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seit paar jahren habe ich nen ziemlichen kinderwunsch. ich werde bald 30. ursprünglich wollt ich mit 30 mein kind schon haben und jung mama werden.

hat jemand trotz akkuter panik ein baby bekommen? geht das?
ich kann es mir so gar nicht vorstellen, dass ich je ein baby habe. seit 4 jahren habe ich panikattacken. ich war 2x für 4 monate in der klinik.das nächste mal kommt auch bald.

es wäre doch voll verantwortungslos in dem zustand ein baby zu bekommen, oder nicht? oder ist man dann so voller glückshormone und muttergefühlen, dass die panik aufhört?
ich könnt ja schwanger keine medis mehr nehmen. und wenn der wurm da ist, kann man ja nicht dauernd in die klinik müssen.der mann muss ja noch arbeiten.

ich stell mir schon die geburt so schlimm vor und hätte da schon 10000 attacken.dann die mögliche übelkeit und umkippen...
außerdem bilde ich mir viele krankheiten ein und habe auch viele probleme, wo ich medis nehmen muss,das ginge ja dann nicht mehr.

was ist dazu eure meinung oder erfahrung?

ich weiß gerade nicht mal, ob ich meinen freund noch liebe oder nur habe, weil ich nicht allein sein kann. oder ist es andersrum, dass die beziehung nur wegen meiner krankheit schwer ist und ich nur gerade den kopf zu voll habe um zu lieben?

oder was, wenn er geht und ich alleine mit kind und panik da stehe? ok, das wäre mega expo und auch daran würd ich nicht sterben.

ich will ein baby, mein freund sagt dauernd, komm, wir machen eins, aber auch davor hab ich zu viel panik...waaah

04.10.2011 20:09 • 15.10.2011 #1


23 Antworten ↓


Hi,

meine Mutter litt 10 Jahre an Panikattacken, ich bin behutsam aufgewachsen, zusammen mit meinem Bruder - das Erste mal hab ich gehört, dass meine Mutter unter PAs litt, war als ich selbst meine Erst bekommen hatte - ich habs nie bemerkt! Und ich denke auch nicht, dass PAs irgendwie "vererbt" werden können

Liebe Grüße

04.10.2011 21:02 • #2



Kinderwunsch trotz panik

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cor illustrata
Hey Mixi

Wenn ein Kind dein Traum ist, dann erfüll ihn dir!

Das einzigste was du natürlich entscheiden musst ist, was dir wichtiger ist... Das kind oder die Medis gegen die Angst...

Wenn du die Medis allerdings unbedingt brauchst, dann würde ich noch warten!

Ich war auch mal schwanger (hatte allerdings eine Fehlgeburt) und hatte ein unglaubliches Gefühlschaos (da hatte ich noch keine Angststörung und PA´s)
War nur am heulen und depressiv... Muss nicht bei jedem so sein, aber bei mir war es so...

Aber vielleicht vergisst du auch deine Ängste wenn du schwanger bist, weil du dann was anderes im Kopf hast... auch wenn das Kind dann da ist, bist du beschäftigt... Da hat dein Kopf gar keine Zeit, sich gedanken um mögliche krankheiten zu machen...

Allerdings könntest du ja die Therapie noch abwarten.. wäre bestimmt auch sinnvoller!

Die Angst macht einem schon so viel kaputt und wenn du noch Träume hast, lass sie dir nicht von der Angst zerstören!

vlg

04.10.2011 22:49 • #3


Hi Mixi,

ich habe drei Kinder. Als ich meine Kinder bekam, wusste ich nicht mal was eine Panikattacke ist. Vor einem Jahr bekam ich ganz üble PA`s. Meinen Kindern geht es trotzdem gut. Meine Kinder sind zwar schon älter, aber dafür hatte ich als sie klein waren, manchmal andere Krankheiten, ich hatte auch absolut keine Eltern oder ähnliches, die mir damals geholfen hätten, es ging trotzdem ganz gut, meine Kinder haben davon keinen Schaden.

Ich will damit nur sagen, dass es auch bei Menschen, die keine PA´s haben keine Garantie gibt, dass sie mal in ihrem späterem Leben welche bekommen. Um eine gute Mutter zu sein muss man schließlich nicht 100 %ig gesund sein. Gerade wenn Kinder erleben, wie ein Mensch mit einer Krankheit sein Leben meistert, kann dies etwas positives für das Kind sein.

