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28.01.2008 15:24 • 14.10.2020 #1


121 Antworten ↓


Hallo Ploupa, das ist ja nicht so schön das du schon einmal umgefallen bist! Was ist denn dann? Ich weiß das es schwer ist. Ich mache es selber gerade. Ich gehe langsam auf meine Ängste zu. Ich fange mit der kleinsten an. Ich weiß das es sich vielleicht doof anhört, und dies zu machen fast umnmöglich, aber es geht. Ich habe das Buch von Doris Wolf gelesen: Ängste verstehen und überwinden. Das war und ist immer noch der Hammer für mich. Ich komme gar nicht raus aus dem Schwärmen. Es hat wirklich positiv mein Leben verändert. Klar habe ich noch PAs. Keine Frage, aber ich kann damit nun viiiiiel besser umgehen. Ich kann wieder spontan Besuche machen! Das konnte ich sonst nicht. Ich kann wieder ein Stück mehr raus. Hol dir das Buch, und lerne dir vorzustellen das du nicht umfällst! Stelle dir vor das es dir gut geht. Das du dich gut fühlst! Versuche es einmal. Du kannst nur gewinnen. Aber es ist ein bisschen hart am ANfang. Aber es wird funktionieren. Geb nicht auf. Mehr kann ich dir im MOment nicht raten! Sorry!

28.01.2008 17:33 • #2



Angst umzukippen

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Es ist noch keiner von einer Pa ohnmächtig geworden.Das blöde ist natürlich dein blutdruck lass denn mal checken und mach dir klar das vor angst keiner umfällt.Liebe grüsse Engel

29.01.2008 13:09 • #3


Hi!

Ich kann dich gut verstehen. Ich habe auch einen niedrigen Blutdruck, bin aber zum Glück noch nie ohnmächtig geworden. Aber ich habe schreckliche Angst, dass es passieren könnte und meide deshalb auch diese Situationen. ich habe eigentlich immer Angts, umzukippen. ich weiß eigentlich gar nicht, ob ich durch den niedrigen Blutdruck Beschwerden habe, aber mir war oft schwindelig, und als ich es auf den Blutdruck schob, kam die Angst vorm umkippen dazu.

Ich habe das Buch auch gelesen, und es hilft schon ganz gut. Ein bisschen besser geht es mir schon und ich kann etwas besser mit den PAs umgehen. Das solltest du auch mal lesen.

Was tust du gegen den niedrigen Blutdruck?

LG vana

31.01.2008 16:33 • #4


Hallo

Ich habe auch einen niedrigen Blutdruck und mir wurde deshalb dauernt schwindelig.Deswegen bin ich auch zum Arzt gegangen.Aber das ist nicht mein Problem.Ich habe Angst in der Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden.
Seitdem ich einmal in der Schule umgekippt bin , weil der Lehrer über Krankheiten gesprochen hat. Und weil ich sowas nich hören kann bin ich umgekippt aber nur weil ich mich reingesteigert habe.Seitdem habe ich ständig Angst in der Öffentlichkeit umzukippen.Das geht schon 8 Monate so,ich geh nicht mehr raus,unternehme nichts mehr mit Freunden. Ich sitz den ganzen Tag nur zu Hause rum und werde depressiv .
Das ist auf Dauer kein Leben mehr.

Ich versuche seit Monaten meine Angst zu überwinden.Ich treffe mich mit Freunden, gehe in große Einkaufsläden...aber egal was ich mache es hört nicht auf jedesmal wenn ich irgendwo hingeh mache ich mir schon eine woche vorher gedanken wie ich das überstehen soll. Immer diese Fragen: Hoffentlich steigere ich mich nicht rein.Hoffentlich werde ich nich ohnmächtig .Sie gehen mir nich mehr aus meinem Kopf.
In der Schule ist es besonders schlimm.Jedenfalls mit dem Lehrer wo es passiert ist! Ich zittere dann ,bekomme Schweißausbrüche,Atme total schnell,bekomme weiche knie ,mir würd ganz übel und werde Kreidebleich.
Ich gehe deshalb jetzt zum Psychologen...aber ich glaube der kann mir auch nicht richtig helfen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter .

31.08.2008 21:42 • #5


05.11.2009 22:35 • #6


Christina
Hi und willkommen im Forum!

