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Schwere Ehekrise und Ängste

201827.12




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Hallo Leute,

wird wahrscheinlich lang, sorry dafür ..
ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe einen Klinikbesuch (stationär plus teilstationär) hinter mir.
Vor dem Aufenthalt ging es mir sehr schlecht, während der Klinikzeit ging es mir schnell besser, ich hatte Leute um mich, die mich verstanden.
Schnell war aber klar, dass meine Frau sehr eifersüchtig wurde. Alleine das wir dort Spaß hatten, war schlimm für sie.
Wenn ich an den WEs zuhause war, hat sie in den Whattsapps geschaut und es gab immer Streit. Eigentlich habe ich mich immer wieder auf die Tage gefreut, an denen ich zur Klinik konnte.
Dort hat sie mich oft angerufen, während die anderen etwas gespielt haben. Wenn ich ehrlich war und gesagt habe, dass ich gern aufhören würde, gab es wieder Streit.
Ich habe auch Verständnis für sie, ich war nicht greifbar. Aber es war sehr wichtig, dass ich an mir arbeitete ... Ich konnte kaum runterkommen.
Nach dem Aufenthalt habe ich weiter Whattsapps geschrieben (keine Flirtereien). Das wollte sie nicht akzeptieren, also habe ich angefangen, Nachrichten zu löschen. Das hat sie rausgefunden...
Dann wollte ich mich auch mit den Leuten treffen (in Gruppen, nicht allein), das war ein "NoGo". Also hab ich auch heimlich die Treffen besucht.
Ich habe gelogen, was für mich schlimm ist, weil genau diese Lügerei mit Schuld an meinen Problemen ist.
Aber die Leute tun mir gut.
Irgendwann bin ich dann einfach zu den Treffen gegangen. Meine Frau hat mir die Hölle heiß gemacht, weil ich sie "im Stich gelassen habe" , also im Kino angerufen und mich suchen lassen usw. . Dabei habe ich gesagt, dass ich, falls mit den Kindern oder ihr gesundheitlich etwas wäre,ich nicht gehen würde, aber mir nichts verbieten lasse.... Ich kürze mal ab...
Alles hat sich hochgeschaukelt, so dass die Trennung bevorsteht, ich aber wahnsinnig Angst habe, es allein nicht zu schaffen. Die Symptome sind wieder da usw. .
Wenn ich nur mutig wäre, ich würde es gern allein versuchen. Bin zusätzlich noch seit Mai krankgeschrieben und müsste im Fall der Trennung so viel Unterhalt zahlen, dass ich das Minimum hätte.
Die Situation ist echt hart.
Danke für's Lesen, war sehr lang, hat aber gut getan ....

Auf das Thema antworten

99 Antworten ↓
Danke2xDanke



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  28.12.2018 11:14  
Hallo Akira,
hört sich wirklich nach großer Belastung an! Es klingt aber sehr klar, dass du die Trennung willst, höre ich das richtig heraus? Habt ihr über eine Beratung nachgedacht oder ist es schon zu spät? Sie hat ja ganz offensichtlich massive Probleme mit Eifersucht und belastet dich in einer Zeit damit, in der du ihren Rückhalt bräuchtest.

Hätte eure Beziehung denn eine Zukunft, wenn ihr beide daran arbeiten würdet?

Danke1xDanke




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  28.12.2018 12:59  
Hallo Milla57,

vielen lieben Dank für deine Antwort.
Bislang wollte sie nie zu einer Beratung, weil sie denkt bzw. dachte, wenn ich nur den Kontakt zu den anderen abbreche, dass dann alles gut werden würde....
Ich hatte mich ja darauf eingelassen, dass ich mal einen Monat nicht zu einem Treffen gehe, habe diese Vereinbarung aber kurz vor Ende gebrochen, weil ich endlich authentisch sein möchte und mich dahingehend nicht einschränken lassen möchte.
Für sie gibt es nur noch "Die" oder "ich".
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich will.
Das belastet sie natürlich, ich verstehe das ja auch.
Aber während der Krankheit wäre wohl jede Entscheidung falsch.
Ich würde gerne einfach mal nen Monat raus, dass ich wieder atmen kann, nur habe ich Angst, alleine nichts auf die Reihe kriegen zu können...
Wäre diese Problematik nicht, hätte ich eine sehr gute Chance auf Heilung bzw. Genesung.

