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M

Michael/Saarlan.
Gast

Sammelthema
Hallo Ihr Angsthasen und Depris,

seit ein paar Tagen bin ich neu im Forum. Ich hätte da gleich eine Frage
an Euch:
Seit Nov.2006 nehme ich 20 mg Citalopram täglich (Angsterkrankung, Panikattacken). Nach einem sehr erfolgreichen Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Klinik (6Wochen) geht es mir so gut, dass ich das Citalopram Anfang März 2008 abesetzen will. Dann ist auch die dunkle Jahreszeit vorbei!
Durch Bewegung (MTB-Fahren, Walking), Ändern der Einstellung zur Arbeit, für mich selbst was gutes tun, geht es mir wieder gut.

Wer hat Erfahrungen mit dem Absetzen von Citalopram?

Herzlich
Michael

25.03.2025 #1


146 Antworten ↓
O

Ostseemädchen
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Zitat von Angstmaschine:
Ich habe gelesen, dass man am Anfang durchaus etwas "mutiger" sein kann, dann aber immer weniger reduzieren soll, was bei den Tabletten dann aber auch immer schwieriger wird.

Zitat von Pauline333:
je niedriger man mit der Dosis kommt, um.so mehr Rezeptoren werden auf einmal wieder frei.

Genau so habe ich das damals auch gelesen. Deswegen sind meine "Zeitspannen", in denen ich bei einer Dosis geblieben bin, zum Ende hin immer länger geworden. Nur meine "Hassdosis" habe ich zweimal innerhalb kurzer Zeit abgefrühstückt 🙃

Zitat von Angstmaschine:
Seit ich Citalopram nehme, habe ich 20 kg zugenommen. Das will ich nicht alles auf die Tabletten schieben, aber ein gewisser Anteil ist da mit Sicherheit.

Bei mir waren es am Ende ungefähr 15 Kilo. Wie du schon sagst lag das auch bei mir nicht nur an den Tabletten. Essen kann halt auch beruhigen und glücklich machen.
Ich fand die Zunahme an sich auch nicht schlimm, aber egal was ich gemacht habe: sie gingen nicht mehr runter 🧐🤷‍♀

Zitat von Icefalki:
Und immer die Vitalstoffe, Vitamine, Hormone, etc. im Auge behalten. Denn Stress verbraucht deutlich mehr "Stoffe", als ohne.

Guter Tipp, danke. Es klingt logisch, aber so richtig habe ich das bis jetzt noch nicht im Blick gehabt.

05.05.2023 19:49 • x 2 #106


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Citalopram absetzen - Erfahrungen

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Ostseemädchen
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Hallo,

ich würde hier gerne ein wenig begleitend zu meinem zweiten Absetzversuch von Citalopram schreiben.

Der erste Versuch verlief sehr gut. Ich hatte ein paar Probleme, aber jetzt nichts Gravierendes. Es lief einige Wochen gut - und dann kam Corona mit all seinen Beschränkungen 😐
Viel wurde von meiner Routine gehalten und die war nicht mehr möglich. Einige Monate habe ich versucht durchzuhalten und bin dann aber in der Hochzeit wieder zu Citalopram zurückgekehrt.


Nun ist Corona auch quasi "vorbei" und ich habe meine Routinen wieder. Mein Arzt machte daraufhin den Vorschlag, ob ich es nicht noch einmal ohne Versuchen möchte. Alles auch vor dem Hintergrund, dass in den nächsten Jahren vielleicht Nachwuchs einziehen soll. Da wäre Citalopram laut meinem Arzt zwar das Mittel der Wahl, aber ohne wäre natürlich noch besser.

Ich fand den Vorschlag gut es jetzt einfach zu probieren und wenn es nicht klappen sollte, dann würden wir die Citalopram wieder einschleichen. Zum dem Zeitpunkt kam ich auch schon mit einer sehr geringen Erhaltungsdosis gut klar.


Ich habe schrittweise über Monate abgesetzt. Seit Anfang April bin ich bei 0.

