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hopefull94

Ich Suche Dich

Fühlst du dich auch oft falsch weil du anders bist?

Ich habe schon lange das Gefühl, nicht in diese oberflächliche Gesellschaft zu passen, in der es verboten ist Probleme zu haben.
In der sich die Gedanken nur um Leistung und das neuste Smartphone drehen.
- Ich benutze meins zum Telefonieren.

Mein Leben ist nicht einfach, weil meine Seele stark belastet ist und ich nicht unbeschwert durchs Leben gehen kann.

Wenn du einen Partner suchst, der sehr einfühlsam und grundehrlich ist und die Meinung vertritt,
dass im Endeffekt keine Hürde unüberwindbar ist, wenn man zu 100% zueinander hält,
dann freue ich mich sehr über deine Nachricht.

Liebe Grüße
Chris

x 2 #281


Herzenswaerme
- Dein Text hat mich auf eine unbeschreibliche Weise berührt ... -

#282


A


Soziale Isolation und Einsamkeit - Austusch von Betroffenen

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Strawberry11
Ein sehr schöner ergreifender Text! Danke dafür! Konfetti

Ich fühle mich schon lange immer anders, lange Zeit damit auch schlechter. Durch all die Jahre schätze ich mein anders sein, tiefgründiger sein, war aber ein langer Prozess. Die Welt ist mir schon immer zu schnelllebig, oberflächlich, kühl. Ich war noch nie so und bin so auch nie. Dadurch ist es schwerer sehr gute Freunde zu dauerhaft zu finden, aber möglich. Es braucht sehr viel Geduld.

Gerne können wir uns hier ein bisschen austauschen. Daumen hoch

#283


U

Alte Seele, junger Körper ?

Guten Abend zusammen,

wie wohl all ihr anderen hier auch, habe auch ich nur die Einsamkeit, unter der das Atmen mit jedem Tag immer schwerer und schwerer wird, und ich habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung, dass ich vielleicht ein paar Gleichgesinnte finde, die meine Geschichte, also den Grund meiner Einsamkeit, nachvollziehen können, und Interesse haben, diese mit mir zu teilen, sodass sie etwas erträglicher wird. Ich hoffe, es ist in Ordnung, einfach so ein neues Thema zu erstellen; das Problem, das ich habe, also welches bei mir den Grund für meine Einsamkeit bildet, habe ich noch in keinem Beitrag so gefunden, und ich möchte deshalb gerne ein wenig über mich schreiben:

Ich war schon immer sehr schüchtern und ängstlich, lebte als Kind in einer Traumwelt, und tagträume auch jetzt noch viel. Bei den meisten Kindern verwächst sich ja so was wie Schüchternheit irgendwann, bei mir wurde sie immer nur schlimmer, je älter ich wurde. Im präpubertären Alter kamen dann noch Depressionen dazu, Zwänge, Selbstverletzungen, Angststörungen, Psychatrieaufenthalte, Tageskliniken, bis zu meinem 18. Lebensjahr dann ambulante Therapie. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir geholfen wurde, sondern - im Gegenteil - dass dadurch alles nur noch schlimmer wurde. So wie ich 18 wurde, mich also keiner mehr zwingen konnte, habe ich all dem - hoffentlich auf immer - Lebewohl gesagt, und stattdessen viel an mir selbst gearbeitet, und irgendwie gelernt, damit zu leben und das Beste aus meiner Situation zu machen. Ich bin schon sehr weit gekommen und wäre mit meinem Leben, so wie es derzeit läuft, eigentlich auch zufrieden, wäre da nicht diese eine Sache: es fehlen die Menschen in meinem Leben. Wo ich diese früher mied, wie es nur ging (größere Menschenansammlungen sind nach wie vor nicht so meins), versuche ich nun schon seit bestimmt zwei Jahren, auf die Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen, aber alle Begegnungen und all meine Bemühungen verliefen bisher schon nach kurzem im Sande.

Der Grund dafür - den ich mit dem Titel meines Beitrags versucht habe aufzufangen - dürfte sein, dass ich sehr viele Interessen habe (weswegen bei mir - unter anderem - ein Verdacht aufs Asperger-Syndrom vorliegt), die nicht meinem Alter entsprechen, oder aber sagen wir, die nicht von Menschen meines Alters erwartet werden. Ich liebe Sprachen, (klassische) Literatur, lebe für die Dichtung und schreibe auch selbst sehr viel. Dies ist wohl mein größtes, - mein Hauptinteresse, andere wären noch: Kunst(geschichte), zeichnen, Ballett & Theaterbesuche (welche ich mir leider nur selten leisten kann), Museumsbesuche aller Art, Kultur ganz allgemein, Politik (vor allem interessiere ich mich für den Kommunismus), Reisen (mit sehr beschränkten Mitteln), Filme (aber kaum ein Film aus unserer Zeit, der mich anspricht), Mode, und Musik (da höre ich wirklich alles, von Klassik bis Techno). Außerdem verbringe ich gern viel Zeit in der Natur, mache lange Spaziergänge, und seit neustem interessiere ich mich fürs Schnitzen. Ich lebe auf dem Lande, was es noch mal schwerer macht, Leute kennenzulernen (ob jung oder alt wäre mir hierbei egal), die meine Interessen teilen. Wenn ich etwas erleben möchte, oder ein wenig Kultur sehen möchte, muss ich dazu erst in die Großstadt fahren, und da ich weder Auto noch Führerschein habe, geht auch das nicht mal eben so (ein Umzug in die Stadt ist mir aus verschiedenen Gründen nicht möglich).

Ich bin jetzt 24 und hatte noch nie eine feste Beziehung (habe seit jeher Schwierigkeiten mit Körperkontakt), richtige Freunde, oder auch nur jemanden, mit dem ich mich über meine Interessen hätte austauschen können. Dass ich derer viele habe, und eben deshalb auch bestimmt nicht erwarte, bei allen Gehör zu finden, ist klar. Selbst wenn es 'nur' ein, zwei Gemeinsamkeiten gäbe, würde mich das schon sehr freuen, und wer dazu noch andere Interessen hätte, dürfte mich natürlich auch gerne für diese begeistern. Aber da ist niemand. Ich habe niemanden. Meine Tage gehen einfach vorbei. Meine einzigen Freunde sind tote Dichter, aber mit den Toten gibt es nunmal keinen Austausch mehr. Ich vereinsame immer mehr und mehr, während ich gleichzeitig mit ansehe, wie andere Menschen meines Alters ihr Leben in vollen Zügen genießen. Es ist, als wäre eine Wand aus Panzerglas zwischen mir und ihnen: ich kann sie sehen, aber einfach nicht zu ihnen durchdringen, und wenn ich ehrlich bin, möchte ich das auch gar nicht, weil ich am Ende doch lieber allein bin, eh ich mich verbiegen muss, nur um irgendwo dazuzugehören. - Das bin nicht ich! Und das mit dem Verbiegen habe ich einfach schon zu oft versucht, nur um am Ende festzustellen, wie ungesund das für das seelische Wohlbefinden ist.

Ein weiterer Grund für meine Einsamkeit ist vielleicht der, dass mir die meisten Menschen, die mir begegnen, so wahnsinnig 'grob' vorkommen und mich geradezu abstoßen durch ihre Art. Ich bin sehr sensibel und fühle mich sehr schnell verletzt, was natürlich an mir liegt, aber dennoch nichts daran ändert, dass die meisten Menschen in unserer Zeit (und das mag an unserer Zeit liegen, die wir als Menschen ja aber erst zu jener gemacht haben) sich sehr achtlos begegnen. Ich habe das Gefühl, niemand hört seinem Gegenüber mehr richtig zu, oder besitzt noch einen Sinn für die Feinheiten im Leben, für dessen Schönheit, oder legt auch nur Wert auf sie, und ich wurde schon mal ausgelacht, weil ich das Wort 'Tugend' benutzte, und gefragt, in welchem Jahrhundert ich eigentlich lebe, so als hätte diese etwas mit einer Zeit zu schaffen. Ähnlich erging es mir auch wegen der Technik: ich nutze meinen Rechner, der mir völlig reicht, habe ansonsten aber weder Mobiltelefon noch Fernseher etc., und ich wurde von einem Mann einst als Lügnerin beschimpft, als er mich nach meiner Nummer fragte, und ich ihm sagte, ich hätte keine (Zitat: "Wenn Du nicht mit mir ausgehen willst, kannst Du mir das auch direkt sagen, statt Dir Lügen auszudenken") Diese Unterstellung hat mich sehr erschüttert, und macht mich auch heute noch traurig. Ist es denn wirklich so absurd, dass ein Mensch meines Alters kein Mobiltelefon besitzt ?

Hier mag denn noch ein Grund für mein Alleinsein liegen: ich brauche Schönheit, wie Luft zum atmen, zumindest aber, um mich wirklich wohl fühlen zu können, da ich nun mal ein sehr ästhetischer Mensch bin, der die Ästhetik auch immer und überall um sich herum sucht. Ich liebe es, stundenlang Wald und Wiesen zu durchstreifen, um die schönsten Blumensträuße zusammenzustellen, liebe es, alles um mich herum zu dekorieren, lege auch selbst großen Wert auf mein Äußeres - einfach um der Schönheit willen, und nur um der Schönheit willen! Nur leider wurde ich bisher von allen Männern genau darauf reduziert; wenn ich dann von Politik anfange (ein Thema, das ich leidenschaftlich verfolge), schauen sie erst verdutzt, und bestehen dann darauf, beim Smalltalk zu bleiben (etwas worin ich ganz ganz schlecht bin!). Bei Frauen hingegen habe ich oft das Gefühl, dass sie sich von mir eingeschüchtert oder gar bedroht fühlen, und mich schon von der ersten Sekunde an ablehnen. - Also auch sie be,- und verurteilen mich häufig auf den ersten Blick. Das macht mich sehr traurig, denn ich bin bestimmt kein eingebildeter Mensch, sondern bin - im Gegenteil - sehr bodenständig und allen Menschen gegenüber offen. Ich habe selbst mit Sicherheit schon genug sch., wie Misshandlung, Hunger etc., in meinem eigenen Leben erfahren, um auf einem hohen Ross daher geritten zu kommen.

Ich beende jetzt meinen Beitrag an dieser Stelle, und bedanke mich fürs lesen (falls es denn jemand bis hierher lesen wollte), denn sonst würde ich hier morgen früh noch sitzen und schreiben. Das musste gerade mal raus, und ich fühle mich jetzt schon besser (zumindest für den Moment), selbst wenn es niemand lesen sollte, oder mein Hilfeschrei unbeantwortet bleiben sollte. Ich hoffe, jeder, der bis hier gelesen hat, hat einen schönen Abend und eine gute Nacht, und wünsche ihm, dass wenigstens seine Einsamkeit bald vorüber sein mag: auch Du bist nicht allein mit ihr!

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Kedici
Zitat von Urgeräusch:
Guten Abend zusammen,wie wohl all ihr anderen hier auch, habe auch ich nur die Einsamkeit, unter der das Atmen mit jedem Tag immer schwerer und schwerer wird, und ich habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung, dass ich vielleicht ein paar Gleichgesinnte finde, die meine Geschichte, also den Grund meiner Einsamkeit, nachvollziehen können, und Interesse haben, diese mit mir zu teilen, sodass sie etwas erträglicher wird. Ich hoffe, es ist in Ordnung, einfach so ein neues Thema zu erstellen; das Problem, das ich habe, also welches bei mir den Grund für meine Einsamkeit bildet, habe ...



