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L

Larissa232
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Hallo liebe Mitleidenden,

ich fasse mich kurz, da ich weiß, wie mühsam es ist elendlange Texte zu lesen also werde ich euch auch nicht meine ganze Krankengeschichte lang und breit erzählen.

Ich stehe nur unter folgendem Dilemma: ich vertrage mein Seropram (Citalopram) nicht mehr - schlimme Nebenwirkungen - und muss es laut diversen Ärzten absetzen / ausschleichen. Wenn ich mal merke, dass ich es einen Tag nicht genommen habe - mir ist nicht schwindelig, nicht schlecht, ich hab keine Panikattacken und fühl mich nicht so als wär ich unter Dro.. Wenn ich es nehme, habe ich allerdings diese Symptome.
Okay - aber - wenn ich es mehr als 1,5 Tage weglass kommen die Absetzerscheinungen - Stromschläge, mein Kopf fühlt sich so an als würde er wegdrehen, usw.

Was kann ich gegen diese Entzugssymtpome am besten tun (am besten das gegen diese Kopfdrehen)...? Bitte sagt nicht, ich muss es langsam ausschleichen - ich weiß, dass das am besten geht, aber ich kann es nicht mehr nehmen, das macht mich sonst kaputt....

Ich bitte euch um Symptomlindernde Vorschläge.

Vieln vielen lieben Dank! Trost

29.06.2015 #1


50 Antworten ↓
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Jess-Phillip
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Hallo Larissa!

Das hört sich gar nicht gut an, tut mir richtig leid, daß Du so leiden mußt Sad
Ich kenne das ja selber noch vom Venlafaxin. Ist schon mies, daß Du nicht nebenbei ein anderes einschleichen darfst. Wobei das an sich eine schonendere Methode ist.
Ich verstehe auch nicht, warum Dir Dein Arzt Du darfst das Insidon nicht höher dosieren. 50 mg ist ja gar nichts. Wie gesagt, eine Bekannte von mir hat die 100 mg Tabletten verschrieben bekommen und sie nimmt 3 Tabletten davon, also 300 mg am Tag.
Ich selber habe damals die 50 mg verschrieben bekommen. Und ich habe die auch höher dosiert, habe davon auch teils 200 mg genommen.

Wie sich das mit Doasin zusammen verhält, kann ich Dir leider nicht sagen. Aber lies doch mal in der Packungsbeilage bei Wechselwirkungen. Da sind doch alle Medis aufgelistet bei denen man aufpassen muß.

Lies auch mal bei adfd.org quer. Da gibt es ein Forum nur übers Ausschleichen. Ich habe damals da gute Tipps und Ratschläge bekommen, auch von anderen Betroffenen.

Ich wünsche Dir schnelle Besserung und kann Dir erst einmal nur sagen Kopf hoch, ich habe das auch überstanden! Smile Und ich hatte beim Venlafaxin alles möglichen an Entzugserscheinungen gehabt. Ich nenne das bewußt nicht Absetzerscheinung, denn ich habe mich echt wie ein Abhängiger gefühlt. Ich hatte Weinattacken von null auf jetzt, starke Stimmungsschwankungen, plötzliche Wutausbrüche, Blitze im Kopf, heftige Übelkeit, die schlimmsten heftigen Träume die ich kenne und Nachtschweiß ohne Ende. Es war die Hölle.

Gute und schnelle Besserung!
Liebe Grüße von Jess

19.06.2015 08:42 • x 1 #24


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Abruptes Absetzen von Citalopram - muss sein!

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Jess-Phillip
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Hallo Larissa!

Ich habe damals eine Therapie über 25 Stunden gemacht. Gebracht hat das leider nichts. Ich sollte da erzählen, was mir auf der Seele liegt und die Therapeutin hat aufgeschrieben. Aber da kam nie was wie Verhaltenstherapie. Und welche Probleme ich mit meinem Körper habe, da sagte sie, sie kann das nicht behandeln und ich muß mir einen neuen suchen. Ich habe schon bei etlichen Therapeuten Probestunde gemacht, aber die Spezialisten für mein Problem sind in der nächsten Großstadt. Ich kann es nicht finanziell einrichten dort hinzukommen.