LG Akira



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BaWü
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  28.12.2018 13:11  
Akira123 hat geschrieben:
Ich würde gerne einfach mal nen Monat raus, dass ich wieder atmen kann, nur habe ich Angst, alleine nichts auf die Reihe kriegen zu können...


Hier liegt dein Dilemma. Und von daher auch keine Besserung jeglicher Situation. Angst wird besser, wenn man sich wieder voll wahrnehmen kann und aktiv wird. Aktiv werden bedeutet, Entscheidungen zu treffen, und dafür dann auch Verantwortung zu übernehmen. Ob die nun unbedingt der Weisheit letzter Schluss sind, ist vollkommen egal. Man muss raus aus diesem Gefühl, was nicht zu können oder gefangen zu sein.

Akira123 hat geschrieben:
weil ich endlich authentisch sein möchte und mich dahingehend nicht einschränken lassen möchte.
Merkst du was? Ist genau das, was ich dir schreibe. Dass andere damit dann ein Problem bekommen, ist auch verständlich. Früher war deine Frau diejenige, die dir Halt gegeben hat und nun beginnst du, ohne sie zu agieren. Kein Wunder, dass sie darauf auch mit Angst reagiert.

Deshalb redet miteinander. Werdet beide aktiv darin, euch mit Problemen auseinanderzusetzen. Hast du doch jetzt gelernt, also gib es weiter.

Danke5xDanke


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  28.12.2018 13:23  
Ziemlich belastende Situation.
Hast du sie mal gefragt, ob sie nicht einfach mal zum Treffen mitmöchte? Dann lernt sie die Leute kennen und hat dann vielleicht keinen Grund mehr zur Eifersucht.

Nur bei ihr zu bleiben, weil du Angst hast es alleine nicht zu schaffen, halte ich für den absolut falschen Weg. Das wäre ihr gegenüber nicht fair und Dir tut es auch nicht gut.

Danke2xDanke




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  28.12.2018 14:31  
Icefalki hat geschrieben:
Hier liegt dein Dilemma. Und von daher auch keine Besserung jeglicher Situation. Angst wird besser, wenn man sich wieder voll wahrnehmen kann und aktiv wird. Aktiv werden bedeutet, Entscheidungen zu treffen, und dafür dann auch Verantwortung zu übernehmen. Ob die nun unbedingt der Weisheit letzter Schluss sind, ist vollkommen egal. Man muss raus aus diesem Gefühl, was nicht zu können oder gefangen zu sein


Hallo Icefalki, du warst mir schon mal eine große Hilfe
Du hast vollkommen Recht, nur wenn ich sage, dass ich gehe, stehe ich ohne etwas da. Oder ich merke nach zwei Wochen, dass ich es nicht schaffe, oder ich bereue, dass ich gegangen bin.
Vielleicht hätte ich auch gerne eine glückliche Beziehung mit meiner Frau, aber die Zeit der Kompromisse ist vorbei. Sie setzt mir die Pistole auf die Brust...
Und, nochmal erwähnt, ich habe auch meinen Teil zu dieser Situation beigetragen. Ich habe gelogen, um jeglicher Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Dies ist keine Entschuldigung, ich weiß, aber das war bislang meine Strategie, die mich mit dahin geführt, wo ich bin mit meinen psychischen Krankheiten.
Und, wir haben zusammen drei wundervolle Kinder, die das auch ziemlich mitnehmen würde.

Kurzum, wenn es einen Flaschengeist gäbe und ich hätte freie Wünsche.... Ich würde gerne raus (egal ob Urlaub oder Ferienwohnung in der Nähe, damit ich für die Kids da sein könnte), ich würde gerne Tanzen gehen, ich würde mich zum Kaffeetrinken mit anderen treffen.... Aber genau damit würde ich meine Frau verletzen, siehat gesagt, dass wenn ich so was mache, dass ich nicht mehr kommen brauche....
Schon wieder so lange, sorry
LG und ich hoffe, es geht dir gut...

