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callisto
Ich denke es kommt darauf an wie ausgeprägt die Ängste sind. Wenn sie so heftig sind, dass man nicht arbeiten gehen kann oder das Haus nicht mehr verlassen kann, sollte man wirklich kein Kind in die Welt setzen. Ein Kind verlangt wirklich viel Kraft. Besonders wenn sie älter werden. Jemand schrieb" die wachen Jahre". Genau das sind die härtesten. Ein Säugling braucht noch nicht viel Action. Ihm reicht es auch mal nen ganzen Tag zu Hause zu bleiben. Hauptsache Mama ist da. Klar das nächtliche Füttern zehrt auch aber das ist nix gegen das was kommt wenn sie älter werden. Ich muss sagen, dass ic durch meine Tochter zur Kämpferin geworden bin. Ich überwinde mich für sie zu allem und muss sagen es tut gut. Wenn man es aber nicht schafft z.b. an Kindergartenfesten teilzunehmen, sich dort auch zu beteiligen, Kontakte zu anderen Müttern zu knüpfen, Verabredungen mit anderen Kindern zu organisieren ( meine Maus hat auch oft Freunde die ich dann mit ihr zusammen vom Kiga abhole und die dann erst abends von ihrer Mama abgeholt werden), Ausflüge zu machen und auch evtl. mal mit dem Kind ins Krankenhaus zu müssen und es dort zu unterstützen ( hatten wir schon drei Mal wovon eins ne Herz OP war! ), wer das und vieles mehr nicht schafft, sollte sich den Kinderwunsch gut überlegen. Denn all das und vieles mehr braucht ein Kind um glücklich zu werden! Durch meine Tochter musste ich mich schon so vielen meiner größten Ängste stellen, was ich ohne sie sicher nicht so einfach gemacht hätte. Hat natürlich nen therapeutischen Nebeneffekt. ;o) Aber Kinder sollen uns nicht therapieren sondern wir müssen für die Kinder da sein. Natürlich dürfen auch Eltern Ängste und Schwächen haben aber sie dürfen das Leben und die Entwicklung der Kinder nicht behindern. Ich habe es zum Glück bisher geschafft dass meine Maus das mutigste Mädchen geworden ist dass ich kenne und dass sie sehr selbstbewusst ist. Aber das ist und war mir auch sehr wichtig! Ich will dass sie es nicht so schwer hat im Leben wie ich. Man darf wirklich nicht einfach sagen:"Ach das geht schon irgendwie." Es geht um Kinder und die hat man nicht nur in der Schwangerschaft und als Baby sondern sein Leben lang. Ich hätte auch gerne noch ein zweites Kind aber dafür muss ich sicher sein dass meine Kraft reicht. Auch darauf werde ich verzichten solange ic mir nicht ganz sicher bin das zu schaffen!
Die nächste Angst der ich mich Stelle steht übrigens schon vor der Tür. Am Donnerstag geh ich nach 12 Jahren zum ersten Mal wieder zum Zahnarzt. ;o)

05.08.2011 14:05 • #21


Zitat von miaflorentine:
Zitat:
ich wollte es unter vollnarkose machn denn ich wusste das ich während des kaiserschnitts durchdrehn würde vor angst und nicht ruhig liegen könnte.
als ich dann aber beim narkosearzt war klärte der mich über die risiken auf .. & das sind weitaus mehr bei einer vollnarkose , das könnte auch fürs baby gefährlich werden. also entschloss ich mich dazu es unter Spinalanästhesie zu machen. Falls es überhaupt nicht gezhen würde , hätte sie doch vollnarkose gemacht. Ich hatte so ne schei. angst .. aber im endefekt ging doch alles gut.
Ich hatte zwar starke ängste während des kaiserschnitts aber sie gaben mir sofort als der kleine raus war eine beruhigungsspritze. Und jetzt der kleine lenkt mich auch viel von meinen Ängsten ab. Also wenn du dir so sehr ein Kind wünscht dann versuch es einfach , es wird schon alles gut gehen.
Ich wünsche dir viel glück & alles gute.


