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Christina
Hallo Loli,

ja, das mit der Dankbarkeit kenne ich. Als würde irgend jemand sich eine Angststörung zulegen, jegliches selbstbestimmtes Leben aufgeben, nur damit ein anderer für ihn einkaufen geht, zur Uni kutschiert etc. Ich leide - mit Unterbrechungen - seit fast 18 Jahren unter Agoraphobie und hatte zwei Rückfälle. Im zweiten stecke ich leider noch drin. Ich habe auch ziemlich sofort eine VT gemacht und dann erst mal wieder funktioniert. Nach dem ersten Rückfall vor 16 Jahren bin ich notgedrungen auch wieder bei meinen Eltern eingezogen und wurde vollständig von ihnen abhängig. Und da kam es dann immer wieder zu solchen Vorwürfen, wie Du sie wohl auch erfährst. Nach einiger Zeit waren wir so zerstritten, dass meine Eltern mir mit Rauswurf drohten. Und irgendwann hatte ich keine Wahl mehr, als in eine Klinik zu gehen. Nicht, weil sie mich tatsächlich rauswarfen, sondern weil die Atmosphäre unerträglich geworden war und meine mehrjährige Psychoanalyse keinerlei Erfolge zeigte.

Ich denke, hinter den Vorwürfen steckt hauptsächlich Hilflosigkeit. Es ist sicher besser zu ertragen, die Tochter als faul, egoistisch und undankbar zu erleben, als sich mit einer unberechenbaren und anscheinend auch unbeherrschbaren Krankheit konfrontiert zu sehen. Mein Vater ist jetzt übrigens 75. Da muss man wohl noch mit einkalkulieren, dass unsere Väter in einer Zeit aufgewachsen sind, in der Selbstreflexion flächendeckend unterbelichtet war und Menschen mit psychischen Problemen einfach nur als verrückt, zeitweise sogar als lebensunwert galten. Da ist eine psychisch kranke Tochter eine existenzielle Bedrohung des eigenen Weltbildes und Selbstwertes. Ein bisschen kann nicht sein, was nicht sein darf. Außerdem ist es die Kriegsgeneration - Menschen, für die es überlebensnotwendig war, unabhängig von ihrem Befinden zu funktionieren.

Schuldgefühle können wir uns komplett sparen, denke ich. Oder hast Du Dir die Angststörung etwa ausgesucht? Verzweiflung - ja, wenn man so vieles versucht und nichts oder nur wenig gelingt. Und es ist schrecklich, wenn diese Verzweiflung von der eigenen Familie (oder Teilen davon) aus welchen Gründen auch immer nicht gesehen wird. Die Wut kommt m.E. aus der Abhängigkeit, daraus, dass hinter dem Hinweis auf das Entgegenkommen auch die Drohung versteckt ist, dieses Entgegenkommen nach eigenem Gutdünken einzustellen - weil es den Helfern zuviel wird oder weil sie (schlimmer noch!) damit therapeutisch intervenieren wollen. Als Versagerin habe ich mich auch lange Zeit gefühlt. Das ist besser geworden, seit ich anerkennen kann, dass es eine Krankheit ist. Damit meine ich nicht, machtlos zu sein und einfach so unter dem Diktat der Angst weiterzumachen, sondern dass es eine besondere Belastung ist und eben keine Selbstverständlichkeit, gegen die Angst anzugehen. Damit sind Rückschritte oder Stagnation aber auch kein Versagen mehr.

Liebe Grüße
Christina

28.04.2008 17:25 • x 2 #2



Hallo Loli,

Schuldgefühle / Selbsthass überwinden - wie schaffe ich das?

x 3#3


@ loli


hi du,auch wenn deine geschichte in der tat die totale verzweiflung wiederspiegelt,so lese ich etwas wichtiges in deinen zeilen..und zwar Kraft,Energie,Stärke und Power...du hast dir einen kilometer ums haus erarbeitet,versuche dir einen weiteren zu erarbeiten und noch einen und noch einen....auch wenn diese verdammten Attacken immer wieder kommen können und das leben erschweren,so kann man in gewisser weise auch damt leben lernen..
darf ich dich fragen,ob du weißt warum du diese Pas hast bzw.was der Auslöser war ? und nimmst du medis ?

28.04.2008 20:24 • #3


def

02.05.2008 15:44 • #4


Hallo Loli,

da ich schon sehr sehr lange unabhängig von meinen Eltern lebe, versuche ich erstmal gar nicht, mich ich Deine Situation rein zu denken und rein zu fühlen...ich glaube, es würde mir Angst machen, mir überhaupt vorzustellen, dass ich z.B. auf die aktive Hilfe meiner Mutter angewiesen wäre - schon die Idee, dass sie als meine nächste Angehörige in Entscheidungsprozesse einbezogen würde, sollte ich einen Unfall haben bzw. nicht mehr alleine entscheiden können, hat mich dazu veranlasst eine Patientenverfügung zu erstellen, die hoffentlich zur Geltung kommt - meine Mutter wär damit einfach und simpel total überfordert...ich kann es mir mittlerweile nicht mal mehr vorstellen, wie es wäre, wenn ich meine Mutter in wichtige Entscheidungen die mein Leben betreffen, aus irgendwelchen Gründen mit einbeziehen müßte - von daher beziehe ich mich mal nur auf diesen Satz von Dir und hoffe, Du deutest meine Frage dazu nicht als Angriff oder Aufforderung Dich rechtfertigen zu müssen, ich denke nur, dass das ein Thema ist, das viele Leute betrifft und eine allgemeine Lösung/Antwort gibt es dafür vermutlich gar nicht...mich würde nur Deine Einstellung dazu interessieren, weil Dir diese Abhängigkeitsproblematik innerhalb Deiner Familie offenbar sehr an die Nieren und an die Nerven gehen...

Zitat:
Kein Mensch mit einer ernsten körperlichen Erkrankung muß sich dafür rechtfertigen das er krank ist, warum also muß ich das tun.


Lassen wir mal dahingestellt, ob sich überhaupt irgendjemand rechtfertigen MUSS...nehmen wir mal an, Du wärst durch eine körperliche Behinderung (durch z.B. Unfall)/Erkrankung ans Haus gefesselt und auf die Hilfe Dritter (Deiner Eltern) angewiesen...meinst Du, dann würde es Dir "mental" besser gehen, weil Du Dich nicht mehr rechtfertigen müßtest? Glaubst Du es wär dann auch für Deine Eltern(Deinen Vater) "leichter" zu akzeptieren, dass er in seinem Alter noch 100 % für seine Tochter verantwortlich wäre?

Würdest Du Dir da nicht große Sorgen machen, wie lange und wie weit die Beiden, das körperlich und mental bewältigen können? Würdest Du Dir da vielleicht nicht schon aus diesem Grund (gemeinsam mit Deinen Eltern) mehr und gezielte professionelle tägliche Unterstützung ins Haus holen (z.B. Zivis, oder "Betreuer" die Dich in Deinem Alltag ganz praktisch begleiten bzw. unterstützen?

Ich kann sehr wohl nachvollziehen, dass diese ständigen Auseinandersetzungen mit Deinem Vater alles andere als zu Deiner Genesung beitragen...und vermutlich haben hier alle Recht auf der Grundsuche...andere Generation, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Unwissenheit etc...und natürlich weiß ich auch nicht, ob das ein Thema ist, über dass Du oder Deine Eltern sich überhaupt getrauen nachzudenken...Deine Eltern können einfach nicht - auch wenn sie das wollten und sehr gerne täten - langfristig diese Aufgabe und "Arbeit" leisten...und ich könnte mir vorstellen, dass wenn sie über dieses "Problem" nachdenken (Wir leben nicht ewig, was wenn einer von uns ernstlich krank wird, was wenn einer von uns auf Pflege angewiesen ist, einen Unfall, Herzinfarkt o.ä. hat, was wird dann aus unserer Tochter?) da auch bei Ihnen eine riesen Portion Angst vor der Zukunft mit spielt...Angst um Dich.

Wollen wir hoffen und glauben, dass die beiden noch ganz ganz viele Jahre physisch und psychich aktiv und gesund bleiben - dass sich keiner von Euch vor 10 Jahren vorgestellt hat und vorstellen konnte, dass ihr mal so eng beisammen leben werdet, und dass das eine Situation ist, die Euch alle belastet und bekümmert - davon geh ich einfach mal aus...aber wie stellst Du Dir, stellen sich Deine Eltern die nächsten 10 Jahre vor?

Ich will Dir wirklich nicht noch mehr Angst machen, aber da Du ja in diesem Bereich gelernt und studiert hast, kennst bzw. weißt Du bestimmt auch um Möglichkeiten oder Therapiemöglichkeiten und ganz praktische Angebote, die möglicherweise Dir ein bißchen mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmtes Leben von Deinen Eltern zu ermöglichen (Fahrdienst, Psycho/Soziale Betreuung, o.ä.)...was Du bisher schon alleine gemacht hast, ist riesig...aber als Privatpersonen und Laien sind Deine Eltern mit vielen Dingen ganz bestimmt völlig überfordert...und das wären sie auch, wenn Du eine körperliche Behinderung hättest....einfach nur schon, weil ihnen voll und ganz die professionelle und gesunde Distanz zu Dir fehlt und Dir natürlich auch zu ihnen...

Zitat:
aber es stimmt, denn mein Vater betrachtet es anscheinend nicht als Selbstverständlich seiner Tochter in dieser schwierigen Situation beizustehen
Naja, das ist bestimmt ne unschöne Erfahrung...die Frage ist nur, WIE könnte er Dir denn helfen? Was könnte er denn aktiv und praktisch tun, damit es Dir besser geht und Du wieder Dein eigenes erwachsenes Leben führen kannst? Gibt es da was, was Dir spontan einfällt?

