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rainbow2
Hallo ihr Lieben, ich habe bereits etwas über mich geschrieben. Noch mal die Kurzform: EU Rente nach Problemen mit Burnout, Trennung und Kindheitsaufarbeitung. Ich bin in Therapie und nehme Medizin. Jetzt mein absolutes Problem: ALLEIN SEIN! Es gibt Tage da möchte ich garnicht aufstehen und bleibe oft bis mittags liegen, brauche dann Diazepam um irgendwie zu starten. Leider habe ich das Gefühl, viele Menschen die wissen, das ich zu Hause bin, denken: was hat DIE bloß für ein Problem, die hat doch keine Sorgen, muss nicht früh raus ....der ganze Stress auf Arbeit bleibt ihr erspart.... Meine zwei Kids sind raus, ich bin gerade Oma geworden. Seit dem geht es mir wieder richtig schlecht, denke immer: Wir Hätten das mit der intakten Familie schaffen müssen, für uns und die Kinder. Mir würde es schon riesig helfen, wenn ich immer schreiben könnte, was mich gerade beunruhigt....und Antworten von Euch wären toll. Vielen lieben Dank an die Menschen hier, die bereits "befreundet" mit mir sind.

03.06.2015 12:17 • 05.06.2015 #1


81 Antworten ↓


Ann28
Hallo liebe,Rainbow2

Wenn ich mich so richtig schelcht fühle dann schreibe ich in meinem Buch und zwar genau so wie ich es grade denke oder mich fühle auch wenn mal so gar keinen Sinn ergibt,so kann ich es mir immer vor Augen halten und es schwirrt nicht meinem Kopf herrum.Manchmal erkenne ich sogar"Das bist ja gar nicht du selbst"
Vielleicht hilft dir sowas oder änliches auch.

LG
Ann

03.06.2015 12:38 • #2



Alleinsein aushalten

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rainbow2
Liebe Ann, schreibst Du das Buch hier, oder meinst du ein klassisches Tagebuch? Ich wollte das so in etwa hier schreiben, damit ich Hilfe von euch bekomme, wenn ich mich festfahre. Lieben Dank für deine Antwort.

03.06.2015 12:42 • #3


Ann28
Ich schreibe es wie eine art Tagebuch für mich,für mich ist es doch sehr persöhnlich.

Wenn du das hier schreiben möchtes dann ist eine Tolle idee,grade wenn man auf der suche nach etwas Mut ist.Das wichtigste ist nur das man immer "man selbst ist" das hat mir mir bis her auch sehr geholfen.

Einfach mal drauf los schreiben.Ich werde es bestimmt lesen

03.06.2015 12:50 • x 1 #4


rainbow2
Zitat von Ann28:
Ich schreibe es wie eine art Tagebuch für mich,für mich ist es doch sehr persöhnlich.

Wenn du das hier schreiben möchtes dann ist eine Tolle idee,grade wenn man auf der suche nach etwas Mut ist.Das wichtigste ist nur das man immer "man selbst ist" das hat mir mir bis her auch sehr geholfen.

Einfach mal drauf los schreiben.Ich werde es bestimmt lesen

Danke liebe Ann

03.06.2015 14:25 • #5


Hotin
Hallo rainbow2,
Zitat:
Leider habe ich das Gefühl, viele Menschen die wissen, das ich zu Hause bin, denken: was hat DIE
bloß für ein Problem, die hat doch keine Sorgen


Ist das wirklich wichtig, wie andere darüber denken? Nicht so sehr glaube ich.

Zitat:
Wir Hätten das mit der intakten Familie schaffen müssen, für uns und die Kinder.


Leider war es aber nicht so. und es hat bestimmt nicht nur an Dir gelegen oder?
Nicht alles funktioniert immer so, wie man das möchte. Auch wenn das schwer ist, ich hoffe, Du kannst Dich so, wie es nun gelaufen ist auch akzeptieren?

Allein leben und sich allein fühlen kann schon ziemlich unangenehm sein.
Fällt Dir denn etwas ein, wie Du Kontakt zu anderen bekommst oder fehlt Dir
ein passender Lebenspartner?
Gib die Hoffnung nicht auf, das Du eine Lösung für Dein Leben findest.
Glaube fest daran. Es kommen wieder bessere Tage.

Wenn Du schlecht in den Tag startest, ist das nicht schlimm. Wichtig ist aber, das Du jeden Tag nach
draußen gehst. Bleib auf keinen Fall nur zu hause. Mach bitte einfach irgend etwas.
Ein wenig bist Du für Deine Zufriedenheit selbst verantwortlich.

