Hallo,
ich bin Ostseemädchen und neu hier im Forum.
Inspiriert durch eure Einträge würde ich mich hier gerne auch durch meinen Absetzversuch begleiten lassen.
Ich nehme seit Mitte 2017 das Antidepressivum Citalopram. Angefangen habe ich damals mit 10mg und es auf eine Maximaldosis von 20mg gesteigert. Ich kenne viele Menschen, die wesentlich mehr einnehmen, aber für mich waren die 20mg komplett ausreichend.
Mittlerweile geht es mir schon fast ein Jahr wieder sehr gut, deswegen habe ich mich Anfang des Jahres entschlossen, dass Medikament abzusetzen. Ich hatte mich bereits im letzten Jahr schlau gemacht, wie ich dies am Besten angehe. Dabei wurde mir auch schnell klar, dass zwischen dem, was ehemalige Patienten empfehlen und dem, was die Ärzte für richtig halten, Welten liegen.
Auch mein Arzt hat vorgeschlagen, dass Citalopram für zwei Wochen auf 10mg zu reduzieren und dann auf 0mg zu gehen. Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden:
Ich habe am 20.01 das Citalopram von 20mg auf 17,5mg reduziert. In der ersten Woche hatte ich mit durchgehenden Kopfschmerzen zu kämpfen. Seitdem ich die Tabletten reduziert habe, leide ich auch unter Verstopfung

da helfen bisher auch keine Joghurts, Säfte oder sonstwas.....
Psychisch kam ich mit der Reduktion bis jetzt sehr gut klar, allerdings merke ich seit knapp 5 Tagen einen Umschwung meiner Stimmung. Ich fühle mich niedergeschlagener, phasenweise ängstlich/panisch. Bisher kann ich das noch gut zur Seite schieben und mich ablenken. Sobald ich meine Aufmerksamkeit etwas Anderem widme, verschwinden diese negativen Gefühle wieder.
Trotzdem habe ich das Medikament heute (nach 4 Wochen 17,5mg) auf 15mg herabgesetzt. Entweder die Symptome werden darunter besser oder verschlechtern sich. Im letzteren Fall würde ich wieder auf 17,5mg hochgehen und nochmal 2-4 Wochen dranhängen.
Dies ist mein erster Absetzversuch und ich freue mich, wenn jemand hierzu Tipps hätte
