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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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C
Hallo,
bin neu und hoffentlich richtig hier.
Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich bin 42 Jahre alt, weiblich, verheiratet, 1 14jährige Tochter...Bin in meiner Kinder-und Jugendzeit häufig mit meinen Eltern umgezogen, bis ich 17 wurde, wieder umziehen sollte und mich zum ersten Mal durchsetzte, um meinen berufl. Abschluss beenden zu können. Da begann der Alptraum, weshalb ich nun hier gelandet bin. Meine Eltern haben mir diesen Schritt und alle weiteren, die zu meiner Slebstständigkeit dienten, unheimlich übel genommen. Mein Vater wollte damit sein persönlich schlechtes Gewissen meiner Mutter gegenüber glattbügeln (er war berufl. viel unterwegs). Ich sollte schon recht früh für meine Mutter sorgen, indem ich zu Hause war und sie nicht allein. Kurzum ging dies nun so weit, dass wir seit ca. 12 Jahren gar keinen Kontakt mehr haben, weil u.a. nicht akzeptieren, dass ich einen Mann, aus einer sogen. "Arbeiterfamilie" geheiratet habe und meiner berufl. Karriere mit der Geburt unserer Tochter ein Ende gesetzt habe. Natürlich musste ich da irgendwann mal 'raus, sonst wär ich nicht mehr am leben. Der Kontaktabbruch endete mit der Drohung, juristische Schritte einzuleiten, sowie mit versch. Zeitungsannoncen, in denen meine Eltern abgebildet waren und mit ihrer neu gegründeten Selbsthilfegruppe "Eltern verlassener Kinder" warben.
Mein momentanes Problem ist halt, dass ich den Halt, den ich mir seitens einer Familie wünsche,leider auch nicht von meiner Schwiegermutter bekomme. Die ist seit 4 Jahren verwitwet und hängst zu sehr an der Schwester meines Mannes, was ja auch OK ist. Doch ich bin so sehr auf dem Tripp, "wenn meine Familie mich nicht mehr liebt, wer dann?" Familie bedeutete für mich bis vor kurzem noch der stabilste Pfeiler, so dachte ich zumindest. Seitdem ziehe ich mich sehr zurück, habe wahnsinnige Angst, auf Menschen zuzugehen und werde hier im Dorf, in dem wir leben, als arrogant, überheblich bezeichnet. Dies liegt eigtl. gar nicht in meiner Natur, ich bin unwahrscheinlich kontaktfreudig, lustig fröhlich, und eben harmoniebedürftig.
Ich würde mich wahnsinnig über Eure Feedbacks freuen. Aufgrunddessen hatte ich jahrelang schwere Panikattacken und würde dies jetzt auch noch gern überwinden können.
Vielen Dank für's Durchlesen

Liebe Grüße
Cathy:))

#81


E
Hallo Cathy,

na, da schleppst Du ja auch ganz schön was mit Dir rum. Ich erkenne mich auch bei Deiner Schilderung in einigen Punkten wieder.

Leider kann man nie vom äußeren Bild auf den inneren Zustand schließen. Ich hielt meine eine Nachbarin auch für überheblich, irgendwann kamen wir sehr langsam doch mal ins Gespräch, was die mit ihrem Mann durch hat und auf der Arbeit erlebt, da würde ich mich auch in mir verkrümeln, damit keiner was merkt.

Leider blieb es bei dem einen Gespräch, ich denke es ist ihr unangenehm, dass ich was von ihr weiß. Dabei habe ich vollstes Verständnis und würde so gerne Kontakt haben, denn ich habe ja auch genug Probleme, aber wahrscheinlich denkt sie, dass bei mir alles in Ordnung ist, haha.

