die Terasse stellen. Vielleicht wohnt ja auch ne nette Omi nebenan die es gut findet den Kinderwagen mal den Stunde durch den Park zu schieben. Die Omi hat vielleicht Probleme auf die Leiter zu steigen und brauch mal Hilfe beim Gardinen anbringen. Warum sollte man solche Gelegenheiten nicht nutzen
Bleiben also die Kinderarztbesuche (und später Kita usw.)

Zitat:
Von daher muss mein Kinderwunsch eh noch etwas warten

Aber im nächsten Jahr, so dachten wir, wenn meine Psyche sich stabilisiert hat bis dahin, würden wir gerne konkreter darüber nachdenken

Find ich gut. Du solltest allerdings auch nicht in Panik geraten falls es doch schon früher schwanger wirst.

Zitat von jadi:
ich bin unverhofft schwanger geworden......und habe alles super geschafft...
War ja bei mir ähnlich. Plötzlich steht ein Kind im Vordergrund und Probleme werden verdrängt. Keine Zeit mehr für PA (bei mir kamen die zurück als meine Tochter anfing nach und nach selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht mehr rund um die Uhr auf mich angewiesen war)

13.05.2010 09:59 • #10


jadi
man kann ja auch in begleitung raus..so ging es bei mir..........meine mama oder freunde oder auch mein mann wenn er frei hatte..........also das kind kam schon regelmässig raus........du wirst es packen........

13.05.2010 10:08 • #11


Hi Mädels, der Thread hier is zwar schon älter, aber ich muss auch mal was dazu sagen.

Ich bin 22 Jahre jung und Mitten im Studium. Mein Freund ist so alt wie ich und mitten in der Ausbildung. Zur Zeit kommt ein Kind überhaupt nicht in Frage, jedoch haben wir letztens einfach mal darüber gesprochen und schließlich wollen wir beide mal Eltern werden.
Meine Angst schränkt mich im täglichen Leben nicht wesentlich ein. Ich habe Angst vor Krankheiten wie bspw Schlaganfall, Herzinfarkt, also solche "plötzliche" Sachen wo ich keine Kontrolle mehr über mich habe. Die Angst hab ich nicht den ganzen Tag über, mir gehts stellenweise auch richtig gut. Vor 2 Jahren konnte ich nicht mal alleine einkaufen - heute soweit kein Problem, natürlich in manchen Phasen geht das auch nicht aber es kommt nur noch selten vor. Mein Problem ist nur dass ich beispielsweise 1 Stunde zur Uni fahren muss, den Tag dort verbringen muss, und dann nochmal 1 Stunde heimfahren. Das pack ich nicht so gut.. aber das ist eigentlich mein einziges Problem, weit weg von zu Hause zu sein falls was passiert. Eigentlich alles purer Unsinn. Muss nur mal jemand meinem Unterbewusstsein sagen!
Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen... Ich habe kaum Einschränkungen wenn das Kind einmal geboren ist. Aber davor? 9 Monate schwanger zu sein, verbunden mit Schmerzen, usw. Und dann auch noch ein Krankenhausaufenthalt- und dann auch noch die Geburt-- stell ich mir abartig horrormäßig vor. Hab auch Angst davor bei der Geburt zu sterben usw.

Ja klar. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Wie gesagt, erzähl das mal einer meinem Unterbewusstsein. Ich habe Angst vor jeglichen Medikamenten, habe Angst vor Krankenhäusern. Habe Angst vor der Geburt, dass auch während der Schwangerschaft etwas nicht stimmen könnte keine Ahnung. Kann mir jemand helfen?

Dankeschön!

Übrigens: Ich möchte momentan nicht schwanger werden, kann mir auch nicht vorstellen innerhalb der nächsten 2-3 Jahre das mit meiner Angst zu arrangieren - allerdings möcht ich trotzdem eine junge Mutter sein! Meine Mutter war sehr alt als sie schwanger wurde... will nicht dass das bei mir so läuft..

