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Hallo ich bin Elisabeth,und komme aus Wien...Ich habe mich nach längerem Überlegen hier angemeldet da ich nicht mehr weiter weis und ich mich gerne mit Betroffenen denen es ähnlich geht austauschen möchte!

Natürlich würde ich mich auch freuen einige Kontakte knüpfen zu können....

Ich fühle mich schon sehr lange alleine...und ich denke auch das ich es wirklich bin....ich habe nicht wirklich eine Familie,ich habe eine Beziehung aber sie ist ohne Halt und jeder lebt nur irgendwie so dahin....einsam trotz Beziehung!

Freunde habe ich keine....

Ich habe viele Traumatas erlitten und der Altag ist sehr schwer vor allem wenn man meistens mit Menschen umgeben ist die einem auch noch runter ziehen....aber leider denke ich besser das als nichts

Ich weiß es mag für andere so klingen als ob ich mich in Selbstmitleid sulen würde,aber ich weiß nicht wie ich es sonnst formulieren könnte....

Liebe Grüsse aus Wien!

04.04.2014 11:59 • 10.04.2014 #1


26 Antworten ↓


Hallo liebe Elisabeth.

Herzlich willkommen hier bei uns im forum. Schön, dass du den weg hierher gefunden hast.

Keine sorge, ich habe nicht den eindruck, dass du dich in selbstmitleid badest. Und deine anmeldung hier zeigt ja, dass du etwas gegen deine Einsamkeit unternehmen möchtest. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Mir ist es am Anfang auch gar nicht so leicht gefallen, mich hier anzumelden und über meine probleme zu schreiben. Aber ich muss sagen, dass es mir schon weiter hilft.

Hast du denn schon mal eine Therapie oder ähnliches gemacht wegen deiner sorgen?
Du hast in deinem titel geschrieben, krank durch Einsamkeit. Hast du da irgendwelche speziellen körperlichen Symptome oder äußert sich bei dir alles eher psychisch?

Liebe grüße

04.04.2014 12:22 • #2



Krank durch Einsamkeit!

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Liebe Morticia,Danke für deine Antwort...Ja ich bin in Therapie(Traumatherapie) hatte aber auch zuvor schon einiges an Therapie Erfahrung....

Mein Vertrauen wurde sehr oft missbraucht und ausgenutzt...und ich habe Angst das ich irgendwann einmal verbittert sein werde dadurch....

In meiner Beziehung lebe ich in einem Abhängigkeitsverhältniss,Seelisch und Finanziell...ich gebe alles oder sagen wir so ich gehe selber oft über meine Grenzen und lasse auch darüber gehen aus Angst vor Verlust!

Alle die ich kenne in meinem Umfeld haben irgendwem hauptsächlich Familie usw....ich aber habe das nicht!

Mein inneres Kind und mein Erwachsener Anteil sehnen sich nach Liebe und Geborgenheit....dies äussert sich auch oft in Unwohl und Krankheitszuständen aus...

Wie ist das bei Dir? Wie gehst Du damit um mit dem Alleinsein....und den damit verbundenen Gefühlen?

Gruss,Elisabeth!

04.04.2014 15:06 • #3


Neuzugang aus Österreich, wie schön! Herzlich willkommen im Forum, Elisabeth.

Ich bin auch Österreicherin und sozial isoliert. Mit der Familie (Eltern, Geschwister) habe ich seit langem keinen Kontakt mehr, Freundschaften sind zerbrochen und Partner habe ich auch keinen. Du hast das Gefühl, dass die Einsamkeit dich krank gemacht hat? Bei mir war es eher umgekehrt: Durch die Depression habe ich mich immer mehr zurückgezogen oder die anderen gingen auf Abstand, weil sie mit meinem veränderten Verhalten nicht umgehen konnten. Schon vorher hatte ich nie viele Kontakte, weil ich sehr introvertiert und nicht gerade selbstbewusst bin und auch schwer Vertrauen fassen kann. Ich sehne mich zwar nach Kontakten, habe aber gleichzeitig Angst vor zu viel Nähe und vor Verletzungen. Das kennst du vermutlich auch.

Ich war über zwei Jahre lang in Psychotherapie, was mir leider nichts gebracht hat. Der Therapeut war wohl nicht geeignet. Derzeit bin ich auf der Suche nach einem neuen (stehe bei zweien auf der Warteliste). Daneben versuche ich, mich aktiv um neue Kontakte zu kümmern. Das gelingt mir noch nicht so gut. Derzeit warte ich eher, dass andere auf mich zugehen, als selbst die Initiative zu ergreifen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es besser wird. Wichtig ist, an sich zu arbeiten, sich nicht aufzugeben und seinen Selbstwert aufzubauen. Wenn der stimmt, läuft man nicht so Gefahr, ausgenutzt zu werden. Was meinst du damit: du seist meistens von Menschen umgeben, die dich noch weiter runterziehen? Sind das Menschen, die dich ständig kritisieren und schlecht behandeln, oder solche, die dir mit ihren eigenen Problemen in den Ohren liegen? Beide Typen von "Energievampiren" tun einem nicht gut und ich bin nicht der Meinung, dass Kontakte zu solchen Menschen immer noch besser seien als gar keine Kontakte. Ich hatte diese Einstellung auch lange, bin aber in letzter Zeit davon abgekommen.

Ich habe vor längerem einen Thread aufgemacht, in dem es um Erfahrungsaustausch betreffend Kontakte knüpfen, Hemmungen überwinden usw. geht. Vielleicht hast du ja Lust, mal reinzuschauen und dich zu beteiligen: soziale-angst-erroeten-redeangst-zittern-f1/aktiv-gegen-die-einsamkeit-erfahrungsaustausch-t53494.html

04.04.2014 16:45 • #4


Guten Abend Liebe Juwi!
Auch Dir ein Danke für Deinen Erfahrungsbericht und Ja du hast Recht,die Menschen mit denen ich umgeben bin sind Energievampire....Ich bin meistens nur zum abladen von deren Problemen sei es Altagsstress (was noch leichte Kost ist)oder eben von tiefer greifenden psychischen Problemen gut.

Mir ist freilich klar,das zu einer Freundschaft auch das zu hören und besprechen von Problemen dazu gehört...wo gegen ich nichts habe! Aber ich bestehe nicht nur aus Problemen oder meiner Traumafolgestörung,sondern ich habe auch eine Gesunde lebhafte Seite...so wie die meisten....und es sollte eine Ausgewogenheit sein von beiden!

Aber die Bekanntschaften was sich meine Freundinnen nennen,bzw genannt haben....nehmen zu meist nur die "kranke" Seite in Anspruch.....um sich fortwährend darin zu spiegeln in den Gesprächen....

Und wenn ich mal Vorschläge gebracht habe wo es darum geht auch mal versuchen etwas anderes zu tun....Spaziergang,Eis Essen usw....dann hatte keiner Lust oder besser gesagt sie waren zu fertig dazu....oder wir machten doch einen Spaziergang und die Gespräche waren wie immer

04.04.2014 18:11 • #5


Dubist
Hey Elisabeth, geht es sicher ähnlich wie dir. Und es gibt keinen Ausweg so richtig.
Bin aber weder seelisch noch finanziell so wirklich abhänig vom Mann. Aber ich weiß, was änderte es, wenn ich wegelaufen würde?
Das brächte mir auch sogut wie nichts.
Keine Verbesserung.

Deshalb versuche ich ab und zu mir kleine Oasen zu schaffen die ich dann auch genieße.

Wíe is es da bei dir? Gehst du mal in Wien raus? Gehst du gerne Spazieren?
Hast du einen Hund?
Sitzt du ab und zu mal wo in der Sonne?
Wie stell ich mir das vor?

Wie alt bist du?

liebe Grüße nach Wien

04.04.2014 18:27 • #6


Ja ich gehe sehr gerne spazieren,ich habe auch ein Hundemädchen aber ich finde nicht wirklich Anschluss....

Ich bin 39 Jahre!

Ich versuche so gut es geht mich an den kleinen Dingen im Altag zu erfreuen....aber es geht halt nicht immer so gut....

Ich versuche Struktur im Tag zu bringen,was bis zum späten Vormittag auch gut geht....aber danach wirds wieder schwieriger....

Habe dann oft Phasen wo gar nichts geht so Depressieve einschübe...wo mir die geringste Kleinigkeit zu tun schon unüberwindbar vorkommt....

