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25.09.2013 12:43 • 20.10.2019 x 1 #1


259 Antworten ↓


Ich nehme Diazepam ( "Valium" ) und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht. Einer der besten Angstlöser, praktisch keine Nebenwirkungen und bei therapeutischen Dosen auch bei einer Langzeitbehandlung unbedeklich.

Da die AD mir nicht geholfen haben war der Psychiater mit Diazepam vollkommen einverstanden. Die Wirkung läßt nicht nach und die Dosis wird nicht erhöht.

Mit 1,0 mg Tavor kannst Du auch auf Dauer sehr gut leben - mußt nur aufpassen, das sich die Dosis nicht erhöht.

25.09.2013 12:50 • #2


Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe 1mg Lorazepam genommen und konnte das nun auf 0,5 mg täglich reduzieren. Das werde ich nun über einen längeren Zeitraum noch so nehmen müssen. Lorazepam ist Tavor gleich. Also ich würde mir da keine Gedanken machen und auch das reduzieren war erträglich.

25.09.2013 13:22 • x 1 #3


Genau, Frau Blume.

Ich finde es immer wieder schlimm, das Benzodiazepine so verteufelt werden. Teilweise auch von Ärzten, die keine Ahnung haben.

1,0 mg Lorazepam kannst Du für den Rest des Lebens nehmen, wenn es sein muss.

25.09.2013 13:26 • #4


Hallo.

Ich bin richtig erleichtert, dass ihr so gute Erfahrungen mit Benzos gemacht habt.
Ja, die Benzos werden in der Regel verteufelt.
Dabei spüre ich keine Nebenwirkungen.
Und das Absetzen liegt ja noch in weiter Ferne.
Ich muss sagen, dass ich beim Absetzen von Citalopram und Cymbalta erhebliche Absetzerscheinungen hatte. Da soll noch einer sagen, dass ADs unbedenklich sind.

Mir ist richtig ein Stein vom Herzen gefallen als mein Psychiater heute dem Tavor zustimmte.

Ich wünsche euch auch alles Gute mit euren Medikamenten.
Und das ihr nicht mehr leiden müsst.

Viele Grüße
Marie

25.09.2013 14:28 • #5


@Marie :Mein Psychiater hat mir sogar direkt zu Diazepam ( hatte ich schon früher gute Erfahrungen mit gemacht ) geraten, nachdem ich ich ihm erklärt hatte, dass die AD nicht geholfen haben. Tavor hat er als sein "Lieblingsbenzodiazepin " bezeichnet.

Tatsache ist, dass wir Angsthasen viel zu schnell AD verschrieben bekommen ( Oft von Hausärzten ), weil die ja angeblich nicht abhängig machen. Blödsinn, tun sie doch. Vor allem aber : Bei einer reinen Angststörung sind und bleiben die ach so bösen Benzos die wirksamsten Arzneimittel. Nicht zu vergessen, dass etwas 30 % der Patienten auf AD gar nicht ansprechen. Wobei wieder gerne übersehen wird, dass bei hochdosierten AD bei Langzeiteinnahme Schädigungen der Leber möglich sind. Eigentlich müsste vierteljährlich das Blutbild kontrolliert werden - wird es bei Kassenpatienten aber meist nicht.

Schädigungen durch 1,0 mg Tavor täglich ? Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Glaubt ihr mir nicht ? Fragt einen Apotheker....

25.09.2013 16:55 • #6


Hallo Kater-Carlo.

Ich nehme seit einigen Wochen noch ein AD. Clomipramin.
Denn ich habe durch die täglichen Angst-Körperschmerzen Depressionen bekommen.
Immerhin geht das Spiel jetzt schon ein Jahr lang so.
Das Clomipramin beruhigt auch etwas.
Dazu nehme ich noch morgens 25 mg Atosil (zur Beruhigung) und abends Zeldox 120 mg, wegen meiner Schizoerkrankung. Aber mit dem Zeldox kann ich gut leben. Keine nennenswerten Nebenwirkungen. Meine Blutwerte sind auch alle top.

Sollte bei mir das Tavor nicht mehr anschlagen, so hätte ich ja noch die Alternative Diazepam.
Wie lange nimmst du das schon?