Es geht doch nicht um die Geburt. Dass ist doch nur ein Bruchteil dessen, was man als Mutter zu leisten hat. Es geht um die wachen Jahre eines Kindes, was fragt, was sieht und fühlt, dass es Mama schlecht geht. Es ist unsere Aufgabe unseren Kindern Urvertrauen und Stärke mitzugeben- wie willst Du das machen, wenn Du Angst hast? Du kannst deinem Kind diese Angst doch nicht einmal erklären?
Angst und Kinder= DAS PASST NICHT ZUSAMMEN.
Und ein "Versuch es einfach, wird schon gut gehen!" Ist unangebracht in meinen Augen, denn es geht hier um ein Menschenleben.
Keine Mutter kann garantieren für immer für ihr Kind dasein zu können, sie kann krank werden, oder gar sterben. Aber wenn ich genau weiß, die Gefahr besteht, dass ich nicht richtig für mein Kind sorgen kann, weil ich krank bin, oder süchtig, dann setze ich kein Kind in die Welt.
Angebote zur Hilfe gibt es immer viele, das werden einige von euch noch feststellen. Davon ist höchstens 10 Prozent wahr. Wenn die Familie nicht hinter einem steht, dann hat man es verteufelt schwer. Natürlich lenken einen Kinder auch ab und man MUSS sich eben zusammen reißen. Aber dass ist Stress und kostet Kraft und kann genauso dazu führen, dass man zusammen bricht.
Macht eine Therapie, sorgt für euch und wenn ihr das könnt, könnt ihr auch für ein Kind sorgen. Wenn ich nicht das Glück hätte, das meine Schwiegermutter ihren Job aufgegeben hat, um als Tagesmutter für ihren Enkel anzufangen, dann hätte mein Kind nicht so ein gkückliches, normales Leben, wie er es hat.



Ich habe sehr starke ängste eigentlich doch mit einem kind vergisst man die ängste weil das kind im vordergrund steht... Wenn bei mir ängste auftretetn dann meist nur wenn mein kind schläft & auch wenn ich starke ängste habe bin ich dennoch in der Lage mein Kind groß zuziehen...
& ich kenne verdammt viele leute die das auch schaffen weil ein Kind nunmal ablenkt.

05.08.2011 14:23 • #22



Hallo Kathrin1981,

Kinderwunsch trotz Angsterkrankung

x 3#3


Capricorn
Zitat von callisto:
Durch meine Tochter musste ich mich schon so vielen meiner größten Ängste stellen, was ich ohne sie sicher nicht so einfach gemacht hätte. Hat natürlich nen therapeutischen Nebeneffekt. ;o) Aber Kinder sollen uns nicht therapieren sondern wir müssen für die Kinder da sein. Natürlich dürfen auch Eltern Ängste und Schwächen haben aber sie dürfen das Leben und die Entwicklung der Kinder nicht behindern.

Wie wahr!

05.08.2011 14:25 • #23


Capricorn
Zitat von nita92:
Ich habe sehr starke ängste eigentlich doch mit einem kind vergisst man die ängste weil das kind im vordergrund steht...

"man" ?? - Du meintest wohl "DU" vergisst dabei deine Ängste. Oder kannst du tatsächlich für alle Angst-Patienten sprechen?



Zitat von nita92:
auch wenn ich starke ängste habe bin ich dennoch in der Lage mein Kind groß zuziehen...

Das bestreitet - glaub ich - hier niemand. Es geht aber nicht nur um's GROSS"ziehen".


Zitat von nita92:
ich kenne verdammt viele leute die das auch schaffen weil ein Kind nunmal ablenkt.

Auch DAS bezweifle ich nicht, dass es viele Eltern gibt, die das "schaffen".

Nur:
1. Ablenkung wird deine Ängste nicht heilen
2. Was machst du, wenn deine "Ablenkung" einmal das Haus verlässt und sein eigenes Leben führt?
3. Ein Kind ist nicht auf der Welt um seine Eltern von irgendetwas "abzulenken" und kann m.E. leicht (früher oder später) zu einer totalen Überforderung des Kindes führen. Ein Kind ist NICHT für die Eltern da, sondern umgekehrt. Sowas kann man in vielen Fällen sicher getrost auch als "emotionalen Missbrauch" bezeichnen.

Eine Gesellschaft, die (absolut zurecht) den sexuellen Missbrauch ächtet, sollte sich mit gleicher Vehemenz dem emotionalen Missbrauch (der oft auch noch als "Mutterliebe" kaschiert wird) widmen.

