Pfeil rechts

An alle die es lesen . Ich lese seit einiger Zeit Eure Beiträge und frage mich seit Ihr überhaupt nicht mehr glücklich?

Ich will Euch nicht angreifen, aber wird wach, kommt aus Euren schwarzen Löchern rau. Ich weis es ist alles so schlimm und die Angst erdrück uns, aber haben wir es nicht verdient glücklich zu sein. Zu leben. Verschwendet Euer Leben nicht, es ist zu kurz und zu kostbar. Kämpft! Aufgeben und sich verkriechen ist keine Lösung. Ihr seit alle ganz besondere Menschen, die Mitfühlen können , die Lieben können , die Liebenswert seid, vor allem die kämpfen können!!

Wenn wir was richtig gut können, dann kämpfen, denn das tun wir schon lange. Manche seit Jahren manche seit Monaten. Völlig egal!

Was ist mit Euch passiert? Wollt Ihr das die Angst Euch und Euer Leben beherrscht oder wollt Ihr die Angst beherrschen.

Ihr wisst alle das es geht, ganz tief in Euch drin wisst Ihr die Lösung. Habt keine Angst es umzusetzen. Ich kann Euch versichern es wird nichts passieren.

Sagt doch manchmal NEIN auch wenn Ihr Angst habt, dass man Euch dann nicht mehr mag. Man wird Euch mögen, glaubt mir.

Macht doch Fehler und denkt nicht, wie peinlich, was denkt man über uns. Glaubt mir man wird Euch dadurch sympatische finden. Perfekte Menschen machen den anderen Angst, deswegen werden wir abgewiesen. Wenn wir aber nicht perfekt sind, sind wir wie die anderen, man mag uns.

Zeigt wenn Ihr wütend seid, habt keine Angst, dass man Euch nicht mehr mag. Man wird Euch mögen, man wird Euch nicht mehr in Frage stellen sondern sich selbst, den wenn Ihr nach so lange Zeit wütend geworden seid, ist es was ganz neues für die anderen und sie müssen sich damit auseinander setzten , nicht wir.



Könnt Ihr Eurem Leben nichts positives mehr abgewinnen?

Hat sich das Katastrophendenken so in Euren Köpfen eingefressen?

Gibt es wirklich nicht mal kleinste Augenblicke des Glücks in Euren Leben, oder vor lauter Unglück sieht Ihr sie einfach nicht mehr?

Wollt Ihr wirklich so weiter machen?? Wirklich??

Ich wünsche Euch Kraft und Hoffnung. Ich wünsche Euch Lachen.

Ihr alle habt es verdient glücklich zu sein, Ihr alle seid etwas ganz besonderes. Ich wünsche Euch, dass Ihr die gleiche Kraft die Ihr für die negative Einstellung verwendet, für Eure Heilung verwendet.

LG Angsthase

14.12.2009 12:49 • 06.04.2010 #1


36 Antworten ↓


Noch etwas, seid Ihr jetzt nach dem lesen wütend geworden? Wenn ja, dann ist es genau das was ich erreichen wollte. Verwendet jetzt die Wut um für sich selber zu kämpfen, für sich selber einzutreten.

LG

14.12.2009 12:51 • #2



Glücklich und frei sein

x 3


Ich denke jeder von uns, kann trotz seiner Angst noch Glück empfinden. Die Angst beherrscht zwar Momentan mein Leben, doch gibt es auch in diesem Leben grad Momente in denen ich glücklich bin und lachen kann, sei es in der Arbeit, mit meinem Freund, mit meiner Familie!

Wir kämpfen alle gegen diese Angst, so gut wie es bei jedem geht! Und wir alle, werden auch wieder die Überhand gewinnen! Ich denke einfach es geht hier in diesem Forum um unsere Ängste und die erzählen wir den anderen, es gibt auch ein leben außerhalb des Internets und da können wir auch lachen! Und es gibt auch einige hier die gerne ihre Erfolgserlebnisse erzählen und wir anderen freuen uns dann genauso mit dem Menschen und sehen, wenn andere das schaffen, dann schaff ich das auch!

Liebe Grüße

Der lachende Winterengel

14.12.2009 13:02 • #3


Christina
Zitat von Angsthasse:
Ich lese seit einiger Zeit Eure Beiträge und frage mich seit Ihr überhaupt nicht mehr glücklich?
Ich wäre sehr überrascht, wenn du meinen Beiträgen meinen generellen Gemütszustand entnehmen könntest.

