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juwi

juwi

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Hallo an alle Leidensgenossen,

Egal, wie man einsam geworden ist – ob durch eigenen Rückzug wegen Ängsten, Depressionen etc. oder durch Rückzug der anderen oder beides oder weil man es halt immer schon war: Einen Ausweg findet man nur, wenn man aktiv etwas gegen die soziale Isolation tut. Genau dieses Aktivwerden (und Aktivbleiben) ist aber unser Problem… Wenn es so einfach wäre, Leute kennen zu lernen und Freunde zu finden, wären wir alle nicht hier.
Ich möchte vorschlagen, dass wir uns in einem eigenen Thread über verschiedene Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, und unsere Erfahrungen damit austauschen.
Wie überwindet man sich überhaupt zum Aktivwerden, welche Hilfestellungen (Gesprächstherapie, Medikamente…) brauchen wir dafür? Wie gelingt es, frühere Kontakte wieder aufleben zu lassen? Wie schafft man es, Freundschaften zu erhalten, obwohl man sie zeitweise wegen Krankheit nicht pflegen kann (wie gewinnt man das Verständnis der anderen)? Welche Online-Plattformen zum Kennenlernen neuer Leute eignen sich gut, welche weniger? Wie überwindet man die Scheu davor, einer bestehenden Gruppe/einem Verein/Stammtisch… beizutreten? Wie bekommt man körperliche Symptome der Sozialphobie (Rotwerden, Schwitzen, trockener Mund, Stottern…) in den Griff? Welche Smalltalk-Strategien funktionieren, welche nicht? usw.
In dem Thread könnten wir über eigene Erfolge berichten, die den anderen Mut machen, aber auch Misserfolge, um sie zur Diskussion zu stellen und Anregungen zu bekommen, wie man es das nächste Mal besser machen kann. Was haltet ihr von der Idee? Ich würde mich über Austausch freuen. Authentische Erfahrungen von Menschen, die dasselbe durchmachen und dieselben schwierigen Grundvoraussetzungen haben, sind doch viel wertvoller als die ewig gleichen Ratschläge aus Internet und Büchern!

Liebe Grüße,
juwi

27.10.2013 10:34 • 01.05.2014 x 3 #1


142 Antworten ↓


meanne1812


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Finde ich gut... es ist der erste Schritt in die richtige Richtung!

27.10.2013 10:52 • #2


Träumer_in


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Hallo juwi,

die Idee find ich super! Bin gerne dabei

LG

Träumer_in

27.10.2013 16:54 • #3


Borderline


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Tolle Idee! Bin auch dabei.

LG

27.10.2013 17:20 • #4


Avalon


Ich finde dies auch eine tolle Idee, daher habe ich mich auch hier wieder im Forum angemeldet .

Meine soziale Isolation besteht leider schon extrem lange, so dass es fast unmöglich erscheint dies noch einmal überwinden zu können.
Mir hilft am meisten die Selbstakzeptanz, weil ich auf diese Weise diesen momentanen Zustand erträglicher machen kann und auch eher über konstruktive Ansätze nachdenken kann.
Mein größtes Problem war es nämlich, dass ich so extrem unter dem diesbezüglichen Leidensdruck gelitten habe. Soziale Isolation und die damit verbundene Einsamkeit können so viele schlimme Gefühle und Gedanken auslösen, was die ganze Sache richtig unerträglich machen kann. Zu viel Leidensdruck sorgt aber gleichzeitig dafür, dass man es nicht ändern kann, weil der vor einem liegende Berg zu groß und unüberwindbar erscheint, stattdessen leidet man und leidet man, weil man unbewusst glaubt, dass sich hierdurch etwas ändern würde. Im schlimmsten Fall nimmt man sich irgendwann das Leben oder man erzeugt die Selbstlüge, dass man gar keine sozialen Kontakte mehr haben möchte, dass man sogar zum Einzelgänger geboren wäre.
Durch Selbstakzeptanz kann ich viel besser akzeptieren, dass ich momentan in dieser sozialen Isolation lebe, die ich wegen meiner sozialen Ängste usw. momentan nicht überwinden kann. Auf diese Weise versuche ich nicht mehr zwanghaft und möglichst schnell das übermächtige Gesamtproblem zu lösen, ich konzentriere mich mehr darauf ein möglichst kleines und lösbares Teilproblem zu bewältigen. Wenn man als Anfänger das Bergsteigen lernen will, dann muss man ja auch erst klein anfangen, um Schritt für Schritt das Bergsteigen zu lernen. Da sollte man nicht von sich erwarten den Mount Everest bezwingen zu müssen
Beispielsweise habe ich gelernt mich diesbezüglich nicht mehr mit anderen Menschen zu vergleichen - dies erzeugt nur Neidgefühle und Leidensdruck, und bringt sonst rein gar nichts. Dies klingt vielleicht simpel, aber die Gewohnheit sich ständig diesbezüglich mit andern Menschen zu vergleichen, die andern um ihre glücklichen sozialen Kontakte zu beneiden, kann eine sehr schwer zu überwindene schädliche Gewohnheit sein. Ich hatte teilweise Hassgefühle, nur weil ich ein glückliches und verliebtes Pärchen gesehen habe - weil die etwas hatten, was ich auch haben wollte und nicht haben konnte. Mir dies bewusst zu machen, war nicht leicht, und es war dann auch sehr schwer diesen Menschen ihr Glück zuzugestehen, mich sogar darüber ein wenig zu freuen, dass andere es da so viel leichter haben.
Dies gehört ja auch zum Selbstmitleid, und dies ist überhaupt etwas, was man sich nach meiner Erfahrung unbedingt nach und nach abgewöhnen sollte - zuvor muss man dies aber überhaupt erkennen lernen.
Durch soziale Isolation fühlt man sich ja automatisch mehr oder weniger einsam, aber dies kann man durchaus auf verschiedene Weisen tun. Am leichtesten ist es, dies mit viel Selbstmitleid zu tun, wobei man diese Einsamkeit als so etwas schlimmes und unerträgliches bewertet. Man muss sich nur die vielen Themen in Foren zum Thema Einsamkeit anschauen, die triefen regelrecht vor gegenseitigem Selbstmitleid. Dies ist natürlich auch für mich höchst nachvollziehbar und verständlich, aber es hilft nicht wirklich weiter. Aus diesem Grund meide ich inzwischen auch solche Themen, weil dies nur deprimierend ist.
Ich habe für mich herausgefunden, dass ich zudem bei Einsamkeit durch das Selbstmitleid in einen sehr negativen Zustand gerate, wo ich sozusagen aus Verzweiflung anfange meinen Wunsch nach sozialen Kontakten in Frage zu stellen - Gedanken, dass ich doch lieber alleine wäre, dass ich keine Freunde haben möchte usw. .
Ich habe inzwischen erkannt, dass ich mir damit selbst schade, weil ich mich in meiner Verzweiflung gefühlsmäßig auf diese Weise immer weiter von den Menschen isoliert/distanziert habe. Aus diesem Grund verzichte ich inzwischen sehr bewusst darauf mich auf diese Weise Einsam zu fühlen, weil sie mir einfach nicht weiterhilft.
Natürlich fühle ich mich auch immer noch oft sehr einsam, aber ich achte darauf, wie ich es tue. Ich lasse diese Gefühle zu, und unterdrücke sie nicht. Ich bewerte sich aber auch nicht mehr, weil dies nur weitere negative Gefühle und Gedanken wecken würde. Ich lasse mir Zeit für meine Einsamkeit, und versuche in dieser Zeit gut mit mir selbst umzugehen. Ganz besonders wichtig ist es aber, dass ich darauf achte, dass ich im Zustand der Einsamkeit bewusst nicht darüber nachdenke, wie ich dies überwinden könnte.
Ich habe schon vor langer Zeit von meinen Depressionen gelernt, dass man niemals unter dem Einfluss von negativen Gefühlen nach einer Lösung für Probleme suchen sollte. Dies erzeugt nur unerfüllbare Erwartungen und große Enttäuschungen, wenn dies dann wieder und wieder nicht funktioniert.
Es ist weitaus besser, wenn man nur in guten Momenten über solche Dinge nachdenkt, weil man dann sehr viel objektiver und konstruktiver denken kann. Außerdem kann man dann auch sehr viel besser über die zu erwartenden Rückschläge nachdenken, so dass man sich vorher schon bessere Auffangmöglichkeiten überlegen kann, als wieder leiden zu müssen.

Zusammengefasst, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr wichtig sein kann dass man bevor man versucht soziale Isolation und Einsamkeit zu überwinden, dass man sich erst einmal bewusst macht, wie man diese soziale Isolation und Einsamkeit so lebt und leidet - und wie man sie anders leben könnte ohne so viel leiden zu müssen. Alleine darin können schon viele Ursachen liegen, die diese soziale Isolation und Einsamkeit aufrecht erhalten - beispielsweise zu viel lähmendes Selbstmitleid und ein zu großer Leidensdruck.