Viele Grüße
Marie

25.09.2013 17:10 • #7


Seit Jahren, aber nicht täglich. Vorher jahrelang nutzlose AD geschluckt.

Diazepam wirkt etwas anders. Nicht so intensiv angstlösend wie Lorazepam, aber länger. Eine gute Alternative zu Tavor ist auch Tafil ( Alprazolam ).

25.09.2013 17:18 • #8


Gut zu wissen, dass es noch Alternativen gibt, sollte das Tavor mal ausgereizt sein.
Hab auch schon so viele Pillen durch.
Immer Ein- und Ausschleichen. Grässlich.
Bin froh, dass mein Arzt so hilfreich ist und mir einfach ein Benzo verschreibt.

25.09.2013 17:23 • #9


Zitat von Kater Carlo:
Genau, Frau Blume.

Ich finde es immer wieder schlimm, das Benzodiazepine so verteufelt werden. Teilweise auch von Ärzten, die keine Ahnung haben.

1,0 mg Lorazepam kannst Du für den Rest des Lebens nehmen, wenn es sein muss.



Ja Katerchen das stimmt. Ich habe für sowas auch kein Verständnis mehr aber ein Therapeut hat mir gesagt dass da auch Pharmakonzerne also auch das Geld dahinter stecken. Jemand der AD nimmt bringt mehr Geld als einer der ab und zu oder aber auch täglich Benzos nimmt. Also auch hier regiert das Geld die Welt

25.09.2013 17:54 • #10


Zitat von x.:
Hallo.

Ich bin richtig erleichtert, dass ihr so gute Erfahrungen mit Benzos gemacht habt.
Ja, die Benzos werden in der Regel verteufelt.
Dabei spüre ich keine Nebenwirkungen.
Und das Absetzen liegt ja noch in weiter Ferne.
Ich muss sagen, dass ich beim Absetzen von Citalopram und Cymbalta erhebliche Absetzerscheinungen hatte. Da soll noch einer sagen, dass ADs unbedenklich sind.

Mir ist richtig ein Stein vom Herzen gefallen als mein Psychiater heute dem Tavor zustimmte.

Ich wünsche euch auch alles Gute mit euren Medikamenten.
Und das ihr nicht mehr leiden müsst.


Viele Grüße
Marie


Ich hatte noch nie bei Benzos irgendwelche Nebenwirkungen. Bei den AD allerdings sprengt es hier den Rahmen die alle aufzuzählen. Und Abhängig machen die sehr wohl auch. Der Entzug war genau so schlimm wie der bei Benzos. Nur dass die eben besser helfen und Nebenwirkungsfrei sind. Auch wenn man die über Jahre nimmt

25.09.2013 17:57 • #11


Frau Blume Genauso argumentiert mein Psychiater auch ! Warum werden Benzos so verteufelt ? Weil sie billig sind ! Die Pharmamafia hat sehr wirksame Instrumente um, Patienten und Ärzte zu manipulieren. Zum Glück ist mein Irrendoktor ein Querdenker, ein kritischer Geist.

25.09.2013 18:01 • #12


Zitat von Kater Carlo:
Frau Blume Genauso argumentiert mein Psychiater auch ! Warum werden Benzos so verteufelt ? Weil sie billig sind ! Die Pharmamafia hat sehr wirksame Instrumente um, Patienten und Ärzte zu manipulieren. Zum Glück ist mein Irrendoktor ein Querdenker, ein kritischer Geist.



Davon sollte es viel mehr gehen. Aber leider ist heute bei vielen der Profit mehr wert als der Mensch