Das Absetzen selber hat mir keine Schwierigkeiten bereitet. Ich war hier und da Mal etwas gereizter, aber an und für sich war es keine Problem. Nachdem ich komplett bei 0 war, bekam ich die von vielen beschriebenen Brainzaps. Glücklicherweise waren diese innerhalb von einer Woche verschwunden. Was zurückblieb, war eine gewisse Weinerlichkeit. Seitdem ich bei 0 bin, bin ich sehr nah am Wasser gebaut. Etwas unangenehm (ich mag solche Emotionen nicht in der Öffentlichkeit zur schau stellen), aber ich komme klar.

Womit wir bei dem Punkt wären, warum ich dieses Tagebuch eröffne: Seit einigen Tagen habe ich wieder die altbekannten Symptome, die ich eigentlich schon gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Angst, Panik,. .da sind sie alle wieder.

Am liebsten würde ich wieder zu den Tabletten greifen und das Problem schnell lösen, aber ich habe mich in den letzten Tagen ein wenig in Rebound-Symptome eingelesen. Ich bin noch nicht richtig in der Thematik drin, aber ich verstehe es als vorübergehend Rückkehr der alten Symptome.

Ich finde das schwierig von meiner Seite einzuschätzen, ob das jetzt ein vorübergehendes aufflammen von Symptomen ist, oder ob es immer noch die Grunderkrankung ist. Auf jeden Fall macht es mir gerade das Leben schwer. .

Vielleicht hilft es ja, das ganze niederzuschreiben 🙃 hat jemand schon Erfahrung mit kurzfristig zurückkehrenden Symptomen? Lohnt es sich durchzuhalten?

04.05.2023 10:54 • x 1 #98


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N
Citalopram soll man ausschleichen lassen. Langsam die Dosis verringern. Aber das müßte dir dein Hausarzt eigentlich sagen können, denn der hat dir die Medis ja verschrieben. Was hast du denn für eine Therapie gemacht, daß es dir schon nach so kurzer Zeit wieder gut geht? Und wie lange hast du schon PA`s und Angsterkrankung? LG nilly

#2


M
Hallo!

Habe vor ca. 3 Wochen mein Citalopram abgesetzt. Eigentlich ist alles gut, nur habe seit dem immer so ne Art von Stromstößen durch meinen Körper vor allem Dingen im Kopf. Wenn es kommt ist man etwas benommen für die Sekunde. Es kann aber auch sein das dies mit meinem jahrelangen Schwindel zusammen hängt. Habe es aber erst seit dem ich es abgesetzt habe. Sonst hab ich kein Symptome.


Alles Liebe maja76

#3


K
hey maja

diese stromstöße hatte ich auch schon als ich mal cipralex vergessen hatte für zwei wochen

#4


M
Hallo Nilly,

ein herzliches Dankeschön für den Tipp zum Ausschleichen. Habe meinen Neurologen angerufen. Ich soll die letzten 10 Tabl. halbieren, dann habe ich 20 Tage zum Absetzen mit täglich 10 mg.
Zu Deiner Frage über meine PA/Angst: PA/Angst habe ich schon über
10 Jahre. .. Bis ein Arzt mal erkannte, was mit mir los war... Dann Psychotherapie ... hat schon mal geholfen ... 2001 hatte ich im Büro dann den totalen Burn out. Es ging nichts mehr.. ich konnte mich nicht mehr mal erinnern, wie ich ein bestimmtes Notarprogramm starten sollte.
Also: Antrag auf Reha...Psychosomatische Klinik -8wochen- in Donaueschingen ...
Hat ganz gut geklappt ... konnte dann ohne Tagonis Autofahren und Beruf wieder ausüben. Wurde Arbeitsplatzbedingt (Mobbing) jedoch drei Jahre später wieder schlimmer. Jedoch wußte ich jetzt aus der 1. Reha besser über mich Bescheid. ... Trotzdem dann neuer Rehaantrag .. Nach langer Wartezeit auf die Genehmigung (6 Monate) im Sommer 2007 sechs Wochen Psy.Somat.Klinik Bad Bergzabern. ... War diesmal ein voller Erfolg. Ich habe viel gelernt, meine Einstellung zur Arbeit verändert, Arbeite jetzt nicht mehr 48 St. die Woche sondern nur noch 36. Dann habe ich noch eine Ausbildung Kursleiter für Progressive Muskelentspannung nach Jakobson hinter mir ... Macht echt Spass.
Wie Du siehst, es geht ... nur Mut ... ändere Deine Einstellung zu Menschen und Dingen ... denn die Dinge u. Menschen änderst du nicht.
Die Reha kann ich dir nur empfehlen ... Wenn du willst, schreibe ich dir, was in der Reha so passiert.