04.08.2011 23:54 • #12


Guten Abend.
Das Thema berührt mich sehr, denn ich wurde vor fünf Jahren ungeplant schwanger und quälte mich sehr mit der Frage, ob ich überhaupt fähig sein würde, ein Kind zu versorgen. Damals bestand die Diagnose Angsterkrankung noch nicht, aber ich wußte, dass mit mir etwas ganz und gar nicht stimmt: es war schrecklich. Alle ermutigten mich, aber es wußte ja auch keiner, wie krank ich wirklich war. Ich konnte es nicht in Worte fassen und fühlte ich deswegen einsam, verzweifelt und überfordert.
Ich habe mich nicht aus vollem Herzen für das Mutter-sein entschieden, eher die Zeit verstreichen lassen, weil ich diese Entscheidung nicht treffen konnte. In der Schwangerschaft blieb es gleich, bis auf starke Zukunftsängste. Ich habe aber wie jede andere Schwangere alles geschafft, obwohl die ständigen Arztbesuche und vor allem der geburtsvorbereitungskurs mir extrem schwer vielen.
Ich hatte große Angst vor der Geburt. Letztendlich habe ich sie gemeistert wie jede normale Frau auch. Die Panik gab es in diesen Stunden nicht, denn die ist in solchen extentiellen Momenten abgeschaltet, das habe ich auch bei meiner Op gemerkt. Nach der Geburt ging es mir gut wie nie. Ich hatte soviel Liebe in mir, keine Angst, keine psychosomatik. Ich war gesund. Ob es die Hormone waren, oder das Gefühl etwas geleistet zu haben und gebraucht zu werden, ich weiß es nicht. Leider traf mich die Krankheit nach dem abstillen mit voller Wucht. Schlimmer als jemals.
Ich kann euch sagen, da brach in mir viel Hoffnung zusammen.
Ich bin eine gute Mutter. Aber ich kann mein Kind nicht alleine versorgen. Ich bekomme tägliche Hilfe von meiner Schwiegermutter, die ihren Job dafür aufgegeben hat. Natürlich würde mein kind bei mir nicht eingehen, aber mir würde ohne Hilfe die Kraft fehlen geduldig zu sein und es gäbe für mein Kind kein normales Leben mit Ausflügen etc.

Ich bereue es keine Sekunde, meinen Sohn zur Welt gebracht zu haben. Aber ich kann euch nur inständig, inständig ans Herz legen: wartet noch. Ein Kind kostet Kraft und Nerven. Ein Kind ist Verantwortung, fordert selbstlosigkeit. Dafür ist neben Angst aber wenig Platz. Manchmal fühle ich mich schuldig, weil ich denke, es war verantwortungslos in meiner Situation ein kind zu bekommen. Angstkranke können sicher unheimlich liebevolle, kreative Mütter sein- aber nur mit Unterstützung. Zumindest bei großer Einschränkung. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass man sich für sein Kind zusammenreißen und mehr Kraft aufbringen kann- aber das Risiko, dass es nicht so ist, ist einfach zu groß!
Stellt euch den Alltag vor. (Ich lasse die heftig anstrengende Stillphase einfach mal weg, denn die habe ich zB als gar nicht schlimm empfunden und auf mich hatte der Schlafentzug sogar eher therapeutische Wirkung)
- Morgens aufstehen, egal ob man sich die ganze Nacht panisch umhergewälzt hat
- Fröhlich sein, denn Dein Kind soll ja einen schönen und liebevollen Start in den Tag haben
- Mit am Tisch sitzen, egal wie groß die Unruhe ist
- Mit deinem So nnenschein Spiele spielen, die Dich von deiner Angst kaum ablenken, weil Kinderspiele Kraft kosten
- Feststellen, dass es gerade mal 10 ist, Dein Kind vor Energie strotzt und unbedingt raus muss um sich auszutoben. Innere Kämpfe, die Du gegen deine Angst ausfechtest- aber da die Mutter in Dir am stärksten ist und dein Kind auf nichts verzichten soll, gehst Du los
- Du möchtest in der Nähe des Hauses bleiben, aber dein Kind möchte auf den Spielplatz. Da Du es nicht übers Herz bringst, ihm diesen Wunsch abzuschlagen und Dir keine Erklärung einfällt, gehst Du mit ihm hin
- Auf dem Spielplatz ist es voll. Du kämpfst mit Dir, kannst Dein Kind unmöglich sofort wieder weg nehmen, weil es gerade erst einmal gerutscht ist. Du stehst schlimme Panik aus, bis Du nicht mehr kannst und dein weinendes Kind an die Hand nimmst und mit weinst, weil es Dir so Leid tut und Du selbst verzweifelt bist
- wieder zu Hause ist die Kraft jetzt schon am Ende.
- Essen überlegen, einkaufen, mit Kind
- kochen, dabei Kind beschäftigen
- essen, obwohl du kaum etwas herunter bekommst.
- Du kannst nicht mehr, aber dein Kleines will und will nicht einschlafen und Mittagsschlaf machen
- Du rufst sämtliche Freunde an, um mal eine Stunde Auszeit zu bekommen, aber keiner hat Zeit (oder Lust)
.... da ist es gerade erst kurz nach Mittag. So sehen meiner Tage oft aus. Natürlich gibt es auch wunder, wunderschöne Tage. Aber es soll einfach ein Beispiel sein.

