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15

M

mirra
Gast

Mich macht es so traurig und fühle mich so einsam. Es ist keiner da wenn es mir, wie jetzt grade richtig beschissen geht oder auch sonst. Ich ich bräuchte im Moment Unterstützung und halt.
Freunde sind fast alle weg, weil ich kaum in der lange bin das Haus zu verlassen. Bin so wohl unbrauchbar, weil ich so nichts Unternehmen kann. Mich besuchen ist wohl zu langweilig.
Meine Mutter ist der Kontakt auch nur noch schlecht. Sie macht sich vor, das ich nicht Krank bin. Kontakt ist nur noch oberflächig. Unwichtiges wird telefonisch nur noch geredet. Möchte mich überhaupt nicht mehr zuhause besuchen. Und ich kann sie nicht besuchen.
Ich brächte so stark von ihr Emotionale Zuwendung, was ich ihr schon so oft auch gesagt habe. Halt. Aber sie macht es nicht und das tut so weh. Die versteht gar nicht was ich meine.

Zur Zeit ist eigentlich das einzige was ich "Unternehme" ist zum Arzt zu gehen. Und das macht mir auch kein Spass. Sonst bin ich fast nur zur Hause.
Aber ich weiß nicht, was ich ändern soll, was ich falsch mache. Ich kann doch auch nichts dafür das ich Krank bin und kann daher auch nichts selber ändern. Ich bin aber so einsam.

10.03.2017 #1


68 Antworten ↓
M

mirra
Gast

Ich würde schon sagen, das Verhältnis zur meiner Mutter war früher ehr gut. Allerdings was mir mittlerweile schon klar geworden ist, mein Leben war viel auf Rücksichtnahme auf andere(Mutter oder Schwester) geprägt. Ich musste es sehr früh lernen und für mich war es "Normal", mich selber zurückzustellen. Dadurch das meine Schwester Krank war, hat sich ja vieles darum gedreht. Ich lief nebenbei, bin dadurch sehr früh selbstständig geworden.
Ich dürfte z.b nur Freizeitaktivitäten mache, die meine Schwester auch machen konnte, damit sie nicht neidisch wurde oder traurig weil ich es darf und sie nicht.
Wenn es ihr recht schlecht ging, durfte ich auch nicht weg und sollte für meine Schwester da sein.
Oder Kindergarten, wenn sie nicht konnte, durfte ich auch nicht hin.
Oder Klassenfahrt z.b dürfte ich nicht bin, weil meine Schwester auch nicht durfte(waren aber andere Schulform und Klasse, weil sie eben so oft im Krankenhaus war und gefehlt hat).
Wenn ich mal wegen was rum gequengelt habe, was sie nicht hätte können, aber ich wollte, zähle ich als Egoistisch und denke zu wenig an meine Schwester, wie sich sich fühlt.
Ich weiß nicht ob ich Egoistisch war, wahrscheinlich schon bis ca 8-10 Lebensjahr, wo ich schon öfters drum gemacht habe, das ich was möchte was meine Schwester nicht hätte können und zu stark mich gesehen und habe wenig Rücksicht auf meine Schwester genommen, wie sich sich dabei fühlen würde.
Danach würde ich schon sagen, das ich schon automatisch immer zu erst an meine Schwester gedacht habe . Es kamen keine Forderungen, wo ich wußte, das sie es nicht hätte können. Kam z.b nur mit Ideen was wir machen können, was sie auch machen konnte. Oder eben, an Tagen wo es ihr schlecht ging, war klar das ich auch zuhause bleibe und zusammen was machen. Ich fragte mich eigentlich nie, was ich selber möchte.
Ich weiß nicht ob meine Mutter mich überhaupt als jemand gesehen hat, der auch eigene Bedürfnisse hat. Ich durfte Irgendwie nie, eigene Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle oder Interessen haben.
Selbst nach dem Tod von meiner Schwester war es nicht anders. Da waren es ja die Gefühle von meiner Mutter auf die ich Rücksicht nehmen musste und Rücksicht nehme wie sich damit umgeht. Sie hat mich nie gefragt wie es mir damit geht. Ich musste es selber mit mir auszumachen hatte schon welche mit den ich darüber geredet habe. Aber meine Mutter wollte über sie eben nicht reden und deshalb ließ ich es, um Rücksicht auf sie zu nehmen. Mir war es aber eigentlich schon wichtig über sie zu reden.Ließ es aber eben bei meiner Mutter.
Eigentlich weiß meine Mutter wenig über mich. Sie hat sich nie Interessiert, was mich Interessiert oder mit mir ist. Andersrum ist es aber anders.
Mich hat es tlw. geschockt, das sie nicht mal weiß, was ich gerne essen und was überhaupt nicht. Aber das ist eben ein unwichtiges bsp. es waren aber auch andere Sachen.
Das war eben was ich mitbekam, z.b als sie für mich einkaufen gegangen ist. Selbst als ich es sagte, das ich das nicht mag, brachte sie es wieder mit. Es war unwichtig.
Sie weiß so wenig über mich, mit dem essen ist wahrscheinlich ein blödes Bsp.
Mit Interessen ist es nicht anders,