Dieses Forum hier wäre sicher weniger notwendig, würden viele Eltern nicht nur versuchen ihre Kinder "gross" zu ziehen.

05.08.2011 15:03 • #24


Wie das Schicksal so spielt.........
Fast 40 Jahre lang habe ich mir die größten Vorwürfe gemacht, mich nicht genügend zur Wehr gesetzt zu haben, als ich von meiner Familie GEZWUNGEN wurde, mein Kind abtreiben zu lassen. Ich war 15 Jahre alt, der Vater des Kindes war 16. Beide waren wir noch in der Ausbildung und lt. Familie hätte ein Kind da keinen "Platz" gehabt. Auf die Idee uns zu helfen kam niemand. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen, schließlich war es ja , so dachte ich fast mein ganzes Leben, meine eigene Schuld und ich fügte mich, und es geschah was geschehen mußte.
Ich trauere bis zum heutigen Tag um mein totes Mädchen.
Und gerade habe ich das Glück eure Geschichten und Meinungen zu lesen und plötzlich wird mir klar, dass es das Schicksal vielleicht doch nicht so schlecht mit mir gemeint hat. Zum besseren Verständnis für euch:
Meine Mutter litt ihr halbes Leben unter Panikzuständen, alle meine vier Geschwister haben psychische Probleme und ich kämpfe seit 20 Jahren mit meinen Panik- und Angstattacken. Niemals kam mir der Gedanke, dass ich mein armes Kind vielleicht sogar vor diesem Schicksal bewahrt habe.
Wie tröstlich das ist wird sich noch herausstellen, momentan allerdings sitze ich hier mit klopfendem Herzen und zittrigen Händen. Was für eine Erkenntnis!
Vielleicht gibt mir mein Schicksal noch mal eine Chance und ich darf endlich zur Ruhe kommen und muß nicht den Rest meines Lebens mit dieser "SCHULD?" leben.
Ich danke euch sehr für den "Wachrüttler"
Ganz herzliche Grüße
Honigdachs

05.08.2011 15:07 • #25


Hallo ihr Lieben,
Zitat:
Ich habe sehr starke ängste eigentlich doch mit einem kind vergisst man die ängste weil das kind im vordergrund steht... Wenn bei mir ängste auftretetn dann meist nur wenn mein kind schläft & auch wenn ich starke ängste habe bin ich dennoch in der Lage mein Kind groß zuziehen...
& ich kenne verdammt viele leute die das auch schaffen weil ein Kind nunmal ablenkt.

...ja, die Leute schaffen das...aber schaffen es später auch ihre Kinder??

ich muss nochmal was loswerden...

ein Kind beginnt bereits im Mutterleib die Gefühle der Mutter zu spüren...ganz egal ob die Mutter sich dieser Gefühle bewusst ist oder nicht...Du kannst Dich selbst noch so stark und kontrolliert finden...wichtig ist welche "Körperchemie" bei Deinem Ungeborenen ankommt!...es geht nicht darum ob jemand "glaubt" oder gar nur hofft es zu schaffen...oder das Kind von den Ängsten "ablenkt"...oder sich jemand stark "fühlt"...das kann ja alles sein...aber oftmals gehen wir nicht ehrlich mit uns um, weil wir uns selbst vor einem "schlechten Gewissen" oder der Erkenntnis eben doch nicht so stark zu sein, wie wir denken, zu schützen...

ich habe auch das Gefühl, dass hier mehr von Klein- oder Kleinstkindern die Rede ist...aber die Kinder werden älter...die Probleme größer und die eigendliche Belastung wird sich (hoffentlich) dann erst in der Pubertät oder noch später herausstellen...

ich will ja nicht behaupten, dass jedes Kind einer psychisch kranken Mutter selbst erkranken muss...aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch...insbesondere, wenn man nicht ehrlich mit sich ist und sich selbst stärker einschätzt, als es der Realität entspricht...aus welchen Gründen auch immer...

Zitat:
1. Ablenkung wird deine Ängste nicht heilen
2. Was machst du, wenn deine "Ablenkung" einmal das Haus verlässt und sein eigenes Leben führt?
3. Ein Kind ist nicht auf der Welt um seine Eltern von irgendetwas "abzulenken" und kann m.E. leicht (früher oder später) zu einer totalen Überforderung des Kindes führen. Ein Kind ist NICHT für die Eltern da, sondern umgekehrt. Sowas kann man in vielen Fällen sicher getrost auch als "emotionalen Missbrauch" bezeichnen.