Viele Grüße

Hotin

03.06.2015 14:40 • #6


rainbow2
Lieber Hotin, Du hast ja Recht. Leider hängt mein wohlfühlen sehr von der Meinung anderer mir gegenüber ab. Ich arbeite daran mit meiner Therapeutin. Allein raus und etwas unternehmen fällt mir mega schwer, ich kann mich schwer aufraffen, aber wenn ich es mache, merke ich mir geht es besser. Das hilft bis zum nächsten Morgen und dann ....Absturz ins Grübeln. Deshalb hab ich hier angemeldet ....mutmachende Worte von Euch sind eine gute Medizin. LG

03.06.2015 14:47 • #7


Hotin
Hallo rainbow2,

was meinst Du wie mir das geht. Bin mit 62 schon länger arbeitslos.
Da fällt mir schon mal die Decke auf den Kopf
Gib Dich nicht auf.
Natürlich geht es uns besser, wenn andere Menschen uns etwas nettes sagen.
wenn es derzeitig aber ehern fehlt bei Dir, schau zu, das Du nicht in ein gedankliches Loch fällst.

Zitat:
Das hilft bis zum nächsten Morgen und dann


Und dann fehlt Dir morgens der Antrieb überhaupt aufzustehen.
Kannst du Dir abends schon überlegen, auf was Du Dich am nächsten Tag freuen könntest.
Das klingt jetzt vielleicht blöd. Ich freue mich morgens immer als erstes auf eine Tasse Kaffee und
den Duft von frisch gebrühtem Kaffee in der Küche.
Versuche Dir Ziele zu setzen. Ist gelegentlich schwer.
Freue Dich darauf, das Du morgens Kraft hast, aufzustehen und den Tag als Chance zu sehen und überlege
mal, mit welchen Kleinigkeiten Du Dir ein wenig Freude machen kannst.
Wenn Du mal einen Burnout hattest, hast Du vielleicht jetzt genau das, was Du danach gebrauchen kannst.
Ganz viel Ruhe, die Gelegenheit Deinen Tag einzuteilen und selbst zu bestimmen, was Du möchtest.
Bitte versuch das dann auch zu genießen. Vielleicht jagt Dich irgendwann mal wieder jemand.

Viele Grüße

Hotin

03.06.2015 15:15 • #8


rainbow2
Lieber Hotin, das klingt auch nicht so toll (Arbeitslosigkeit ), da braucht man auch viel Kraft sich Ziele zu setzen und dem Tag einen Sinn zu geben ...so wie ich Dich einschätze würdest Du gern wieder arbeiten. Doppelter Dank, das Du uns hier immer wieder aufbaust. Lg

03.06.2015 16:30 • #9


Hi rainbow,
bist du alleine oder in einer Partnerschaft?

03.06.2015 16:51 • #10


rainbow2
In einer Partnerschaft, wir wohnen aber nicht zusammen, ich habe zuviel Angst vor einer erneuten Trennung. Auch hat er noch einen Sohn, der regelmäßig im WE (14 tägig) da ist. Er hat sehr viel Verständnis ist aber überfordert wenn ich in einer Krise bin, d.h. Zu nichts Lust habe/nichts unternehmen will. Er ist den ganzen Tag im Büro und möchte in der Freizeit natürlich an die Luft.

03.06.2015 16:57 • #11


Ok, also bist du auch am Wochenende alleine? Oder kommt er dann?
Ich finde es sehr gut, dass da jemand ist. Aber ich finde es wichtiger, dass dieser Jemand da ist, wenn Du ihn brauchst!

03.06.2015 17:10 • #12


rainbow2
Er kommt aller 14 Tage, manchmal sehen wir uns unter der Woche abends. Aber nach einem vollen Arbeitstag ist jeder ko, ich möchte ihn dann oft nicht belasten, ich weis er wäre für mich da, aber ich lass es nicht zu. Selbst Schuld, ich weis, aber es ist schwer in kurzer Zeit zu erklären warum wieder einmal nichts geht. Er merkt das und schreibt jeden Morgen und Mittag eine kurze sms ...um mich aufzubauen. Ich habe soooo ein Mega Glück ihn gefunden zu haben....und eine Riesenangst ihn wegen meiner Stimmungsschwankungen zu verlieren....wenn ich so oft in mir selbst gefangen bin...

03.06.2015 18:56 • #13


Ich verstehe dich!
In meiner letzten Beziehung war es sehr schwer, meine Ängste zu unterdrücken, wenn er da war. Er wusste zwar davon, aber ich wollte ihn auch nicht verscheuchen damit
Na ja, jetzt muss ich feststellen, dass es für mich einfacher ist, alleine zu sein...Ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür..leider!
Wir wollten zusammen ziehen, ich glaube das wäre dann ein Problem geworden.

Ich erinnere mich, ganz am Anfang der Beziehung ging es mir echt schlechter...Er lag neben mir. Ganz plötzlich kommt die Panik. Aus dem Nichts...Kehle zu, Herzrasen, das Gefühl, alles zu viel für mich. ( ich denke, zu viel Glück)!
In solchen Situationen habe ich mich immer zurück gezogen.
Alleine kann ich mich besser entspannen..