Hast du denn Eltern oder Großeltern, die dir evtl. helfen könnten, wenn es dir mal ganz schlecht gehen würde?
Stressbacke

05.10.2011 14:16 • #4


Hallo,

auch auf die Gafahr hin, dass ich jetzt gleich in der Luft zerrissen werde:

Denkt bitte nicht an Euch sondern an die Kinder!

Dein Wunsch, Mixi, Mutter zu werden ist nachvollziehbar aber was wird Dein Kind von Dir haben?
Sogar Babys im Mutterleib bekommen PA's mit! Seid doch bitte nicht so naiv und denkt, ihr könntet Gefühle vor Kindern verbergen. Kinder spüren mit allen Sinnen...die nehmen nicht nur das war, was wir ihnen zeigen...sie können auch veränderten Geruch bei Angstzuständen wahrnehmen und nervöse Unruhe spüren...

Ich will nicht sagen, dass es immer so schlimme Auswirkungen haben muss...aber es geht an keinem Kind die Angst der Mutter vorbei! Ich denke, wer verantwortungsbewußt handelt, denkt zuerst an das ungeborene Kind und zu allerletzt an sich selbst!

Du schreibst, dass Du es Dir nicht einmal vorstellen kannst...das Du nicht einmal weißt, ob Du Deinen Freund liebst...das finde ich schon bedenklich!
Alles was Du schreibst schreit förmlich...NEIN, blos kein Kind!

Es wäre vernünftig zu warten, bis Du Dich selbst soweit auf die Reihe gekriegt hast, dass Du ein eigenständiges Leben führen kannst und nicht von allen möglichen Dingen abhängig bist. Bitte, mach es nicht an Deinem Alter fest...die Jahre allein bedeuten nicht, dass man "erwachsen" genug ist, um Kinder zu glücklichen Menschen zu erziehen...

Es ist auch nicht schlimm, wenn Du kein Kind bekommst...Du bist deshalb nicht weniger wert...außerdem gibt es so viele andere Möglichkeiten mit Kindern zusammen zu sein...beispielsweise als Pflegemutter für in Not geratene Kinder...wenn Du wieder "auf dem Damm" bist....

Zu letzt möchte ich Dich noch eindringlich davor warnen ein Kind als "therapeutische Maßnahme" zu mißbrauchen...ja, ich sehe es als Kindesmißbrauch an, wenn jemand meint, durch ein Kind seine eigenen Probleme lösen zu können! Das ist in jedem Fall falsch! Vielleicht mag es tatsächlich sowas wie einen Hormonstoß geben, der kurzfristig zu Europhorie führt...aber ein Kind ist keine kurzfristige Angelegenheit...ein Kind heißt "lebenslänglich"...

Liebe Grüße
Annwyn

05.10.2011 14:50 • #5


also ehrlich annwyn, das ist schon bissel arg was du da schreibst.

es ist sehr wohl schlimm, wenn man kein kind bekommt. das kann aber nur jemand nachvollziehen, der kinder hat oder sich auch welche wünscht.
es gibt so muttertiere, für die das das größte ist und es gibt menschen, die nie ein kind wollen und nix damit anfangen können. für die ist das nicht schlimm.

ich frag nach erfahrungen von kranken, die trotzdem ein kind bekommen haben. leider gibts hier wenig meldungen.

ich will kein kind als therapie! ich kann mir nur vorstellen, wie auch andere user hier, dass man seine eigenen sorgen vergisst, wenn man mit seinem kind beschäftigt ist. also dass man automatisch gesund wird. ABER nicht aus dem grund will ich babys. das wäre ein netter nebenefekt.

wenn ich davon ausgehe, das die panikstörung immer wieder kommt, dann dürft ich nie ein kind bekommen. denn ich hab keine garantie, wie lang ich fit bleibe. aber dann kann ich mich auch gleich umbringen. dann dürft man auch keine haustiere haben und keine beziehungen führen.das wäre ja alles genauso verantwortungslos. aber das wär nicht lebenswert.

ich hätt hier nur gern gehört, ob jemand mit panik ein kind zur welt gebracht hat.ob das geht. oder ob man wenn man schwanger ist gesund wird, weil man sein baby nicht mit medis verseuchen will.

ich hab nicht gesagt, dass ich jetzt gleich ein kind bekomme, als therapie!!

ob ich meinen partner liebe oder nicht, WEISS ich nicht.wir leben 5 jahre zusammen. kann auch sein,dass ich gerade keine gefühle spüre oder geben kann, weil ich so sehr in meiner krankheit gefangen bin.also wenn man schon sowas schreibt, dann bitte gescheit lesen.

