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D

Destructed
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Moin,
ich nehme seit letzter Woche Montag Venlafaxin 75mg. Nicht nur dass ich ordentliche Nebenwirkungen habe, ich habe seitdem kaum geschlafen. Vielleicht 3-4 Stunden pro Nacht, zusammengezählt, nicht zusammenhängend.
Jetzt lese ich hier dauernd dass viele ein beruhigendes AD für Abends dazubekommen haben. Ist das immer so und zwingend notwendig, oder normalisiert sich der Schlaf bei vollem Wirkungseintritt, sprich nach 4-6 Wochen? Noch mehr Chemie muss ich nicht haben, ich hoffe doch dass es irgendwann besser wird?
In Kombination mit der Tatsache, dass ich derzeit kaum esse, da keinen Hunger, wirkt sich der Schlafmangel ziemlich heftig aus, ich bin mittlerweile nur noch am Frieren etc.

Vielleicht können mir die Langzeiteinnehmer da ein paar Erfahrungsberichte beisteuern; die Vorstellung, morgens was zum Hoch- und abends was zum Runterkommen zu nehmen finde ich ziemlich ätzend, das will ich echt vermeiden.

Gruß,
d.

27.10.2023 #1


65 Antworten ↓
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Beate3
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Venlafaxin oder auch andre SSRI wie Paroxetin oder Citalopram lösen bei ca. 10 % aller user Schlafstörungen aus und können in Extremfällen zur Schlaflosigkeit führen. Warum das so ist, ist derzeit noch nicht hinreichend erforscht. Es wird vermutet das die Zirbeldrüse (Epiphyse) nicht mehr hinrechend viel Melatonin (Schlafhormon) produzieren kann (die Synthese erfolgt aus Serotonin). Gebräuchliche Schlafmittel wie Hogar night/ vivinox (Antihistaminika) haben dabei nur eine geringe Wirkung die Schlafqualität zu verbessern. Melatonin ist in Deutschland sehr umstritten. In den letzten Jahren hat sich Melatonin besonders in den USA einen Namen als Wundermittel gemacht und ist dort in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Es soll unter anderem die Zellalterung aufhalten, Fett verbrennen, vor Haarausfall schützen und Krankheiten wie Alzheimer und Krebs vorbeugen bzw. heilen können. In Deutschland ist Melantonin als Medikament eingestuft und daher Verschreibungspflichtig. Derzeit ist nur ein Medikament auf dem Markt: Circadin – es enthält 2 mg Melatonin in retardierter Form. Als diätetisches Lebensmittel deklariert, hat Melatonin jedoch einen anderen Weg in den Handel gefunden, sodass Kapseln mit bis zu 10 mg Melatonin rezeptfrei für jeden erhältlich sind. Laut EU-Verordnung dürfen melatoninhaltige Produkte lediglich mit den Hinweisen „Melatonin trägt zur Linderung des subjektiven Jetlag-Gefühls bei“ und „Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen“ beworben werden. Ich selbst hab mir online bei 3 Onlinehändlern Melatoninkapseln in unterschiedlichen Dosierungen (3, 5 und 10 mg) bestellt. Nach 3 Nächten hat sich meine Schlafqualität um ca. 70 % verbessert. Optimal ist sie leider nicht. Ich würde es an eurer Stelle mal ausprobieren Wink

05.11.2016 12:54 • x 1 #37


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A


Schlaflos unter Venlafaxin

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Johnny83

Johnny83
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Hallo ihr Lieben,
ich bin momentan verzweifelt.

Kurz zur Vorgeschichte. Ich, 37, hab die Diagnose chronische Depression, gemischt mit Angst- und Panikstörung plus hypochondische Störung.

Vor drei Jahren hatte ich aufgrund mehrfacher starker Belastung einen massiven Zusammenbruch, wo zum ersten Mal in meinem Leben heftigste Schlafstörungen auftraten. Das hatte ich noch NIE erlebt, es war der Horror, der in einem Klinikaufenthalt endete. Dort bekam ich zum Schlafen Zyprexa . kotz.

Ich fand anschließend einen tollen Neurologen, der mich langsam von diesem schrecklichen Zyprexa wegbrachte, und mit seiner Kombination aus Venlafaxin 150mg morgens und 50mg retard Seroquel abends klappte auch das Schlafen wieder.
2020 war - wem sag ich das Wink - nicht eben leicht, und ich hab gemerkt, dass es mir schlechter ging, also erhöhte er vor 2 Wochen Venlafaxin auf 225 mg.

Und seither kann ich immer schlechter bis gar nicht mehr schlafen.

Ich hab als Bedarfsmedikation Seroquel 25mg, der Arzt meinte, ich soll noch ein paar Tage Gedud haben und bei Bedarf sowas halt noch dazu einschmeißen. Allerdings brauche ich davon ZUSÄTZLICH 2-4 Stück, um auch nur ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Morgens dann ein massiver Hangover, ich hab auch totale Angst vor einem langfristigen Leberschaden! Und die Angst vor dem Zubettgehen kommt auch schon wieder !

Und ich weiß: je weniger ich schlafe, desto weniger kann ich Reize filtern, und diese Überreizung lässt mich erst recht nicht schlafen . könnte heulen.

Was meint ihr, hat jemand ähnliche Erfahrungen? Legt sich das wieder? Oder doch lieber wieder runter auf 150 mit den Venlafaxin?

12.10.2020 10:02 • #61


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N
Hi Destructed,
war am anfang bei mir genau so,die ersten 2 wochen konnte ich auch nur 2 oder 3 stunden schlafen,
wurde dann aber immer besser.
Nehme Venlafaxin jetzt seit 13 jahren,bin auf 225 mg eingestellt und zum einschlafen hilft mir zusätzlich noch 15 mg Mirtazapin.
Die nebenwirkungen verschwinden auch mit der zeit.
Mach dir keine gedanken,das wird,musst nur durchhalten. knuddeln
L.G.NoFear63

#2


D
Naja, aber du nimmst ja nun noch Mirtazapin zusätzlich, ging es denn unter Venlafaxin nicht ohne? Baldrian und Johanniskraut kann ich kiloweise nehmen, das wirkt überhaupt nicht bei mir, noch mehr Tabletten will ich eigentlich nicht nehmen

#3


N
Ja baldrian und pflanzliches haben bei mir auch keine wirkung
Mirtazapin ist wirklich gut zum einschlafen,und meiner meinung nach auch ein eher leichtes mittelchen

#4


Annika1984
Hallo,

ich hatte anfangs auch Schlafproblemr. Bei mir hat es sich aber wieder von alleine wieder gelegt.

Liebe Grüße Annika

#5


D
Das lässt mich ja hoffen...
Danke für die Aufmunterung

#6


D
Ich war jetzt nochmal bei meiner Hausärztin. Sie sagte, ich soll das Venlafaxin halbieren (nur noch 37,5mg), aber da dauert es ja noch länger, bis die endgültige, sprich angstlösende Wirkung einsetzt. Verschreiben wollte sie mir nichts außer Koffeintabletten (WTF? Soll wohl funktionieren), ich soll nächste Woche wiederkommen. Bravo...meine Nerven sind am Ende, ich zitter nur noch, kalter Schweiß überall usw. Heute Nacht gab es gar keinen Schlaf für mich.
War nun in der Apotheke, habe einmal was pflanzliches geholt (Sedacur forte, ein Mix aus Baldrian, Hopfen und Melisse). Da kann ich auch mal mehr von nehmen. Und wenn das nicht wirkt habe ich jetzt noch Hoggar Night, das ist nicht mehr ganz so pflanzlich. Aber es geht so nicht mehr weiter, ich stehe echt neben mir. Noch eine Woche so gut wie ohne Schlaf geht echt nicht.
Meine Hausärztin meint, bevor ich nun mit einem sedierenden AD für Abends anfange muss das Venla erst richtig wirken.
Vielleicht hilft das Zeug aus der Apo, dass ich zumindest meine Nerven wieder in Griff kriege.

#7


D
Naja, die vierfache Dosis Sedacur und vermutlich dreifache Dosis Baldriantinktur haben immerhin für 3 Stunden Schlaf gereicht. Dafür muss ich jetzt davon pupsen wie ein Bär.
Heute abend gibt's die chemische Keule. Ich habs echt satt.
Meint ihr auch, ich sollte von 75 auf 37,5 runterdosieren? Bringt das den Körper nach 11 Einnahmetagen nicht mehr durcheinander als das es hilft? Stichwort Ausschleichen? Auf Entzugserscheinungen kann ich mal so gar nicht...

#8


N
Ich kenne ein paar leute die nehmen 75 mg am tag und fahren sehr gut damit
ich würde bei 75 bleiben,ist aber nur meine Meinung,das musst du entscheiden

#9


D
Bin nun beio der 75er Dosierung geblieben, da es mir in Sachen Nebenwirkungen mittlerweile besser geht. nur das Schlafen...
Gestern gab es dann eine Hoggar NightSchlaftablette. Ich habe knapp 9 Stunden geschlafen und fühle mich nervlich etwas stabiler. Wenn es halt nicht anders geht werde ich nun alle paar Tage mal eine nehmen, bis sich mein Körper etwas erholt und ich von alleine wieder schlafen kann.
Erstmal bin ich erleichtert...

#10


N
Na das hört sich doch schon mal gut an,die nebenwirkungen von venlafaxin
verschwinden mit der zeit ganz

#11


D
Ich habe es ja wirklich versucht...
Freitag und Samstag gab es eine Schlaftablette, damit ich wenigstens am Wochenende genug Schlaf bekam. Das ging dann auch wirklich gut. Hat gutgetan mal etwas mehr zu pennen, wenn auch mit Hilfsmitteln.

