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Hallo zusammen,

brauche eure Hilfe! Nehme seit etwa 7 Wochen Tavor wegen Panikattacken, anfangs 3 mg täglich, nach etwa 3 Wochen habe ich angefangen das Tavor zu reduzieren aus Angst abhängig zu werden. Vor drei Tagen wurde bei mir eine gutartige Pinealiszyste festgestellt und seit zwei Tagen nehme ich überhaupt kein Tavor mehr. Jetzt fühle ich mich wie vor 7 Wochen, als die Panikattacken anfingen.Habe das Gefühl in Ohnmacht zu fallen, einen Herzinfarkt und Atemnot zu bekommen. Aber warum? Liegt das am Absetzen des Tavors? Oder dreh ich jetzt noch völlig durch wegen der P-Zyste. Ich arbeite in der Neuroradiologie und meine Ärzte haben mir alle bestätigt, dass eine P-Zyste nichts lebensbedrohliches ist.

Weiß nicht was ich machen soll.
Wer hat Erfahrungen mit dem Absetzen von Tavor?
Bin um jede Antwort dankbar!
meffi

11.04.2009 21:14 • 12.04.2009 #1


8 Antworten ↓


habe vergessen, dass ich 20mg Citaloprem täglich nehme.

vlg meffi

11.04.2009 21:26 • #2



Tavor absetzen

x 3


Hallo Meffi,

ich habe Tavor mal vor einigen Jahren auch von 3mg täglich nach eineinhalb, zwei Wochen Einnahme abgesetzt und da kam die Angst (in dieser Krise damals) wieder verstärkt hoch.

Bei Dir war es zwar länger, aber ich würde schon darauf tippen, dass es größtenteils mit dieser Zyste zu tun hat.

Habe gerade mal nachgelesen, was das ist, es scheint ja wirklich an sich nichts wirklich Gefährliches zu sein, aber beunruhigen würde mich das auch erstmal. Ist schon geklärt, ob / wie das jetzt behandelt wird?

Grüße

panicchief

12.04.2009 10:15 • #3


Hallo panicchief,

danke für Deine Antwort.
Also es ist noch nichts genaues geklärt wegen der Zyste, aber erstmal keine Behandlung, nur Kontrollen. Habe alte MRT-Bilder vom September rausgesucht und gesehn, dass ich die Zyste damals schon hatte, jedoch keine Beschwerden. Man sieht sie sehr schlecht auf diesen Bilder, weil bestimmte Sequenzen nicht gefahren wurden.
Darum gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass die jetztigen Panikattacken vom Tavor kommen. Hätte nicht gedacht, dass das Absetzen so schlimm wird.
Wie lange hat es denn bei Dir gedauert bis die Absetzerscheinungen aufgehört haben? Hab gelesen, dass manche bis zu 6 Monaten damit zu kämpfen hatten und das steh ich nicht durch.

lg und schöne Ostern
meffi

12.04.2009 11:12 • #4


Hallo Meffi,

bei mir waren das eigentlich keine Absetzerscheinungen, glaube ich, ich musste damals wegen Ängsten mein Studium unterbrechen, war danach suizidal und nach dem Absetzen hatte ich eben die Ängste wieder, die das Lorazepam unterdrückt hat. Weil ich nicht wusste, wie es weitergehen soll, bis das nach einigen Monaten geklärt war und ich wieder anfangen konnte. Na ja und bei Dir kommen jetzt wohl auch die Attacken wieder hoch, wie sie vorher waren. Hast Du schon mal psychotherapeutisch was gemacht?

Gut, Benzos können schon nach einigen Wochen abhängig machen, aber manche Leuten entziehen das, nachdem sie es über Jahre oder Jahrzehnte genommen haben und dann kann die Entwöhnung wirklich lange dauern. Von daher würde ich sagen, nach sieben Wochen Einnahme und Reduzierung der Dosis nach drei Wochen ist es extrem unwahrscheinlich, dass Du sechs Monate Probleme deshalb hast.
Ehrlich gesagt glaube ich aber schon, dass es mit dieser Zyste zu tun hat.

Eine Möglichkeit wären Neuroleptika oder ein beruhigendes Antidepressivum zusätzlich, falls das mit den Panikattacken so bleibt. Das Citalopram hatte ich auch schon, aber gegen Ängste gibt es ja noch viel wirksamere.

Wünsch Dir gute Besserung!

pc

12.04.2009 11:30 • #5


Hallo panicchief,

also ich hab jetzt wieder dieselben Panikattacken wie vor 7 Wochen, manchmal kommt es mir so vor, als wären sie noch schlimmer als die anfänglichen Attacken. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich nach so kurzer Zeit vom Tavor abhängig geworden bin, hoff die Beschwerden gehen bald weg.

Bin seit 4 Wochen in Psychotherapie, das hilft mir auch.
Was hattest Du denn noch für Antidepressiva neben dem Citalopram? Hab das Gefühl das hilft noch nicht wirklich, werd am Mittwoch auch nochmal mit meinem Neurologen drüber sprechen.
lg meffi

12.04.2009 12:21 • #6


Hallo Meffi,

also bei extremen Angstzuständen hat bei mir Doxepin etwas geholfen, als Schlafmittel auch Stangyl oder Remergil. Das Citalopram (und auch das Cipralex, sind ganz ähnlich aufgebaut) waren zumindest gegen Depressionen gut bei mir, gegen massive Ängste bringen die Dinger halt nur z.T. was.

Aber ich finde, gegen extreme Angstzustände sind Medis aus anderen Sparten besser. Kannst Du wenigstens gut schlafen?

Grüße

pc

12.04.2009 12:55 • #7


Also wenn ich erstmal schlaf dann relativ gut. Die letzten Tage war immer mein Freund bei mir, dass ich nicht allein bin und das hat mir beim Einschlafen immer geholfen. Jetzt bin ich grad allein zu Haus, muss ja auch mal weider sein, und ich bin am durchdrehen. Ich hab ständig Schwindel und denk ich kipp gleich um, obwohl ich weiß, dass das nicht passieren kann. Auch sticht mich mein Herz ständig und meine Brust wird eng. Aber alle EKGs waren ok.
Ich will einfach wieder so selbstständig sein wie ich es früher war

lg meffi

12.04.2009 13:11 • #8


Das ist ja schon mal gut, damit habe ich öfters Schwierigkeiten.
Alles Gute weiterhin!

pc

12.04.2009 15:58 • #9




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Dr. med. Andreas Schöpf