Schade, dass so viele "Angsthasen" sind und wenn keiner sich traut......, Connie

#82


A


Angst vor Ablehnung

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A
Hallo & willkommen,
auch mir geht es sehr schlecht, speziell wegen meiner Mutter.
Das ist ja harter Tobak, den du da von deinen Eltern schilderst. Im Forum Panikattacken hatten wir ein sehr interessantes Thema, zu dem HeikoEN einige sehr interessante Aspekte zur Kindheit geschrieben hat. Vielleicht magst du ja auch dort mal lesen.
Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass du mit deinem Problem nicht allein bist. Du wirst hier viele User finden, die eine schwierige Kindheit hatten und Probleme mit den Eltern haben.
Viel Spaß hier.

#83


A
Oh je, ich versteh dich gut...Familie kam mir auch immer unglaublich wichtig und lebensnotwendig vor...bis ich gemerkt habe, dass ich all das was ich mir von meinen Eltern gewünscht hätte oder immer noch wünsche mir selber geben kann.
Versteh mich nicht falsch, Familie ist toll und ein starker Rückhalt...aber nicht jeder hat das Glück dafür die passenden Familienmitlgieder haben zu dürfen. Du hörst dich so an, als hättest du dieses Glück nciht mit deinen Eltern. Ne Selbsthilfegruppe gründen, gehts noch?
Du hast in meinen Augen, dass einzig richtige und absolut erwachsene getan: DEINEN Weg gehen. Das ist umso bemerkenswerter als dass du dafür etwas sehr schmerzliches tun musstest: Sie hinter dir lassen. Aber das ist ok, denn deren Aufgabe ist es ja eig. dich zu unterstützen und das haben sie nicht. Die tun ja grade so als hättest du Dro. genommen oder sonst was schlimmes. Dabei bist du erfolgreich geworden, hast glücklich geheiratet und eine Familie gegründet. Wenn die dich dafür verachten, dann weiß ich ja auch nicht.
Der Punkt ist: Du bist erwachsen, du hast jetzt DEINE Familie. Schau dass es da klappt und mach dich nicht von anderen abhängig. Du kannst dir selbst all das geben, was du von einer Familie erwartest. Hört sich bescheuert und sehr schwierig an und hey, der Weg der Selbstliebe ist weiß Gott nicht einfach, aber seeehr wirksam.
Du schaffst das. Ansonsten hol dir Hilfe durch einen Therapeuten.

#84


C
Zitat von Connie:
Hallo Cathy,

na, da schleppst Du ja auch ganz schön was mit Dir rum. Ich erkenne mich auch bei Deiner Schilderung in einigen Punkten wieder.

Leider kann man nie vom äußeren Bild auf den inneren Zustand schließen. Ich hielt meine eine Nachbarin auch für überheblich, irgendwann kamen wir sehr langsam doch mal ins Gespräch, was die mit ihrem Mann durch hat und auf der Arbeit erlebt, da würde ich mich auch in mir verkrümeln, damit keiner was merkt.

Leider blieb es bei dem einen Gespräch, ich denke es ist ihr unangenehm, dass ich was von ihr weiß. Dabei habe ich vollstes Verständnis und würde so gerne Kontakt haben, denn ich habe ja auch genug Probleme, aber wahrscheinlich denkt sie, dass bei mir alles in Ordnung ist, haha.

Schade, dass so viele "Angsthasen" sind und wenn keiner sich traut......, Connie



Da hast Du recht, danke Connie!

#85


C
Zitat von Aladin:
Hallo & willkommen,
auch mir geht es sehr schlecht, speziell wegen meiner Mutter.
Das ist ja harter Tobak, den du da von deinen Eltern schilderst. Im Forum Panikattacken hatten wir ein sehr interessantes Thema, zu dem HeikoEN einige sehr interessante Aspekte zur Kindheit geschrieben hat. Vielleicht magst du ja auch dort mal lesen.
Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass du mit deinem Problem nicht allein bist. Du wirst hier viele User finden, die eine schwierige Kindheit hatten und Probleme mit den Eltern haben.
Viel Spaß hier.



Danke für Dein nettes Feedback und den Tipp Aladin !