Gestern abend gabs nichts, obwohl ein Beruhigungsmittel echt nötig gewesen wäre. Eigentlich fühlte ich mich gestern morgen wirklich gut, also bin ich nach Braunschweig, um den Karnevalszug anzugucken. Was da dann los war wurde in der Presse ja schon genug diskutiert. Mein Mann musste mich mit einer derben PA aus BS abholen, ich hatte mich bei McDoof im Klo eingeschlossen...hat mich angstmäßig sehr weit zurückgeworfen, heute kann ich wieder mal kaum aus dem Haus um einkaufen zu gehen.

Wie dem auch sei, ich habe wieder nur 2 Stunden Schlaf bekommen, irgendwann zwischen 4 und 6 war ich wohl mal kurz weg.
Nun versuche ich die Dosis zu teilen, morgens 37,5 und abends 37,5mg. Vielleicht kriege ich dann mal vor vier Uhr morgens etwas Schlaf.
Ich kann doch nicht jeden Tag diese Hoggar Night nehmen, nicht dass ich dann überhaupt nicht mehr schlafen kann. Heute beginnt erst die zweite Woche der Einnahme, ich weiß nicht wie das weitergehen soll...

#12


D
Freunde hi Destructed

du nimmst das aber morgens,oder?

#13


D
Ich habe es immer morgens genommen, nun probiere ich morgens und abends jeweils die Hälfte. In der Hoffnung dass die pushende Wirkung abends evtl. früher endet und ich, bis die zweite Hälfte wirkt, etwas schlafen kann. Momentan bekomme ich vor 4 keinen Schlaf, ab 6 ist dann wieder Schluss weil mein Mann aufsteht. Manchmal kann ich dann ab 7 noch ein bisserl dösen, aber richtiger Schlaf ist das momentan nicht.
Die Dosis halbieren, wie von meiner Ärztin empfohlen, will ich aber nicht. Keine Lust noch länger auf die endgültige Wirkung zu warten

#14


N
Also ich würde weiterhin 75mg morgens nehmen,es dauert halt seine zeit und mit dem schlafen wird es besser

#15


D
ja,das puscht ganz schön aber diese schlaflosigkeit verschwindet in der regel .wenn nicht, würde ich persönlich ein anderes nehmen bevor du etwas beruhigendes dazu nimmst.lieber nur 1
medikament.
ich habe das trevilor übrigens nur morgens genommen

#16


D
Ich habe ja schon einige ADs durch, aber bei Venlafaxin merke ich endlich mal was, sei es auch nur die anfänglichen Nebenwirkungen. Die sind soweit weg, bis auf die Schlaflosigkeit eben.
Meine Ärztin meint ja auch, bevor ich was zum Runterfahren für abends nehme soll ich warten bis das Venlafaxin seine volle Wirkung entfaltet hat. Das dauert halt noch ein paar Wochen...
An sich habe ich ein gute Gefühl beim Venla und will ja auch die nächste Zeit abwarten, aber ich war Freitag mittlerweile durch den fehlenden Schlaf so am Ende dass ich das erste Mal in meinem Leben Schlafmittel (frei verkäuflich) genommen habe. Mein Körper hat sich übers Wochenende immerhin dadurch so weit erholt, dass ich meine Teetasse wieder voller machen kann ohne alles zu verschütten, ich habe nur noch gezittert.

Mal sehen wie es nun mit der gesplitteten Dosis geht. Schlimmer kanns ja nimmer Very Happy

#17

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anna-violetta
wie sieht's mit baldriantee aus?

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D
Intravenös verabreicht könnte es evtl. helfen Smile
Wie oben schon geschrieben, pflanzliche Mittel haben bei mir Null Effekt. Ich habe mittlerweile alles mögliche ausprobiert, selbst in der mehrfachen Dosis passiert nix. Hatte ja erst "Sedacur forte" ausprobiert, da soll man 2 Stück vorm Schlafengehen nehmen. Nicht mal mit 8 Stück konnte ich pennen, von daher ist die Naturschiene (die mir lieber war, ganz klar) leider keine Alternative. Ob Baldriparan, Sedariston, Neurexan, Calmavera, Rescuedrops und wie sie alle heißen - ich habe da noch nie drauf reagiert. Nichtmal pure Baldriantinktur (auch in der mehrfachen Dosis) bringt mich ins Land der Träume.

#19


D
haste auch geguckt ob die freiverkäuflichen sich mit dem trevilor vertragen?
wenn ja, wünsche ich dir weiterhin viel erfolg und alles gute.ich drück die daumen,dass du bald ohne schlafmedis einen guten,erholsamen schlaf bekommst Freunde

#20


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Dr. med. Andreas Schöpf
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