Ich konnte damals nicht einschätzen, ob das Antidepressivum richtig wirkt oder nicht. Das schlimmste, die Panikattacken, waren weg, aber depressiv habe ich mich oft gefühlt, zumal sich die Dinge nicht ändern lassen, die dazu geführt haben. Meine damalige Ärztin meinte dann, ich solle von Cymbalta auf Venlafaxin umsteigen, weil Venlafaxin das allerbeste auf dem Markt sein sollte.
Ich habe das Venla faßt ein Jahr lang genommen. Gefühlt habe ich mich wie beim Cymbalta auch. Ich habe dann aber sehr hohen Blutdruck bekommen, Herzrhythmusstörungen und Blutungen im Darm bekommen. Das kam durch das Venla, steht auch alles in der Packungsbeilage. Da ich es ja offensichtlich nicht vertrage, mußte ich es absetzen. Die Hölle begann.

Die Ärztin sagte, ich muß das Zeug nach 2 Wochen los sein, aber das ging einfach nicht. Die Entzugserscheinungen waren einfach zu schlimm, zumal sie mir nichts neues geben wollte. Ich habe dann bei adfd.org quergelesen und es dann so gemacht, wie mir geraten wurde. So wurde die Hölle erträglich. Leider kamen die Panikattacken wieder.

Ich war jahrelang symptomfrei, hätte ich gewußt, daß die Medis also richtig geholfen haben und die depressiven Einschläge halt immer kommen, dann hätte ich nie das Medikament geändert. Seit dem Venla habe ich Herzprobleme und starken Bluthochdruck.
Nach dem Venla sollte ich wieder auf Cymbalta gehen, die Panikattacken wurden besser, leider nicht mehr ganz weg. Deswegen ärgere ich mich ohne Ende, daß ich damals gewechselt habe und die PA wieder gekommen sind.

Da ich durch das Cymbalta wieder Herzprobleme und Bluthochdruck habe, wechsel ich jetzt auf Sertralin. Ich habe das Ausschleichen diesmal anders gemacht und der Hölle vorzubeugen. Ich habe das Cymbalta weniger genommen und dazu nebenbei Sertralin gering dosiert eingeschlichen. Seit zwei Tagen nehme ich nur noch Sertralin. Ob damit mein Blutdruck wieder besser wird, kann ich noch nicht sagen. Nebenbei schleiche ich ein Sartan ein, damit der Blutdruck mal wieder in normale Bahnen kommt.

Ich kann Dich verstehen wie Du Dich fühlst! Ich hatte 9 Monate gebraucht um vom Venla wegzukommen. Da hatte ich mir geschworen es ohne AD zu schaffen. Aber die Panikattacken haben mir gezeigt, daß es ohne leider nicht geht. Ich muß mich leider damit abfinden, daß es nicht ohne geht. Das macht mir sehr zu schaffen, aber lieber ein Leben mit wenigen Panikattacken und am Leben teilhaben können und Medikamenten als ein Leben ohne Medis aber lebensunwert leiden zu müssen.

Wie geht es Dir denn?

Liebe Grüße von Jess

20.06.2015 19:00 • #26


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S
Auf Fluoxetin wechseln und das ausschleichen . --》Arzt fragen

#2


L
Vielen Dank Serthralinn, das ist ja mal ein interessanter Ansatz.
Mein Arzt meint eher ich sollte es mit Lexotanil bei bedarf machen - ich dachte Lexotanil beruhigt nur und hilft nicht gegen die Entzugssymptome und das Kopfdrehen?!?

Danke

P.S.: Nimmst du Sertralin?

#3


S
Das Fluoxetin lässt sich leicht ausschleichen. ...

Ja , nehme Sertralin.

#4


J
Huhu Larissa!

Ich hatte ganz ganz schlimme Probleme mit dem Venlafaxin und das Ausschleichen war die Hölle auf Erden! Ich habe das ganz langsam gemacht mit der Kügelchenzählmethode. Meine damalige Ärztin meinte, ich bekomme so lange nichts anderes, bis das Venla ganz ausgeschlichen ist. Da sie mir auch nicht glauben wollte, daß das Ausschleichen so furchtbar schlimm ist, habe die Ärztin gewechselt und wollte eine Zweitmeinung.

Die andere Ärztin meinte, daß ich unnötig gelitten habe, denn normalerweise kann man das alte AD langsam ausschleichen und gleichzeitig das neue AD einschleichen. Man muß also gar nicht den vollen Entzug so durchmachen, zumal sie meinte, das neue AD würde die Entzugserscheinungen auch abmildern.

