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30

J

Juli84
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Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen, ob noch jemand eine Gebärmutterentfernung hat machen lassen, die sich im Nachhinein als unnötig herausgestellt hat und wie ihr damit (psychisch) umgegangen seid?

Bei mir wurde von mehreren Ärzten im Ultraschall Adenomyose, also Endometriose in der Gebärmutterwand, diagnostiziert.

LG
Juli84

Nach der Gebärmutterteilentfernung (Gebärmutterhals und Eierstöcke sind drin geblieben) wurde mir erst mitgeteilt, dass Adenomyose gesehen wurde.

Dann kam das Ergebnis der Histologie: keine Adenomyose, alles in Ordnung.

Das war ein Schock.

30.11.2025 #1


116 Antworten ↓
J

Jozi
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Zitat von Juli84:

Zitat von Juli84:
Wurde das beim Ultraschall diagnostiziert?

Was für Beschwerden hast du dadurch? Und hast du mal die Pille Visanne, Wirkstoff Dienogest probiert?

Ja per Ultraschall mehrmals. Einmal bei der Untersuchung wegen Kinderwunschbehandlung und beim Spezialisten für Endometriose.

Deswegen hab ich auch keine Pille genommen, wegen dem Kinderwunsch.

Ich kann nicht so leicht differenzieren ob meine Beschwerden von der Adenomyose oder der Endometriose kommen. Auf alle Fälle übelste Unterleibsschmerzen und auch Schmerzen im unteren Rücken (deswegen auch die Schmerztabletten). Teilweise so stark wie wehen und auch so in Wellen. Wenn die dann abklingen bekomme ich Schmerzen die vom linken unteren Rücken über die Hüfte außen in den Oberschenkel vorne ziehen, ich schätze so wie bei einem Bandscheibenvorfall.
Ja und eine Starke bis sehr Starke Regelblutung.
Was ich sonst noch so habe würde ich mal auf die Endometriose schieben.



Zitat von Juli84:
Das, was die dir in der Reha gesagt haben, klingt sinnvoll. Waren das spezielle Beckenbodenübungen oder was war das für ein Sport?


Eher Gymnastik und Dehnübungen, da es ja nicht unbedingt darum ging Muskeln aufzubauen sondern es beweglich zu machen bzw zu halten. Manches würde ich als leichte Yoga Übungen einordnen.


Zitat von Juli84:
Aber ich war auch etwas ängstlich, dass ich damit einen Schaden anrichte.

Das ist Schade, weil ich denke sie weiß was sie tut wenn sie Übungen mit dir macht.
Wenn du nochmal in so eine Situation kommst mit einer OP wäre vielleicht eine Reha doch besser (ich weiß wenn man Probleme mit fremden Mensch und einem anderen Umfeld hat ist das leicht gesagt). Du hast dort ständig einen Arzt wenn irgendwas ist oder du dir unerklärliche Schmerzen hast kannst du dich untersuchen lassen und sie nehmen sich Zeit dir alles zu erklären.


Zitat von Juli84:
Warst du zufällig in Schlangenbad in der Reha?

Nein Bad Schmiedeberg.

09.06.2025 17:16 • #73


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Unnötige Gebärmutterentfernung

x 3


J

Jozi
Mitglied

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Zitat von Juli84:
Hat sich dein Kinderwunsch erfüllt?

Nein leider, eher gewinn ich wohl im
Lotto.



Zitat von Juli84:
Kommst du damit klar, wenn die Histologie ergibt, dass deine Gebärmutter doch gesund war?

Ja da ich dann zumindest nicht Blute wie verrückt.

Weg werden die Schmerzen wohl eh nie ganz sein aber definitiv weniger. Ich kann spüren wenn meine Gebärmutter krampft.

Zitat von Juli84:
Bist du bereit deine psychische Gesundheit für so einen Eingriff zu riskieren?

Das ist eines meiner größten Probleme, es ist eine endgültige OP. Außerdem hab ich Angst vor dem was passiert wenn sich die Organe neu ausrichten weil ja mehr platz ist. Deswegen schieb ich die Entscheidung auch auf.


Zitat von Juli84:
Ich würde dir raten in ein Schmerzzentrum zu gehen. Aber du musst es wissen.

Das ist eine gute Idee, dass werd ich mal machen. Danke.


Zitat von Juli84:
Und vor allem keine Vollnarkose mehr haben

Oh ja vor der hab ich auch Schiss und da ist es egal ob ich an den Organen oder am Handgelenk Operiert werde. Hab nach der letzten den ganzen Tag geschlafen und bin mir nicht sicher ob das normal ist

Ich danke dir das du so offen geantwortet hast, es hilft mir weiter.

09.06.2025 18:01 • #76


Zum Beitrag im Thema ↓


F
Hat das in seiner Familienplanung was geändert?