28.10.2013 10:00 • #5


juwi

juwi


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Super, dass doch einige mitmachen wollen, freut mich sehr!
Was du, Avalon, ansprichst, ist sicher ein zentrales Thema. In meinen schwärzesten depressiven Phasen habe ich diese Gedanken, dass es nie wieder besser wird und ich furchtbar arm dran bin, auch Momentan geht es mir zum Glück besser, ich bin positiv gestimmt und gewillt, etwas gegen meine negativen Gedanken und meine Einsamkeit zu tun. Wie schaffst du es, diese ständigen Bewertungen und Vergleiche abzustellen? Bei mir hat sich gerade das Vergleichen mit anderen schon so verselbständigt, dass es ganz automatisch und blitzschnell kommt, wenn ich Paare und Gruppen sehe, die Spaß zusammen haben. "Alle sind viel hübscher, jünger, lustiger, ... als ich - gegen die hab ich niemals eine Chance". Dieser Gedanke hat sich schon so in mein Hirn eingegraben und ich möchte ihn wegkriegen, weil er nicht hilft, sondern blockiert, bloß wie?

Um etwas zum Thema "aktiv werden" zu berichten: Ich habe mich am Wochenende per Facebook (die feige Variante also; schreiben war mir lieber als anrufen) bei einer Bekannten gemeldet, mit der ich vor ca. 1 Jahr öfters ganz nett geplaudert habe, und ein Treffen vorgeschlagen. Sie hat gleich "ja" gesagt Habe ihr dann geschrieben, wann ich Zeit habe, habe aber noch nicht wieder von ihr gehört. Jetzt weiß ich nicht so recht, ob ich noch abwarten oder mich nochmals melden soll... Ihr seht schon, ich bin noch blutige Anfängerin bei diesem vielzitierten "Aktivwerden"

29.10.2013 10:04 • #6


Amylie89


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Hallo,

ich würde auch gerne etwas dazuschreiben.

Ich gehöre jetzt nicht unbedingt zu denen die einsam sind, aber ich war es mal.
Und ich habe etwas dagegen unternommen!
Bei mir lag es damals daran, als ich schwanger wurde.
Ich hatte zwar Freunde, aber die hatten alle noch anderes im Kopf als Kinder.
Ich war erst 20 und alleinerziehend.
Somit konnte ich mich mit niemandem austauschen.
Ich habe dann einfach im Internet nach Leidesgenossen in meiner Nähe gesucht.
Es gibt ja so viele Möglichkeiten mittlerweile.
Ich habe damals in google eingegeben "alleinerziehende kennenlernen" und mein Landkreis dazu.
Dann kam ich in ein Forum und habe auch tatsächlich eine junge Frau kennengelernt, die ein Baby hat.

Mittlerweile sind wir seit 4 Jahren befreundet und unzertrennlich. Sie ist meine beste Freundin geworden und ich ihre. Wir treffen uns regelmäßig persönlich.
Also wie ihr seht, klappt sowas übers Internet sehr gut.
Übers Internet hab ich auch meinen Freund kennengelernt, mit dem ich jetzt 3 Jahre schon zusammen bin.

Ich war eben nie der Mensch, der gerne auf andere zugeht, außer online, da kann mir ja nichts passieren.

Ihr könntet doch auch hier im Forum ein Thread eröffnen, indem ihr bekannt gebt in welchem Landkreis ihr wohnt, dabei reicht ja nur die PLZ, man bleibt ja trotzdem anonym und vllt finden sich ja auch so Freundschaften, durch dieses Forum und dann kann man sich irgendwann persönlich treffen.

Alles Gute

29.10.2013 14:10 • #7


juwi

juwi


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Zitat von Amylie89:
Dann kam ich in ein Forum und habe auch tatsächlich eine junge Frau kennengelernt, die ein Baby hat.

Mittlerweile sind wir seit 4 Jahren befreundet und unzertrennlich. Sie ist meine beste Freundin geworden und ich ihre. Wir treffen uns regelmäßig persönlich.
Also wie ihr seht, klappt sowas übers Internet sehr gut.
Übers Internet hab ich auch meinen Freund kennengelernt, mit dem ich jetzt 3 Jahre schon zusammen bin.


Schöne Erfolgsgeschichten! Freut mich sehr für dich, dass es geklappt hat!

