1

Plumbum
Zitat von Entwickler:
Wie kannst du glauben, dass es passt, wenn er keine Kinder mit dir will? Ist immer wieder das Gleiche: Frauen verlieben sich in die letzten Ar. und reden es sich noch schön. Dabei gibt es Millionen richtige Männer, die sofort eine Familie gründen würden. Aber bei denen passt dann aus deiner Sicht überhaupt nichts. Alles Luxusprobleme!


WOWOWOWOW! Was fällt Dir ein den Typen als Ar.schloch zu titulieren? Er ist garantiert keines! Sonst würde er auf sie nicht soviel Rücksicht nehmen.

@Romi Ich muss mich meinen Vorrednern anschließen. Ihr passt nicht zusammen. Das hat nichts mit unterschiedlichen Ansichten zutun, sondern mit euren Tempramenten. Wenn Du weiter versuchst ihm seine Freiheit zu nehmen, wird er gehen oder noch schlimmer Dich irgendwann hassen... Ihr seid wirklich zu verschieden. Besser ihr trennt euch im guten und Dir bleibt ein Freund auf den Du zählen kannst.

Liebe Grüsse
Plumbum

22.04.2017 01:02 • #61


01.01.2018 13:06 • #62



Hallo Lintu,

Möchte wieder glücklich sein

x 3#3


petrus57
Zitat von Bibi12345:
Naja ... ich verstehe nicht, warum ich oft so wütend werde.. ist es Verzweiflung?


Vielleicht ist es auch Teil der Depression? Ich muss mich auch oft zusammennehmen, dass ich nicht ausraste. Vor der Depression etc. war das bei mir nicht so. War zwar immer schon ein bisschen dünnhäutig aber nicht so extrem.

01.01.2018 13:15 • x 2 #63


Hallo Bibi, willkommen hier!
Mir tut es immer so leid, wenn ich lese wie jung hier einige sind und schon solche Probleme zu bewältigen haben.

Wohnst Du mit Deinem Freund zusammen oder noch bei Deinen Eltern?
Wie ist denn das Verhältnis zu ihnen?

01.01.2018 13:16 • #64


Zitat von Bibi12345:
Was mache ich nur falsch, dass ich alles so falsch angehe?



Das hört sich für mich nicht wie ein unlösbares Problem an.
Mir scheint, dass es gut wäre, in der Therapie insbesondere an den Aggressionen zu arbeiten.
Bedenkenswert hierbei, dass ich, als ich deinen Text las, noch lange bevor ich an die Stelle kam, wo du die Episode mit der Frau schilderst, ich den Eindruck hatte, dass eine starke Wut in dir stecken muss und dass diese in der Therapie raus muss, dort verarbeitet werden muss.

Dir ist ja in der Vergangenheit einiges passiert, aber mir scheint, deine Wut über die Geschehnisse von damals hast du heruntergeschluckt.
Das muss wieder seinen Ausdruck finden und die Therapie ist dafür der ideale Ort.

01.01.2018 13:19 • x 1 #65


Zitat von Greta81:
Hallo Bibi, willkommen hier!
Mir tut es immer so leid, wenn ich lese wie jung hier einige sind und schon solche Probleme zu bewältigen haben.

Wohnst Du mit Deinem Freund zusammen oder noch bei Deinen Eltern?
Wie ist denn das Verhältnis zu ihnen?




Dankeschön für die schnelle Antwort!
Bis Februar wohnt mein Freund unter der Woche bei mir und meinen Eltern. -wohne bei den Eltern.(Er macht dieselbe Ausbildung wie ich, ist aber im Februar schon fertig dann wohnt er wieder bei sich und wir sehen uns dann nur am Wochenende)
Generell ist das Verhältnis zu meinen Eltern gut. Sie halten aber nichts von Psychologen usw.. was ich sehr schade finde. Also ist es eher schwierig mit Ihnen über meine Probleme zu sprechen.

01.01.2018 13:31 • #66


Zitat von abirel:


Das hört sich für mich nicht wie ein unlösbares Problem an.
Mir scheint, dass es gut wäre, in der Therapie insbesondere an den Aggressionen zu arbeiten.
Bedenkenswert hierbei, dass ich, als ich deinen Text las, noch lange bevor ich an die Stelle kam, wo du die Episode mit der Frau schilderst, ich den Eindruck hatte, dass eine starke Wut in dir stecken muss und dass diese in der Therapie raus muss, dort verarbeitet werden muss.