Dann werden die Kinder älter, stellen Fragen. Und Du hast Angst, dein Kind mit deiner Krankheit zu prägen, ihm zuviel zuzumuten, aber kannst es auch nicht völlig verbergen.
Ich liege oft im Bett, dass ist für meinen Sohn leider schon Normalität. Genau wie die Tatsache, dass ich nicht auf Feste und Ausflüge mitkomme.
Und wenn mein Sohn bei mir ist, dann heißt es zusammen reißen. Denn eins steht fest: Die Angst kann man seinem Kind nicht zumuten, die können Kinder nicht begreifen.

05.08.2011 00:30 • #13


Ich hätte es nicht besser beschreiben können!

Hallo,

ich habe 2 Kinder, inzwischen erwachsen, die ich sehr liebe und bestimmt genau so intensiv und liebevoll umsorgt habe... beide haben Schwierigkeiten mit dem Leben klar zu kommen...haben Ängste und andere psychische Probleme...

Ich glaube, es ist schwer vorstellbar, dass selbst ein Baby noch im Mutterleib die Erfahrung von Stress...Unruhe und ähnlicen Gefühlen macht.
Angst erlernt ein Kind in den ersten Lebensmonaten und es reicht schon, dass es das unterschwellige Gefühl der Mutter wahrnimmt, da braucht es nicht einmal eine konkrete Attacke dazu...das sollte man immer bedenken, bevor man sich für ein Kind entscheidet...ich würde heute keine Kinder mehr bekommen wollen, weil ich ihnen so ein Leben nicht zumuten wollen würde.

Aber das ist natürlich nur meine Meinung aus meiner Erfahrung...

Liebe Grüße
Annwyn

05.08.2011 01:02 • #14


Capricorn
Ich bin mir schon lange SICHER (!), dass die Ängste einer schwangeren Frau sich auf das Kind übertragen.

Wie auch nicht?!? sind Mutter und Kind in dieser Zeit doch in einer Art Symbiose, sie sind sich so nahe, wie nie mehr in ihrem Leben. Und da soll die emotionale Verfassung sich nicht auf das Kind übertragen?!?

Zwischenzeitlich wurde das auch wissenschaftlich bewiesen. Wissenschaftler der Universität Konstanz konnten feststellen, dass sich dabei genetische Veränderungen bei dem Kind vollziehen. Siehe hier:

Das ist nur EIN Bericht darüber. Sicher lassen sich beim googeln noch eine Menge mehr finden.
Auch darf man das Kinderwohl im Auge doch auch einmal nachfragen, was es mit dem Kinderwunsch von manchen (?) Frauen auf sich hat. Ist es tatsächlich ein Wunsch? Bei einem WUNSCH bleibt die Erfüllung offen und auch eine Nichterfüllung wird akzeptiert. Oder handelt es sich dabei um einen WILLEN der natürlich weniger Rücksicht darauf nimmt, was das für das (werdende) Kind bedeutet. Ist DAS (?) das, was wir unter Mutterliebe verstehen?

