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Hallo.

Ich nehme wegen starker Angst, die jetzt nicht mehr so doll ist, seit 1,5 Jahren Tavor expedit.
Habe seit Januar nur noch 0,5 mg eingenommen, was gut geklappt hat.

Könnte ich jetzt auf 0,25 mg runtergehen, oder passiert dann irgendetwas?!?!? Bin ziemlich ängstlich deshalb.

Vor etwa 10 Monaten habe ich die 1 mg komplett abgesetzt (von einem Tag auf den anderen) und die Angst kam nach ca. 3 Monaten wieder zurück.

Kam das durch das abrupte Absetzen damals?

Passiert mir dies nicht noch einmal, weil ich jetzt extrem langsam absetze?

Ich bitte um eure Erfahrungsberichte.
Vielen Dank im Voraus dafür.

Viele Grüße
Marie

04.05.2014 12:58 • 13.05.2014 #1


47 Antworten ↓


Gabi48
Hallo Marie
Wenn du nach 4 Monaten von 0,5 mg auf 0,25 mg reduzierst glaube ich nicht das das zu merken ist. Ist ja schon recht wenig.
Ob die Angst wieder kommt oder nicht hat glaub ich nichts mit dem Tavor zu tun.
Ich reduziere gerade von 1,0mg auf 0,5mg. Jeder Tag ist anders.
Mein Arzt halt mir Lyrica (ein Medi gegen Angst)verschrieben damit das ausscheichen leichter ist. Frag doch mal deinen Arzt.
Man muss daran arbeiten das die Angst vergeht. Das geht am besten wenn man raus geht. Spazieren gehen oder walken. So geht es mir besser weil ich merke wenn ich mich bewege verschwindet die Angst. Ist zwar mega anstrengend aber meiner Meinung nach das beste was hilft. Zuhause bleiben und warten das die Angst verschwindet bringt nix. Leider kann ich mich noch nicht aufraffen und raus gehen.
Wünsche dir viel Glück einen schönen Tag lG Gabi

04.05.2014 13:16 • #2



Tavor reduzieren

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Liebe Gabi.

Danke für deine Nachricht.
Ich hatte vorher von 1 mg auf 0,75 mg reduziert und nichts gespürt.

Das Lyrica hatte ich auch schon einmal und ich habe es nicht vertragen.

Du hast Recht. Warten, bis die Angst vergeht bringt nichts.
Ich habe einen neuen Job angefangen, in dem es mir etwas besser als in dem alten geht.
Dort habe ich die Angst bekommen.

Jetzt gehts mit der Angst so einigermaßen.

Rausgehen ist super. Besonders, da das Wetter jetzt besser wird.
Ich wünsche dir viel Erfolg beim Reduzieren, aber mach es nicht so schnell.

Liebe Grüße
Marie

04.05.2014 13:40 • #3


Hallo x. !
Welch ein Zufall ,Ich nehm seit drei Wochen Tavor . Mein Arzt sagt ,die machen abhängig und will mir keine mehr verschreiben .
Bin heute den 1. Tag ohne ,mir geht es so elend ,das ich überlege doch noch eine aus meinem restlichen Bestand zu nehmen .
Ich hab 1 mg Tabletten. Mich wundert , das Dir Dein Arzt das zeug 1,5 Jahre verschrieben hat . Das Mittel wirkt zwar ,aber ich hab schon nach 3 Wöchiger Einnahme Probleme beim Absetzen
Gruß claire

04.05.2014 13:46 • #4


Es gibt sogar welche, die das 'Zeug' 5 Jahre lang verschreiben. So lange nehme ich es schon. Bisher 2,5 mg, seit gestern 3 mg. Wollte eigentlich nicht mehr aufdosieren, sondern eher sogar reduzieren. Schaff es aber nicht. Mein Psychiater meinte mal, Entzug macht man am besten stationär, nicht alleine zuhause. Bezog sich aber auf höhere Dosen. 0,5 oder 0,75 mg ist sicher relativ unproblematisch, Marie. Aber lass dich trotzdem fachärztlich begleiten - sicher ist sicher.

04.05.2014 14:49 • #5


wenn meine angst unerträglich wird,
dann muß ich mich bewegen, muß raus.
und wenn es noch so anstrengt.

oder die wohnung saugen usw..

raus, frische luft und schöne gespräche.

lg
rose

04.05.2014 15:00 • #6


Hallo Claire.

Wenn du Tavor nur so kurz genommen hast, dann dauern deine Beschwerden sicher nicht sehr lange an. Es könnte einfach auch sein, dass sich jetzt deine Beschwerden, weshalb du überhaupt Tavor genommen hast, einfach in voller Pracht zurückmelden und das Tavor gar nicht der Übeltäter ist.
Ich wünsche dir gute Besserung.

Lieben Gruß
Sammy

04.05.2014 16:18 • #7


Hallo Juwi.

Aufdosieren musste ich zum Glück nicht.
Mein Psychiater sprach auch einmal von dem Wechsel zu Diazepam, um es dann abzusetzen.
Aber meine Dosis ist so gering, vielleicht brauche ich kein Diazepam?

Ich muss noch einmal mit ihm sprechen.

Willst du denn bald stationär gehen?

Lieben Gruß
Marie

04.05.2014 16:20 • #8


Hallo Rose.

Du hast Recht. Ablenkung hilft sehr.
Auf der Arbeit habe ich z.B. keine Angst, weil ich mich da konzentrieren muss.

Liebe Grüße
Marie

04.05.2014 16:21 • #9


Hallo Marie !
Ich habe seit 12 Jahren eine Angststörung mit Panikattacken . Bekomme aber nur im Notfall eine kleine Packung Tavor .
Ansonsten bekomme ich nur Opipramol und Atosil ,das soll nicht abhängig machen .Hilft aber nicht so gut wie Tavor.
Aber das jemand wie Juwi das zeug 5 Jahre bekommt ist schlimm. Ich kenne 2 Leute die haben einen schlimmen Entzug hinter sich .
Ich bin seit 9 Jahren wegen der Erkrankung berentet hab schon fast die Hoffnung aufgegeben das es mal wieder weggeht .
Aber trotzdem Danke für Deine Genesungswünsche .
Gruß claire

04.05.2014 19:34 • #10


Hallo Claire.

12 Jahre Angst ist grausam.
Hast du die Rente allein wegen der Angststörung bekommen oder kam noch etwas hinzu?

Lieben Gruß
Marie

04.05.2014 19:41 • #11


Hey,

ich nehme auch Lyrica und Venaflaxin. Tavor nur im Notfall. Ich muss sagen das die Angst vor der Angst das schlimmste für mich ist. Ich werde bald auch die Rente auf zeit beantragen müssen weil ich mit meinem letzten Versuch wieder zu arbeiten gescheitert bin. Mich würde auch interessieren wie das bei euch ablief....

LG Yvonne

04.05.2014 19:48 • #12


Hallo Marie !
Meine Angststörung fing 2002 an erst mit Verfolgungsängsten und der Meinung man trachte mir nach dem Leben.
Das ging in der Firma den ganzen Tag so . Jeder der Kollegen trachtete mir meiner Meinung nach , nach dem Leben.
Das hab ich 1 Jahr ausgehalten ohne mit jemanden darüber zu reden.
Dann kam es so ,das ich meinte jegliches Essen sei vergiftet , und trank nur noch Wasser was mich dann 4 Wochen später in die Psychatrie brachte .
Ich wog nur noch 32 Kilo und traute niemandem mehr auch nicht den Ärzten . Bekam dann Medikamente mit starken Nebenwirkungen und hielt die für Vergiftungserscheinungen meiner damaligen Ansicht wollte man mich dort wohl auch umbringen .
Das war der Horror. Das zog sich ein paar Jahre hin ,bis ich nach ca 14 Klinikaufenthalten Berentet wurde , da von der Krankenkasse ausgesteuert .
Heute , wenn ich an diese Zeit zurückdenke frage ich mich ,wie viel Angst und Panik ein Mensch doch aushält und nicht dran stirbt.
Gruß claire