#86


C
Zitat von Angsthase123:
Oh je, ich versteh dich gut...Familie kam mir auch immer unglaublich wichtig und lebensnotwendig vor...bis ich gemerkt habe, dass ich all das was ich mir von meinen Eltern gewünscht hätte oder immer noch wünsche mir selber geben kann.
Versteh mich nicht falsch, Familie ist toll und ein starker Rückhalt...aber nicht jeder hat das Glück dafür die passenden Familienmitlgieder haben zu dürfen. Du hörst dich so an, als hättest du dieses Glück nciht mit deinen Eltern. Ne Selbsthilfegruppe gründen, gehts noch?
Du hast in meinen Augen, dass einzig richtige und absolut erwachsene getan: DEINEN Weg gehen. Das ist umso bemerkenswerter als dass du dafür etwas sehr schmerzliches tun musstest: Sie hinter dir lassen. Aber das ist ok, denn deren Aufgabe ist es ja eig. dich zu unterstützen und das haben sie nicht. Die tun ja grade so als hättest du Dro. genommen oder sonst was schlimmes. Dabei bist du erfolgreich geworden, hast glücklich geheiratet und eine Familie gegründet. Wenn die dich dafür verachten, dann weiß ich ja auch nicht.
Der Punkt ist: Du bist erwachsen, du hast jetzt DEINE Familie. Schau dass es da klappt und mach dich nicht von anderen abhängig. Du kannst dir selbst all das geben, was du von einer Familie erwartest. Hört sich bescheuert und sehr schwierig an und hey, der Weg der Selbstliebe ist weiß Gott nicht einfach, aber seeehr wirksam.
Du schaffst das. Ansonsten hol dir Hilfe durch einen Therapeuten.



Hallo Angsthase 123,

danke für Dein mutmachendes Feedback. Eine Therapie habe ich bereits hinter mir; hat mir auch sehr geholfen. Doch den Weg zur Selbstliebe zu finden und das Problem an der Wurzel zu packen ist mir wichtiger. Genau deshalb bin ich hier, um evtl. noch ein paar Tipps von ähnlich Betroffenen zu bekommen.

Danke noch mal und hab eine gute Zeit.

LG Cathy

#87


P

Ständige Angst vor Ablehnung

Hallo zusammen Smile
Bin neu hier im Forum und hoffe das der Beitrag hier richtig ist, wenn nicht, entschuldigt bitte Razz

Das Thema dieses Beitrags ist ja oben denk ich schon treffend beschrieben, mir macht nämlich meine ständige Angst vor Ablehnung den Alltag und das Leben zur Hölle.
Hatte eigentlich schon immer Angst abgelehnt zu werden, aber etwa seit der 10. Klasse(ist jetzt fast 3 Jahre her) wurde es dann erst so richtig schlimm.
Mittlerweile ist es einfach so schlimm, dass ich überall und in jeglicher Situation nach möglicher Ablehnung suche, selbst wenn mir jemand ins Gesicht sagt, dass er mich mag denke ich, dass dieser mich nur anlügt, nur freundlich sein will oder mich nur besser kennenlernen muss, bis er das schlechte in mir sieht Sad

Auch wenn ich auf der Arbeit bin, in der Schule oder Abends mit Freunden zusammensitze denke ich nur darüber nach, wann mich der erste ablehnt oder sich ne negative Meinung über mich bildet.

Was mittlerweile auch immer schlimmer wird ist meine Angst, dass keiner meiner sozialen und zwischenmenschlichen Kontakten auf Dauer halten kann, ständig hab ich angst das die Leute irgendwann das Schlechte in mir sehen und dann keinen Kontakt mehr zu mir wollen, mich sitzen lassen. Gehe deswegen auch an jeden neuen Kontakt schon von vornherrein mit den Überlegungen dran, wann diese Bekanntschaft wohl vorbei ist und wann ich wieder allein da stehe.

Würde mich mal interessieren ob auch jemand von euch solche Ängste kennt, wenn ja, wie schafft ihr es damit im Alltag klar zu kommen. Wissen Leute aus eurem Umfeld darüber bescheid und bekommt ihr Verständniss und Unterstützung entgegengebracht? Und kennt ihr gute Möglichkeiten und Strategien, damit vllt. besser zurecht zu kommen, dise Ängste einzudämmen und zu bekämpfen?

Würde mich über Antworten freuen

LG phlippi Smile

#88


G
Hallo Philippi,

diese Angst kennen vermutlich die meisten hier, und wohl insgesamt sehr viele Menschen.

Eins muss oder kann ich dir jetzt schon sagen: Wenn du mal den Wohnort wechselst, was aufgrund deines derzeit jungen Alters ja gut möglich ist, werden sich viele deiner jetzigen Bekanntschaften und Freundschaften auflösen. Das ist dann ganz normal und der Lauf der Welt bzw. der Preis dafür, dass man woanders z.B. eine bessere Arbeit, ein Studium, eine Freundin oder sonst etwas Besseres findet. Cool

Aber was mich interessiert:
Du sagst, du hast Angst, dass die Leute etwas Schlechtes in dir entdecken könnten oder sogar werden.

WAS könnte das denn sein? Weißt du denn, was in dir "schlecht" ist, oder ist das nur ein diffuses Gefühl?
Wurde dir schon mal etwas Schlechtes vorgehalten, und falls ja, was und von wem?

#89


P
Gesagt hat man mir sowas noch nie, ich bin auch noch nie groß angeeckt.
Es ist bei mir nur so ein blödes Gefühl, weil ich mir schon seit Jahren selbst einrede, nicht in Ordnung zu sein und das ist eben auch der Grund der mich an dieser ganzen Angst so stört Sad

Ich weiß das es alles vollkommen absurd ist, habe aber trotzallem diese Gedanken im Kopf, mache mir diese Probleme also selbst weinen

Ich vermute, dass diese Angst auf meine Kindheit zurückzuführen ist. Hatte als Kind genauso wie heute sehr viel Fantasie und das sorgt wohl bei meinen Eltern für viele Sorgen(vllt. hielten sie das für abnormal). Als ich dann einmal mit meinem Vater spazieren war(da war ich ungefähr 5 oder so), bezeichnete ich einmal ein Flugzeug als "Robotervogel" und daraufhin sagte mein Vater, dass ich nicht mehr so reden sollte, sonst würden mich alle meine Freunde sitzenlassen, weil man mit so einem nichts zu tun haben möchte.
Ich schätze das das vllt. Narben hinterlassen hat.

LG Phlippi

#90


G
Zitat von Phlippi:
Gesagt hat man mir sowas noch nie, ich bin auch noch nie groß angeeckt.
Es ist bei mir nur so ein blödes Gefühl, weil ich mir schon seit Jahren selbst einrede, nicht in Ordnung zu sein und das ist eben auch der Grund der mich an dieser ganzen Angst so stört Sad

....
Ich vermute, dass diese Angst auf meine Kindheit zurückzuführen ist. Hatte als Kind genauso wie heute sehr viel Fantasie und das sorgt wohl bei meinen Eltern für viele Sorgen(vllt. hielten sie das für abnormal). Als ich dann einmal mit meinem Vater spazieren war(da war ich ungefähr 5 oder so), bezeichnete ich einmal ein Flugzeug als "Robotervogel" und daraufhin sagte mein Vater, dass ich nicht mehr so reden sollte, sonst würden mich alle meine Freunde sitzenlassen, weil man mit so einem nichts zu tun haben möchte.
Ich schätze das das vllt. Narben hinterlassen hat.

Das schätze ich aber auch! verrückt iihhh schreck

Dein Vater hat es vermutlich gut mit dir gemeint, aber einen totalen Flop gelandet! verrückt

Phantasie ist etwas Wunderbares, und ein "Robotervogel" ist m.E. nicht nur sehr phantasievoll-anschaulich, sondern zudem absolut logisch auf den Punkt gebracht! Ein Flugzeug IST ein Robotervogel! kichern super Das hast DU ganz richtig gesehen!