05.10.2011 16:56 • #6


@annwym
ich denke die perfekten Voraussetzungen, um ein Kind zu bekommen hat niemand. Jeder hat auf seine Art und Weise seine Probleme. Wichtig ist, dass man für sein Kind da ist.

Ich denke, dass du es überbewertest, wenn du meinst ein Kind könnte in der Schwangerschaft durch eine Panikattacke einen Schaden bekommen. Ich kenne genug Frauen, deren Kinder nicht im geringsten einen Schaden davon getragen haben. Ich selbst habe bei der Geburt hyperventiliert und es ist gar nichts passiert. Außerdem müssten alle Frauen, die in den Kriegsjahren schwanger waren geschädigte Kinder haben, weil ihre Mütter in der Schwangerschaft Angst, Not, Hunger, Krankheiten und mit Sicherheit auch Panikattacken hatten.

@mixi

ich kann dir leider nicht sagen, wie es ist, wenn man kleine Kinder und Panikattacken hat, aber wie ich schon erwähnte, bekam ich andere Erkrankungen. Gut ist das du dir Gedanken machst wie es verläuft, wenn du ein Kind hast, damit zeigst du schließlich, dass du verantwortungsvoll bist. Wegen deinen Medikamenten kann ich dir leider nichts sagen, ich weiß nur, dass meine Mutter in ihren Schwangerschaften alle möglichen Psychopharmaka eingenommen hat und wir nicht den geringsten Schaden haben, ich will das jetzt allerdings nicht verharmlosen, vielleicht hatte ich einfach nur Glück und bei anderen ist es weniger gut verlaufen. Ich denke du wirst eine vernünftige Entscheidung treffen.

Stressbacke

05.10.2011 19:33 • #7


hmm, ich nehm nur ein medi zum schlafen. das könnt ich zur not auch weglassen.
klar bin ich verantwortungsbewusst. bin ja kein kleines kind mehr
wäre ich es nicht,hätt ich schon kinder.
ich hätt voll gern nen garantieschein, dass ich das schaffe.aber wenn ich mir vorstelle, ich hab ein 1 jähriges kind u muss paar monate in die klapse, das geht mal gar nicht.
ich denk hin und her. werd ich dadurch eher gesund und hab andere sorgen oder macht mich das noch kränker vor sorge.

hier bekommen leute ´panik, weil sie sich nen hund angeschafft haben.,,,ich komm auf keinen grünen zweig.
gibt wohl keinen hier, der kind bekommen hat, obwohl er akkut panisch war

05.10.2011 22:41 • #8


Hi Mixi,

falls du mit einem 1jährigen Kind in die Klappse müsstest wäre das auch kein Drama.
Es gibt mittlerweile viele Kliniken, die Mütter mit Kinder aufnehmen. Man sollte auch keine falsche Scheu haben von solchen Hilfsmaßnahmen Gebrauch zu machen.

Ich glaube, dass keiner eine Garantie bekommen kann, dass nix passiert, wenn man ein Kind bekommt. Wichtig ist, dass man das eigene Verhalten reflektiert.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass dein Kinderwunsch in Erfüllung geht

Viele Grüße
Stressbacke

06.10.2011 11:41 • #9


Hallo Mixi ,

genau dieses Thema wurde schon öfters hier angesprochen und es gibt immer wieder verschiedene Meinungen dazu .
Ich selbst bin während meiner schlimmsten Angstphase mit Depressionen ungewollt schwanger geworden. Ich möchte hier nun nicht wieder weit ausholen , du kannst meine "Geschichte" dazu gerne in meinen älteren Beiträgen lesen.
Aber , ich habe die wunderbarste Schwangerschaft erlebt , ich fühlte mich nie gesünder wie in dieser Zeit !! Und , ich habe sogar die Geburt ohne Probleme gemeistert , und ich habe sogar das Gefühl , dass mich besonders die Geburt , die ich ohne Schmerzmittel gemeistert habe , sehr stark gemacht hat !
Für mich war es das Beste , was mir "passieren" konnte !
Meine Tochter ist nun 6 Wochen alt , sie beginnt gerade zu Lachen .... sie bereichert mein Leben so sehr !