Schade eigentlich

04.06.2015 04:18 • #14


martha_r
Liebe rainbow2,

ich finde es gut, dass du hier schreibst. Ich bin tagsüber trotz Familie auch viel mir mir alleine und das verstärkt die Angst. Wenn es mir gut geht, dann kann ich es auch oft genießen, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann und noch vor einigen Wochen fand ich meinen Tag sehr ausgefüllt, weil mir vieles einfiel, was ich unternehmen wollte. Im Moment leide ich wieder eher unter der Einsamkeit tagsüber und finde es schwierig, damit umzugehen.

Auch die Sache mit der Beziehung und den Ängsten kenne ich sehr gut. Ich handhabe es so, dass ich mitteile wie es mir geht, damit mein Partner weiß wie es mir geht. Durch die Schwankungen ist es schwierig für ihn. Ich sage ihm dann auch, wenn es mir wirklich gut geht, dass es mir gut geht. Damit er auch das weiß. Das Reden hilft mir, aber er kann mich auch nicht beruhigen. Das kann ja niemand außer mir selbst.

NoraMarie, ich lebe nicht alleine, aber ich kenne das natürlich auch, dass es manchmal einfacher ist, alleine zu sein, weil dann das Gefühl, andere zu belasten, wegfällt. Wieso war bei dir am Anfang der Beziehung Panik? Meinst du damit, dass du dieses Aufgeputschtsein bei Verliebtheit und Freude auch bedrohlich fandest?

04.06.2015 08:05 • #15


rainbow2
Guten Morgen Martha und NoraMarie, genau so wie ihr es beschreibt ist es bei mir. Eine Partnerschaft ist schön, aber auch sehr anstrengend, man kann sich nicht wegsperren, wenn es einem schlecht geht. Wir haben schon einmal zusammen gewohnt, das habe ich nicht ausgehalten. Jetzt bedaure ich das, denke es wäre schön wenn abends jemand nach Hause kommt. Den Tag allein zu gestallten fällt mir schwer. Was macht Ihr heute? LG

04.06.2015 08:15 • #16


Mondkatze
hallo rainbow2

ich schreibe auch hier im Forum ( bin sehr froh, das Forum gefunden zu haben ), weil ich auch sehr häufig allein bin mit meinen Ängsten. Und ich finde es so toll, wenn ich dann von einigen Usern hier Hilfe und Unterstützung bekomme. Das ist was ganz wunderbares.
Es gibt immer irgendjemand der gerade da ist. Selbst wenn es mal länger dauert, aber eine Antwort kommt immer.

Du schreibst, dass Dein Wohlbefinden von den Meinungen der anderen abhängig ist.
Das war bei mir auch immer so. Ich habe Leute und deren Gestik und Mimik beobachtet. Und wenn ich glaubte, die gucken aber komisch, das liegt bestimmt an mir, dann ging es mir nicht gut. Ich habe auch über jeden Kommentar anderer nachgedacht. Wie meint er / sie das wohl. Bin ich gemeint, habe ich was falsch gemacht. Ich stand somit immer im Mittelpunkt, aber im negativen Sinne. Und das habe einzig und allein ICH in meinen Gedanken "zusammengesponnen". Das war ein unheimlicher Druck. Ich arbeite in meiner Th daran.
Allmählich wird mir klar, dass ich gar nicht weiß, was die Leute denken.
Und die Leute reden doch sowieso, da kann man machen was man will. Oft steckt auch Sozialneid dahinter, oft sind die Leute auch einfach nur nett. Ich weiß dass doch erst, wenn ich mich ausgetauscht habe. Vorher braucht man sich keine Gedanken über ungelegte Eier zu machen.
Liebe rainbow, Du darfst Dich nicht so abhängig von anderen machen. Du mußt Dein Leben leben, und wenn es Dir schlecht geht, dann gibt es auch einen realen Grund dafür, und keine Gedanken, die eben NUR Gedanken sind.
Und wenn es Dir gut geht, dann soll es Dir gut gehen, weil Du was schönes gesehen, erlebt, gerochen, gefühlt hast.

LG
Mondkatze

04.06.2015 09:30 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

rainbow2
Danke für deine lieben Worte Mondkatze.

04.06.2015 09:35 • #18


Mich84
Ja, den "Feind" auf Papier "bannen" ist immer eine gute Idee. Soweit die Theorie. Wenn aber sogar dazu zuviel Skrupel da sind..

04.06.2015 09:41 • #19


martha_r
Hallo rainbow,
du hast gefragt, was wir so machen. Ich arbeite ja zu Hause am PC, bin aber sehr unkonzentriert, sonst wäre ich nicht im Forum. Ich will aber gleich auch noch rausgehen. Habe telefoniert, aber insgesamt merke ich die Einsamkeit heute sehr deutlich.
Später werde ich zum Sport gehen, obwohl ich Angst habe, dass ich heute überhaupt nicht in Form bin (hab schlecht geschlafen). Und du?

LG

04.06.2015 09:55 • #20



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