Hol doch mal deine Kiste mit deinen Alt-Lasten herbeii und hol die Sachen hervor, die da drinliegen. geschockt knuddeln

#91


E
Robotervogel ist gut. Wink

"Eins muss oder kann ich dir jetzt schon sagen: Wenn du mal den Wohnort wechselst, was aufgrund deines derzeit jungen Alters ja gut möglich ist, werden sich viele deiner jetzigen Bekanntschaften und Freundschaften auflösen."

Das passiert u.U. auch wenn man in der Sch... sitzt, dann kann man desn Rest an einer/0 Hand abzählen. Versuch einfach eine "gesunde Skepsis" (sagt sich so leicht) anderen gegenüber zu haben, aber es nicht zu übertreiben. Spontan kann ich dir als tendenzieller Misanthrop nicht anders weiterhelfen. Wink

#92


M

Angst vor der Ablehnung!

hey mich beschäftigt momentan folgendes problem!

Mir ist aufgefallen das ich von allen Abgelehnt werde warum auch immer!

Ich habe leider auch keine freunde mehr aber versuche alles um neue Soziale kontakte zu knüpfen Ohne erfolg. Liegt es vileicht an mir? ich mein internetbekanntschaften habe ich leider auch nicht es will einfach keiner mit mir schreiben obwohl ich ganz normal schreiben tuhe und nicht anfange wie jeder andere mann mit dem thema sex.

ich denke einfach immer so Das ich keine chance habe bei menschen anzukommen vileicht liegt es auch daran das ich nicht wie 30 aussehe also extrem jung. ich versuche ja wirklich auf menschen zuzugehen nur es kommt immer nix zurück drausen auch leider nicht . und dadurch gehts mir auch schlecht weill ich absolut keine freunde finden tuhe.

Ich Hoffe auch Hilfe und rat.

#93


Strawberry11
Hallo Markus30,

hattest du dich vor ein paar Tagen hier nicht schon mal angemeldet und geschrieben?
Wenn ich mich recht erinnere, dann hattest du doch von Mobbing in der Schulzeit berichtet?
Sorry, wenn ich falsch liege!

Bist du in Therapie?
Du solltest dir schleunigst Hilfe suchen, um altes aufzuarbeiten und neue Erfahrungen sammeln zu können!

Lass dir am Besten mal eine Liste von deiner Krankenkasse von geeigneten Therapeuten in deiner Umgebung zusenden und nutze die 5 Probestunde je Therapeut, um zu schauen, wer gut zu dir passt!

Ganz viel Erfolg! ! !

#94


M
nein bin das erste mal hier angemeldet.
Ich frage mich immer nur was der therapeut da machen soll ist ja nur gesprächstherapie immer und mehr passiert ja da einfach nicht.

Ich war schon mal als kind in behandlung hat aber nix gebracht.

Aber danke für die antwort Smile

#95


M
aber ich glaube ich werd es mal versuchen mit einer therapie! vileicht ist es wirklich hilfreich

