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8

M

Mohn
Mitglied

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Hallo zusammen! Ich möchte gerne darüber schreiben, wie es mir die letzten Tagen, mit der Angst vor Ablehnung gegangen ist. Mir war nicht bewusst, wie sehr meine eigene Ablehnung vor mir selbst, sich auf mein Mitmenschen ausgewirkt hat. Die Mensche die ich doch so sehr Liebe habe ich vor den Kopf gestoßen und (verbal) verletzt, danach fühlte ich mich so miess und Schuldgefühle plakten mich. Durch einen Zufall ist mir ein Buch in die Hände gefallen mit dem Titel ,, So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen “ dieses Buch zu lesen war für mich wie als hätte ich mich *beep* vor mir selbst ausgezogen, mir ist klar geworden wie sehr ich meinen Gefühle unterdrück habe, es war für mich wie eine Befreiung als die Tränne flossen,

LG Mohn

15.06.2021 #1


123 Antworten ↓
D

Daniro40
Gast

Danke Howy 33,
Leider ist das nicht so ohne weiteres möglich mit meinen Eltern darüber zu sprechen.
Es gibt dann nur Streit oder Vorwürfe. Und da sind auch noch ein paar andere Sachen in der Vergangenheit gewesen, die ein vertrauensvolles Gespräch zunichte machen. Außerdem kommt da auch nichts von meinen Eltern. Für die ist das eher erledigt und die haben meinen 8 jährigen Sohn eh so gut wie nie gesehen bisher. Die sind eh enttäuscht von mir und ich denke das die das auch nicht wirklich möchten. Das mit der Therapie ist ein guter Vorschlag und die mache ich auch weiter ambulant.
Bin gerade dabei authentischer zu Leben und nicht aus Scham oder Angst meine Baustellen zu ignorieren. Bei mir ist das eher so das es mir schwer fällt zu meinen Gefühlen zu stehen und diese auch mitzuteilen, weil es mir manchmal noch unangenehm ist. Heute ist zum Beispiel ein Gespräch mit einer Trauergruppe für kinder wo ich heute ein Termin habe. Und ja du hast recht , es gibt auch nette Menschen zu denen ich etwas Kontakt habe und die auch wert schätze. Ich möchte ja auch Eigeninitiative nutzen und nehme auch gerne Hilfe an, grade auch weil es um mein Sohn geht und seiner Gesundheit.
Es ist nur alles so steinig aktuell und ich merke selber wie schwer mir manches fällt. Diese Ängste eben vor anderen über meine Probleme / Vergangenheit zu reden und es eben nicht mit Schamgefühlen usw als Schwäche zu sehen. Jedenfalls weiss ich das es wichtig ist zum Beispiel mit mein Sohn zu trauern und Gefühl eben zuzulassen und nicht zu verdrängen. Manchmal fühle ich mich halt ziemlich allein , aber ich arbeite dran mich auszutauschen auch wenn das eben gefühlsmässig nicht immer
einfach ist. Besser als den starken nach außen zu spielen oder Probleme zu verdrängen und nicht anzugehen. Und das ist momentan meine schwierige Herausforderung. Ich hoffe das ich das schaffe , grade für mein Sohn. Aber ich werde schon kämpfen.

26.05.2021 13:57 • x 1 #102


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A


Angst vor Ablehnung

x 3


D

Daniro40
Gast

Ich habe mich in meinem Leben sehr oft verstellt aus Scham , Ängsten und Mutlosigkeit.

