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Strand
Hey Bitter Sea,

also bei mir war's auch ein Burnout, bzw. Erschöpfungsdepression und daraufhin hab ich dann alle möglichen Ängste gekriegt: Angst verrückt zu werden, schizophren zu werden, nie wieder gesund zu werden, Tinnitusangst, ohnmächtig zu werden, nie wieder arbeiten gehen zu können usw...war neun Wochen krankgeschrieben und bin dann mit Wiedereingliederung wieder hin seit Januar.
Man muss aber echt an sich arbeiten, an seiner Lebenseinstellung, wie man mit sich umgeht und mit der Arbeit und anderen Menschen. Aber dank meiner VT bin ich da schon vorwärts gekommen.

Das wird auch diesmal wieder werden Bitter Sea

Ich hab noch arge Versagensängste und Angst vor der Angst, aber im Grossen und Ganzen geht's mir wieder ganz gut!

Lg
Strand

10.05.2011 07:45 • #61


Flügelschlag
Ich nehme auch seit ca. 6 wochen Citalopram 10 mg.
IMir reichen die 10 mg aber voll und ganz da ich seitdem ich die Dinger nehme heftige Schlafstörungen habe und Magenprobleme... Wäre das alles nicht so schlimm hätte ich meine Ärztin efragt ob ich auf 20 mg erhöhen kann, weil 10 mg laut einiger Ärzte ja eher "Smarties" sind und normal 20 mg wären. Oder liege ich da falsch?

Hat noch wer diese Nebenwirkungen?

11.05.2011 13:43 • #62



Citalopram - echte Erfahrungen von Mitgliedern

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Hallo, alle,
kennt jemand das Medikament Citalopram und kann berichten, gegen was genau er es genommen hat, wie es wirkt und ob die meterlangen Nebenwirkungen ein Anlass sein könnten, es besser nicht zu nehmen?
Wäre dankbar für Hinweise!
Danke und Gruß!

07.09.2011 03:18 • #63


Hallo Mahabharata,

ich kenne Citalopram und nehme es selbst nun schon seit 4 Jahren.

Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich einen völligen Tiefpunkt erreicht aus dem ich selbst nicht mehr rauszukommen schien.
Obwohl alles in Ordnung war - als bester meine Ausbildung abgeschlossen, Arbeitsvertrag für den Job, den ich 2 Jahre lang wollte, gute Freunde...- fühlte sich nichts mehr gut an.

Bin ein sehr emotionaler Mensch und hatte plötzlich weder Freude, noch konnte ich sonst etwas verspüren - nicht mal sauer werden konnte ich...
Alles was ich damals fühlte war Nervosität und Angst sowie Zweifel. Ich verstand mich selbst nicht mehr und konnte mich auch nicht fühlen - plötzlich fehlten mir Ziele und ich konnte sie auch nicht entwickeln.

Dann kam der Zeitpunkt als ich mir eingestehen konnte, dass ich Hilfe brauchte und dank meiner Familie auch zum Arzt ging.
Dieser verschrieb mir Citalopram 10 mg und gleichzeitig, was auch das wichtigste war, eine Gesprächstherapie.
Nebenwirkungen traten bei mir anfangs nicht auf - jedoch reichten die 10 mg bei mir nicht aus. Dosis wurde dann erhöht auf 20mg und später 30mg (was auch gut war, da ich damals noch völlig unter Strom stand bzw. mir selbst auf der Arbeit Stress machte, dann noch eine Beziehung in die Brüche ging etc..)
Zwischen 2009 und diesem Jahr hatte ich dann keine Therapie mehr - mir schien es wieder gut zu gehen und ich "funktionierte" wieder auf Arbeit und auch im privaten Bereich. Ich nahm weiterhin 30mg bis ich vor kurzem erneut einen absoluten Tiefpunkt erreicht hatte und mich mein Arzt überzeugte auf 40mg zu erhöhen (wurde in den vergangenen Jahren öfters vorgeschlagen). Dies ist nun ca. 3 Wochen her und seit letzter Woche bin ich langsam am reduzieren - mittlerweile wieder bei 30mg angelangt und ab nächster Woche voraussichtlich wieder bei 20 mg .
Mir hat Citalopram geholfen, die schweren Situationen zu überstehen, aber das wichtigste bzw. hilfreichste für mich ist die Gesprächstherapie, meine Familie und meine Freundin, die sehr verständnisvoll ist und mit der ich von Anfang an offen über meine Situation sprechen konnte.
Nach 4 Jahren schaffe ich es nun einige Ängste und Denkmuster abzubauen oder leichter
zu nehmen und das habe ich beidem zu verdanken - den Medikamenten, die mich "stützten" und der Therapie, die mir Anstöße gab und gibt für Veränderungen.

