Inked

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Hi,

ich bin Patrick, 25 Jahre alt aus Hannover. Ich habe dieses Forum hier betreten um meine Erfahrungen zu notieren und evtl. anderen damit Anhaltspunkte liefern zu können.

Ich leide seit ca. 8 Jahren merklich an Depressionen und Panikattacken. Genauere Diagnosen habe ich gegenwärtig noch nicht da ich erst im März eine Therapie anfange. Da ich eine sehr bewegte und wirklich schwere Kindheit hatte ist es schwierig zu sagen was der Auslöser dafür war . Das ist eine Tatsache die mich sehr verunsichert in Hinsicht auf meine Genesung "Die Nadel im Heuhaufen" .

Als ich schließlich für mich selbst wusste das es sich bei meinen "Zuständen" um die Psyche handelt, hab ich einen Schritt ergriffen den viele Junge Männer ergreifen wenn sie sich diese "schwäche" nicht eingestehen wollen. Ich ging zur Armee. Die Armeezeit habe ich tatsächlich ohne größere Probleme überstanden. Es war als wäre ich "normal" . Nach der Armee hingegen fiel ich in ein sehr sehr tiefes , schwarzes Loch. Meine langjährige Partnerin verließ mich , weil ich unberechenbar wurde und ich stand allein da, ohne Familie und Freunde.
Die Depressiven Phasen verschwanden zeitweise , die Panikattacken leider nie.
Meine Panikattacken äußeren sich durch starke Verspannung der Bauchmuskulatur , Luftansammlung im Magen bis er sich aufbläht wie ein Fußball bishin zu trockenem würgen. Jahrelang dachte ich das ich vllt. einfach ein Problem mit dem Magen habe oder eine Nahrungsunvertäglichkeit. Aber ich merkte schnell das ich mich in diesen "Anfällen" beobachtet fühlte und eine Art Platzangst entwickelte . Ich mied längere Strecken mit der U Bahn oder dem Auto. Oft schloß ich mich währen meiner Ausbildung zum Kaufmann einfach in der Toilette ein und die Ruhe tat mir tatsächlich gut. Das hat dazu geführt das ich mich Isolierte und am liebsten am A... der Welt wohnen wollte. Zu der Übelkeit und Luft im Bauch kamen mit der Zeit dann auch herzrasen und Schweissausbrüche.

Jetzt nehme ich seit heute Citalopram Dura 10 mg und warte auf meine Therapie.

Ich bin Froh das ich die Militärzeit sowie meine Ausbildung noch irgendwie schaffen konnte. Nach Beendigung meiner Lehre fiehl ich übrigens in das schlimmste Loch das ich je erlebt habe in diesen 8 Jahren. Als wolle meine Psyche nach dem ganzen verdrängen einfach nur noch Dampf ablassen.

Sorry das ist vllt ein wenig lang geworden aber reicht bei weitem nicht aus um alles darzulegen. Das schreiben tat mir gut!

Liebe grüße aus Hannover

Pat

05.12.2013 11:36 • 05.12.2013 #1


2 Antworten ↓


Porzellanpuppe9.


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Hi Inked!

Herzlich willkommen!

Das Forum is ja da um sich manche Dinge von der Seele zu schreiben, und wenns dir gut tut tu es

Du hast wirklich lang mit deinem Problemen gelebt, bevor du dir Hilfe gesucht hast, ich hoff das dir die Therapie hilft und es dir bald besser geht Warum hast du solange gewartet?

05.12.2013 12:06 • #2


Inked

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Hi , danke für den Empfang!

Ich habe das Problem einfach verdrängt. Immerwieder habe ich mir selber gesagt das ich doch kein Schwächling sein soll und das andere doch auch Probleme haben. Und dann kam hinzu das mir meine Arbeit und meine Armeezeit sehr geholfen haben diese Probleme zu unterdrücken. Und ich glaube das geht einigen so bevor sie sich entschließen einen Arzt aufzusuchen. Leider gibt es diese berüchtigten "Up's und Down's" wo man immer mal wieder denkt "jetzt hab ich's geschafft, ich bin gesund!" . Ein schlimmer Fehltritt aber wer geht schon zum Arzt wenns ihm gut geht?

LG Pat

05.12.2013 18:30 • #3



Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf