murmelmensch
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ich habe eine krise weil ich mein leben lang krank bin. als kind schüchtern, als teenager sozialphobiker, später alles abgebrochen, als erwachsener agoraphobie dazu und mittlerweile mitte der 30er jahre quasi sozial isoliert. immer wieder war es die sozialphobie, vor allem unsicherheit. unsicher wegen körperlichen auffälligkeiten wie körper, tics, zwänge. kurz gesagt: daher keinen beruf, da behinderungsgrad und keine familie gegründet. und nun bin ich irgendwie so an einem punkt wo garnix mehr geht, weil ich mich schäme dass ich krank bin bzw mit anderen nicht mithalten kann, thema vergleiche. meine fragen themen sind:
1.) akzeptanz !
wie lerne ich es zu akzeptieren, dass ich krank bin schwerbehinderungsgrad, pflegebedürftig, agoraphobie, panik usw? während andere,von denen ich weiß, sie nehmen Dro., oder sind kriminell oder einfach schlimme menschen die lügen, mobben und anderen es schwer machen, den fetten mercedes fahren, sonstwie angeben und nur weil sie gesund sind, ein tolles leben haben?verdient oder nicht, oft denke ich, boah was für ein piep piep aber trotzdem hat er sie dann erfolg. und ich hänge mit tabletten, schmerzen, panik rum, es ist unfair. wie kann ich damit umgehen?
2.) umgang bei nachbarn !
wie soll ich mich darstellen? im land ist doch oft die zweite frage nach dem beruf. den habe ich seitvielen vielen jahren nicht. bin ja wegen psyche + schmerzen daheim. will nicht jedem erzählen wie schlimm es mir geht. aber das wäre halt die erklärung wieso ich nicht arbeite. habe angst ausgelacht zu werden. schäme mich, und habe angst wieder mal gemobbt zu werden, wie schon so oft. außerdem möchte ich nicht dass sowas kommt wie stell dich nicht so an, wie alle haben probleme. jaja klar, aber eben nicht rente, pflege, behinderung zeitgleich. wie geht ihr mit der wahrheit um bei zb nachbarn? habe angst dass sie sagen, der mensch ist faul, wissen halt nicht wie schlimm es mir geht.
3.) fehlende themen wegen isolation !
vergleiche, mithalten können, angeberei. ich finde mich soweit in ordnung, bin ein braver mensch, gut zu anderen, sehr tierlieb, nicht vorbestraft, nehem keinen Alk. oder sonstwas zu mir, eigentlich freundlich,ziemlichgeschichtlich, politisch, wissenschaftlich informiert. aber eben durch die krankheit kann ich nicht vorweisen, dass ich zb einen master habe oder doktor, oder 20 jahre berufserfahrung. habe das gefühl, es zählt nicht der mensch, der in meinem fall lieb ist, sondern eben man nix leistet, also nix wert ist. und da kommt der punkt: ich kann dann nicht mitreden. . ich erzähle eben nicht von meinem 8 stunden arbeitstag, aber dass ich dann noch im verein war, wir ein turnier haben, ich meine 2 kinder abgeholt habe, danach mit meinempartner im restaurant war, und wir am wochenende für 2 tage nach rom fahren. das alles findet eben nicht statt. früher hatte ich sozialphobie eigentlch unbegründet, aber sie war da. heute kann ich 20 neue gründe nennen, wieso ich so isoliert bin. kurzum: wie kann man mithalten oder mitreden, wenn man den tag mit schmerzen, lesen, schlafen, ärzte gestaltet?
4.) neid / erfolge von anderen !
nochmal der vergleich, mein thema. es macht mich wahnsinnig, dass manche leute nicht merken, wie gut es ihnen geht, dass sie einfach nur weil sie gesund geblieben sind, ein tolles leben führen. ja sicher auch probleme. aber die meisten haben eben familie, beruf, halbwegs gesund, kind, freunde usw, zumindest mehrere bereiche treffen zu. ich habe nix von dem. neidisch bin ich nur auf die gesundheit, denn dann könnte ich den rest auch schaffen. ohne behinderung, ohne pflegegrad, denn ich bin weder dumm noch faul. aber das ist es ja, man wird gerne so hingestellt, oder anderen loben sich, was sie alles können. ja supi, aber du hast halt auch nicht meine geschichte mit den krankheiten, phobien, ängsten, schmerzen, tabletten. trotzdem: mittlerweile muss ich diesen satz sagen: es tut mir weh, wenn jemand befördert wird, das nächste kind bekommt, einen schönen urlaub hatte, oder 10kg abgenommen hat. mir ist das nicht gegönnt, obwohl ich 20 jahre lang kämpfe seit meiner jugend. kurzum, ich verbittere langsam, wünsche manchmal die leute hätten mehr probleme, damit sie merken, was sie eigentlich alles haben und wir ihnen die sonne aus dem popo scheint. wie gehe ich damit um?
so, dann danke fürs lesen, und ja, alles ist klein geschrieben. geht nicht besser, außer ichnehme mir 20x soviel zeit, aber das macht mich verrückt, muss damit umgehen, wie ich es schaffe. vielleicht könnt ihr mir was sagen zu all den sorgen? achso ja bevor es kommt, therapie wird aktuell nicht gezahlt, da ich wieder 2 jahre warten muss, hatte aber privat mal paar sitzungen, aber bei 120 ocken die stunde, naja frührente, gehts nicht. tabletten nehme ich bupropion, zumindest teste ich das aus. bitte keine weiteren nachbohrungen zur gesundheit, würde mich gerne nur auf diese 4 fragen beziehen. falls ein mod meint, man müsse splitten, sagt es mir und ich mach 4 themen draus. danke, und hoffe auf hilfe, danke nochmals.
20.11.2025 07:48 • • 01.12.2025 #1