Ansonsten kann ich noch verweisen auf einen Beitrag, der das Thema Ängste in der Schwangerschaft behandelt. Es ist die wahre Geschichte meiner Mutter und (im Nachspann) die Folgen für mich, als ihr Kind. Die Geschichte (mit veränderten Namen) habe ich Die Angst mit in die Wiege gelegt genannt und findet sich für Interessierte hier:

Das ist es, was ich zu diesem Thema sagen möchte.

LG @ all
Capri

05.08.2011 11:07 • #15


Zitat von Kathrin1981:
Hi ihr lieben,

mein Kinderwunsch wird immer größer und ich frage mich so langsam ob ich jemals ein Kind bekommen kann wegen meiner Angsterkrankung

Ich bin gerade dabei mich wieder etwas zu stabilisieren, wieder mehr Expositionen zu machen um vlt meine Ängste abzuschwächen bzw mich nicht mehr weiter einschüchtern zu lassen von denen

Wie ist das bei euch? Vlt die Frage an die Frauen die schwanger wurden wären akuter Ängste
Wie habt ihr es erlebt, wie kamt ihr zurecht, wie ist es jetzt wo das Kind da ist?

Würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen

LG Kathrin1981




Liebe kathrin,
ich habe angst und panickattacken seit oktober 2009.
Im juli 2010 erfuhr ich das ich schwanger bin.
Erstmal dachte ich auch wie soll ich das denn nur machn mit den ängsten aber eine abtreibung kam für mich nicht in frage. Manchmal hatte ich während der schwangerschaft ängste doch es war nicht so schlimm wie vor & nach der schwangerschaft.wovor ich am meisten angst hatte war die geburt...
dadurch das mein kleiner in beckenendlage lag musste es ein kaiserschnitt sein.
ein tag vor dem kaiserschnitt musste ich nochmal ins krankenhaus wo dann das narkosgespräch und so besprochn wurde.
ich wollte es unter vollnarkose machn denn ich wusste das ich während des kaiserschnitts durchdrehn würde vor angst und nicht ruhig liegen könnte.
als ich dann aber beim narkosearzt war klärte der mich über die risiken auf .. & das sind weitaus mehr bei einer vollnarkose , das könnte auch fürs baby gefährlich werden. also entschloss ich mich dazu es unter Spinalanästhesie zu machen. Falls es überhaupt nicht gezhen würde , hätte sie doch vollnarkose gemacht. Ich hatte so ne schei. angst .. aber im endefekt ging doch alles gut.
Ich hatte zwar starke ängste während des kaiserschnitts aber sie gaben mir sofort als der kleine raus war eine beruhigungsspritze. Und jetzt der kleine lenkt mich auch viel von meinen Ängsten ab. Also wenn du dir so sehr ein Kind wünscht dann versuch es einfach , es wird schon alles gut gehen.
Ich wünsche dir viel glück & alles gute.

05.08.2011 12:12 • #16


Zitat:
ich wollte es unter vollnarkose machn denn ich wusste das ich während des kaiserschnitts durchdrehn würde vor angst und nicht ruhig liegen könnte.
als ich dann aber beim narkosearzt war klärte der mich über die risiken auf .. & das sind weitaus mehr bei einer vollnarkose , das könnte auch fürs baby gefährlich werden. also entschloss ich mich dazu es unter Spinalanästhesie zu machen. Falls es überhaupt nicht gezhen würde , hätte sie doch vollnarkose gemacht. Ich hatte so ne schei. angst .. aber im endefekt ging doch alles gut.
Ich hatte zwar starke ängste während des kaiserschnitts aber sie gaben mir sofort als der kleine raus war eine beruhigungsspritze. Und jetzt der kleine lenkt mich auch viel von meinen Ängsten ab. Also wenn du dir so sehr ein Kind wünscht dann versuch es einfach , es wird schon alles gut gehen.
Ich wünsche dir viel glück & alles gute.


