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Hallo Ihr Users dieses Forums!

Zuerst einmal bin ich mir nicht sicher gewesen, ob mein Problem( oder Probleme) überhaupt in diese Kategorie passt/en, denn es scheint mir irgendwie nur teilweise passend zu sein.

Ich bin schüchtern und habe einen geringen Selbstwertgefühl. Bei nicht so engen Klassenkameraden bringe ich keine Konversation zu Stande und bei den engernen kann ich höchstens kleine Smalltalks führen, wie z.B. ,,Was waren schon wieder die Hausaufgaben" oder ,,Wie ist deine Prüfung gelaufen". Bei meinen wenigen Freunden halte ich nicht wirklich die grössten Reden, sondern höre ihnen meistens nur zu und gebe meine Meinung dazu ab und dann ist es still, bis jemand ein Thema hat. Seit letzter Zeit sieht es nun auch bei meinem besten Freund so aus. Und dies alles ist bei Einzelgesprächen!
Wenn wie in einer Gruppe sind, sage ich überhaupt nichts mehr, egal ob mein bester Freund dabei ist oder ob es meine Verwandten sind sogar bei einer Gruppe meiner Freunden von 4 bin ich still.

Dazu kommen noch meine Gedanken, die sagen, dass jeder mich aus diesen Grund hasst. Ich kann ja sehen, wenn meine Klassenkameraden mich nicht so gerne haben oder sich über mich lustig machen. Doch gehen diese Gedanken soweit, dass ich denke meine Freunde und Familie haben mich nicht gern, wenn ich so still bin. Ich denke immer wieder, dass ich nutzlos bin und so nichts erreichen kann, da ich mich immer frage, was die anderen über mich denken. Durch eine Therapeutin habe ich eingesehen, dass meine Gedanken unlogisch sind, jedoch haben sie sich nicht verbessert.

Ich erzähle niemanden meine Probleme, weil ich sie nicht nerven will (selbst der Therapeutin und jetzt gerade erzähle ich nicht alles), allerdings wurde es mir einmal besonders schlimm, was sich seitdem nicht geändert hat. An dem Tag kamen mir sehr viele negative Gedanken, die meinten, dass mein ganzes Leben schon so ging und mich jeder, der mich kennt, hasst. Denn jede Klasse hat irgendwann angefangen über mich zu reden (was eigentlich nicht schlimm war, aber mich imemr verletzte). Ich glaube meinen Gedanken seitdem sogar, aber mache nichts dagegen. Also doch ich habe mit meiner Familie darüber geredet, aber ich habe mich nicht besser gefühlt. So lebe ich einfach weiter, als wäre nichts und versuche zuhause so gut es geht nicht an mich zu denken, um nicht zu weinen.



Tut mir leid, dass es solange geworden ist.
Meine Frage ist nun, ob ich etwas dagegen machen kann.

18.03.2018 23:56 • 23.06.2018 x 1 #1


6 Antworten ↓


Mademyberg
mmehr als wahrscheinlich fast alle kann ich dir nur raten tatsächlich an deinem selbstwert zu arbeiten.

Was willst du? Was empfindest du jetzt gerade für wichtig? was fülhlst du gerade? das sind gute fragen die du in situationen dir selbst stellen kannst. die antworten einfach freischnautze denken ohne rücksicht auf andere. du denkst sie ja nur niemand höhrts. wie du diese und überhaupt zu wort bringen willst liegt bei dir.

Deine gefühle und emotionen sind nicht unwichtig! dazu zählen auch hass, wut, neid und ekel. lass sie zu und unterdrück sie nicht. wenn du sie dann zum ausdruck bringen willst versuch es netter zu verpacken. ich sag ja nur das sich unansehnlich sich hübscher anhöhrt als hässlich :3

wenn du dir selbst negative gedanken machst, hinter frage sie! (und das hat bei mir gefruchtet) wen du dir selber sagst, das du unwichtig bist, denke nach. wieso? wieso bin ich unwichtig? in welchen bezug? in diesen punkt scheine ich unwichtig und ersetzbar zu sein. aber in einem anderen punkt nicht. kann ich pauschal sagen das ich generel in allen situationen unwichtig bin? wieso erhalte ich es als unwichtig es zu sagen? ist ne gute methode um den eigenen kritiker zu entkräften. ist nur schwer es sich anzugewöhnen. aber irgendwann höhrt man auf mit sich zu diskutiern und es fällt einem viel leichter.

und letzter punkt. DU KANNST ALLES! die frage ist nur, wie gut? und wie beantwortest du sie? in dem du testest. jeder mensch kann etwas besonders gut. und wenn du kein spezialist in einer sache bist, bist du vlt, novize in vielen.ein richtiger allrounder. aber dazu muss man offen für alles sein und den verschiedensten sachen ne chance geben.