Liebe Grüße
Michael

#5


D

Absetzen von Citalopram 30mg

Hallo,

ich habe vor kurzem von mir aus Citalopram 30mg abgesetzt. Nicht auf anraten des Arztes, sondern weil ich es selber wollte. Ich habe es sogar langsam mit ausschleichen gemacht. Von einer ganzen Tablette pro Tag ein paar Tage eine halbe, ein paar Tage eine viertel... bis komplett nicht mehr genommen.
Ich habe fast eine Woche keine Tabletten mehr genommen und es ist die Hölle. Ich habe Schwindel, das Gefühl zu fallen, Kopfschmerzen teilweise und wieder extreme Panikattacken schubweise.
Sind das Entzugssymptome oder ist das einfach der Unterschied wie es ohne Tabletten ist?
Auf jedenfall habe ich gestern wieder angefangen eine halbe Tablette Citalopram 30mg zu nehmen...


Lg

#6


V
Das Gefühl zu fallen ist daran glaub ich das schrecklichte.
Man weiss man fällt nicht aber das Gefühl bringt einen um den Verstand.

Ich selbst bin so geplagt und nehme seit knapp 5 Wochen Citalopram 30mg.

Und trotz dessen das ich sie nehme geht es mir jetzt ca 3 tagen wieder so wie dir.
Eine Woche war es wirklich fast weg ...Und nu is es wieder da...

Vielleicht ist es wie es ohne Tabletten wäre denn genau so erging es mir ohne tabletten auch.

Kopf hoch und schaue wie es wieder mit den Medis wird.

Und vor allem wie lange hast du die genommen?

LG

#7


A
hallo,
habt ihr Citalopram echt vertragen? Ich bekam davon immer heftigsten Durchfall und nach der 4. Woche hab ich die Dinger verweigert. Ich hatte die Nebenwirkungen nicht, die ihr beschreibt.

Liebe Grüsse

#8


23juni2009
also ich hatte die vor kurzen auch ohne absprache mit dem arzt abgesetzt von 20mg auf null.
tatsache ging es mir besser ich war munter und net so verspannt in der brust.
doch bekam ich "schindelattacken" bei jeder Kopfbewegung und Augenbewegung das ganze steigerte sich langsam von tag tag zu tag und war gegen abend am schlimmsten.Es waren wie kurze "Stromstöße" die ich im Kopf im Ohr in der Brust und teils bis zu den Füßen merkte.
War deswegen schon bei Ärzten....naja kaum das ich eine Tablette nahm waren die ganzen Beschwerden weg binnen einpaar Stunden.Also ja es waren Entzugserscheinmungen.
Nun nheme ich diese wider und habe wider mehr Angst hm komisch soll ja eigentlich helfen

#9


Inked

Citalopram ausschleichen

Hallo Leute! Smile

Ich nehme jetzt seid 12 Tagen Citalopram 10 mg . Bisher ging es mir durch das Medikament sehr sehr schlecht. Starke übelkeit. Benommenheit. Garkeinen Appetit. Wenn ich esse wird mir sofort schlecht. Jetzt fangen auchnoch meine Nieren an zu schmerzen.

