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Hallo,

viele von euch dürften das kennen: Man liegt im Bett, fühlt sich seit Tagen, Wochen, manchmal gar Monaten und Jahren dem Tode geweiht - Verdauung spinnt, Herzschmerzen, Kopf hämmert, Schwäche - man ist zu nichts fähig.
Nach der Konsultierung von Google ist klar: Das wars. Unheilbare Krankheiten werden den Organismus in Kürze hinwegraffen. S'cheiss Welt.

Dann der Gang zum Arzt. Blutbild super, Organe machen was sie sollen - Patient kerngesund. Wow!

Erst Erleichterung. Dann Ernüchterung. "Okay, ich bin gesund. Prima - und nun? Wohin gehe ich jetzt als gesunder Kranker?"

Ich schreib das jetzt so sarkastisch, aber es ist in der Tat so, daß ich ein ausgeprägtes körperliches Krankheitsgefühl habe, welches sich durchaus in sehr realistischen Ausmassen (Blähungen, Husten, Konditionsmangel, Schwindel) bemerkbar macht. Und ich habe keine Ahnung wohin ich mit diesen Problemen nun gehen soll.

Wie geht ihr mit so einer Situation um? Ist Psychotherapie bzgw. eine (Tages-)Klinik wirklich die ultimative Endlösung? Denn da war ich eigentlich schon bzw. geh bald wieder hin...

25.03.2009 03:56 • 29.04.2016 #1


6 Antworten ↓


hallo david

ich denke du bist hier schon mal richtig!
dein beitrag ist sehr gut geschrieben. musste doch ein wenig lächeln^^

dieses gefühl, dass du beschreibst kennen wohl wirklich hier die meisten. mir geht es auch imom nicht anders. obwohl ich mir sage, dass ich doch gesund bin, fühle ich mich doch irgendwie krank und schwach. die beschriebenen symptome von dir hab ich auch jeden tag. aber man kann da wohl nichts machen außer positiv denken. ich hoffe mal wenn die tage wieder schöner werden, dass das wohlbefinden sich auch wieder verbessert. wie siehts da bei dir aus? hast du das ganze jahr über die probleme oder gehen sie im frühling/sommer etwas zurück!? bei mir ist das so. fühle mich dann meistens besser. habs jetzt am wochenende an den 2 schönen,sonnigen tage auch schon gemerkt. es ging mir besser.....

ich denke die "endlösung" ist eine therapie/tagesklinik nicht. ich denke es ist eher ein hilfe zur selbsthilfe. es kann dich nur auf einen weg bringen und dir deine probleme aufzeigen und analysieren. letztendlich musst du an dir selbst arbeiten und an deine gesundheit glauben. aber das weißt du ja alles bestimmt selbst

25.03.2009 13:05 • #2



Krank fühlen aber nicht krank sein

x 3


Ich stehe auch gerade an diesem Punkt . Meine Symtome werden besser und weniger , wenn auch noch nicht weg. Aber ich fühle mich nur nicht gesund weil ich halt noch so fühle und nicht die Leichtigkeit habe wie vorher

14.03.2016 11:19 • #3


29.04.2016 11:46 • #4


Vergissmeinicht
Zitat von brillo77:
Wohin gehe ich jetzt als gesunder Kranker?"


Hey brillo,

habe es extra zitiert, weil mir genau der gleichnamige Buchtitel sehr geholfen hat = "Der kranke Gesunde"; kann es Dir dringend umd wärmstens empfehlen.

Auch ich dachte lange den morigen Tag nicht mehr zu erleben; Jahre dachte ich aber nicht daran. Es hieß damals für mich dem Körper vertrauen, den Ärzten, Jobwechsel, arbeiten an meiner Denke, mal Nein sagen usw.

Es gibt für jeden einen Weg daraus, aber von alleine und einfach so funktioniert dies nicht.

29.04.2016 12:38 • x 1 #5


prodomo81
Hallo Brillo,

mir gehts genau so. Therapie mach ich seit einem guten Jahr....tiefenpsychologisch...es geht mir, denke ich besser. Die Therapie ist meiner Meinung nach nicht wirklich die Endlösung...gibts die überhaupt? Ich gewinn dort zumindest Erkenntnis über das Warum? Warum hab ich Symptome? Warum sind die mal besser und mal schlechter?Warum häng ich nur rum? Warum macht mir das und das Angst?...Aus diesen "Warums" kommt ein Verständnis für mich und mein "Seelchen"...ich achte mehr darauf, fange an sie zu pflegen, auf sie zu hören, Dinge und Situation anders zu nehmen usw. - Am Ende steht Stabilität, Vertrauen in meinen Körper....vielleicht Heilung?!

Aber alles sehr langsam und mit vielen Tiefen verbunden. Therapiewege sind oft steinig....Medikamente können da helfen, können aber auch total nutzlos sein.

Mein Tipp: Gib dir Zeit. Mach deine Therapie und übe dich in Geduld.

29.04.2016 12:45 • x 1 #6


Icefalki
Hallo Brillo, ich denke mal, dass krank, krank ist. Auch eine Verschiebung der Neurotransmitter im Gehirn macht krank. Und wenn diese Transmitter schuld sind, dann kannst du auch körperlich krank dazu sagen.

Wenn wir uns darauf einigen, dass die Körperchemie das alles verursacht, dann sind wir körperlich krank.

Dafür gibt es dann die Medis. Wohl dem, dem sie helfen.

Was dann zu diskutieren wäre, ist der Umgang mit den eigenen Befindlichkeiten, die wiederum sehr individuell sein können. Dem einen macht. Z.B. Eine Beleidigung nix aus, einem anderen verdorben sie den gesamten Tag.

wird auch eine Frage der Prädispostion sein, wer wie und warum erkrankt.

Nützt alles recht wenig, wenn man mit einem Leiden, egal wie das nun heißt, oder mit welchen Beeinträchtigungen, man nun umzugehen hat.

Welchen Weg man dazu einschlagen kann oder will, oder muss, oder sollte, wird auszuprobieren sein.

Ich denke mal, das Wichtigste überhaupt ist, Krankheiten akzeptieren zu lernen. Wegrennen geht nicht, nicht Haben wollen auch nicht.

Den Umgang damit zu lernen, egal jetzt wie, ist die größte Anstrengung.

29.04.2016 14:25 • x 1 #7




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