Liebe Grüße ,
Hummel

06.10.2011 12:12 • #10


he mixi

wieder ein thema bei dem wir zwei das gleiche denken
ich habe mit meinem frauenarzt und auch mit meinem neurologen gesprochen. ich nehmen jeden morgen meine 40 mg tabs. also, man kann mit tabletten schwanger werden. das risiko, dass dem kind was passiert ist (bei den richtigen tabs) sehr gering. frauen, die epileptische anfälle haben, nehmen viel krassere tabs als wir angsthasen. diese frauen müssen während der schwangerschaft auf "unsere" tabs umstellen. es gibt tabs, die dem kind nicht schaden! eine schwangerschaft sollte aber auf jeden fall mit neurologe und frauenarzt vorher besprochen werden, auch die dosierung der tabs (wegen hormonumstellungen) immer kontrolliert werden. dies ist das eine thema. dass du angst davor hast, alles falsch zu machen oder deinem kind nicht gerecht wirst...ich bitte dich, diese ängste haben so viele frauen. es ist ein neuer lebensabschnitt. das ist ganz normal. zwei freundinnen von mir geht es genauso, und die haben definitiv nix mit ängsten zu tun. naja, und ob du mit deinem freund ein kind haben sollst....das kannst nur allein du entscheiden. denn nur du weißt, ob du ihn noch liebst. denk mal scharf drüber nach, dann weißt du auch, ob du der angst oder der liebe wegen mit ihm zusammen bist. aber eins steht definitiv fest: du kannst auch mit tabletten schwanger werden und dein kind ist gesund!!!

06.10.2011 12:16 • #11


danke hummel, das baut auf!

katinkah: wir sind uns glaub recht ähnlich freut mich!
versteh ich das richtig? bist du gerade schwanger oder willst es werden?oder hast du ein baby oder warum bist du deswegen auf andere medis gestellt? steh grad auf dem schlauch
ich vermute auch, dass die medis meinem baby nicht schaden,denn ich nehm nicht mehr viel und nur mirtazapin.die könnt ich auch noch weglassen.früher hatte ich 6 psychopharmaka, da wär das unmöglich.
ich glaub auch, dass jede die schwanger wird angst hat. aber ich schätz mal, als paniker wird das noch extremer.
wenn man dann bei jedem ding ne attacke bekommt (übelkeit,schwindel etc) und dauernd herzrasen hat,weiß nicht, wie das dem baby gefällt.

mein freund will schon lang ein baby. ich nehm die pille nichtmehr und lebe sehr gesund. aber ich traue mich einfach nicht.

meine thera in der klinik meinte, dass wir vor allem angst haben,was mit verantwortung oder veränderung zu tun hat.
ich bin zusammen gebrochen, weil wir zusammen umgezogen sind.will nicht wissen, wie ich zusammenbrech, wenn ich schwanger bin.
Oder es wird ganz toll....
ich denk ich liebe meinen freund schon noch. hab aber angst, vor dem nächsten schritt. wir leben seit 5 jahren zusammen. aber erst seit nem jahr stehen wir gemeinsam im mietvertrag. und das fand ich schon ne krasse entscheidung.weniger freiheit,mehr bindung...ich mach mir echt immer nen kopf.
ich wart mal die klinik ab u besprech dort den kinderwunsch u mal sehen, was die sagen

06.10.2011 16:11 • #12


Hallo Mixi,

ich selbst habe zwei Kinder und inzwischen 2 weitere als Pflegekinder aufgenommen.
Du kannst also davon ausgehen, dass ich reichlich Erfahrung habe was gestörte Kinder angeht!

Meine Kinder sind jetzt 21 und 18 Jahre alt und ich habe immer geglaubt, dass ich meine Ängste vor meinen Kindern verbergen konnte...ich habe mich immer zusammen gerissen vor den Kids und habe mich sehr liebevoll um sie gekümmert. Sie hatten alles was nur möglich war...mein Sohn(21) ist heute arbeitunfähig krank geschrieben seit über einem Jahr und wartet seit dem auf einen Therapieplatz...meine Tochter macht mit 18 den dritten Anlauf für einen Realschulabschluss, weil sie ständig mit Ängsten zu kämpfen hat...

was ich Dir damit sagen will, ist, dass Du nicht voraussehen kannst wie und ob Dein Kind krank wird...das zeigt sich erst nach Jahren...vielleicht erst, wenn sie erwachsen sind. Das mindeste was ich von psychisch kranken Menschen erwarte, ist, dass Sie mit sich selbst umgehen können und ein klares Leben leben, bevor sie Kinder bekommen...alles andere halte ich für verantwortungslos. Hätte ich all das was ich heute weiß, schon damals gewußt...ich hätte ganz sicher keine Kinder bekommen! Heute mache ich mir bis an mein Lebensende Vorwürfe...