Hallo Urgeräusch und Herzlich Willkommen im Forum

Ich habe deinen ganzen Beitrag durchgelesen und nehme mir gleich mal die Zeit um zu antworten. Einsamkeit ist nicht das Thema weshalb ich hier im Forum gelandet bin, allerdings hab ich mich in vielen Sachen die du beschreibst wiedergefunden.
Erstmal finde ich es toll und bewundernswert dass du an dir "gearbeitet" hast und schon mal an einem Punkt angekommen bist wo du bis auf Kleinigkeiten zufrieden bist. Das aus eigener Kraft zu schaffen ist schon mal ein sehr guter Schritt.
Wie gesagt finde ich mich sehr stark in deinen Beschreibungen wieder. Auch ich war wahnsinnig verträumt als Kind und bin es auch heute noch. Ich war sehr schüchtern und schon immer etwas ängstlich. Die Schüchternheit hat sich etwas gegeben, allerdings finde ich häufig nicht die richtigen Worte und habe schon oft gemerkt das Leute mich einfach immer falsch verstehen oder nicht verstehen wollen, Wörter auf die Goldwaage legen, beleidigt sind oder lachen wenn ich etwas falsches sage. Das hat mich schon immer sehr verletzt und tut es heute noch. Ich ziehe mich größtenteils auch zurück und möchte gar nicht so wahnsinnig viel mit Menschen zu tun haben, denn das was du gesagt hast trifft es bei mir auch auf den Punkt. Viele Menschen kommen mir wahnsinnig grob vor. Bei manchen Menschen bin ich von ihrer bloßen Anwesenheit eingeschüchtert weil sie mit so einer brachialen Art durch die Welt gehen und ich als zartes Pflänzchen dabei kaputt getrampelt werde.. Aber zurück zu deinem Problem.. Ich denke du hattest bisher einfach nicht das Glück die richtigen Menschen zu treffen. Es gibt definitiv Menschen die ähnliche oder gleiche Interessen haben. Alles was du beschreibst..Gedichte, Ästhetik, Theater..Du bist eben ein Künstlernatur und hast eine ausgeprägte kreative Seite. Ich kann mir gar nicht vorstellen dass man da nicht bei Kunstveranstaltungen auf Gleichgesinnte trifft..Es ist eben einfach nur schwer Kontakte zu knüpfen und vor allem Freundschaften draus wachsen zu lassen. Wie leben in einer schnelllebigen Zeit wo auch menschliche Beziehungen nicht mehr so viel Wert sind.. Alles ist schnell verfügbar. Die meisten Beziehungen bleiben oberflächlich. Leider sind viele Menschen auch oberflächlich. Denke nicht dass du nicht normal bist weil du kein Telefon hast oder Interessen oder tiefgründig denkst. Ich frage mich oft warum haben andere Menschen keine Interessen.. Warum kommen da keine tiefgründigeren Gedanken.. Ich habe auch sehr viel Interessen und finde das auch absolut wichtig. Es ist ein Ausgleich, ein Anspruch ans Denken. Ich könnte niemals jeden Tag nur stur das gleiche machen und vor der Glotze sitzen.
Ob das nun Asperger Syndrom ist oder nicht ist eigentlich egal. Heutzutage versucht man auf alles einen Stempel zu drücken. Alle Kinder die etwas munterer sind und mehr Bewegung brauchen haben heute automatisch ADHS. Menschen sind verschieden und das ist doch eigentlich auch gut so. Man braucht von allen etwas. Das Prinzip von Ordnung und Chaos.

Also wie ich bereits sagte ich denke du hast bisher einfach noch nicht die richtigen Kontakte oder Menschen gefunden aber lass dich davon nicht entmutigen. Du bist noch jung und wer weiß was sich noch alles ergibt. Auch in dem Alter noch keine Beziehung gehabt zu haben ist nicht ungewöhnlich.

x 1 #285


Butterfly_
Zitat von Urgeräusch:
Guten Abend zusammen,wie wohl all ihr anderen hier auch, habe auch ich nur die Einsamkeit, unter der das Atmen mit jedem Tag immer schwerer und schwerer wird, und ich habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung, dass ich vielleicht ein paar Gleichgesinnte finde, die meine Geschichte, also den Grund meiner Einsamkeit, nachvollziehen können, und Interesse haben, diese mit mir zu teilen, sodass sie etwas erträglicher wird. Ich hoffe, es ist in Ordnung, einfach so ein neues Thema zu erstellen; das Problem, das ich habe, also welches bei mir den Grund für meine Einsamkeit bildet, habe ...


Hallo Urgeräusch,

habe dir ja schon eine private Nachricht geschrieben aber möchte es auch hier nochmal sagen: dein Beitrag hat mich tief berührt und gibt mir Hoffnung, dass es dort draußen irgendwo doch noch Menschen gibt, die so sind wie ich.
Fühle mich wegen meiner hohen Sensibilität auch oft nicht verstanden und auch oft unter Menschen sehr einsam, verletzt oder bedroht..
Und ich verstehe jetzt auch endlich warum ich nie mitreden kann wenn es um viele bekannte Filme geht..Sie interessieren mich oft nicht weil sie mich nicht berühren.

Ich finde du hast viele besondere Facetten an dir, die dich sehr interessant machen und wünsche dir, dass du Menschen findest bei denen du dich angekommen fühlst.
Toll dass du bereits auf fremde Personen zugehst, das könnte ich nicht. Zu groß ist die Angst, abgelehnt zu werden..

Liebe Grüße

#286


N
Hallo Urgeräusch,

ich konnte mich auch gut in Deinem Text wiederfinden. Schon seit Langem beschäftigt mich der Umstand, dass ich das Gefühl habe, mit den meisten Menschen nicht auf einer Wellenlänge zu sein. Abgesehen von meiner stark ausgeprägten Schüchternheit liegt es, denke ich, auch daran, dass ich - ähnlich wie Du - nicht unbedingt Interessen habe, die massentauglich sind. Vor allem war es immer schon so, dass ich mich sehr stark zur Vergangenheit hingezogen fühle. Das war schon als Kind so, dass ich z. B. immer nur alte Filme und alte TV-Serien geschaut habe und mit dem, was andere in meinem Alter sich so angesehen haben, nichts anfangen konnte. Ich fühle mich oftmals, als gehörte ich nicht in diese Zeit, weil ich mit dem modernen, schnellebigen Lebensstil nicht mithalten kann. Ich brauche immer viel Zeit, vor allem für mich selbst, um Dinge zu überdenken und zu reflektieren. Auch mit der modernen Technik habe ich es nicht so. Ich träume lieber vor mich hin und schwelge in nostalgischen Tagträumen von der Vergangenheit. Ich schaue mir gerne alte Gemälde an, besonders natur- und düsterromantische, oder vergilbte Photographien aus vergangenen Jahrzehnten.

Mir geht es auch schon immer so, dass ich die meisten Menschen als sehr grob empfinde. Das ist auch bei mir sicher einer der Gründe, weshalb ich wenig Sozialkontakte habe. Ich bin sehr sensibel und empfindlich, nicht nur seelisch, auch körperlich.

Es hat mich daher sehr gefreut, Deinen Text heute entdeckt zu haben.

Viele Grüße

#287


Q
Zitat von Urgeräusch:
ch vereinsame immer mehr und mehr, während ich gleichzeitig mit ansehe, wie andere Menschen meines Alters ihr Leben in vollen Zügen genießen. Es ist, als wäre eine Wand aus Panzerglas zwischen mir und ihnen: ich kann sie sehen, aber einfach nicht zu ihnen durchdringen, und wenn ich ehrlich bin, möchte ich das auch gar nicht, weil ich am Ende doch lieber allein bin, eh ich mich verbiegen muss, nur um irgendwo dazuzugehören. - Das bin nicht ich! Und das mit dem Verbiegen habe ich einfach schon zu oft versucht, nur um am Ende festzustellen, wie ungesund das für das seelische Wohlbefinden ist.


Das hast du sehr schön formuliert, @urgeräusch!

Diese Zeilen beinhalten zugleich eine präzise auf den Punkit gebrachte Zusammenfassung meines Lebens. Viele von dir beschriebenen Situationen decken sich mit meinen Erfahrungen (fehlgeschlagene Therapien, sinnlose Psychiatrieaufenthalte und letztlich unsagbare Trauer und Enttäuschung durch das fortwährende Gefühl, in der Gesellschaft mit den vorhandenen Interessen deplatziert zu sein). In jungen Jahren belastet das enorm, da noch genügend Kapazitäten vorhanden sind, für die einfach nur Verständnis und Nachfrage fehlen.

Zitat von Butterfly_:
Fühle mich wegen meiner hohen Sensibilität auch oft nicht verstanden
-

d.t.o.

Zitat von nachtmahr:
Es hat mich daher sehr gefreut, D


Der Rest des Zitates ist leider nicht mitgekommen. Ich ergänze sinngemäß: "Deinen Text entdeckt zu haben..."

Über eure Beiträge freue ich mich ebenfalls und hoffe, dass sich der Austausch nicht in dem bisher Geschriebenen erschöpft!

LG

#288


Q
Heute mittag hatte sich eine Hummel bei mir im Waschbecken verirrt. Es gelang ihr nicht, den Weg wieder hinaus zu finden, also nahm ich den nächstbesten Gegenstand - einen Bleistift - hielt diesen dem hilflosen Tier hin und was geschah? Es ergriff die Chance, auf den Stift zu krabbeln. Damit beförderte ich es auf das Balkongeländer. Einen Moment lang blieb das Insekt regungslos sitzen, ich wusste nicht, ob es noch Kraft hatte zum Leben.

Schließlich schüttelte sich die Hummel, streckte einige Male die Beine und - flog davon. So weit wie möglich sah ich ihr hinterher.

Solche Erlebnisse stimmen mich froh! Die Natur kann durchaus die Menschen beglücken, die sie achten. Alle anderen laufen künstlicher Bespaßung hinterher!

@butterfly, ich las, dass du mir folgst. Kannst du mir erklären, was das bedeutet? Ich kenne mich nicht mit allen Funktionen aus Smile

Liebe Grüße an euch alle - würde mich freuen, wenn sich jemand mal wieder zu Wort meldet!

x 2 #289


Butterfly_
Zitat von Quasinemo:
Heute mittag hatte sich eine Hummel bei mir im Waschbecken verirrt. Es gelang ihr nicht, den Weg wieder hinaus zu finden, also nahm ich den nächstbesten Gegenstand - einen Bleistift - hielt diesen dem hilflosen Tier hin und was geschah? Es ergriff die Chance, auf den Stift zu krabbeln. Damit beförderte ich es auf das Balkongeländer. Einen Moment lang blieb das Insekt regungslos sitzen, ich wusste nicht, ob es noch Kraft hatte zum Leben. Schließlich schüttelte sich die Hummel, streckte einige Male die Beine und - flog davon. So weit wie möglich sah ich ihr hinterher.Solche Erlebnisse stimmen mich froh! Die Natur kann durchaus die Menschen beglücken, die sie achten. Alle anderen laufen künstlicher Bespaßung hinterher!@butterfly, ich las, dass du mir folgst. Kannst du mir erklären, was das bedeutet? Ich kenne mich nicht mit allen Funktionen aus Smile Liebe Grüße an euch alle - würde mich freuen, wenn sich jemand mal wieder zu Wort meldet!


Hallo Quasinemo,

Ich muss dir ehrlich sagen, dass ich dir nicht absichtlich "gefolgt" bin, ich muss da wohl irgendwie auf eine falsche Taste gekommen sein habe eine Idee
So genau weiß ich auch nicht was passiert wenn man jemanden hier folgt, vielleicht sieht man dann wenn derjenige online ist oder so?

Finde deine Geschichte von der Hummel übrigens sehr schön und berührend Smile
Ich liebe auch die Natur, sie kann einem oft Trost spenden.
Letzte Woche war ich alleine draußen unterwegs, mir ging es nicht gut, ich weinte den ganzen Frust heraus und war verzweifelt. Da sah ich auf einmal eine wunderschöne dunkelblaue Libelle. Diese Tiere bekommt man hier eher selten zu Gesicht.
Ich empfand es als Trost dieses Tier zu sehen, meine Gedanken hörten endlich mal auf zu kreisen..
Danach saß ich noch länger alleine auf einer Bank in einem schönen Naturgebiet und dieses mal genoss ich das Alleinsein sogar.

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Dr. Reinhard Pichler
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