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Da ich vor 2 Wochen wieder eine PA hatte und natürlich beim Arzt war, die Ärztin sagt man muss lernen die PA auszuhalten Daher meine Frage, wie schafft man das?
Für mich ist es nicht so einfach, bei jeder Kleinigkeit, komisches flaues Gefühl im Magen oder Übelkeit denke ich es geht gleich los, sage dann aber immer zu ihr Verpiss dich, mir passiert hier doch nichts dann gehts wieder

In Therapie bin ich noch nicht, war aber letzten Freitag bei einer Psychologin und stehe auf der Warteliste, hoffe es dauert nicht lange bis ein Platz frei wird.

Wenn ihr eine PA habt, haltet ihr sie aus oder hyperventiliert ihr gleich? Gibt es einen Tick wie man es aushalten kann?

16.10.2014 09:06 • 17.10.2014 #1


9 Antworten ↓


Pienimusta
Hey Jasy,

es ist eine Frage der Übung. Je öfter man die Attacken hat, desto besser lernt man, damit umzugehen. Ich hatte mal eine Zeitlang fast jede Nacht welche, irgendwann wars mir dann egal. Nach dem Prinzip funktioniert ja auch die Verhaltenstherapie, dass man möglichst viele Attacken hintereinander provoziert, damit eine Gewöhnung daran stattfinden kann. Man muss selber rausfinden, was einem während der Attacke am meisten hilft, damit umzugehen. Bei mir hilft Bewegung, lustige Lieder singen und daran denken, dass es vorbeigehen wird. Man soll sich nicht gegen die Attacke stemmen, sondern abwarten, bis sie von alleine vergeht. Das sagt sich alles sehr einfach, ist aber gar nicht so leicht. Ich tue mich gerade auch wieder schwer. Aber mit viel Übung wird das.

16.10.2014 09:15 • #2



Panikattackten aushalten? Wie?

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Carcass
Befreunde dich mit der Attacke, behandel sie wie deinen Freund und sag ihr, wann du keinen Bock mehr hast. Dauert eine Weile, aber irgendwann verliert sie die Lust dich zu ärgern!

16.10.2014 09:37 • x 1 #3


Zitat von Carcass:
Befreunde dich mit der Attacke, behandel sie wie deinen Freund und sag ihr, wann du keinen Bock mehr hast. Dauert eine Weile, aber irgendwann verliert sie die Lust dich zu ärgern!


Im Ernst? Auch wenn sich das witzig anhört aber die Attackte ist eher mein Feind

16.10.2014 10:08 • #4


Hasengöttin
Hallo Jasy
Weiß du warum du PA bekommst?Wann und wo bekommst du welche?
Es wird besser glaube mir...Wenn man sich ihr stellt wird es irgentwann besser..Konfrontationsübungen machen....Habe viele Bücher über Panikattacken und Angststörungen gelesen das hat mir auch sehr geholfen....
Wenn du merkst eine PA kommt laufen singen reden.....das hilft mir......und denke ich werde nicht daran sterben ...wenn du redest oder singst kannst du nicht zu schnell hyperventilieren......Atemübungen machen tief in den Bauch einatmen dabei bis 4 zählen und langsam ausatmen und dabei bis 8 zählen...Länger ausatmen wie einatmen.....
Üben üben.....Du schaffst das...Es ist schwer aber es lohnt sich...
LG Hasengöttin

16.10.2014 10:25 • #5


Carcass
Ja ganz ehrlich, halte dir deine Freunde Nahe, aber deine Feinde noch viel näher. Dieser Spruch passt hier auch ganz gut. Nimm sie an, spüre sie und bewerte die Symptome wie sie wirken, was passiert grade und was im Grunde wirklich gesundheitlich passiert ist. Meistens nix und nach 500 Schlaganfällen oder Herzinfarkten hat die Angst irgendwann keine Lust mehr. Hatte eine Panikattacke im Supermarkt und es drehte sich alles, dann kreischte ein Kind und darüber regte ich mich so dermaßen auf, dass ich Kopfschmerzen bekam und dann fuhr ich in ein Regal vor Wut. Schwupp war die Panik und der Schwindel weg

16.10.2014 10:26 • #6


novemberrain
Panikattacken aushalten? Wie?

Gute Frage....

Ich denke, in dem Du gar nichts tust.
Jeder Aktionismus, diese zu vermeiden, führt unweigerlich zur nächsten PA.

Nimm die Angst an und nehme sie überall mit hin- sonst nimmt sie Dich mit in die Einsamkeit.

16.10.2014 13:08 • x 1 #7


Carcass
So isset

16.10.2014 13:13 • #8


Romulus100
Ich hatte PAs 2-3 Monate, in der schlimmsten Zeit dann jeden 2ten Tag. Überhaupt beim Zug fahren war es schlimm, weil ich dort schon viele hatte.
Jedenfalls hatte ich in der Zeit Valiumtropfen dabei. Als ich also einmal mit dem vollen Zug nach Hause fuhr, hatte ich wieder eine PA. Jedoch saß mir gegenüber ein junges Pärchen, ca. in meinem Alter und ich spürte schon wie die PA kam. Allerdings war es mir peinlich vor ihnen an der Valiumflasche zu nuckeln, weshalb ich darauf verzichtete, mich zurücklehnte und einfach aufs Vorgehen im Körper achtete. Aha jetzt kommt das Herzrasen, jö ich glaube jetzt bekomme ich keine Luft mehr, aha jetzt legts sichs in die Magengrube etc. Der Unterschied war auch, ich hab mir erstmals nicht gedacht, schei. ich bekomme einen Herzinfarkt, sondern schei., ich bekomme eine PA, dieses plötzliche Umdenken hat auch sehr geholfen.

Jedenfalls ging die Panik dann nach nicht einmal 2 Minuten weg und die Restangst nach ca. 5 Minuten. Danach hatte ich ein paar Tage später noch eine PA in der Sauna, ich ging raus, hörte in meinen Körper hinein und es verging wieder nach nicht einmal 2 Minuten und das wars mit den Panikattacken.

Seit dem habe ich noch selten Anflüge von Panik, aber die ersticken automatisch immer im Keim.

Es ist verdammt schwer, aber man kann nichts tun! Nach meiner Erfahrung hilft auch nur nichts tun und abwarten, in sich reinzuhören, ohne dabei was zu unternehmen.

Viel Glück mit deiner Überwindung der PAs!

16.10.2014 14:07 • #9


Krass..... das is schön zu hören. Ich habe immer panikattacken wenn ich allein bin... wenn ich unter menschen bin bekomme ich keine da ich abgelenkt bin.... lg

17.10.2014 09:29 • #10



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