Alkeine sein kann gut tun...aber ein zu viel davon kann eben auch das Gegenteil bewirken!

04.04.2014 19:56 • #7


Dubist
Das verstehe ich Elisabeth.
Aber helfen tut eben nichts dagegen wie eben aushalten, aushalten.
Was bleibt einem auch anderes übrig, wenn man es nicht ändern kann.
Trotz vieler Versuche und Hoffnung-
irgendwann lässt die kraft eben auch nach.
Hast du kinder?
was< macht dein partner?

04.04.2014 19:58 • #8


Hallo@ Dubist....
Darf ich Fragen wie es bei Dir dazu gekommen ist,das Du Dich Einsam fühlst in deiner Beziehung oder Dich genetell so fühlst?

Mein Partner geht Arbeiten und wenn er nach Hause kommt möchte er Essen und Fernsehen!

Ich kann verstehen das man nach der Arbeit auch seine Ruhe braucht!Aber von ihm kommt da gar nichts mehr....ich habe den Eindruck ich soll nur funktionieren.

Wenn er was bestimmtes möchte..das mit den 3 Buchstaben....dann bekomme ich ein bisschen Zuwendung....

Ich habe ei en Sohn er ist schon gross...aber im Moment keinen Kontakt... aber das ist eine sehr lange Geschichte!

05.04.2014 09:10 • #9


Dubist
Da spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle.
Aber auch die Kindheit ist ein wichtiger Punkt wie die Eltern so integriert sind und was die so machen und wie denen ihre Ehe läuft.
Wie war das bei dir so?
Deine eltern viele Freunde gehabt?
bist du ein einzelkind?

also nur Annäherung im Bett bekommst du? Du strahlst da was falsches aus, ich denke das hat mit einem Trauma zu tun. die meisten Frauen die so Männer anziehen die dann nur das eine geben können kannten es in der Kindheit so.
das könnte darauf hindeuten das du ein Trauma in dem Bereich erfahren hast.
Ist es so?

05.04.2014 11:54 • #10


@ Dubist,Ja,ich hatte mehrere Traumatas von Kindheit an....und ich sehe auch das sich einige Muster aus der Kindheit in meinen Beziehungen wiederholt hatten!

Es kann gut sein das man unbewusst solche Typen von Menschen anzieht.

Trotzdem ich bin trotz meiner schlimmen Erfahrungen ein guter Mensch geworden....mit dem man lachen weinen und alles kann....

Ich habe auch sehr viel Therapieerfahrung....trotzdem werde ich im Altag noch immer von sehr vielen Dingen angetriggert,und wo es mir schwer fällt mit umzugehen....

Meine Eltern waren Psychopaten die uns Kinder gequält hatten....und deren Ehe war auch nicht gut!

Nach aussen hin wurde der Schein gewahrt,aber hinter den Mauern war es zum grossteil die Hölle!
Bitte verzeih meine Offenheit,aber ich möchte nur ehrlich sein!

05.04.2014 14:30 • #11


Dubist
Das glaub ich dir auf`s Wort Elisabeth, es gibt genug Menschen die keine gute Kindheit hatten.
Diese Muster, dieser Wiederholungszwang oder Lauf des Schicksals, hört sich echt schlimm an.
Bei mir war es sicher ähnlich.
Absichtlich wünscht sich keiner so schwierige Menschen die wenig bis keine Liebe geben anzuziehen.
Nicht jeder wird ein böser Mensch durch eine schwere kindheit das ist auch richtig.

Aber vielleicht ein wenig zu gutmütig oder zu nett? Wer weiß?

Das ist schrecklich wie deine Eltern zu dir waren.
Das heißt ich nehme nur mal an, dein Partner ist auch ein Psychopath.


Angeblich kann man das Muster durchbrechen und zieht andere Menschen an, wenn man sich verändert und hart an sich arbeitet.
Machst du eine Traumatherapie?

05.04.2014 17:18 • #12


Zitat von elisabeth4422:
Liebe Morticia,Danke für deine Antwort...Ja ich bin in Therapie(Traumatherapie) hatte aber auch zuvor schon einiges an Therapie Erfahrung....

Mein Vertrauen wurde sehr oft missbraucht und ausgenutzt...und ich habe Angst das ich irgendwann einmal verbittert sein werde dadurch....

In meiner Beziehung lebe ich in einem Abhängigkeitsverhältniss,Seelisch und Finanziell...ich gebe alles oder sagen wir so ich gehe selber oft über meine Grenzen und lasse auch darüber gehen aus Angst vor Verlust!

Alle die ich kenne in meinem Umfeld haben irgendwem hauptsächlich Familie usw....ich aber habe das nicht!

Mein inneres Kind und mein Erwachsener Anteil sehnen sich nach Liebe und Geborgenheit....dies äussert sich auch oft in Unwohl und Krankheitszuständen aus...

Wie ist das bei Dir? Wie gehst Du damit um mit dem Alleinsein....und den damit verbundenen Gefühlen?

Gruss,Elisabeth!



Hallo Elisabeth,

diese Abhängigkeitsgefühle von dem Partner kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir geht es da manchmal ähnlich, obwohl ich zumindest finanziell unabhängig sein könnte. Bei mir stellt sich da eher so das Gefühl ein, dass ich es alleine nicht schaffen kann. Also ich denke immer dass ich alleine zu schwach bin und mein Leben gar nicht auf die Reihe bekommen würde.

Und Trotz Beziehung fühle ich mich sehr oft allein. Viele Freunde habe ich auch nicht. Manchmal denke ich, dass es meine eigene Schuld ist, weil ich mit vielen anderen Menschen einfach nicht gut klar komme und auch Angst vor Zurückweisung habe. Deswegen kann ich mich nciht gut auf andere Menschen einlassen, aus Angst verletzt werden zu können.

Diese EInsamkeitsgefühle machen mich oft sehr depressiv und ich habe angefangen mich gedanklich in meine eigene kleine Welt zurückzuziehen. Habe viele Hobbys die ich allein machen kann. Ich nähe viel, lese Bücher, höre Musik, begeistere mich für schöne Liedtexte und ganz viel solche Dinge, für die man niemand anderes braucht... Bin immer total hin- und hergerissen. Auf der einen Seite sehne ich mich nach mehr Aufmerksamkeit, auf der anderen Seite macht mir die Nähe zu anderen Menschen Angst,. Diese Gefühle verursachen bei mir auch jede Menge körperliche Symptome. Fühle mich oft sehr krank, obwohl ich es nicht bin...

Hilft dir die Therapie denn weiter? Also fühlst du dich dadurch besser?

Liebe Grüße

05.04.2014 17:28 • #13


Hallo Elisabeth,
das ist schon ein toller Schritt, dass Du Dich durchgerungen hast, hier im Forum zu schreiben. Wenn Du hier abladen kannst, wird vielleicht alles leichter. Denn wie es mir scheint lädst Du Dir viel von anderen auf und kannst bei niemanden abladen.
Das Du Traumatherapie machst ist eine tolle Sache, wobei das bestimmt nicht einfach ist (habe auch eine hinter mir, wobei ich nicht ganz so schlimmes erlebt habe wie Du). Ich kann es verstehen wie es Dir ergeht, dass die Menschen um Dich nur ihres abladen, aber dann wenn Du etwas unternehmen willst, wollen sie nicht. Durch die Therapie wirst Du stärker als die Menschen um Dich. Dir wird bewußter, was Du tun musst um aus dem depressiven Tal zu kommen. Das ist den anderen nicht bewußt. Du möchtest auch die schönen Seiten des Lebens genießen. Die anderen verharren in ihrem Alltag in ihren Sorgen..
Soweit ich rausgelesen habe, gehst Du gar nicht arbeiten. Kannst Du krankheitsbedingt nicht arbeiten oder liegt es an dem Partner?
Seelische und finanzielle Abhängigkeit ist sehr schlimm. Schwierig da rauszukommen..

Ich hoffe, das Forum kann Dir etwas Kraft geben.

Liebe Grüße
Wüstenmeer

05.04.2014 22:15 • #14


Guten Morgen!

@wüstenMeer die Traumatherapie mache ich erst seit 2 Monaten....zuvor hatte ich gesprächstherapien....

Ja ich bin schon froh das ich hier im Forum meine Sachen die mich bedrücken hier schreiben kann,aber hoffe auch das ich hier neue Sozialekontakte anknüpfen kann!

@ morticia das Gefühl mit dem ich könnte es alleine nicht schaffen kenne ich nur zu gut!

und das mich das ganze auch körperlich fertig macht in dem ich oft komische unwohl sein zustände bekomme und ich ebenfalls in die Depression hinein rutsche....
Auch ich sehne mich nach Aufmerksamkeit und nähe...aber habe auch Angst davor....schon komisch das ganze!
Aber es sind eben die Erfahrungen die man gemacht hat und die einem prägen....
Ich versuche auch so viel wie möglich alleine zu machen....aber es ist oft ein gefühl von Traurigkeit dabei,zumal ich es in der Schule nicht anders erlebt habe....ich war die Außenseiterin!

Ob die Therapie hilft....das werde ich sehen nach einiger Zeit....
wirklich besser fühle ich mich dadurch noch nicht!

Liebe Grüsse,Eli!

06.04.2014 09:48 • #15


Halte mit der Therapie durch. Traumatherapie ist anstrengend und Schwerstarbeit, aber wenn der Therapeut gut ist, dann lohnt es sich wirklich. Du bekommst damit viel mehr Lebensqualität und Stärke zurück. Du lernst mit Deinen traumatischen Erlebnissen umzugehen und Dich Stück für Stück zu lösen.
Bei dem was Du erwähnt hast, wird die Therapie auch etwas länger dauern. Ich war zwei Jahre in Therapie. Es wird auch Zeiten während der Therapie geben, wo Du zweifelst und auch mit dem Therapeuten haderst und evtl. streiten wirst, denn es ist auch ein innerlicher Kampf. Dein Unterbewußtsein will an etwas hängen bleiben, das dir nicht gut tut und Du musst stark dagegen ankämpfen. Aber am Ende lohnt es sich. Also halte durch, tu es für Dich und Dein Leben, das wieder lebenswert und freier werden soll.

06.04.2014 11:53 • x 1 #16


Hallo liebe Eli,

mir geht es da sehr ähnlich. Manchmal überkommt mich da eine richtige Traurigkeit, wenn ich wieder mal Zeit nur mit mir alleine verbringe.
Leider kenne ich es aber auch nicht so wirklich anders. Ich hatte noch nie viele Freunde und war in der Schule auch immer eher diejenige, mit der niemand was zu tun haben wollte.

Ich kann dir auch nur Mut machen, die Therapie so gut wie möglich zu nutzen. Es kann eine Zeit dauern bis man wirklich Unterschiede merkt. Man lebt ja schon so lange damit und braucht daher auch Zeit alles aufzuarbeiten. Die einen mehr, die anderen weniger.

Liebe Grüße
Morticia

06.04.2014 15:10 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo,ja es stimmt das mit der Traumathetapie das es sicher seine Zeit braucht,bin ja erst in der Stabilisierungsphase...und ich kenne auch dss Gefühl das ich mir manchmal denke..was mach ich denn hier eigentlich...und ich nicht weiß ob ich die Therapeutin psychisch ertrage,denn oft fühle ich mich unverstanden und habe das Gefühl mit einer Mauer zu reden( ist jetzt bissi übertieben)...

Berufstätig bin ich leider nicht im Moment wegen meiner ganzen Probleme Angstpanik und ich hätte Jahre wo ich mich nicht mal ausser Haus getraut hatte10 Jahre!

Ich merke halt das mir die Sozialenkontakte sehr fehlen....und durch meine Einschränkungen(Angstpanik) ist das auch nicht so einfach.

Aber nicht einmal vom Partner verständniss zu bekommen ist echt bescheiden....

Ich mache den Haushalt alles auch wenns mir nicht gut geht....es kommt nie ein Danke oder gar ein Lob!

Wie ist das bei Euch so?

Gruss,Eli

07.04.2014 13:08 • #18


Dubist
Liebe Elisabeth, schön das du wieder geschrieben hast.
Es gab auch bei mir Zeiten wo es mich sehr geschmerzt hat, fast zu sehr geschmerzt hat, wenn ich allenie rausmußte. Es tat weh, dieses Gefühl der Einsamkteit und die Traurigkeit dazu aushalten zu müssen.
Menschen zu sehen die fast immer jemand dabei hatten stürzten mich in labilen Phasen fast in eine Depression.
Eine Therapeutin ist nur eine Therapeutin auch nur ein unvollkommener Mensch.
Vielleicht erinnert sie dich sogar an deine Mutter oder an deinen Vater. denk nach.


Berufstätig bist du leider nicht schreibst du.
Mach aus dem berufstätig bist du nicht.
Einen Satz ohne leider.
Weißt du warum?
Wenn du anfängst etwas zu bedauern ist es nicht okay.
Doch ich glaube es ist so okay, wie es ist.
Stehe dazu!


Habe auch oft keinen Respekt und Verständnis von meinem Mann diesbezüglich bekommen.
Aber Respekt kann man sich auch verschaffen, wenn man stärker wird.


Mein Mann lobt mich für den Haushalt öfter mal auch für gutes Essen.
Aber ansonsten hab ich mir das hart erarbeitet das jetzt alle im Haushalt mithelfen.
Es macht sehr viel aus, wenn man nicht alles mit sich machen läßt.


Respekt verschafft man sich.
Es hat nichts mit Körpergröße, oder Vorgeschichte zu tun.




herzlichst:
Dubist

07.04.2014 13:32 • #19


Hallo Elisabeth,

Du schreibst von schlimmen Erlebnissen in der Kindheit, die offenbar unter den Teppich gekehrt wurden. Bei mir war es ähnlich und ich denke, dass so etwas viel anrichten kann. Darum finde ich es gut, dass du dich damit auseinandersetzen willst und reflektierst, welche Probleme von heute mit Verletzungen von früher zu tun haben könnten. Ob Traumatherapie der richtige Ansatz ist, kann und will ich nicht beurteilen.
Meine Eltern waren zwar keine Psychopathen und wir wurden nicht gequält (sondern "nur" sozial und emotional vernachlässigt und ab und zu angebrüllt und geschlagen), aber Verletzungen gab es auch und auch bei uns wurde nach außen der Schein gewahrt. Ich habe als Kind und Jugendliche alles getan, um zu vertuschen, wie es bei uns zuging und habe mich mit Tagträumen aus der Realität ausgeklinkt. Dadurch ist es mir gelungen, trotz schwierigem Start etwas aus meinem Leben zu machen. Aber meine Vermutung ist, dass mir das Wegsperren der Verletzungen von früher doch nicht gut getan hat – dass es einer der Auslöser für meine jetzigen psychischen Probleme ist. Ich habe nicht nur die negativen Gefühle, sondern alle Gefühle sicher verwahrt. Mein letzter Therapeut meinte, ich hätte autistische Züge und brachte das Asperger-Syndrom ins Spiel. Aber ich glaube eher, dass diese emotionale Verschlossenheit anerzogen ist und dem Selbstschutz dient. Schutz vor weiteren Verletzungen und Enttäuschungen. Ich bin ja nicht gefühllos, sondern lasse die Gefühle nicht raus. Während du Menschen anziehst, die dir schaden, halte ich mir andere Menschen vom Leib – auch solche, die mir gut tun würden. Mitschüler und Arbeitskollegen meinten, ich sei unnahbar oder sogar arrogant. Dadurch war ich auch immer ein Außenseiter. Nur ganz vereinzelt konnte ich mich einem anderen Menschen öffnen und so etwas wie eine Freundschaft aufbauen. Interessanterweise eher zu Männern als zu Frauen.
Mein Therapeut ist nie recht auf das Thema Kindheit angesprungen. Der wollte immer im Jetzt bleiben und an der Depression ansetzen. Ich bin aber mittlerweile davon überzeugt, dass ich an der Persönlichkeitsstörung ansetzen und meine Kindheit aufarbeiten muss. Was meinst du denn damit, dass du dich von deiner Therapeutin unverstanden fühlst? Hast du auch den Eindruck, dass sie falsch ansetzt und deshalb nichts weitergeht? Oder hilft sie dir schon? Wenn du das Gefühl hast, dass die Therapie in die falsche Richtung geht, sprich das an und wechsle zur Not die Therapeutin und/oder die Therapieform. Mach nicht denselben Fehler wie ich und bleibe jahrelang beim selben Therapeuten. Natürlich sollst du aber auch nicht zu früh aufgeben. Keine Therapie wirkt auf Anhieb und Durststrecken gibt es überall.

07.04.2014 16:07 • #20



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Dr. Reinhard Pichler