Eine Gesellschaft, die (absolut zurecht) den sexuellen Missbrauch ächtet, sollte sich mit gleicher Vehemenz dem emotionalen Missbrauch (der oft auch noch als "Mutterliebe" kaschiert wird) widmen.

Dieses Forum hier wäre sicher weniger notwendig, würden viele Eltern nicht nur versuchen ihre Kinder "gross" zu ziehen


Das sehe ich ganz genau so!
Ein Kind ist kein Mittel zum Zweck! Zu welchem Zweck auch immer!

Liebe Grüße
Annwyn

05.08.2011 15:16 • #26


Liebe Honigdachs,

ich möchte Dir gern etwas Tröstendes schreiben, weil mich Dein Post eben sehr berührt hat...aber ich bin so schlecht darin... ...ich kann Dir nur sagen, dass ich mitfühle...

Liebe Grüße
Anndra

05.08.2011 15:29 • #27


Ich danke dir sehr, ja, Trost kann ich jetzt gut gebrauchen, hat mich doch selber auch sehr mitgenommen. Ich spüre trotzdem deine Worte!
Danke und dir einen ganz lieben Gruß
Honigdachs

05.08.2011 15:53 • #28


callisto
Es kommt halt auch viel darauf an wie man mit seinen Ängsten umgeht. Wenn das Kind merkt dass man panisch wird oder das man unsicher ist, überträgt sich das natürlich aufs Kind. Ich versuche immer mir nichts anmerken zu lassen wenn mir mulmig ist. Panikattacken hat die kleine noch nie mitbekommen. Allerdings hatte ich die richtig heftigen Attacken extrem selten und immer nur wenn sie grad nicht da war oder schlief. Ansonsten sag ich mir immer"Augen zu und durch" und schaffe es nach außen ruhig zu wirken. Natürlich lernt das Kind den Umgang mit Ängsten auch von seinen Eltern. Meine Maus lernt bereits jetzt sich ihren Ängsten zu stellen und nicht einfach aufzugeben. Man lernt halt auch aus den eigenen Fehlern. ;o) Man darf nicht sagen:" Jeder der ne Angststörung hat darf kein Kind kriegen." Das wäre falsch. Aber wenn man sein Leben selber kaum gewuppt kriegt vor lauter Angst sollte man auch kein Kind kriegen, sondern sich erstmal um sich selbst kümmern. ;o)

05.08.2011 16:00 • #29


Zitat von Capricorn:
Zitat von nita92:
Ich habe sehr starke ängste eigentlich doch mit einem kind vergisst man die ängste weil das kind im vordergrund steht...

"man" ?? - Du meintest wohl "DU" vergisst dabei deine Ängste. Oder kannst du tatsächlich für alle Angst-Patienten sprechen?



Zitat von nita92:
auch wenn ich starke ängste habe bin ich dennoch in der Lage mein Kind groß zuziehen...

Das bestreitet - glaub ich - hier niemand. Es geht aber nicht nur um's GROSS"ziehen".


Zitat von nita92:
ich kenne verdammt viele leute die das auch schaffen weil ein Kind nunmal ablenkt.

Auch DAS bezweifle ich nicht, dass es viele Eltern gibt, die das "schaffen".

Nur:
1. Ablenkung wird deine Ängste nicht heilen
2. Was machst du, wenn deine "Ablenkung" einmal das Haus verlässt und sein eigenes Leben führt?
3. Ein Kind ist nicht auf der Welt um seine Eltern von irgendetwas "abzulenken" und kann m.E. leicht (früher oder später) zu einer totalen Überforderung des Kindes führen. Ein Kind ist NICHT für die Eltern da, sondern umgekehrt. Sowas kann man in vielen Fällen sicher getrost auch als "emotionalen Missbrauch" bezeichnen.

Eine Gesellschaft, die (absolut zurecht) den sexuellen Missbrauch ächtet, sollte sich mit gleicher Vehemenz dem emotionalen Missbrauch (der oft auch noch als "Mutterliebe" kaschiert wird) widmen.

Dieses Forum hier wäre sicher weniger notwendig, würden viele Eltern nicht nur versuchen ihre Kinder "gross" zu ziehen.



