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43

S

Sundust
Mitglied

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Sammelthema
Hallo Community,

ich weiß nicht genau wo ich anfangen soll um das zu beschreiben was mir Kummer bereitet. Ich weiß nicht einmal, ob es Kummer ist und in den anderen Foren hier.. weiß ich nicht , ob es rein passt.[/i]

Ich lebe schon sehr lange isoliert, es fing vor 2 Jahren an mit Depressionen. Lebte mit meinen Partner zusammen und fiel in ein tiefes Loch. Konnte 2 Jahre lang nichts mehr machen, keine Arbeit, nicht mehr weg gehen, den Haushalt schaffte ich auch nicht und geschweige mal einkaufen gehen. Ich überließ alles meinen Partner ( der gearbeitet hatte, sich um alles andere auch kümmerte ) vor 9 Monaten ging deshalb auch die Beziehung kaputt und ich bin durch vieles gezwungen gewesen wieder zurück zu meinen Eltern zu ziehen ( neue Stadt - neues Leben ) Ich bin 27 und hab nun seid 2 Monaten meine eigene Wohnung, lebe hier sehr isoliert und oftmals gehe ich auch daran kaputt. Keine Freunde, keine Sozialen Kontakte, ich versuchte es zu ändern und traf mich auch 2 mal mit anderen Menschen durch eine Zeitung. Aber das ging total schief, denn ich fühlte mich total unwohl und wollte eigentlich wieder nach Hause. Kann keine Gespräche anfangen, weiß nicht über was ich reden soll, denn Hobbys habe ich auch nicht. Interessen oder andere Sachen - das hab ich alles nicht. Ich merke wie ich eingehe und kann nichts ändern. Im Augenblick mache ich eine Maßnahme - 3 Stunden um es mal wieder aus dem Haus zu schaffen und Kontakte zu knüpfen. Aber siehe da, ich bin wieder zu Hause, weil mir die Menschen dort zuviel sind. Ich fühle mich eingeengt , es ist mir zuviel. Ich will mit niemanden reden und ich möchte auch nicht angeredet werden, gefragt oder angeguckt werden.
Ich bin dort immer alleine, wobei es mich stört , fühle ich mich gleichzeitig wohl alleine zu sein. Es ist doch Pardox irgendwie !
Ich brauche Hilfe, aber ich bin nicht fähig zum Arzt zu gehen, ich gehe zu keinem Arzt, kein Zahnarzt, kein Hausarzt, kein Frauenarzt nix einfach. Ich will auch dort mit niemanden reden, weil es mich total anstrengt.

An manchen Tagen drehe ich durch, ich weine und kämpfe mit meinen negativen Gefühlen und bekämpfe mich selbst. Ich weiß nicht was ich mit mir anfangen soll, ich will nicht spazieren gehen, nicht raus und zu Hause kann ich auch nix tun. Ich bin zu nervös und mein Körper zu aufgeregt um Tv zu gucken. Ich kann nicht still sitzen bleiben.


Ich würde mich freuen, wenn es paar Leute gibt die ihre Meinung mir kunt tun würden.. Tipps, Hilfen, welchen denen es genauso geht und sagen wie sie damit zu recht kommen..

MFG Sundust

02.06.2020 #1


289 Antworten ↓
W

wagenburg
Gast

Zitat von trustnone:
Begründe mal bitte wieso du das so siehst.


Ich gehe mal davon aus, dass die Bitte eher provkanter Natur ist. Denn ich kann mir schwer vorstellen, dass jemand der von Selbstmordgedanken schreibt, hier als Antwort lesen möchte: "Ja, das ist die Lösung. Guten Sprung". Natürlich ist Suizid die Lösung, die Lösung aller Probleme. Nachdem sich also nun die Menschheit morgen ins Messer stürzt, damit alle Probleme weg sind, sind auch alle Menschen weg. Dann regiert die Natur wieder. Das mag zwar schlüssig sein, ist aber nicht der Sinn des Lebens. Alle Menschen haben Probleme, nur geht jeder anders mit den Problemen um - und genau da liegt doch die Antwort.

Aber ich habe das nicht nur aus Reflex geschrieben, sondern habe auch für mich eine Begründung, dass Suizid nie die Lösung sein kann. Warum ich das beurteilen kann? Weil ist selbst schon mehrfach an diesem Punkt gewesen bin; in Situationen aus denen ich keinen Ausweg mehr gesehen habe. Hätte ich mein Leben durch Suizid beendet, dann hätte ich nie erfahren, dass ich auch ein besseres Leben haben kann, denn ich würde kalt unter der Erde liegen. Dass sich mein Leben zu einem besseren verändert hat, musste ich mehrere Dinge lernen: Manchmal muss man Hilfe von aussen einfordern und annehmen, man muss selbst etwas ändern wollen und das auch durchziehen. Wer die Energie hat seinen Selbstmord zu planen, schafft es auch zu planen wie er diese Änderung schafft.

Suizid ist der Wunsch nach Veränderung des momentanen Lebens. Da man mit dem jetzigen Leben nicht zufrieden ist und sich nach einer kompletten Veränderung wünscht, nicht jedoch weiss wie man das ändern soll, oder Angst davor hat, oder aus der Situation gefühlt nicht ausbrechen kann, denkt man an Selbstmord. Wer sich selbst fällt, ist sich selbst der Feind. Und diese Feindschaft beginnt als erstes im Kopf. Der Körper, und vor allem der Überlebenstrieb, sieht das ganz anders. Und dieser Trieb ist erst mal stärker als der Kopf. Deswegen gehen Selbstmordversuche auch immer (aber leider nicht alle) wieder schief. Trotzdem kann, wenn der Druck groß genug ist, dieser Trieb überwunden werden. Doch wer das schafft, der würde es auch schaffen aus der Situation, in der er sich momentan befindet, gleich wie sie ist, auszubrechen.

Ich lasse hier bewusst weg, dass man durch Suizid Familie und Angehörige hinterlässt, die mit dem Schmerz oder der Lokführer wenn man sich auf die Gleise gelegt hat, leben muss. Denn ich halte das für kein gutes Argument jemanden vom Suizid abzubringen, in dem man im Schuldvorhaltungen macht, wenn er es doch versucht.

Menschen mit Suizidgedanken brauchen positive Aspekte. Dazu müssen sie aber als erstes Hilfe von aussen annehmen und die Hilfe muss sich zudem die Zeit und die Energie nehmen wollen, dem jenigen zu helfen. Und ich rede da von richtiger Hilfe anstatt nur einen Flyer auszureichen und Standardsätze runterreden. Es geht darum, dass man sich die Arbeit machen muss (als Helfender), dass man die Spirale in die sich der Hilfesuchende eingedreht hat, durchbrechen muss. Es wird nicht funktionieren, zu sagen: Mach das so oder so. Meine Erfahrung war bisher, dass das immer erst torpediert wurde mit verschiedenen Erklärungen warum etwas nicht klappt. Wenn der Hilfegebende dann schnell aufgibt, hat er versagt. Er muss dabei bleiben und wirklich helfen wollen, auch wenn das Arbeit bedeutet. Dann klappt es auch.

Grüße
wagenburg

03.03.2018 00:37 • x 4 #247


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A


Soziale Isolation und Einsamkeit - Austusch von Betroffenen

x 3


TomTomson

TomTomson
Mitglied

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Zitat von Persikka04:
Kalte und gemeine Welt.... Ja, da hast du Recht. Das ist sie. Das empfinden aber ganz viele Menschen so, damit bist du nicht alleine. Die einen sind egoistisch und gehen für ihre Belange über Leichen, andere schauen nicht über den Tellerrand und leben in ihrer (geistig) eingeschränkten Welt, die nächsten sind gewalttätig und kriminell, wieder andere sind opportunistische Speichellecker und... naja, die Liste ist lang. Menschen nicht zu mögen, ist ok. Der Gedanke, dass man lieber Abstand hält, um nicht verletzt zu werden, ist nicht falsch.
Eine Schulter zum Anlehnen ist Luxus, Seelenverwandte zu finden schwer. Aber nicht unmöglich.


Heieiei das ist aber ein ganzer Haufen negativer Glaubenssätze... Die Welt ist immer so wie man sie sieht, man nimmt alles immer durch seine Filter war. Man findet immer wieder Beweise für seine Glaubenssätze und fühlt sich so in seiner Realität bestärkt. Wenn man dies glauben will, wird man immer damit recht behalten, denn man wird es sich immer wieder bestätigen können. Die Frage ist also, willst du das wirklich glauben? Willst du denn in so einer Welt Leben? Es liegt an dir deine Glaubenssätze zu hinterfragen und durch neue zu ersetzen und du wirst sehen, du wirst auch für diese Beweise finden. Man kreiert sich seine Realität immer selber, also warum dann in so einer negativen Realität leben?

13.11.2017 03:43 • x 4 #204


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P
Hallo!
Zitat:
aber ich bin nicht fähig zum Arzt zu gehen,

Aber genau das wäre nötig. Kannst nicht jemanden mitnehmen?

