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Nachtrag

Spontan fällt mir noch ein. Ich kenne den zeitlichen Ablauf Deiner Probleme nicht.
Generell ist nicht auszuschließen, dass Deine Angst/Panik allein durch die SD-Überfunktion ausgelöst wurde und Du keine SSRI benötigst.

Man sollte sich stets klar machen: Alle Medikamente sind Gift. Leber, Niere und Herz: Haben keine Schmerzrezeptoren. Sie nehmen (auf Dauer) lautlos Schaden.
Von seinen Ärzten wird man dann emotionslos zu entsprechenden - ua.zB zu Nephrologen in die Dialyse - überwiesen...

Nimmt man AD müssten regelmäßig einige Blutwerte kontrolliert werden.

Es macht Sinn, Medikamentenverschreibungen zu hinterfragen, Dosierungen zu hinterfragen, sich um die minimal wirksame Dosis zu bemühen etc...
Dank Internet sind Fachinfos heute für jeden nahezu kostenlos zu finden.
Und Foren sind ein wahrer Segen...

13.12.2020 18:45 • #81


Nachtrag 2:

Ich selbst nehme L-Thyroxin (Hypothyreose - evt. seronegative Hashimoto)...
Leider! wollte ich stets "scharf" eingestellt sein. Also niedriges TSH - nahe einer Überfunktion.
Jahrzehntelang... Ich fühlte mich immer müde. Aber müde wird man ja nicht nur durch eine SD Unterfunktion. Auch Schlafschwierigkeiten (ev. NW einer falschen SD-Einstellung) können Ursache sein. Es ist sehr komplex.

Jedenfalls ging es mir vor 1-2 Jahren plötzlich unvorstellbar schlecht! Unvorstellbar!
Panik - Schlaflosigkeit - Vibrationen im Körper... So was hatte ich noch nie. Niemals! Ich war extrem panisch!
Viel zu spät bemerkte ich den lebensgefährlichen Blutdruck von 249/000.

Ich ging zum HA. Ob ich Tollwut haben könne - also eine Impfung (hatte im Ausland verwilderte Katzen angefasst...)

Irgendwann kam wieder eine SD Blutabnahme: Negativer Wert. Dem Arzt war das egal - gleiche Dosierung.

Eigenmächtig zerteile ich die Tablette... Und mir wird klar, die HWZ ist so lang: Im Grunde kann ich die Einnahme unterbrechen. Trotz abrupter Unterbrechung wird der Wirkspiegel nur langsam geringer werden und erst nach 2 Wochen bei Null sein. (Vorsicht: Nicht nachmachen: Ich kann die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Ich habe noch eine SD. Allerdings ist sie sehr klein mit 7ml.)

Ich wusste von früher, dass mein TSH ohne Tabletten mal bei ca. 11 lag. Ich hatte gehört, dass manche Patienten einen Wert von 90 haben und dass ein Wert von 10 bei Älteren denkbar und akzeptabel sein kann (Wohlbefinden/Schutz des Herzens im Alter etc.).

Also nahm ich eine Weile nichts ein. Erst nach vielen Monaten bekam ich Verstopfung. Ein typ. Merkmal einer Unterfunktion...

Jetzt dosiere ich - sehr, sehr langsam in ca.6mcg Schritten - auf. Beobachte den Blutdruck. Der muss normal bleiben und höchstens beim Aufdosieren einige Stunden nach der Einnahme etwas erhöht sein.
Ich bin weit entfernt von offiziellen Infos: Mit 50mcg anfangen, oder mit 25mcg Schritten erhöhen...

Diese NW Wirkungen, die man spürt - sie sind stets ein schlechtes Zeichen. Im Grunde müsste man so langsam vorgehen, dass man keine hat.

Man kann sich - leider - nicht auf Ärzte verlassen.

Ich bin sehr froh, alles ohne Schlaganfall überstanden zu haben. Ich denke, es war knapp...

13.12.2020 19:17 • #82


Nachtrag 3 - definitiv der letzte, lol.

Ich recherchiere sehr intensiv zu meinen medizinischen Problemen. Möglichst auf wissenschaftlichem Niveau
Hier ein Link zu einem englischen Artikel. Es gibt ja Google Translate...
Uups - ich darf keine Links senden... Entferne mal den Anfang:
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11840307/

Die Schilddrüse beeinflusst auch den Serotoninspiegel (im Gehirn).
Aufgrund der Überfunktion dürftest Du also eher zu viel S. haben. Und steigerst es wo möglich durch Escitalopram weiter - und das auch noch durch schnelles Aufdosieren.

Wie schon geschrieben - ich könnte mir vorstellen, dass Deine Probleme allein durch die SD-Überfunktion ausgelöst werden...

Du solltest auf jeden Fall die Symptome des Serotoninsyndroms kennen... Blutdruck messen.

Ich fühle mich nicht wohl darin, einen Rat zu geben.
Ich persönlich würde das Escitalopram absetzen. Aber habe den Thread nur überflogen - habe zu wenig Infos...

Denkst Du über ein Absetzen des Escitaloprams nach: HWZ 30h.
Insofern ist man den Wirkstoff nach 60h los. Nach mehrwöchentlicher Einnahme könnte das abrupte Absetzen (auf Null) zu Problemen führen. Man kann es aber - gefahrlos - probieren: Ein Psychiater (Psychiatrie to go) meint, es gäbe ua. bei Escitalopram beim Absetzen keine Probleme. Ich kann es nicht ganz glauben.
Wenn NW entstehen, kann man es einfach wieder nehmen und die NW verschwinden. Und dann ggf. langsamer machen. Und erneut ausprobieren, was maximal möglich ist mit wenig NW.

Und wenn Du weiter Ängste/Panik hast: Es gibt ja beruhigende Medis. Man kann immer mal ein Benzo nehmen (rel. ungiftig). Suchtgefahr erst bei regelm. Einnahme. Oder Buspiron... Um zumindest zeitweise ruhiger zu sein. Übergangsweise - bis Du keine SD-Überfunktion mehr hast und sich alles normalisiert hat...
Ein HA könnte da jedenfalls eigentlich problemlos helfen.

Trotzdem - es ist alles nur meine persönliche Meinung.
Ich denke, recherchiert man mit den Stichworten SD Überfunktion Psychose Angstzustände wird man fündig werden...
Aber es bleibt komplex und individuell...

13.12.2020 20:16 • #83




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Dr. med. Andreas Schöpf