Die Strategie des Psychologen hat u.U. einen Fehler: Sie führt dazu, dass du dich zwar den angstbesetzten Situationen irgendwie stellst und sie durchhälst - das heißt aber nicht notwendigerweise, dass du dich dabei auch der Angst stellst. Diese Problematik taucht immer wieder auf, schau z.B. mal

Liebe Grüße
Christina

06.11.2009 00:00 • #7


Hallo mini,

ich habe auch Panikattacken, in denen ich das Gefühl habe umzukippen. Früher war es auch mit Herzrasen etc. ... das ist nicht mehr. Ich gehe bei einem Anflug einer Panikattacke in eine Beobachterposition und versuche dann die Angst auszuhalten. Damit ist zwar das Herzrasen verschwunden, aber die Ohnmachtsgefühle sind geblieben.

Würde mich auch freuen, wenn jemand einen Rat weiß.

Ansonsten kann ich nur sagen, dran bleiben und nicht aufgeben. Ich weiß wie leicht das gesagt ist, aber die Hoffnung darf man eben nicht verlieren.

Viele Grüße, wölfin

06.11.2009 16:46 • #8


Zitat von Christina:
Hi und willkommen im Forum!

Die Strategie des Psychologen hat u.U. einen Fehler: Sie führt dazu, dass du dich zwar den angstbesetzten Situationen irgendwie stellst und sie durchhälst - das heißt aber nicht notwendigerweise, dass du dich dabei auch der Angst stellst. Diese Problematik taucht immer wieder auf, schau z.B. mal

Liebe Grüße
Christina


Hallo Christina,

danke für die Antwort, natürlich hast du recht mit dem was du schreibst...vorallem hiermit:

Zitat:
Was Du da trainierst, ist Deine Leidensfähigkeit, nicht die Konfrontation mit der Angst. Und es ist völlig klar, dass Du damit irgendwann erschöpft bist.


Aber wie kann man dagegen vorgehen? Ist da individuell, je nach Situation oder gibt es für "jede" Situation irgendein "Rezept"? Es ist einfach nervig jede paar Sekunden an seinen Gesundheitszustand zu denken...

12.11.2009 22:05 • #9


Christina
Zitat von mini05:
Aber wie kann man dagegen vorgehen? Ist da individuell, je nach Situation oder gibt es für "jede" Situation irgendein "Rezept"? Es ist einfach nervig jede paar Sekunden an seinen Gesundheitszustand zu denken...
Es ist natürlich höchst individuell, und das ist auch das Problem, denn allzu oft gerät man an Therapeuten, die die Konfrontation nach Schema F abspulen. Wichtig ist, dass du dich damit konfrontierst, wovor du Angst hast, nicht mit irgendeiner Situation, in der du Angst hast. Soll heißen: Wenn du Supermärkte meidest, weil du Angst hast, dort in aller Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden, nutzt dir die Übung "Einkaufen im Supermarkt" nur dann etwas, wenn du dabei diese Angst bewältigst. Wenn du es nur irgendwie schaffst, im Supermarkt einzkaufen und dich dabei von der Angst "erfolgreich" ablenkst oder zufällig mal keine Angst hattest oder dich dauernd damit beruhigst, dass du ja die Kreislauftropfen in der Tasche hast, kannst du es genauso gut sein lassen.

Und dann kann (und sollte) man seine Übungen auch vorbereiten: Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, ohnmächtig zu werden? Was führt überhaupt "normalerweise" zur Ohnmacht, was läuft dann im Körper ab? Was kann man tun, es zu verhindern (in Bewegung bleiben, damit das Blut nicht in den Beinen "versacken" kann)? Was würde wohl realistischerweise passieren, wenn man ohnmächtig wird (Glas Wasser, Krankenwagen, Platzwunde vom Fallen etc.)? Wie "katastrophal" wäre das wirklich? Oder doch nur peinlich? Oder gar nicht so schlimm? Du musst die Katastrophengedanken zu Ende denken und auf ihren Realitätsgehalt überprüfen. Es ist nunmal tatsächlich möglich, in der Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden. Aber dieses Risiko ist es m.E. nicht wert, sich zu seiner Vermeidung selbst massiv einzuschränken. Die Angst sollte schon durch obige Betrachtungen weniger werden, sie wird aber im Ernstfall sicher nicht ausbleiben. Beim Üben kann man dann - um die Angst, die ein paar (subjektiv sehr lange) Minuten recht stark anhalten kann, zu ertragen ohne zu flüchten - nach folgendem "Protokoll" vorgehen:
1. Umgebungscheck: Was nehme ich in meiner Umgebung wahr? Getrost gedanklich in Worte fassen, als würde man es jemandem erzählen.
2. Körpercheck: Beschreibung der Körperwahrnehmungen vom Kopf abwärts: Kopfdruck, Kloß im Hals, Bauchschmerzen, zittrige Hände, weiche Knie...
3. Bauchatmung: beruhigt und wirkt Hyperventilation entgegen.
4. Realitätscheck: Besteht eine reale Gefahr?
5. Bewegung, notfalls nur das An- und Entspannen von Muskeln.