Mit Beistehen ist es ja nicht getan, und n aktiver, selbstbestimmter alter Mann und Vater der einfach "nur" verständnisvoll bei-stehen soll...dein Vater will nicht nur "dabei - stehen" und zugucken, ganz offensichtlich will er ganz aktiv zu Deiner Genesung beitragen, was machen um die ganze Situation zu ändern, was tun damit Du wieder Deinen eigenen Weg gehen kannst - bestimmt auch, weil er sich selbst die letzten gesunden und aktiven Jahre seines Lebens anders vorgestellt hat bzw. noch x Sachen machen wollte...Würde vielleicht auch seine Ungeduld erklären..ihm rennt im wahrsten Sinne die Zeit weg

Vielleicht fällt es Dir ein wenig leichter an die ganze Eltern-Tochter Problematik ranzugehen, wenn Du Dich selbst nicht "nur" als Tochter siehst?! Du hast schon ganz viel gemacht und bist auch schon ohne Deine Eltern klar gekommen, und Dein jetziger Ärger resultiert natürlich auch daraus...zwischen drin bist Du sehr wohl ohne Vaters Zuspruch und Beistand klar gekommen...Du weißt also wie sich das anfühlt wenn Du nicht 100% Tochter bist...wie gut und richtig sich das auch anfühlte...das steckt immer noch in Dir drin...deswegen meinte ich, dass Du Dir neben Deinen Eltern (bei/mit denen Du immer Tochter bist) auch fremde, professionelle, distanzierte Unterstützung beschaffst, damit die selbstständige und eigenverantwortliche Frau in Dir auch zu ihrem Recht kommt und bekommt was sie braucht: Unabhängigkeit von den Eltern...

03.05.2008 12:36 • #5


Hallo zusammen,

vorab: es wird vermutlich etwas mehr Text, ich versuche mich dennoch so kurz wie möglich zu halten - ohne "wichtige" Punkte auszulassen. Was ich mir davon erhoffe, hier meine Geschichte zu schreiben ? Keine Ahnung - vielleicht etwas Ballast los werden, auf einen weiteren Ar. um klar zu kommen, unabhängige und neutrale Meinungen.

Vorweg die Bitte: Wenn jemand was dazu schreiben möchte, nehmt kein Blatt vor den Mund. Die Trennung ist 2 Monate her, und ich würde von mir selbst behaupten das ich während dieser Zeit durchaus gut reflektiert habe. Also immer raus damit.

Die Eckdaten: Sie 23, ich 28, Beziehungsdauer 3,5 Jahre, sie hat sich getrennt, überaus harmonische Beziehung, kennengelernt durch einen Minijob, haben 3 Jahre zusammen gewohnt.

Mein Problem: Ich weiß einfach nicht wo hin mit mir. Ich bin geplagt von Schuldgefühlen, empfinde Selbsthass - zusammen mit Trauer die einzigen Emotionen die ich aktuell habe. Schlafprobleme, zwinge mich zum Essen (aufgrund von Sport), habe ständig das Gefühl die Zeit rennt mir weg. Wenn ich länger an einem Ort bin (+2 Stunden) werde ich ziemlich nervös und unruhig. Sporadische Heulkrämpfe und das Gefühl das mich niemand auf dieser Welt versteht. Egoismus pur, ich sehe aktuell nur wie schlecht es mir geht, es gibt Menschen denen es viel schlechter geht als mir.

Das Grundproblem entstand 1 Jahr nachdem wir zusammen kamen. Ich wurde chronisch krank, war 1 Jahr lang krankgeschrieben. Verbunden mit vielen Krankenhaus und Reha Aufenthalten. Um mir die Zeit zu vertreiben, suchte ich mir ein Spiel für das Smartphone. Gaming war irgendwie schon immer ein Hobby von mir. Nunja, am Ende bin ich (wie ich jetzt sagen kann) in eine Sucht verfallen, und wollte immer mehr spielen. Dies habe ich zu dem Zeitpunkt jedoch selbst nicht mitbekommen.

In dieser ganzen Zeit ist nicht nur bei mir einiges passiert. Sie hatte zunehmend Stress auf der Arbeit, einige doch sehr starke Meinungsverschiedenheiten mit 2 privaten Freunden, und war auch ziemlich von einer Arbeitskollegin genervt. Streit gab es bei uns nie. Vielleicht 3 Diskussionen, jedoch nie Streit.

Nach gut einem Jahr als es mir gesundheitlich wieder gut ging, beschlossen wir gemeinsam das ich eine zweite Ausbildung machen kann, meinen Traumjob - das finanzielle sollte kein Problem sein.

Von Zeit zu Zeit (jedoch nicht zu häufig) suchte meine Ex das Gespräch mit mir. Es ging darum, dass sie sich mehr von dem wünscht, was wir am Anfang unserer Beziehung hatten. Das man nicht die Finger voneinander lassen kann, mehr Zärtlichkeiten, mehr Küsse, mehr Sex. Es kam bei mir an, aber ich habe es nie so ernst aufgenommen wie es ihr war. (Das ist der richtige Absatz um sich "DU IDIOT" zu denken.)

Bis dann Tag X kam. Sie war mit einer Freundin feiern (ohne Alk). Am nächsten Morgen suchte sie das Gespräch, erzählte mir, dass dort ein Typ war der die ganze Zeit Komplimente gemacht habe, öfters erwähnte, wie schade es sei, dass sie vergeben ist. Zum Abschluss gab er ihr einen Kuss auf die Wange und sie tauschten die Nummern aus. Sie offenbarte mir, sie habe das Gefühl mich beschissen zu haben. Es war schon ziemlich komisch das zu hören, und es gab mir auch kein gutes Gefühl - ich war jedoch nie ein Eifersüchtiger Mensch. Ganz im Gegenteil, meine Ex hatte alle Freiheiten die sie nur haben konnte.

Ab dem Zeitpunkt fing der Stein an ins Rollen zu kommen. Das mit dem Typen beschäftigte sie sehr (hätte sie normalerweise nie zugelassen und schon gar nicht ihre Nummer raus gegeben). Ich verzichte auf Details, aber innerhalb von 2 Monaten entstanden viele Gespräche, unser zusammenleben wandelte sich von einer Beziehung zu einem WG-Leben. Ich verkaufte meinen Account, löschte das Spiel und begann damit ihr mehr unter die Arme zu greifen. Gab ihr hin und wieder eine kleine unverbindliche Aufmerksamkeit um zu signalisieren: Ich denke an dich. Alles vergeblich - es wurde als verbiegen abgestempelt.

Nach ca. 7 Wochen machte ich dann ENDLICH den Vorschlag auf räumlichen Abstand zu gehen. Das zogen wir auf unbestimmte Zeit dann auch einen Tag später durch - verbunden mit verdammt vielen Tränen beiderseits. Sie war sogar kurz vor einem Nervenzusammenbruch (mein Empfinden).

Wir einigten uns darauf, keinen Kontakt zu haben aus Angst, diese komische Situation aufrecht zu erhalten. Sonntags bin ich zu meinem Kollegen, Donnerstag hielt ich es nicht mehr aus. Ich schreib ihr. Belangloses, keine Forderung oder Entscheidung. Die Antwort ? Ziemlich ernüchternd. Sie sagte das sie ihre Gedanken nicht ordnen könne, sie keinen klaren Gedanken fassen kann. Sie würde aktuell versuchen so viel wie möglich zu unternehmen um sich abzulenken. Ich war sauer. Wieso ? Meine Erwartung war einfach, dass sie die Zeit nutzen würde um nachzudenken, um zu reflektieren. Stattdessen nutzte sie die Zeit um sich abzulenken ? Ich kam mir etwas veräppelt vor. Ich machte ihr jedoch keinerlei Vorwürfe und sagte ihr, sie solle tun was ihr gut tut.

Donnerstag schrieb ich ihr. Sonntag kam sie, um die Beziehung zu beenden. Ich war am Boden zerstört, konnte es nicht verstehen. Sie erklärte mir, sie hätte nicht mehr ausreichend Gefühle für mich, hätte nicht gemerkt, dass ich um sie gekämpft hätte.

Die 3 darauffolgenden Wochen folgten noch einige wenige Gespräche, meinerseits natürlich in der Hoffnung doch noch unsere zweite Chance zu bekommen - vergebens. Sie wolle ihr Single sein genießen. Sie fühlt sich wohl, genießt es keine Absprachen treffen zu müssen. Sie habe Angst etwas zu verpassen, ein Satz der natürlich unglaublich weh tat. Ich weiß, ganz dumme Idee.

So entschied ich mich nach 3 Wochen mein "Hab und Gut" aus der gemeinsamen Wohnung zu holen und den Kontakt komplett einzustellen. Dies kommunizierte auch offen mit ihr. Diese kälte ihrerseits tat mir zu sehr weh, ich merkte jeden Tag wie es mir schlechter damit ging.

Sie erwähnte des öfteren während der Gespräche, dass sie sich wünschen würde, es stünde anders um ihre Gefühle. Sie gab mir enorm viel Hoffnung mit auf den Weg, sie wisse nicht ob es gerade ein "hoch" ist was sie hat, eine Selbstfindungsphase - wie es bei ihr in ein paar Monaten oder einem Jahr aussehe. Vielleicht macht sie gerade einen großen Fehler, aber sie müsse diesen machen. Sie wolle aber auch nicht, dass ich mir zu viele Hoffnungen mache.

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Ich mache mir enorme Selbstvorwürfe bezüglich meiner Sucht, ich weiß mittlerweile wie viel ich kaputt gemacht habe, indem ich ihr nicht die Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt habe, die sie verdient hat. Vielleicht kann jemand erahnen, wie ich mich damit fühle. Ob ich wieder Spiele ? Nein. Seit gut 4 Monaten nun habe ich kein Spiel mehr angefasst, weder auf dem PC, noch auf dem Smartphone - Konsole war ich noch nie der Mensch für.

Desweiteren frage ich mich die ganze Zeit: Hast du wirklich nicht genug gekämpft ? Ich bemühte mich - sie bestätigte mir in der schwierigen Zeit sogar, dass sie sehe ich wolle etwas ändern. Sogar in unserem letzten Gespräch sagte sie: "Ich weiß das du kämpfen kannst."

Abgesehen davon. ja ich weiß wie klein und bedürftig ich mich in diesen 2 Monaten + 3 Wochen gemacht habe. Der richtige Weg wäre wohl gewesen direkt auf räumlichen Abstand zu gehen und ihr einfach Ruhe und Zeit zu geben.