Ich sag ja nich das ich nur wegen meinen kind keine therapie machn will, ich möchte dieses jahr noch in eine Klinik gehen mit meinen Kind!
Hast du eigentlich eigene Kinder?
& ich sag bestimmt nicht das es bei jeden soo ist aber ich kenne verdammt viele leute bei denen es hilft sich mit den kindern zu beschäftigen & so.. & übrigens habe ich auch keine Lust mich hiier zu streiten , hab nämlich genug Probleme!

05.08.2011 20:35 • #30


kann jemand mal auf mein geschriebenes eingehn?

06.08.2011 02:58 • #31


Zitat von elle:
Hi Mädels, der Thread hier is zwar schon älter, aber ich muss auch mal was dazu sagen.

Ich bin 22 Jahre jung und Mitten im Studium. Mein Freund ist so alt wie ich und mitten in der Ausbildung. Zur Zeit kommt ein Kind überhaupt nicht in Frage, jedoch haben wir letztens einfach mal darüber gesprochen und schließlich wollen wir beide mal Eltern werden.
Meine Angst schränkt mich im täglichen Leben nicht wesentlich ein. Ich habe Angst vor Krankheiten wie bspw Schlaganfall, Herzinfarkt, also solche "plötzliche" Sachen wo ich keine Kontrolle mehr über mich habe. Die Angst hab ich nicht den ganzen Tag über, mir gehts stellenweise auch richtig gut. Vor 2 Jahren konnte ich nicht mal alleine einkaufen - heute soweit kein Problem, natürlich in manchen Phasen geht das auch nicht aber es kommt nur noch selten vor. Mein Problem ist nur dass ich beispielsweise 1 Stunde zur Uni fahren muss, den Tag dort verbringen muss, und dann nochmal 1 Stunde heimfahren. Das pack ich nicht so gut.. aber das ist eigentlich mein einziges Problem, weit weg von zu Hause zu sein falls was passiert. Eigentlich alles purer Unsinn. Muss nur mal jemand meinem Unterbewusstsein sagen!
Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen... Ich habe kaum Einschränkungen wenn das Kind einmal geboren ist. Aber davor? 9 Monate schwanger zu sein, verbunden mit Schmerzen, usw. Und dann auch noch ein Krankenhausaufenthalt- und dann auch noch die Geburt-- stell ich mir abartig horrormäßig vor. Hab auch Angst davor bei der Geburt zu sterben usw.

Ja klar. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Wie gesagt, erzähl das mal einer meinem Unterbewusstsein. Ich habe Angst vor jeglichen Medikamenten, habe Angst vor Krankenhäusern. Habe Angst vor der Geburt, dass auch während der Schwangerschaft etwas nicht stimmen könnte keine Ahnung. Kann mir jemand helfen?

Dankeschön!

Übrigens: Ich möchte momentan nicht schwanger werden, kann mir auch nicht vorstellen innerhalb der nächsten 2-3 Jahre das mit meiner Angst zu arrangieren - allerdings möcht ich trotzdem eine junge Mutter sein! Meine Mutter war sehr alt als sie schwanger wurde... will nicht dass das bei mir so läuft..


dann geh ich mal auf dein geschriebenes ein
also ich kann dich gut verstehn hab auch angst vor krankheiten , medikamenten & vorallem vorm sterben!! Obwohl ich noch soo jung bin , aber naja wie gesagt das unterbewusstsein aber bei mir kommen noch andere ängste dazu aber das erstmal nebensache.
Ich war auch schwanger hatte unter anderen auch manchmal echt angst das was nicht stimmen könnte.Meine familie beruhigte mich dann immer das das bei mir eh nicht passieren wird und so vorallem das letzte schwangerschaftsdrittel war schlimm.
Also so hatte ich meine ängste eigentlich im griff nur halt vor krankheiten oder so.
Dann erzählte meine nachbarin noch ihr horrorschwangerschaftsgeschichte.
Aber hey die medizin ist schoon so weit , das falls doch irgendwas sein sollte sie dir helfen können.
Ich möchte dir mut machen... wenn du dann mal schwanger bist versuch auf deinen körper zu vertrauen , nimm die regelmäßigen arzttermine wahr & dann passiert auch nichts.& wegen dem Krankenhausaufenthalt , ich habe auch schiss woanders zu sein als zuhause , & krankenhaus hasse ich sowieso .. aber ich hab mich dort richtig wohl gefühlt die ärzte waren einfach nur nett & haben mich auch ernst genomm. Habe dort sogar mal ne psychologin bekomm mit der ich sprechen konnte das hatte auch echt gut getan.
Also vertrau auf dich & deinen körper dann klappt das schon alles.

06.08.2011 07:04 • #32


Capricorn
@nita92:

Nein, auch ich will mich nicht streiten. Aber mir scheint, ein Dialog mit Argumenten, die primär das Wohl des Kindes im Auge haben, ist mit dir auch nicht möglich. Ist nicht schlimm. Aber lassen wir das.


@all:

Hier im Thread gibt/gab es Stimmen, die in ERSTER Linie, die Situation der (werdenden) Mutter beachteten und andere, die in ERSTER Linie die Situation des (werdenden) Kindes beachteten.

Ich zähle mich zu denen, die ihre Stimme für die Schwächsten und Unschuldigsten erhoben haben. Eine erwachsene (wenn auch geistig unreife) Frau, kann diesbezügl. immer noch für sich selbst sprechen und deren Argumente kennt zwischenzeitlich jedes Schulkind. Aber das (werdende) Kind kann (noch) nicht für sich selbst sprechen. Eigentlich wissen wir das alle, eigentlich lieben wir alle Kinder und doch …

… kaum tritt man für die ursprünglichsten Rechte eines Kindes vehement ein, ergeht es einem wie den Kindern selbst. Die Argumente zählen nichts (im Vergleich zum Willen der Frau, ein Kind zu haben) oder sie werden ignoriert!

Ob so ein Verhalten dem entspricht, was wir hierzulande „Liebende Mutter“ nennen, darauf kann sich jede/-r selbst einen Reim machen.

Eine Frage möchte ich hier noch in den Raum stellen, die vielleicht die Ignoranz von einigen hier noch knacken könnte:

Was glaubst du? … Würde ein Ehepaar, das in gut situierten Verhältnissen lebt, mit Haus, Garten, allem Drum und Dran, und finanziell abgesichert bis ans Lebensende, bei denen aber die Frau an einer ausgeprägten Angsterkrankung leidet, von offizieller Seite die Erlaubnis zur Adoption eines Kindes bekommen?

Mit Sicherheit „nein!“. Denn mit Sicherheit wird zum Wohl des Kindes entschieden, dem man (aus guten Gründen) eine psychisch angeschlagene Mutter nicht zumuten wird.

Warum soll diese Beachtung des Kindeswohl’s nicht auch für das eigene Kind gelten? … das man doch üblicherweise als das Allerliebste auf der Welt ansieht!?!

Meine Antwort:
Weil eine Frau hierzulande das JURISTISCHE (!) Recht hat, eigenmächtig darüber zu entscheiden, ob sie ein Kind in die Welt setzt oder nicht. Egal welche Folgen das für das Kind während und nach der Schwangerschaft haben wird.

Wie es mit dem MORALISCHEN (!) Recht bestellt ist, steht auf einem andern Blatt. Darüber richtet kein staatliches Gericht, darüber richtet dann das Leben der Beteiligten. Hier im Thread wurde darauf schon ausführlichst und mit vielen Beispielen eingegangen … was braucht es eigentlich noch mehr? …

… wer also wissen WILL, der KANN auch wissen, wie es sich verhält. Und wenn man NICHT wissen will, dann macht man sowieso was man will.

Wie viel Liebe zum Kind oder wie viel Egoismus dabei dahinter steckt, das darf sich auch jede/-r selbst beantworten. Mein Mitleid gilt jedenfalls den Kindern, die solchen Situationen schon in der Schwangerschaft und danach über viele Jahre hinweg hilflos ausgeliefert sind.


LG
Capri

P.S.
Was die Eingangsfrage von "Kathrin" angeht:
Ich finde sie hat mit diesem Thread ALLES an Informationen, die sie braucht um eine eigenverantwortliche Entscheidung zu treffen.
Sie hat damit alles, um das Für und Wider diesbezüglich für sich selbst abzuwägen. Das mag zwar nicht das Bequemste sein, aber vermutl. das Optimalste für einen erwachsenen Menschen.

