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1

L

Lintu
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Hallo,

ich habe ja wie gesagt immer einen erhöhten Puls. Es wurde jetzt ein Langzeit EKG gemacht und ich hab jetzt wochenlang gezittert und gebangt. Heute nun die Auswertung: alles in Ordnung.
Aber es stellt sich kein Gefühl des Glücks ein. Warum nur nicht? Ich möchte doch auch normal wie alle anderen leben ohne Gedanken an mein Herz oder an umkippen.

LG Lintu

09.03.2020 #1


107 Antworten ↓
ellinori

ellinori
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Hi .was du schreibst Bates ist eine Mauer, hinter der du scheinbar in Sicherheit vor negativen Anfeindungen bist. Auf mich machen deine Zeilen einen aggressiven Eindruck. Nicht, um andere zu verletzen. sondern um nicht noch mehr verletzt zu werden.
Ich kämpfe jeden Tag mit meinen Unzulänglichkeiten. Seit meiner Knie-Op vor 6 Jahren kann ich nicht mehr laufen oder springen. Ich habe an Gewicht zu gelegt. Ich habe das Gefühl, man hat mir mein ICH weg genommen. Ich kämpfe immer wieder dagegen an, weil ich im grunde meiner Seele ein Optimist bin. Aber manchmal mag ich diese Kraft nicht auf bringen.
Ich muss sagen, ich habe Menschen, die mich lieben. Aber Familie und Freunde machen Arbeit, Mühe und Sorgen. Und ich habe fest gestellt. Sorgen können gemindert werden, wenn man sie teilt. Freude dagegen verdoppelt sich.

Versuch es doch noch mal. Geh auf Menschen zu, die deine Hilfe brauchen. Sie werden dich nicht nach deinem Aussehen beurteilen, sondern nachdem was du für sie tust. Versuche dabei , nicht dauernd ihre Reaktionen auf dich und deine Taten zu analysieren und zu werten. Verschließ dich dicht. Sei ehrlich zu ihnen. Vorallem aber sei ehrlich zu dir selber.

herzliche Grüße

20.06.2018 03:16 • x 2 #81


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A


Möchte wieder glücklich sein

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Jan_

Jan_
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Du scheinst viele Fragen zu haben und schreibst viel, daher möchte ich auch auf viel eingehen da mir beim durchlesen durchaus einiges durch den Kopf ging.

Depression ist sehr langwierig und frustrierend. Die raubt Kraft und Freude.
Ich weiß nicht ob du mehr Frustration äußerst oder wirklich eine Erwartungshaltung hast dass die Depression durch die Therapie und Antidepressiva besser werden müsste.
Wie lange machst du denn schon Therapie?
Depressionen können auch nachhaltig Emotionen/Freude abdämpfen. Der Vergangenheit nach zu trauern wie toll es früher einmal war bringt in jedem Fall nichts.
Natürlich sehnt man sich danach, aber man befindet sich nunmal jetzt in einer anderen Situation und Zustand. Das muss man akzeptieren.
Wenn man das akzeptiert kann man sich darauf konzentrieren negative Einflüsse zu reduzieren und positive Einflüsse bewusster wahrzunehmen und aufzusuchen. Das ist wichtig. Fokus weg von der Vergangenheit, und hin zu dem was man beeinflussen kann.

Das ist natürlich alles sehr schwer. Mach dich nicht fertig dafür dass du schlechte Phasen hast, dass du mal mehr mal weniger anfällig für extreme Emotionen oder Selbstmitleid bist. Das gehört dazu.
Du kannst nur dein bestes geben und versuchen diese Phasen abzumildern. Und das ist anstrengend. Und was auch immer dann passiert, du hast immer dein Bestes gegeben und das ist super!

Leistungssport ist natürlich in der Hinsicht gefährlich dass er nur auf die Leistung aus ist. Wenn man da anfällig ist und die sonstigen Umstände 'passen' kann das durchaus ein Auslöser sein. Schade dass deine Trainer sehr negativ.