Sie war nicht Fehlerfrei. Sie brachte von Anfang an ein ziemlich geringes Selbstwertgefühl mit - sie fand sich selbst nicht attraktiv. Das hörte ich auch immer wieder. Ich machte Komplimente - sie argumentierte dagegen.

Seit des räumlichen Abstandes schläft sie auch wieder besser sagt sie, sie wird nicht mehr jede Nacht wach. Liegt das nun wirklich an mir ? Weil sie nicht mehr glücklich war ? Oder liegt es daran, dass nun ein Belastungspunkt von ihren Schultern gefallen ist - offensichtlich der, der am "einfachsten" zu beseitigen war ? Suche ich da nach Ausreden um mir diese Schuld nicht auch noch zuweisen zu müssen ? Ich weiß es nicht.

Es hat sich bereits so viel getan. Finanziell geht es mir nun besser als vorher, ich rauche nicht mehr, ich mache Sport - viel Sport (6x die Woche). Durch Sport und gesunde Ernährung kann ich auf das Medikament für meine Krankheit verzichten. Ich habe mich um verschiedene Anträge gekümmert, alles mögliche in Bewegung gesetzt. WBS, Schwerbehindertenausweis, alle finanzielle Unterstützungen. Alles in allem kann ich eigentlich sagen: Läuft bei mir.

Eigentlich. ist aber nicht so. Allgemein gesagt gibt es in meinem Leben aktuell absolut keine Freude, kein Spaß. Eigentlich will ich auch nichts und niemanden sehen, ich weiß aber das es mir damit nur noch schlechter gehen würde.

Nach meiner ersten Trennung habe ich mich viel mit Frauen abgelenkt - woran ich nun absolut kein Interesse habe. Ich verspüre nichtmal das Interesse eine Frau auch nur anzusprechen wenn ich unterwegs bin, weil sie mir "egal" sind. Es bot sich mir auch schon die Möglichkeit der entsprechenden Ablenkung, die ich jedoch im Sande verlaufen lassen habe, weil mir absolut nicht danach ist.

Will ich meine Ex zurück ? Ja. Könnte ich sie zurück nehmen ? Ich weiß es nicht. Und das zerreißt mich unglaublich. Ich wünsche mir auf der einen Seite nichts mehr, als das sie vor mir stehen würde und sagt: Es war alles ein Fehler. Auf der anderen Seite wünsche ich es mir irgendwie auch nicht, weil ich aktuell nicht weiß ob ich das könnte. Und ich möchte nicht, dass sie diese Situation ebenfalls durchmachen müsste.

irgendwie fühle ich mich teilweise sogar ein Stück weit veräppelt. Ich bekomme hier und da immer mal wieder von wenigen gemeinsamen Freundin über WhatsApp Status mit, wie viel sie unternimmt. Ich habe das Gefühl sie hat sich noch immer nicht ausgiebig damit beschäftigt weil sie viel zu sehr damit beschäftigt ist, beschäftigt zu sein. Das ist aber reine Spekulation und irgendwo auch Wunschdenken. Nach und nach lösche ich die Nummern der gemeinsamen Freunde weil ich eigentlich nichts mitbekommen will.

Ich möchte einfach nicht mehr den ganzen Tag die Gedanken kreisen haben, all diese Selbstzweifel, den Selbsthass, die Wut, die Angst - die ganzen negativen Emotionen ablegen können. Ich möchte wieder etwas Freude empfinden.

Ich weiß grad einfach nicht wohin mit mir, meinen Gedanken oder Emotionen. Ich weiß nicht mal, was ich mir durch diesen Beitrag erhoffe - den die wenigsten aufgrund der Länge wohl lesen werden.

Dennoch freue ich mich über Feedback jeder Art, wer es bis hier hin geschafft hat kann sich eine Umarmung abholen.

24.12.2019 16:43 • x 1 #6


Unruhe_in_Person
Hallo Tulio!

Keine Ahnung,ob Du meinen Beitrag als hilfreich empfindest,aber ich dachte,ich sag mal was dazu.

Zitat:
Sie offenbarte mir, sie habe das Gefühl mich beschissen zu haben.


Das Gefühl jemanden beschissen zu haben hat man doch zumeist genau dann,wenn man tatsächlich wen beschissen hat oder man sich im Geiste Dinge zusammenwünscht,die in Richtung besch.n gehen also sprich,dass sie sich vielleicht unterbewusst mehr von dem anderen erhofft hat und darum das Gefühl hat Dich beschissen zu haben.

Zitat:
Das mit dem Typen beschäftigte sie sehr


Ja,scheint so.Fremder Kerl,mitn Partner läuft es grad nicht so gut und sie bekommt haufenweise Aufmerksamkeit von einem völligen Fremden.Fremdes ist unbekanntes und es ist die Natur des Menschen neugierig zu sein und sich für das fremde,unbekannte zu interssieren.

Zitat:
Sie erwähnte des öfteren während der Gespräche, dass sie sich wünschen würde, es stünde anders um ihre Gefühle. Sie gab mir enorm viel Hoffnung mit auf den Weg, sie wisse nicht ob es gerade ein "hoch" ist was sie hat, eine Selbstfindungsphase - wie es bei ihr in ein paar Monaten oder einem Jahr aussehe.


Der Klassiker.Sie will Dir nicht weh tun,denke ich und darum ist das meistens einfach nur ne Floskel sich zu wünschen, es stünde anders.Soweit ich es verstanden habe-korrigier mich,wenn ich falsch liege-ist Auslöser des ganzen Verhaltens die Begegnung mit diesem Mann als sie feiern war.Hätte sie Interesse an euch,dann würde sie mit dran arbeiten.Hat sie aber nicht,jedenfalls wirkt es nicht so.Der Fremde ist spannender.Keiner kann in die Zukunft gucken,aber aufs Abstellgleis schieben lassen solltest Du Dich nicht von ihr.Das sind nett gemeinte Aussagen,mehr nicht.Unbewusst Hoffnung säen wo keine mehr ist.

Zitat:
hätte nicht gemerkt, dass ich um sie gekämpft hätte.


Erst sagt sie das und dann kommt

Zitat:
Ich bemühte mich - sie bestätigte mir in der schwierigen Zeit sogar, dass sie sehe ich wolle etwas ändern. Sogar in unserem letzten Gespräch sagte sie: "Ich weiß das du kämpfen kannst."


Es fällt ihr also auf,dass Du was ändern willst,aber es interessiert sie einfach gerade nicht.


Zitat:
Ich wünsche mir auf der einen Seite nichts mehr, als das sie vor mir stehen würde und sagt: Es war alles ein Fehler.


Ich denke,das wird nicht passieren.Sie geht jetzt erstmal ihren Weg,ob mit dem Kerl oder alleine spielt keine Rolle,aber sie lebt jetzt ihr Leben.

Zitat:
Ich bekomme hier und da immer mal wieder von wenigen gemeinsamen Freundin über WhatsApp Status mit, wie viel sie unternimmt. Ich habe das Gefühl sie hat sich noch immer nicht ausgiebig damit beschäftigt weil sie viel zu sehr damit beschäftigt ist, beschäftigt zu sein.


Ja,scheint so.
Mein Tipp:
Mach es genauso!Nicht um sie zu ärgern oder sowas sondern um etwas für Dich selbst zu tun.Lenk Dich ab,auch wenn es schwer fällt und leb Dein Leben,genieß Deine Freiheit.Ich kann Dir nicht sagen was in ihr vorgeht,aber ich denke nicht,dass sich ihre Einstellung ändert,wenn es nicht gerade einen Auslöser gibt,wie diesen anderen Mann da.In dem Alter sind Mädels sehr wankelmütig,zumeist jedenfalls und noch nicht gefestigt.Es kann sein,dass es wieder wird bei euch,aber ehrlich?Kümmer Dich erstmal um Dich selbst und achte auf Dich statt Deine Zeit damit zu verbringen ihr hinterher zu trauern.Ja,leichter gesagt als getan,weiß ich.Ihr geht es scheinbar gut,Du musst selbst was tun damit es Dir auch wieder gut geht.

Entschuldige,dass es wohl dezent unsensibel rüberkommt.Ist nicht mein Tag heute,aber ich hoffe,dass Du darin nichts böses interpretierst.Geh einfach erstmal Deinen Weg,das ist wichtig.Du hast eingesehen,dass Du da nen Problem hattest was diese Spielsucht anging und Fehler machen ist menschlich.In einer Beziehung muss man zusammen an allem arbeiten,auch an den Problemen des Partners,nur leider scheitern viele daran und gehen lieber getrennte Wege.Ich bin sicher,dass es für sie nicht einfach war,aber mehr als versuchen etwa szu ändern und das Problem beim Schopfe zu packen kannst Du nicht tun.Wenn sie nicht mit zieht,ist es okay.Es ist auch okay,wenn Du weiter gehst und wichtig,dass Du Dich nicht aufs Abstellgleis schieben lässt.


Liebe Grüße,
Unruhe_in_Person

24.12.2019 18:06 • #7


Hallo Unruhe_in_Person,

vielen Dank erstmal für deine Zeit und dein Feedback.


Zitat von Unruhe_in_Person:
sprich,dass sie sich vielleicht unterbewusst mehr von dem anderen erhofft hat und darum das Gefühl hat Dich beschissen zu haben.

So habe ich das ganze noch nie gesehen um ehrlich zu sein. Ich weiß aber, dass sie in der Vergangenheit immer solche Aktionen abgeblockt hat, und Nummer raus geben war schon gar nicht drin. Letztendlich weiß das nur sie, leider.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Auslöser des ganzen Verhaltens die Begegnung mit diesem Mann als sie feiern war.

Richtig. Ihren Aussagen nach hat sie die Nummer inklusive Chat nach 3 Tagen gelöscht, weil es sich nicht richtig anfühlte - das glaube ich ihr sogar. Ihrer Aussage nach hat sie Angst etwas zu verpassen, und möchte gerade einfach nicht in einer Beziehung sein. Was hinter der Aussage steckt ist mir natürlich klar - und das schmerzt unheimlich.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Es fällt ihr also auf,dass Du was ändern willst,aber es interessiert sie einfach gerade nicht.

Ihr genauer Wortlaut war "ich kann das gerade irgendwie nicht annehmen" - kommt aufs selbe raus ich weiß. Das ist nur irgendwie noch ein Punkt, der in meinem Kopf auf kein Verständnis trifft.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Mach es genauso!

Ich schaue schon, dass ich möglichst ausgelastet durch den Tag komme.. wie gesagt steht 6x die Woche Sport auf dem Programm, die restliche Zeit versuche ich mit Freunden zu füllen. Sollte das nicht klappen stürze ich mich halt weiterhin in die Arbeit, 13-14 Stunden Tage sind noch immer besser als bei meinen Eltern zu sitzen und nichts zu tun zu haben..
Zitat von Unruhe_in_Person:
Nicht um sie zu ärgern oder sowas

Würde eh nicht klappen. Ich bin zum einen niemand der sonderlich aktiv sein Leben auf Social-Media Plattformen teilt, und zum anderen haben wir auch nirgends mehr eine Connection. Auf FB habe ich sie nach der Trennung als Freundin entfernt (Selbstschutz) und Insta, SnapChat und co.Kg nutze ich nicht. Es würde sie abgesehen davon sowieso nicht interessieren glaube ich..
Zitat von Unruhe_in_Person:
Ich kann Dir nicht sagen was in ihr vorgeht,aber ich denke nicht,dass sich ihre Einstellung ändert,wenn es nicht gerade einen Auslöser gibt,wie diesen anderen Mann da.

Was genau meinst du damit ?
Zitat von Unruhe_in_Person:
Es kann sein,dass es wieder wird bei euch,aber ehrlich?Kümmer Dich erstmal um Dich selbst und achte auf Dich statt Deine Zeit damit zu verbringen ihr hinterher zu trauern.Ja,leichter gesagt als getan,weiß ich.Ihr geht es scheinbar gut,Du musst selbst was tun damit es Dir auch wieder gut geht.

Ich weiß, alles kann, nichts muss.. Trotzdem nährt sich diese dumme Hoffnung von Tag zu Tag von meinen Gedanken. Mir spukt es einfach auch immer im Hinterkopf, dass ihre Eltern das gleiche durch hatten - genau wie 3 andere Paare die ich kenne.. Sowie ihre beste Freundin, von der fange ich aber am besten gar nicht erst an..

Im allgemeinen.. ja, ich muss was dafür tun das es mir wieder gut geht, ich weiß nur absolut nicht was. Unternehmungen mit Freunden kann ich nicht wirklich genießen weil ich mich ständig durch meine Gedanken reserviert fühle. Wirklich Freude kommt da also auch nicht auf. Beim Sport an sich klappt das ganz gut, aber ich kann auch keine 7 Stunden im Studio verbringen.

Eine zusätzliche Belastung ist einfach die Wohnsituation bei meinen Eltern - wenn man mal eine eigene Wohnung hatte und so.. Der Wohnungsmarkt hier ist allerdings mehr als bescheiden, und das was frei ist, ist meist wesentlich zu teuer. Unterstützung vom Amt bekomme ich zwar - aber auch mit Ausbildungsgehalt ist es nicht einfach eine passende Wohnung zu finden.

Zitat von Unruhe_in_Person:
Entschuldige,dass es wohl dezent unsensibel rüberkommt.

Kam es überhaupt nicht. Ich mag das ganze um den heißen Brei gerede ohnehin nicht und kann besser mit der direkten Art. Danke dir dafür !

Liebe Grüße
Tulio

24.12.2019 18:37 • x 1 #8


Unruhe_in_Person
Zitat von Tulio:
So habe ich das ganze noch nie gesehen um ehrlich zu sein. Ich weiß aber, dass sie in der Vergangenheit immer solche Aktionen abgeblockt hat, und Nummer raus geben war schon gar nicht drin. Letztendlich weiß das nur sie, leider.


Ja.Richtig.


Zitat von Tulio:
Richtig. Ihren Aussagen nach hat sie die Nummer inklusive Chat nach 3 Tagen gelöscht, weil es sich nicht richtig anfühlte - das glaube ich ihr sogar. Ihrer Aussage nach hat sie Angst etwas zu verpassen, und möchte gerade einfach nicht in einer Beziehung sein. Was hinter der Aussage steckt ist mir natürlich klar - und das schmerzt unheimlich.


Die Jugend heutzutage...


Zitat von Tulio:
Ihr genauer Wortlaut war "ich kann das gerade irgendwie nicht annehmen" - kommt aufs selbe raus ich weiß. Das ist nur irgendwie noch ein Punkt, der in meinem Kopf auf kein Verständnis trifft.



Ja...ist klar,was sie damit sagt...Schade.


Zitat von Tulio:
Ich schaue schon, dass ich möglichst ausgelastet durch den Tag komme.. wie gesagt steht 6x die Woche Sport auf dem Programm, die restliche Zeit versuche ich mit Freunden zu füllen. Sollte das nicht klappen stürze ich mich halt weiterhin in die Arbeit, 13-14 Stunden Tage sind noch immer besser als bei meinen Eltern zu sitzen und nichts zu tun zu haben..


Übertreib es nur nicht mit dem Sport.Dein Körper braucht auch ERhlung.


Zitat von Tulio:
Würde eh nicht klappen. Ich bin zum einen niemand der sonderlich aktiv sein Leben auf Social-Media Plattformen teilt, und zum anderen haben wir auch nirgends mehr eine Connection. Auf FB habe ich sie nach der Trennung als Freundin entfernt (Selbstschutz) und Insta, SnapChat und co.Kg nutze ich nicht. Es würde sie abgesehen davon sowieso nicht interessieren glaube ich..


Selbstschutz ist wichtig und richtig.

Zitat von Tulio:
Eine zusätzliche Belastung ist einfach die Wohnsituation bei meinen Eltern - wenn man mal eine eigene Wohnung hatte und so.. Der Wohnungsmarkt hier ist allerdings mehr als bescheiden, und das was frei ist, ist meist wesentlich zu teuer. Unterstützung vom Amt bekomme ich zwar - aber auch mit Ausbildungsgehalt ist es nicht einfach eine passende Wohnung zu finden.


Ja,ich verstehe das gut.Geht immer so vieles mit einmal kaputt...


Zitat:
Was genau meinst du damit ?


Naja ihre Meinung hat sich ja mit Auftauchen des Types geändert,vielleicht ändert sie diese wieder,wenn wieder ein neuer Auslöser kommt.Jugend halt.Schwankend.


Ich bin ungewohnt sch. und hart,das tut mir leid.:/

24.12.2019 18:52 • #9


Zitat von Unruhe_in_Person:
Die Jugend heutzutage...

Oder vielleicht auch die Wegwerfgesellschaft ? Man weiß es nicht... Traurig.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Übertreib es nur nicht mit dem Sport.Dein Körper braucht auch ERhlung.

Ist in meinem Training mit einkalkuliert, danke. Das ist aktuell der einzige Ort, an dem mich mal für 1 - 1,5 Stunden auf was anderes Konzentrieren kann..
Zitat von Unruhe_in_Person:
Selbstschutz ist wichtig und richtig.

Wichtig? Ja. Richtig? Was ist schon richtig.. Ich zweifel mittlerweile sogar die KS an. Die läuft seit 5 Wochen. Ich WEIß das es im Prinzip für mich richtig ist. Auf der anderen Seite denke ich mir: Ich habe ihr das letzte Jahr über zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt - ist es dann nun der richtige Weg eine KS zu halten ? Eigentlich schon, mir geht es besser damit, und sie will die Beziehung ja nicht, hat offensichtlich kein Interesse daran an der Beziehung zu arbeiten. Aber ich möchte sie ja trotzdem zurück.. Irgendwie aber auch nicht, weil ich weiß das es jetzt gerade nicht funktionieren könnte da die Verletzungen einfach viel zu tief sitzen. Aber würden diese Verletzungen durch beidseitiges "arbeiten" vielleicht wieder heilen ? Warum bin ich nicht eher aufgewacht, vielleicht wäre dann jetzt noch alles gut - vielleicht wäre es trotzdem irgendwann so gekommen, vielleicht auch nicht. Mal ein kleiner Auszug aus meinem Kopf, ein Abspann von gefühlten 2 Sekunden. Das zieht sich über Stunden.. Und da merke ich auch immer, in was für einer enormen emotionalen Abhängigkeit ich mich befinde - was mich selber nervt. Früher war sie diejenige, die emotional abhängig von mir war (rückwirkend reflektiert). Schade das ich (wir) das nicht früher erkannt haben..

Das bleibt auch auf der Arbeit nicht aus, leider. Zum Glück habe ich einen Betrieb erwischt, der mehr als nur Verständnis für mich hat - dort ist es wie bei einer zweiten Familie.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Ich bin ungewohnt sch. und hart,das tut mir leid.:/

Du brauchst dich wirklich für nichts entschuldigen! Ich bin froh, jemanden zu haben der sich diese Bibel überhaupt durchliest - ich könnte das ganze ohne Probleme in 10facher Ausführung schreiben, wenn ich Details mit rein bringe.. Abgesehen davon möchte ich natürlich am liebsten hören "Ach, mach dein Ding - gib ihr n Jahr und dann läuft das wieder." Ich weiß aber das mir das weder hilft, noch das es so eintreten wird. Zumindest gibt es keine Garantie dafür.

24.12.2019 19:15 • x 1 #10


Unruhe_in_Person
Huhu.

Hoffe erstmal,dass Du trotzdem ein schönes Weihnachtsfest hattest?

Zitat von Tulio:
Oder vielleicht auch die Wegwerfgesellschaft ? Man weiß es nicht... Traurig.


Vielleicht eine Kombination aus beidem...

Zitat von Tulio:
Ist in meinem Training mit einkalkuliert, danke. Das ist aktuell der einzige Ort, an dem mich mal für 1 - 1,5 Stunden auf was anderes Konzentrieren kann..


Entschuldige,ich wollte Dir keineswegs etwas vorschreiben.

Zitat von Tulio:
Wichtig? Ja. Richtig? Was ist schon richtig.. Ich zweifel mittlerweile sogar die KS an. Die läuft seit 5 Wochen. Ich WEIß das es im Prinzip für mich richtig ist. Auf der anderen Seite denke ich mir: Ich habe ihr das letzte Jahr über zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt - ist es dann nun der richtige Weg eine KS zu halten ? Eigentlich schon, mir geht es besser damit, und sie will die Beziehung ja nicht, hat offensichtlich kein Interesse daran an der Beziehung zu arbeiten. Aber ich möchte sie ja trotzdem zurück.. Irgendwie aber auch nicht, weil ich weiß das es jetzt gerade nicht funktionieren könnte da die Verletzungen einfach viel zu tief sitzen. Aber würden diese Verletzungen durch beidseitiges "arbeiten" vielleicht wieder heilen ? Warum bin ich nicht eher aufgewacht, vielleicht wäre dann jetzt noch alles gut - vielleicht wäre es trotzdem irgendwann so gekommen, vielleicht auch nicht. Mal ein kleiner Auszug aus meinem Kopf, ein Abspann von gefühlten 2 Sekunden. Das zieht sich über Stunden.. Und da merke ich auch immer, in was für einer enormen emotionalen Abhängigkeit ich mich befinde - was mich selber nervt. Früher war sie diejenige, die emotional abhängig von mir war (rückwirkend reflektiert). Schade das ich (wir) das nicht früher erkannt haben..



Guck mal...bestimmte Probleme bestehen eben nicht erst von heute auf morgen.Es kann sein,dass Du zu spät aufgewacht bist,aber Du bist aufgewacht,manche wachen ja gar nicht erst auf!Ich weiß,dass es für Dich weder Trost noch Entschuldigung ist.Es ist aber ne Tatsache.Hätte sie,nachdem sie bemerkt hat,dass Du endlich aufgewacht bist,an der Beziehung noch mit arbeiten wollen,dann hätte sie das auch währenddessen gemacht.Es gehören immer zwei dazu um eine Beziehung am Leben zu erhalten und sie sagte ja,dass ihre Gefühle nicht mehr ausreichenund das ist nicht von einem Tag zum anderen der Fall und ich denke auch nicht,dass es grundlegend an Deinem Verhalten ihr gegenüber liegt sondern daran,dass sie das Gefühl wahrscheinlich schon länger hat.Jedenfalls habe ich noch nie von sowas gehört.Ich meine ganz ehrlich?Wie oft versuchen Partner,die ihren Partner wirklich lieben,bei ihrem Problem zu helfen?Auch bei Suchtproblemen?Es geht nicht um Schuld,weißt Du.Aus dem was ich gelesen habe,habe ich verstanden,dass Du mit dem Problem trotzdem alleine warst und sie irgendwann anfing halt ihr Ding zu machen.Kann mich auch irren.Hätte sie noch Interesse an euch,dann würde sie auch mit dran arbeiten.


Zitat von Tulio:
Du brauchst dich wirklich für nichts entschuldigen! Ich bin froh, jemanden zu haben der sich diese Bibel überhaupt durchliest - ich könnte das ganze ohne Probleme in 10facher Ausführung schreiben, wenn ich Details mit rein bringe.. Abgesehen davon möchte ich natürlich am liebsten hören "Ach, mach dein Ding - gib ihr n Jahr und dann läuft das wieder." Ich weiß aber das mir das weder hilft, noch das es so eintreten wird. Zumindest gibt es keine Garantie dafür.


Nein,das werde ich auch nicht zu Dir "sagen" also "Mach Dein Ding und in einem Jahr läuft es wieder." Das ist Käse und ich weiß sowas selbst,deshalb werde ich Dir das nicht an den Kopf werfen.
Ich möchte Dir einfach sagen,dass Du unbedingt an Dich denken sollst erstmal,dass Du wieder auf die Beine kommst.Sie macht grad nichts anderes.Das ist vernünftig.


Liebe Grüße,
Unruhe_in_Person

27.12.2019 16:32 • x 1 #11


Hey

Zitat von Unruhe_in_Person:
Hoffe erstmal,dass Du trotzdem ein schönes Weihnachtsfest hattest?

Muss ich leider verneinen, das heilige Essen war mit einem Gefühlsausbruch beschmückt, und die beiden darauffolgende Tage habe ich bei der Arbeit verbracht. Ich wollte mich von all dem irgendwie ablenken weil ich es ohnehin nicht genießen konnte. Aber ich hoffe du hattest ein paar schöne Tage : - )
Zitat von Unruhe_in_Person:
Entschuldige,ich wollte Dir keineswegs etwas vorschreiben.

Das habe ich auch gar nicht so aufgenommen, sorry wenn das so rüber kam mit dem Satz :-/
Zitat von Unruhe_in_Person:
Es gehören immer zwei dazu um eine Beziehung am Leben zu erhalten und sie sagte ja,dass ihre Gefühle nicht mehr ausreichenund das ist nicht von einem Tag zum anderen der Fall und ich denke auch nicht,dass es grundlegend an Deinem Verhalten ihr gegenüber liegt sondern daran,dass sie das Gefühl wahrscheinlich schon länger hat.

Ich stimme dir zu, dazu bedarf es immer 2 Menschen. Und das Verhalten sowie das Gefühle nicht einfach verschwinden ist genau das was mich so fertig macht. Vor der Trennung lagen ja 2 Monate, in denen wir geschaut haben was Sache ist, weil sie selbst nicht wirklich wusste was los war. Doch mit der Zeit wurde ich.. man kann schon fast sagen depressiv. Liebesentzug vom feinsten, die ständige Angst sie zu verlieren, etwas falsch zu machen. Statt sie mir einfach zu packen und zu kuscheln habe ich nichts gemacht und versucht irgendwie normal zu sein - so normal wie man in so einer Situation eben sein kann.. Und so wurden die Momente immer trauriger, bis dann auch Eifersucht mit ins Spiel kam - verständlicherweise. Ich könnte mir einfach selbst so in den allerwertesten treten das ich nicht einfach gemacht! habe. Hatte ich in dem Moment noch groß was zu verlieren ? Ich glaube nicht.. Das nagt an mir.

Zitat von Unruhe_in_Person:
Ich möchte Dir einfach sagen,dass Du unbedingt an Dich denken sollst erstmal,dass Du wieder auf die Beine kommst.Sie macht grad nichts anderes.Das ist vernünftig.

Ich habe aktuell nur leider noch keine Ahnung wie genau ich das anstellen soll. Weil einfach nichts hilft, oder es verändert sich zumindest nichts. Sie ist schon lange wieder auf den Beinen - einige Tage, maximal 2 Wochen nach der Trennung. Das tut einfach auch unglaublich weh, ich wünsche ihr wirklich das sie glücklich ist, dass es ihr gut geht - weil ich sie liebe. Aber ich wäre einfach gerne wieder der Teil, der zu ihrem Glück beiträgt. Und in diesem Punkt schaffe ich es einfach nicht mir selbst zu verzeihen, weil ich, auch wenn es falsch ist, die ganze Problematik auf mich ablade.. Und ich kann nicht anders. Sie war kein Engel, gewiss nicht. Ich weiß auch nicht, vielleicht hätte es mir geholfen 1x zu hören: Hey, ich habe auch Fehler X und Y gemacht.

27.12.2019 16:51 • x 1 #12


Unruhe_in_Person
Hey..


Zitat von Tulio:
Muss ich leider verneinen, das heilige Essen war mit einem Gefühlsausbruch beschmückt, und die beiden darauffolgende Tage habe ich bei der Arbeit verbracht. Ich wollte mich von all dem irgendwie ablenken weil ich es ohnehin nicht genießen konnte. Aber ich hoffe du hattest ein paar schöne Tage : - )


Das tut mir leid zu lesen.:/
Naja....danke ob des Wunsches...

Zitat von Tulio:
Das habe ich auch gar nicht so aufgenommen, sorry wenn das so rüber kam mit dem Satz :-/


Alles gut.Mein nur.^^

Zitat von Tulio:
Doch mit der Zeit wurde ich.. man kann schon fast sagen depressiv. Liebesentzug vom feinsten, die ständige Angst sie zu verlieren, etwas falsch zu machen. Statt sie mir einfach zu packen und zu kuscheln habe ich nichts gemacht und versucht irgendwie normal zu sein - so normal wie man in so einer Situation eben sein kann.. Und so wurden die Momente immer trauriger, bis dann auch Eifersucht mit ins Spiel kam - verständlicherweise. Ich könnte mir einfach selbst so in den allerwertesten treten das ich nicht einfach gemacht! habe.


Naja...Liebesentzug und ständig Angst vor Fehlern,Eifersucht-könnten für Depression sprechen und genau das ist auch der Grund warum Du sie halt nicht einfach packen konntest zum Kuscheln.Oftmals lähmen psychische Probleme/Störungen den gesamten Apparat und daher ist klar,dass Du Dich nicht so verhalten konntest wie Du gewollt hättest.Du kannst nichts dafür.Das ist numal einfach so.Schwer sich einzugestehen,weiß ich.Klar hast Du Fehler gemacht,das ist okay,wichtig ist,dass Du aus ihnen lernst und für das Problem kannst Du ja auch nichts,alles hat seine Gründe und seinen Ursprung.

Zitat von Tulio:
Ich habe aktuell nur leider noch keine Ahnung wie genau ich das anstellen soll. Weil einfach nichts hilft, oder es verändert sich zumindest nichts. Sie ist schon lange wieder auf den Beinen - einige Tage, maximal 2 Wochen nach der Trennung. Das tut einfach auch unglaublich weh, ich wünsche ihr wirklich das sie glücklich ist, dass es ihr gut geht - weil ich sie liebe. Aber ich wäre einfach gerne wieder der Teil, der zu ihrem Glück beiträgt. Und in diesem Punkt schaffe ich es einfach nicht mir selbst zu verzeihen, weil ich, auch wenn es falsch ist, die ganze Problematik auf mich ablade.. Und ich kann nicht anders. Sie war kein Engel, gewiss nicht. Ich weiß auch nicht, vielleicht hätte es mir geholfen 1x zu hören: Hey, ich habe auch Fehler X und Y gemacht.



Naja...ein Spruch sagt "Manchmal hat,wenn zwei sich scheiden,einer etwas mehr zu leiden." Ist leider so.
Ich verstehe,dass Du gerne ein Teil desse wärst,dass sie glücklich ist,aber alleine,dass Du ihr Glück gönnen kannst,ist doch toll-auch wenn es blöd gesagt ist,weil Du davon och nichts hast.
Was kannst Du Dir nicht verzeihen?Dass Du krank bist/warst,dann in Spielsucht abgerutscht bist und danach Depressionen bekommen hast?Du hast Deinen Fehler eingesehen und bist bereit was daran zu ändern.
Wenn Du Dir selbst nicht verzeihen kannst,dann darfst Du nicht hoffen,dass sie es tut.Verzeih Dir selbst.Jeder Mensch macht Fehler.Hätte sie euch noch gewollt,dann wäre sie mitgegangen.Ist sie aber nicht und das auch nicht erst zwei Monate vor der Trennung.Sowas liegt viel tiefer.Wenn sie euch ne Chance hätte geben wollen,dann wäre sie die Schritte mitgegangen.


Liebe Grüße

27.12.2019 17:14 • x 2 #13


Zitat von Unruhe_in_Person:
Alles gut.Mein nur.^^


Zitat von Unruhe_in_Person:
Naja...Liebesentzug und ständig Angst vor Fehlern,Eifersucht-könnten für Depression sprechen und genau das ist auch der Grund warum Du sie halt nicht einfach packen konntest zum Kuscheln.


Zitat von Unruhe_in_Person:
Was kannst Du Dir nicht verzeihen?Dass Du krank bist/warst,dann in Spielsucht abgerutscht bist und danach Depressionen bekommen hast?Du hast Deinen Fehler eingesehen und bist bereit was daran zu ändern.
Wenn Du Dir selbst nicht verzeihen kannst,dann darfst Du nicht hoffen,dass sie es tut.

Ich gehe mal auf den Abschnitt ein, weil ich gerade ehrlich gesagt nicht weiß, was ich zu dem oben genannten schreiben kann/soll.. Und ich weiß nicht mal wieso, aber als ich diesen Abschnitt gelesen habe liefen die Tränen. Ich weiß, dass ich aktuell unter Depressionen "leide", und ich habe mir natürlich auch schon Gedanken darüber gemacht, ob ich diese Depressionen bereits während dieser 2 Monate hatte und diese sich nun einfach verstärkt haben. Ich kann nichtmal sagen wieso, aber dies nun von einer neutralen, unabhängigen Person zu hören schmerzt irgendwie.. Das soll keinesfalls ein Vorwurf sein, ich bin überaus dankbar für jede nüchterne Meinung!

Es hört sich für mich nur so stark nach einer Ausrede für vergangenes an. Ich konnte ihr dies oder das nicht zeigen weil ich Depressionen hatte. Klingt im ersten Moment erstmal plausibel - ich würde ihr das aber einfach so gerne erklären. Ich weiß aber auch, dass das einfach nichts bringt - und Mitleid möchte ich nicht.

Und auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt bereits Depressionen hatte, und diese eine gewisse Motorik des Körpers "lähmen", verstehe ich trotzdem nicht wieso ich da nicht einfach ausbrechen konnte.. Bisher habe ich immer alles geschafft, wieso nicht dann wenn es mir bislang am wichtigsten war ?

Die Krankheit besteht nach wie vor, CED falls es dir was sagt.. mit der habe ich glücklicherweise aber aktuell keine Probleme.

Ich habe einfach das Gefühl, dass mein Kopf so viel weiß - vielleicht zu viel - ich aber doch irgendwie das Gefühl habe nichts zu wissen, das ist zum verrückt werden.

27.12.2019 18:00 • x 1 #14


Unruhe_in_Person
Zitat von Tulio:
Und ich weiß nicht mal wieso, aber als ich diesen Abschnitt gelesen habe liefen die Tränen. I


Ohh,das tut mir leid,ich wollte Dich nicht zum Weinen bringen. Tut mir echt leid.

Zitat von Tulio:
Ich weiß, dass ich aktuell unter Depressionen "leide", und ich habe mir natürlich auch schon Gedanken darüber gemacht, ob ich diese Depressionen bereits während dieser 2 Monate hatte und diese sich nun einfach verstärkt haben.


Eine Depression entwickelt sich nicht von heute auf morgen sondern zumeist über langen Zeitraum unbemerkt im Hintergrund.Dann noch die jetzigen Umstände-richtig üble Situation.

Zitat von Tulio:
Ich kann nichtmal sagen wieso, aber dies nun von einer neutralen, unabhängigen Person zu hören schmerzt irgendwie.. Das soll keinesfalls ein Vorwurf sein, ich bin überaus dankbar für jede nüchterne Meinung!


Naja...ich hab gelegendlich die Anwandlung sehr direkt zu sein,solange es nicht um mich selbst geht zumindest...
Es tut weh,weil man dann eigentlich merkt wie weh es einem wirklich tut...Fluch und Segen Außenstehender.:/

Zitat von Tulio:
Es hört sich für mich nur so stark nach einer Ausrede für vergangenes an. Ich konnte ihr dies oder das nicht zeigen weil ich Depressionen hatte. Klingt im ersten Moment erstmal plausibel - ich würde ihr das aber einfach so gerne erklären. Ich weiß aber auch, dass das einfach nichts bringt - und Mitleid möchte ich nicht.


Es ist keine Ausrede.Es ist Tatsache.Du musst Dir das erstmal selbst eingestehen und selbst akzeptieren,dass es aufgrund einer Krankheit zu weiteren Problemen führte.Erklärungen würden momentan nichts bringen,sie würde es sehr wahrscheinlich nicht interessieren,nicht verstehen und als Ausrede empfinden.Denke ich.
Bring es erstmal für Dich in Ordnung bevor Du es anderen erklären willst.

Zitat von Tulio:
Und auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt bereits Depressionen hatte, und diese eine gewisse Motorik des Körpers "lähmen", verstehe ich trotzdem nicht wieso ich da nicht einfach ausbrechen konnte.. Bisher habe ich immer alles geschafft, wieso nicht dann wenn es mir bislang am wichtigsten war ?


Nun ja..Probleme/Störungen/Krankheiten zu kurieren bedarf einen enormen Kraftaufwand,abgesehen davon...wenn Du nicht weißt was Du hast,lernst Du Deine Störung (ich rede bewusst von Störung,nicht böse gemeint,aber solange es nicht diagnostiziert ist,bin ich da vorsichtig mit Äußerungen oder gesicherten Aussagen) auch noch nicht kennen.Solange Du nicht weißt,wie es wirkt,was es mit Dir macht,wie es sich verhält,kannst Du nichts machen-ein Gegner sozusagen,den Du nicht kennst-und darum konntest Du nichts machen.Wie gesagt,abgesehen vom Kraftaufwand,der enorm ist.
Wenn Du machst und tust,aber Dein Gegenüber kein Entgegenkommen zeigt,dann kannst Du machen was Du willst-und da steckt der Teufel im Detail.Wenn es nur Dir wichtig ist,dann kannst Du allein nicht viel ausrichten,weißt Du.Du kannst nicht ausbrechen solange Du nicht verstehen kannst was Dich einsperrt udn selbst wenn Du es verstanden hast,wird es seeehr schwer.


Zitat von Tulio:
Die Krankheit besteht nach wie vor, CED falls es dir was sagt.. mit der habe ich glücklicherweise aber aktuell keine Probleme.


Hmm..nein,das sagt mir gerade nicht.Wenn Du es erklären möchtest?Sonst les ich einfach nach,ich will Dich ja auch nicht löchern oder so.


Zitat von Tulio:
Ich habe einfach das Gefühl, dass mein Kopf so viel weiß - vielleicht zu viel - ich aber doch irgendwie das Gefühl habe nichts zu wissen, das ist zum verrückt werden.


Nun ja..Dein Kopf weiß viel,aber damit anfangen und auf bestimmtes Ressourcen zurück greifen geht im Moment nicht.Verrückt bist Du auch nicht."Nur" schwer belastet-und das ist kein Wunder.

27.12.2019 18:15 • x 1 #15


Zitat von Unruhe_in_Person:
Ohh,das tut mir leid,ich wollte Dich nicht zum Weinen bringen. Tut mir echt leid.

Ich weiß selbst nicht was da passiert ist, aber nichts, wofür du dich entschuldigen müsstest
Zitat von Unruhe_in_Person:
Eine Depression entwickelt sich nicht von heute auf morgen sondern zumeist über langen Zeitraum unbemerkt im Hintergrund.Dann noch die jetzigen Umstände-richtig üble Situation.

Also bestünde, rein theoretisch gesehen, durchaus die Möglichkeit das diese Depression mit meiner Krankheit anfing - vielleicht schon vorher. Meine Krankheit an sich hat mir nie wirklich psychisch zugesetzt um ehrlich zu sein. Abgesehen davon hatte ich eben das Spiel womit ich mich "abgelenkt" habe. Meine Ex hatte da wesentlich härter dran zu knabbern als ich.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Naja...ich hab gelegendlich die Anwandlung sehr direkt zu sein,solange es nicht um mich selbst geht zumindest...
Es tut weh,weil man dann eigentlich merkt wie weh es einem wirklich tut...Fluch und Segen Außenstehender.:/

Ich empfinde es eher als Segen, ich bin nicht der Typ Mann den man mit Samthandschuhen anfassen muss, auch wenn es sich gerade so lesen mag - ich danke dir dafür : - )
Zitat von Unruhe_in_Person:
Erklärungen würden momentan nichts bringen,sie würde es sehr wahrscheinlich nicht interessieren,nicht verstehen und als Ausrede empfinden.Denke ich.
Bring es erstmal für Dich in Ordnung bevor Du es anderen erklären willst.

Das denke ich auch.. überhaupt was ich gerade versuche zu sagen um irgendetwas zu erklären wird nicht gewichtet. Völlig unabhängig davon, ob meine Hoffnung darin besteht ihr eine andere Sichtweise zu geben, oder ob es mir wirklich einfach am Herzen liegt ihr das mitzuteilen - ohne etwas in ihr bewegen zu wollen. Ich weiß jetzt ist definitiv der falsche Zeitpunkt dafür. Ich habe mich vor geraumer Zeit, um ehrlich zu sein, bereits um einen Psychologen für Verhaltenstherapie gekümmert, bei dem ich bereits ein Erstgespräch hatte - das nächste folgt bald. Das wird auf jeden Fall ein Punkt sein, den ich fokussieren werde im nächsten Gespräch - ich möchte mich selbst einfach verstehen, denn das tue ich schon eine Weile nicht mehr. Und ich danke dir vielmals für diesen Gedankenanstoß! Ich selber wäre wohl bei "Ist ne Ausrede, die ich mir Einrede" geblieben.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Hmm..nein,das sagt mir gerade nicht.Wenn Du es erklären möchtest?Sonst les ich einfach nach,ich will Dich ja auch nicht löchern oder so.

Kurz: Chronisch-Entzündliche Darmerkrankung. Morbus Crohn - ein Teil meines Darms ist entzündet. Macht sich bemerkbar durch ziemlich häufige Toilettengänge täglich (20+ wenn aktiv). Üble Bauchschmerzen nach geringer Nahrungsaufnahme(wusste teilweise nicht mehr wie ich atmen sollte ). Hat mich komischerweise nie wirklich gestört - zumindest nicht aktiv in psychischer Sicht.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Nun ja..Dein Kopf weiß viel,aber damit anfangen und auf bestimmtes Ressourcen zurück greifen geht im Moment nicht.Verrückt bist Du auch nicht."Nur" schwer belastet-und das ist kein Wunder.

Ich hoffe das ist etwas, was Stück und Stück dann durch eine VT wieder in "Gang" gebracht werden kann, ich stehe dem ganzen aktuell noch etwas skeptisch gegenüber was jedoch wohl daran liegen mag, dass dies mein erster Kontakt zu einem Psychologen überhaupt ist.

27.12.2019 19:33 • x 1 #16


Unruhe_in_Person
Zitat von Tulio:
Ich weiß selbst nicht was da passiert ist, aber nichts, wofür du dich entschuldigen müsstest


Ich will Dir einfach auf keinen Fall zu nah treten,Dich verletzten oder ähnliches.

Zitat von Tulio:
Also bestünde, rein theoretisch gesehen, durchaus die Möglichkeit das diese Depression mit meiner Krankheit anfing - vielleicht schon vorher. Meine Krankheit an sich hat mir nie wirklich psychisch zugesetzt um ehrlich zu sein. Abgesehen davon hatte ich eben das Spiel womit ich mich "abgelenkt" habe. Meine Ex hatte da wesentlich härter dran zu knabbern als ich.


Jep,das ist sehr gut möglich.Es kann sein,dass sich das mit der Zeit entwickelt hat.Der Körper bildet zusammen mit dem Geist und der Seele eine Einheit das heißt gehts dem Körper nicht gut,leiden irgendwann Geist und Psyche darunter und umgedreht.

Zitat von Tulio:
Ich empfinde es eher als Segen, ich bin nicht der Typ Mann den man mit Samthandschuhen anfassen muss, auch wenn es sich gerade so lesen mag - ich danke dir dafür : - )


Ich denke,dass Du eine starke Persönlichkeit hast und ich merke durchaus,dass Du jemand zu sein scheinst,der bissl Direktheit und knallharte Äußerungen sagen wir mal ab kann.Wärst Du auf Mitleid aus,hätte ich auf Deinen Beitrag nicht weiter reagiert,denn Mitleid habe ich keines,eher Mitgefühl.Meine Kumpels sind das auch schon gewöhnt.lach
Ich möchte Dir damit einfach nur sagen,dass ich Dich keineswegs mit Samthandschuhen anfasse,aber eben auch nicht mit Krallen.Verhätscheln werde ich Dich also nicht,aber wie gesagt..auch nicht mit Krallen anfassen,denn die bekommst Du meiner Meinung nach schon genug abund abgesehen davon will ich Dir nicht weh tun.Liegt nicht in meiner Natur.Neulich war ich ein bissl...naja derb,sagen wir ma so.
Danken solltest Du Dir übrigens selbst.

Zitat von Tulio:
Das denke ich auch.. überhaupt was ich gerade versuche zu sagen um irgendetwas zu erklären wird nicht gewichtet. Völlig unabhängig davon, ob meine Hoffnung darin besteht ihr eine andere Sichtweise zu geben, oder ob es mir wirklich einfach am Herzen liegt ihr das mitzuteilen - ohne etwas in ihr bewegen zu wollen. Ich weiß jetzt ist definitiv der falsche Zeitpunkt dafür. Ich habe mich vor geraumer Zeit, um ehrlich zu sein, bereits um einen Psychologen für Verhaltenstherapie gekümmert, bei dem ich bereits ein Erstgespräch hatte - das nächste folgt bald. Das wird auf jeden Fall ein Punkt sein, den ich fokussieren werde im nächsten Gespräch - ich möchte mich selbst einfach verstehen, denn das tue ich schon eine Weile nicht mehr. Und ich danke dir vielmals für diesen Gedankenanstoß! Ich selber wäre wohl bei "Ist ne Ausrede, die ich mir Einrede" geblieben.



Nun,wenn Du schon Erstgespräche hattest,dann weißt Du ja auch inzwischen,dass eine VT kein Spaziergang ist-das ist es nie,wenn man sich vor anderen über sich selbst und seinem Inneren unterhält.
Auch hier ist das nicht einfach.
Es ist gut,wenn Du Dich selbst verstehen lernst.Das geht auch nicht von jetzt auf gleich und dauert seine Zeit,aber gut,dass Du das möchtest.Man lernt ne Menge über sich selbst.

Zitat von Tulio:
Kurz: Chronisch-Entzündliche Darmerkrankung. Morbus Crohn - ein Teil meines Darms ist entzündet. Macht sich bemerkbar durch ziemlich häufige Toilettengänge täglich (20+ wenn aktiv). Üble Bauchschmerzen nach geringer Nahrungsaufnahme(wusste teilweise nicht mehr wie ich atmen sollte ). Hat mich komischerweise nie wirklich gestört - zumindest nicht aktiv in psychischer Sicht.


Ahh,ja,Mb.Crohn ist mir ein Begriff.Keine schöne Sache.Beschissen einfach-im wahrsten Sinne des Wortes.


Zitat von Tulio:
Ich hoffe das ist etwas, was Stück und Stück dann durch eine VT wieder in "Gang" gebracht werden kann, ich stehe dem ganzen aktuell noch etwas skeptisch gegenüber was jedoch wohl daran liegen mag, dass dies mein erster Kontakt zu einem Psychologen überhaupt ist.


Wichtig ist,dass Du Dich selbst dabei nicht unter Druck setzt und Dir selbst Zeit gibst die Dinge zu verstehen und begreifen.Wie gesagt,es ist immer schwierig sich mit anderen über sich selbst auseinander zu setzen,aber man lernt eben auch viel über sich.Lass es am besten einfach auf Dich zukommen und warte ab.
Es wird anstrengend,so viel steht fest.Ich drücke Dir die Daumen.
In Gang setzen wird es definitiv einiges und wie schon gesagt,das wird auch anstrengend,weils heftig sein könnte.

27.12.2019 20:13 • x 1 #17


Zitat von Unruhe_in_Person:
Ich will Dir einfach auf keinen Fall zu nah treten,Dich verletzten oder ähnliches.

Da bin ich auch nicht von ausgegangen, gefühlt kann man mich aktuell ohnehin nicht noch mehr verletzen
Zitat von Unruhe_in_Person:
Jep,das ist sehr gut möglich.Es kann sein,dass sich das mit der Zeit entwickelt hat.Der Körper bildet zusammen mit dem Geist und der Seele eine Einheit das heißt gehts dem Körper nicht gut,leiden irgendwann Geist und Psyche darunter und umgedreht.

Stimmt, die Rede von Körper und Geist. Hat man in seinem Leben ja oft schon mal gehört, irgendwie ironisch das ich da bislang selbst noch nicht drauf gekommen bin, wobei ich die ersten 5 Wochen nach der Trennung (inkl. Abstand) nichts anderes gemacht habe als zu reflektieren und nachzudenken. Zumindest so gut das ging, die ersten Tage, wenn nicht sogar 2 Wochen waren da wahrscheinlich sowieso für die Katz weil die Emotionen nur so am kochen waren.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Ich denke,dass Du eine starke Persönlichkeit hast und ich merke durchaus,dass Du jemand zu sein scheinst,der bissl Direktheit und knallharte Äußerungen sagen wir mal ab kann.

Danke für diese Einschätzung - wenn es jedoch einen Grund gibt, mich mit Krallen anzufassen, dann nur zu. Für mich persönlich ist das wichtig, denn auch wenn ich an sich mittlerweile "gefasst" bin ist es manchmal trotzdem noch so, dass jemand "blau" schreibt und ich lese "violett". Also bitte keine Rücksicht auf Verluste wenn es "angebracht" ist
Zitat von Unruhe_in_Person:
Neulich war ich ein bissl...naja derb,sagen wir ma so.

Ich würde es eher kurz angebunden nennen, aber dennoch ein verdammt gutes Stück entfernt von "derb". Ich kann da gut was ab.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Danken solltest Du Dir übrigens selbst.

Ich wüsste ehrlich gesagt nicht wofür, aber du wirst es mir sicherlich sagen
Zitat von Unruhe_in_Person:
Nun,wenn Du schon Erstgespräche hattest,dann weißt Du ja auch inzwischen,dass eine VT kein Spaziergang ist-das ist es nie,wenn man sich vor anderen über sich selbst und seinem Inneren unterhält.