Schreibe dies, um Dir Mut zu machen - bin auch kein Freund von Medikamenten und war anfangs ebenfalls geschockt von den möglichen Nebenwirkungen. Mir hat es jedenfalls geholfen und tut es im Moment noch immer. Doch wie gesagt, das Wichtigste für mich ist die Erkenntnis, dass Veränderungen möglich sind und man vieles leichter nehmen und sich somit auch das Leben leichter machen kann.

Wegen Nebenwirkungen:
Dies kann man nicht so pauschal beantworten denke ich - jeder Mensch / Organismus reagiert hier vermutlich anders.
Mir schien es so, dass ich bei Erhöhungen ein wenig vergesslicher war als normal - dies verging jedoch auch immer wieder.
Das einzige was für mich wirklich unangenehm war (und auch mehrfach schon im Forum gelesen), war die Situation wenn ich vergaß die Tabletten einige Tage zu nehmen - dann hatte ich das Gefühl kleiner elektrische Schläge im Kopf und hatte auch ein wenig Schwindelgefühle / Kreislaufprobleme.
Trotz der Medikamente hatte ich teilweise auch schwere Tiefs und Phasen - aber ich denke, dass gehört auch dazu.

Trotz allem - mir hat Citalopram geholfen und ich denke Medikamente als "Stütze" oder Krücke zu nehmen - neben einer gleichzeitigen Therapie ist ein guter Weg aus der Depression.

Am besten Du sprichst mit Deinem Arzt - denke ein enger und guter "Draht" speziell am Anfang der Medikation ist sehr wichtig, einfach auch um zu sehen, ob das Medikament wie gewünscht bei Dir wirkt, die Dosis ausreicht etc.

Wünsche Dir alles Gute, Hoffnung und Zuversicht!

10.10.2011 21:21 • #64


hallo

ich habe vor einigen jahren citalopram gegen depression bekommen.

ich persönlich habe damit sehr schlechte erfahrungen gemacht. es ist wohl eins der gängigsten antidepressiva aber mich hat es ins krankenhaus befördert. noch bevor ich irgendeine wirkung gespürt habe ging es mir nach ca einer woche schlagartig sehr schlecht. ich hatte höllische bauchschmerzen und aus so ziemlich jeder körperöffnung lief mir blut aber vielleicht bin ich auch zu empfindlich

liebe grüße

10.10.2011 21:33 • #65


hallo,

ich habe citalopram ca.2 jahre genommen,davor fluoxetin und zoloft....bei mir hat es gut gewirkt,ich fand es machte ein wenig träge und müde,aber auszuhalten...ich hab 10-20mg genommen am tag.