Ob der Leistungssport eine Ursache war oder nur ein zusätzlicher Einfluss lässt sich sicher nicht klären. Aber das braucht man auch gar nicht.
Du wusstest es nicht besser, der Trainer wusste es nicht besser, deine Eltern wussten es nicht besser. Und jetzt bist du nunmal in der Situation in der du bist.
Nun gilt es die zu managen.

Dass du es weiter noch Hoppymäßig betreibst ist natürlich toll. Dass man nicht mehr die Freude empfindet wie als Kind/Jugendlicher ist, glaube ich, einerseits ganz normal durch das Erwachsenwerden, und andererseits natürlich durch Depression bedingt.
Aber mach dir nicht zu viele Gedanken darüber. Das darüber Nachdenken 'ob es Spaß macht' hat nur negative Folgen auf den eigentlichen Spaß. Schön dass du es weiter machst und körperliche Bewegung hast. Das ist doch toll. Der Rest ist ein emotionaler Bonus der vielleicht wieder kommen wird.

Sich zu Dingen und Aktivitäten zu zwingen ist einerseits gut um gegen die Depression anzukämpfen.
Andererseits ist es wichtig dir selbst Ausgleich zu geben, dir etwas gutes zu tun, etwas das dir gut tut - das stärkt auch den Selbstwert.
Als Leistungssportler zwingt man sich auch zu Höchstleistung - vielleicht zwingst du dich jetzt auch zu zu viel, zu mehr als du nachhaltig schaffst?
Tust du dir auch immer wieder gutes? Nimmst dir Zeit für Entspannung - oder zumindest entspannende Situationen?
Sport/Spazieren kann natürlich auch so etwas sein das einem gut tut oder Anspannung abbaut.

Dass es in deiner Arbeit gut läuft ist natürlich super!
Zuvor schreibst du dir macht nichts mehr Spaß, später aber dass die Ausbildung dir 'extrem Spaß' macht. Bei all den negativen Gedanken ist es natürlich wichtig das Gute das man erlebt und fühlt nicht außer acht zu lassen.
Negative Gedanken muss man üben wahrzunehmen und Gedankenkreise und -spiralen zu unterbrechen, und sich bewusst das Gute am Tag oder in Situationen deutlich zu machen. Das ist mitunter schwer.

Die Arbeitswelt kann sehr anstrengend sein. Und das um so mehr wenn man emotional und physisch angeschlagen ist. Emotionale Anspannung laugt den Körper auch aus. Da sind Arbeitstage ganz natürlich sehr Kräfte zehrend. Da geht nicht viel mehr am Tag.
Aber den Tag so zu schaffen ist schon eine tolle Leistung.

Zitat:
dadurch kam ich in eine noch größere Depression (selber Schuld ich weiß).


Das ist ein großer Trugschluss. Du bist nicht Schuld an deiner Situation und Gemütszustand!

Wir sind Produkte unserer physischen Bausteine und der Umgebung und Vergangenheit in der wir uns bewegen. Der uneingeschränkte freie Wille ist eine Illusion.
Ich bin überzeugt du gibst dein bestes. Und das ist toll.
In den Freundeskreis bist du nun einmal hinein geraten, und das führte nun mal zum Dro.konsum.
Toll dass du da raus gekommen bist und nicht abhängig. Das hätte viel schlimmer ausgehen können.

Zitat von Bibi12345:
Ich habe aber Angst davor, dass ich wieder Blödsinn mache, oder das nicht Durchhalte.

Da kann man leider nichts direkt gegen tun. Aber es bringt auch überhaupt nichts positives sich darüber Gedanken zu machen.
Du kannst nur deine aktuelle Situation beeinflussen, und die scheinst du ja gut zu meistern.
Alles weitere wird sich ergeben.

Sich über mögliche negative Zukunftsszenarien Gedanken zu machen belastet nur, was die Situation schlimmer macht.
Also Gedanken nur wahrnehmen, korrigieren und freundlich beiseite tun.

Zitat von Bibi12345:
Ich habe so Phasen, da geht es mir ganz schlecht! Da heule ich sogar vor meinem Freund und drehe fast durch! Richtig einen Grund weiß ich eigentlich nicht dafür. Ich kann nur sagen, dass es bei gewissen Aussagen vom Gegenüber oder sonstiges bei mir zu extremen inneren Spannungen kommt, da könnte ich explodieren!


Wenn man emotional belastet ist oder etwas instabil, vor allem bei mangelndem Selbstwert, dann können Aussagen unterbewusst emotional als Angriff aufgefasst werden und einen sehr treffen, selbst wenn man sie bewusst als nicht Angriff erkennt.

Ich hatte zuletzt mal unbegründeter und unpassender und übertriebener Weise ein extrem starkes Eifersuchtsgefühl das mich fertig gemacht hat.
Was mir geholfen hat war über Eifersucht zu lesen. Dass sie aus einem mangelnden Selbstwert her rührt, aus einer Angst nicht auszureichen, und der inneren Überzeugung nicht gut genug zu sein - statt von dem eigenen Wert überzeugt zu sein. Zusätzlich hat mir auch das normale Gespräch mit der Person geholfen.

Eifersucht ist schädlich für die Beziehung und damit natürlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Da kann man nur sich die Irrationalität ins Gedächtnis rufen, und sich seinen eigenen Wertes bewusst machen. Und selbst wenn; man hat sich nur selbst unter Kontrolle (mehr oder weniger), und das Leben geht weiter.

Trinkst du ab und an ein bisschen, oder öfters bis in den Rausch?
Alk. ist natürlich ein Betäubungsmittel.
Wenn du merkst dass du dich dann nicht mehr unter Kontrolle hast solltest du dir natürlich überlegen ob es das Wert ist.
Dann doch lieber direkt etwas emotional leiden, statt dies dann hinterher ohnehin zu tun - dann über das was passiert ist.

Hast du mit deinem Freund hinterher darüber gesprochen?

Zitat:
Naja ... ich verstehe nicht, warum ich oft so wütend werde.. ist es Verzweiflung? Weil mir niemand helfen kann? Ich weiß es nicht ...


Ich würde aus dem Bauch heraus sagen du fühlst dich angegriffen und/oder verletzbar. Also schaltest du/dein Körper in den Angriffsmodus.

Dies, das Aufbrausen und die ursächlichen Emotionen überhaupt und dann frühzeitig zu erkennen ist Übungssache.

Klar ist, dass der Angriffsmodus deiner Situation nicht dienlich ist, sondern ganz im Gegenteil. Das muss man sich bewusst machen, sich fragen warum reagiere ich so, und kann sich selbst damit hoffentlich etwas entschärfen.

Trotzdem musst du dich dafür natürlich nicht selbst fertig machen. Du bist auch nur Produkt deiner physischen Zustände und Umgebung. Du, dein Körper, ist ausgelegt und hat gelernt so zu reagieren. Gegen diese für dich natürliche Reaktion zu handeln und zu üben ist anspruchsvoll und anstrengend.

Zitat:
Eigentlich sollte ich so stolz auf mich sein wegen meinen Leistungen, die ich in der Arbeit bringe. Aber auch weil ich doch wieder Schritte nach vorne gemacht habe. Und plötzlich- BUMM und ich bin wieder da wo ich vorher war seit ein paar Monaten!


Du bist mit Sicherheit nicht dort wo du vor ein paar Monaten warst.
Du bist um Erfahrungen reicher. Du weißt, es gibt auf und abs. Es wird immer besser, und auch mal wieder schlechter.
Es gilt damit umzugehen und sich selbst stückweise zu verändern und zu beeinflussen. Rückschläge wird es immer geben.

Du erkennst dass du 'stolz auf dich sein müsstest'. Das ist erst einmal toll, und du kannst stolz auf dich sein.
Das man das nicht fühlt oder auf das negative fokussiert ist natürlich. Dann gilt es sich das positive ins Gedächtnis zu rufen, die Schwankungen und Phasen, und dass es weiter geht und auch wieder besser wird.