Zitat von Angsthasse:
Ich will Euch nicht angreifen, aber wird wach, kommt aus Euren schwarzen Löchern rau. Ich weis es ist alles so schlimm und die Angst erdrück uns, aber haben wir es nicht verdient glücklich zu sein. Zu leben. Verschwendet Euer Leben nicht, es ist zu kurz und zu kostbar. Kämpft! Aufgeben und sich verkriechen ist keine Lösung. Ihr seit alle ganz besondere Menschen, die Mitfühlen können , die Lieben können , die Liebenswert seid, vor allem die kämpfen können!!
Ich unterstelle dir, dass du es gut meinst. Trotzdem finde ich deinen Beitrag übergriffig, denn er unterstellt mir als einer von dir angesprochenen Userin dieses Forums bestimmte Verhaltensweisen und Gefühle.

Zitat von Angsthasse:
Was ist mit Euch passiert? Wollt Ihr das die Angst Euch und Euer Leben beherrscht oder wollt Ihr die Angst beherrschen.

Ihr wisst alle das es geht, ganz tief in Euch drin wisst Ihr die Lösung. Habt keine Angst es umzusetzen. Ich kann Euch versichern es wird nichts passieren.
Viele Rookies unter den Betroffenen (und manchmal auch unter den Therapeuten) scheinen zu glauben (subjektiv wissen sie es sogar), dass Angst oder Panikattacken und die ganz besonders in körperlicher Ausgestaltungsform das (einzige) Problem seien. Sei froh, wenn es so bleibt. Mir erscheint das heute im Vergleich wie ein Kindergeburtstag.

Zitat von Angsthasse:
Sagt doch manchmal NEIN auch wenn Ihr Angst habt, dass man Euch dann nicht mehr mag. Man wird Euch mögen, glaubt mir.

Macht doch Fehler und denkt nicht, wie peinlich, was denkt man über uns. Glaubt mir man wird Euch dadurch sympatische finden. Perfekte Menschen machen den anderen Angst, deswegen werden wir abgewiesen. Wenn wir aber nicht perfekt sind, sind wir wie die anderen, man mag uns.

Zeigt wenn Ihr wütend seid, habt keine Angst, dass man Euch nicht mehr mag. Man wird Euch mögen, man wird Euch nicht mehr in Frage stellen sondern sich selbst, den wenn Ihr nach so lange Zeit wütend geworden seid, ist es was ganz neues für die anderen und sie müssen sich damit auseinander setzten , nicht wir.
Nochmal wegen oben (Stichwort übergriffig): Ich mag es nicht, vereinnahmt zu werden, gleich gemacht zu werden, wenn ich mich unterscheide.

Zitat von Angsthasse:
Könnt Ihr Eurem Leben nichts positives mehr abgewinnen?
Oh doch.

Zitat von Angsthasse:
Hat sich das Katastrophendenken so in Euren Köpfen eingefressen?
Nein, bei mir hat die Angststörung mit ihrer mehrfachen Bewältigung und ebenso mehrfachen Rückfällen einfach einen gewissen privaten, sozialen und beruflichen Flurschaden hinterlassen. Und der ist real.

Nichts für ungut, aber diese Haltung, was mir geholfen hat, wird auch allen anderen helfen, geht mir einfach auf die Nerven. Wie gesagt, du meinst es sicher gut, und ich bin dir zumindest dankbar, dass du hier nichts in Buchform und gegen Geld verkaufen willst.

Liebe Grüße
Christina

14.12.2009 13:24 • #4


Hallo Christina

Das letzte was in meinem Sinne war, ist Euch anzugreifen. Ich wollte nur bisschen Hoffnung vermitteln.

Mein Beitrag muss nicht jeden ansprechen. Der der sich angesprochen fühlt kann es für sich nutzen.

Wer anders denkt, kann auch anders handeln. Oder...?

Du schreibst:
Ich unterstelle dir, dass du es gut meinst. Trotzdem finde ich deinen Beitrag übergriffig, denn er unterstellt mir als einer von dir angesprochenen Userin dieses Forums bestimmte Verhaltensweisen und Gefühle.