Ausserdem um auf dich zurück zu kommen. deine probleme sind wichtig. und wenn sie von deinen nähchsten als nervig empfunden wird, ist diese person halt nicht an dich und deinen problemchen interressiert. such dir in dem fall andere menschen (schwer ich weiß). das problem an der sache bist du. DU bist dein feind. du bremmst dich aus. doch wie gut währe es wen du dein freund wärst? wenn du sagst egal ob laut oder leise was du zu bestimmten themen denkst oder fühlst sortierst du die leute anhand deren reaktion aus. hat ja nicht jeder deine freundschaft und zuneigung verdient. und immer drann denken. dich gibts nur einmal. vom aussehen, fühlen, denken und von den taten her. nutze es und sei du, wie du wills.

19.03.2018 03:34 • x 2 #2



Selbsthass wegen Schweigsamkeit

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lala_95
Hallo Manani

Ich hatte das früher auch. War sehr schüchtern und eher schweigsam, weswegen ich auch von vielen angesprochen wurde, ob mir nicht wohl ist oder ob wieso ich so schüchtern sei. Das ist sehr unangenehm. Vor allem, wenn man dann in einer Gruppe ist und weiss man hat als einziger nicht gesprochen oder sich zu einem Thema geäussert.
Ich habe eine Therapie bei einem Psychiater angefangen, der mir sehr geholfen hat. Mit der Zeit hat sich die Schüchternheit gelegt, ich habe noch die Schule gewechselt und da bin ich offener geworden. Bei mir war vor allem das Problem, dass ich eine Redensangst hatte und oft rot geworden bin.
Heute bin ich wieder in Therapie aber es hat sich sehr gebessert, ich kann mittlerweile auch besser Small Talk mit fremden Leuten führen. Das war mir früher sehr unangenehm. Ich habe mich zum Teil gezwungen, fremde Leute anzusprechen, sagen wir eine Kollegin von einer Kollegin und so verliert man mit der Zeit die Angst.
Versuche dich zu akzeptieren, so wie du bist. Ich finde schüchterne Menschen eher sympathisch als so extrem offene, da habe ich manchmal das Gefühl, sie würden etwas vorspielen. Wenn du es schaffst, dich selber zu akzeptieren, wird sich auch dein Selbstwertgefühl steigern.

Lg lala

26.03.2018 22:15 • x 1 #3


Ich habe ein paar Tipps für dich:

Den Telefonchat. Dort rufst du an und wirst mit anderen freiwilligen Anrufern verbunden. Sobald du kein Bock mehr hast drückst du die null und wirst mir dem nächsten Teilnehmer verbunden.

Nimm dir eine Zeitschrift, schlage eine Seite auf und rede über das Zeugs was du dort siehst.

Ließ zuhause laut aus einem Buch vor.

Stelle dich vor den Spiegel und artikuliere wild herum und erzähle nonsens.

Sobald du das alles tust und auf die Straße gehst wirst du merken dass dich alle ansehen. Warum? Weil sich deine Ausstrahlung verändert. Durch das wilde assoziieren beim sprechen über die Zeitschrift wirst du wissen worüber du nächstes mal reden kannst. Du wirst fließen wie ein Wasserfall. Versuche aber bitte keiner dieser Sinnlosreder zu werden. Leute die nur langweiligen schei. von sich geben gibt es zur genüge.

Der Rest sind Probleme die alle haben. fehlendes Selbstwertgefühl, wer hat das nicht? Übrigens: dass du denkst dass dich alle hassen ist bloß deine Projektion. Du selbst hasst dich. Niemand hasst einen Menschen der nichts sagt. Wer nichts sagt hat auch keine Feinde.

26.03.2018 22:52 • x 3 #4


Jan_
Zitat von Manani:
Wenn wie in einer Gruppe sind, sage ich überhaupt nichts mehr, egal ob mein bester Freund dabei ist oder ob es meine Verwandten sind sogar bei einer Gruppe meiner Freunden von 4 bin ich still.


In einer Gruppe sage ich auch nur noch sehr wenig.


Zitat von Manani:
Ich kann ja sehen, wenn meine Klassenkameraden mich nicht so gerne haben oder sich über mich lustig machen.


Woran meinst du das denn zu erkennen?
Wenn ihr ja offensichtlich weiter Kontakt habt scheint es ja nicht so schlimm zu sein?


Zitat von Manani:
Doch gehen diese Gedanken soweit, dass ich denke meine Freunde und Familie haben mich nicht gern, wenn ich so still bin. Ich denke immer wieder, dass ich nutzlos bin und so nichts erreichen kann, da ich mich immer frage, was die anderen über mich denken. Durch eine Therapeutin habe ich eingesehen, dass meine Gedanken unlogisch sind, jedoch haben sie sich nicht verbessert.