#2


S
Ich wüsste nicht wen?
kenne doch niemanden..
Und meine Eltern sollen davon nichts mit bekommen, weil ich eh keinen guten Kontakt zu denen habe.

#3


D

Isolation - Soziale Phobie?

Hallo,

ich schreibe, weil ich mir Sorgen um meinen Bruder mache.

Seit mehr oder weniger drei Jahren hat er sich zunehmend isoliert.
Er hat keinen Schulabschluss und wollte eigentlich seinen Realschulabschluss nachmachen.
Allerdings sitzt er nur zu Hause, er geht nicht zur Schule und bemüht sich auch nicht um eine Ausbildung.

Er macht den ganzen Tag eigentlich nichts außer Fernsehen und am PC sitzen.

Er hat keine Freunde, außer ein bis zwei Kumpel, die ihn manchmal besuchen kommen. Ansonsten hat er außer zur Familie keinen Kontakt zu anderen Menschen.

Er geht nicht mehr raus, außer er ist dazu gezwungen. Ansonsten geht er freiwillig nur im Dunkeln raus und selbst dann versteckt er sich unter seiner Mütze.

Er sitzt, wie gesagt, den ganzen Tag nur in seinem Zimmer (und das auch noch im Sommer bei heruntergelassenem Rolladen, also die ganze Zeit in der Dunkelheit).


Ich mache mir echt Sorgen um ihn, weil ich glaube, dass ihn diese Situation belastet und ihn die Isolation durchaus quält.

Er war schon immer schüchtern und hat sich nicht so viel zugetraut.
Als er dann den Realschulabschluss hingeschmissen hat im Alter von 17, ging es nur noch bergab.


Hat jemand eine Ahnung, was ihm fehlt?
Ich kenne mich nicht gut aus, dachte aber, dass er vielleicht unter einer sozialen Phobie leidet und (damit verbunden) Depressionen.

Außerdem: hat jemand eine Idee, wie ich ihm als Schwester vielleicht helfen könnte?

Danke für die Hilfe.

#4


S
Zitat von dajanaL:
Außerdem: hat jemand eine Idee, wie ich ihm als Schwester vielleicht helfen könnte?

Ihn normal behandeln. Das schliesst mit ein, auch mal zickig sein zu dürfen.

Vielleicht drückt er mit seinem Verhalten auch was aus, was zu Familie gehört.

#5


23juni2009
Wie ist es denn wenn du mal bei einem Psychologen anrufst ihm das schilderst und vorher sozusagen am Telefon Kontakt zu ihm hast würde es dir dann leichter fallen?

#6


A
hallo,
für mich liest sich das Verhalten deines Bruders, als wenn er auf allen Strecken zu wenig Anerkennung bekommt, auch von der eigenen Familie. Er ist nicht motiviert und fragt sich selbst sicherlich, wozu er eigentlich von selbst was machen sollte, weil es scheinbar keinen interessiert.

Zuerst kann man vielleicht auch mal in der Familie beginnen, ihn zu irgendwas zu motivieren und sei es nur eine große gemeinsame Familienpizza zu backen, woran jeder was zu tun hätte. Dann könnte man sich beim gemeinsamen Essen auch mal gegenseitig sagen, daß man zusammen etwas leckeres gebacken hat und den Einsatz einzelner an der leckeren Pizza hervorhebt. Man kann auch dann vielleicht langsam darüber ins Gespräch kommen, was dein Bruder so noch vor hat und einfach ganz liebevoll zu ihm sagen, daß man ihm helfen wird.

Das war jetzt nur ein Beispiel, man kann ja auch zusammen andere Dinge unternehmen. Ich denke aber doch, daß es eher so die Reflektion der Familie ist-ohne hierbei irgendwie negativ zu Nahe treten zu wollen. Vielleicht habt ihr alle einfach zu viel Stress und jeder mit sich selbst zu tun. Aber dagegen muß man mal was machen!

Liebe Grüsse

#7


D
Hey Anna


vielen Dank für deine Nachricht.

Ich denke auch, dass es mit der Familiensituation zusammenhängt bzw. diese eine der Ursachen ist.

Allerdings ist das Problem nicht so einfach lösbar.

Unsere Eltern sind getrennt, er lebt bei meiner Mutter, mein anderer Bruder (sein Zwillingsbruder) und ich leben bei unserem Vater.