Ich habe Dich nicht direkt angesprochen. Du selbst hast Dich angesprochen gefühlt. Es liegt mir fern und nicht in meine Macht über DEINEN GEMÜTSZUSTAND zu urteilen.

Ich bin aber ein freie Mensch und darf meine Gedanken äußern, was Dich aber nicht zwingt sich in meinen Gedanken zu sehen.

Hier greift niemand andere an, den wir alle sitzen in einem Bot, so unterschiedlich unsere Symptome auch sind.
LG

14.12.2009 14:18 • #5


Christina
Zitat von Angsthasse:
Du schreibst:
Ich unterstelle dir, dass du es gut meinst. Trotzdem finde ich deinen Beitrag übergriffig, denn er unterstellt mir als einer von dir angesprochenen Userin dieses Forums bestimmte Verhaltensweisen und Gefühle.

Ich habe Dich nicht direkt angesprochen. Du selbst hast Dich angesprochen gefühlt. Es liegt mir fern und nicht in meine Macht über DEINEN GEMÜTSZUSTAND zu urteilen.
Natürlich habe ich mich angesprochen gefühlt bzw. nahm an, dass auch ich gemeint war, denn ich hab's gelesen:
Zitat von Angsthasse:
An alle die es lesen . Ich lese seit einiger Zeit Eure Beiträge und frage mich seit Ihr überhaupt nicht mehr glücklich?


Zitat von Angsthasse:
Ich bin aber ein freie Mensch und darf meine Gedanken äußern, was Dich aber nicht zwingt sich in meinen Gedanken zu sehen.
Richtig. Ich wollte mich lediglich davon abgrenzen.

Zitat von Angsthasse:
Hier greift niemand andere an
So hatte ich dich auch nicht (miss)verstanden.

Liebe Grüße
Christina

14.12.2009 14:51 • #6


Loki
Hier ist wohl jemand ein kleiner Judas?? ( Überraschung Ironie!)

Ich verstehe was du meinst. Ich werd auch ganz down wenn ich jeden Abend nur 5% der Einträge lesen würde...

Viele erhoffen sich Mitgefühl und Verständnis, denn meistens bekommt man die gerade von den Leuten nicht von denen man es erwartet.

Es ist so ne Art Kummerkasten, aber im Erfolgsforum gibt es auch echt gute Geschichten die Mut machen

Heute war ich 3h in der City und noch beim Friseur...puh... aber alles lief wie geschmiert


Also Leutz traut euch mal und lacht der Angst ins Gesicht!


LG Loki

[i]Die kann euch nämlich in Wirklichkeit gar nix![/i]

14.12.2009 21:13 • #7


Hallo Loki,

genauso wie Du es machst ist es richtig. Lach der Angst ins Gesicht...und sie wird immer kleiner. Das ist wirklich der richtige Weg ....genau das meinte ich.

Freue mich für Dich! Weiter so!!

LG

15.12.2009 12:24 • #8


Hallo Angsthasse,

Danke!

Ich war seit Monaten nicht mehr in diesem Forum. Und grade heute hab ich mal wieder gelesen, weil es mir seit Tagen wieder schlechter geht. (Ich muss morgen eine Präsentation halten und habe seit 3 Wochen Magenschmerzen und Brechreiz, weil ich Angst habe mich zu blamieren oder umzukippen...) Dein Beitrag ist der Einzige, der mich wieder aufgebaut hat!

Danke, danke, danke!

15.12.2009 19:14 • #9


Hallo Domo,

ich freu mich, dass es Dich aufgebaut hat.

Vor solchen Ereignissen die mir Angst machen, setzte ich mich ganz in Ruhe hin und lasse meine Gedanken dir mir eigentlich Angst machen zu.

Was ist, wenn ich was falsches sage? Werde ich ausgelacht?
Was ist, wenn es mir schwindlig wird und ich umkippe? Werde ich ausgelacht, was denken die anderen?
Was ist, wenn ich PA bekomme, was denken über mich die anderen?

