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B

boris06224
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Hallo,

ich bin neu hier und würde mich über einen Rat freuen.

Ich bekam von meinem Arzt nach einem Sterbefall, der mich sehr mitgenommen und mich um den Schlaf gebracht hatte, Tavor. Leider hat er mir nicht viel darüber erzählt und in meiner Situation seinerzeit habe ich mich nur dankbar auf das Medikament gestürzt, damit ich endlich wieder schlafen konnte.

Ich habe Tavor ca. 1,5 Monate genommen, immer 0,5 mg zur Nacht. Dann habe ich gemerkt, dass es nicht mehr wirkt und ich hätte wahrscheinlich die Dosis erhöhen müssen. Das wollte ich aber nicht. Ich hatte dann morgens ab einer bestimmten Uhrzeit immer ganz merkwürdige Symptome: Magenwallungen wie bei Angst, Arme fühlten sich ganz leicht und kribbelig an, Schwummern im Kopf. Ich habe Tavor dann abgesetzt, aber nicht ausgeschlichen, ich dachte mir damals, das ich ja nur eine geringe Menge über einen kurzen Zeitraum genommen hätte.

Jetzt habe ich diese Symptome aber noch immer, ca. 1 Woche nach der letzten Tavor. Mein Arzt findet keine körperliche Erklärung und meinte, ich sollte jetzt vielleicht ein anderes Medikament nehmen, er empfahl Citalopram. Ich möchte das aber nicht. Ich möchte versuchen, meine Probleme mit Therapie/Alternativmedizin in den Griff zu bekommen, hätte ich auch gleich machen sollen ohen Tavor.

Kann mir hier vielleicht jemand sagen, ob es sich bei meinen Symptomen evtl. doch um Entzugserscheinungen von Tavor handeln könnte? Ich habe seit einigen Tagen auch sehr niedrigen Blutdruck morgens (90/66), was für mich ungewöhnlich ist, hatte sonst immer 135/85 o.ä. Kennt das auch jemand? Und wie lange hat man solche Symptome - Wochen, Monate? Trotz relativ geringer Dosis und kurzer Einnahme?

20.01.2013 #1


45 Antworten ↓
B

Burgmann
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Ich kann aus eigener Erfahrung mitreden, ich nahm Tavor auch 7 Monate in einer vergleichsweise kleinen Dosis. Das Problem ist: Du warst in einer Stresssituation und hast diese Situation NICHT durchlebt bzw. ohne Medikamente abgefangen sondern ein Mittel genommen das wie von Zauberhand Ängste nimmt. Dadurch entsteht unglaublich schnell ein Suchtpotential, gerade bei Tavor. Unter dem Tavor hast Du gar keine Chance das Erlebte zu verarbeiten, aber es staut sich mehr und mehr an. Lässt Du dann das Tavor weg, prallt alles in voller Härte auf Dich ein, stärker als der Auslöser warum Du das Tavor eigentlich genommen hast. Es gibt da nur 2 Wege: Entweder sich den Problemen stellen (was sehr schwer ist) oder ein Ersatzmittel suchen, dass eine längere Halbwertzeit (Wirkzeit) hat. Tavor wirkt sehr schnell (gerade die Schmelztabletten "Tavor Expedit") aber lässt auch schnell wieder in der Wirkung nach (aus diesem Grund gibt man es gerne vor OPs oder eben beim Zahnarzt). So ist der Kopf ständig an- und wieder abgeflutet, man baut recht schnell eine Toleranz auf. Mein Tipp: Steige um auf Clonazapem oder Diazepam, lass von einem guten Arzt die Menge umrechnen. Wenn Du z.B. 0,5mg Tavor genommen hast, würdest Du 10 Tropfen Clonazepam am Tag nehmen - das ist zwar weit mehr in der Umrechnung, aber man setzt immer etwas höher an damit der Körper überhaupt erst mal einen Level hat. Von da aus geht es dann nach festem Plan alle 3 Tage um je einen Tropfen runter bis Du nach 30 Tagen auf NULL bist bzw. sein solltest. Schau mal im Internet nach "Ashton". Und auch wenn 1,5 Monate eine kurze Zeit waren: Ich würde nicht schlagartig absetzen sondern immer langsam ausschleichen und mir begleitend Hilfe bei der Problembewältigung suchen - was sich leider sehr, sehr schwer in so kurzer Zeit umsetzen lässt, Therapeutenmangel und Patientenüberflutung. Vielleicht hast Du einen guten Neurologen, der Dir eine Tabelle zum Absetzen ausarbeitet, begleitend kannst Du auch ein Antikrampfmittel nehmen - allerdings ist Clonazepam ein Benzo mit zusätzlich entkrampfenden Eigenschaften, daher wird es im Benzo-Entzug gerne gegeben.

Viel Erfolg.

20.01.2013 13:50 • x 1 #45


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A


Entzug Tavor

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Nautilus
Gast


Ich habe Tavor ca. 1,5 Monate genommen, immer 0,5 mg zur Nacht. Dann habe ich gemerkt, dass es nicht mehr wirkt und ich hätte wahrscheinlich die Dosis erhöhen müssen. Das wollte ich aber nicht. Ich hatte dann morgens ab einer bestimmten Uhrzeit immer ganz merkwürdige Symptome: Magenwallungen wie bei Angst, Arme fühlten sich ganz leicht und kribbelig an, Schwummern im Kopf. Ich habe Tavor dann abgesetzt, aber nicht ausgeschlichen, ich dachte mir damals, das ich ja nur eine geringe Menge über einen kurzen Zeitraum genommen hätte.
Von Abhängigkeit würde ich sprechen, sobald eine Toleranzentwicklung (also ein gewisser Wirkungsverlust) mit Symptomen bei Absetzen oder Reduzieren der gewohnten Menge erkennbar wird – ähnlich wie bei Alk. beispielsweise!
Es gibt Niedrigdosisabhängigkeit, die ebenfalls ein Entzugssyndrom zur Folge haben kann, was wohl weniger heftig sein soll, wenn Du nichts mit Alk. am Hut hast, will sagen, weder abendliches Bierchen täglich, noch früher regelmäßig ...

Hier findest Du eine gute, wenn auch manchmal etwas sperrige Info über Benzos.
Dort steht übrigens zur Durchführung des Entzugs bei Niedrigdosisabhängigkeit:

Ersatz kurz wirksamer durch lang bzw. mittellang wirksame Benzodiazepine (meist Diazepam), stufenweise Dosisreduktion über mehrere Wochen


Das hat Dein Arzt ja nicht für nötig befunden
Ich kann Dir wärmstens empfehlen, die Hammer-Medis wegzulassen und ihn mal auf das rein pflanzliche Lasea anzusprechen, worüber hier im Forum auch schon Positives berichtet wurde, und es gleich verschreiben zu lassen

Alles Gute!

12.01.2013 20:41 • #32


Zum Beitrag im Thema ↓


D
Tavor macht sehr schnell abhängig daher ist es auch schon bei kurzer Einnahme wahrscheinlich das du beim absetzen nebenwirkungen hast. Das war bei mir schon nach zwei Wochen einnahme der Fall. Ich hab die Damals auch einfach weggeworfen weil ich den Mist nicht mehr nehmen wollte. Bei mir kamen dannach erst die Problem weil ich die Syptome nicht mehr los geworden bin. Muss aber bei dir jetzt nicht wirklich der Fall sein. ich würde einfach mal bei einem Neurologen nachfragen, der dürfte darüber sehr gut Bescheid wissen.
Wenn es ja keinen Körperlichen Grund für deine Symtome gibt brauchst du dir erst mal keinen Kopf darüber zu machen. Leidest du denn generell an Angst und Panik. Oder warst du nur seelisch angegriffen wegen des Sterbefalls? Ich würde an deiner Stelle schnellst möglcih eine Therapie machen und wenn du zum einschlafen was nehmen willst bleib besser bei Baldrian oder Johanniskraut.
LG

#2


W
Sicher, Tavor hat ein hohes Suchtpotential. Aber wenn du 6 Wochen lang lediglich 0,5 mg genommen hast würde ich die Ursachen für deine Beschwerden eher woanders suchen. 0,5 mg ist eine recht niedige Dosis.

Aber es immer wieder zum heulen wenn man sieht, wie leichtsinnig ärztliche Pappnasen diese Medis verschreiben

#3


D
Ja leider wird man nicht wirklich über die Risiken aufgeklärt, sonder nur damit Vollgestopft. Leider darf diese Dinger ja auch jeder Arzt aufschreiben auch wenn er nicht wirklich eine Ahnung davon hat was er jemand damit antun kann.

#4


W
Und manche verschicken entsprechende Rezepte per Post, Anruf genügt.

#5


S
Meine Freundin hat mal einmal Tavor genommen, wie sie zum Zahnarzt musste.

Man war die gut drauf, aber nächsten Tag gings ihr gar nicht gut.

Lg

#6


W
Angst vor dem Zahnarzt ist menschlich, aber keine Indikation für Medis wie Tavor

#7


S
Ja ich muss jetzt auch zum Zahnarzt.

Freundin sagte zu mir, soll doch Alprazolam nehmen, kenn ich nicht.

Kennt ihr das?

Lg

#8


S
Muss noch sagen, will aber sowas nicht nehmen.

Sie hat es mir nur vorgeschlagen. Aber mein Gedanke, nicht das man das dann öfters nimmt, wenn man merkt, das einen damit besser geht. Das will ich auf keinen Fall.

Wie Dragonheart mir schon sagte, aus eigener Kraft, ist immer am besten.

Lg

#9


W
Silvi, Alprazolam ist sehr nahe mit Tavor verwandt..............ich würde es lassen.