Ich wollte es meinen Eltern immer recht machen und ihre Bedürfnisse befriedigen damit sie zufrieden sind mit mir als ich im Elternhaus noch lebte. Tat ich es dann war alles gut und wenn ich es nicht tat, sondern meine eigenen Bedürfnisse mitteilte dann war das häufig gerade in der Pubertät eine Enttäuschung für meine Eltern. Sie wollten eine heile Familie nach außen und hofften, dass ich immer alles mitmache.
In mir selber war klar, das hier was nicht stimmt und das ich meine Eltern weh tun werde , wenn ich meinen eigenen Weg gehe und mit 20 ausziehe. Bus heute haben sie nur das nicht verziehen, weil ich aus ihrer Sicht egoistisch war und im Stich gelassen habe.
Das sehe ich nicht so und bereue es auch nicht!
Dennoch habe ich seid dem kaum mehr Kontakt mit Ihnen und meine Eltern sind seit etwa 6 Jahren auch geschieden.
Ich lebe heute mit 43 allein mit meinem Sohn , da die Mutter an Krebs verstorben ist letztes Jahr.
Irgendwie verspüre ich Trauer aber keine Reue. Auch nicht mehr zu meinen Eltern. Ich bereue nichts.
Dennoch fühl ich mich einsam und manchmal auch verzweifelt. ich wurde oft abgelehnt im Leben, sehr oft. Und das tut weh. Möchte das beste aus meiner Situation machen und stoße immer wieder auf eigene Schuldgefühle, die ich gar nicht haben brauche. Oft fallen mir auch Tränen die ich still ausheule.
Manchmal schäme ich mich auch mitzuteilen da mein jüngerer Bruder leider nicht mehr da ist und aus dem Leben ging , an dem ich sehr hang.
In mir ist diese Scham mich mitzuteilen. Oft werde ich abgelehnt, weil meine Probleme zu heftig sind nach außen. Und man geht mir aus dem Weg .
Kennt sowas jemand?
Freue mich über gute Ratschläge, wie ich mit der Situation umgehen kann.

25.05.2021 21:59 • x 1 #100


Zum Beitrag im Thema ↓


G
Hallo Mohn,

Angst vor Ablehnung kenne ich auch. Es verletzt mich sehr, wenn mich jemand runter macht. darum mache ich mich vor anderen immer selbst runter, damit sie mich nicht mehr verletzen können. dieses selbst runter machen hat sich auch dadurch entwickelt, weil man mir damals bevor dies anfing sagte ich sei arrogant. das verletze mich so sehr, dass ich mich selber runter machte, damit man nicht annehmen konnte ich sein arrogant. dieses verhalten hat sich aber mit den jahren total verselbständigt, es passiert ganz von allein und nervt mein umfeld unglaublich. es nervt sie total, dass ich mich immer vergleiche, immer bewerte und immer schlecht über mich selbst rede. aber einsicht ist der erste schritt auf dem weg der besserung ...

ganz liebe grüße,
angsthäschen

#2


E
Hallo ihr Beiden!

Ablehnung ist eine schlimme und sehr Schmerzvolle Sache. Wenn man sich selber nicht so mag dann kann man lernen daran zu Arbeiten. Was ist es was ich an mir nicht mag und wie kann ich das ändern?

Ich habe im laufe der Jahre gelernt das ich selber immer wieder Menschen anzog denen es gleich oder ähnlich ging wie mir. Heute bin ich dankbar dafür denn nur so konnte ich lernen. Wenn Ihr etwas an Euch nicht mögt dann versucht dieses zu ändern. Habt keine Angst über eure Gefühle zu sprechen, fühlt euch nicht Schuldig denn Fehler machen ist etwas das zum Mensch sein dazu gehört. Ohne Fehler könne wir nicht Lernen und somit nicht wachsen.

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung doch die Umsetzung ist der nächste. Ich wünsche Euch das Beste!

LG Emina

#3


T
Auch wenn ich schon viel dazu gelernt habe, merke ich doch, dass diese Angst vor Abblehnug immer wieder kommt.

Ich kenne Ablehnung von kleinauf und dementsprechend habe ich mir auch die eine oder andere Beziehung ausgesucht, in der ich schlecht behandelt wurde. Von Gewohnheiten läßt man ja nur ungern los.

Ich merke heute immer noch, dass wenn ich meine Meinung vertrete, ich mich mehr rechtfertige als andere. Ich kann nicht einfach sagen: "Ich sehe das aber so", aus, fertig, Schluß. Nein, da kommt noch alles mögliche hinterher: warum ich das so sehe, dass ich es nicht böse meine, und, und, und ...

Ich kann mich dann tagelang mit einem Thema beschäftigen, dass andere schon längst abgehakt haben. Und wenn ich es evtl. noch mal anspreche, dann haben die das schon längst vergessen oder nicht so wichtig empfunden, was ich natürlich auch als Ablehnung empfinde - schließlich habe ich mir darüber noch ewig einen Kopf gemacht ...