#96


H
Hallo zusammen,
ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich weiß gar nicht genau wann es angefangen hat, aber ich habe seit Jahren diese Angst von Freunden, Familie, Arbeitskollegen, etc. abgelehnt zu werden. Wenn es irgendein kleines Indiz gibt, dass wahrscheinlich keines ist, steigere ich mich darein, überlege mir irgendeine Geschichte und denke am Ende dass man mich nicht dabei haben möchte, dass man mich los werden möchte, etc.
Ich nenne mal zwei aktuelle Beispiele:
1. Wir treffen uns alle paar Monate mit ein paar Arbeitskollegen privat zum Essen. Das letzte Treffen ist ausgefallen und sollte nach geholt werden. Ich bilde mir ohne Grund ein, dass die dieses Treffen ohne mich nachholen werden, weil ich nur aus Höflichkeit in die Gruppe aufgenommen worden bin und man jetzt heimlich eine Gruppe macht ohne mich. Einen Grund für meine Annahme gibt es nicht außer, dass ich mich selbst nicht für gut genug halte.
2. Meine beste Freundin fährt zu ihrer Schwester zum Spieleabend (War schön ein paar mal mit bei ihr), ich glaube gleich, dass sie mich bewusst nicht gefragt hat ob ich mitkommen möchte, weil sie mich nicht dabei haben wollte. Auch dafür gibt es keinen Grund, sie muss mich ja nicht immer fragen, mache ich auch nicht und ich finde es auch nicht schlimm, nur die Angst, dass sie mich bewusst nicht dabei haben möchte stört mich.

Das Problem habe ich schon so lange, war deswegen schon in Behandlung und sogar 4 Wochen in einer Klinik, weil durch die Ängste Depressionen entstanden sind.

Ich hätte 3,5 Jahre eine Freundin mit der ich sehe eng war, wir sind mehrmals zusammen in den Urlaub gefahren, haben uns ständig gesehen. Ich hing total an ihr und hatte dementsprechend die stärksten Verlustängste bei ihr, die ich je hatte. Ich habe ihr das auch mal gesagt , weil ich hoffte, dass mir das die Angst nehmen könnte. Die hat mit Verständnis reagiert, hat mich so genommen wie ich bin aber es ging nicht weg bei mir. Die Freundin war nicht die sensibelste, was einerseits gut war, weil sie es sich nicht so zu Herzen genommen hat, wenn ich komisch zu ihr war, weil ich wieder wegen irgendetwas Angst hatte. Andererseits hat sie unbewusst Dinge gemacht , die mir wehtaten, die sie garnicht so gemerkt hat. Bis auf ein paar Situationen haben wir uns trotzdem gut verstanden bis sie selbst starke Probleme bekam und sich aufgrund einiger schicksalsschläge sehr veränderte. Sie wollte sich irgendwie nicht mehr wirklich mit mir treffen, es war ihr auch plötzlich egal ob sie mich verletzt. Sie wollte auch nicht reden. Aus Selbstschutz brach ich den Kontakt nach 3 Monaten in denen ich sehe gelitten hatte aber, da ich nicht mehr an sie rankam. Sie hat definitv Sachen gemacht , die nicht in Ordnung waren aber ich glaube, dass meine Verlustängste auch dazu beigetragen haben, dass ihr das irgendwann alles zu viel war. Da sie mir reden wollte kann ich das nur vermuten aber es macht schon Sinn. Das ist jetzt 4 Monate her und ich vermisse sie immer noch sehr. Aber eine Kontaktaufnahme wäre einfach nicht gut. Selbst wenn sie positiv reagiert, Fakt ist, dass mir die Freundschaft mehr bedeutet hat als ihr und ich deswegen auch in unseren guten Zeiten immer gelitten habe, weil ich das irgendwie immer wusste.

Das Problem ist aber, dass ich diese Angst vor Ablehnung bei fast jedem habe und ständig angst habe was falsch zu machen. Die Trennung von meiner guten Freundin hat das alles noch verschlimmert, da ich jetzt weiß was passieren kann. Es nervt so nach jedem treffen mit Freunden zu überlegen ob man was falsch gemacht haben könnte, ob man nichts mehr mit mir zu tun haben möchte, etc.

Da es schwierig ist Psychologen zu finden , gehe ich jetzt zur Hypnose aber irgendwie geht das nicht weg Sad man hat mir da gesagt, dass ich wohl hochsensibel bin, das würde auch passen.

Hat jemand vielleicht Tipps wie man diese Angst ablegen kann?