#2


Dunkelbunte
Zitat von Juli84:
Adenomyose

Das ist keine Endometriose.
Es gibt davon keine Herde und es kann auch nicht außerhalb der Gebärmutter entstehen.

Adenomyose ist nur in der Gebärmutter. Schleimhaut wächst in den Muskel ein und verursacht sehr starke Blutungen.

Bei mir wurde aufgrund dieser Problematik vor 9 Wochen die totale Hysterektomie durchgeführt und anhand der Pathologie dann diagnostiziert.

Ich bin wahnsinnig erleichtert! Allerdings mit 46 Jahren auch kein Kinderwunsch mehr vorhanden von daher durfte das Teil raus 😄

#3


Dunkelbunte
Warum riet man denn überhaupt zur Entfernung?

Denn wenn du keine Adenomyose hattest (auch wenn fälschlicherweise angenommen), hattest du doch auch nicht die extrem starken Blutungen?

Ohne die starken Blutungen ist die Entfernung ja unnötig. Das verstehe ich nicht. Myome oder Zysten können auch starke Blutungen verursachen. Aber die waren ja anscheinend auch nicht da.

Warum warst du beim Gyn, das ein Ultraschall gemacht wurde?

Eine symptomlose Adenomyose (gibt's die überhaupt?) braucht ja nicht behandelt werden...

#4


J
@Dunkelbunte

Ich weiß, dass Endometriose nicht in der Gebärmutter wächst, aber ich habe es zum besseren Verständnis in Klammern dazu geschrieben.

#5


J
@Freibadschwimmer

Nein, ich wollte keine Kinder und will sie auch nicht. Aber es geht ja bei so einer Operation nicht nur um Kinderwunsch.

#6


J
@Dunkelbunte

Und nein, sie verursacht nicht automatisch sehr starke Blutungen, kann aber zu sehr starken Schmerzen führen

#7


J
@Dunkelbunte

Ich hatte keine starken Blutungen. Ich hatte immer sehr starke Periodenschmerzen und seit 15 Jahren chronische, ununterbrochene Unterleibs-/Unterbauchschmerzen und einen starken Blähbauch. Dann habe ich vier Jahre die Visanne (Pille gegen Endometriose) genommen und hatte keine Periode und somit auch keine Periodenschmerzen mehr. Aber die Dauerschmerzen waren immer noch da und der Grund für die Operation.

x 1 #8


J
@Dunkelbunte

Meines Wissens nach gibt es schon auch Adenomyoseherde.

#9


Dunkelbunte
Zitat von Juli84:
@Dunkelbunte Meines Wissens nach gibt es schon auch Adenomyoseherde.

Sobald die Gebärmutter draußen ist ist auch die Erkrankung weg. Es begrenzt sich ausschließlich auf das Innere der Gebärmutter.

Endometriose hingegen bildet weiterhin Herde im Bauch und ich habe 2 Frauen im Bekanntenkreis die immer wieder operiert werden müssen. Ganz schlimme Sache.

#10


Löwenzähnchen
Zitat von Juli84:
Ich hatte keine starken Blutungen. Ich hatte immer sehr starke Periodenschmerzen und seit 15 Jahren chronische, ununterbrochene Unterleibs-/Unterbauchschmerzen und einen starken Blähbauch.

Sind die Schmerzen denn jetzt nach der OP besser? Selbst wenn es keine adenomyose war und die Schmerzen jetzt weg sind, dann war die OP an sich ja nicht umsonst.

#11


J
Zitat von Löwenzähnchen:
Sind die Schmerzen denn jetzt nach der OP besser? Selbst wenn es keine adenomyose war und die Schmerzen jetzt weg sind, dann war die OP an sich ja ...


Besser ist, dass ich nicht mehr so einen Zug am Unterbauch habe und mein Blähbauch quasi weg ist. Der feste Schmerz ist nicht mehr so da.

Aber manchmal fühle ich da einen Schmerz und denke er, er ist noch da und manchmal denke ich, der Schmerz, den ich jetzt habe, ist weiter unten. Aber da es an verschiedenen Stellen unten weh tut und ich da aktuell nie komplett schmerzfrei bin, lässt sich das nicht so klar orten.

Es wurde sehr weit unten geschnitten und links auch noch derbes Gewebe entfernt, was mir vorher auch immer wieder Schmerzen bereitet hatte. Da spüre ich jetzt fast dauerhaft einen Wundschmerz. Und die letzte Zeit tun mir die Oberschenkel und unten der Po weh, was ich vorher gar nicht hatte. Und es kommt immer mal wieder ein brennender Nervenschmerz, der links oder rechts schräg bis in die Sch...lippe und den Kitzler geht. Ich hoffe, dass ich das hier so schreiben darf. Ich kann gar nicht sagen, wie schmerzhaft so ein Kitzler sein kann und das hatte ich vorher auch nicht.
Eigentlich tut mir jetzt quasi unten alles am und um den Intimbereich weh.