Ich will zwar nicht mehr "everybodies darling" sein, merke aber schon, dass es innerlich an mir nagt ...

teichmaus

#4


F
hi teichmaus ( super gut Nick übrigens )

haben wir nicht alle mal Angst vor Ablehnung,mal ganz von deinen Kindheitserfahrungen abgesehen?!

Dich beschäftigt diese Thema ,so wie es rüberkommt,mehr als andere...
ich kenne das zum teil auch,reagiere aber anders und versuche den leuten,das klar zu machen,das mir das eben wichtig ist und mich beschäftigt..das hilft dir weiter,weil du dein "grübeln" aussprichst und anderen,um dich besser zu verstehen ,versuch es doch mal...

#5


T
Hallo fee,

das habe ich auch schon gemacht, aber es kommt nicht überall gut an. Im Freundeskreis ist das was anderes. Da brauche ich mich auch nicht ständig zu rechtfertigen. Wenn ich da was sage, ist das ok.

Aber anderswo, fühle ich mich immer genötigt, was zu sagen. Das hat mit Sicherheit was mit mir und meiner Person zu tun und nicht damit, dass ich auch tatsächlich abgelehnt werde. Da ist meine Wahrnehmung sehr oft gestört.

Ich könnte einige Beispiele aufzählen, aber ich nehme mal ein harmloses: ich gehe mit meiner Kleinen in einen Krabbelkreis. Dort ist eine Frau, die ich sehr mag, sie mich auch. Wir kommen gut miteinander klar, aber sie erzieht etwas anders als ich. Nun ist es so, dass sie Leute sucht, die mit ihr und ihrer Tochter einen Kinder-Englisch-Kurs besuchen. Ich finde es zu früh. Meine Kleine ist 2 1/2. Und ich finde andere Dinge wichtiger.
Aber ich fühle mich dann immer genötigt, alles zu erklären. Warum ich das so mache oder so.

Das ist lächerlich. Selbst wenn ich das eben geschriebene lese, muß ich grinsen. Aber über so einen Kram mache ich mir echt Gedanken.

teichmaus

#6


F
@ teichmaus

aber wo ist das problem,seinen Standpunkt zu erklären?*grübel*
Also ich würde zu diesem Thema ja auch sagen..mein kind ist 2,5 jahre,das ist zu früh für einen Englisch-kurs,weil das kind in dem Alter noch nicht einmal die deutsche Sprache korrekt beherrscht usw....zu einer argumentation gehört auch eine erklärung

#7


T
Es geht ja auch gar nicht darum, dass ich nicht meinen Standpunkt erklären könnte. Mir fehlt es weder an den Worten, noch am Mut sie auszusprechen.

Es ist eher so, dass ich mich dann oftmals analysiere, wie das ankommt.

Ach, vielleicht habe ich das Thema gerade verfehlt und keiner weiß, wie ich das wirklich meine.

Sei`s drum. Ist nicht wirklich wichtig.

teichmaus

#8


K
Hallo teichmaus (was macht eine Maus im Teich)

ich glaube, ich kann nachempfinden, was Du da tust, ich habe das sehr viele Jahre auch so gemacht. Ich habe tagelang gegrübelt, was ich da sagte - manchmal heute noch - wie der andere es findet... und meist hat der Andere es aber schon längst vergessen. Eine Weile habe ich mir dann immer gesagt, ja, wenn man nicht mehr über mich redet, bin ich nicht mehr interessant - das half ein bisschen zumindest in unausweichlichen Situationen. Später habe ich dann gelernt, einfach nachzufragen und damit lernte ich, dass andere sich gar keine Gedankengemacht haben, um das, was ich gesagt habe. Heute wäre ich öfter in der Lage, zum Beispiel zu sagen, meine Tochter ist mir noch zu klein, für so einen Kurs. Punkt. Und wenn mir das nicht reicht, noch zu fragen, ob der andere damit ein Problem hat. Meistens klappt das. Und man muss ja nicht jedem in jeder Situation gefallen. Aber auch das muss ich mir immer wieder selber sagen. Und ich erinnere mich daran, dass ich ja auch nicht jeden liebe. Es war schwer, es dauerte lange, doch es geht besser. Natürlich gibt es immer noch Dinge, die ich ewig erkläre und dann nehme ich es mit Humor und sage dazu, oje, jetzt rede ich mich um Kopf und Kragen, wie komm ich da wieder raus. Weil, meistens redet man sich ja immer mehr hinein. Es funktioniert, man hat ein Ende gefunden und das Thema ist auch erledigt.