Ich möchte mir nicht mehr so viele Gedanken machen bzw. auch nicht noch bei Freunde verlieren. Zwischen mir und meinen anderen Freunden ist das Verhältnis generell zwar entspannter (die war echt mein ein und alles als Freundin) und ich komme mit "Ablehnung" besser klar als bei meiner alten Freundin aber trotzdem belastet es mich zumal ich immer wieder an die Situation mit der alten Freundin erinnert werde und dann geht es mir erst recht schlecht.

#97

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J
Kenne ich sehr gut! Bei mir helfen nur bestimmte Medikamente (Neuroleptika) etwas dagegen.

#98


Odd_Thomas
Hi,

was du da beschreibst, sind doch ganz klar die Symptome einer sozialen Phobie?!

Bist du nicht schon lange dabei? Und warst doch auch schon in therapeutischer Behandlung?

Ich finde es echt erschreckend, wie oft man falsche Diagnosen und dementsprechend die Therapiemöglichkeiten erhält.
Da wird man dann, am besten für Jahre, aufs Glatteis geführt und vollkommen unpassend behandelt.
Vielleicht ist es in deinem Fall ja nicht ganz so krass, aber mir ist das schon oft aufgefallen. Auch bei mir selbst.
Da wird man einfach irgendwo eingeschleust und nach einem Standard behandelt, in den man womöglich passen könnte, anstatt direkt mal richtig zu diagnostizieren.
Da weiß, glaube ich, der eine oft nicht, was der andere tut und ist nur in seinem Bereich (wenn überhaupt) aktiv.

Schubladen im Bereich der individuellen psychischen Leiden sind als erste Orientierungshilfe ja vielleicht ganz hilfreich (für den Laien jedenfalls...), aber von den Fachkräften würde ich mir doch mehr erwarten, oder?!

Gruß,
Odd

x 2 #99


D
Ich habe mich in meinem Leben sehr oft verstellt aus Scham , Ängsten und Mutlosigkeit.

Ich wollte es meinen Eltern immer recht machen und ihre Bedürfnisse befriedigen damit sie zufrieden sind mit mir als ich im Elternhaus noch lebte. Tat ich es dann war alles gut und wenn ich es nicht tat, sondern meine eigenen Bedürfnisse mitteilte dann war das häufig gerade in der Pubertät eine Enttäuschung für meine Eltern. Sie wollten eine heile Familie nach außen und hofften, dass ich immer alles mitmache.
In mir selber war klar, das hier was nicht stimmt und das ich meine Eltern weh tun werde , wenn ich meinen eigenen Weg gehe und mit 20 ausziehe. Bus heute haben sie nur das nicht verziehen, weil ich aus ihrer Sicht egoistisch war und im Stich gelassen habe.
Das sehe ich nicht so und bereue es auch nicht!
Dennoch habe ich seid dem kaum mehr Kontakt mit Ihnen und meine Eltern sind seit etwa 6 Jahren auch geschieden.
Ich lebe heute mit 43 allein mit meinem Sohn , da die Mutter an Krebs verstorben ist letztes Jahr.
Irgendwie verspüre ich Trauer aber keine Reue. Auch nicht mehr zu meinen Eltern. Ich bereue nichts.
Dennoch fühl ich mich einsam und manchmal auch verzweifelt. ich wurde oft abgelehnt im Leben, sehr oft. Und das tut weh. Möchte das beste aus meiner Situation machen und stoße immer wieder auf eigene Schuldgefühle, die ich gar nicht haben brauche. Oft fallen mir auch Tränen die ich still ausheule.
Manchmal schäme ich mich auch mitzuteilen da mein jüngerer Bruder leider nicht mehr da ist und aus dem Leben ging , an dem ich sehr hang.
In mir ist diese Scham mich mitzuteilen. Oft werde ich abgelehnt, weil meine Probleme zu heftig sind nach außen. Und man geht mir aus dem Weg .
Kennt sowas jemand?
Freue mich über gute Ratschläge, wie ich mit der Situation umgehen kann.

x 1 #100


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Dr. Reinhard Pichler
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