Danke1xDanke




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  28.12.2018 14:38  
Buddy_1207 hat geschrieben:
Ziemlich belastende Situation.
Hast du sie mal gefragt, ob sie nicht einfach mal zum Treffen mitmöchte? Dann lernt sie die Leute kennen und hat dann vielleicht keinen Grund mehr zur Eifersucht.

Nur bei ihr zu bleiben, weil du Angst hast es alleine nicht zu schaffen, halte ich für den absolut falschen Weg. Das wäre ihr gegenüber nicht fair und Dir tut es auch nicht gut.


Hallo Buddy, lieben Dank für deine Antwort.
Ich hab es während der Klinik öfter versucht, weil das auch meine Idee war. Leider wollte sie das damals nicht. Danach hat sie alle weiblichen Leute der Gruppe als Fo..... bezeichnet und gesagt, sie weiß nicht, wie sie reagiert, wenn sie die Leute sieht.
Manche haben angeboten, dass sie zum Kaffeetrinken kommen, auch um zu zeigen, hey, ich will nix von deinem Mann, aber das wollte sie auch nicht.
Und während der Eskalation war es für mich undenkbar, sie mitzunehmen, weil es ihr nzr noch darum ging, zu sehen, was ich dort mache znd nicht der Leute wegen...
Alles verzwickt und wie erwähnt, ich habe auch etwas zu der Situation beigetragen...
Und Fairness wäre mir auch wichtig, nur was ist fair, wenn ich nicht weiß, was ich will?
LG akira



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BaWü
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  28.12.2018 14:52  
Danke, für dein Kompliment. Also, dann leg ich mal los.

Schatzi, die Büchse der Pandora hast du doch schon beinahe geöffnet. Du willst frei sein, huch und das macht natürlich Angst. Was ihr zwei gerade macht ist schwarz und weiss Denken. Dazwischen gibt es aber noch Möglichkeiten.

Und deine Frau kann ich auch irgendwo verstehen, sie will kein Mann, der sich vergnügt, ohne sie.

Es geht also entweder zusammen oder getrennt. Dafür müsst ihr aber beide vernünftig miteinader reden. Und Drohungen sind schei.. Könnt ihr nicht gemeinsam Spass haben? Euch mit den anderen treffen und tanzen gehen?

Wenn Sie das ablehnt, weisst du den Grund?

Hab's es gerade gelesen, was du geschrieben hast. Bleib aber trotzdem bei meiner Antwort, dass ihr das nochmals in Ruhe besprechen solltet. Und noch ganz wichtig, willst du das überhaupt noch?

Danke2xDanke




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  28.12.2018 16:03  
Icefalki hat geschrieben:
Danke, für dein Kompliment. Also, dann leg ich mal los.

Schatzi, die Büchse der Pandora hast du doch schon beinahe geöffnet. Du willst frei sein, huch und das macht natürlich Angst. Was ihr zwei gerade macht ist schwarz und weiss Denken. Dazwischen gibt es aber noch Möglichkeiten.

Und deine Frau kann ich auch irgendwo verstehen, sie will kein Mann, der sich vergnügt, ohne sie.

Es geht also entweder zusammen oder getrennt. Dafür müsst ihr aber beide vernünftig miteinader reden. Und Drohungen sind schei.. Könnt ihr nicht gemeinsam Spass haben? Euch mit den anderen treffen und tanzen gehen?

Wenn Sie das ablehnt, weisst du den Grund?

Hab's es gerade gelesen, was du geschrieben hast. Bleib aber trotzdem bei meiner Antwort, dass ihr das nochmals in Ruhe besprechen solltet. Und noch ganz wichtig, willst du das überhaupt noch?


Hallo icefalki,

danke für die Antwort. Für meine Frau gibt es nur noch schwarz oder weiß. Zusammen vergnügen wäre auch okay, wäre auch möglich... Aber parallel dazu habe ich einen extremen Freiheitsdrang.
Weggehen ohne auf's Handy schauen zu müssen, ohne Rechtfertigungen usw. Das würde mich auf jeden Fall glücklich machen.
Gleichzeitig auch der Rückhalt, den mir die Familie gibt (ich habe keinen Kontakt zu meiner "Urfamilie"), die Sicherheit (die ich immer brauchte).
Beides ist wohl nicht möglich. Ergo muss ich zwischen zwei Dingen entscheiden.
Und das ist in meiner Situation eher suboptimal...
Aber objektiv betrachtet denke ich, ich muss etwas ändern, nur fehlt mir der Mut dazu....
LG akira



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BaWü
9881
  28.12.2018 16:14  
Akira123 hat geschrieben:
einen extremen Freiheitsdrang.


Damit würde ich mich mal auseinandersetzen. Kann ja vieles bedeuten: allen Verpflichtungen entkommen. Einen anderen Partner suchen. Der Verantwortung entfliehen. Überhaupt allem entfliehen. Entkommen oder entfliehen, darüber kann man auch mal nachdenken.

Übrigens findet wirkliche Freiheit im Kopf statt. Dazu muss man überlegen, was man mit Freiheit überhaupt meint.

Hier kriegst du einen Einblick, wie ich Probleme angehe. Ich denke sehr viel und gestatte mir die Freiheit, alles zu denken.



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  28.12.2018 17:07  
Ich kenne die Situation von "der anderen Seite", also als Partnerin, von daher ist meine Sicht natürlich persönlich eingefärbt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass du nicht ganz unschuldig daran bist, dass die Situation eskaliert ist. Sieh es mal von der Seite deiner Frau. Ein solcher Klinikaufenthalt verändert ja (zumindest wenn sich der Patient wirklich darauf einlässt) das Gefüge in einer Partnerschaft. Da sind plötzlich Leute, mit denen du deine intimsten Gedanken teilst. Denn dazu wird ja ermuntert, dass man sich öffnet. Das Ganze erzeugt Vertrautheit in der Gruppe, vielleicht auch zwischen einzelnen Patienten. Und da fängt es an, "gefährlich" zu werden.

Deine Frau sitzt zuhause, früher gab es diese Vertrautheit nur zwischen euch (vermute ich zumindest) und nun ist da Konkurrenz. Und du gibst ihr das Signal, dass du lieber mit den anderen zusammen bist und nicht mit ihr telefonieren willst. Sie merkt, dass du dich veränderst und dich von ihr entfernst. Ganz normal, wenn es einen räumlichen Abstand gibt. Und dann machst du den Fehler und fängst an zu lügen. Irgendwie natürlich verständlich, weil sie dich so unter Druck gesetzt hat. Aber für sie das Signal "der hat was zu verbergen".

Ich denke, du wirst dich in der Tat entscheiden müssen. Entweder stehst du zu deiner Frau oder du machst den Schritt und trennst dich. Auf den doppelten Boden musst du dann halt verzichten. Nur bei ihr zu bleiben, weil du dir den Rückzug offen halten willst, finde ich nicht fair.

Danke3xDanke


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Mittelfranken
4841
  28.12.2018 17:11  
Es ist oft so, dass man im Laufe der Therapie und ganz besonders wenn man in einer Klinik eine tolle Gruppe hatte, in der man sich wohl gefühlt hat, plötzlich Trennungsgedanken hat.

Allerdings sind diese Trennungsgedanken mit gewisser Vorsicht zu betrachten. Auch Therapeuten raten davon ab, sich überstürzt zu trennen.
Nicht selten passiert es sonst, dass am Ende Beziehungen und Ehen zerstört sind und man das doch noch bitter bereut. Dann ist aber alles schon kaputt.

Ich verstehe dass Du zu den Treffen möchtest, weil Du Dich dort wohl gefühlt hast.
Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sich früher oder später irgendwann diese Gruppen doch wieder auflösen. Es bleiben zwar noch teilweise Kontakte, manchmal auch noch über Jahre, aber auch diese Kontakte können keine echte Beziehung oder Ehe ersetzen.

Ich rate Dir vor voreiligen Entscheidungen ab. Besprech das alles am besten intensiv mit dem Therapeuten.
Und natürlich auch mit Deiner Frau. Was passt evtl. nicht in der Beziehung?
Schade, dass sie Dich nicht etwas mehr loslässt und Dich mal alleine machen lässt. Ich finde eigene Freunde sehr wichtig und es nicht gesund, wenn sie Dir so gar nichts gönnen mag.

