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Heute Abend ist es wieder ganz schlimm,
Ich fühle mich komisch. Als ob ich nicht wirklich da bin... als würde ich einfach neben mir stehen, alles fremd ist.
Ich achte wieder so sehr darauf das ich mich schon total verlese, mir schwummrig im Kopf ist und mir einbilde es stimmt was nicht.
Dabei hat mein Arzt mir noch die Tage gesagt das mein Blutbild in Ordnung ist.
Was ist denn nur los.

05.04.2017 20:23 • 06.04.2017 x 1 #1


9 Antworten ↓


Du hast deinen Beitrag unter "Depressionen" eingestellt und ich denke, da passt er auch hin. Was du beschreibst, hatte ich auch, als es mir so schlecht ging. Nennt man Depersonalisation/Derealisation und ist gar nicht selten bei Depressionen.
Nimmst du Medikamente? Bist du in Therapie?

05.04.2017 20:26 • #2



Gefühl neben sich zu stehen

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Laura9501
Das hatte ich auch einige Zeit lang.. ist jetzt etwas besser.. habe das ab und zu noch wenn ich müde bin aber das nicht so als Müdigkeit einschätze.. fühlt sich als auch an wie wenn man Alk. getrunken hätte.. ganz komisch
Aber wie juwi gesagt hat , das kann sehr gut von der Depression kommen!

05.04.2017 20:29 • #3


Ich nehme weder Medikamente noch bin ich in Therapie. Ich schäme mich manchmal deswegen.
Wenn ich zb meiner Mutter Berichte wie ich mich mal fühle so wie jetzt bekomme ich nur gesagt "beherrsch dich mal, der Arzt hat gesagt das du nichts hast"
Deshalb habe ich mich auch hier angemeldet um Gleichgesinnte zu finden.

Genau wie, Laura schon sagt, wie "betrunken"
Was habt ihr denn gemacht als es euch so ging?

05.04.2017 20:35 • x 1 #4


Laura9501
Ich habe auch mit niemand geredet weil es mir peinlich ist , außer mir der Psychologin..
Meine Mutter & mein Freund meinten auch ich soll mich nicht so reinsteigern , der Arzt sagt ich hab nix..

Nicht wirklich viel.. bin meistens schlafen gegangen.. was anderes hat leider nicht geholfen

05.04.2017 20:44 • #5


Andere können sowas halt leicht sagen und verstehen einen nicht.
Aber wenn man sowas erstmal hatte oder durchlebt hat, kann man das erst richtig nachvollziehen.
Wieso "spielt" unser Körper uns bloß sowas in der Angst/Depression vor.

05.04.2017 20:55 • x 1 #6


Josiema
Zitat:
Wieso "spielt" unser Körper uns bloß sowas in der Angst/Depression vor.


Das ist wohl DIE frage. Mir geht es gerade auch so. Fühle mich seit einem Monat total neben mir. Als ob ich mein Leben als außen stehender beobachte. Ugghh

05.04.2017 21:15 • x 1 #7


Sogar auf der Arbeit oder wenn ich mit Freunden was unternehme, was normalerweise immer sehr viel Spaß macht.
Als ob das letzte Stündlein geschlagen hat.

05.04.2017 21:20 • #8


Geht mir auch oft so. Komme gerade aus meiner Selbsthilfegruppe und habe wieder das Gefühl, dass ich gar nicht dort war. Während der Gruppe ist es auch oft immer wieder kurzzeitig der Fall, dass ich irgendwie nicht richtig anwesend bin, wie benommen und als ob ich da gar nicht sitzen würde. Mein Therapeut erklärt nur, dass das mit den Ängsten und der Anspannung zu tun hat. Jetzt bin ich total kaputt und werde wohl gleich einschlafen. Schlafen ist dann irgendwie das Beste für mich.

05.04.2017 21:33 • x 1 #9


Zitat von Brownie26:
Wieso "spielt" unser Körper uns bloß sowas in der Angst/Depression vor.

Ich denke, es ist eine Art Schutzreaktion. Wenn man weggetreten ist und sich selbst entfremdet, dann spürt man die ganzen Scheußlichkeiten nicht mehr so, die von außen und aus einem selbst heraus kommen.

Zitat von Brownie26:
Ich nehme weder Medikamente noch bin ich in Therapie. Ich schäme mich manchmal deswegen.
Wenn ich zb meiner Mutter Berichte wie ich mich mal fühle so wie jetzt bekomme ich nur gesagt "beherrsch dich mal, der Arzt hat gesagt das du nichts hast"

„Sich beherrschen“ ist immer ein super Rat bei psychischen Problemen Der Arzt hat nur gesagt, dass du nichts Körperliches hast. Medis und Therapie wären eventuell schon gut. Mit manchen Medis geht die Depersonalisation weg (andere allerdings verursachen sie erst, muss man ehrlich sagen) und mit guter (!) Therapie bekommt man den „Schutzmantel“ weg, weil man ihn dann nicht mehr braucht.

06.04.2017 07:38 • #10



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser