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Hallo Leute,

ich nehme seit ca. 3 Wochen Tavor (0,5 mg) ein um einigermaßen den Arbeitstag zu überstehen.

Ich habe stark generalisierte Angstzustände, die ich sonst nicht in Griff bekomme.

Gibt es ein Medikament das ähnlich gut wirkt, aber nicht abhängig macht?

Hat jemand Erfahrung mit Lyrica? Ich überlege mir Lyrica verschreiben zu lassen um endlich von Tavor wegzukommen.

Vielen Dank für eure Antworten.

05.11.2015 12:47 • 07.11.2015 #1


5 Antworten ↓


Dragonlady_s
Es gibt doch einen Haufen an Medikamenten die bei GAS helfen und nicht abhängig machen.
Was sagt denn dein Arzt dazu?

05.11.2015 14:00 • #2



Alternative zu Tavor

x 3


lotusmann
opipramol sediert schon ganz gut, könnte vielleicht helfen.

06.11.2015 22:17 • #3


Hallo uneek!

Gut dass du von Tavor wegkommen möchtest, da bei längerer Einnahme ja eine Abhängigkeit sich entwickeln kann.
Es gibt einige Medikamente, welche bei generalisierter Angststörung indiziert sind:

-Mittel der ersten Wahl wären SNRI und SSRI, da diese kein Abhängigkeitsrisiko mit sich bringen und auch länger eingenommen werden können, und zumeist auch gut verträglich sind, insbesondere wenn man es einschleicht.

Zu Lyrica kann sagen, dass es auch bei GAS indiziert ist, allerdings wird diskutiert, ob hier nicht ein Abhängigkeitsrisiko besteht, wenn auch dieses Risiko wohlmöglich deutlich geringer ist als bei Benzodiazepinen wie Tavor etc.

Lyrica wirkt recht schnell und hat keine allzu große Latenzzeit, wirkt meist ähnlich ein Tranquilizer und recht gut verträglich, macht allerdings zu Beginn der Behandlung Müdigkeit, weshalb die größere Dosis meist abends eingenommen wird. Aber ansonsten ist Lyrica ein gutes Medikament. Frag mal deinen Arzt was er von dem Medikament hält

Liebe Grüße SALVAT

06.11.2015 23:34 • #4


Opipramol und Atosil hilft beides bei generalisierter Angststörung, was ich habe.

07.11.2015 03:38 • #5


Retardkapsel
Hallo uneek !

Auch ich rate dir, vom Tavor schön langsam Abstand zu nehmen, Benzos durchgehend über Wochen zu nehmen ist eine heikle Sache. Für gelegentliche Einnahmen oder Notfälle halte ich sie dennoch für geeignet, gebrauche sie schon über Jahre, jedoch sporadisch, nicht über Wochen andauernde Strecken.

zu Lyrica:
Aus Sicht des Arztes ist Lyrica vermutlich nicht die Option Nr.1 und wird die Therapie eher mit ADs einleiten. Lyrica wird derzeit unter den Ärzten, bezüglich Wirksamkeit und Abhängigkeitspotenzial kontrovers diskutiert.

Mein Arzt verschrieb mir dieses Medikament, weil ich mit Antidepressiva nicht zurechtkam.
Ich hatte eine Reihe durchprobiert, von „antriebsfördernd“ bis „dämpfend“, alle wirkten sich drastisch auf mein Schlafverhalten aus. Einzig Sertralin nahm ich über längere Strecken, war leider nicht wirksam.

Leider spreche ich sehr spät auf dieses Medikament an und bin auf der höchstmöglichen Dosis (200-200-200 mg). Ein typisches Merkmal von Lyrica, kenne Leute, die mit 50-0-50 mg gute Wirksamkeit verspüren.

Mein persönlicher Eindruck:
Lyrica beruhigt stark (bei entsprechender Dosierung),

Nebenwirkung: „Wortfindungsstörungen“ (wird auch im Beipackzettel erwähnt). Habe teilweise derbe Probleme Texte zu formulieren (so auch diesen hier, man möge mir bitte verzeihen).

Abhängigkeitspotenzial: hoch. 600 mg abrupt abzusetzen würde mit allerdeftigsten (psychischen) Entzugserscheinungen einhergehen (habs im Selbstversuch erlebt). Der Ausschleichprozess muß vermutlich länger durchgeführt werden als bei Antidepressiva.

Missbrauchspotenzial: hoch. Ähnlich wie bei den Benzos ist die Verlockung bei manchen groß, höher und höher zu dosieren.

Plus von Lyrica: auch als Bedarfsmedikament anwendbar, kein „Anfluten“ notwendig.

Wie bereits erwähnt, ist dieses Medikament aus verschiedensten Gründen umstritten. Ich persönlich finde das Medikament aufgrund der stark beruhigenden Wirkung hilfreich, andere empfinden solche
Effekte eher störend.

Ich schliesse mich Dragonlady und Salvat an und sage „lass dich vom Arzt deines Vertrauens beraten“.

Ich wünsch dir Gute Besserung
LG
Thomas

07.11.2015 08:30 • #6




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Dr. med. Andreas Schöpf