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Z

zwergie08
Mitglied

Beiträge:
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Sammelthema
Guten Morgen ihr Lieben!

War letzte Woche beim Arzt und der verschrieb mir Citalopram 20 mg.
Ich hab nich wirklich Angst vor den Nebenwirkungen, es ist eher die Angst davor dass es zu viel für meinen Körper ist. (Wiege bei einer Körpergröße von 1,60 m nur 41 kg.)
Also nahm ich am Samstag meine erste Tablette, aber nur ein Viertel davon, also 5 mg. Und wollte heute meinen Arzt anrufen. Der ist leider die nächsten 2 Wochen im Urlaub.
Das Wochenende verlief eigentlich ganz gut, also nahm ich heute morgen etwa 7,5 mg.
Ich weiß es ist überhaupt nicht gut selbst mit diesen Tabletten herumzuexperimentieren! Aber ohne Arzt ist das jetz auch echt blöd.
Meint ihr ich könnte morgen schon die 10 mg, also eine halbe Tablette nehmen?
Oder wie habt ihr hochdosiert? In welchen Abständen?

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Medikament gemacht?

Liebe Grüße und ich bedanke mich schon mal für Antworten.

29.07.2021 #1


234 Antworten ↓
R

Rising-Sun85
Mitglied

Beiträge:
1
Mitglied seit:
Hallo Mahabharata,

ich kenne Citalopram und nehme es selbst nun schon seit 4 Jahren.

Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich einen völligen Tiefpunkt erreicht aus dem ich selbst nicht mehr rauszukommen schien.
Obwohl alles in Ordnung war - als bester meine Ausbildung abgeschlossen, Arbeitsvertrag für den Job, den ich 2 Jahre lang wollte, gute Freunde...- fühlte sich nichts mehr gut an.

Bin ein sehr emotionaler Mensch und hatte plötzlich weder Freude, noch konnte ich sonst etwas verspüren - nicht mal sauer werden konnte ich...
Alles was ich damals fühlte war Nervosität und Angst sowie Zweifel. Ich verstand mich selbst nicht mehr und konnte mich auch nicht fühlen - plötzlich fehlten mir Ziele und ich konnte sie auch nicht entwickeln.

Dann kam der Zeitpunkt als ich mir eingestehen konnte, dass ich Hilfe brauchte und dank meiner Familie auch zum Arzt ging.
Dieser verschrieb mir Citalopram 10 mg und gleichzeitig, was auch das wichtigste war, eine Gesprächstherapie.
Nebenwirkungen traten bei mir anfangs nicht auf - jedoch reichten die 10 mg bei mir nicht aus. Dosis wurde dann erhöht auf 20mg und später 30mg (was auch gut war, da ich damals noch völlig unter Strom stand bzw. mir selbst auf der Arbeit Stress machte, dann noch eine Beziehung in die Brüche ging etc..)
Zwischen 2009 und diesem Jahr hatte ich dann keine Therapie mehr - mir schien es wieder gut zu gehen und ich "funktionierte" wieder auf Arbeit und auch im privaten Bereich. Ich nahm weiterhin 30mg bis ich vor kurzem erneut einen absoluten Tiefpunkt erreicht hatte und mich mein Arzt überzeugte auf 40mg zu erhöhen (wurde in den vergangenen Jahren öfters vorgeschlagen). Dies ist nun ca. 3 Wochen her und seit letzter Woche bin ich langsam am reduzieren - mittlerweile wieder bei 30mg angelangt und ab nächster Woche voraussichtlich wieder bei 20 mg .
Mir hat Citalopram geholfen, die schweren Situationen zu überstehen, aber das wichtigste bzw. hilfreichste für mich ist die Gesprächstherapie, meine Familie und meine Freundin, die sehr verständnisvoll ist und mit der ich von Anfang an offen über meine Situation sprechen konnte.
Nach 4 Jahren schaffe ich es nun einige Ängste und Denkmuster abzubauen oder leichter
zu nehmen und das habe ich beidem zu verdanken - den Medikamenten, die mich "stützten" und der Therapie, die mir Anstöße gab und gibt für Veränderungen.

Schreibe dies, um Dir Mut zu machen - bin auch kein Freund von Medikamenten und war anfangs ebenfalls geschockt von den möglichen Nebenwirkungen. Mir hat es jedenfalls geholfen und tut es im Moment noch immer. Doch wie gesagt, das Wichtigste für mich ist die Erkenntnis, dass Veränderungen möglich sind und man vieles leichter nehmen und sich somit auch das Leben leichter machen kann.