Zitat:
Ich will einfach wieder glücklich sein, ich will leben, lieben Spaß haben! Ich will nicht die ganze Freizeit weinend im Bett verbringen ich halte das nicht mehr aus! Was mache ich nur falsch, dass ich alles so falsch angehe?


Da spricht sicherlich auch die Frustration. Trotzdem möchte ich es wörtlich nehmen; das ist ein hoher Anspruch den du da äußerst. Und hohe Erwartungen haben einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden. Genieße die kleinen Dinge und Situationen. Vergangenheit ist Vergangenheit. Gegenwart ist Gegenwart.

Du gehst mit Sicherheit nicht alles falsch an. Rückschläge und Fehler sind ganz natürlich.

Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg.
Ich hoffe ich konnte dir ein paar Denkanstöße, Ideen und Unterstützung geben

05.01.2018 14:05 • x 1 #71


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Christina
Hallo Lintu,

ein Glücksgefühl finde ich in diesem Zusammenhang ein bisschen viel verlangt. Wie sieht's denn mit Erleichterung aus?

Liebe Grüße
Christina

#2


L
Hallo,

auch nicht. Nix einfach gar nix.
Fühle mich immer noch so wie gestern und denke mir, och nee jetzt geht das alles weiter wie bisher. Ich sage es mir die ganze Zeit jetzt das alles in Ordnung ist, aber kein Erleichterungsgefühl oder ähnliches.
Vielleicht hab ich mir die ganze Zeit Sorgen gemacht das es jetzt nicht klappt?
Ich habe keine Ahnung....

LG Lintu

#3


N
Hi Lintu,
es funktioniert ja nicht wie ein Schalter, das wäre zu schön. Ich weiß, kleine versteckte Zweifel können auch nach positiven Untersuchungsergebnissen bleiben.
Gib dir selber ein wenig Zeit. Ein "Glücksgefühl" wie du es vielleicht erwartest habe ich nach sowas auch nicht, aber es beruhigt doch etwas. Ich merks in der Art das ich nicht mehr so oft über die "Gefahr" nachgrübel. Es fällt mir meist erst nach Stunden auf, hee da war doch mal was.
Es wird gut !!!

vg

#4


S
Hallo!

Es ist, denke ich, völlig normal,daß sich weder ein Glücksgefühl noch Erleichterung einstellt.Wenn die Untersuchungen negativ ausfallen,ist man bei PA`s eher froh,daß was gefunden wurde und behandelt werden kann.Die Erkenntnis,daß man völlig gesund ist und nun weiter kämpfen und leiden muß,trübt das positive Ergebnis.Ist leider so.
Weiterhin viel Kraft

#5


R
hallo du!

vielleicht hast du einfach erwartet, dass irgendwas ist!? klingt blöd aber bei mir war das mal so. ich hatte eine untersuchung bezüglich eines tumors und als mir gesagt wurde ich hab keinen war da auch nix. keine freude, keine erleichterung...

ich wär sogar eher froh gewesen sie hätten einen gefunden! dann hätte ich gegen was reales kämpfen können, etwas die schuld gegen können für alle meine körperlichen "zustände". ihn besiegen und gesund weiterleben können.
aber so bleiben einem nur die angst und panikattacken. und die fühlen sich einfach nicht so real an wie eine krankheit. und gegen was eher difuses ankämpfen ist ja schwieriger als gegen was "wirkliches"...

ich hab das damals zumindest so empfunden...

#6


L
Ja das kann sein, dann hätte ich was wo ich weiss wo es herkommt.
Habe versucht es mir heute über den Tag beizubringen, kam aber nicht an.
Naja, morgen bekomme ich meine homöopathische Medizi, mal sehen was passiert.
Ich danke Euch auf jeden Fall für die Antworten.

LG Lintu

#7


S
Ja ich denke auch, wenn man organisch etwas hätte ist es schlimm, aber leichter zu verstehen und anzunehmen.
Nervlich hingegen will man nicht annehmen, da man ja etwas verspührt.

#8


R
Nehme auch homöpopathische Mittel und mir hilft es!!