11.10.2011 19:58 • #66


Danke an alle, die mir geantwortet haben- hatte gar nicht mehr hier reingeschaut, da über einen Monat keine Reaktion gekommen, war, daher jetzt eine etwas verspätete Reaktion von mir!
Nehme das Mittel jetzt seit ca. 5 oder 6 Wo., vertrage es gut, nur so von Tag 3-5 gab es etwas Probleme (starkes Kopfweh und Einschlafprobleme), seitdem alles ohne Auffälligkeiten.
Bin mir allerdings auch nicht über die Wirksamkeit sicher, da ich es eigentlich weniger wegen Depressionen nehme, sondern mehr wegen Panik.
Dabei konnte ich bis jetzt nicht so wirklich feststellen, dass es helfen würde.
Aber dauert vielleicht auch noch...
Resley, Deine Nebenwirkungen waren ja der reinste Horror, das ist ja wirklich ganz schlimm gewesen, was Dir passiert ist!
Hoffentlich hast Du jetzt ein Mittel gefunden, mit dem Dir sowas nicht passiert!?
Viele Grüße an Alle!

19.10.2011 15:37 • #67


Hallo,

ich habe Citalopram genommen von Jan - Aug. Nebenwirkungen beim Einschleichen waren am Schlimmsten diese Missempfindungen wie heiße Nadelstiche. Ansonsten kam ich gut damit klar. Wobei ich ja 2 Medikamente hatte, von daher weiß ich gar nicht, Welches jetzt genau welche Nebenwirkung gemacht hat.

19.10.2011 17:53 • #68


Huhu

Ich nehme seit heute Morgen Citalopram und habe mit 5 mg angefangen (1/4 Tablette)
Mein Arzt sagte, ich solle mich langsam an die 20 mg rantasten und es einfach ausprobieren. Es ist mittlerweile das 4. oder 5. Medikament, das ich ausprobiere.
Ich weiß nicht ob es nur Einbildung ist (wobei Einbildung auch eine Bildung ist), aber ich fühle mich "aufgedrehter", glücklicher und nen bissl neben der Kapp. Aber ned im negativen Sinn.
Wie gestern schon mit Mixi am Tel besprochen, hatte ich aber kurz einen Anflug der Panik nachdem ich den Tablettenfussel (viel größer war es nicht) genommen hatte, der sich mittlerweile wieder gelegt hat.
Ich werd euch auf dem laufenden halten, wie sich die Einnahme bei mir auswirkt.

Liebe Grüße

21.10.2011 09:48 • #69


Citalopram (wie alle SSRI) ist in erster Linie ein Medikament gegen Depression, dafür wurden sie auch entwickelt. Und sie sind halt aktivierend, machen Antrieb, munter, gute Laune. Soll zumindest so sein. Das alle diese Medikamente auch gegen Angst wirken, ist eigentlich nur ein Nebeneffekt.
Wegen der Aktivierung (und Euphorie) können sie aber eben auch Angst verstärken, extrem unruhig machen etc. Darum vertragen sie auch viele Leute nicht (ich auch nicht). Ich weiß z.B. von vielen Leuten mit ADHS, da verträgt kaum einer SSRI.

21.10.2011 09:55 • #70


Hallo,
wie geht es Dir mittlerweile nach zwei Wochen mit dem Mittel, Chaos?
Ich bin mir nicht so sicher, was es tut- einerseits leg` ich mich tagsüber hin und schlafe zwei, drei Stündchen , andererseits wache ich morgens extrem früh auf (völlig ungewöhnlich für mich, bin normal ein Langschläfer).
Ausserdem meine ich, dass ich wirrere Träume habe als ohne das Zeugs.
Ansonsten bin ich weder besser noch schlechter drauf.
Vielleicht ein wenig gelassener, das kann schon möglich sein
Viele Grüße und ein schönes WE!

04.11.2011 23:50 • #71


guten morgen..
nehme seid letzter woche citalopram....habe dienstag abend mit einer halben angefangen(10mg)bis samstag...dann ab sonntag morgens ne hablbe(10mg)habe das gefühlseid samstag das ich nur müde und schwach bin und ausserdemhabe ich seidtage ganz leichte kopfschmerzen...ist das normalals nebenwirkung?
Lg

08.11.2011 10:49 • #72


Cico005
hy du

ja das ist normal. es können nebenwirkungen auftreten die aber meist recht zügig verschwinden. jeder verträgt es anders. so wie es bei mir ist


lg cico

08.11.2011 11:22 • #73


hallo Cico:)
ist esnormaldas es erst nach tagen auftritt?
wieverträgst du deins?