So, ich hoffe, ich hab jetzt nicht zuviel geredet.
LG kia

#9


T
Nein, liebe(r) kia, Du hast niemals zu viel geredet, sondern mich genau verstanden. Und das tut mir natürlich sehr gut. Endlich einer, dem es genauso geht

Ich laber mir manchmal einen "Wolf" und danach schäme ich mich vor mir selber, weil ich denke "Das hast du doch gar nicht nötig!"

Am schlimmsten ist es für mich, wenn es um meine Kleine geht. Sie war schwer krank und andere meinten, sie wüßten alles besser. Sie haben es nicht miterlebt, aber geben ungefragt Ratschläge. Das Schlimme daran ist, dass sie mich damit verunsichern und ich mir dann immer wieder Rückmeldung beim Kinderarzt hole - der Verständnis dafür hat.

Aber es löst schon einen ziemlichen Druck aus.

Vom Verstand her, weiß man ja, dass man sich nicht rechtfertigen muß. Aber das Verhaltensmuster ist wahrscheinlich so eingefahren.

Lieben Gruß
teichmaus
(die einzige schwimmende Maus in einem Teich)

#10


K
Hallo schwimmende Maus,

ungefragte Ratschläge sind immer was, mit dem es sich schlecht umgehen lässt. Ich selbst versuche immer damit vorsichtig zu sein. Im Hinterkopf habe ich immer "Ratschläge sind auch Schläge". In Deiner Situation ist es aber auch völlig verständlich, wenn Dich das verunsichert. Du steckst im Kind nicht drin und das macht einen noch nervöser, wenn es einem selbst schlecht geht, kann man es abschätzen. Aber beim Kind, gerade da, wo es am wichtigsten ist? Klar, dass dann auch ungefragte Ratschläge erst mal abgewogen werden. Es ist gut, dass Du dann einfach beim Ki-Arzt nachfragst. Sonst, glaube ich, dreht man frei.

Vielleicht kannst Du wirklich mal irgendwelche Dinge und Entschuldigungen mit Humor nehmen, komischerweise nehmen die Leute das alles gar nicht so dramatisch wahr, wie es einem selbst erscheint. Aber echt, diese Erkenntnis hat mich viel gekostet.

Das mit Deiner Kleinen tut mir Leid und ich kann mir gut vorstellen, was Du durch hast. Aber eben nur vorstellen, nicht erleben. Wenn Du Dich dort verunsichern lässt, das ist doch okay und absolut verständlich.

Ansonsten, nicht so viele Gedanken machen - wenn es geht . Ich weiß, so leicht ist das nicht.

Also erst mal liebe Grüße, kia

#11


T
Nein kia, leicht ist das nicht. Irgendwie läuft das immer so neben mir her.

Aber ich entwickele mich: ich habe es gestern geschafft, in einem Gremium, klipp und klar und mit aller Deutlichkeit zu sagen, dass ich mir das nicht mehr gefallen lasse und Konsequenzen gezogen.

Und ich stehe heute immer noch dazu und fühle mich echt wohl und bewerte mich nicht.

Strike!! Das ist doch schon mal was.

Wie gesagt, nach aussenhin würde man mir so manches Null anmerken, aber es ist etwas, das in mir brodelt.

Vielleicht sollte ich es einfach als eine "Schwäche" an mir akzeptieren.

Liebe Grüße
teichmaus

#12


K
gute Idee, schwimmendes Mäuschen! Schon Dein Name sagt doch alles, welche Maus schwimmt schon in einem Teich! Da ist Vollpower gefragt. Nun hast Du einen Anfang gefunden, es wird aber noch eine Weile dauern, bis für Dich so etwas selbstverständlich sein wird. Und Du dem vertraust, dass man es so machen kann. Ich wünsche Dir eine Menge Selbstverständnis, Selbstbewusstsein und Nachsicht für Dich, wenn wieder mal nichts klappt.