Also im Kopf ganz bewusst stelle ich mir die Situation vor, ja es macht Angst.
Ich denke aber sofort, wie war es bis jetzt? Egal was ich bekommen habe PAs, Schwindel usw. Keine hat mich ausgelacht, ganz im Gegenteil. Unser Leiden zerstört unsere Fassade, die wir so mühsam aufgebaut haben. Dadurch sind wir nicht mehr im Stande uns dahinter zu verstecken. Unglaublich ist jedoch die Erfahrung, die man macht. Wenn unsere Fassade fällt, werden wir den anderen sympatischer da auch wir nicht perfekt sind(haben es aber versucht zu sein), wir sind Menschen mit Schwächen, Ängsten und können Fehler machen, genauso wie die anderen.

Was mir auch hilft, wenn ich vor vielen Menschen sprechen muß ist. Ich schau mir die an und denke, wer weis wie vielen von denen gehts genauso wie mir.
Auch der Gedanke, wenn mir was peinliches passiert werde ich über mich selbst lachen. Das hilft. Uns nicht so ernst nehmen hilft wirklich.

Das was am wichtigsten jedoch ist, ist sich wegen der Krankheit nicht zu schämen und aus der Rolle des Opfers unsere Krankheit rauszukommen. Wird wütend auf die Krankheit, lass die Wut auf sie zu! Das gibt Kraft, der Kampf wird einfacher.

Wenn wir Krebs hätten, würden wir uns schämen? Nein!! Wir würden wütend werden, warum hat es uns erwischt und wir würden Kämpfen.
Am Anfang hatte ich die Einstellung, Angsterkrankung sieht man uns nicht an, die Symptome merken nur wir und wenn es uns aus dem heiteren Himmel trift, verwirrt es nicht nur uns sondern vor allem die anderen. Also peinlich wir haben die Kontrolle verloren. Erstaunlich aber, wenn man mit der Krankheit offen umgeht sie zulässt, es wird einfacher und VOR ALLEM wir haben dann mehr Kontrolle den je.

Von den anderen erhalten wir Verständnis, Mitgefühl eigentlich alles was wir uns immer gewünscht haben.

Also Domo, Kopf hoch Du schaffst es , dessen bin ich mir sicher. Lach der Angst ins Gesicht und vor allem schau ihr ganz bewusst in die Augen, sie ist nicht so schlimm wie wir es uns ausmalen.

LG Angstahsse

16.12.2009 12:26 • #10


Loki
Lieber Angsthasse

Danke habe mir das Buch angst verstehen und bekämpfen von Dr. Doris Wolff besorgt.Is sogar schon da...hast du das mal gelesen? Es beantwortet viele Fragen zu grundlegenden Dingen.

Ich finde es toll wie gut du gelernt hast mit deiner Angst umgehst, du machst echt vielen Leuten Mut!



LG Loki

16.12.2009 19:55 • #11


Liebe Loki,

ich bin zwar erst seit 5 Monaten dabei aktiv mein Leben zu ändern um ohne Angst zu leben. Habe fast 6 Jahre damit gelebt.

Aber in der kurzen Zeit hab ich so ziemlich (glaube ich) alles gelesen was so zu lesen gibts.

Noch ein paar Buchtipps:

- Ängste verstehen und überwinden
-Wenn das Leben zu Last wird
- Tiefenentspannung
- Anleitung zum positiven Denken

Sehr zu empfehlen ist das Buch von Rolf Merkle-So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen. An alle die unter Angst- Panikstörung leiden und es ändern wollen. Die ein normales Leben führen wollen.

Allerdings nach paar Tagen hier im Forum hab ich festgestellt, dass man hier echt aufpassen muss um auf pseudo Ärzte nicht reinfallen. Und vor allem sich nicht von deren negative Einstellung anzustecken.

Es gibt viele hier die selbst es nicht schaffen von der Angst weg zu kommen, aber fleißig anderen Vorträge halten, dabei aber immer wieder vermitteln, dass es sowie so keine Heilung gibt.

Dieses Forum, so dachte ich anfänglich sollte dazu genutzt werden sich gegenseitig Hoffnung zu spenden. Es gibt aber genug User die alles ins negative ziehen.

Ich kann von mir nur sagen, so bewusst wie jetzt bin ich noch nie mit meinem Leben meine Angst und meine Erkrankung umgegangen wie jetzt.
Der Weg der letzten 5 Monate ist alles andere als zucker schlecken für mich. Sich selbst ehrlich anschauen und eigene Unzulänglichkeiten erkennen und vor sich selbst zugeben, ist noch härter als ne Fassade nach außen aufzubauen.

Ich kann aber immer wieder nur sagen, hört nicht auf zu kämpfen, gibt nicht auf. Es geht und ich weis es. Mir gehts jeden Tag besser. Na klar gibt es Rückschläge, Enttäuschungen, aber nach jedem solche Tag kommt ein bessere.

Dieses Forum, und die o.g. User haben durch ihr negativen Einfluss geschafft, dass ich wütend wurde. Wütend auf mich, wütend auf die Krankheit(bis jetzt war sie mir nur peinlich). Diese Wut hat mir noch mehr die Augen aufgemacht um deutlich zu sehen was ich will und vor allem was ich nicht mehr will.

Will keine Tropfen, Pillen, Traubenzucker, Wasser uns...wenn man das alles mit sich schleppt, muß man von Handtaschen auf Säcke umsteigen. Will ich so leben? NEIN !!!

Ich hab wirklich erkannt, das Einzige was mir hilft, bin ich es selbst. In mir liegt die Lösung, es liegt in meine Hand.

Immer wieder nur jammern, alles negativ sehen, ohne Perspektive zu leben ohne Hoffnung auf Heilung. Das bin nicht ich!! So leicht will ich mich nicht geschlagen geben.
Ich habe den schlimmsten Entzug hinter mir. Die Ärzte meinten egal wer was genommen hat, kein Entzug ist sooooooooo hart wie der Benzos Entzug und das in Co Erkrankung mit Panikstörung. Sie waren stolz auf mich wie ich es gemeistert habe , ich bin stolz auf mich es gemeistert zu haben.
Ich bin stolz wie ich es jetzt immer noch meister, meine Angst in die Augen zu schauen und immer weniger Furcht zu habe.

Was für ein tolles Leben!! Es schneit und ist kalt draußen, wie schön!! Ganz tolle Luft!! Ich laufe seit 2 Monaten egal, ob ich Angst habe oder nicht. Wenn ich nicht laufen würde, wäre meine Angst kleiner? NEIN!! Ich hätte 1000 Sachen gefunden von den ich Angst hätte. Also nehme ich meine Angst mit zum laufen, soll sie auch aktiver werden schließlich bin ich jetzt ein würdiger Gegner für sie, bin nicht mehr ausgeliefert, ich trete
den Kampf an.

Wisst Ihr ich habe Entzogen in eine Klinik wo eigentlich Alk. Kranke den Entzug machen (von Medis kann man leider nur dort entziehen). Ich fragt mich anfänglich, was ich dort soll. Ich habe diese Problem nicht, ich trinke nicht mal Sekt. Naja 3 Wochen ist ne lange Zeit, ich sah dort Menschen wie sie ankamen, ich hörte ihre Geschichten. Ich hatte Mitleid, mein Herz war voller Traurigkeit. Genau diese Menschen (manche schon fast am Ende) diese Menschen haben durch ihre Geschichten mir geholfen. Egal wie erkrankt man ist, die Probleme die Ängste sind gleicht. Manche waren ohne Perspektiven, keine Wohnung, unter der Brücke schlafen. An diesem Ort, wo das Elend unsere Gesellschaft sich trifft um wieder ein ganz kleines bisschen Kraft zu tanken um weiter zu machen. An diesem Ort des Elends hab ich mein Glück wieder gefunden, unglaublich wenn man es hört. Aber ich bin wieder glücklich, ich bin auch glücklich darüber, dass ich krank geworden bin. Ich trauer nicht wegen der Krankheit, denn sie hat mich dazu gebracht um anzuhalten, nicht weiter rennen auf der suche nach dem großen Glück. Die hat mich dazu gebracht die vielen kleinen glücklichen Momente in meinem Leben zu fühlen, auch in meine Vergangenheit kann ich plötzlich mich an Glücksmomente erinnern und jetzt kann ich es nachholen sich daran zu erfreuen. Sie hat mich dazu gebracht über mich nachzudenken und einiges zu ändern.

Ach wenn meine Freundin Angst nicht wäre.....würde ich weiter machen wie bis jetzt.

Ich bin echt dankbar auch dass ich genau an diesem Ort gelandet bin vor dem ich so ne Angst hatte (die Entzugsklinik) um die Menschen kennen zu lernen den ich zu verdanken habe, dass ich heute Kämpfen kann. Ich wurde sehr lieb von vielen verabschiedet.