Mein anderer Bruder hatte auch lange Zeit so eine Phase (allerdings war er nie sozial isoliert, sondern ist "nur" rumgehangen und nicht zur Schule gegangen; jetzt macht er glücklicherweise seinen Realschulabschluss nach).

Ich denke, mein Bruder fühlt sich wirklich wie ein "Loser", weil ich (Studium) und mein anderer Bruder besser aus der prekären Familiensituation (getrennte und verfeindete Eltern, die sich seit Jahren um Unterhalt zanken etc) besser herausgekommen sind.


Ich denke, es wäre die Verantwortung meiner Eltern, sich ZUSAMMEN um ihn zu kümmern,was aufgrund der Verfeindung jedoch utopisch und unrealistisch ist.

Ich weiß, es ist nicht meine Verantwortung als Schwester, ihn aus seiner Lage zu befreien und ich möchte auch kein Helfersyndrom entwickeln, denn ich war selbst als Teenager in einer ähnlichen Lage und habe mich alleine rausgekämpft.

Jetzt genieße ich selbst mein Leben erstmalig und deshalb möchte ich mir nicht die Verantwortung für meinen Bruder "aufbürden".

Das klingt vielleicht egoistisch, aber ich habe wirklich gute Gründe, mich nicht zu sehr zu involvieren.

Allerdings ist er natürlich mein Bruder und es ist schlimm für mich, wenn ich sehe, wie er sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.
Deshalb würde ich ihm eben gerne helfen, in kleinen Schritten etwas auf die Beine zu kommen.

Ich habe mir überlegt, einfach mit ihm Verabredungen auszumachen, denn es wäre, wie gesagt, schon ein Erfolg, wenn er nur die Wohnung verlässt.


Ich habe mir auch überlegt, mich einma bei einer Beratungsstelle zu informieren, bin mir aber einfach unsicher, inwiefern man da als Angehöriger etwas machen kann.

Ich denke nämlich, dass eine Veränderung zuerst von meinem Bruder selbst ausgehen muss....

#8


K

rückzug und isolation

hey ihr
mittlerweile geht es mir ja schon um einiges besser, ich gehe wieder einkaufen, treffe mich mit freunden und war sogar am wochenende in einem knallvollen pub. nur manchmal merke ich, dass ich überhaupt keine lust auf leute habe. will am liebsten daheim auf der couch oder im bett vor mich hinträumen. kennt ihr das? ich will dann einfach garnix machen, habe keine lust zu telefonieren oder mir gedanken um andere machen. diese innere ruhe und die stille ist sowas von beruhigend für mich und schenkt mir auch irgendwie wieder neue kraft. ich frag mich nur, was der auslöser dafür ist. früher hatte ich ja auch power vom feinsten... was ist denn bei euch der ausschlaggebende grund für solch ein verhalten?

#9


C
Hallo..
mh weiss nicht ob das unbedingt so schlimm ist...
Ich habe mich im Gegensatz zu früher auch zurück gezogen bin nachdenklicher geworden und gerne allein...
Wenn es Dir in diesem Moment gut tut dann ist es doch das beste für Dich....du machst es ja freiwillig und nicht aus Angst heraus.

lg.Eva

#10


23juni2009
das Gefühl kenne ich auch mal allein sein zu wollen und garnix zu tun ich denke das ist völlig normal und wenn dir das auch noch gut tut ist es doch super......??oder nicht

#11


V
Ich denke, es hat auch unheimlich viel mit dem älter werden zu tun. Ich genieße die Zeit für mich. Ich muss auch nicht ständig etwas unternehmen wie als blutjunger Hüpfer mit 16/17.

#12


A
hallo,
also ich bin ganz gerne auch mal alleine, allerdings mache ich dann eigentlich was für mich. Ich habe Hobbys, die man nicht unter Leuten ausleben kann. Mir helfen diese Dinge mich vom Alltagsstress zu erholen. Ich habe einen Job, in dem ich mit vielen Menschen jeden Schlages zu tun habe, was meiner Klaustrophobie nicht unbedingt zuträglich ist. Kleinere Angstattaken habe ich jeden Tag, die lassen sich auch nicht mehr wegtherapieren, weil ich über 20 Jahre da drin stecke. Natürlich hat es auch was mit dem Älter werden zu tun.

Für mich selbst gilt, wenn mir diese Auszeiten helfen, Kraft für alles andere zu gewinnen, dann sind sie gut für mich.

liebe Grüsse

#13


K
ich habe ehnliche probleme mit dein Bruder, ich gehe auch nur noch wenns dunkel ist raus,das geht mir so seid zirka 2 jahren und ich weiss es auch nicht was ich weiter machen soll. Alles gute fuer dein bruder.