Tut mir leid, wenn Du das als hart empfindest aber ich habe eine entsprechende Ausbildung und kann Dir mit Gewissheit sagen, dass sich Gemütszustände bereits auf die Leibesfrucht auswirken! Es gibt daher schon traumatisierte Babys, wenn sie auf die Welt kommen. Ich hatte zwei Pflegekinder die solch ein Trauma als Säugling schon erlebt haben.
Wenn Du Dich darüber informieren möchtest, dann googel einfach mal :
"Pränatale Einflüsse auf die Entwicklung der Psyche"

Auszug:
"1. Stimmungen und Spannungen der werdenden Mutter prägen das Stresserleben und Verhalten des Neugeborenen bis ins hoheAlter

Forschungen ergaben in diesem Zusammenhang,dass belastende Ereignisse der Mutter und deren Umgang damit dazu führten,dass die Föten mit vermehrten Bewegungen reagierten.

Selbst nach der Geburt wurde dieses Phänomen beobachtet. Die Kinder hatten größere Probleme bei der Nahrungsaufnahme, dem Tagesrhythmus, sie schrieen mehr und zeigten selbst nach Jahren einen bemerkenswert höheren Grad an Ängsten,Aufmerksamkeitsdefiziten und damit verbundenen Lernschwierigkeiten.

Im Erwachsenenalter beobachtete man vermehrt Symptome von Depressio-nen,geringere Frustrationstoleranz und das unbestimmte Gefühl,nicht geliebt zu sein,weniger wertvoll zu sein oder nicht zu genügen (Typ-A-Verhalten alsReaktion darauf?).

Des Weiteren führten chronischer Stress und andere psychische Belastungen(z.B.Lärm) zu einer Übersensibilisierung des ungeborenen Kindes:Das Herz schlägt schneller,das Kind reißt (zum Schutz) die Ärmchen hoch und leert vor Schreck die Blase.

Auch hier waren die Schädigungen selbst noch nach vielen Jahren zu diagnostizieren:Unkonzentriertheit,Verschiedene Verhaltensstörun-gen,Lernstörungen,Schlafstörungen,Entspannungsprobleme,Depressionen,um nur einige zu nennen."


Ich glaube, das sollte zu denken geben.
Ich habe durch meinen Beruf mit solchen Kinder zu tun und kann nur sagen, dass es keineswegs immer die "Assi-Mütter" sind, deren Kinder Probleme haben.
So gut Du es auch meinst, solange Du selbst und Deine Beziehung nicht auf ganz festen Füßen steht, kann ich, im Sinne des Kindes, nur von einer Schwangerschaft abraten.

Ich finde es wirklich gut und ein Schritt in die richtige Richtung, dass Du Dir soviel Gedanken darüber machst. Ich hoffe, dass Du verstehst, dass ich Dir nichts böses will...aber wenn Du die Schicksale von diesen Würmchen hautnah miterlebst, würdest Du vielleicht auch eine etwas "härtere Schiene" fahren...

Ich wünsche Dir, dass Du bald die Stabilität erreichst, um ein Baby zu bekommen.
Sicher wirst Du mal eine gute Mutter werden...oder Pflegemutter ...ich bleib dabei...es ist nicht schlimm, wenn man kein eigenes Kind bekommt...es gibt so viele arme, unglückliche Menschenkinder auf der Welt, die dringend auf ein liebevolles ZuHause -auch wenn es nur auf Zeit ist- warten!

Liebe Grüße
Annwyn

@Hummel

ich hoffe, Dir und Deinem Kind geht auch in 5-10-20 Jahren noch immer so gut!