Bei anderen Ängsten geht man grundsätzlich genauso vor. Theoretisch kann man so durch Konfrontation alle Befürchtungen abarbeiten. Wenn man aber im Hintergrund irgendwelche Krankheitsgewinne hat, die dafür sorgen, dass man die Angst besser aufrecht erhält, werden die Befürchtungen wechseln. Kaum dass du keine Angst mehr vor Ohnmacht hättest, käme die Angst, durchzudrehen oder was auch immer. Spätestens dann solltest du versuchen, mit therapeutischer Hilfe den Funktionen der Angst auf die Schliche zu kommen, sonst kannst du dich bis ins Rentenalter rein mit immer neuen Ängsten konfrontieren.

Liebe Grüße
Christina

13.11.2009 13:37 • #10


Liebe Christina,

Du hast auch mir heute ganz neue Denkansätze vermittelt. Dankeschön!

Lilly

13.11.2009 15:55 • #11


Hallo Christina,

danke für deine Antwort, hier noch ein paar Anmerkungen...

Zitat von Christina:
Zitat von mini05:
Aber wie kann man dagegen vorgehen? Ist da individuell, je nach Situation oder gibt es für "jede" Situation irgendein "Rezept"? Es ist einfach nervig jede paar Sekunden an seinen Gesundheitszustand zu denken...
Es ist natürlich höchst individuell, und das ist auch das Problem, denn allzu oft gerät man an Therapeuten, die die Konfrontation nach Schema F abspulen. Wichtig ist, dass du dich damit konfrontierst, wovor du Angst hast, nicht mit irgendeiner Situation, in der du Angst hast. Soll heißen: Wenn du Supermärkte meidest, weil du Angst hast, dort in aller Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden, nutzt dir die Übung "Einkaufen im Supermarkt" nur dann etwas, wenn du dabei diese Angst bewältigst. Wenn du es nur irgendwie schaffst, im Supermarkt einzkaufen und dich dabei von der Angst "erfolgreich" ablenkst oder zufällig mal keine Angst hattest oder dich dauernd damit beruhigst, dass du ja die Kreislauftropfen in der Tasche hast, kannst du es genauso gut sein lassen.


Okay klingt erstmal logisch...

Zitat von Christina:
Und dann kann (und sollte) man seine Übungen auch vorbereiten: Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, ohnmächtig zu werden? Was führt überhaupt "normalerweise" zur Ohnmacht, was läuft dann im Körper ab? Was kann man tun, es zu verhindern (in Bewegung bleiben, damit das Blut nicht in den Beinen "versacken" kann)? Was würde wohl realistischerweise passieren, wenn man ohnmächtig wird (Glas Wasser, Krankenwagen, Platzwunde vom Fallen etc.)?


Ja...da habe ich mir natürlich auch schon Gedanken drüber gemacht! Aber es ist halt wirklich schwer "messbar" ab wann der Körper wirklich die Grenze erreicht hat und umkippt...!? Das Problem dabei ist, wenn ich mich darüber informieren würde und mir dann z.B. jemand erzählt "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß wenn du 10 Minuten in einer Schlange stehst umzukipppen" wäre das doch wohl eher kontraproduktiv für meine Angstbekämpfung


Zitat von Christina:
Wie "katastrophal" wäre das wirklich? Oder doch nur peinlich? Oder gar nicht so schlimm? Du musst die Katastrophengedanken zu Ende denken und auf ihren Realitätsgehalt überprüfen. Es ist nunmal tatsächlich möglich, in der Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden. Aber dieses Risiko ist es m.E. nicht wert, sich zu seiner Vermeidung selbst massiv einzuschränken. Die Angst sollte schon durch obige Betrachtungen weniger werden, sie wird aber im Ernstfall sicher nicht ausbleiben.