Ich war bisher mit Online-Kontaktsuche noch nicht erfolgreich, finde es aber grundsätzlich super, dass es heutzutage den Weg übers Internet gibt.
Drei Foren habe ich schon ausprobiert. Bei einem meldeten sich nur zwei Frauen aus weit entfernten Bundesländern, die bloß Mailkontakt (Art "Brieffreundschaft") wollten, bei einem anderen ein Mann, mit dem ich mich einmal getroffen und nett unterhalten habe, der sich danach aber nicht mehr gemeldet hat, und beim dritten eine Frau aus meiner Stadt. Die suchte aber keine Freundschaft, sondern eine S.xpartnerin für einen "Dreier" mit ihr und ihrem Mann
Seit vergangenem Wochenende bin ich in zwei weiteren Netzwerken angemeldet, die aber beide viele "Karteileichen" haben. Gerade die Leute, die mir auf Anhieb sympathisch waren, weil die Interessen passen und die Vorstellung nett klingt, waren schon monatelang nicht mehr online. Aber ich habe mich einer Gruppe innerhalb eines der Netzwerke angeschlossen. Die plant regelmäßige Treffen/Stammtische. Ein erstes Treffen hat schon stattgefunden. Ich habe mir fest vorgenommen, am zweiten Treffen teilzunehmen!

29.10.2013 19:43 • #8


juwi

juwi


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Smalltalk geübt habe ich heute Nachmittag. Ich habe ein bisschen gestottert, was mir peinlich war. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich mich beim Reden sehr konzentrieren muss. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich aus der Übung bin, oder an der Depression, der Sozialphobie, den Tabletten... jedenfalls will ich dranbleiben und weiter üben! Und stolz auf mich sein, dass ich mich heute getraut habe, mich in ein Gespräch einzubringen

29.10.2013 19:49 • #9


Träumer_in


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Hallo

Zitat von juwi:
jedenfalls will ich dranbleiben und weiter üben! Und stolz auf mich sein, dass ich mich heute getraut habe, mich in ein Gespräch einzubringen


schön, dass du ein so ein positives Erlebnis hattest! War das in einer spontanen Situation oder hast Du gezielt versucht jemanden anzusprechen?

Seit meinem letzten Eintrag habe ich leider noch nichts neues zu berichten. Aber hier zu lesen, was ihr so unternommen habt hat mich gleich motiviert
Wenn es zeitlich passt möchte ich nächste Woche vielleicht mal in eine Selbsthilfegruppe gehen.

Was gibt es für Foren/Netzwerke über die man Leute kennenlernen kann? Selber kenne ich nur New in Town, aber da gibt es hier in der Region nicht so viele Einträge.

LG

30.10.2013 17:14 • #10


Roxi

Roxi


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Erster Schritt war bei mir eine Selbstverteidigungsgruppe für ein Wochenende, immer im Hinterkopf *ich kann jederzeit gehen*
Hab es geschafft .
Jetzt macht ich Bauchtanz , hab mit einem Sommerkurs angefangen letztes Jahr, wie war es in meinen Kopf - Augen zu und durch .
Aber zu meiner Verwunderung ging die Anspannung weg ,nachdem ich anfing zutanzen.
und ich muss sagen es hat mich freier gemacht .

30.10.2013 20:53 • #11


juwi

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Zitat von Träumer_in:
Was gibt es für Foren/Netzwerke über die man Leute kennenlernen kann?

Da gibt es eine ganze Reihe: Groops, Weactive, Spin, Jappy, Friendseek, Noobie, Mailfriends …

31.10.2013 17:54 • x 1 #12


juwi

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Zitat von Roxi:
Jetzt macht ich Bauchtanz , hab mit einem Sommerkurs angefangen letztes Jahr, wie war es in meinen Kopf - Augen zu und durch . Aber zu meiner Verwunderung ging die Anspannung weg ,nachdem ich anfing zutanzen.
und ich muss sagen es hat mich freier gemacht .


Super, da hast du offenbar das Ideale für dich gefunden! Ist ja klasse, dass du es nicht nur "schaffst", sondern dass es dir sogar gut tut. Ich wäre ja viel zu gehemmt für sowas...

31.10.2013 17:58 • #13


juwi

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Zitat von Träumer_in:
Hallo

Zitat von juwi:
jedenfalls will ich dranbleiben und weiter üben! Und stolz auf mich sein, dass ich mich heute getraut habe, mich in ein Gespräch einzubringen


schön, dass du ein so ein positives Erlebnis hattest! War das in einer spontanen Situation oder hast Du gezielt versucht jemanden anzusprechen?


Halb spontan, halb gezielt, würd ich sagen Ich habe mich nach einer Veranstaltung zu einem Grüppchen von 3 Frauen dazugestellt und mich, als es passte, ins Gespräch eingebracht (sprich, meinen Senf zum Thema gegeben), und wurde dann tatsächlich eingebunden. Wir haben dann ein Viertelstündchen munter über die Veranstaltung geplaudert.

31.10.2013 18:02 • #14


Roxi

Roxi


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Zitat von juwi:
Zitat von Roxi:
Jetzt macht ich Bauchtanz , hab mit einem Sommerkurs angefangen letztes Jahr, wie war es in meinen Kopf - Augen zu und durch . Aber zu meiner Verwunderung ging die Anspannung weg ,nachdem ich anfing zutanzen.
und ich muss sagen es hat mich freier gemacht .


Super, da hast du offenbar das Ideale für dich gefunden! Ist ja klasse, dass du es nicht nur "schaffst", sondern dass es dir sogar gut tut. Ich wäre ja viel zu gehemmt für sowas...


Danke, bin auch sehr stolz das ich es auch weiterhin mache. ich verliere schnell die motivation .

31.10.2013 22:12 • #15


juwi

juwi


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Ich will mal wieder berichten, obwohl es nichts erfreuliches zu berichten gibt.
Die eine Bekannte, die ich über Facebook gefragt habe, ob sie sich mit mir treffen will, hat sich nicht mehr gemeldet und ich war zu feig, nochmals nachzufragen. Zum zweiten Treffen des Stammtischs, den ich erwähnt habe, bin ich nicht gegangen, weil ich die Terminankündigung verpasst habe. Ehrlich gesagt war ich erleichtert, dass ich nicht hingehen "musste". Nichts davon gewusst zu haben, brachte mich nicht in die Lage, mich zum Hingehen überwinden zu müssen. Über die Online-Plattformen hat sich auch noch nichts ergeben. Mich schreibt niemand an und mir war es bisher zu mühsam, die Mitglieder nach gleichaltrigen, gleichgesinnten und aktiven Frauen (es gibt wie erwähnt viele Karteileichen) zu durchsuchen. Na ja, so kann das nichts werden. Ich verstehe selbst nicht, warum ich so dermaßen passiv bin, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünsche als Kontakte und mir fest vorgenommen habe, mich zu ändern! Paradox!
Aus der Fassung gebracht hat mich das: Eine nette, gleichaltrige Bekannte, mit der ich noch vor ein paar Monaten lockeren Kontakt hatte, habe ich versucht anzurufen. Das Handy war immer aus, nicht einmal Mobilbox. Um eventuell an eine Mailadresse zu kommen, habe ich dann recherchiert, ob sie immer noch dort arbeitet, wo sie zuletzt gearbeitet hat. Und musste erfahren, dass sie vor zwei Monaten gestorben ist!

Wie läuft es bei euch?

10.11.2013 16:55 • #16


Jane_


Hallo juwi,

ich kann erfreulicherweise berichten, dass ich endlich eine positive nette Bekanntschaft gemacht habe. Wir werden mit Sicherheit wieder etwas unternehmen, da wir uns gut verstehen und er ähnlich alleine ist wie.
Da es mir das ganze Jahr nicht so gut ging, musste ich erst wieder etwas Kraft und die Bereitschaft aufbringen, neue Leute zu treffen.

10.11.2013 17:16 • #17


juwi

juwi


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Super, Jane! Wo und wie hast du ihn gefunden (falls du das erzählen magst)?

10.11.2013 17:18 • #18


Jane_


Also.. es war auf meine eigene Online-Anzeige im regionalen Online-Anzeigenblättchen bei Quoka.
Ich bin jetzt sehr froh jemanden zu haben mit dem ich ab und an weggehen kann oder auch einfach spazieren und reden, mal ins Konzert, Kino..
Am Tag zuvor hatte ich auch noch jemanden anderen getroffen, der vom Schreiben her recht intellektuell, offen und nett "herüberkam". In Wirklichkeit hatte derjenige einen grimmigen Gesichtsausdruck und keine gute Ausstrahlung. Da habe ich mich nach 1 Stunde verabschiedet.

10.11.2013 17:38 • #19


Beobachter


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Auch Friedolin hat nur noch einen alleinerziehenden Vater . . .

11.11.2013 17:30 • #20




Dr. Reinhard Pichler

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