Alles Gute für Dich und die Kleine!
Annwyn

@Stressbacke

Es geht hier doch nicht um EINE Panikattacke...es geht um anhaltenden Stress durch Ängste...

und ja, die perfekten Voraussetzungen hat wahrscheinlich niemand...aber das erwartet auch keiner!

und nochmal ja, die Kriegskinder sind fast alle geschädigt...auf die ein oder andere Weise...der eine verkraftet es besser, der andere hängt sich auf...

Klar kann man mit Kind in Kliniken und weiß ich wo hin...aber ob das für das Kind so förderlich ist, ist die Frage?!...und ich halte es schon für ein Drama...vor allem, wenn man es schon von vornherein in Erwägung zieht...

Liebe Grüße auch Dir
Annwyn

07.10.2011 02:54 • #13


Was ist denn mit all denen , die im Krieg schwanger waren ? Da hatten tausende von Frauen durch Bombenangriffe etc. Angst , Panik , Stress ..... sind deren Kinder heute alle psychisch krank ?? Nein , sind sie nicht !

@ annwyn , mit Sicherheit wird es mir in 5, 10 , 20 Jahren nicht immer so gut gehen wie zur Zeit !! Das wäre ja absolut unnatürlich , wenn es einem IMMER gut gehen würde ! Aber warum soll ich den Teufel an die Wand malen ...? Ich kann in fünf Jahren auch eine körperliche Krankheit bekommen .... eine Garantie gibt es doch nie !

09.10.2011 11:14 • #14


@Hummel
vielleicht hast du meinen Beitrag gelesen, ich habe nämlich die gleiche Meinung

@annwynn
Die Probleme, die deine Kinder haben müssen aber nicht an deiner Angststörung liegen. Ich finde es jedenfalls nicht schlimm, wenn eine 18-jährige noch keinen Realschulabschluss hat oder ein 21-jähriger eine Therapie macht und zurzeit nicht arbeiten kann, das kann ja alles noch werden, wenn das Gründe sein sollen, weshalb man keine Kinder haben soll, frage ich mich wer dann überhaupt noch Kinder haben soll?

Wir leben schließlich in einem sehr zivilisiertem Land in dem man sehr viel Hilfe und Unterstützung in Krankheitsfällen bekommt, in anderen Ländern, in denen der medizinische Fortschritt noch nicht so weit ist wie bei uns, ist es für Menschen bedeutend schwieriger mit Krankheiten ( auch mit Angststörungen) zu leben. Und trotzdem bekommen diese Menschen Kinder, obwohl sie unter viel schwierigeren Bedingungen aufwachsen als bei uns.

Ich studiere übrigens zurzeit Soziale Arbeit und weiß daher, dass auch Kinder aus wirklich schwierigen Verhältnissen sich zu normalen und gesunden Menschen entwickeln. Eine Angststörung ist für mich allerdings kein so gravierendes Problem, es kommt auch immer auf die Perspektive an aus der man es betrachtet.

Mein Hinweis mit der Psychatrie war übrigens so gemeint, dass es Hilfen in Krisensituationen gibt und keiner auf sich alleine gestellt ist. Ich fühle mich selbst zwar gesund aber wer weiß was ich in 5 Jahren habe, bin schließlich keine Hellseherin.

Viele Grüße
Stressbacke

09.10.2011 14:33 • #15


Hallo Mixi
ich bin 2009 ungeplant schwanger geworden zu einer Zeit in der ich auch wieder mit Pa's zu kämpfen hatte.Ich war grade auf Medis eingestellt und auf dem Weg der Besserung.
Als ich erfahren hatte das ich schwanger war habe ich sofort die Medis weggelassen und es ging mir trotzdem gut.
Durch die Hormonumstellung hatte ich keine Panikattacken in der SS.
Ich hatte auch riesen Angst vor der Geburt und das ich da Attacken bekommen könnte aber glaub mir bei einer Geburt denkst du da nicht mehr dran.

Aber jetzt mit Kind (Meine Tochter ist 2 Jahre alt) ist es natürlich hart mit Panickattacken.Man kann sich nicht hängen lassen auch wenn es einem schlecht geht.
Durch mein Kind bin ich schneller aus schlechten Phasen wieder rausgekommen weil ich weiss ich muss fit sein für mein Kind.

Als Mutter entwickelst du einen starken Willen und bekommst ungeahnte Kräfte.

Lass dir durch diese Attacken nicht deinen Trauum kaputt machen.

Ich hoffe du wirst ihn dir erfüllen.