Und seit gestern oder so juckt es sogar an den Beinen und in dem ganzen Intimbereich außen. Ich denke, das Jucken kommt von der Psyche und vom Absetzen vom Mirtazapin.

Und seitdem ich aus der Narkose aufgewacht bin, habe ich ununterbrochen Übelkeit, gegen die nichts hilft, zum Essen muss ich mich zwingen, dazu oft Herzrasen, mich elend fühlen, Schwäche, teilweise Schwindel und Ängste und extreme Gedächtnisprobleme.

Und seitdem ich die Pille gegen Endometriose abgesetzt habe, muss ich Flohsamen nehmen um keinen Durchfall zu haben und habe starke Bauchschmerzen vor dem Stuhlgang.

Also alles in allem geht es mir körperlich und psychisch schlechter als vorher.

Da hätte ich lieber wieder meine chronischen Unterbauchschmerzen und den Blähbauch als chronische Übelkeit und alles. Aber ich kann es ja nicht rückgängig machen.

x 1 #12


J
@Löwenzähnchen

Ich wollte noch sagen, danke für dein Nachfragen.

Und ich bin auch noch nie mit so einer Übelkeit und so starken Schmerzen aus einer Narkose aufgewacht. Ich konnte mich erstmal keinen Millimeter bewegen vor Schmerzen.

x 1 #13


Löwenzähnchen
@Juli84
Aber es ist gesichert, dass es keine endometriose ist? Was du beschreibst kenne ich persönlich von der endometriose am darm und an den Nerven 🤔

x 1 #14


Dunkelbunte
Wann genau war denn die OP?

Edit.
7,5 Wochen.

#15


J
@Löwenzähnchen

Von Endometriose wurde nach der Operation dieses Mal nichts erwähnt, außer im OP-Bericht bezugnehmend auf den alten Entlassungsbericht von meiner ersten Operation 2020, dass da in der Vorgeschichte kleinere Endometrioseherde waren. Ich glaube, das stand auch echt im Befund von 2020, aber dazu hat nie jemand etwas gesagt gehabt. Es hieß damals nur erst nach der Operation, dass ich Endometriose habe und als der Histologiebefund kam, kam dann laut diesem raus, doch keine Endometriose.

Im jetzigen OP-Bericht steht auf der Leber zentral artige Flecken, Nachblutung Hinweis auf Endometriose.

Im OP-Bericht steht oben Diagnose: Adenomyosis mit Dysmennorrhoe und im Text: sonografisch deutliche Anzeichen einer Adenomyosis, dann steht ansonsten im Text nichts mehr mit Adenomyosis.

Nach der Operation wurde mir dann gesagt: Es wurde Adenomyose gesehen.

Und bei der Entlassung war grad der Histologiebefund gekommen und dann stand auf dem Entlassbericht Ausschluss Adenomyosis uteri. Und eine Ärztin kam freudestrahlend rein und meinte, keine Adenomyose, alles in Ordnung. Lieber hätte ich klar den Befund Adenomyose gehabt, als alles in Ordnung. Das war ein richtiger Schock für mich.

Meine Frauenärztin meint, dass die Histologie auch falsch gelegen haben kann, aber ich habe keine Ahnung.

#16


J
@Löwenzähnchen

Was genau kennst du von Endometriose am Darm und an Nerven? Mein Text bezog sich ja zum Großteil auf neue Schmerzen "nach" der Operation.

Ach ja, bevor ich mit der Visanne und der Ernährungsumstellung angefangen hatte, hatte ich beim Stuhlgang das Gefühl, als ob mir jemand mit einem Messer in den Bauch sticht.

Ansonsten außer Periodenschmerzen und weitere Beschwerden bei der Periode, bevor ich die Visanne genommen hatte, hatte ich dann eben diesen Blähbauch und diese chronischen Unterbauchschmerzen.

#17

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J
@Dunkelbunte

Am 9.4.2025

#18


Löwenzähnchen
Zitat von Juli84:
Was genau kennst du von Endometriose am Darm und an Nerven? Mein Text bezog sich ja zum Großteil auf neue Schmerzen "nach" der Operation.

Diese Problematik in den Beinen und im Intimbereich. Das hört sich für mich nach einem Problem der Nerven an. Denn diese Symptome habe ich durch die endo an den Beckennerven. Ist denn von der OP noch etwas geschwollen was auf die Nerven drücken könnte? Innere hämatome können auch die Nerven reizen 🤔

#19


Löwenzähnchen
Warst du denn in einem endometriosezentrum?

#20


A


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