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201712.11




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Nach 2 sehr intensiven Jahren mit diversen beruflichen (bin selbstständig) und privaten Veränderungen (älteste Tochter zog aus, Mutter hat Demenz) fing es bei mir mit psychosomatischen Beschwerden an (Magenschmerzen, Verspannungen, Tinnitus, Unruhe, innere Abspannung) an. Im Urlaub seit vielen Jahren wieder 1 Panikattacke und das im Ausland auf einer Insel. Krankheitsängste begannen obwohl ich 2 Wochen zuvor Gesunden Untersuchung hatte mit Leistungs_EKG. Alles okay.

Leider blieb mir die Abspannung und auch das Gedankenkarrusel begann von vorne. "Angst zu sterben usw. Ich laß viele Bücher und erkundigte mich in Foren. Na ja, nach 2 Monaten gingen die körperlichen Beschwerden ein wenig zurück, dafür wurde die Unkonzentriertheit, das neben sich stehen, Watte im Kopf mehr, als ich nach einem üppigen Rotweinabend am nächsten Tag eine weitere Panikattacke bekam weil ich noch so neben der Spur war. Zeitgleich fing ich mit Johanniskrautkapseln an. Ich nahm diese 4 Wochen mit relativ wenig Erfolg und hörte vor 10 Tagen auf.

Seit 5 Tagen nehme ich jetzt Citalopram (nahm ich schon in der Vergangenheit). Nebenwirkungen halten sich noch in Grenzen, das allgemeine Befinden ist natürlich noch sehr sehr eingeschränkt. Neben sich stehen ist am Abend eigentlich fast weg und wenn ich es schaffe mich auf etwas anderes als auf mich und meinen Körper zu focusieren geht's auch. Mein Arzt und Psychiater riet mir in der Eingewöhnungsphase zu den Citalopram ein Beruhigungsmittel (Xanor) zu nehmen. Habe es 2 Tage genommen was sehr half. Heute nahm ich keine.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit den Konzentrationsschwächen, neben sich stehen, Watte im Kopf/Depersonalisation im Zuge einer Angst/Panikerkrankung/Erschöpfungsdepression?

Ich hoffe mit den Tabletten und der Zeit reguliert sich das wieder von selbst

Lg



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  11.06.2018 15:22  
Hey,

ersteinmal: ich kenne das nur zu gut, vor allem dieses neben sich stehen, nicht richtig da sein, alles scheint so unrealistisch. Ich habe erstmal angefangen zum verstehen, warum das passiert und was das ist. Es ist im Grunde ein Schutzmechanismus deiner Psyche. Gerade nach langanhaltenden oder häufigen schwereren Panik Attacken sind diese Symptome die Folge. Es ist ein Symptomm von starkem Stress. Dein Körper will sich abkapseln, sich schützen. Wichtig ist, zu akzeptieren, dass es da ist. Dagegen arbeiten ist Kontraproduktiv, genauso wie bei Panik. Mir hilft Achtsamkeitstraining immer sehr gut. Eine Übung ist zum Beispiel: zähle 5 Dinge auf die du siehst, hörst, spürst und riechst. Dann wiederholst du den Prozess bis du von allem nur noch eins aufzählst. Da gibt es auch hilfreiche Apps oder google das mal, zum Thema Achtsamkeit gibt es viele gute Übungen um im hier und Jetzt zu bleiben, auch sehr sinnvoll bei Panik Attacken.

Hoffe ich konnte helfen,

LG



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  11.06.2018 15:38  
Richtig. Die Depersonalisation etc sind schutzmechnismen und es ist eine Dissoziation gegen die es, direkt keine Medikamente gibt.
Kommen die Symptome von starken Angstgefühlen und Stress, kann es helfen hier anzusetzten und klar, sekundär mit weniger Stress und weniger Angst, können sich auch die entfremdungssymptome verändern.
Also hilft vielleicht dann doch ein AD oder Mittel gegen Ängste.
Allerdings ist damit ja nichts gelöst. Man muss immer gucken, welche Situation man verändern kann.
Denn sonst ist jedes Mittel zu nehmen wie gegen einen Stein im Schuh ein Schmerzmittel zu nehmen und dann weiter zu laufen. Das Problem wird nur größer!

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