Pfeil rechts

02.02.2008 21:23 • 18.08.2019 #1


98 Antworten ↓


Hallo Mohn,

Angst vor Ablehnung kenne ich auch. Es verletzt mich sehr, wenn mich jemand runter macht. darum mache ich mich vor anderen immer selbst runter, damit sie mich nicht mehr verletzen können. dieses selbst runter machen hat sich auch dadurch entwickelt, weil man mir damals bevor dies anfing sagte ich sei arrogant. das verletze mich so sehr, dass ich mich selber runter machte, damit man nicht annehmen konnte ich sein arrogant. dieses verhalten hat sich aber mit den jahren total verselbständigt, es passiert ganz von allein und nervt mein umfeld unglaublich. es nervt sie total, dass ich mich immer vergleiche, immer bewerte und immer schlecht über mich selbst rede. aber einsicht ist der erste schritt auf dem weg der besserung ...

ganz liebe grüße,
angsthäschen

02.02.2008 23:45 • #2



Angst vor Ablehnung

x 3


Hallo ihr Beiden!

Ablehnung ist eine schlimme und sehr Schmerzvolle Sache. Wenn man sich selber nicht so mag dann kann man lernen daran zu Arbeiten. Was ist es was ich an mir nicht mag und wie kann ich das ändern?

Ich habe im laufe der Jahre gelernt das ich selber immer wieder Menschen anzog denen es gleich oder ähnlich ging wie mir. Heute bin ich dankbar dafür denn nur so konnte ich lernen. Wenn Ihr etwas an Euch nicht mögt dann versucht dieses zu ändern. Habt keine Angst über eure Gefühle zu sprechen, fühlt euch nicht Schuldig denn Fehler machen ist etwas das zum Mensch sein dazu gehört. Ohne Fehler könne wir nicht Lernen und somit nicht wachsen.

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung doch die Umsetzung ist der nächste. Ich wünsche Euch das Beste!

LG Emina

03.02.2008 11:45 • #3


10.04.2008 09:10 • #4


hi teichmaus ( super gut Nick übrigens )

haben wir nicht alle mal Angst vor Ablehnung,mal ganz von deinen Kindheitserfahrungen abgesehen?!

Dich beschäftigt diese Thema ,so wie es rüberkommt,mehr als andere...
ich kenne das zum teil auch,reagiere aber anders und versuche den leuten,das klar zu machen,das mir das eben wichtig ist und mich beschäftigt..das hilft dir weiter,weil du dein "grübeln" aussprichst und anderen,um dich besser zu verstehen ,versuch es doch mal...

10.04.2008 10:34 • #5


Hallo fee,

das habe ich auch schon gemacht, aber es kommt nicht überall gut an. Im Freundeskreis ist das was anderes. Da brauche ich mich auch nicht ständig zu rechtfertigen. Wenn ich da was sage, ist das ok.

Aber anderswo, fühle ich mich immer genötigt, was zu sagen. Das hat mit Sicherheit was mit mir und meiner Person zu tun und nicht damit, dass ich auch tatsächlich abgelehnt werde. Da ist meine Wahrnehmung sehr oft gestört.

Ich könnte einige Beispiele aufzählen, aber ich nehme mal ein harmloses: ich gehe mit meiner Kleinen in einen Krabbelkreis. Dort ist eine Frau, die ich sehr mag, sie mich auch. Wir kommen gut miteinander klar, aber sie erzieht etwas anders als ich. Nun ist es so, dass sie Leute sucht, die mit ihr und ihrer Tochter einen Kinder-Englisch-Kurs besuchen. Ich finde es zu früh. Meine Kleine ist 2 1/2. Und ich finde andere Dinge wichtiger.
Aber ich fühle mich dann immer genötigt, alles zu erklären. Warum ich das so mache oder so.

Das ist lächerlich. Selbst wenn ich das eben geschriebene lese, muß ich grinsen. Aber über so einen Kram mache ich mir echt Gedanken.

teichmaus

10.04.2008 13:25 • #6


@ teichmaus

aber wo ist das problem,seinen Standpunkt zu erklären?*grübel*
Also ich würde zu diesem Thema ja auch sagen..mein kind ist 2,5 jahre,das ist zu früh für einen Englisch-kurs,weil das kind in dem Alter noch nicht einmal die deutsche Sprache korrekt beherrscht usw....zu einer argumentation gehört auch eine erklärung

10.04.2008 18:04 • #7


Es geht ja auch gar nicht darum, dass ich nicht meinen Standpunkt erklären könnte. Mir fehlt es weder an den Worten, noch am Mut sie auszusprechen.

Es ist eher so, dass ich mich dann oftmals analysiere, wie das ankommt.

Ach, vielleicht habe ich das Thema gerade verfehlt und keiner weiß, wie ich das wirklich meine.