08.11.2011 11:26 • #74


Cico005
Huhu

Ich ertrag es gar nicht. Bei mir hat es schleichend angefangen. und jeden tag wurde es immer schlimmer. auch nach tagen kann das passieren ja. meist kommen die nebenwirkungen unterschiedlich. nach 4 tagen nach 7 tagen oder auch nach 2 wochen. jeder körper ist da ja anders.

ich muss jetzt das paroxetin nehmen


lg cico

08.11.2011 13:35 • #75


Hey,

ich nehme seit glaub 2 Jahren Citalopram.

Anfangs hatte ich Nebenwirkungen (2 Wochen lang) mit Herzrasen und war total hippelig.
Zwischendrin hatte ich sie mal vergessen und bekam da nach so 3-4 Tagen Entzugserscheinungen.
Ansonsten immer alles okay.

Neuerding, nach all der Zeit, bekomme ich Herzrasen nach der Einnahme, trotz gleichbleibender Dosierung. 20mg.
Meinen nächsten Arzttermin bekam ich erst zu Anfang Januar. Kennt dieses Symptom jemand??

28.11.2011 11:48 • #76


Hallo,habe 5jahre citalopram 40mg genommen,letztes jahr hat dann mein Psychologe gemeint das ich erst mal nicht mehr zu ihm kommen brauche...mich melden soll wenn ich doch wieder mehr probleme habe.Da habe ich dann gedacht ich brauch die tabletten auch nicht mehr zu nehmen und hab sie einfach abgesetzt.Aber jetzt gehts mir wieder so schlecht hab dauernd angst und panik aber wieder zu ihm gehen trau ich mich nicht und woanders hin will ich auch nicht.Kann ich einfach die tabletten wieder nehmen?Rezept würd mir der Hausarzt ausschreiben weil ich mir sonst auch dort das rezept geholt habe.Aber ich weiß nicht ob ich die einfach so wieder nehmen kann.Kann mir jemand rat geben?

30.01.2012 23:58 • #77

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Schlaflose
Hallo Feigling,

ein Psychologe hat eigentlich gar nicht das Recht, dir die Tabletteneinnahme zu verordnen, es sei denn, er ist gleichzeitig praktizierender Arzt. Du kannst selbstverständlich zu deinem Hausarzt gehen und dir die Tabletten verschreiben lassen und nehmen. Ich habe meine ADs bisher immer von meinem Hausarzt bekommen.

Liebe Grüße

31.01.2012 10:19 • #78


Danke,hat er mir auch nicht selbst verschrieben hatte eine gemeinschaftspraxis...nehme ich dann gleich wieder 40mg oder soll ich die besser teilen weil ich ja am anfang weniger genommen hatte und dann gesteigert.Ich kann auch meinen hausarzt danach fragen denk dann aber der schickt mich vieleicht zu einem anderen psychologen und davor hab ich schiss.Musste schon ein paar mal zum psychologischen dienst vom arbeitsamt und das war jedesmal ein disaster.Ich heul da nur rum und krieg nichts raus und das ist mir voll peinlich.Danke für eure Antworten!

31.01.2012 10:38 • #79


Hallo "Feigling"

Wie lange hast du die Citalopram bereits abgesetzt ?

Wenn es schon längere Zeit ist (viele Wochen), dann solltest du sie
bei einer Wiederaufnahme neu einschleichen (etwa 5-7 Tage die Dosis
steigern).

PS:
5 Jahre Citalopram sind eine lange Zeit. Ich selber setze sie immer nach
einem Jahr wieder ab, um zu sehen was passiert.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

31.01.2012 11:20 • #80



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