Ich muß nun wieder ein anderes AD nehmen. Durch das Cymbalta ist mein Blutdruck immer noch so hoch wie das beim Venla der Fall war. Ich werde nun auf Sertralin umgestellt und soll das folgend machen: Über 14 Tage morgens noch 30 mg Cymbalta und mittags 25 mg Sertralin. Nach den 14 Tagen dann nur noch Sertralin und erhöhen auf 50 mg. Ich bin von 90 mg Cymbalta auf 60 gegangen, ohne Entzugserscheinungen. Und dann von 60 auf 30 in Kombi mit 25 mg Sertralin. Bislang keine ätzenden Brainzaps, habe meine Ruhe.

Zur Not würde ich fragen, ob Du nichts anderes nebenbei einschleichen kannst. Oder eben eine Zweitmeinung einholen.

Ich wünsche Dir alles Gute und schnelle Besserung!

Liebe Grüße von Jess

#5


S
Meiner Meinung nach sind venlafaxin und Duloxetin keine Medikamente 1. Wahl. Einfach zu viele Nebenwirkungen.

Dann lieber ssri und Kaffee oder guarana.

#6


HeikoEN
Ich sehe es ähnlich und würde IMMER zu SSRI greifen. Alles andere ist mit zuviel Nebenwirkungen und Aufwand behaftet.

#7


L
Hallo an alle und vielen Dank für eure Tipps und Beiträge...

Tja, jeder reagiert ja irgendwie anders auf verschiedene AD... Eine Freundin von mir ist mit Venlafaxin wieder ein richtiger Mensch geworden und schwört drauf.... eine andere hat Cymbalta nicht vertragen. Wie findet ihr Insidon / Opipramol?
Heiko - du schreist ja förmlich dieses IMMER auf SSRI raus... Was ist wenn man es - wie in meinem Fall - nicht verträgt und übleste Nebenwirkungen hat? Dann nehm ich doch lieber eines, das ich vertrag und das wirkt - egal ob ssri oder nicht...

LG
knuddeln

#8


S
Starkes Schwitzen , hoher puls , blutdruck , Unruhe und Schlafstörungen sind typisch bei Venlafaxin und das Absetzen ist der Horror. Nee Danke. Dann lieber sertralin.

Nein , die meisten Menschen reagieren ähnlich auf ADs je nach Krankheitsbild.

#9


S
Guckst du hier www.crazymeds.us oder www.emedexpert.com

#10


HeikoEN
Zitat von Larissa232:
Tja, jeder reagiert ja irgendwie anders auf verschiedene AD... Eine Freundin von mir ist mit Venlafaxin wieder ein richtiger Mensch geworden und schwört drauf.... eine andere hat Cymbalta nicht vertragen. Wie findet ihr Insidon / Opipramol?
Heiko - du schreist ja förmlich dieses IMMER auf SSRI raus... Was ist wenn man es - wie in meinem Fall - nicht verträgt und übleste Nebenwirkungen hat? Dann nehm ich doch lieber eines, das ich vertrag und das wirkt - egal ob ssri oder nicht...

Natürlich nimmst Du dann ein AD welches Du verträgst!

Welche Option bleibt sonst? Smile

Die jeweilige Wahl des Medikamentes ist ja sehr individuell zu sehen und natürlich abhängig von der Verträglichkeit.

Wichtig finde ich nur, wie auch schon an anderer Stelle(n) erwähnt, dass so ein Medikament KEINE Perspektive darstellt und rein dazu dient, therapiefähig zu bleiben, denn nur damit ist eine Lösung gegeben.

#11


L
Sooo lieber Leute, hab heute das erste Mal Insidon genommen ...

Ca. vor 3 Stunden...
Wirkung ist noch keine wirklich eingetreten, und die Nebenwirkungen denke ich kommen eher von meiner Angst die Tablette zu nehmen (so panikartige symtpome Übelkeit, Schwindel usw.) denn ich habe die Symptome ein paar Sekunden nachdem ich die Tablette geschluckt habe bekommen - ich bin halt ein ziemlicher Angsthase...

Wie lang ist eigentlich die Halbwertszeit?