Sei`s drum. Ist nicht wirklich wichtig.

teichmaus

12.04.2008 17:17 • #8


Hallo teichmaus (was macht eine Maus im Teich)

ich glaube, ich kann nachempfinden, was Du da tust, ich habe das sehr viele Jahre auch so gemacht. Ich habe tagelang gegrübelt, was ich da sagte - manchmal heute noch - wie der andere es findet... und meist hat der Andere es aber schon längst vergessen. Eine Weile habe ich mir dann immer gesagt, ja, wenn man nicht mehr über mich redet, bin ich nicht mehr interessant - das half ein bisschen zumindest in unausweichlichen Situationen. Später habe ich dann gelernt, einfach nachzufragen und damit lernte ich, dass andere sich gar keine Gedankengemacht haben, um das, was ich gesagt habe. Heute wäre ich öfter in der Lage, zum Beispiel zu sagen, meine Tochter ist mir noch zu klein, für so einen Kurs. Punkt. Und wenn mir das nicht reicht, noch zu fragen, ob der andere damit ein Problem hat. Meistens klappt das. Und man muss ja nicht jedem in jeder Situation gefallen. Aber auch das muss ich mir immer wieder selber sagen. Und ich erinnere mich daran, dass ich ja auch nicht jeden liebe. Es war schwer, es dauerte lange, doch es geht besser. Natürlich gibt es immer noch Dinge, die ich ewig erkläre und dann nehme ich es mit Humor und sage dazu, oje, jetzt rede ich mich um Kopf und Kragen, wie komm ich da wieder raus. Weil, meistens redet man sich ja immer mehr hinein. Es funktioniert, man hat ein Ende gefunden und das Thema ist auch erledigt.

So, ich hoffe, ich hab jetzt nicht zuviel geredet.
LG kia

16.04.2008 17:18 • #9


Nein, liebe(r) kia, Du hast niemals zu viel geredet, sondern mich genau verstanden. Und das tut mir natürlich sehr gut. Endlich einer, dem es genauso geht

Ich laber mir manchmal einen "Wolf" und danach schäme ich mich vor mir selber, weil ich denke "Das hast du doch gar nicht nötig!"

Am schlimmsten ist es für mich, wenn es um meine Kleine geht. Sie war schwer krank und andere meinten, sie wüßten alles besser. Sie haben es nicht miterlebt, aber geben ungefragt Ratschläge. Das Schlimme daran ist, dass sie mich damit verunsichern und ich mir dann immer wieder Rückmeldung beim Kinderarzt hole - der Verständnis dafür hat.

Aber es löst schon einen ziemlichen Druck aus.

Vom Verstand her, weiß man ja, dass man sich nicht rechtfertigen muß. Aber das Verhaltensmuster ist wahrscheinlich so eingefahren.

Lieben Gruß
teichmaus
(die einzige schwimmende Maus in einem Teich)

16.04.2008 17:56 • #10


Hallo schwimmende Maus,

ungefragte Ratschläge sind immer was, mit dem es sich schlecht umgehen lässt. Ich selbst versuche immer damit vorsichtig zu sein. Im Hinterkopf habe ich immer "Ratschläge sind auch Schläge". In Deiner Situation ist es aber auch völlig verständlich, wenn Dich das verunsichert. Du steckst im Kind nicht drin und das macht einen noch nervöser, wenn es einem selbst schlecht geht, kann man es abschätzen. Aber beim Kind, gerade da, wo es am wichtigsten ist? Klar, dass dann auch ungefragte Ratschläge erst mal abgewogen werden. Es ist gut, dass Du dann einfach beim Ki-Arzt nachfragst. Sonst, glaube ich, dreht man frei.

Vielleicht kannst Du wirklich mal irgendwelche Dinge und Entschuldigungen mit Humor nehmen, komischerweise nehmen die Leute das alles gar nicht so dramatisch wahr, wie es einem selbst erscheint. Aber echt, diese Erkenntnis hat mich viel gekostet.

Das mit Deiner Kleinen tut mir Leid und ich kann mir gut vorstellen, was Du durch hast. Aber eben nur vorstellen, nicht erleben. Wenn Du Dich dort verunsichern lässt, das ist doch okay und absolut verständlich.

Ansonsten, nicht so viele Gedanken machen - wenn es geht . Ich weiß, so leicht ist das nicht.

Also erst mal liebe Grüße, kia

16.04.2008 20:27 • #11


Nein kia, leicht ist das nicht. Irgendwie läuft das immer so neben mir her.

Aber ich entwickele mich: ich habe es gestern geschafft, in einem Gremium, klipp und klar und mit aller Deutlichkeit zu sagen, dass ich mir das nicht mehr gefallen lasse und Konsequenzen gezogen.