Allerdings könnte es sein, dass es sie sehr verletzt hat, weil sie Deine plötzlichen Trennungswünsche spürt. Dann würde ich auch ihre Eifersucht verstehen können.
Wie war das früher, vor der Therapie? Konntest Du Dich da auch schon nicht mit anderen Leuten treffen, war sie da auch schon so eifersüchtig? Dann würde ich auch Deine Trennungswünsche gut verstehen.

Oder ist es nicht doch so, dass in dieser neuen Gruppe eine andere Frau ist, zu der Du Dich insgeheim hingezogen fühlst?





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  28.12.2018 18:36  
Icefalki hat geschrieben:
Damit würde ich mich mal auseinandersetzen. Kann ja vieles bedeuten: allen Verpflichtungen entkommen. Einen anderen Partner suchen. Der Verantwortung entfliehen. Überhaupt allem entfliehen. Entkommen oder entfliehen, darüber kann man auch mal nachdenken


Volltreffer (wie so oft). Weißt du, ich hab noch nie alleine gelebt bzw. eine Wohnung gehabt...
Kann es nicht sein, dass mir dieser Freiheitsgedanke aufzeigt, was mich erfüllen könnte?
Was sich ändern müsste, dass es mir endlich besser geht?
Und obwohl es zuhause den größten Stress gab, hab ich mich bei den Treffen wohl gefühlt, so dass ich sein konnte, wie ich bin... Gelöst usw....
Jetzt weiß ich natürlich, dass das Leben nicht nur aus Weggehen besteht, aber durch die andere Sicht konnte ich Kraft tanken, um meine eigentliche Probleme anzugehen... Und diese Kraft ist fast wieder weg durch die Anspannung zuhause....





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  28.12.2018 18:45  
kalina hat geschrieben:
Es ist oft so, dass man im Laufe der Therapie und ganz besonders wenn man in einer Klinik eine tolle Gruppe hatte, in der man sich wohl gefühlt hat, plötzlich Trennungsgedanken hat


Hallo kalina,

vielen Dank für deinen Beitrag.

Ich war noch nie groß weg früher, ich hab immer aufs Handy schauen müssen, wann ich nach Hause "muss". Ich befürchte, das war gegenseitig so. Aber mir täte es gut, wegzugehen, ohne dass ich jemandem Rechenschaft ablegen muss, ohne dass ich um 12 zuhause sein muss.
Und ich würde das auch meiner Frau zugestehen.

Und ja, viele Leute und Gruppen leben sich auseinander, bei mir ist es allerdings so, dass ich noch nie einen richtigen Freund hatte. Und ich habe 2 oder 3 Menschen kennengelernt, mit denen ich eine Freundschaft aufbauen könnte....
Und ich wollte meine Frau mit einbeziehen....

Es sind einfach Faktoren da, die mich seit ewig langer Zeit symptomfrei werden ließen (mal keine üblen Zwangsgedanken, keine Panik, keine Depressionen). Ich habe mal wieder Licht gesehen, verstehst?

LG akira

Danke1xDanke


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BaWü
9881
  28.12.2018 19:07  
Du hast dir bisher die Hörner nicht abstossen können. Und jetzt lockt die Freiheit. Hast festgestellt, dass es da draussen noch was anderes gibt als nur Pflichten und funktionieren müssen. Musstest dazu krank werden, um das erfahren zu dürfen.

Manno, ist das verzwickt. Verzwickt, weil ihr so eingefahren seid. Und auf beiden Seiten bestehen da wirkliche Ängste. Und dazu noch 3 Kinder.

Mensch, auf beiden Seiten ein wenig Vertrauen und das Thema wäre evtl. gegessen. Paartherapie fällt mir noch ein. Würde deine Frau das mitmachen.




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Mittelfranken
4841
  28.12.2018 19:18  
Akira123 hat geschrieben:
Es sind einfach Faktoren da, die mich seit ewig langer Zeit symptomfrei werden ließen (mal keine üblen Zwangsgedanken, keine Panik, keine Depressionen). Ich habe mal wieder Licht gesehen, verstehst?