06.08.2011 11:18 • #33


Hallo elle,

warum liest Du Dir den Thread nicht einfach durch?...ich denke es ist alles zum "Kinderkriegen" mit psychischen Störungen gesagt!

Liebe Grüße
Annwyn

@ capricorn

Ich kann mich Deinen Ausführungen nur anschließen!

Es ist eben schwer über den Rand seiner Teetasse zu schauen... und mehr als sein eigenes, kleines Universum wahrzunehmen.

Liebe Grüße
Annwyn

06.08.2011 13:06 • #34


Träumerin29

07.02.2020 20:11 • #35


Lottaluft
Also ich habe trotz meinen psychischen Erkrankungen einen Kinderwunsch und den werde ich auch in die Tat umsetzen
Ich lasse mir das nicht auch noch von meiner Erkrankung nehmen
Und nur weil man krank ist ist man ja nicht automatisch ne schlechte Mutter
Denke man wächst in diese Rolle sehr schnell rein
Vor der Schwangerschaft oder der Geburt habe ich absolut keine Angst

07.02.2020 21:09 • x 2 #36


Träumerin29
Zitat von Lottaluft:
Also ich habe trotz meinen psychischen Erkrankungen einen Kinderwunsch und den werde ich auch in die Tat umsetzen Ich lasse mir das nicht auch noch von meiner Erkrankung nehmen Und nur weil man krank ist ist man ja nicht automatisch ne schlechte Mutter Denke man wächst in diese Rolle sehr schnell rein Vor der Schwangerschaft oder der Geburt habe ich absolut keine Angst


Das klingt sehr gut. Darf ich Fragen was für eine psychische Erkrankung du hast? Und nimmst du Medikamente oder kommst du so gut klar?
Ich will es mir auch nicht kaputt machen lassen, aber denke halt auch dass man dann eine Verantwortung hat und man möchte ja nur das Beste für sein Kind...es sind so viele Zukunftsängste aber ich wünsche es mir auch sehr einmal Mama zu seinnur will ich mich bereit fühlen und mit mir im Reinen sein...

07.02.2020 22:44 • #37


Lottaluft
Zitat von Träumerin29:
Das klingt sehr gut. Darf ich Fragen was für eine psychische Erkrankung du hast? Und nimmst du Medikamente oder kommst du so gut klar? Ich will es mir auch nicht kaputt machen lassen, aber denke halt auch dass man dann eine Verantwortung hat und man möchte ja nur das Beste für sein Kind...es sind so viele Zukunftsängste aber ich wünsche es mir auch sehr einmal Mama zu seinnur will ich mich bereit fühlen und mit mir im Reinen sein...



Zukunftsangst bleibt mir zum Glück erspart
Ich habe neben der angststörung unter anderem auch borderline
Und ja ich nehme nur opipramol das ich dann natürlich absetzen würde wenn aus dem Wunsch ein Plan wird da ich auch vorher schauen muss wie ich ohne das Medikament zurecht komme

07.02.2020 23:36 • x 1 #38


Träumerin29
Ja das verstehe ich. Ohne Medikamente ist es halt doch nochmal was anderes. Ich kenn beides. Mit und jetzt auch ohne...mit ist es einfacher. Aber ich weiß auch, dass es am besten ist, wenn man es ohne schafft. Ich hoffe so sehr es wieder besser in den Griff zu bekommen, weil wir uns ein Baby wünschen. Hast du schon geplant wann du es ausschleichen tust?

08.02.2020 16:42 • #39


Lottaluft
Zitat von Träumerin29:
Ja das verstehe ich. Ohne Medikamente ist es halt doch nochmal was anderes. Ich kenn beides. Mit und jetzt auch ohne...mit ist es einfacher. Aber ich weiß auch, dass es am besten ist, wenn man es ohne schafft. Ich hoffe so sehr es wieder besser in den Griff zu bekommen, weil wir uns ein Baby wünschen. Hast du schon geplant wann du es ausschleichen tust?


Ja so halb -ich denke ich werde zum Ende des Jahres ausschleichen dann habe ich lange genug etwas genommen (1,5 Jahre) und bin ein gutes Stück weiter mit dem aufarbeiten meiner Probleme
Nimmst du denn aktuell Medikamente und seid ihr schon in der Planung ?

08.02.2020 16:50 • x 1 #40




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