Und ich stehe heute immer noch dazu und fühle mich echt wohl und bewerte mich nicht.

Strike!! Das ist doch schon mal was.

Wie gesagt, nach aussenhin würde man mir so manches Null anmerken, aber es ist etwas, das in mir brodelt.

Vielleicht sollte ich es einfach als eine "Schwäche" an mir akzeptieren.

Liebe Grüße
teichmaus

17.04.2008 16:51 • #12


gute Idee, schwimmendes Mäuschen! Schon Dein Name sagt doch alles, welche Maus schwimmt schon in einem Teich! Da ist Vollpower gefragt. Nun hast Du einen Anfang gefunden, es wird aber noch eine Weile dauern, bis für Dich so etwas selbstverständlich sein wird. Und Du dem vertraust, dass man es so machen kann. Ich wünsche Dir eine Menge Selbstverständnis, Selbstbewusstsein und Nachsicht für Dich, wenn wieder mal nichts klappt.

Sei lieb gegrüßt von kia

17.04.2008 17:03 • #13


18.09.2009 09:21 • #14


Zitat von biggibond:
Leide mal wieder an totaler Angst vor Ablehnung! Aus aktuellem Anlaß: meine Nachbarn unter mir, mit denen es eine Meinungsverschiedenheit gab. Habe panische Angst, ignoriert zu werden!

Ich hätte eher erwartet, dass du Angst hast, nicht ignoriert, sondern angesprochen zu werden.

Was für ein Verhalten wünschst du dir denn von ihnen?

23.09.2009 09:41 • #15


Warum hast du solche Angst vor Ablehnung?

12.10.2009 15:41 • #16


Hallo!

Ich verstehe dass nicht so ganz warum dich es so beschäftigt dass dein Nachbar dich ignoriert, wenn es ein Familienmitglied wäre dann könnte ich es verstehen, aber er ist doch nur dein Nachbar, sei einfach Stolz er soll nicht sehn dass du jetzt Ängste hast, wiel ihr euch gestritten habt.

13.10.2009 10:57 • #17


Ich kann dich sehr gut verstehen und weiß genau, was du jetzt gerade fühlst! Ich hatte schon mal eine ähnliche Situation. Meine Nachbarn haben mich damals über 2 Jahre komplett ignoriert, und ich habe entsetzlich darunter gelitten. Schuld war eine Situation, in der ich eigentlich völlig im Recht war. Besagte Nachbarin hat damals über einen längeren Zeitraum einfach immer ihren 2-jährigen Sohn heimlich über meinen Zaun gehoben und ist verschwunden, um selbst Kaffee trinken zu gehen und ihre Ruhe zu haben. Das passierte immer, wenn ich gerade nicht im Garten war. Es dauerte eine Weile, bis ich mich getraut habe, ihr zu sagen, dass das so nicht geht. Und daraufhin ist sie auch noch zu anderen Nachbarinnen gelaufen und hat mich schlecht gemacht. Plötzlich hieß es, ich wäre intolerant. Und ich wurde halt komplett ignoriert. Habe so sehr darunter gelitten, dass ich nicht mehr aus dem Haus konnte, wenn die draußen war.
Wie du jetzt konkret mit deiner Situation umgehen kannst, kann ich dir nicht sagen. Bei mir lief es nach 2 Jahren einfach besser, als ich meine innere Einstellung geändert habe. Habe von mir aus gesagt, die sind blöd, wenn die sich so verhalten. Dann sind sie es nicht wert, mit mir Kontakt zu haben! Und dann begann ich, bewußt aufrecht an ihnen vorbei zu laufen und bewußt nicht zu grüßen. Seitdem geht es mir besser. Und der Kontakt zu diesen Nachbarn ist auch nach 7 Jahren gleich Null.

18.10.2009 11:15 • #18


Zitat von sunset67:
Besagte Nachbarin hat damals über einen längeren Zeitraum einfach immer ihren 2-jährigen Sohn heimlich über meinen Zaun gehoben und ist verschwunden, um selbst Kaffee trinken zu gehen und ihre Ruhe zu haben. Das passierte immer, wenn ich gerade nicht im Garten war.




(Bei biggibond ist es allerdings wohl etwas anders gelagert. Da sind m.E. eindeutig die Nachbarn im Recht.

angst-panik-hilfe-experten-f52/angst-vor-ablehnung-durch-nachbarn-t23255.html

Sie war wohl irrtümlich der Meinung, im Recht zu sein. Man kann aber ein Amt, für das man sich wählen ließ, nicht einfach so ohne Absprache niederlegen und erwarten, dass die anderen, die dann auf der Sache sitzen bleiben, einem das nicht übelnehmen. Da ist Ignoriertwerden noch die mildeste Reaktionsform.)

18.10.2009 14:03 • #19


12.11.2009 19:51 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler