Zitat von Manani:Wenn wie in einer Gruppe sind, sage ich überhaupt nichts mehr, egal ob mein bester Freund dabei ist oder ob es meine Verwandten sind sogar bei einer Gruppe meiner Freunden von 4 bin ich still.
In einer Gruppe sage ich auch nur noch sehr wenig.
Zitat von Manani:Ich kann ja sehen, wenn meine Klassenkameraden mich nicht so gerne haben oder sich über mich lustig machen.
Woran meinst du das denn zu erkennen?
Wenn ihr ja offensichtlich weiter Kontakt habt scheint es ja nicht so schlimm zu sein?
Zitat von Manani:Doch gehen diese Gedanken soweit, dass ich denke meine Freunde und Familie haben mich nicht gern, wenn ich so still bin. Ich denke immer wieder, dass ich nutzlos bin und so nichts erreichen kann, da ich mich immer frage, was die anderen über mich denken. Durch eine Therapeutin habe ich eingesehen, dass meine Gedanken unlogisch sind, jedoch haben sie sich nicht verbessert.
Was würdest du denn erreichen wollen?
Was glaubst du kannst du nicht erreichen?
Sprechen/Smalltalk ist natürlich auch ein Werkzeug um soziale Kontakte zu halten und zu verbessern.
Gemeinsame Interessen bringen natürlich gute Gesprächsthemen.
Interessiertes Nachfragen kann eine Unterhaltung schon weiter bringen.
Die negativen Eindrücke sind Automatismen. Gefühle sind unser schnelles Reaktionssystem das uns Handlungsimpulse gibt/vorschlägt, ohne eine bewusste, rationale Analyse zu machen die Zeit und Kostenintensiv ist.
Ein geringer Selbstwert und erlernte Grundannahmen können natürlich zu eher negativen und problematischen Gefühlen führen. In Verbund mit Schüchternheit/Zurückhaltung ergänzen sich da mehrere Aspekte.
Indem man die Gefühle wahrnimmst, als solche erkennst und beiseite tut, und bewusst korrigierend eingreifst kann man diese negativen Gefühle etwas abschwächen.
So lange die Ursachen aber nicht beseitigt sind bleibt es anstrengend. Aber etwas anderes tun kann man auch garnicht - man kann nur dran bleiben und immer wieder einen Realitätscheck machen. "Ich habe zwar das Gefühl dass mich keiner Mag, aber dieses Gefühl ist nicht passend; sie verbringen Zeit mit mir, es sind meine Freunde, sie mögen mich." o.Ä.
Das bringt natürlich meistens nicht direkt einen Gefühlswechsel mit sich; das ursprüngliche Gefühl bleibt da.
Man arbeitet hier gegen das was man erlernt hat, gegen die eigenen Grundannahmen und unterbewussten Mechanismen.
Das zu ändern dauert seine Zeit.
Zitat von Manani:Ich erzähle niemanden meine Probleme, weil ich sie nicht nerven will (selbst der Therapeutin und jetzt gerade erzähle ich nicht alles)
Da spricht ja der (mangelnde) Selbstwert aus dir.
Es ist wichtig dir selbst den Wert zu geben dass zu äußern. Dadurch dass du dich und deine Probleme ernst nimmst und diese äußerst gibst du dir einen Wert.
Damit kannst du deinen Selbstwert verbessern.
Ob jemand genervt ist oder nicht, darüber solltest du dir keine Gedanken machen.
Sprich an was dich beschäftigt und was dir in den Sinn kommt. Wenn es jemanden wirklich nervt, dann muss diese Person selbst aktiv werden und dir dies deutlich machen.
Das ist nicht deine Aufgabe.
Nimm dich selbst ernst und gönne dir selbst den Wert dich zu äußern über das was dich beschäftigt.
Nimm es als Übung zur Stärkung des Selbstwertes wenn du möchtest.

Zitat von Manani:An dem Tag kamen mir sehr viele negative Gedanken, die meinten, dass mein ganzes Leben schon so ging und mich jeder, der mich kennt, hasst. Denn jede Klasse hat irgendwann angefangen über mich zu reden (was eigentlich nicht schlimm war, aber mich imemr verletzte). Ich glaube meinen Gedanken seitdem sogar, aber mache nichts dagegen. Also doch ich habe mit meiner Familie darüber geredet, aber ich habe mich nicht besser gefühlt.
Jeder hat mal bessere und schlechtere Tage.
In den schlechten Tagen ist es wichtig daran zu denken dass man in besseren Tagen wusste dass es besser ist, und dass auch wieder bessere Tage kommen werden.
In den guten Tagen sollte man sich davon überzeugen, vielleicht auch aufschreiben, als Vorbereitung was einem in den schlechten Tagen helfen kann.
Wenn man es selbst vorbereitet hat dann kann und muss man darauf vertrauen dass das was man aufgeschrieben/vorbereitet hat auch zutrifft, auch wenn man es im moment nicht fühlt.
Was heißt denn über dich geredet?
Gerede ist Gerede; das gibt es immer und über vieles. Das wechselt und heißt noch nicht unbedingt etwas schlechtes.
Jeder beschäftigt sich mit irgend etwas.
Vielleicht können dich und deine Situation die anderen auch einfach nicht einordnen? Wenn man nicht selbst in der Situation ist ist es häufig schwierig das nachzuvollziehen und zu beurteilen. Dann macht man/andere sich halt Gedanken/spricht darüber.
Falls es nichts negatives war, und dich trotzdem verletzte, dann ist das natürlich ein mangelnder Selbstwert und Ängste und Befürchtungen vor Ausgrenzung und keiner Wertschätzung.
Darüber was andere über einen Denken hat man aber keine Kontrolle - das ist eine Illusion. Es allen Recht machen zu wollen und sich selbst klein zu machen schadet einem nur selbst.
Leider ist es nicht einfach und auch nicht schnell seinen Selbstwert aufzubauen. Aber dennoch möglich.
Zitat von Manani:So lebe ich einfach weiter, als wäre nichts und versuche zuhause so gut es geht nicht an mich zu denken, um nicht zu weinen.
Einerseits ist es wichtig sich nicht in negativen Gedanken zu verlieren,
andererseits ist es wichtig an sich zu arbeiten,
und gleichzeitig sich aber auch Ruhepausen zu gönnen.
Schreibst du denn Tagebuch?
Denkst du daran/Schreibst du auf was am Tag gutes passiert ist? Was du vielleicht geschafft hast oder was schön für dich war?
Machst du Achtsamkeit oder Meditation?
Hast du ein Hobby? Womit beschäftigst du dich? Hast du Erfolgserlebnisse? In was bist du gut? Was würdest du gerne tun, hast es vielleicht bisher aber noch nicht geschafft zu tun?
Zitat von Manani:Tut mir leid, dass es solange geworden ist.
Das war nicht lang genug!