Ich bin ja wiegesagt noch nie ohnmächtig gewesen, ich weiß auch wirklich nicht wie kurz ich davor war (rein körperlich gesehen, wenn ich das wüsste wäre ich ja schon ein Schritt weiter), vom Kopf (Angst) war ich jedenfalls schon oft davor...
Und sollte ich wirklich dann einmal umkippen, ist es in der Situation vielleicht nicht so schlimm, peinlich wäre es vielleicht...Aber das Problem daran ist, dass ich ja dann weiß ich kann umkippen, das heißt ich weiß, dass mein Körper "angreifbar" ist und es mir jedesmal wieder passieren kann...Das wäre wohl auch nicht Sinn der Sache!? Ist halt ein Todeskreislauf

Am besten denke ich, wäre es wenn ich immer ein Messgerät um den Arm hätte an dem ich sehen kann wie mein körperlicher Zustand gerade ist, damit könnte ich jedesmal gegen die Angst "argumentieren"...aber leider gibt es sowas nicht


Zitat:
Beim Üben kann man dann - um die Angst, die ein paar (subjektiv sehr lange) Minuten recht stark anhalten kann, zu ertragen ohne zu flüchten - nach folgendem "Protokoll" vorgehen:
1. Umgebungscheck: Was nehme ich in meiner Umgebung wahr? Getrost gedanklich in Worte fassen, als würde man es jemandem erzählen.
2. Körpercheck: Beschreibung der Körperwahrnehmungen vom Kopf abwärts: Kopfdruck, Kloß im Hals, Bauchschmerzen, zittrige Hände, weiche Knie...
3. Bauchatmung: beruhigt und wirkt Hyperventilation entgegen.
4. Realitätscheck: Besteht eine reale Gefahr?
5. Bewegung, notfalls nur das An- und Entspannen von Muskeln.


Ich werde es mal versuchen...


Zitat von Christina:
Bei anderen Ängsten geht man grundsätzlich genauso vor. Theoretisch kann man so durch Konfrontation alle Befürchtungen abarbeiten. Wenn man aber im Hintergrund irgendwelche Krankheitsgewinne hat, die dafür sorgen, dass man die Angst besser aufrecht erhält, werden die Befürchtungen wechseln. Kaum dass du keine Angst mehr vor Ohnmacht hättest, käme die Angst, durchzudrehen oder was auch immer. Spätestens dann solltest du versuchen, mit therapeutischer Hilfe den Funktionen der Angst auf die Schliche zu kommen, sonst kannst du dich bis ins Rentenalter rein mit immer neuen Ängsten konfrontieren.


hm, verstehe ich nicht richtig! Heißt wenn ich die Angst gegen das "Ohnmächtig" werden besiegt habe, werde die Befürchtungen hin zu einer anderen Angst wechseln?

Zitat von Christina:
Liebe Grüße
Christina


Danke nochmal für deine Antwort(en)! Ich hoffe du hälst mich nicht zu sehr für duchgeknallt (Manchmal denke ich das selber von mir)

17.11.2009 19:18 • x 1 #12


Christina
Zitat von mini05:
Ja...da habe ich mir natürlich auch schon Gedanken drüber gemacht! Aber es ist halt wirklich schwer "messbar" ab wann der Körper wirklich die Grenze erreicht hat und umkippt...!? Das Problem dabei ist, wenn ich mich darüber informieren würde und mir dann z.B. jemand erzählt "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß wenn du 10 Minuten in einer Schlange stehst umzukipppen" wäre das doch wohl eher kontraproduktiv für meine Angstbekämpfung
Es wäre sogar optimal - falls du dich trotzdem dazu durchringst, dich in die Schlange einzureihen und das Risiko auf dich zu nehmen.

Zitat von mini05:
Und sollte ich wirklich dann einmal umkippen, ist es in der Situation vielleicht nicht so schlimm, peinlich wäre es vielleicht...Aber das Problem daran ist, dass ich ja dann weiß ich kann umkippen, das heißt ich weiß, dass mein Körper "angreifbar" ist und es mir jedesmal wieder passieren kann...Das wäre wohl auch nicht Sinn der Sache!? Ist halt ein Todeskreislauf
Du kannst umkippen und dein Körper ist angreifbar, wenn du das nicht weißt, machst du dir was vor. Das sind einfach Tatsachen des Lebens, mit denen man sich irgendwie anfreunden muss, wenn man sein Leben nicht vorsichtshalber auf einer Intensivstation verbringen möchte. Sinn der Therapie und der Konfrontation ist nicht, dir zu beweisen, dass deine Befürchtungen nicht eintreten können, sondern zu lernen, trotz des Restrisikos wieder gut zu leben.

Zitat von mini05:
Am besten denke ich, wäre es wenn ich immer ein Messgerät um den Arm hätte an dem ich sehen kann wie mein körperlicher Zustand gerade ist, damit könnte ich jedesmal gegen die Angst "argumentieren"...aber leider gibt es sowas nicht
Das wäre keine Konfrontation, sondern permanente Vermeidung der Angst.

Zitat von mini05:
hm, verstehe ich nicht richtig! Heißt wenn ich die Angst gegen das "Ohnmächtig" werden besiegt habe, werde die Befürchtungen hin zu einer anderen Angst wechseln?
Das ist nicht zwingend so, aber durchaus möglich. Nehmen wir an, deine Angst vor Ohnmacht beschäftigt dich so, dass du dich z.B. nicht um dein Studium kümmern könntest. Wenn du nun die Angst vor Ohnmacht besiegst, könntest du dich wieder deinem Studium widmen. Falls aber tief in dir drin Versagensängste schlummern, wärst du dann mit denen (wieder) konfrontiert. Dann könntest du wieder eine andere Angst bekommen, die dir die unangenehmen Versagensängste erstmal erspart...

Zitat von mini05:
Danke nochmal für deine Antwort(en)! Ich hoffe du hälst mich nicht zu sehr für duchgeknallt

Liebe Grüße
Christina

17.11.2009 20:45 • #13


Hallo zusammen,

bin neu hier,hab mich vorhin erst angemeldet...
Seit einigen Jahren leide ich unter Angststörungen,bin auch schon in Therapie,deswegen..aber irgendwie habe ich eher das Gefühl,das es schlimmer,als besser wird..bis vor kurzem war eigentlich alles noch soweit in Ordnung und dann ging plötzlich gar nichts mehr..ich konnte nicht mehr aufstehen,nichts ging mehr,die Angst trat auch schon zu Hause auf,sodass ich mich selbst in meinem Zimmer nicht mehr wohlfühlte..bis zu 10 Angstattacken waren es mit Sichherheit,die mich tagtäglich überfielen,es war kaum daran zu denken,das Haus zu verlassen..
Mittlerweile befinde ich mich weitstgehend,auf den Weg der Besserung ; zumindest ist esnicht mehr so schlimm,wie noch vor wenigen Wochen..meine Angst läuft jedoch dabei weitestgehend darauf hinaus,umzukippen..meine Gedanken drehen sich den ganzen Tag um nichts anderes,das geht schon morgens los,wenn ich aufstehe..das ist echt Wahnsinn..und ich weiß nicht mal,warum diese massive Angst da ist..massive Angst,umzukippen..
Kennst das jemand von euch vielleicht ? :/


L.G. Nicky

08.03.2010 00:35 • x 1 #14


Hallo Nicky!

Erstmal herzlich Willkommen hier!

Ich kenne dieses Gefühl sehr gut... die Angst davor umzukippen... wie bestimmt so viele hier auch!
Mein Auslöser dafür war, dass ich wirklich einmal umgekippt bin und ein paar Minuten Bewusstlos war. Neige eher zu einem niedrigen Blutdruck und hatte an dem Tag nichts gegessen und nur wenig getrunken. Da musste der Körper mir wohl ein Zeichen geben.

Seitdem gehe ich nie mehr ohne Frühstück aus dem Haus und achte auch immer darauf, dass ich genügend Flüssigkeit zu mir nehme. Und dann kann auch wirklich nichts mehr passieren!

Ich kann jetzt auch schon unterscheiden, zwischen einem Kreislaufschwindel und dem Angstschwindel, sind nämlich ganz verschieden!

Du musst dir einfach immer nur vor Augen halten, dass dir wirklich bei einer PA nichts passieren kann. Du wirst nich umkippen!

Ansonsten lenk dich so viel es geht ab!

Bei mir hilft es immer, wenn ich weiß ich hab viel getrunken... warum sollte ich denn dann noch umkippen?