Dir ist ja in der Vergangenheit einiges passiert, aber mir scheint, deine Wut über die Geschehnisse von damals hast du heruntergeschluckt.
Das muss wieder seinen Ausdruck finden und die Therapie ist dafür der ideale Ort.


Danke für die Antwort!

Ja, das ist richtig, in mir steckt schon jedemenge Wut.. aber ich versuche immer, sie zu verdrängen um keine Probleme zu verursachen.
Therapie würde mir sicherlich nicht schaden, jedoch gibt es einen kleinen Haken, da ich Angst um meine Ausblildung habe, wenn ich eine Theraphie mache und die Ausbildungsstelle davon erfährt.
Mich wundert es, dass ich damals den psychologischen Test bestanden habe bei der Aufnahme...
Naja jedenfalls sollte ich da sehr vorsichtig sein

01.01.2018 13:38 • #67


Zitat von Bibi12345:
Ja, das ist richtig, in mir steckt schon jedemenge Wut.. aber ich versuche immer, sie zu verdrängen um keine Probleme zu verursachen.
Therapie würde mir sicherlich nicht schaden, jedoch gibt es einen kleinen Haken, da ich Angst um meine Ausblildung habe, wenn ich eine Theraphie mache und die Ausbildungsstelle davon erfährt.



Kann ich gut nachvollziehen.
Aber müssen die denn das erfahren?
Die Therapie könntest du vielleicht auch in deiner Freizeit in Anspruch nehmen, oder?

Jedenfalls wäre es wahrscheinlich eine gute Sache.
Zumindest solltest du, finde ich, es nicht zu sehr aus den Augen verlieren.

In unserer Gesellschaft kan man sich das eben leisten (eine Therapie).
Anderswo auf der Welt, d.h. in vielen Ländern, haben sehr viele Menschen gar keine Möglichkeit dazu.
Hierzulande ist es anders und man sollte das in Anspruch nehmen.
Letztendlich zahlt man es in gewisser Weise auch zurück, indirekt.

01.01.2018 13:45 • #68


Zitat von abirel:


Kann ich gut nachvollziehen.
Aber müssen die denn das erfahren?
Die Therapie könntest du vielleicht auch in deiner Freizeit in Anspruch nehmen, oder?

Jedenfalls wäre es wahrscheinlich eine gute Sache.
Zumindest solltest du, finde ich, es nicht zu sehr aus den Augen verlieren.

In unserer Gesellschaft kan man sich das eben leisten (eine Therapie).
Anderswo auf der Welt, d.h. in vielen Ländern, haben sehr viele Menschen gar keine Möglichkeit dazu.
Hierzulande ist es anders und man sollte das in Anspruch nehmen.
Letztendlich zahlt man es in gewisser Weise auch zurück, indirekt.


Ja, das ist richtig. Ich würde sowas nur in meiner Freizeit machen. Hab aber trotzdem Bedenken, als öffentlich Bedienstete, dass jemand Einsicht in meine Krankenakte nimmt..
vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken.. aber ich will meinen Job halt nicht riskieren.

Wenn ich privat zu einem Theapeuthen gehen- wird das irgendwie in den Krankenakten vermerkt?

01.01.2018 13:50 • #69


Zitat von Bibi12345:
Wenn ich privat zu einem Theapeuthen gehen- wird das irgendwie in den Krankenakten vermerkt?


Vorneweg: Ich bin kein Jurist und kenne mich im Arbeitsrecht nur wenig aus, kann daher nur Vermutungen äußern.
Ich glaube, der Arbeitgeber erfährt es in der Regel gar nicht, wenn man eine Psychotherapie macht (ambulant), es sei denn man teilt es selber mit, was man aber nicht muss.

So jedenfalls in der privaten Wirtschaft.
Ob es im öffentlichen Dienst anders ist, weiß ich nicht, aber im Netz gibt es auch Foren zu juristischen Fragen, vielleicht kannst du dich bei so einem Forum erkundigen.

01.01.2018 13:58 • #70


Jan_
Du scheinst viele Fragen zu haben und schreibst viel, daher möchte ich auch auf viel eingehen da mir beim durchlesen durchaus einiges durch den Kopf ging.

Depression ist sehr langwierig und frustrierend. Die raubt Kraft und Freude.
Ich weiß nicht ob du mehr Frustration äußerst oder wirklich eine Erwartungshaltung hast dass die Depression durch die Therapie und Antidepressiva besser werden müsste.
Wie lange machst du denn schon Therapie?
Depressionen können auch nachhaltig Emotionen/Freude abdämpfen. Der Vergangenheit nach zu trauern wie toll es früher einmal war bringt in jedem Fall nichts.
Natürlich sehnt man sich danach, aber man befindet sich nunmal jetzt in einer anderen Situation und Zustand. Das muss man akzeptieren.
Wenn man das akzeptiert kann man sich darauf konzentrieren negative Einflüsse zu reduzieren und positive Einflüsse bewusster wahrzunehmen und aufzusuchen. Das ist wichtig. Fokus weg von der Vergangenheit, und hin zu dem was man beeinflussen kann.

Das ist natürlich alles sehr schwer. Mach dich nicht fertig dafür dass du schlechte Phasen hast, dass du mal mehr mal weniger anfällig für extreme Emotionen oder Selbstmitleid bist. Das gehört dazu.
Du kannst nur dein bestes geben und versuchen diese Phasen abzumildern. Und das ist anstrengend. Und was auch immer dann passiert, du hast immer dein Bestes gegeben und das ist super!

Leistungssport ist natürlich in der Hinsicht gefährlich dass er nur auf die Leistung aus ist. Wenn man da anfällig ist und die sonstigen Umstände 'passen' kann das durchaus ein Auslöser sein. Schade dass deine Trainer sehr negativ.

Ob der Leistungssport eine Ursache war oder nur ein zusätzlicher Einfluss lässt sich sicher nicht klären. Aber das braucht man auch gar nicht.
Du wusstest es nicht besser, der Trainer wusste es nicht besser, deine Eltern wussten es nicht besser. Und jetzt bist du nunmal in der Situation in der du bist.
Nun gilt es die zu managen.

Dass du es weiter noch Hoppymäßig betreibst ist natürlich toll. Dass man nicht mehr die Freude empfindet wie als Kind/Jugendlicher ist, glaube ich, einerseits ganz normal durch das Erwachsenwerden, und andererseits natürlich durch Depression bedingt.
Aber mach dir nicht zu viele Gedanken darüber. Das darüber Nachdenken 'ob es Spaß macht' hat nur negative Folgen auf den eigentlichen Spaß. Schön dass du es weiter machst und körperliche Bewegung hast. Das ist doch toll. Der Rest ist ein emotionaler Bonus der vielleicht wieder kommen wird.

Sich zu Dingen und Aktivitäten zu zwingen ist einerseits gut um gegen die Depression anzukämpfen.
Andererseits ist es wichtig dir selbst Ausgleich zu geben, dir etwas gutes zu tun, etwas das dir gut tut - das stärkt auch den Selbstwert.
Als Leistungssportler zwingt man sich auch zu Höchstleistung - vielleicht zwingst du dich jetzt auch zu zu viel, zu mehr als du nachhaltig schaffst?
Tust du dir auch immer wieder gutes? Nimmst dir Zeit für Entspannung - oder zumindest entspannende Situationen?
Sport/Spazieren kann natürlich auch so etwas sein das einem gut tut oder Anspannung abbaut.

Dass es in deiner Arbeit gut läuft ist natürlich super!
Zuvor schreibst du dir macht nichts mehr Spaß, später aber dass die Ausbildung dir 'extrem Spaß' macht. Bei all den negativen Gedanken ist es natürlich wichtig das Gute das man erlebt und fühlt nicht außer acht zu lassen.
Negative Gedanken muss man üben wahrzunehmen und Gedankenkreise und -spiralen zu unterbrechen, und sich bewusst das Gute am Tag oder in Situationen deutlich zu machen. Das ist mitunter schwer.

Die Arbeitswelt kann sehr anstrengend sein. Und das um so mehr wenn man emotional und physisch angeschlagen ist. Emotionale Anspannung laugt den Körper auch aus. Da sind Arbeitstage ganz natürlich sehr Kräfte zehrend. Da geht nicht viel mehr am Tag.
Aber den Tag so zu schaffen ist schon eine tolle Leistung.

Zitat:
dadurch kam ich in eine noch größere Depression (selber Schuld ich weiß).


Das ist ein großer Trugschluss. Du bist nicht Schuld an deiner Situation und Gemütszustand!

Wir sind Produkte unserer physischen Bausteine und der Umgebung und Vergangenheit in der wir uns bewegen. Der uneingeschränkte freie Wille ist eine Illusion.
Ich bin überzeugt du gibst dein bestes. Und das ist toll.
In den Freundeskreis bist du nun einmal hinein geraten, und das führte nun mal zum Dro.konsum.
Toll dass du da raus gekommen bist und nicht abhängig. Das hätte viel schlimmer ausgehen können.

Zitat von Bibi12345:
Ich habe aber Angst davor, dass ich wieder Blödsinn mache, oder das nicht Durchhalte.

Da kann man leider nichts direkt gegen tun. Aber es bringt auch überhaupt nichts positives sich darüber Gedanken zu machen.
Du kannst nur deine aktuelle Situation beeinflussen, und die scheinst du ja gut zu meistern.
Alles weitere wird sich ergeben.

Sich über mögliche negative Zukunftsszenarien Gedanken zu machen belastet nur, was die Situation schlimmer macht.
Also Gedanken nur wahrnehmen, korrigieren und freundlich beiseite tun.

Zitat von Bibi12345:
Ich habe so Phasen, da geht es mir ganz schlecht! Da heule ich sogar vor meinem Freund und drehe fast durch! Richtig einen Grund weiß ich eigentlich nicht dafür. Ich kann nur sagen, dass es bei gewissen Aussagen vom Gegenüber oder sonstiges bei mir zu extremen inneren Spannungen kommt, da könnte ich explodieren!


Wenn man emotional belastet ist oder etwas instabil, vor allem bei mangelndem Selbstwert, dann können Aussagen unterbewusst emotional als Angriff aufgefasst werden und einen sehr treffen, selbst wenn man sie bewusst als nicht Angriff erkennt.

Ich hatte zuletzt mal unbegründeter und unpassender und übertriebener Weise ein extrem starkes Eifersuchtsgefühl das mich fertig gemacht hat.
Was mir geholfen hat war über Eifersucht zu lesen. Dass sie aus einem mangelnden Selbstwert her rührt, aus einer Angst nicht auszureichen, und der inneren Überzeugung nicht gut genug zu sein - statt von dem eigenen Wert überzeugt zu sein. Zusätzlich hat mir auch das normale Gespräch mit der Person geholfen.

Eifersucht ist schädlich für die Beziehung und damit natürlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Da kann man nur sich die Irrationalität ins Gedächtnis rufen, und sich seinen eigenen Wertes bewusst machen. Und selbst wenn; man hat sich nur selbst unter Kontrolle (mehr oder weniger), und das Leben geht weiter.

Trinkst du ab und an ein bisschen, oder öfters bis in den Rausch?
Alk. ist natürlich ein Betäubungsmittel.
Wenn du merkst dass du dich dann nicht mehr unter Kontrolle hast solltest du dir natürlich überlegen ob es das Wert ist.
Dann doch lieber direkt etwas emotional leiden, statt dies dann hinterher ohnehin zu tun - dann über das was passiert ist.

Hast du mit deinem Freund hinterher darüber gesprochen?

Zitat:
Naja ... ich verstehe nicht, warum ich oft so wütend werde.. ist es Verzweiflung? Weil mir niemand helfen kann? Ich weiß es nicht ...


Ich würde aus dem Bauch heraus sagen du fühlst dich angegriffen und/oder verletzbar. Also schaltest du/dein Körper in den Angriffsmodus.

Dies, das Aufbrausen und die ursächlichen Emotionen überhaupt und dann frühzeitig zu erkennen ist Übungssache.

Klar ist, dass der Angriffsmodus deiner Situation nicht dienlich ist, sondern ganz im Gegenteil. Das muss man sich bewusst machen, sich fragen warum reagiere ich so, und kann sich selbst damit hoffentlich etwas entschärfen.

Trotzdem musst du dich dafür natürlich nicht selbst fertig machen. Du bist auch nur Produkt deiner physischen Zustände und Umgebung. Du, dein Körper, ist ausgelegt und hat gelernt so zu reagieren. Gegen diese für dich natürliche Reaktion zu handeln und zu üben ist anspruchsvoll und anstrengend.

Zitat:
Eigentlich sollte ich so stolz auf mich sein wegen meinen Leistungen, die ich in der Arbeit bringe. Aber auch weil ich doch wieder Schritte nach vorne gemacht habe. Und plötzlich- BUMM und ich bin wieder da wo ich vorher war seit ein paar Monaten!


Du bist mit Sicherheit nicht dort wo du vor ein paar Monaten warst.
Du bist um Erfahrungen reicher. Du weißt, es gibt auf und abs. Es wird immer besser, und auch mal wieder schlechter.
Es gilt damit umzugehen und sich selbst stückweise zu verändern und zu beeinflussen. Rückschläge wird es immer geben.

Du erkennst dass du 'stolz auf dich sein müsstest'. Das ist erst einmal toll, und du kannst stolz auf dich sein.
Das man das nicht fühlt oder auf das negative fokussiert ist natürlich. Dann gilt es sich das positive ins Gedächtnis zu rufen, die Schwankungen und Phasen, und dass es weiter geht und auch wieder besser wird.

Zitat:
Ich will einfach wieder glücklich sein, ich will leben, lieben Spaß haben! Ich will nicht die ganze Freizeit weinend im Bett verbringen ich halte das nicht mehr aus! Was mache ich nur falsch, dass ich alles so falsch angehe?


Da spricht sicherlich auch die Frustration. Trotzdem möchte ich es wörtlich nehmen; das ist ein hoher Anspruch den du da äußerst. Und hohe Erwartungen haben einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden. Genieße die kleinen Dinge und Situationen. Vergangenheit ist Vergangenheit. Gegenwart ist Gegenwart.

Du gehst mit Sicherheit nicht alles falsch an. Rückschläge und Fehler sind ganz natürlich.

Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg.
Ich hoffe ich konnte dir ein paar Denkanstöße, Ideen und Unterstützung geben

05.01.2018 13:05 • x 1 #71


Zitat von Jan_:
Du scheinst viele Fragen zu haben und schreibst viel, daher möchte ich auch auf viel eingehen da mir beim durchlesen durchaus einiges durch den Kopf ging.

Depression ist sehr langwierig und frustrierend. Die raubt Kraft und Freude.
Ich weiß nicht ob du mehr Frustration äußerst oder wirklich eine Erwartungshaltung hast dass die Depression durch die Therapie und Antidepressiva besser werden müsste.
Wie lange machst du denn schon Therapie?
Depressionen können auch nachhaltig Emotionen/Freude abdämpfen. Der Vergangenheit nach zu trauern wie toll es früher einmal war bringt in jedem Fall nichts.
Natürlich sehnt man sich danach, aber man befindet sich nunmal jetzt in einer anderen Situation und Zustand. Das muss man akzeptieren.
Wenn man das akzeptiert kann man sich darauf konzentrieren negative Einflüsse zu reduzieren und positive Einflüsse bewusster wahrzunehmen und aufzusuchen. Das ist wichtig. Fokus weg von der Vergangenheit, und hin zu dem was man beeinflussen kann.

Das ist natürlich alles sehr schwer. Mach dich nicht fertig dafür dass du schlechte Phasen hast, dass du mal mehr mal weniger anfällig für extreme Emotionen oder Selbstmitleid bist. Das gehört dazu.
Du kannst nur dein bestes geben und versuchen diese Phasen abzumildern. Und das ist anstrengend. Und was auch immer dann passiert, du hast immer dein Bestes gegeben und das ist super!

Leistungssport ist natürlich in der Hinsicht gefährlich dass er nur auf die Leistung aus ist. Wenn man da anfällig ist und die sonstigen Umstände 'passen' kann das durchaus ein Auslöser sein. Schade dass deine Trainer sehr negativ.

Ob der Leistungssport eine Ursache war oder nur ein zusätzlicher Einfluss lässt sich sicher nicht klären. Aber das braucht man auch gar nicht.
Du wusstest es nicht besser, der Trainer wusste es nicht besser, deine Eltern wussten es nicht besser. Und jetzt bist du nunmal in der Situation in der du bist.
Nun gilt es die zu managen.

Dass du es weiter noch Hoppymäßig betreibst ist natürlich toll. Dass man nicht mehr die Freude empfindet wie als Kind/Jugendlicher ist, glaube ich, einerseits ganz normal durch das Erwachsenwerden, und andererseits natürlich durch Depression bedingt.
Aber mach dir nicht zu viele Gedanken darüber. Das darüber Nachdenken 'ob es Spaß macht' hat nur negative Folgen auf den eigentlichen Spaß. Schön dass du es weiter machst und körperliche Bewegung hast. Das ist doch toll. Der Rest ist ein emotionaler Bonus der vielleicht wieder kommen wird.

Sich zu Dingen und Aktivitäten zu zwingen ist einerseits gut um gegen die Depression anzukämpfen.
Andererseits ist es wichtig dir selbst Ausgleich zu geben, dir etwas gutes zu tun, etwas das dir gut tut - das stärkt auch den Selbstwert.
Als Leistungssportler zwingt man sich auch zu Höchstleistung - vielleicht zwingst du dich jetzt auch zu zu viel, zu mehr als du nachhaltig schaffst?
Tust du dir auch immer wieder gutes? Nimmst dir Zeit für Entspannung - oder zumindest entspannende Situationen?
Sport/Spazieren kann natürlich auch so etwas sein das einem gut tut oder Anspannung abbaut.

Dass es in deiner Arbeit gut läuft ist natürlich super!
Zuvor schreibst du dir macht nichts mehr Spaß, später aber dass die Ausbildung dir 'extrem Spaß' macht. Bei all den negativen Gedanken ist es natürlich wichtig das Gute das man erlebt und fühlt nicht außer acht zu lassen.
Negative Gedanken muss man üben wahrzunehmen und Gedankenkreise und -spiralen zu unterbrechen, und sich bewusst das Gute am Tag oder in Situationen deutlich zu machen. Das ist mitunter schwer.

Die Arbeitswelt kann sehr anstrengend sein. Und das um so mehr wenn man emotional und physisch angeschlagen ist. Emotionale Anspannung laugt den Körper auch aus. Da sind Arbeitstage ganz natürlich sehr Kräfte zehrend. Da geht nicht viel mehr am Tag.
Aber den Tag so zu schaffen ist schon eine tolle Leistung.



Das ist ein großer Trugschluss. Du bist nicht Schuld an deiner Situation und Gemütszustand!

Wir sind Produkte unserer physischen Bausteine und der Umgebung und Vergangenheit in der wir uns bewegen. Der uneingeschränkte freie Wille ist eine Illusion.
Ich bin überzeugt du gibst dein bestes. Und das ist toll.
In den Freundeskreis bist du nun einmal hinein geraten, und das führte nun mal zum Dro.konsum.
Toll dass du da raus gekommen bist und nicht abhängig. Das hätte viel schlimmer ausgehen können.


Da kann man leider nichts direkt gegen tun. Aber es bringt auch überhaupt nichts positives sich darüber Gedanken zu machen.
Du kannst nur deine aktuelle Situation beeinflussen, und die scheinst du ja gut zu meistern.
Alles weitere wird sich ergeben.

Sich über mögliche negative Zukunftsszenarien Gedanken zu machen belastet nur, was die Situation schlimmer macht.
Also Gedanken nur wahrnehmen, korrigieren und freundlich beiseite tun.



Wenn man emotional belastet ist oder etwas instabil, vor allem bei mangelndem Selbstwert, dann können Aussagen unterbewusst emotional als Angriff aufgefasst werden und einen sehr treffen, selbst wenn man sie bewusst als nicht Angriff erkennt.

Ich hatte zuletzt mal unbegründeter und unpassender und übertriebener Weise ein extrem starkes Eifersuchtsgefühl das mich fertig gemacht hat.
Was mir geholfen hat war über Eifersucht zu lesen. Dass sie aus einem mangelnden Selbstwert her rührt, aus einer Angst nicht auszureichen, und der inneren Überzeugung nicht gut genug zu sein - statt von dem eigenen Wert überzeugt zu sein. Zusätzlich hat mir auch das normale Gespräch mit der Person geholfen.

Eifersucht ist schädlich für die Beziehung und damit natürlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Da kann man nur sich die Irrationalität ins Gedächtnis rufen, und sich seinen eigenen Wertes bewusst machen. Und selbst wenn; man hat sich nur selbst unter Kontrolle (mehr oder weniger), und das Leben geht weiter.

Trinkst du ab und an ein bisschen, oder öfters bis in den Rausch?
Alk. ist natürlich ein Betäubungsmittel.
Wenn du merkst dass du dich dann nicht mehr unter Kontrolle hast solltest du dir natürlich überlegen ob es das Wert ist.
Dann doch lieber direkt etwas emotional leiden, statt dies dann hinterher ohnehin zu tun - dann über das was passiert ist.

Hast du mit deinem Freund hinterher darüber gesprochen?



Ich würde aus dem Bauch heraus sagen du fühlst dich angegriffen und/oder verletzbar. Also schaltest du/dein Körper in den Angriffsmodus.

Dies, das Aufbrausen und die ursächlichen Emotionen überhaupt und dann frühzeitig zu erkennen ist Übungssache.

Klar ist, dass der Angriffsmodus deiner Situation nicht dienlich ist, sondern ganz im Gegenteil. Das muss man sich bewusst machen, sich fragen warum reagiere ich so, und kann sich selbst damit hoffentlich etwas entschärfen.

Trotzdem musst du dich dafür natürlich nicht selbst fertig machen. Du bist auch nur Produkt deiner physischen Zustände und Umgebung. Du, dein Körper, ist ausgelegt und hat gelernt so zu reagieren. Gegen diese für dich natürliche Reaktion zu handeln und zu üben ist anspruchsvoll und anstrengend.



Du bist mit Sicherheit nicht dort wo du vor ein paar Monaten warst.
Du bist um Erfahrungen reicher. Du weißt, es gibt auf und abs. Es wird immer besser, und auch mal wieder schlechter.
Es gilt damit umzugehen und sich selbst stückweise zu verändern und zu beeinflussen. Rückschläge wird es immer geben.

Du erkennst dass du 'stolz auf dich sein müsstest'. Das ist erst einmal toll, und du kannst stolz auf dich sein.
Das man das nicht fühlt oder auf das negative fokussiert ist natürlich. Dann gilt es sich das positive ins Gedächtnis zu rufen, die Schwankungen und Phasen, und dass es weiter geht und auch wieder besser wird.



Da spricht sicherlich auch die Frustration. Trotzdem möchte ich es wörtlich nehmen; das ist ein hoher Anspruch den du da äußerst. Und hohe Erwartungen haben einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden. Genieße die kleinen Dinge und Situationen. Vergangenheit ist Vergangenheit. Gegenwart ist Gegenwart.

Du gehst mit Sicherheit nicht alles falsch an. Rückschläge und Fehler sind ganz natürlich.

Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg.
Ich hoffe ich konnte dir ein paar Denkanstöße, Ideen und Unterstützung geben


Vielen Dank für die lange Antwort!

Ich werde versuchen, diese Tipps umzusetzen! Sind sehr hilfreiche Tipps dabei.
Also Theraphie machte ich bis vor einem halben Jahr ca. - jetzt nichtmehr, da mir das den Job kosten könnte...
Vermutlich sollte ich mich mal in ein paar Bücher reinlesen mit hilfreichen Tipps und den Ursachen für gewisse Gefühlszustände
Hab auch vor wieder mehr Sport zu machen wie laufen zu gehen, dass soll auch gegen Depressionen helfen.

Vielen Dank nochmals, sich so viel Zeit für eine Antwort zu nehmen!

06.01.2018 12:26 • #72


Jan_
Zitat von Bibi12345:
Also Theraphie machte ich bis vor einem halben Jahr ca. - jetzt nichtmehr, da mir das den Job kosten könnte...

Huch, warum das?
Wegen zeitlich? Oder überhaupt der Fakt dass du eine Therapie machst oder eine Krankheit hast?
Das wäre sicherlich kein rechter Kündigungsgrund.

Zitat von Bibi12345:
Hab auch vor wieder mehr Sport zu machen wie laufen zu gehen, dass soll auch gegen Depressionen helfen.

Ja, Sport, Aktivität soll definitiv helfen.

Zitat von Bibi12345:
den Ursachen für gewisse Gefühlszustände

Ich hatte in meiner Therapie zunächst mit/über automatischen Gedanken gearbeitet, also den Gedanken die einem automatisch und nicht unbedingt bewusst kommen und beeinflussen - gefüttert durch eigene, unterbewusste Grundannahmen.
In meiner Gruppe geht es jetzt mehr um Achtsamkeit - sich und seine Bedürfnisse wahrnehmen, und was einen wie beeinflusst, und überhaupt eigene Gedanken oder Zustände wahrzunehmen.

Alles nicht einfach sondern Übungssache.

Körperliche Bewegung einerseits und etwas Richtung Meditation/Achtsamkeit andererseits sind super Ansätze. Daneben ist natürlich die soziale Integration und anderweitige Erfolgserlebnisse wichtig (das was man - vielleicht unter widrigen Umständen - schafft als gutes vom Tag erkennen).

https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive ... e_Gedanken
https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive ... Depression
https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive ... nstherapie

06.01.2018 13:08 • #73


06.04.2018 20:17 • #74


laribum
was?

06.04.2018 20:52 • #75


Burberry
Was fehlt dir zum glücklich sein?

06.04.2018 20:55 • #76


guteFee
Es hängt von Deinen Gedanken ab!

Das Problem ist nur, sie in Positive umzulenken wenn man erst mal "unten gefangen ist"!

Wenn man erstmal in dieser negativen Einstellung fest hängt, sieht man Alles in dunkel.

Man sieht nichts mehr positiv.
Selbst heute, wo die Sonne strahlt!

Geht man jetzt raus, sieht man nur glückliche Menschen, was einen dann noch weiter runter zieht!

Trotzdem weiß ich, dass nicht das Leben schuld ist, dass wir so unglaublich unglücklich sind.

Würden wir jetzt mit einem echten! Lächeln raus gehen, würden wir auch die Sonne wieder wahr nehmen!

Die Frage ist, wie kommt man aus dieser negativen Denkweise wieder raus?

07.04.2018 10:24 • #77


20.06.2018 00:29 • x 1 #78


Hey Bates,

du wirst angehört. Ich kann deinen Schmerz spüren.

Meine Beziehungen waren alle nicht toll. Die kommt noch. Irgendwann.

Gruß
Rubinrot

20.06.2018 01:06 • #79


Zitat von -Bates:
Zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben werde ich die Maske im RL abnehmen und falls doch wird es keinen interessieren. Nie werde ich wertgeschätzt werden. In keiner Situation


Was ist das für eine Maske, hinter der Du Dich versteckst? Was dürfen die Leute denn nicht wissen?

Zitat von -Bates:
und jeden Kontakt beenden ob gut oder schlecht weil mir gerade danach ist(hat so oder so keine Zukunft). Ich werde nie angehört werden. Bekomme bis ich sterbe Ignoranz und Ausgrenzung gezeigt. Ritzen wird immer ein Thema für mich bleiben. Und ich werde für alle immer hässlich fett und dumm sein. Dumme Dinge tun die ich im selben Moment bereue.



Es hat also schon gute Kontakte gegeben, die Du beendet hast, weil Du davon ausgegangen bist, dass sie sowieso keine Zukunft haben?


Das klingt für mich so, als würdest Du Dir mit allen Mitteln beweisen wollen, dass Dein negatives Selbstbild und die hoffnungslose Darstellung Deines Lebens und Deiner Zukunft auch wirklich der Wahrheit entsprechen; als würdest Du es auf keinen Fall zulassen, dass jemand dieses Bild ins Wanken bringt, vielleicht weil Dir diese negativen Gedanken inzwischen so vertraut sind und Du sie so verinnerlicht hast, dass es Dir Angst machen würde, wenn sie erschüttert würden? Du müsstest Dich dann neu definieren.
Vielleicht vergraulst Du aus dieser Angst heraus unbewusst Leute, die Dir das Gegenteil beweisen könnten, nämlich dass Du ein liebenswerter Mensch bist und dass das Leben auch schön sein kann.


Ich erinnere mich, dass Du selbst mal Gedanken in dieser Richtung geschrieben hast, nämlich, dass Du nicht immer so handelst, wie es für Dich von Vorteil wäre.

20.06.2018 01:45 • x 1 #80




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