Sei lieb gegrüßt von kia

#13


B

Schlimme Angst vor Ablehnung

Leide mal wieder an totaler Angst vor Ablehnung! Aus aktuellem Anlaß: meine Nachbarn unter mir, mit denen es eine Meinungsverschiedenheit gab. Habe panische Angst, ignoriert zu werden!

Obwohl heute konkret nichts passiert ist liege ich seit 6 Uhr wach, habe Angst, bin ganz schlimm nervös, Herzklopfen etc.

Ich weiß vom Kopf her, dass ich überreagiere, ändern kann ich trotzdem nichts.

Gibts hier vielleicht Leute mit ähnlichem Problemen, die mir Tipps geben können?

DANKE
Gruß Birgit

#14


G
Zitat von biggibond:
Leide mal wieder an totaler Angst vor Ablehnung! Aus aktuellem Anlaß: meine Nachbarn unter mir, mit denen es eine Meinungsverschiedenheit gab. Habe panische Angst, ignoriert zu werden!

Ich hätte eher erwartet, dass du Angst hast, nicht ignoriert, sondern angesprochen zu werden.

Was für ein Verhalten wünschst du dir denn von ihnen?

#15


K
Warum hast du solche Angst vor Ablehnung?

#16


S
Hallo!

Ich verstehe dass nicht so ganz warum dich es so beschäftigt dass dein Nachbar dich ignoriert, wenn es ein Familienmitglied wäre dann könnte ich es verstehen, aber er ist doch nur dein Nachbar, sei einfach Stolz er soll nicht sehn dass du jetzt Ängste hast, wiel ihr euch gestritten habt.

#17

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S
Ich kann dich sehr gut verstehen und weiß genau, was du jetzt gerade fühlst! Ich hatte schon mal eine ähnliche Situation. Meine Nachbarn haben mich damals über 2 Jahre komplett ignoriert, und ich habe entsetzlich darunter gelitten. Schuld war eine Situation, in der ich eigentlich völlig im Recht war. Besagte Nachbarin hat damals über einen längeren Zeitraum einfach immer ihren 2-jährigen Sohn heimlich über meinen Zaun gehoben und ist verschwunden, um selbst Kaffee trinken zu gehen und ihre Ruhe zu haben. Das passierte immer, wenn ich gerade nicht im Garten war. Es dauerte eine Weile, bis ich mich getraut habe, ihr zu sagen, dass das so nicht geht. Und daraufhin ist sie auch noch zu anderen Nachbarinnen gelaufen und hat mich schlecht gemacht. Plötzlich hieß es, ich wäre intolerant. Und ich wurde halt komplett ignoriert. Habe so sehr darunter gelitten, dass ich nicht mehr aus dem Haus konnte, wenn die draußen war.
Wie du jetzt konkret mit deiner Situation umgehen kannst, kann ich dir nicht sagen. Bei mir lief es nach 2 Jahren einfach besser, als ich meine innere Einstellung geändert habe. Habe von mir aus gesagt, die sind blöd, wenn die sich so verhalten. Dann sind sie es nicht wert, mit mir Kontakt zu haben! Und dann begann ich, bewußt aufrecht an ihnen vorbei zu laufen und bewußt nicht zu grüßen. Seitdem geht es mir besser. Und der Kontakt zu diesen Nachbarn ist auch nach 7 Jahren gleich Null.

#18


G
Zitat von sunset67:
Besagte Nachbarin hat damals über einen längeren Zeitraum einfach immer ihren 2-jährigen Sohn heimlich über meinen Zaun gehoben und ist verschwunden, um selbst Kaffee trinken zu gehen und ihre Ruhe zu haben. Das passierte immer, wenn ich gerade nicht im Garten war.




(Bei biggibond ist es allerdings wohl etwas anders gelagert. Da sind m.E. eindeutig die Nachbarn im Recht.

angst-panik-hilfe-experten-f52/angst-vor-ablehnung-durch-nachbarn-t23255.html

Sie war wohl irrtümlich der Meinung, im Recht zu sein. Man kann aber ein Amt, für das man sich wählen ließ, nicht einfach so ohne Absprache niederlegen und erwarten, dass die anderen, die dann auf der Sache sitzen bleiben, einem das nicht übelnehmen. Da ist Ignoriertwerden noch die mildeste Reaktionsform.)

