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nachtleben
Mitglied

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Hallo ihr Lieben,

ich stell mir öfters die Frage, ob man trotz PA die Verantwortung für ein Kind übernehmen kann (hab zwar noch keinen akuten Kinderwunsch,ich mach mir trotzdem schon Sorgen, dass ich mit Agoraphobie keine gute Mutter sein kann) oder zumindest halt keine "vollwertige". Wie ist/war das bei euch? Hat euch die Angst abgehalten, Kinder zu bekommen? Haben sich die PAs verändert, weil ihr die Angst mit Gedanken wie " Geh weg, ich muss jetzt zu meinem Kind" verdrängen könnt?Oder war die Entscheidung, schwanger zu werden, gar nicht durch eure PAs beeinflusst? Ich denke, gerade auch wenn man alleinerziehend wäre, ist die Verantwortung doch immens.

Ich freue mich über regen Austausch.

Alles Liebe für euch,
das Nachtleben

29.06.2009 #1


51 Antworten ↓
Z

Zamira
Mitglied

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Zitat von Craven:
Es kann nicht jeden treffen, nur die begünstigen mit schwachem Selbstwertgefühl, Hypersensible, Depressive, Vorbelastete, Ängstliche, Schwache, die also bereits krank sind. Schwächelnde, Anfällige sozusagen.

Es kann also NICHT jeden ''treffen'', diese Meinung drückt nur den Mangel an Eigenverantwortung aus den man hier so gerne praktiziert. Man ist in der Regel selbst für die Störung verantwortlich weil sie Teil von einem ist oder wegen einem kranken Lebensstil dazu geworden ist. ''Es'' geht auch nicht weg, man muss die Störung selbst wieder zurechtbiegen. So siehts aus. Und danach bleiben die ursprünglichen Probleme wie Depression, Minderwertigkeitskomplexe usw das können sich Kinder auch leicht abschauen. (Ne Mutti die mich löschen lassen will haha nettes Vorbild für die Kinder, was.)

Ich finde Kinder verdienen eine faire Chance. Wer sein Leben nicht im Griff hat sollte keine Kinder kriegen. Man kanns nicht immer perfekt machen aber was ich sehe ist Fahrlässigkeit. Die können ja nix dafür, euch hat man eure Paniksötrung doch auch anerzogen, indem man euch anfällig dafür machte. Schmeckt euch die Störung auch, wohl bekomms hm? Bedankt euch bei euren verantwortungsbewussten Eltern.


Ganz ehrlich...solange Craven sachlich schreibt, muss ich in den Grundzügen zustimmen.

Die Kernaussage trifft zu:

Kinder schauen sich das Verhalten ihrer Eltern ab und sind im Erwachsenenalter ein Produkt der Erziehung und des Umfeldes....

Meine Eltern haben sich damals auch nicht überlegt, welche immensen Spätfolgen ihr Fehlverhalten für mich haben wird.
Selbst heute sind sie nicht in der Lage, ihre "Schuld" einzugestehen.

Und ich beobachte meinen Sohn ganz genau und ich merke, dass er teilweise ähnliche Denkweisen übernimmt wie ich....

Er weigert sich schlichtweg, wenn ihm irgendwas nicht geheuer ist oder er sich dabei nicht wohlfühlt.
Zuhause ist das ok, aber in der Schule hat das fatale Folgen.
Meinem Sohn ist es egal, ob er bei Verweigerung eine 6 bekommt.

Im Sportunterricht hat er im Grundschulalter sehr häufig die Anordnungen missachtet....sah er in einer Turnübung auch nur ansatzweise eine Gefahr, dann hat er es nicht gemacht.

Und man bedenke...mein Sohn ist wirklich sehr sportlich und auch ansonsten kein Schisser.

Und glücklich ist er bestimmt nicht...er weiß, dass ich krank bin und einen an der Klatsche habe....welches Kind sollte das mit Stolz erfüllen?

16.06.2009 11:33 • #41


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A


Kinderwunsch trotz PA?Bitte Meinungen

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P

Pueppy
Mitglied

Beiträge:
139
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11
Mitglied seit:
Vor 2 Monaten habe ich genau das gleich gedacht, ob man trotz PA´s in der Lage ist ein Kind zu erziehen. Ich bin schwanger gewesen und das nicht geplant. Das war im ersten Moment ein Schock und dann kam auch gleich die Frage auf ob ich auch mit Ängsten die Kraft habe die Schwangerschaft und die Zeit danach zu überstehen. Es war immer ein auf und ab vom gedanklichen her. Diese Sorgen sind ja auch völlig normal. Aber trotz allem habe ich mich körperlich und auch psychisch sehr sehr wohl gefühlt. Leider musste in der 8. Woche eine Ausschabung vorgenommen werden, weil der Embryo nicht weitergewachsen ist. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Mittlerweile habe ich das ganze einigermaßen verarbeitet, und ich werde in 1-2 Monaten, diesmal natürlich geplant, einen neuen Versuch starten. Denn jetzt bin ich mir zu 100% sicher, dass ich ein Kind will, und ich freue mich schon darauf. Bevor noch Fragen aufkommen, ich lebe in einer Partnerschaft und das seit 5 Jahren.