#10


D
Genau das würde ich an deiner Stelle auf jeden fall lassen. Das machts dann später nur schlimmer anstatt bessser.

#11


Peppermint
Klar gibt es Ärzte die voreilig Medikamente verschreiben....aber dazu gehören immer zwei ...der der sie verschreibt und der der sie nimmt ....
Und jedes Medikament hat einen Beipackzettel und ich kann mich entsinnen das bei Tavor ein Vermerk über die abhänigkeitsgefahr vermerkt ist....

#12


D
Tja aber ganz so einfach ist das nicht. Ich hab Tavor damals im Krankenhaus bekommen. Der Arzt meinte das Hilft mir ganz schnell und ich bräuchte mir keine Gedanken drum zu machen. Erst als ich aus dem KH draussen war und das Zeuig beim Hausarzt weiter verschreiben lassen sollte hab ich den Beipackzettel gelesen und die Medikamente entsorgt. Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich die Dinger nicht genommen, aber man denkt ja man kann sich auf den Arzt verlassen und nicht alles tausend mal hinterfragen.

#13


S
Hi werneiskalt und Dragonheart,

nein werde es auch nicht nehmen, es war nur ein Vorschlag von ihr, weil ich halt ein wenig Angst vorm Zahnarzt habe. Oder jeher das ich einen Panikattake bekomme.

Naja, sie sagte, sie nimmt die Tabletten nur in Notfall und machen nicht süchtig und sind harmlos.

Aber dann dachte ich mir, naja was ist wenn ich sie nehme und merke, cool das hilft und man ist super gut drauf und man hat keine Angst. Dann hab ich das Gefühl, das ich es dann öfters nehmen werde und das will ich auf keinen Fall. Also lass ich es. Wisst ihr was ich meine?
Sorry, schreib so wie ich rede, bin halt a Bayer, lol.

Also Ar. zusammen kneifen und ab zum Zahnarzt
Zum Glück arbeitet er mit Angstpatienten . Den hab ich mir jetzt ausgesucht, der wird schon passen.

Also ohne Tavor und andere Medis.

Lg

#14


W
Silvi, bitte nicht böse sein, aber deine freundin hat keine ahnung. Alprazolam kann sehr schnell süchtig machen und ist keineswegs harmlos.

Aber du bist auf dem richtige, bayrischem weg : Ar. zusammenkneifen und durch.

Danach kannst du stolz auf dich sein !

#15


B
Hallo und danke für Eure vielen Antworten.
Ich habe mir mal die herausgepickt, die sich direkt auf mein posting bezieht.

Mich erschreckt es ja, dass nach einem spontanen Absetzen die Entzugserscheinungen nicht mehr weggehen können?
Und wie lange muss man - falls sie doch weggehen - mit ihnen leben? Könnten denn nun meine Symptome Entzugserscheinungen sein? Bin nun noch 'ängstlicher' als vorher...
Eigentlich hatte ich anfangs keine Angst, nur so eine innere Unruhe und Schlafprobleme deshalb. Aber mittlerweile habe ich Angst vor den Symptomen, die ich habe, und dass sie nicht mehr weggehen. Habe schon Angst, wenn ich daran denke, abends ins Bett zu gehen...

#16


D
Mach dir nicht so viele Gedanken darüber. Umso schlimmer wird das ganze. Denk jeden Abend wenn du ins BEtt gehst daran das es am nächsten tag einfach schon viel besser sein könnte. Ich würde dir zu einer Therapie raten, falls es nicht von den Medikamenten kommt bist du bei einem Psychologen in guten Händen

#17

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T
Hallo

Ich nehme schon ein paar Jahre Tavor, zwar immer mit Pausen aber es kommt eine lange Zeit zusammen,

gerade jetzt. Ich denke das bei dir die Menge zu gering ist das man da von Abhängigkeit sprechen

kann. Geh zu einen Facharzt Psychiater der Weiß was er dir Verschreibt, tavor sind keine Smarties die

man mal eben so Einschmeißt Es gibt genügent Mittelchen die einen nicht gleich so in die Abhängigkeit

schleudern. Hast du es vielleicht mal mit Achtsamkeitsübungen Probiert? Vielleicht könnte eine Selbsthilfe Gruppe

helfen? zumindest solange wie du keinen Therapieplatz hast,ich denke das du mit deiner Trauer noch nicht

fertig bist, ich habe die Erfahrung selbst machen müssen.

mfg toto

#18


W
Hast recht toto, 0,5 mg sind ein fliegenschiß

#19


T
Haste recht, aber bei jedem wirken sie ander, einer geht mit 0,5mg schlafen, ein anderer steht mit 3-4mg

immernoch Ich habe manchmal schon 5mg gebraucht, und stan immer noch, bin ich aber nicht stolz

drauf Lieber ohne den Dreck leben, aber machmal Retten sie einen auch

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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