25.09.2013 20:35 • #13


Auch ich habe Erfahrungen mit Tavor und co., aber ich habe leider auch noch eine andere Erfahrung mit meiner Tochter gemacht. Sie ist Dro., war aber damals clean und litt unter vielen Ängsten, unerträglich. Ihr verschreibt natürlich keiner ein Benzo. Ich hatte ihr von mir eine Tafil gegeben und es ging ihr danach gut, nach langer Zeit. Leider hat sie geglaubt, das müsse immer so sein, hat sich selbst dann diverse Benzos besorgt, hat wegen der anderen Wirkung der anderen Benzos immer mehr genommen, bis sie zum Zomby wurde. Sie hat dann einen Entzug in der Klinik gemacht und bekam Krampfanfälle. Das ging bis zum Status Epileptikus. Trotzdem ist sie bis heute nicht von den Benzos losgekommen, aber sie nimmt die leider hoch dosiert. Also ganz so harmlos sind die Benzos nicht. Es kommt immer darauf an, wie man damit umgeht. Ich war auch nahe an einer schwereren Abhängigkeit, habe das aber in den Griff bekommen und nehme nur 2 mg Tavor. Meine Angst nimmt mir das aber auch nicht wirklich. Ich nehme noch Lyrica dazu. Ich war wegen meiner Depressionen gut auf AD eingestellt, aber dann kam die Angststörung. Die Ads haben da nichts verhindert. Ich nahm Paroxetin und kam damit prima klar, aber gegen die Angst war es machtlos. Aber die Benzos und mein Lyrica helfen nicht gegen meine Depressionen. Wegen meiner Leber habe ich die Ads abgesetzt, aber mit meinen Depressionen gehe ich durch die Hölle. Ich werde bald eine stationäre Psychotherapie machen, hoffe, dass das mir helfen kann. Ich habe Zweifel. Na ja mal sehen
LG
Psyco

26.09.2013 11:54 • #14


Hallo Psyco.

Das ist hart mit deiner Tochter. Ich hoffe sie kommt irgendwann mal mit einer moderaten Menge an Benzos aus.

Ja, Depressionen sind schlimm. Aber da ist es nicht leicht, ein passendes AD zu finden.
Ich hatte über längere Zeiträume Citalopram. Das hat wohl gegen die Depressionen geholfen, hat mich aber innerlich noch unruhiger gemacht. Und das ist bei Angst ganz schlecht.
Außerdem hatte ich schubweise schlimmen Haarausfall vom Citalopram.

Nun nehme ich seit Wochen Clomipramin, ein trizyklisches AD.
Von der Wirkung ganz ok, da es zusätzlich beruhigt.
Nur leider habe ich seit der Einnahme so einen trockenen Mund, dass es schmerzt.
Seit gestern habe ich auch noch Zahnfleischbluten davon.
Ich reduziere gerade und frage meinen Psychiater beim nächsten mal nach einer Alternative.
Ich habe jetzt wochenlang mit dieser Mundtrockenheit durchgehalten, in der Hoffnung auf Besserung. Aber es wird eher schlimmer. Ist eine Belastung. Sehr unangenehm.
Vielleicht kennt ihr ein verträgliches AD, was nicht so aufregt und von dem ich auch nicht fett werde.
Gibt es so etwas?

Ich wünsche dir alles Gute für deine stationäre Therapie Psyco.
Das wird auf jeden Fall nur Gutes bringen.
War auch schon mal stationär. Öfters. Und es hat jedesmal was gebracht.
Ich war danach immer wieder arbeitsfähig.
Das ist doch auch wichtig.

Liebe Grüße
Marie

27.09.2013 18:02 • #15


@Psycho 52 : Ich habe ja auch nie behauptet, dass Benzoes harmlos sind. Wenn man den Überblick verliert kann es schnell so kommen wir bei Deiner Tochter, was ich auch bedauere.

Aber grundsätzlich sind es sehr wertvolle Arzneimittel.

27.09.2013 18:10 • #16


Ich weiß nicht... Tavor ist an sich ein tolles Medikament zum in der Schublade haben. In 90% der Fälle hilft es mir allein zu wissen, dass es da ist. Aber es neigt halt dazu sehr shcnell nicht mehr zu wirken bei dauerhafter Einnahme und dann muss die Dosis erhöht werden. Sich das dann wieder abzugewöhnen ist für manche Leute schon eine richtig harte Nummer gewesen. Habt ihr denn einen Zeitraum eingegrenzt? Auf unbestimmte Zeit 1mg jeden Tag würde ich nicht machen.