#19


K
Hallöchen, ich schreibe mal kurz so wie es mir geht. Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Probleme wie ich.

Kurz gesagt: Ich nehme jede Kritik persönlich, bin sauer, beleidigt und was weiß ich nicht alles. Ich hatte auf jeden Fall eine schlechte Schulzeit und keine Freunde, weil ich ausgelacht, geschlagen, beschimpft etc. wurde. Das hat sich wohl in meinem Hirn eingebrannt, so dass ich jede Kleinigkeit als Angriff auf mich ansehe. Also vom Gefühl her, vom Verstand her weiß ich dass es nicht so ist. Dabei hat das Ganze schon so große Ausmaße angenommen, dass ich schon meine dass Leute die mir entgegenkommen, obwohl ich die ja gar nicht kenne, mir was wollen. Deshalb hat dies und auch mein Hobby Informatik mich vereinsamt. Ich habe praktisch vor allem Angst sobald ich meine Wohnung verlasse. Wenn mir Nachbarn entgegenkommen, Leute auf der Straße, beim Einkaufen, an der Kasse, bei Ämtern, bei persönlichen Fragen die mir gestellt werden usw. Also das alles hat schon richtig heftige Ausmaße angenommen. Ach ja, und wenn Leute in meiner Nähe lachen, dann werde ich auch sauer und meine die meinen mich (was ja schwachsinnig ist). So und das habe ich über meine ganze Schulzeit wohl nicht begriffen. So wirkte ich wohl oft arrogant und böse, sodass ich erst recht beschimpft wurde, was meine Angst noch vergrößerte usw. Also praktisch ein Teufelskreis. Vom Leben hatte ich eh keine Ahnung. Nur jetzt geht es aufs Arbeitsleben zu und ich bin dafür total untauglich. Bin durch Hilfe auch schon bei Ärzte gewesen. Tjo, mittlerweile weiß mein Verstand ja, dass dieses Denken alle würden schlecht über mich denken ja Quatsch ist. Aber wie bringe ich das meinem Gefühl auch bei? Also ich sage mir immer bevor ich das Haus verlasse, dass mir doch niemand was will. Dann gehe ich raus, und sobald ich Menschenkontakt habe (außer bei süßen Babys und Kleinkindern) zwingt mich mein Gefühl wieder dazu zu meinen, dass die mir was böses wollen. Daraufhin wirke ich wohl arrogant und gucke böse. Ich hasse das aber ich kann nichts dagegen tun. Kennt jemand so etwas? Habe deswegen Depressionen, Selbstmordgedanken und was weiß ich nicht alles. Ich bekomme ja so keine Freunde. Ich habe besonders angst vor Jugendlichen. Das muss wohl mit meiner Kindheit / Schulzeit zusammenhängen. Meine Mutter war auch alleinerziehend und ist wohl selbst krank (hat kaum soziale Kontakte, wurde als Kind misshandelt etc.). Der Tod von Robert Enke hat mich total geschockt, weil ich u.a. an so einen ähnlichen Selbstmord eins, zwei Tage vorher noch gedacht hatte. Zurzeit werde ich von sämtlichen Ämtern von X nach Y gejagt und muss X Anrufe tätigen. Ich habe vor dem ganzen Zeug total schiss und würde mich lieber umbringen. Aber ich glaube da bin ich zu feige für. Da aber nichts diagnostiziert wurde bin ich für Vater Staat gesund und die von den Ämtern meinen ich soll mich Bewerben uns so. Die lachen mich doch schon beim Vorstellungsgespräch aus, wenn ich da schüchtern sitze und sofort sauer werde, wenn die mir eine Frage stellen. Ich weiß nicht weiter (ich weiß nicht wo ich bin, ach doch ^^).

Hört sich das nach einer Krankheit an, die ihr mit Namen kennt, oder kennt ihr Personen die so etwas ähnliches erleben/erlebt haben (evtl. euch selber?)? Könnt mir ja antworten. Wäre echt nett.

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Dr. Reinhard Pichler
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