Was würdest du denn erreichen wollen?
Was glaubst du kannst du nicht erreichen?

Sprechen/Smalltalk ist natürlich auch ein Werkzeug um soziale Kontakte zu halten und zu verbessern.
Gemeinsame Interessen bringen natürlich gute Gesprächsthemen.
Interessiertes Nachfragen kann eine Unterhaltung schon weiter bringen.

Die negativen Eindrücke sind Automatismen. Gefühle sind unser schnelles Reaktionssystem das uns Handlungsimpulse gibt/vorschlägt, ohne eine bewusste, rationale Analyse zu machen die Zeit und Kostenintensiv ist.
Ein geringer Selbstwert und erlernte Grundannahmen können natürlich zu eher negativen und problematischen Gefühlen führen. In Verbund mit Schüchternheit/Zurückhaltung ergänzen sich da mehrere Aspekte.

Indem man die Gefühle wahrnimmst, als solche erkennst und beiseite tut, und bewusst korrigierend eingreifst kann man diese negativen Gefühle etwas abschwächen.
So lange die Ursachen aber nicht beseitigt sind bleibt es anstrengend. Aber etwas anderes tun kann man auch garnicht - man kann nur dran bleiben und immer wieder einen Realitätscheck machen. "Ich habe zwar das Gefühl dass mich keiner Mag, aber dieses Gefühl ist nicht passend; sie verbringen Zeit mit mir, es sind meine Freunde, sie mögen mich." o.Ä.

Das bringt natürlich meistens nicht direkt einen Gefühlswechsel mit sich; das ursprüngliche Gefühl bleibt da.
Man arbeitet hier gegen das was man erlernt hat, gegen die eigenen Grundannahmen und unterbewussten Mechanismen.
Das zu ändern dauert seine Zeit.


Zitat von Manani:
Ich erzähle niemanden meine Probleme, weil ich sie nicht nerven will (selbst der Therapeutin und jetzt gerade erzähle ich nicht alles)


Da spricht ja der (mangelnde) Selbstwert aus dir.
Es ist wichtig dir selbst den Wert zu geben dass zu äußern. Dadurch dass du dich und deine Probleme ernst nimmst und diese äußerst gibst du dir einen Wert.
Damit kannst du deinen Selbstwert verbessern.

Ob jemand genervt ist oder nicht, darüber solltest du dir keine Gedanken machen.
Sprich an was dich beschäftigt und was dir in den Sinn kommt. Wenn es jemanden wirklich nervt, dann muss diese Person selbst aktiv werden und dir dies deutlich machen.
Das ist nicht deine Aufgabe.
Nimm dich selbst ernst und gönne dir selbst den Wert dich zu äußern über das was dich beschäftigt.
Nimm es als Übung zur Stärkung des Selbstwertes wenn du möchtest.

Zitat von Manani:
An dem Tag kamen mir sehr viele negative Gedanken, die meinten, dass mein ganzes Leben schon so ging und mich jeder, der mich kennt, hasst. Denn jede Klasse hat irgendwann angefangen über mich zu reden (was eigentlich nicht schlimm war, aber mich imemr verletzte). Ich glaube meinen Gedanken seitdem sogar, aber mache nichts dagegen. Also doch ich habe mit meiner Familie darüber geredet, aber ich habe mich nicht besser gefühlt.


Jeder hat mal bessere und schlechtere Tage.
In den schlechten Tagen ist es wichtig daran zu denken dass man in besseren Tagen wusste dass es besser ist, und dass auch wieder bessere Tage kommen werden.
In den guten Tagen sollte man sich davon überzeugen, vielleicht auch aufschreiben, als Vorbereitung was einem in den schlechten Tagen helfen kann.
Wenn man es selbst vorbereitet hat dann kann und muss man darauf vertrauen dass das was man aufgeschrieben/vorbereitet hat auch zutrifft, auch wenn man es im moment nicht fühlt.

Was heißt denn über dich geredet?
Gerede ist Gerede; das gibt es immer und über vieles. Das wechselt und heißt noch nicht unbedingt etwas schlechtes.
Jeder beschäftigt sich mit irgend etwas.
Vielleicht können dich und deine Situation die anderen auch einfach nicht einordnen? Wenn man nicht selbst in der Situation ist ist es häufig schwierig das nachzuvollziehen und zu beurteilen. Dann macht man/andere sich halt Gedanken/spricht darüber.

Falls es nichts negatives war, und dich trotzdem verletzte, dann ist das natürlich ein mangelnder Selbstwert und Ängste und Befürchtungen vor Ausgrenzung und keiner Wertschätzung.
Darüber was andere über einen Denken hat man aber keine Kontrolle - das ist eine Illusion. Es allen Recht machen zu wollen und sich selbst klein zu machen schadet einem nur selbst.