05.05.2014 13:43 • #13


Hallo an Alle,

jetzt muss ich meinen "Senf" auch mal dazu geben. Man sollte ja nicht glauben wie leichtsinnig die Ärzte Tavor verschreiben. Da fragt man sich...........haben die eigentlich noch Hirn? Ich habe Tavor fast 4 Jahre genommen. Hatte dann auch mal von selbst damit aufhören wollen, so von einem Tag auf den anderen. Ich dachte, ich werde verrückt. Also..........weiter einnehmen und langsam ausschleichen lassen. Es hat lange gedauert und ich hab heute noch ab und an Panikattacken. Aber den Mist von Tavor nehme ich nicht wieder. Doxepin hab ich 10 Jahre geschluckt. Hatte plötzlich Hautirritationen an den Händen, mochte sie gar nicht mehr zeigen. Nach Absetzen der Tabletten ging auch der Ausschlag zurück.

Marie, mach Dich nicht so verrückt. Hör auf mit Tavor, Du bist auf dem besten Wege dazu.
Ich würde mich freuen wenn man hier auch mal per PN einen Kontakt knüpfen könnte.

Ich wünsche Allen hier noch einen schönen Tag
LG Mimikri

05.05.2014 13:57 • #14


in die runde,

was hat sich da die natur nur ausgedacht.......

lg
rose

05.05.2014 14:39 • #15


Zitat von x.:
Hallo Juwi.

Aufdosieren musste ich zum Glück nicht.
Mein Psychiater sprach auch einmal von dem Wechsel zu Diazepam, um es dann abzusetzen.
Aber meine Dosis ist so gering, vielleicht brauche ich kein Diazepam?

Ich muss noch einmal mit ihm sprechen.

Willst du denn bald stationär gehen?

Lieben Gruß
Marie


Hallo,
Warum will dein Psychiater auf Diazepam ausweichen - das ist doch auch ein Benzo und nicht weniger bedenklich als Lorazepam?
Stationär gehen kann ich nicht, weil ich längst bei der Krankenkasse ausgesteuert bin. In Österreich darf man dieselbe Krankheit höchstens 52 Wochen haben. Stationärer Aufenthalt würde automatisch Krankenstand bedeuten und in den kann ich nicht gehen, weil ich die 52 Wochen in den vergangenen 3 Jahren bereits aufgebraucht habe. Ich müsste den Kranenhausaufenthalt aus eigener Tasche bezahlen und das kann ich nicht (lebe knapp am Existenzminimum). Momentan ist ein Entzug aber eh kein Thema - ich mache ohne Tavor nachts kein Auge zu.

05.05.2014 14:40 • #16


Hallo Juwi !
Bin jetzt völlig entsetzt !
Die können Dir doch keine Therapie verweigern weil Du schon so lange krank bist !
Was ist denn das für ein System ? Das ist nicht nur unterlassene Hilfeleistung sondern auch noch unverantwortliches Süchtigmachen .
Gruß claire

05.05.2014 15:13 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Das finde ich auch sehr krass. Verrückte Welt.
Aber auf Diazepam zu wechseln ist doch auch wirklich keine Lösung.
Ich dachte zwar immer Valium wäre stärker als Tavor...aber von Tavor hab ich mich viel besser gefühlt.
Ich hatte nur am nächsten Tag nix mehr davon wie bei Diazepam.

05.05.2014 15:25 • #18


Hallo Claire.

Da hast du ja eine Riesenodyssee hinter dir.
So viele Klinikaufenthalte.
Ich wünsche dir alles Gute und freue mich für dich, dass du die Rente durchgekriegt hast.

Habe heute mit meinem Arzt telefoniert.
Er meinte, da ich bei meinem neuen Job noch unter Stress stehe, soll ich 0,5 mg Tavor noch bis zum nächsten Termin im Juni nehmen. Dann besprechen wir alles weitere.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend.

Liebe Grüße
Marie

05.05.2014 18:33 • #19


Hallo Marie !
Wenn ich ehrlich bin ,hätte ich auch lieber einen Arzt der mir Tavor nicht so zimperlich verschreiben würde ,denn ich quäle mich manchmal sehr .
Und Tatsache ist ,das Mittel hilft . Da denkt man dann in dem Augenblick nicht an die Sucht .
Ich wünsche Dir sehr ,das du beim Absetzen keine argen Probleme bekommst . Das ist schon recht lang bis Juni .
Gruß claire

05.05.2014 18:59 • #20



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