Lg
Tanny

09.10.2011 15:24 • #16


@ tanni: vielen lieben dank. sowas wollt ich gerne hören
wie ist das jetzt, du hast noch panik? kannst du trotzdem mit der kleenen raus auf den spielplatz oder so?
ich hätt schiss, dass ich nur drinnen bleib und der kleine keine frische luft abbekommt.

aber ich kann mir auch echt gut vorstellen, dass man mit kind stark wird, fürs kind.

ich hätt gedacht,bei der geburt kippt man um wegen hyperventilieren oder so, wenn man dauernd attacken hat. aber wenn nicht, umso besser.

ist dein kind nervös oder so? es hat ja in der ss viele attacken im bauch miterlebt.
wie war die ss? hattest panik wegen übelkeit oder sonstigen dingen, die schwangere haben?

glg

09.10.2011 18:07 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Stressbacke,

mir geht es keinesfalls darum, dass sich "Ängstlerkinder" nicht zu "normalen" Menschen entwickeln können...meiner Meinung nach kann nur vieles vermieden werden, wenn einige Menschen weniger egoistisch an die Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse denken würden und dafür an die Bedürfnisse der Kinder, die in solch schwierige Verhältnisse geboren werden...und schwierige Verhältnisse sind es immer!

Aber wir hatten das Thema ja schon mal und ich bin es gewohnt mit meiner Kritik auf taube Ohren zu stoßen...ich finde es nur schade, dass meine Argumente immer gleich niedergemacht werden und anscheinend niemand den Mumm hat zu sagen, "ja, es ist wirklich für mein Kind nicht leicht mit mir und meiner Angst!"...
ich behaupte doch nicht, dass alle Kinder gestört sind, die mit psychisch kranken Eltern groß werden...aber es ist erwiesen!, dass es eine größere Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung für eure Kinder gibt! Warum ignoriert ihr diese Tatsachen?
Ich möchte an dieser Stelle noch mal auf den fettgedruckten Text meiner vorigen Antwort verweisen. Hast Du den gelesen? Wie kannst Du da noch zweifeln? Was lernt ihr eigenlich über "soziale Arbeit"?...gerade Du müsstest doch eher präventives Handeln schätzen, denn es verhindert die immer mehr schwindende Sozialkompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen...

Nur weil andere unter noch schwierigeren Bedingungen Kinder bekommen, muss man es doch seinen Kindern nicht auch schwer machen... oder? Klar kann ich morgen vom Laster überrollt werden...aber das kann ich nicht einplanen...ich kann aber das Risiko, das ich meine Erkrankung an meine Kinder weitergebe einplanen!...und dafür sorgen, dass ich solange nicht schwanger werde, bis ich dieses Risiko stark vermindert habe...wenn's doch passiert, bin ich entweder zu blöd zu Verhüten (das Ding mit der ungeplanten Schwangerschaft hat für mich immer einen leicht schalen Beigesschmack!) oder ich muss mich natürlich um alles an Hilfe bemühen, was ich bekommen kann...

Ganz ehrlich, ich verstehe Deine Argumentation nicht...

@ Mixi...

ich klinke mich jetzt hier aus...
Zitat von Mixi:
@ tanni: vielen lieben dank. sowas wollt ich gerne hören

ich wusste nicht, dass es hier darum geht Dir das zu schreiben, was Du gern hören möchtest!

Ich wünsche euch alles Gute
Annwyn

09.10.2011 18:24 • #18


Zitat von annwyn:
Hallo Stressbacke,
Ganz ehrlich, ich verstehe Deine Argumentation nicht...
Annwyn


Und ich verstehe deine nicht. Wer sich durch irgendwelche Krankheiten, Störungen oder sonstiges im Leben und in der Erfüllung seiner Träume einschränken lässt, hat sowieso schon verloren.

Es hat doch nichts damit zu tun, ob ich irgendwelche Risiken einplanen kann, da gibt es nichts einzuplanen - diese Risiken sind für mich nur Schicksalsschläge, und die gilt es zu meistern, nicht irgendwelche Planungen für Kinder. Sind wa jetzt schon so weit, dass wir unsere Kinderwünsche irgendwo absegnen müssen? Wie n Bauvorhaben am Haus?