Du machst ja schon eine Therapie und wirst das sicherlich auch bald alles im Griff haben.

Ich wünsch dir viel Erfolg!

Grüße
Winterengel

08.03.2010 09:46 • #15


Hey
Vielen Dank,für deine Antwort..
Oh jee..das klingt ja schlimm..was dir da widerfahren ist :/
Naja,das weiß ich ja eigentlich,aber dennoch bringt es nichts..ich habe da echt panische Angst vor..das ist Wahnsinn..panische Angst halt umzukippen,das Bewusstsein zu verlieren,zu sterben oder sonst was..
Und wenn ich dann von solchen Fällen höre,dann gehts erstrecht wieder los...eigentlich verrückt,aber ist echt so..manchmal denke ich echt schon,dass ich körperlich total krank bin..ich weiß nicht,ob des auch normal ist,wenn man das irgendwann denkt..ich weiß nicht mal mehr,ob ich überhaupt noch normal bin..ich halte das nur einfach nicht mehr aus...vorallem ist das ja der totale Kreislauf..man hat Angst,kann nichts essen,einem ist sowieso schon so schlecht,dann noch diese Angst vor dem Umkippen und irgendwann werde ich einfach nur noch aggressiv..weil ich das nicht mehr aushalte.. :/
Ist das denn normal,bei solchen Angst/Panikattacken oder kann es doch sein,dass man letztendlich wirklich richtig körperlich krank ist ? :/

L.G.

08.03.2010 13:16 • #16


Du solltest natürlich schon einmal alles untersuchen lassen. Aber nur sehr wenige leiden wirklich an einer "echten" Krankheit!

Ich hab das alles auch durch gemacht und bin gerade wieder in einem tiefen Loch wo es nur sehr schwer ist da wieder rauszufinden.

Egal wo man ist, man hat ständig das Gefühl gleich kippt man einfach um...
Jeder frei stehende Stuhl wird zur Qual. Jede Straße die keine direkte Hausmauer hat zum Höllentrip.
Aber schaffe ich es doch, diese Straße entlang zulaufen, geht es mir danach super gut, weil ich weiß das ich es geschafft habe. Und so wird auch die Angst immer weniger.

Du musst dir einfach immer nur vor Augen halten, dass du wirklich nicht umkippen kannst!

Trinke viel, Wasser bringt man auch mit Übelkeit runter und hilft auch dagegen.

Immer postiv denken.

Grüße

08.03.2010 13:44 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Nicky!
Ich kann deine Ängste super nachvollziehen, mir geht es genauso wie dir.
ich habe auch seit einigen Monaten diese Angst, umzukippen.
Es fing an, dass mir dauernd schwindelig war, aber der Arzt nichts rausgefunden hat..
ich habe immer mehr angefangen, zu vermeiden, bis ich fastr garnicht mehr aus dem haus gegangen bin...
Seit ein paar Wochen gehe ich langsam wieder einkaufen, nicht alleine und meist nur kleine Einkäufe, aber es ist ein riesen Fortschritt.

Auf jeden Fall ist mir seit dem auch dauernd schwindelig, das macht mich echt wahnsinnig...umgekippt bin ich noch nie...aber die Angst ist da, keiner weiß, warum...

Ich habe allerdings auch seit fast 8 (!) Jahren angst, mich in der Öffentlichkeit zu übergeben, aber passiert ist es auch nie.....Das musst du dir imemr vor Augen führen: es passiert nichts! Auch wenn es bei der Angst nicht wirklich hilft, ich kenne das, aber vielleicht kann man sich etwas daran festhalten, dass nichts passieren wird..

Ich hoffe, mein beitrag war etwas hilfreich für dich, wenn auch nur um zu wissen, dass ndu nicht alleine dastehst mit deinen Ängsten!

Liebe Grüße, Julia

08.03.2010 18:07 • x 1 #18


hallo ihr!

man das tut gut nicht alleine damit zu sein, es kommt mir so vor als würdet ihr mir aus der seele reden. mir geht es genau so wie euch!

ja ich kenne dieses gefühl nur zu gut - und zwar seit 3 jahren. meistens kommt dieses gefühl bei mir wenn ich ins bett gehe oder einfach auch mal so in der arbeit wie aus dem nichts. es reicht bei mir nur ein kleiner negativer impuls um mich in ein tiefes loch zu werfen.

es ist einfach schrecklich und bisher konnte mir keiner helfen ich hab an ärzten alles durch und ich versuche mir so ganz langsam einzugestehen dass es psychisch ist... was aber nicht leicht ist.

wie genau fühlt sich bei euch dieser schwindel an? bei mir fühlt es sich nicht so wie kreislaufschwindel an sondern eher so ein schwankschwindel sag ich mal. also mich drehts jetzt nicht im kreis oder so.... ich kann es nicht genau erklären, einfach seltsam. bei mir ist es so dass ich mich dann wenn ich so eine attacke mit schwindel habe ich mich auf keinen festen punkt mehr fixieren kann. wenn ich z.b. an der wand auf die uhr starre und den einser beobachte bleibt der einfach nicht stehen ...hm ja schwierig zu erklären wie gesagt!

aber ich kapier einfach nicht wieso es meine psyche sein soll. bei mir ist es jetzt nicht unbedingt so dass ich wegen irgendwas mies drauf bin sondern ich denke den ganzen tag an meine symptome und habe einfach angst die nächste panik attacke zu erleiden. bei mir passiert es 1-2x am tag dass ich das gefühl habe umzukippen obwohl ich weiß dass nichts passieren kann denke ich es trotzdem!

08.03.2010 20:54 • #19


Ich glaube, was ihr hier beschreibt, ist ein phobischer Angstschwindel.
Man hat Angst umzukippen, obwohl es im Grunde nie passiert.

Ich kenne das von mir selbst auch. Ich hatte das allerdings nur in bestimmten Situationen: z.B. besonders auf Rolltreppen, beim Autofahren (da hat es sich quasi von mir auf das Auto übertragen) oder beim Sitzen in Besprechungen.

Der Grund bei den meisten dafür ist, daß sie eine Streßphase hatten, wo sich zuviel Streß übereinander getürmt hat und das ganz bewußt wahrgenommen wurde und als gefährlich eingestuft wurde. Daraus resultierte wiederum eine Selbstbeobachtung (hinsichtlich der Symptome wie Schwindel) und der Versuch, die Streßsymptome bzw. den Schwindel zu unterdrücken (-"Hilfe ich falle hin" - Verkrampfung).
Mit anderen Worten gesagt: Prozesse, die das Gleichgewicht regulieren und normalerweise völlig unbewußt ablaufen, werden bewußt wahrgenommen und es wird versucht, sie zu kontrollieren. Was natürlich völlig überflüssig ist.

Ich kann Euch nur raten:
- Stressoren herausfinden und reduzieren (und dabei nicht kompliziert denken, sondern die einfachsten Dinge hinterfragen: Schlaf, Ernährung, Nikotin, Coffein, Berufssituation, Überforderung, aber auch Unterforderung/Langeweile - letzteres kann auch Streß bedeuten, zuviel Zeit, um sich mit sich selbst zu beschäftigen etc.)
- körperliche Aktivität - es muß nicht gleich Leistungssport sein, aber IRGENDeine Form der Bewegung
- Muskelentspannung: Die meisten dieser Betroffenen befinden sich in einer Daueranspannung, weil sie ständig kontrollieren und unterdrücken. Und diese Dauer-Verspannung fördert nun auch wieder den Schwindel. Man kann diese Entspannung völlig außerhalb der Situationen üben und sie dann in Angst-Situationen mitnehmen. Wichtig wären vor allem Entspannung für Rücken/Bauch und Schulter/Nackenbereich

Und in der Situation: Schwindel zulassen, nicht dagegen kämpfen, nicht sagen "ich darf nicht hinfallen", sondern "ich DARF hinfallen". Durch Unterdrückung wird es nur immer schlimmer.

Ich bin diesen Schwindel eigentlich fast vollständig losgeworden. Für mich ist er ein Ausdruck, der Überkontrolle (über Angstsymptome), der Unfähigkeit Schwäche zeigen zu können, und des nicht loslassen könnens - also so eine Art Überperfektionismus sich selbst gegenüber.
Es empfiehlt sich also auch zu überlegen, ob man nicht nur die Muskeln entspannen sollte, sondern, ob man auch mit manchen Lebensituationen und mit sich selbst entspannter umgehen (lernen) sollte.
Niemand ist perfekt .

08.03.2010 21:07 • x 1 #20



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Dr. Hans Morschitzky