Ich erzähl euch dann wies mir mit Insidon (Opipramol) geht...

Genau Heiko. Das gute ist, dass ich jetzt sowieso am Montag dann eine Therapie mach (jeden Tag für 8 Stunden so eine Art Tagesklinik) aber ich brauchte etwas um die Zeit bis dahin zu überbrücken und da hat der Arzt gesagt, dass das Insidon schnell anschlägt...

Danke für die Seiten Sertralinn... Smile

LG

#12


J
Hallo Larissa!

Ich habe damals in der ganz schlimmen Zeit Paroxetin und Opipramol zusammen genommen. Ich finde das Opipramol sehr gut, es löst bei mir sehr schnell die Panik, aber bei ganz vielen wirkt das überhaupt nicht. Ich würde es immer als gutes, schnell wirkendes Medikament bei Panikattacken und Unruhe empfehlen, aber es kommt halt immer auf die Person drauf an. Bei manchen wirkt es halt gar nicht zufriedenstellend.

Mich hat das Opipramol immer sehr müde gemacht, auch noch am nächsten Tag nach der Einnahme. Auch nach längerer Einnahme hat sich diese Müdigkeit nicht gebessert. Aber das ist halt auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Liebe Grüße von Jess

#13


L
Danke dir auch Jess...
ich hab auch viel positives von Opi gehört, obwohl es so ALT ist... meine Apotheke musste das sogar extra bestellen!

Das gute ist, dass die Halbwertszeit nur 6-8 Stunden beträgt - da kann man schon aufatmen wenn man es gar nicht verträgt...

Hab eine Frage: Darf ich abends noch zum Einschlafen Trittico nehmen? Das nehm ich schon jahrelang und hatte vergessen den Arzt zu fragen...

LG

#14


Schlaflose
Weiß dein Arzt denn nicht, dass du schon Trittico nimmst? Es sind nämlich beide ähnlich wirkende ADs. Insidon wird genau wie Opipramol auch zum Schlafen verschrieben. Beides nimmt man normalerweise nicht.

#15


L
nein, der wusste das - aber er hatte weder was gesagt von beides nehmen noch von eines absetzen Sad
Aber ich hab ja nur 50 mg Opi genommen (am Nachmittag) da ist das doch sicher wieder draußen, bevor ich das Trittico um 22:00 nehme - Halbwertszeit ist ja 6 Stunden.... ohne Trittico könnte ich sicher nicht einschlafen....

Wie ist es mit DAOSIN! Darf man das gleichzeitig einnehmen?

Danke mal an eure Antworten

#16


Schlaflose
Naja, bei mir hat beides null Wirkung gehabt. Laughing Es sind beides recht schwache ADs.

x 1 #17

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L
Hmm, mir kommt vor, dass es mir psychisch jetzt schon besser geht - ich kann wieder lachen und die Hoffnungslosigkeit ist weg! Die Angst und Panik allerdings noch da....
ich werde euch auf dem laufenden halten Smile

#18


J
Huhu!

Trittico kenne ich gar nicht...
50 mg Opipramol ist ja echt wenig. Eine Bekannte von mir nimmt morgens und abends jeweils 100 mg. Frag doch mal Deinen Arzt ob Du erhöhen kannst, wenn es bei Dir gut wirkt.

x 1 #19


L
Hallo an alle - mir gehts heut richtig besch...

Mein Arzt hat gesagt, ich kann eine halbe Tablette morgens und mittags nehmen - tja...
Ich hab heute nur geweint - beim Frühstück, beim Autofahren, beim Arbeiten.... hab dann die halbe Insidon genommen und es ging mir für ca. 2 Stunden gut - jetzt hat (wahrscheinlich) die Wirkung nachgelassen und ich muss weinen, hab Panikattacken, kann mich gar nicht konzentrieren... zum Glück hab ich nette Arbeitskollegen!

Schwindel, Panikattacken, Weinen - so tief war ich schon lang nicht mehr - nehm jetzt gleich wieder die nächste halbe Insidon... Meint ihr eigentlich ich kann es raufdosieren? Meint Arzt meint nein, da es ein altes / starkes Medikament ist Sad

Kann man gleichzeitig Daosin nehmen (gegen Histaminintoleranz, die ich zu allem Überfluss auch noch hab)...?

Freu mich auf eure Antworten.

LG

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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