Leider ist es nicht einfach und auch nicht schnell seinen Selbstwert aufzubauen. Aber dennoch möglich.

Zitat von Manani:
So lebe ich einfach weiter, als wäre nichts und versuche zuhause so gut es geht nicht an mich zu denken, um nicht zu weinen.


Einerseits ist es wichtig sich nicht in negativen Gedanken zu verlieren,
andererseits ist es wichtig an sich zu arbeiten,
und gleichzeitig sich aber auch Ruhepausen zu gönnen.

Schreibst du denn Tagebuch?
Denkst du daran/Schreibst du auf was am Tag gutes passiert ist? Was du vielleicht geschafft hast oder was schön für dich war?
Machst du Achtsamkeit oder Meditation?
Hast du ein Hobby? Womit beschäftigst du dich? Hast du Erfolgserlebnisse? In was bist du gut? Was würdest du gerne tun, hast es vielleicht bisher aber noch nicht geschafft zu tun?

Zitat von Manani:
Tut mir leid, dass es solange geworden ist.


Das war nicht lang genug!

30.03.2018 15:56 • x 1 #5


Hii
letztes jahr in der Zehnten war ich auch in dieser Situation .Unsere Klasse war zudem sehr assozial und hatten kein Mitleid da musst du keine Ängste haben sondern einfach nur anders sein.Jedenfalls kann ich dich sooooo verstehen omg genau das habe ich auch gedacht .Es gab ein paar 3 oder vier die machhmal schlecht über mich geredet haben aber
oder mal ausgelacht haben ,jedenfalls habe ich mir viel eingebildet.Ich habe viel gelitten und diese Situation ist heftig aber sie kann jedem passieren
soziale Angst hat verschieden Faktoren und bei dir ist es passiert
.Ich habe später realisiert das die meisten menschen meine Angst garnicht wahrgenommen haben .Du selber denkst vllt du wirst rot oder ängstlich aber andere können das anders interpretieren oder garnicht wahrnehmen was bei sozialer Phobie häufig so ist.
Ich habe auch eine Therapeutin aber erst vor kurzem.
mein vater hatt vor 2 jahren krebs diagnostiziert und das war schlimm.Ich hatte beschlossen für diese jahr ehrenamtlich zu arbeiten und minijobs zu machen um zeit mit meinen Vater zu verbringen und nächstes Jahr gehe ich wieder in die Schule.
.Was wichtig ist und das mut braucht also der erste schritt ist dein Sicherhalstverhalten abzulegen also deine Angst nicht zu verstecken
.Bsp. bei einem gespräch : Du musst zittern wegen der Angst und sagst ,,Ist es kalt hier´´.Du Versteckst sie und gibst deinem Körper signal deine Angst zu verstecken was es noch viel schlimmer macht
leg das Sicherheitsverhalten ab und du wirst merken die Situation ist garnicht so schlimm.Es passiert viel im Kopf die meisten merken garnichts. Das ist ganz wichtig für dich zu realisieren.rede mit deiner Therapeutin versuche mit ihr gespräche zu üben.
oder ganz mutig frag erstmal 2 menschen nach der uhrzeit dann 3 dann 4 menschen das hilft extrem.Du kannst in Selbsthilfegruppen gehen.
Menschen mit der selben Angst suchen auch Freunde (Ich zum Beispiel ) und die meisten sozialphobiker lehnen menschen nicht ab,aber manchmal stimmt die Chemie auch einfach garnicht. Ich bin auch einsam habe nicht so viele Freunde und würde mir irgend jemanden wünschen der zeit für mich hätte.Meine Angst hat sich ziemlich verbessert aber sie ist noch immer krankhaft und sie quält.
Aber ich werde kämpfen bis zum Ende
ich wünsche dir Viel Glück
sry hab viele rechtschreibfehler

26.05.2018 22:06 • x 1 #6


Ich persönlich mag schweigsame Menschen. Meiner Meinung nach ist das eine tolle, völlig unterschätzte Charaktereigenschaft, die dich zu einem sehr angenehmen und interessanten Menschen macht. Sie ist viel weniger eine Schwäche als eine Fähigkeit, der du dich auf keinen Fall schämen musst. Menschen mit denen man schweigen kann sind etwas seltenes und ganz besonderes. Gespräche entwickeln sich wahrscheinlich von ganz alleine, wenn du dich annimmst und deine Gedanken nicht mehr darum kreisen müssen, dass du gerade nicht sprichst und du dir keine Vorwürfe mehr machen musst.
Ich wünsche dir alles Gute

23.06.2018 18:44 • x 1 #7




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