Ich denke, dass man das sehr gut schaffen kann. Natürlich sind in den meisten Fällen die Eltern daran Schuld, dass man eine psychische Erkrankung hat. Aber das muss doch noch lange nicht heißen, dass man das auch an seine eigenen Kinder weitergibt. Es gibt weitaus schlimmere psychische Erkrankungen wo man sich Fragen sollte ob das gut ist ein Kind zu bekommen.

LG Pueppy

16.06.2009 12:25 • #43


Zum Beitrag im Thema ↓


Z
Kinderwunsch-Alleinerziehend-Panikattacken

In meinen Augen passt das nicht zusammen. Ohne Partner würde ich das nicht durchziehen wollen...

Du weißt, wie sehr Du mit Dir beschäftigt bist, wenn Du PAs hast...wer soll sich dann ums Kind kümmern?

#2


W
Hallo nachtleben,also ich denke auch,dass das keine gute Idee wäre.
Für ein Kind braucht man viel Verantwortung.Das heißt,eine Mutter-besser auch mit Vater-die bereit sind,viel und alles zu geben.
Das kann man nicht,wenn man selbst noch schwer trägt.
Lieber erst "gesund" werden,und dann unbeschwerter und mit viel Liebe ein Kind großziehen. Liebe Grüße

#3


Begen
Hallo,

lies doch mal unter Erfolgselebnisse von Kajal "Ich bin schwanger".

#4


N
Hm, eure Beiträge machen ja nicht wirklich Mut, bis auf den letzten. Schön, dass es mit Kajal ( und durch Begen) auch ein positives Statement gibt. Ich denke, dass man sich ein Kind so oder so sehr gut überlegen muss. Ich finde aber auch, dass es vom Schweregrad der PAs abhängt ob man die Verantwortung übernehmen kann oder nicht. Und mal ganz krass gesagt: die Garantie gibt es doch für nichts...

#5


P
Hallo nachtleben!Was denkt den Dein Mann darüber??

#6


N
Hallo Pax,

es geht mir gar nicht so sehr um mich bei dieser Frage, ich wollte einfach nur verschiedene Meinungen zu dem Thema hören.
Ich bin grad Single, es steht also momentan so gar nicht zur Debatte

#7


P
Hallo! Nun, dann hast Du ja noch Zeit, deine Pa´s zu bearbeiten, und das wird. Mitmachen müssen wir da alle. Dann steht Deinem Kinderwunsch wohl nichts im Wege.

#8


N
Danke für deine lieben Worte . Ich bin dabei ( also am Verringern der PAs, nicht am Schwanger werden). Und ich denke irgendwie schon, dass ich eine gute Mama sein kann.

Alles Liebe,
das Nachtleben

#9


P
Ich glaube auch, dass, wenn es soweit ist, Du eine Gute Mutter sein kannst.

#10


C
Ich finds fahrlässig, als psychishc kranker Kinder aufzuziehn kommt einem Kindesmisbruach gleich. Aber heutzutage macht das jeder frustrierte Wihcser so.

#11


M
Zitat von Craven:
Ich finds fahrlässig, als psychishc kranker Kinder aufzuziehn kommt einem Kindesmisbruach gleich. Aber heutzutage macht das jeder frustrierte Wihcser so.


mir fehlen die Worte

#12


P
Ist ja so, dass Nachtleben an ihren Pa`s arbeitet und sich erst viel später ein Kind wünscht.
Schön finde ich, dass sie sehr verantwortlich damit umgeht, weil sie sich jetzt schon damit befasst. Das finde ich klasse.
Natürlich gibt es viele Kinder, die von unreifen, psychisch kranken Eltern in die Welt gesetzt werden. Das finde ich höchst bedauernswert und ungerecht. Wenn ich das unterbinden könnte, ich tät`s

#13


G
Ich finde den Gedanken, dass man möglichst erst sich selbst in Ordnung bringen sollte, bevor man "Eltern" wird, auch nicht so falsch.

#14


M
man kann es aber auch anders schreiben und nicht alle in eine Schublade stecken so wie er es meiner meinung nach tat.

Vielleicht reagiere ich bei den Thema auch etwas empfindlich, habe selber Kinder nur das meine PA erst vor kurzen anfingen. Sicherlich sollte man daran Arbeiten das sowieso, aber sie hat ja gesagt das es noch in den Sternen steht und daran arbeitet.

lg Michele

#15


K
Hallo Nachtleben und Andere,

ich kann verstehen, dass man sich, bzw. Nachtleben sich Gedanken macht über das Thema Kinder und PA.
Es ist schon schwierig genug mit den PA. So vieles kann man plötzlich nicht mehr machen und man weiß nicht, wann sich das ändert, zweifelt, ob sich das ändert, usw... all diese Gedanken und Sorgen.
Ich stelle es mir sehr frustrierend vor, wenn man in so einer Situation sich zusätzlich noch mit dem Gedanken auseinandersetzen muss, dass man sich vielleicht auch nicht den Wunsch nach einem Kind erfüllen kann (inwieweit Kinder & PA nicht zusammen passen, sei nochmal dahingestellt).

Ich denke ausserdem, dass man unterscheiden muss zwischen der Art der Störung - es gibt leichtere und stärkere (ich würde hierbei auch NICHT, wie craven von "psychisch Kranken" sprechen - das Statement finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben!). Nur weil man Panikattacken oder Angststörungen hat ist man nicht gleich psychisch krank und unfähig, sich gut um ein Kind zu kümmern - da muss man differenzieren.

Ich weiß nicht, wie alt du bist,Nachtleben? Vielleicht ist da ja noch viel Zeit, in der sich einiges verändern und stabilisieren kann.

Lieber Gruss,
Kolibri

#16


N
Hallo Kolibri,

ich bin 24. Ich denke,auch wie du sagst, es kommt sehr auf die "Störung" an. Bei mir kommt halt noch hinzu, dass meine Ängste vermutlich durch den Leistungsdruck meines Vaters entstanden sind und ich das bei meinem Kind natürlich viel besser machen möchte ( doch meistens ist es doch so, dass man genau das gleiche macht, oder?! ).

Ich bin z. B auch Vollzeit berufstätig ( arbeite u.a auch mit Kindern ) und das meister ich auch sehr gut, ich bin recht zuversichtlich das zu schaffen. Und ich denke, mit Partner sowieso ( nur für den gibt es halt auch nie eine Garantie : Trennung, Tod man muss sich meiner Meinung nach echt überlegen, ob man das im Notfall auch alleine schaffen würde)

Ich hatte jetzt einige Tage die Kinder meiner Schwester zur Aufsicht
( natürlich nicht mit dem Alltag einer Mutter vergleichbar, aber man bekommt mal den Hauch ). Ich muss aber z. B sagen, dass das Einkaufen sogar entspannter war als ich die dabei hatte weil ich ja auf sie aufpassen musste und so gar "keine Zeit" hatte die Angst zu bekommen. Ich will damit bestimmt nicht sagen, dass Kinder ein gutes Therapiemittel sind oder so sondern eher, dass es nicht immer mit mehr Anforderung verbunden ist.

@Craven: Ich denke, deine Worte sind sehr hart gewählt. Zustimmen muss ich dir insofern, dass es viele Mütter/ Eltern gibt die unfähig sind ein Kind großzuziehen. Die findet man aber nicht nur ( um auf deine sprachliche Ebene zu kommen) im "Psycho"-Bereich. Und genau deswegen wollte ich mit euch in diesem Thread diskutieren und mich mit dem Thema auseinandersetzen ( präventiv sozusagen).

Und außerdem gibt es doch immer Situationen, wo man Hilfe braucht z. B auch wenn man mal krank ist. Ich finde nicht, dass man sich unter Druck setzen sollte, immer als "perfekte" Mutter agieren zu müssen.

Spannend fände ich noch, wenn ihr Mütter euren Alltag mit PA und Kind schildern würdet. Wie erklärt ihr das euren Kindern? Wie meistert ihr Elternabende, Schulfeiern usw?

Alles Liebe für euch, ich freu mich über die rege Diskussion

#17

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S
@Craven
Ich leide seit zwei Jahren an Angst- und Panikattacken und bin somit psychisch krank. Mein Sohn ist fünf. Was denkst du sollten denn Leute wie ich mit ihren Kindern machen? Abgeben?

Ich für meinen Teil bin meinem Sohn eine gute Mutter. Ich geb ihm genauso viel Liebe wie jeder Gesunde. Ich bin für ihn da. Und wenn mal gar nichts geht, muss halt verstärkt der Papa einspringen oder er verbringt mal nen Tag bei der Oma. Das tun andere Kinder genauso.
Allerdings muss ich dazu sagen, mit dem zweiten Kind werd ich auf jeden Fall warten, bis ich wieder ganz gesund bin. Bewusst würde ich mich der Verantwortung nicht aussetzen.

LG, sunshine

#18


G
"Psychisch krank" ist das Gegenstück zu "physisch = körperlich krank".

Grippe = physisch
Angstkrankheit = psychisch

Das braucht man nicht zu beschönigen.

Allerdings sollte man es nicht mit "geisteskrank" verwechseln.
Die Grenzen sind da wohl auch nicht ganz scharf, aber eine mittlere Angststörung fällt ziemlich sicher in der Regel nicht unter den Begriff "geisteskrank", da die Realität da immer noch halbwegs richtig eingeschätzt werden kann.

#19


C
Wenn man krank ist werden die Kinder es auch. Feige ist wer sich rausredet aus der Verantwortung an sich selbst zu arbeiten.

#20


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Dr. Hans Morschitzky
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