#9


B

Glücklich sein

Wieso klappt das nicht? Wieso fehlt mir der Glaube daran, dass ich glücklich, gesund und zufrieden sein darf? Wieso gelingt es mir nicht den Schalter umzulegen?

Jeder Gedanke ist eine Kraft.
Wer sich positive und aufbauende Gedanken macht, der fördert seine inneren Selbstheilungskräfte.

Die positive geistige Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) ist eine sehr wirksame Selbsthilfe-Methode, die sowohl bei der Vorbeugung als auch der Heilung verschiedenster Krankheiten eingesetzt werden kann.

Durch negatives Denken machen wir uns krank. (Denken wir uns krank) und blockieren die Selbstheilungskräfte. Umgekehrt können wir alle, durch positive und gesundheitsförderliche Gedanken die Selbstheilungskräfte unseres Körpers aktivieren und somit zu unserer Gesundung beitragen.


Wie krank muss ich noch werden, damit mir eine innere Wandlung gelingt? Was könnte der Grund sein?

#10


S
bollywood schön geschrieben. aber es ist nicht einfach, negative gedanken in die positiven umzuwandeln. ich bin auch dran am arbeiten und scheitere jeden tag kläglich. immer wieder kehren die negativen gedanken zurück und lassen mich auch meine zukunft in dem negativsten licht strahlen.

es ist kognitive verhaltenstherapie die man da machen muß. ich glaube das ist sehr schwer für einen das hinzubekommen, meist geht es nicht ohne therapeutische Hilfe.
aber wer hart an sich arbeitet wird es wohl auch ohne Therapie schaffen!!

#11


B
Danke für Deine Antwort, aber diese Frage war für die Experten bestimmt

#12


S
ups, entschuldigung

#13


B
Hallo bollywood,

es ist sicherlich manchmal schwer zu akzeptieren, wenn man nicht oder nicht so schnell weiterkommt, wie man sich das wünscht.

Ich kann Dir leider auf eine solch allgemeine Frage keine allgemein gültige Antwort geben, weil das bei jedem Menschen sehr unterschiedlich ist.

Dies sind Fragen, die in die Tiefe Deiner persönlichen Entwicklung und Lebensgeschichte gehen und können nicht in einem solchen Forum zufriedenstellend beantwortet werden - leider.
Solche Fragen sind sicherlich eher Inhalt einer Therapie. Aber auch da lassen sie sich nicht immer klären.

Eines erscheint mir aber wichtig, wenn Du bereits viele Veränderungsversuche gemacht hast, die nicht zu so weitreichenden Erfolgen geführt haben, wie Du sie Dir wohl wünschst.

Es ist in solchen Phasen m.E. wichtig, den "Veränderungsdruck" heraus zu nehmen, denn manchmal geht vielleicht nicht mehr oder es gibt gute, Dir unbewusste Gründe, Dich derzeit nicht mehr zu verändern, als Du dies getan hast. Dann ist es oft besser, "zu kapitulieren" und Dir zu erlauben, so zu sein, wie Du momentan nun mal bist und Dich dafür aber nicht zu bestrafen oder zu ärgern. Das Ziel ist dann eher, Dich zu akzeptieren und Dir nicht immer die Botschaft zu geben:" ich bin nicht in Ordnung, deshalb muss ich mich doch verändern".

An einem solchen Punkt solltest Du auch einmal offene Bilanz ziehen: was habe ich bisher schon erreicht ? womit bin ich bei mir zufrieden? welche dieser Dinge will ich einfach mehr betonen und ausbauen? - anstatt immer anders sein zu wollen, wie ich nun mal bin.

Ich hoffe, Du findest all die Seiten an Dir, die es anzuerkennen gilt und die Du wahrscheinlich aus dem Blick verloren hast, weil Du immer anders sein wolltest.

Herzlichen Gruß

Bernd Remelius

#14


B
Danke, Du hast mir mit dieser Sichtweise weitergeholfen. Ich verurteile oder bestrafe mich nicht dafür, dass ich so bin, wie ich bin. Und mit der Zeit und noch ein wenig Geduld und Training wird mir sicher auch das positive Denken wieder besser gelingen.