Was heißt denn hier "normale" Kinder? Ich bin selbst ein "Ängstlekind" und lebe ein Leben, was für mich "normal" ist. Menschen als "unnormal" bzw "normal" zu bezeichnen zeigt schon mal, dass du dir keinerlei Gedanken über das Leben gemacht hast und es grenzt für mich an Beleidigung.

Und wer nicht den Mumm hat ein Leben zu leben, der sollte anderen auch keine Ratschläge für's Leben geben.

Liebe Grüße,
phil

14.10.2011 18:15 • #19


Hallo Mixi,

bei mir haben die Attacken erst 1 3/4 Jahre nach der Geburt angefangen.

Als mein Sohn 7 Monate alt war lag eines Tages mein Vater tot in der Wohnung. Ich war sehr traurig darüber und hab mich an manchen Tagen extrem schlecht gefühlt. Das hat mein Sohn natürlich gespürt und miterlebt. Manche Gefühle kann man nicht verheimlichen.

Jetzt ist mein Sohn 2 1/2 Jahre und ich kämpfe seit fast 1 jahr mit täglichen Attacken. Ob er die mitkriegt weiß ich nicht. Er ist ganz normal entwickelt und ein sehr fröhlicher Junge. Sobald ich ihn vom Kindergarten abholen kann geht es mir besser auch wenn ich morgen in den Seilen hing. Er gibt mir die Kraft so schnell wie möglich wieder gesund werden zu wollen; aber die Therapie muss ich machen. Ich finde ein Kind kann nie eine Therapie sein, aber sie gibt einem ungeahnte Kräfte. Klar gehe ich jeden Tag raus auf den Spielplatz. Hatte auch dort schon Attacken und gedacht jetzt klapp ich weg und mein Sohn kann niemandem sagen wo wir wohnen und so... mittlerweile kann er sagen und ich hab für den absoluten Notfall eine Tavor dabei. Aber die Attacken auf dem Spielplatz gingen viel schneller weg als zu Hause.

Ich glaube nicht, dass du während der Schwangerschaft Attacken hast, weil es so ein unglaubliches Gefühl ist Leben in sich zu tragen und wachsen zu sehen.
Aber eine Garantiekarte kann ich dir natürlich nicht ausstellen. Du mußt halt einen Plan ausarbeiten wie verhalte ich mich wenn das Kind da ist und ich eine Attacke hab. Vielleicht gibt es da ja jemand der dir im Notfall zu Seite stehen kann?!?

Als Mutter kommt halt die Angst dazu, dass dem Kind was passieren könnte; dieses Gefühl hat glaub ich jede Mutter. Und bei uns "Angsthasen" ist diese Angst vielleicht etwas grösser als normal, darüber musst du dir im klaren sein.

Aber wenn es dein Herzenswunsch ist, dann erfüll es dir eine Mama sein zu können; ob mit oder ohne PA´s. Die Liebe zu einem Kind heilt vieles.....

Und du kannst noch so eine tolle Ehe führen, es kann doch alles scheitern. Man muss halt immer an sich arbeiten und das machen wir doch Tag für Tag viel mehr als die Menschen ohne PA´s, oder nicht?

LG Steffi












Zitat von wurm134:
Zitat von annwyn:
Hallo Stressbacke,
Ganz ehrlich, ich verstehe Deine Argumentation nicht...
Annwyn


Und ich verstehe deine nicht. Wer sich durch irgendwelche Krankheiten, Störungen oder sonstiges im Leben und in der Erfüllung seiner Träume einschränken lässt, hat sowieso schon verloren.

Es hat doch nichts damit zu tun, ob ich irgendwelche Risiken einplanen kann, da gibt es nichts einzuplanen - diese Risiken sind für mich nur Schicksalsschläge, und die gilt es zu meistern, nicht irgendwelche Planungen für Kinder. Sind wa jetzt schon so weit, dass wir unsere Kinderwünsche irgendwo absegnen müssen? Wie n Bauvorhaben am Haus?

Was heißt denn hier "normale" Kinder? Ich bin selbst ein "Ängstlekind" und lebe ein Leben, was für mich "normal" ist. Menschen als "unnormal" bzw "normal" zu bezeichnen zeigt schon mal, dass du dir keinerlei Gedanken über das Leben gemacht hast und es grenzt für mich an Beleidigung.

Und wer nicht den Mumm hat ein Leben zu leben, der sollte anderen auch keine Ratschläge für's Leben geben.

Liebe Grüße,
phil

14.10.2011 20:42 • #20



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