Also wird alle wacht tut irgendwas um weiter zu machen. Jede noch so kleine Schritt nach vorne ist ein Schritt in die Heilung. Bleibt Euch treu und auch wenn Ihr mal vom Weg abgekommen seid, ist nicht schlimm solange Ihr zurück findet.

LG

18.12.2009 18:16 • #12


Zitat von Angsthasse:
Liebe Loki,

ich bin zwar erst seit 5 Monaten dabei aktiv mein Leben zu ändern um ohne Angst zu leben. Habe fast 6 Jahre damit gelebt.

Aber in der kurzen Zeit hab ich so ziemlich (glaube ich) alles gelesen was so zu lesen gibts.

Noch ein paar Buchtipps:

- Ängste verstehen und überwinden
-Wenn das Leben zu Last wird
- Tiefenentspannung
- Anleitung zum positiven Denken

Sehr zu empfehlen ist das Buch von Rolf Merkle-So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen. An alle die unter Angst- Panikstörung leiden und es ändern wollen. Die ein normales Leben führen wollen.

Allerdings nach paar Tagen hier im Forum hab ich festgestellt, dass man hier echt aufpassen muss um auf pseudo Ärzte nicht reinfallen. Und vor allem sich nicht von deren negative Einstellung anzustecken.

Es gibt viele hier die selbst es nicht schaffen von der Angst weg zu kommen, aber fleißig anderen Vorträge halten, dabei aber immer wieder vermitteln, dass es sowie so keine Heilung gibt.

Dieses Forum, so dachte ich anfänglich sollte dazu genutzt werden sich gegenseitig Hoffnung zu spenden. Es gibt aber genug User die alles ins negative ziehen.

Ich kann von mir nur sagen, so bewusst wie jetzt bin ich noch nie mit meinem Leben meine Angst und meine Erkrankung umgegangen wie jetzt.
Der Weg der letzten 5 Monate ist alles andere als zucker schlecken für mich. Sich selbst ehrlich anschauen und eigene Unzulänglichkeiten erkennen und vor sich selbst zugeben, ist noch härter als ne Fassade nach außen aufzubauen.

Ich kann aber immer wieder nur sagen, hört nicht auf zu kämpfen, gibt nicht auf. Es geht und ich weis es. Mir gehts jeden Tag besser. Na klar gibt es Rückschläge, Enttäuschungen, aber nach jedem solche Tag kommt ein bessere.

Dieses Forum, und die o.g. User haben durch ihr negativen Einfluss geschafft, dass ich wütend wurde. Wütend auf mich, wütend auf die Krankheit(bis jetzt war sie mir nur peinlich). Diese Wut hat mir noch mehr die Augen aufgemacht um deutlich zu sehen was ich will und vor allem was ich nicht mehr will.

Will keine Tropfen, Pillen, Traubenzucker, Wasser uns...wenn man das alles mit sich schleppt, muß man von Handtaschen auf Säcke umsteigen. Will ich so leben? NEIN !!!

Ich hab wirklich erkannt, das Einzige was mir hilft, bin ich es selbst. In mir liegt die Lösung, es liegt in meine Hand.

Immer wieder nur jammern, alles negativ sehen, ohne Perspektive zu leben ohne Hoffnung auf Heilung. Das bin nicht ich!! So leicht will ich mich nicht geschlagen geben.
Ich habe den schlimmsten Entzug hinter mir. Die Ärzte meinten egal wer was genommen hat, kein Entzug ist sooooooooo hart wie der Benzos Entzug und das in Co Erkrankung mit Panikstörung. Sie waren stolz auf mich wie ich es gemeistert habe , ich bin stolz auf mich es gemeistert zu haben.
Ich bin stolz wie ich es jetzt immer noch meister, meine Angst in die Augen zu schauen und immer weniger Furcht zu habe.

Was für ein tolles Leben!! Es schneit und ist kalt draußen, wie schön!! Ganz tolle Luft!! Ich laufe seit 2 Monaten egal, ob ich Angst habe oder nicht. Wenn ich nicht laufen würde, wäre meine Angst kleiner? NEIN!! Ich hätte 1000 Sachen gefunden von den ich Angst hätte. Also nehme ich meine Angst mit zum laufen, soll sie auch aktiver werden schließlich bin ich jetzt ein würdiger Gegner für sie, bin nicht mehr ausgeliefert, ich trete
den Kampf an.