Danke!

Liebe Grüße
bollywood

#15


B
Hallo Bernd,

es ist nicht einfach positiv zu denken, wenn vieles um mich herum katastrophal ist. Da kann ich nur "step by step" ein Steinchen nach dem anderen aus dem Weg räumen, manchmal wird mir alles zu viel und wächst mir einfach über den Kopf.

Meine Therapeutin, bei der ich jetzt seit zwei Wochen bin, hat mir Fluoxetin empfohlen. Mein Hausarzt rät mir eher davon ab. Ich bin mir unsicher, weil Tabletten nicht die Probleme lösen, aber vielleicht würde mir damit das positive Denken eher wieder gelingen und mir nicht alles so aussichtslos erscheinen. Was meinst Du dazu?

Liebe Grüße
bollywood

#16


B
Hallo bollywood,

die Verordnung von Psychopharmaka gehört auf jeden Fall in die Hände eines erfahrenen Facharztes. Ich bin inzwischen nach vielen Jahren Erfahrung mit psychischen Störungen bzw. den Menschen, die dahinter stehen, der Meinung, dass man keine Ideologie daraus machen sollte. Psychotherapie ist nicht immer besser als Medikamente. Auch Psychotherapie kann Nebenwirkungen haben. Und Medikamente sind nicht des Teufels und kommen auch nicht direkt aus der Hölle.

Gerade, wenn man nicht so recht weiterkommt, können Medikamente durchaus ein gangbarer Weg sein. Dabei geht es um die Frage: hilft es oder hilft es nicht ? - und nicht darum: darf ich oder darf ich nicht ?
Wie auch bei anderen Wegen hat jeder es immer in der Hand, zu entscheiden, wann und wie lange er einer bestimmten Behandlungsmethode folgen möchte.

Ich kann Dir nicht zu- oder abraten. Ich kann Dir nur empfehlen, Dir zu überlegen, was Du willst und was Du nicht willst, welche Risiken Du bereit bist einzugehen und welche nicht. Wichtig ist dann, die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, auch zu akzeptieren.

Gruß

Bernd Remelius

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

D

Werde ich je wieder Glücklich?

Hallo Ihr Lieben,

ich habe schon seit vielen Jahren eine Angststörung (Emetophobie-Angst vorm erbrechen)
Bis vor kurzem war ich in einer stationären Klinik für Psychosomatik. Seit dem ich dort meine Medis abgesetzt habe geht es mir sehr schlecht. Ich bin dauernd gereizt, alles nervt mich und mir ist ununterbrochen speiübel was nicht sehr vorteilhaft für meine Emetophobie ist. In letzter zeit hatte ich sehr viel Streit mit meinem Freund. Wir sind schon seit 4,5 Jahren ein paar. Er kann so gar nichts mit meiner Situation anfangen und heute hat er mit mir Schluss gemacht. Seit über 2 Wochen schon gehts mir ehrlich ganz beschissen. Ich habe Angst vor der Zukunft das es mir nie besser gehen wird und das ich nie wieder einen Freund finde. Ich hab auch leider noch keinen ambulanten Therapieplatz sodass noch große Hilflosigkeit dazu kommt.

Kann mir jemand helfen und sagen wo ich jetzt hin soll? Gibt es keinen Psychologischen Notdienst oder so? Ich brauche dringend professionelle Hilfe sonst werd ich noch verrückt!

#18


S
Hallo,
Da fällt mir als erstes die Telefonseelsorge ein. Dort beraten ausgebildete Ehrenamtliche rund um die Uhr und kostenlos. Das ersetzt vielleicht keinen Psychologen, aber ich denke man kann sich trotzdem mal alles von der Seele reden.
Vielleicht probierst du's ja mal. Die Nummer is 0800/1110111 oder 0800/1110222
Ich wünsche dir alles Gute!

#19


D
Hallo, erstmal danke für deine Antwort!
Hast du selber denn schon mal eine Telefonnotseelsorge in Anspruch genommen?
Bin bisl skeptisch aber versuchen werde ich es auf jeden fall!

#20


A


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