Wegen Nebenwirkungen:
Dies kann man nicht so pauschal beantworten denke ich - jeder Mensch / Organismus reagiert hier vermutlich anders.
Mir schien es so, dass ich bei Erhöhungen ein wenig vergesslicher war als normal - dies verging jedoch auch immer wieder.
Das einzige was für mich wirklich unangenehm war (und auch mehrfach schon im Forum gelesen), war die Situation wenn ich vergaß die Tabletten einige Tage zu nehmen - dann hatte ich das Gefühl kleiner elektrische Schläge im Kopf und hatte auch ein wenig Schwindelgefühle / Kreislaufprobleme.
Trotz der Medikamente hatte ich teilweise auch schwere Tiefs und Phasen - aber ich denke, dass gehört auch dazu.

Trotz allem - mir hat Citalopram geholfen und ich denke Medikamente als "Stütze" oder Krücke zu nehmen - neben einer gleichzeitigen Therapie ist ein guter Weg aus der Depression.

Am besten Du sprichst mit Deinem Arzt - denke ein enger und guter "Draht" speziell am Anfang der Medikation ist sehr wichtig, einfach auch um zu sehen, ob das Medikament wie gewünscht bei Dir wirkt, die Dosis ausreicht etc.

Wünsche Dir alles Gute, Hoffnung und Zuversicht!

10.10.2011 21:21 • #64


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Citalopram - echte Erfahrungen von Mitgliedern

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O

omegaman
Mitglied

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1389
Themen:
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Danke erhalten:
2
Mitglied seit:
Hallo

Ich habe etwa 13 Monate lang das Medikament Citalopram gegen Depressionen genommen.

Meine Erfahrungen damit:

Das Medikament war bei mir nahezu ohne die geringsten medizinischen Nebenwirkungen, meine Anfangsdosis lag bei 20mg.

Nach etwa 3 bis 4 Wochen (Dosis nun 40mg) trat tatsächlich eine sehr positive Wirkung ein. Meine Depressionen, einschliesslich aller Begleiterscheinungen wie ständiges Gedankendrehen und Schlaflosigkeit, sowie die Beschäftigung mit einem möglichen selbstgewählten Ableben, waren nahezu vollkommen verschwunden.

Vor zwei Wochen habe ich aber dennoch das Citalopram eigenmächtig abgesetzt, denn ich habe folgende Begleiterscheinung festgestellt:

Man hat durch die Einnahme dieses Medikaments eine innere Ruhe und ein ausgeprägtes positives Denken. Hinzu kommt ein zu schnelles und daher unreflektiertes Vertrauen in alle Dinge und Personen.

Gegen Depressionen kann ich daher dieses Medikament in seiner Wirkung sehr gut empfehlen.

Aber man sollte auch unbedingt vor der langfristigen Einnahme beachten, in welcher sozialen Lebenssituation man sich gerade befindet.
Wer in einer festen sozialen Struktur ist (fester und sicherer Arbeitsplatz, festes und vertrauenswürdiges soziales Umfeld, also Freundeskreis und/oder Familie), dem ist das Medikament uneingeschränkt zu empfehlen.

Wer sich jedoch in einer instabilen, oder neu aufzubauenden Struktur befindet (Arbeitsuche, Arbeitsbeginn, Suche und Aufbau eines neuen sozialen Umfeldes, Partnersuche etc.), dem kann ich von diesem Medikament an dieser Stelle nur abraten.

Allzuschnell können durch die Ruhe und das positive Denkmuster, sowie durch die mögliche überschnelle Vertrauensbildung, extreme Probleme entstehen.

Offensichtlich setzt dieses Medikament auch einige natürliche Warnsysteme im menschlichen Gehirn ausser Kraft. Daher wird Citalopram wohl auch zunehmend bei Angsterkrankungen eingesetzt.

Für mich persönlich ist dieses Ausschalten der Warnsysteme, beruflich wie privat, zu einer bösen Falle geworden.