Es geht doch nicht um die Geburt. Dass ist doch nur ein Bruchteil dessen, was man als Mutter zu leisten hat. Es geht um die wachen Jahre eines Kindes, was fragt, was sieht und fühlt, dass es Mama schlecht geht. Es ist unsere Aufgabe unseren Kindern Urvertrauen und Stärke mitzugeben- wie willst Du das machen, wenn Du Angst hast? Du kannst deinem Kind diese Angst doch nicht einmal erklären?
Angst und Kinder= DAS PASST NICHT ZUSAMMEN.
Und ein "Versuch es einfach, wird schon gut gehen!" Ist unangebracht in meinen Augen, denn es geht hier um ein Menschenleben.
Keine Mutter kann garantieren für immer für ihr Kind dasein zu können, sie kann krank werden, oder gar sterben. Aber wenn ich genau weiß, die Gefahr besteht, dass ich nicht richtig für mein Kind sorgen kann, weil ich krank bin, oder süchtig, dann setze ich kein Kind in die Welt.
Angebote zur Hilfe gibt es immer viele, das werden einige von euch noch feststellen. Davon ist höchstens 10 Prozent wahr. Wenn die Familie nicht hinter einem steht, dann hat man es verteufelt schwer. Natürlich lenken einen Kinder auch ab und man MUSS sich eben zusammen reißen. Aber dass ist Stress und kostet Kraft und kann genauso dazu führen, dass man zusammen bricht.
Macht eine Therapie, sorgt für euch und wenn ihr das könnt, könnt ihr auch für ein Kind sorgen. Wenn ich nicht das Glück hätte, das meine Schwiegermutter ihren Job aufgegeben hat, um als Tagesmutter für ihren Enkel anzufangen, dann hätte mein Kind nicht so ein gkückliches, normales Leben, wie er es hat.

05.08.2011 12:24 • #17


Hallo liebe Kathrin,

ich bekomme immer etwas Gänsehaut im Nacken, wenn ich so Sätze lese wie "...versuchs doch einfach!"...Leute es geht hier um ein Kind! ...nicht um ein Kaninchen oder Hamster! ...wobei ich selbst da sagen würde, dass mit so einer Einstellung doch bitte kein Haustier angeschafft werden sollte, geschweige denn ein Kind in die Welt gesetzt werden sollte...

Ich halte es für blanken Egoismus, wenn ich im Bewußtsein meines desolaten psychischen Zustandes ein Kind bekomme...
Ich empfehle jedem sich mal über die "Entwicklungspsychologie des Kleinkindes" zu informieren!...wer dann immernoch meint, er müsse unbedingt ein gestörtes Wesen in diese Welt lassen, der muss dann mit der Verantwortung leben...

Mir ist schon klar, dass ich da recht radikal bin...und ganz so ist es sicher auch nicht...klar gibt es Ängste, die vielleicht nicht so schlimm sind...aber bitte, denkt nicht an euch!...denkt an das Kind...

warum besteht überhaupt der Kinderwunsch?...weil ihr ein Heilmittel oder Ablenkung für eure Ängste sucht?...weil ein Kind eben dazu gehört?...weil ihr nicht mehr arbeiten könnt und nun eine Berechtigung sucht, um zu Hause zu bleiben?...
Das sind keine Vorwürfe oder Unterstellungen sondern Denkanstöße, um sich ehrlich mit der Thematik auseinanderzusetzen...

Bitte bedenkt immer, dass ihr Verantwortung für ein ganzes Leben tragt und nicht nur für die materielle Versorgung eines Kindes...

Liebe Grüße
Annwyn

05.08.2011 12:38 • #18


Hallo Kathrin,
leide schon seit 6 Jahren mal mehr mal weniger an Angststörungen und blödem Schwindel, habe dann Opipramol genommen, dann gings mir bischen besser!