#14


L

Soziale Isolation / keine Kontakte mehr

Hallo,
bin 49, verheiratet, 4 Kinder. Habe keine Freunde und auch keine Bekannte, keine Verwandte, keinen Job.
Bin total vereinsamt und leide sehr darunter. Angefangen hat alles mit meiner Heirat vor 29 Jahren, gleich darauf Kinder, Umzug in ein anderes Dorf. Die Kinder waren viel Krank, so dass wenige Bekannte immer wieder sagten, dass wäre bei uns wirklich nicht mehr normal. Auch ich war viel krank (chronische organische Erkrankung). Durch mehrere Op`s geht es mir mittlerweile sehr gut. Die Kinder sind fast erwachsen.
Da es mir wieder gut geht kann ich zum ersten Mal richtig Bilanz ziehen und muss feststellen, dass ich durch diese anstrengenden Jahre total vereinsamt bin. Die Leute haben sich sozusagen nacheinander verabschiedet. Konnte mich auch durch die gegebenen Umstände nie richtig in unserem Dorf oder Nachbarschaft einleben. Immer wenn ich mal "nach draußen" gehen wollte wurde ich oder/und die Kinder krank.
Versuche schon seit längerem einen Minijob zu bekommen, aber auch hier habe ich keine Chance. Habe vor fast 30 Jahren eine Ausbildung gemacht und dann kam die Familie. Habe keine Berufserfahrung.
Leider hat mein Mann für meine Situation kein Gefühl, er war ja nie einsam. Er konnte seine Kontakte halten und hat seine Arbeit mit super Kollegen. Wenn ich ihm in den Ohren liege, dass ich hier wegziehen will, habe ich vor 10 Jahren keine Chance (er möchte, dass die Kinder dann alle aus dem Haus sind und wir ein kleineres Häuschen kaufen, bis dahin bin ich hier völlig blöde).
Unser Ort ist bekannt, dass es für Fremde sehr schwierig bis unmöglich ist sich einzuleben. Es gibt überall Grüppchen (selbst im KiGa gab´s die), in die man nicht hereinkommt.
Was soll ich nur machen? Wie kann ich meiner sozialen Isolation entkommen? Habe sogar schon überlegt ob ich mich von meinem Mann trennen soll und wegziehen soll, aber ich bin finanziell abhänig und außerdem wäre ich dann noch einsamer.
Bin für jeden Vorschlag dankbar.

Larissa

#15


D
Hallo!
Mir fällt ein: Fange mit kleinen SChritten an: Tue was dir gut tut.
Wie wäre es mit einem Kurs? Sporlich oder Sprachen? IRgendwas.
Denke,wenn du nur anfängst,einmal die WOche so FIxtermin zu haben,wo du unter andere Menschen kommst,Horizont erweiterest, entwickelt sich dann weiteres..

Ist nur so eine Idee,weiss nicht,ob du damit was anfangen kannst!

LG
Dot

#16


W
Ich kann zumindest teilweise nachempfinden, wie du dich fühlst.
Was für Interessen hast du denn? Wie alt sind deine Kinder jetzt?

Ich weiß selbst, wie schwierig es ist, in eine Gruppe hineinzukommen.
Gibt es denn Vereine in eurem Dorf? Egal ob nun Frauen-Vereine, gemeinnützige Vereine, Wander-Vereine, irgendwo, wo man mit Leuten zusammenkommt.
Sprachkurse oder Sport, wie mein Vorposter geschrieben hat, können zwar auch helfen, so wie ich dich einschätze wirst du vielleicht nicht den Kopf dafür haben.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

G
Könntest du bei euch z.B. ein kleines Café aufmachen? Dann hättest du etwas zu tun und gleichzeitig würde bei dir ein Treffpunkt für die Menschen aus der Umgebung entstehen. Wenn du dafür einen Raum hättest, könntest du die Kuchen selber backen und hättest erstmal nicht viele Kosten.

#18


Mercutio
Ein kleines Cafe aufmachen??

ähm,.. ok.. schon eingroßer schritt oder?

ich würde dir auch raten, das ganze langsam und schrittweise anzugehen... was macht dir spaß, hat dir spaß gemacht, womit könntest du vielleicht andere mitanregen, weil du dich dafür begeisterst?...

#19


G
*Think big*

Manchmal lassen sich große Schritte leichter durchführen als kleine.

In einem Dorf gibt es normalerweise nicht viele Dinge, die sich "als Spaß" durchführen lassen.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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