06.10.2013 10:48 • #17


Das sehe ich aber anders. Ich nehme schon seit längerem jetzt 1 mg am Tag und es gibt keinen Grund die Dosis zu erhöhen. Auch mein Arzt sagt, dass das nicht nötig sein wird. Es wirkt auch wenn man es lange nimmt in der niedrigen Dosis.

06.10.2013 13:51 • #18


Ich hatte Tavor einmal 7 Monate am Stück genommen.
Habe die Dosis von 1 mg nicht gesteigert.

Habe dann Bedenken bei meinem Arzt geäußert wegen Abhängigkeit usw.
Da sagte er, sofort absetzen. Tja, war ja meine Schuld.

Dann habe ich mich 2 Wochen lang krank schreiben lassen und habe als Entzugshilfe Lyrica bekommen. Der Entzug ging so einigermaßen.
Das, was ich als Entzugssymptome hatte war das Wiederkommen der übermächtigen Dauerangst.

Habe mich dann einige Monate rumgequält mit jede Menge Atosil, noch eine Weile Lyrica.
Vom Lyrica hatte ich für mich unerträgliche Nebenwirkungen.
Rasante Gewichtszunahme. Wasser im Körper, so dass sich Sockenränder blutrot darstellten.
Aufgedunsenes Gesicht, worauf ich angesprochen wurde. Körperliches Kaputtsein.
Habe dann Lyrica ausgeschlichen und mich weiter mit Atosil aufrecht erhalten.

Dann habe ich den Arzt gewechselt. Ich mache bei ihm eine Angsttherapie.
Er hält nichts von Lyrica. Es sei ein Modemedikament geworden gegen Angst.
Eigentlich ist es ja ein Antiepileptikum.

Habe dann auch noch Citalopram ausgeschlichen. Mit erheblichen Absetzerscheinungen, wie Alpträume und körperlichem Unwohlsein.

Als es mir immer schlechter ging, hat mir mein neuer Arzt ohne dass ich danach fragte wieder Tavor verschrieben. Nehme es jetzt wieder seit etwa 45 Tagen.

Es geht mir angsttechnisch gesehen um Klassen besser.
Zwischendurch hatte ich auch Clomipramin (Trizyklisches AD) bekommen.
Wegen unerträglicher Nebenwirkung musste ich es wieder ausschleichen.
Ich hatte so einen trockenen Mund, dass ich von morgens bis abends ein Dauerbrennen im kompletten Mundraum hatte. Ich habe das Spiel einige Wochen durchgehalten, in der Hoffnung, das dies nur eine anfängliche Nebenwirkung sei. Aber war es nicht.
Von den Dauerschmerzen im Mund verschlechterte sich meine Depression noch.

Jetzt bin ich seit ein paar Tagen Clomipraminfrei. Habe als Absetzerscheinung noch Alpträume, fühle mich körperlich aber wieder besser.

Ich muss wegen meiner Schizoerkrankung eh schon Neuroleptika nehmen, die einen körperlich etwas runterziehen und auch leichte Mundtrockenheit verursachen.

Also was ich im letzten Jahr nicht alles schon ein- uns ausgeschlichen habe. Fürchterlich.

Das einzige was mir hilft gegen die Angst ist Tavor.
So ist es leider. Und deshalb nehme ich die Low-Dose-Abhängigkeit in Kauf.

Ich weiß ja nicht, wie lange mein Arzt mir die Tavor verschreibt.
Hoffentlich kann ich mal eine Atempause von ein paar Monaten haben, bis die Angsttherapie greift.

So, das war aber jetzt lang.

Ich wünsche euch angstfreie und entspannte Tage.

Viele Grüße
Marie

06.10.2013 16:17 • #19


Hallo Marie,

da hast du ja schon eine Menge durchgemacht und du hast dir die Entscheidung pro oder contra Tavor ja nicht leicht gemacht.
So ähnlich geht es mir auch und ich nehme diese Low-Dose-Abhängigkeit ebenfalls in Kauf. Allein damit ist ein normaler Tagesablauf möglich und erst heute morgen hat mir mein Therapeut gesagt dass mir das auch wieder Stabilität und Vertrauen geben wird. Erst dann denken wir übers Ausschleichen nach.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Behandlung!

07.10.2013 09:56 • x 1 #20




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Dr. med. Andreas Schöpf