Dann habe ich 2009 meinen Traummann kennengelernt und bin im Juni2010 Mama geworden...ich muss sagen wärend der kompletten Schwangerschaft haben mich die Hormone so gepuscht, dass ich fast garkeine Angst hatte...nur die übliche was man hald hat wenn man schwanger ist.
Muss aber auch sagen, wenn eine Angstatacke mal im Anmarsch war , habe ich mir immer eingeredet du must ruhig bleiben für dein Kind! Es hat funktioniert....

Tja das ging auch gut bis vor einem halben Jahr, da habe ich wieder diesen schei. (sorry ) bekommen, Angefangen hat es im Frühjahr nach einer Grippe....Na ja und seit dem bin ich wieder am Kämpfen....nehme seit 3 Wochen wieder Opi, aber es wirkt noch nicht so wie es soll...in 2 Wochen mache ich eine Therapie. Möchte ja das es mir wieder gut geht und mein Kind eine gesunde Mutter hat...Wünsch dir alles gute und auch du wirst es schaffen...LG Vero

05.08.2011 12:52 • #19


Capricorn
Zitat von vero28:
... auch du wirst es schaffen...

Woher willst DU das wissen??
Und wenn sie es NICHT schafft, bist dann DU zur Stelle um sie zu unterstützen??
Und wenn das Kind jahrzehntelang belastet ist, darf es sich an DICH wenden??
Und wenn sie es schafft, auf WESSEN Kosten??

Entschuldigte bitte, aber so gut gemeint, deine Worte auch sein mögen, sie sind hier einfach so dahingesagt, weil du dir sicher sein kannst, die Konsequenzen nicht tragen zu müssen.

Sogar in jedem anderen Fall, wo es nicht um ein neues Menschenleben geht, kommt es immer auf die individuellen Stärken und Schwächen eines Menschen an. Pauschal-Ermunterungen, weil es eben bei MIR (einigermaßen!?!) geklappt hat, sind alles andere als "gut" bzw. hilfreich, meine ich.


Zitat von annwyn:
ich bekomme immer etwas Gänsehaut im Nacken, wenn ich so Sätze lese wie "...versuchs doch einfach!"...Leute es geht hier um ein Kind! ...nicht um ein Kaninchen oder Hamster! ...wobei ich selbst da sagen würde, dass mit so einer Einstellung doch bitte kein Haustier angeschafft werden sollte, geschweige denn ein Kind in die Welt gesetzt werden sollte...

Ich halte es für blanken Egoismus, wenn ich im Bewußtsein meines desolaten psychischen Zustandes ein Kind bekomme...
Ich empfehle jedem sich mal über die "Entwicklungspsychologie des Kleinkindes" zu informieren!...wer dann immernoch meint, er müsse unbedingt ein gestörtes Wesen in diese Welt lassen, der muss dann mit der Verantwortung leben...

Mir ist schon klar, dass ich da recht radikal bin...und ganz so ist es sicher auch nicht...klar gibt es Ängste, die vielleicht nicht so schlimm sind...aber bitte, denkt nicht an euch!...denkt an das Kind...

warum besteht überhaupt der Kinderwunsch?...weil ihr ein Heilmittel oder Ablenkung für eure Ängste sucht?...weil ein Kind eben dazu gehört?...weil ihr nicht mehr arbeiten könnt und nun eine Berechtigung sucht, um zu Hause zu bleiben?...
Das sind keine Vorwürfe oder Unterstellungen sondern Denkanstöße, um sich ehrlich mit der Thematik auseinanderzusetzen...

Ich kann dir nur uneingeschränkt zustimmen!

Und - NEIN ! - deine Ansicht ist NICHT "radikal". Du spricht nur Wahrheiten aus, die vielen Müttern (u. Vätern) oft sehr, sehr unangenehm sind. Warum wohl?!?!?!

Danke für deine klaren Worte, sie sind es wert hier nochmal zitiert zu werden.

LG
Capri

05.08.2011 13:19 • #20




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