Ich hatte da zum Glück direkt einen ziemlichen guten Kontrast von 2 Gesprächen. In dem ersten Gespräch war das Verhältnis von Kommunikation ziemlich ausgeglichen, dass Gespräch an sich war zwar angenehm, aber ich hatte nicht das Gefühl davon zu profitieren. In dem Zweiten Gespräch (anderer Therapeut) war das ganz anders. Es dauerte 50 Minuten, wovon ich überwiegend erzählt habe - er hat dann entsprechend Fragen gestellt und und kurzes Feedback gegeben. Dort hatte ich schon das Gefühl: Es könnte was bringen, und so stelle ich mir das auch irgendwie vor. Unangenehm und anstrengend war es auf alle Fälle, unangenehm wahrscheinlich aus dem Grund, dass ich aktuell noch Angst davor habe etwas über mich selbst zu erfahren was ich gar nicht erfahren möchte. Klingt irgendwie komisch und paradox wenn ich das so schreibe. Aber ja, ein Spaziergang wird das ganz bestimmt nicht, jedoch kann ich davon nur profitieren - so denke ich.
Zitat von Unruhe_in_Person:
Ahh,ja,Mb.Crohn ist mir ein Begriff.Keine schöne Sache.Beschissen einfach-im wahrsten Sinne des Wortes.

Konkreter kann man es in der Tat nicht ausdrücken Aber man kann damit leben, es gibt (traurigerweise) weitaus schlimmere Diagnosen auf dieser Welt, also bin ich über meinen MC sogar recht "froh".
Zitat von Unruhe_in_Person:
Wichtig ist,dass Du Dich selbst dabei nicht unter Druck setzt und Dir selbst Zeit gibst die Dinge zu verstehen und begreifen.

Ich denke das wird auch mit unter einer der schwierigsten Punkte werden, da ich ohnehin das Gefühl habe das mir die Zeit wegrennt. Ich werde diesbezüglich auf jeden Fall mein bestes geben, ist ja auch nur in meinem eigenen Sinne. Ich bin auf jeden Fall auf das nächste Gespräch gespannt, und wie es weitergehen wird. Es hat mich zumindest schonmal beruhigt, dass mir von beiden Therapeuten bestätigt wurde, dass eine VT der richtige Weg sei und diese auch wohl angebracht sei. Fühlt sich erstmal komisch an wegen so einer Geschichte zu einem Therapeuten zu laufen, wo es andere Menschen wesentlich schlimmer getroffen hat. Und auch wenn mir der Begriff "Leidensdruck" näher gebracht wurde, bleibt es (noch) ein komisches Gefühl, auch wenn die beiden da natürlich vollkommen recht haben.

28.12.2019 02:43 • x 1 #18


Unruhe_in_Person
Guten morgen.^^

Wie geht es Dir soweit?



Zitat von Tulio:
Da bin ich auch nicht von ausgegangen, gefühlt kann man mich aktuell ohnehin nicht noch mehr verletzen


Hm naja,man kann einem Menschen ganz gehörig auf die Füße treten und gerade wenn man denkt,schlimmer gehts nicht,kommt wer und setzt noch einen drauf.Ich möchte Dir einfach sagen,falls ich Dir zu nah trete,ist das keine Absicht.

Zitat von Tulio:
Stimmt, die Rede von Körper und Geist. Hat man in seinem Leben ja oft schon mal gehört, irgendwie ironisch das ich da bislang selbst noch nicht drauf gekommen bin, wobei ich die ersten 5 Wochen nach der Trennung (inkl. Abstand) nichts anderes gemacht habe als zu reflektieren und nachzudenken. Zumindest so gut das ging, die ersten Tage, wenn nicht sogar 2 Wochen waren da wahrscheinlich sowieso für die Katz weil die Emotionen nur so am kochen waren.


Aber guck mal:DU hast nachgedacht,Dein eigenes Verhalten reflektiert und auch wenn Du es grad so einfach nicht sehen kannst,aber das spricht trotzdem viel für Dich.Viele denken nicht mal darüber nach und suchen die Schuld direkt beim anderen.Mit einem gewissen sagen wir seelischen Abstand wirst Du die Dinge mit der Zeit auch anders sehen können,aber zur Zeit hängst Du da einfach voll drin.Das ist "normal",weißt Du.

Zitat von Tulio:
Danke für diese Einschätzung - wenn es jedoch einen Grund gibt, mich mit Krallen anzufassen, dann nur zu. Für mich persönlich ist das wichtig, denn auch wenn ich an sich mittlerweile "gefasst" bin ist es manchmal trotzdem noch so, dass jemand "blau" schreibt und ich lese "violett". Also bitte keine Rücksicht auf Verluste wenn es "angebracht" ist


Ja,allgemeinhin tue ich das auch,aber die Tatsache,dass ich Dir knallhart und direkt sage was Fakt ist und was nicht,sollten genug "Krallen" sein,denn auch wenn Du sowas generell abkannst-es ist immer harter Tobak,wenn jemand außenstehendes das tut.Rücksicht auf Verluste?lach Entschuldige,dass ich lachen musste,es klang nur in dem Kontext..sarkastisch...so schwarzer Humor halt.Ich sagte schon,dass ich Dich nicht mit "Samthandschuhen" anfasse,aber eben auch nicht mit Krallen oder sagen wir,nicht mit allen zehn Krallen..sagen wir eher...fünf.^^ Ein Pfötchen also.

Zitat von Tulio:
Ich würde es eher kurz angebunden nennen, aber dennoch ein verdammt gutes Stück entfernt von "derb". Ich kann da gut was ab.


Naja normalerweise bin ich nicht so,das wollte ich damit sagen.Ich hab nur manchmal so Momente,in denen ich einfach..naja emotional nicht erreichbar bin und bin dann ein bissl barsch.Ich bin direkt und kann darin auch knallhart sein,aber normalerweise doch etwas weicher.

Zitat von Tulio:
Ich wüsste ehrlich gesagt nicht wofür, aber du wirst es mir sicherlich sagen


*auf Zehenspitzen geh und Dir ins Ohr flüster
Du redest mit mir darüber.Sowas ist nie einfach.Darum solltest Du Dir selbst danken,dass Du darüber reden kanst mit jemanden,den Du nicht direkt vor der Nase hast.Auch was Deinen Therapeuten/Deine Therapeutin angehen.Du kannst darüber sprechen,Dich öffnen.Ne Freundin von mir kann das zB nicht.So gut wie gar nicht,sie redet oberflächlich über alles,auch beim Therapeuten,weil sie sich nicht anvertrauen kann.Ich find sowas traurig und mutig,wenn es Menschen tun und weil Du das kannst,solltest Du Dir selbst danken.So gehst Du für Dich selbst in Richtung Besserung.


Zitat von Tulio:
In dem Zweiten Gespräch (anderer Therapeut) war das ganz anders. Es dauerte 50 Minuten, wovon ich überwiegend erzählt habe - er hat dann entsprechend Fragen gestellt und und kurzes Feedback gegeben. Dort hatte ich schon das Gefühl: Es könnte was bringen, und so stelle ich mir das auch irgendwie vor. Unangenehm und anstrengend war es auf alle Fälle, unangenehm wahrscheinlich aus dem Grund, dass ich aktuell noch Angst davor habe etwas über mich selbst zu erfahren was ich gar nicht erfahren möchte. Klingt irgendwie komisch und paradox wenn ich das so schreibe. Aber ja, ein Spaziergang wird das ganz bestimmt nicht, jedoch kann ich davon nur profitieren - so denke ich.


Manchmal dauert es bis man den richtigen Menschen vor der Nase hat.
Man hat immer Angst vor dem Ungewissen,auch was einen selbst angeht.
Es klingt für mich weder komisch noch paradox sondern verständlich.Ich weiß einfach was Du meinst.Natürlich durchlebe ich das nicht exakt so wie Du,aber ich kann mir gut vorstellen wie Dir zumute sein muss.

Zitat von Tulio:
Konkreter kann man es in der Tat nicht ausdrücken Aber man kann damit leben, es gibt (traurigerweise) weitaus schlimmere Diagnosen auf dieser Welt, also bin ich über meinen MC sogar recht "froh".


Nun ja,ich händel das für mich etwas anders.Ich stelle niemals eine Krankheit mit ner anderen auf ne Waage um rauszufinden was mehr Gewicht hat,denn ich bin überzeugt davon,dass das persönliche Päckchen schlimm genug ist.Vielleicht könnte man die Päckchen anderer leichter tragen als die eigenen,aber geht nicht-und damit ist das eigene schwer genug zu tragen,auch Deins für Dich.Natürlich denk ich mir auch manchmal was ich fürn Jammerlappen bin und denk mir dann so "Andere sind in einer viel schlechteren Situation.",aber dann sag ich mir,dass die nicht in meiner Haut stecken und ich nicht in derer und das ich auch lernen muss,mit meiner Krankheit in ihrer Eigenheit umzugehen.Ich bagatellisiere nicht,aber ich nehme auch mich wichtig,jedenfalls..versuch ich das.

Zitat von Tulio:
Ich denke das wird auch mit unter einer der schwierigsten Punkte werden, da ich ohnehin das Gefühl habe das mir die Zeit wegrennt.


Wie meinst Du das?
Hast Du Angst Dinge zu verpassen während Du älter wirst?Älter werden ohne zu leben?Oder einfach keine Zeit Dich um Dich selbst zu kümmern?

Zitat von Tulio:
Es hat mich zumindest schonmal beruhigt, dass mir von beiden Therapeuten bestätigt wurde, dass eine VT der richtige Weg sei und diese auch wohl angebracht sei. Fühlt sich erstmal komisch an wegen so einer Geschichte zu einem Therapeuten zu laufen, wo es andere Menschen wesentlich schlimmer getroffen hat. Und auch wenn mir der Begriff "Leidensdruck" näher gebracht wurde, bleibt es (noch) ein komisches Gefühl, auch wenn die beiden da natürlich vollkommen recht haben.


Du hast aber auch Probleme!Klar gibt es Menschen,die es so gesehen erstmal schlimmer getroffen haben,aber Du bist auch jemand mit Problemen!Nimm Dich selbst auch als wichtig wahr,denn das bist Du.Du bist genauso wichtig wie jeder andere Mensch,der Probleme hat.

Liebe Grüße!

28.12.2019 10:16 • x 1 #19


Akinom
Gute Kommunikation! Verhaltenstherapie auf jeden Fall liebe Grüße

28.12.2019 11:13 • x 2 #20




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