Wisst Ihr ich habe Entzogen in eine Klinik wo eigentlich Alk. Kranke den Entzug machen (von Medis kann man leider nur dort entziehen). Ich fragt mich anfänglich, was ich dort soll. Ich habe diese Problem nicht, ich trinke nicht mal Sekt. Naja 3 Wochen ist ne lange Zeit, ich sah dort Menschen wie sie ankamen, ich hörte ihre Geschichten. Ich hatte Mitleid, mein Herz war voller Traurigkeit. Genau diese Menschen (manche schon fast am Ende) diese Menschen haben durch ihre Geschichten mir geholfen. Egal wie erkrankt man ist, die Probleme die Ängste sind gleicht. Manche waren ohne Perspektiven, keine Wohnung, unter der Brücke schlafen. An diesem Ort, wo das Elend unsere Gesellschaft sich trifft um wieder ein ganz kleines bisschen Kraft zu tanken um weiter zu machen. An diesem Ort des Elends hab ich mein Glück wieder gefunden, unglaublich wenn man es hört. Aber ich bin wieder glücklich, ich bin auch glücklich darüber, dass ich krank geworden bin. Ich trauer nicht wegen der Krankheit, denn sie hat mich dazu gebracht um anzuhalten, nicht weiter rennen auf der suche nach dem großen Glück. Die hat mich dazu gebracht die vielen kleinen glücklichen Momente in meinem Leben zu fühlen, auch in meine Vergangenheit kann ich plötzlich mich an Glücksmomente erinnern und jetzt kann ich es nachholen sich daran zu erfreuen. Sie hat mich dazu gebracht über mich nachzudenken und einiges zu ändern.

Ach wenn meine Freundin Angst nicht wäre.....würde ich weiter machen wie bis jetzt.

Ich bin echt dankbar auch dass ich genau an diesem Ort gelandet bin vor dem ich so ne Angst hatte (die Entzugsklinik) um die Menschen kennen zu lernen den ich zu verdanken habe, dass ich heute Kämpfen kann. Ich wurde sehr lieb von vielen verabschiedet.

Also wird alle wacht tut irgendwas um weiter zu machen. Jede noch so kleine Schritt nach vorne ist ein Schritt in die Heilung. Bleibt Euch treu und auch wenn Ihr mal vom Weg abgekommen seid, ist nicht schlimm solange Ihr zurück findet.
LG
Hallo Angsthasse

Du schreibst mir ais der Seele / meinem Herzen ,, dein Beitrag hat mich sehr tief berührt und ja es fließen sogar gerade ein paar Tränen der Rührung für die ich mich nicht schäme,,


Alles liebe und Gute dir herzlichst

die mitfühlende Sums

18.12.2009 18:28 • #13


Hallo Suma,

Tränen sind was tolles damit können wir unsere Seele reinigen und Kraft tanken.

Alles liebe dir auch

18.12.2009 18:34 • #14


Zitat von Angsthasse:
Hallo Suma,

Tränen sind was tolles damit können wir unsere Seele reinigen und Kraft tanken.

Alles liebe dir auch
ja so seh ich das auch


LG Suma

18.12.2009 18:35 • #15


Dazu muss ich noch was schreiben. Ich bin vor 22 Jahren nach Deutschland gekommen, hab mich gut integriert und nach und nach irgendwie den Bezug zu meine Heimat verloren.

Ich fühlte mich entwurzelt. Hier war nicht meine Heimat und in meinem Land nicht mehr meine Heimat. Die Menschen, den ich begegnet bin in der Klinik haben mich aufgenommen als wurde uns nichts unterscheiden. Haben mich aufgefangen wenn ich fiel. Ich erkannte endlich nach so vielen Jahre.

Ich habe meine Heimat.

Deutschland ist meine Heimat und Polen ist auch meine Heimat.

In Polen ist meine Kindheit, Geborgenheit, usw.

In Deutschland wurde ich erwachsen, Deutschland hat mir die Stärke gegeben die Frau zu werden die ich bin. Deutschland ist Gerechtigkeit und Freiheit.