Ja, das verstehe ich. Sehr gut sogar.
Ich finde es prinzipiell gut, wenn man schon mal eine eigene Wohnung hatte oder mal allein gelebt hatte, bevor man mit dem Partner zusammen zieht. Das ist glaub ich für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ein gute Basis.

Für mich hört sich das schon so an, als wäre Eure Ehe doch ziemlich einengend. Das empfindet bestimmt jeder anders. Für manche ist das genau richtig so. Ich glaube aber, dass auch in einer guten Ehe oder Beziehung Raum sein muss für die individuelle Entwicklung.
Freunde oder mal alleine weggehen, eigene Hobbys und sogar auch mal ein Urlaub ohne den anderen finde ich völlig in Ordnung.
Nicht nur das, ich finde das sogar bereichernd.
Ich würde es gar nicht gut finden immer nur aufeinander zu hocken.

Es könnte also gut sein (soweit man das überhaupt durch wenige Beiträge in einem Forum beurteilen kann), dass ihr in Eurer Ehe tatsächlich ein Problem habt.
Trotzdem würde ich auf keinen Fall alles gleich hinschmeißen. Ich würde es als Krise sehen, wie sie in jeder Ehe vorkommt. Und ich würde einen Therapeuten oder eine Paartherapie mit ins Boot holen.

Vielleicht könnt ihr Euch und Eure Beziehung gemeinsam weiterentwickeln?



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  28.12.2018 19:28  
Hallo,
War deine Frau denn schon vorher ein eifersüchtiger Typ?
Und was ist denn mit ihr? Geht sie auch mal weg oder hat Freunde?

Danke2xDanke




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  28.12.2018 22:03  
Icefalki hat geschrieben:
Du hast dir bisher die Hörner nicht abstossen können. Und jetzt lockt die Freiheit. Hast festgestellt, dass es da draussen noch was anderes gibt als nur Pflichten und funktionieren müssen. Musstest dazu krank werden, um das erfahren zu dürfen.

Manno, ist das verzwickt. Verzwickt, weil ihr so eingefahren seid. Und auf beiden Seiten bestehen da wirkliche Ängste. Und dazu noch 3 Kinder.

Mensch, auf beiden Seiten ein wenig Vertrauen und das Thema wäre evtl. gegessen. Paartherapie fällt mir noch ein. Würde deine Frau das mitmachen.


Hello...
Ich war alleine bei der Eheberatung, weil meine Frau dachte, es würde nichts bringen. Sie hatte Bedenken, derjenige sagt dann "es ist doch normal, wenn ihr Mann mal weggeht". Sie geht aber immerhin zum zweiten Termin Anfang Januar mit.
Für sie gibt es nur eine Lösung. Nicht mehr mit den Leuten treffen. Basta.
Und ich habe mir geschworen, mich nie wieder erpressen zu lassen. Ich möchte einfach leben ....
Das Vertrauen ihrerseits ist hinüber. Auch verständlich.
Aber ich weiß, dass ich etwas ändern MUSS, sonst bin ich bald wieder soweit....
LG Akira



13451
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BaWü
9881
  28.12.2018 22:10  
Dann gibt es noch eine Chance, allerdings erfordert das Fingerspitzengefühl. Insofern, dass sie sich nicht ausgeschlossen fühlt, sondern aufgenommen. Wäre schön, wenn das funktionieren würde.

Danke1xDanke




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  28.12.2018 22:48  
Icefalki hat geschrieben:
Dann gibt es noch eine Chance, allerdings erfordert das Fingerspitzengefühl. Insofern, dass sie sich nicht ausgeschlossen fühlt, sondern aufgenommen. Wäre schön, wenn das funktionieren würde.


Vielen lieben Dank. Ich habe nur Angst, dass ich wieder ins gleiche Muster falle, wenn es so weitergeht, weil verzichten möchte ich nicht auf die anderen Leute. Noch einen Klinikaufenthalt bzw. eine Reha möchte sie auch nicht, dass würde die Beziehung nicht verkraften... Für meine Arbeitsfähigkeit werde ich das aber brauchen..
Gute Nacht

Danke1xDanke


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