Liebe Grüsse, omega

17.11.2009 00:04 • #31


Zum Beitrag im Thema ↓


G
warum genau haben die denn gesagt, das du die nehmen sollst?
hast du auch ne magenspiegelung machen lassen.
ich hab nen ziehmlich nervösen magen, hatte deswegen immer magen entzündet. nehme jetzt seid 3 monaten citalopram(nicht wegen bauchschmerzen, denn da helfen die nicht) und seid dem eigentlich keine magenschmerzen mehr.
hast du denn angst- und/oder panikattacken?
und wann hast du denn immer bauchschmerzen bekommen?
wichtig ist bei empfindl. magen: nicht überessen, nicht sofort nach dem essen hinlegen, auf ernährung achten, d.h. körper beobachten ob er bestimmte nahrungsmittel nicht verträgt. z.b. kohlensäure oder scharfes etc. damit kann man sich meist schon gut helfen

#2


G
ich weiss nicht, ich habe halt viel mitgemacht in den lezten Jahren, mein 1. sohn ist vor 4 jahren an einer schlimmen krankheit gestorben, meine mutter vor 3 jahren an krebs erkrankt, 6 monate nachdem mein 1. kind verstarb war ich wieder schwanger, hatten aber ein risiko von 1:4 das das zweite kind auch an dieser krankheit leiden könnte, kurz bevor mein 1. kind krank wurde ist meine grossmutter bei der ich aufgewachsen bin verstorben un davor ist uns eine 60qm holzdecke fast auf den kopf gefallen, mit mt meinem kleinen in lezter sekunde rausgerannt. Meine Mutter hat in meiner kindheit ein grosses Alk. problmem gehabt und ichhabe da viel mitbekommen, sogar einen selbstmordersuch mit pulsadern aufschneiden...jetzt bin ich 31 meinmann ist aber seit 6 monaten arbeitslos und hinzu kommt die finanziellen probleme. Viele ärzte bei denen ich war hab ich diese problematik kurz angestochen und sie meinten das meine Bschwerden psyschischer Natur sind (diese Beschwerden habe ich jetzt 3 monate. Ich habe ein starkes druckgefühl in der magengegend und unter den rippen und habe das gefühl dies würde mir die luft abdrücken und habe atemprobleme und meine ich müsse oft mal tief luftholen oder gähnen. Wenn ich was anstrengendes mache schnaufe ich wie verückt und mein puls rast. Nachts sind alle symiptome verschwunden. Sobald ich morgens aufstehe fängt alles nach10 minuten wieder an. Ich war beim lungenfacharztm, herz EKG, Schildrüsenblutuntersuchung, Ciropraktiker (2 wirbel einrenken) und war beim internisten der hat mit Sono die inneren Bauchorgane geschekt. Offen ist jeztz noch ein Blutbild und eine evtl magenspiegelung, die ich aus angst gestern abgesagt habe.

#3


D
oje das hört sich ja schlimm an!
Da hast du aber einiges durchgemacht.
warum hast du die magenspiegelung abgesagt. ich hatte damals auch eine. sicher ist es unangenehm aber überhaupt nicht schlimm. und wenn du soviel angst hast kannst du es ja vielleicht von nem doc macghen lassen, der dir ne kurze narkose gibt. aber glaub mir, man kann das gut aushalten. dauert vielleicht insgesamt vom schlauch schlucken an 10 min. angst brauchst du keine zu haben . ZAHNARZT ist schlimmer

#4


G
Hallo das ist schön zu hören, ich habe zu viel im internet nachgelesen übers Schlauch schlucken und dann totalen schiss bekommen. ich bin mir nur so unsicher ob ich das machen soll. Ob der Druck im Magendreick und der Atemnot mit einer Gastritis oder Magenschleimhautentzündung zu tun haben kann? Beruhigend wäre es ja in einem Fall, das kann man wenigsten schnell ausheilen.

#5


G
gastriris un magenschleimhautentz. ist zunächst das selbe. vielleicht hast du auch einen reflux. das bedeutet zurückfliessende magensäure zur speiseröhre. auch das wäre nichts schlimmes. ich glaube nicht das du was schlimmeres hast, denn dazu gehört meist mehr. z.b. magenbluten, erbrechen usw. auch wenn es ein magengeschwür wäre welches bei stress nicht selten ist, wäre gut mit medikamenten behandelt werden. früher wurde sowas operiert , heute therapiert man das nur noch mit medis soviel ich weiss.
und der magen reagiert sowieso bei vielen empfindlich auf das seelische befinden.
allso nur mut!!

#6


M
Hallo!


Ich habe mit 10 mg begonnen. Habe aber auch nicht mehr genommen. Bin jetzt bei 5 mg.
Hoffe konnte dir helfen.

maja

#7


G
hi maja, ja, danke....wie lange nimmst du es schon, und bist du zufrieden dami/kommst gut damit klar??danke

#8


M
Hallo!


Ich komme gut damit zurecht.

Vor ca. 2 Monaten habe ich sie für 3 Wochen abgesetzt. Da wurden meine Ängste aber wieder schlimmer.
Seit dem ich sie wieder nehme geht es mir besser. Auch wenn es nur eine viertel Tbl. ist.

maja

#9


hase84

Erfahrungen mit Citalopram?

Hallo zusammen!

Ich habe auch große Probeleme mit Panikattacken. Hatte sie zeitweise mit Citalopram gut in den Griff bekommen. Ich hatte wieder Spaß am Leben und so. Seit einigen Monaten ists wieder schimmer geworden, da ich Citalopram auch abgesetzt habe. Da ich ab januar eine neue Arbeitsstelle habe und ich große Angst habe, es mir selber zu verbauen, durch die PA`S eben, hab ich jetzt mit Citalopram wieder angefangen. ich hoffe es geht mir schnell wieder besser, dennn bald soll ich schon zum Einarbeiten dort hinfahren und mir wird jetzt schon schlecht , wenn ich dran denke. Mach übrigens auch eine Therapie, aber erst seit 3 Wochen und bis jetzt merk ich noch nicht all zu viel Erfolg...
Was habt ihr für Erfahrungen mit Citalopram gemacht?
LG

#10


A
Citalopram braucht ein bisschen bis es wirkt es kommt auch auf die Dosierung an, ich fand die Nebenwirkungen schlimm aber das kommt auch auf jeden selber an.

#11


hase84
ja Nebenwirkungen hab ich auch. Fühl mich wie benebelt und hab Kopfweh und bin total müde und übel ist mir auch zeitweise.... aber ich nehm das jetzt mal in Kauf, denn so kanns auch nicht weitergehen. ...
Wie lange nimmst du das Citalopram schon?

#12


H
Hallo hase84 !

Wenn du bald wieder mit Citalopram anfängst, dann sollten eventuelle Nebenwirkungen eigentlich bis Januar vorüber sein.
Bis das Medikament wirkt, dauert es etwa 2 bis 4 Wochen, du hast ja auch schon Erfahrung damit.
Übrigens, benebelt und müde war (und bin teilweise) ich auch, nehme jetzt das Medikament (20mg) seit etwa fünf Wochen.

Liebe Grüsse,

Helpness

#13


W
hallo
ich nehme es jetzt seit 6wochen (20mg)soll aber jetzt auf 40mg hoch!!
hat jemand mit der dosis erfahrung?

lg

#14


H
Hallo warum !

Ich habe mich in meinem vorhergehenden Beitrg etwas vertan. Ich nehme seit zwei Wochen auch 40mg (2x20mg täglich).
Die Dosiserhöhung hat bei mir zu keinen neuen Nebenwirkungen geführt.

Liebe Grüsse, Helpness

#15


W
wirkt es denn dann besser?
ich soll es erhöhen weil ich jetzt dadurch das mein mann wieder arbeiten ist in einer extrem situation bin!!Soll auch morgens und Abends eine nehmen!

Hoffe auch nebenwirkungen tretten nicht auf!!

lg

#16


H
Hallo warum !

Ich nehme auch eine morgens und eine abends.

Mir geht es damit auf jeden Fall besser. Fast keine Depressionen mehr, kein Gedankendrehen und auch weniger allgemeine Angst (nur noch, wenn ich bewusst an die spätere Zukunft denke ).

Liebe Grüsse, Helpness

#17

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W
dann hoffe ich das es bei mir auch besser wird wenn ich 40mg nehme vor allem das ich irgendwann mal wieder richtig schlafen kann!!
schön das es dir dadurch besser geht!!

#18


hase84
Also meine Kopfschmerzen sind mittlerweile weg! Nur ich kann extrem schlecht schlafen und übel ist mir immer noch... naja aber ich fühle mich schon etwas entspannter und das ist mir das Wichtigste!

#19


B
hi,

ich nehme seit August Citalopram, hatte am Anfang starke Nebenwirkungen die aber fast komplett wieder weg sind. Nehme 20 mg täglich und die PA sind schon viel weniger geworden, auch der tägliche Schwindel ist verschwunden.

Naja, nur schlafen kann ich immer noch nicht wirklich... wie man an der Uhrzeit sicher sieht muss vielleicht auch erhöhen!?

lg, bugs

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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