LG

18.12.2009 18:44 • #16


Heute sind es 9 Monate nach dem ich verzweifelt und am Boden im KHS meine erste PA ganz bewusst durchgegangen bin.

An diesem Tag begann mein Kampf um mein Leben, an diesem Tag beschloss ich, es mir wieder zu holen..

Ein harte Weg der mich glücklich gemacht hat, der Schleier des Unglücks hab ich runter gerissen und das Glück war immer schon da.

Die letzten 9 Monate:

der Entzug (diazepam)
der Kampf mit der Angst
die PAs verstehen und hinter sich lassen
Arbeit an mir
sich selbst verstehen
sich wichtig zu nehmen
Erkenntnisse und Rückschläge
Erinnerungen und Vergangenheit verstehen
Viele Schritte nach Vorn und viele zurück
Tränen und Lachen
Ängste und Mut

Heute genau nach 9 Monaten bin ich ein andere Mensch, ein Mensch der immer schon in mir lebte, aber Angst hatte sich der Welt zu zeigen, der ständig auf der Hut war um nicht verletzt zu werden...

Die 9 Monate , die Kindheit noch Mal erlebt , alle Schmerzen noch Mal durchleben um zu verstehen....

Ich hätte vor 9 Monaten mir nie zu träumen gewagt, mir das zu wünschen was ich heute erreicht habe.

ICH BIN FREI UND ICH LEBE WIEDER!!!

Ab Montag arbeite ich wieder in meinem alten Beruf (Krankenschwester), das hätte ich nie nicht Mal geträumt, seit eine Woche helfe ich Kinder aus sozial schwachen Familien mit Migration Hintergrund...endlich bin ich erfühlt , endlich habe ich mich verwirklicht ...

In den letzten 9 Monaten ist mein geliebte Sohn erwachsen geworden, endlich konnte ich los lassen und ihn sein Leben noch Mal geben , endlich muss er auf mich nicht aufpassen, endlich sehe ich wie glücklich er ist.

Alles hart erkämpfte Ziele, aber jeder kann es schaffen...man muss sich eigene Kraft nur bewusst werden. UND NICHT AUFGEBEN; ES GIBT HOFFNUNG FÜR ALLE.

Endlich ist mein inneres Kind frei und glücklich und nicht mehr traurig, ENDLICH.

Alle Tiefen und Höhen meines Lebens haben mich zu dem Menschen gemacht der ich bin und dafür danke ich .....ICH BIN MIR TREU GEBLIEBEN .....DAS IST MEIN GLÜCK,
ich würde mein Leben mit niemandem tauschen.



LG

27.03.2010 11:09 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

ladysmile
hallo angsthase....(so könnte ich mich auch bezeichnen^^

mir gehts seit tagen schon wieder schlecht aber seit wochen ist mein heutiger abend verplant...karaoke party mit meinen freundinnen.....dein beitrag hat mich grad totalaufgebaut...DANKE!jetzt hab ich grade ein leck mich am a.... gefühl und werde heute abend trotz symptome etc versuchen spass zu haben...

vielen dank!!hast du echt klasse geschrieben^^
ladysmile

27.03.2010 12:21 • #18


Liebe an gsthasse,, Dein Beitrag könnte von mir stammen,,, wir haben viele paraleelen,, ausser das ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin,,,aber letztendlich ist es egal woher man Kommt oder stammt wir sind alles NUR MENSCHEN ;, mit Herz ,Seele Und Gefühlen,,,und Verstand,,,,,

Ich freue mich so riesig für dich das du wieder in deinem Beruf arbeiten kannst hast dir dein LEBEN zurückgeholt Stück für Stück ,, ich bin stolz auf Dich.denn ich / wir alle wissen ja wie hart es ist,,,,was du für andere Menschen tust und für dich ,, hast auch so wie ich hart an dir gearbeitet,,, und du hast genau wie ichund viele andere hier im Forum Erfolge,,,.. und das zählt,,!!.Ich wünsche dir weiterhin Viel Kraft und Erfolg und ein schönes LEBEN im hier und jetzt und in Zukunft...


Ein herzlichen knuddler an dich und alles Gute
wünscht Dir von Herzen
GVLG an Dich


Herzlichst

Suma ( Biggi)

27.03.2010 12:46 • #19


Danke

LG

Gibt nicht auf!! Es geht!

27.03.2010 13:03 • #20



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