Ich hab am Mittwoch einen Termin bei meinem Arzt . Aber ich denke ich werde es heute nicht mehr einnehmen.

Ich konnte die ganzen 12 Tage das Haus nicht verlassen. Was sagt ihr ? Is das normal das die Nebenwirkungen so Akut sind das man quasi unfähig ist die kleinsten Dinge zu erledigen ? Das positive ist gerade das die Nebenwirkungen weitaus schlimmer waren als meine Depressionen . Ich finds gerade total angehm wieder "klar im Kopf" und frei von übelkeit usw.

Naja ich weiß das kann mir nur mein Arzt professionell beantworten aber trotzdem möchte ich nochmal die Erfahrungen von Patienten lesen die auch Akute Nebenwirkungen hatten .

Liebe Grüße

Pat

#10


M
Das ist normal.
Bei mir waren die ersten 3-4 Wochen ein Horror!
Angstverstaerkung,PA ..Kopfbrennen-dasganze Programm!
Das legt sich aber!

#11


Inked
Okay. ich habs jetzt heute morgen nicht eingenommen. Wollte es mal probieren wie's ist wenn ich es abends nehme . Kann ich das so einfach machen?

#12


M
Ja das geht auch,aber nicht doppelt nehmen.!

x 1 #13


K
Kannst gern mal wechseln von morgens auf abends, aber Citalo ist eher aktivierend und könnte sein, dass du schlechter schläfst.

x 1 #14


Inked
Okay. Also heute Morgen hab ich es nicht genommen. Das heißt wenn ich's heute abend vor dem schlafen nehme dürfe alles noch im grünen Bereich sein . Smile

#15


K
Es wäre auch im Grünen Bereich, wenn du mal nen Tag vergisst.

x 1 #16


Inked
Okay.

Das ist gut zu wissen. Hatte schon Angst ich muss wieder von vorne Anfangen und auf die Wirkung warten .

Danke euch beiden . Habt mir sehr geholfen!

#17

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Inked
Ok, hab es nach 12 Tagen dann abgesetzt. Die Nebenwirkungen waren doch zu Massiv sagte mein Arzt. Nachdem mir dann nachts sogar die Nieren krampfartig geschmerzt haben dachte ich mir das kanns nicht sein.

Jetzt bekomme ich Opipramol und habe keine Nebenwirkungen. Aber nehme laut verordnung auch nur Abend einmal 50 mg zu mir.

Die NW's beim Citalopram waren keineswegs eingebildet da sie einfach zu Zahlreich und vor allem zu stark waren. Das bestätigte dann auch mein Arzt.

Naja, jeder verträgt es anders... für mich waren es die schlimmsten 12 Tage überhaupt. Leider... hab große Erwartungen gehabt. :/

#18


M
Klar, vielkeicht helfen sie Dir besser!
Und keine gr.Erwartungen und Druck!
Du wirst es merken.wenn es Dir besser gehen wird.
Glg

#19


Inked
Ja nur als kleines Update falls es dich interessiert .

Also das OPIP scheint bei mir echt gut anzuschlagen. Seid einer Woche nehme ich es nun und hatte nur am 2. Tag morgens ein kleines Reizmagenproblem. Bis jetzt ist sogar schon mein Appetit wieder da. Den vermisse ich seid knapp einem Jahr schon komplett. Ich esse wie verrückt.. das war mir durch den Reizmagen nie so möglich.

Nebenwirkungen habe ich so gut wie keine. Bis auf leichter schwindel beim aufstehen..aber wirklich minimal und ich habe das gefühl ich schlafe schlechter ein. Insgesamt würde ich meinen Zustand jetzt als fast normales Empfinden einstufen.

Mir geht es echt gerade verdammt gut.. kleinere zustände finden schon noch ab und an statt.. aber nicht so das mein Magen sich umdreht und ich mich hinlegen müsste.

Bin echt froh das ich mich nach anfänglicher ablehnung dann doch für den 2. Versuch mit Medikamenten entschieden habe!

Beste Grüße aus Hannover .

Pat

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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