Ich denke aber nicht das meine Mutter sich darüber beschwert, das sie was für mich machen soll, was ich nicht schaffe z.b Einkaufen, Arzt fahren oder tlw. Haushalt. Das war was sie auch öfters von sich aus mir anbot. Jetzt kommt aber das große "Aber".
Als ich noch nicht so Krank aussah, klappte es ja auch damit. Nur jetzt will sie es nur in der Form machen, wo sie mir aus dem weg gehen kann, mich nicht sehen muss. Eben schon sie für mich einkaufen, aber jemand anders bringt es mir. Statt mich zu fahren bezahlt sie mir lieber das Taxi oder was sie mir beim letzten Telefonat auch anbot war, das sie in der Zeit meine Wohnung sauber macht, wo ich Stundenlang bei der Chemo bin. Also eben mich nicht sehen muss. Oder eben statt zu kommen, eben telefonieren.
Ich weiß selber das ich grässlich im Moment aussehen. Aber ich kann doch auch nichts dafür.
Da war auch gestern bei der Chemo im Therapieraum ganz toll(meine Ohren funktionieren leider oft zu gut), wo sich zwei unterhielten und eine über mich sagte " die ist ja nicht grade aufbauend, so eine sollte man doch wohl extra legen, damit die anders so ein elend nicht mitbekommen, die ist dem Tod doch nähter als dem leben".
Klar ich bin nicht grade aufbauend für andere, die Krebs haben und den noch ehr gut geht. Angst das den es genauso bald ergeht.

Ich merke auch das fast alle schon Berührungänste mit mir haben, gar nicht mit mir in Kontakt treten wollen. Es ist im Therapieraum schon zu merken. Bei den ersten Chemos hatte ich mich immer mit jemand unterhalten, da sah ich noch einigermaßen "normal" aus. Ich bin eigentlich auch eine, die gerne redet und gut mit anderen in Kontakt kommt, auch ich den ersten schritt macht. Nur seit ich so schlimm aussehe wird schon gleich der blick abgewendet oder selbst wenn ich ein Gespräch anfange, ehr abgeblockt.
Es wird schon anders mit mir ungegangen. Von seite meines Arztes oder die sonst in der Praxis arbeiten jetzt nicht, aber von den anderen Patienten.

Mit meiner Mutter jetzt.Ich möchte eigentlich jetzt kein Kontakt zu zeit mehr zu ihr, wenn sie die nicht bereit ist emotional für mich da zu sein. Das ist was mir von dem allen am wichtigen ist und das kann sie anscheinend nicht. Auf die "Hilfen" die sie bereit ist mir zu geben, verzichte ich lieber und auf die oberflächigen gespräche am telefon kann ich verzichten. Die tuen mir nur weh.

Wegen anderweitig "Hilfe" bekommen. Es ist ja schon so, das ich wegen den ganzen Anträge und so, Unterstützung mittlerweile bekomme. Es gibts eine Sozialarbeiterin beim Onkologe, mit der hatte ich auch schon gesprochen und die wollte jetzt auch noch mal drück machen.
Da muss ich auch Fehler von meiner Seite eingestehen, ich hatte es zu lange selber versucht zu regeln und sehr spät erst rüber gebracht das ich Unterstützung und überhaupt Hilfe brauche. Erst als es schon in Dreck gefahren war und kaum noch ging. Immer versucht es selber zu regeln. Es geht schon Irgendwie. Hatte schon Schwierigkeiten einzugestehen das es nicht mehr geht. Dachte ich bekomme es alleine hin
Wenn ich in der nächsten Woche immer noch nichts höre, werde ich mich an die Sozialarbeiterin wieder wenden.

Sonst wegen anders Fragen. Nein es gibt keine weiteren Verwanden. Hatte mit allen nie groß Kontakt, wohnen auch fast alle zu weit weg.
Ich komm aus Niedersachsen.

Hoffe meine Grammatik usw. geht und ist einigermaßen mein Wirrwar was in mein Kopf ist verständlich geschrieben. Keine Konzentration ist nicht so toll z.Z

03.03.2017 23:53 • x 2 #35


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Alle wenden sich von mir ab Weil ich Krank bin Einsam

x 3


Hotin

Hotin
Mitglied

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8
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Mitglied seit:
Hallo mirra,

es tut mir leid, weil Dir Deine Mutter nicht die Unterstützung gibt, die Du von ihr benötigst. Auch wenn das nur
schwer zu verstehen ist, kommt es viel zu häufig vor, dass Mütter ihren Kindern wenig Wärme und Unterstützung geben.
In Deiner Situation fühlt sich das natürlich besonders schlimm an. Wie war eigentlich das Verhältnis zwischen Deiner
Mutter und Dir früher, als Du noch nicht krank warst und noch zuhause gelebt hast?

Ich glaube nicht, dass sie Deine Situation zu sehr an Deine Zwillingsschwester erinnert. Und wenn schon.
Du brauchst Unterstützung. Zu sagen, ich kann so etwas nicht sehen ist frech und unerhört. Natürlich hat sie
ihren eigenen Tagesablauf mit Pflichten. Nur, sie macht ja noch nicht mal den Versuch, Dich zu unterstützen.
Die gefühlsmäßige Bindung zu Deiner Mutter beschreibst Du als sehr stark. Somit suchst Du ihre Nähe.
Fragst Du sie um Hilfe, lehnt sie ab.
Das bringt Dich in eine gedanklich schwierige Situation. Du liebst sie und sie lehnt ab Dir zu helfen.

Kannst Du Dir eventuell folgendes vorstellen?
Du weißt ja nun, sie lehnt es ab Dich kräftig zu unterstützen. Schaffst Du es, dies vorübergehen zu akzeptieren?
Falls ja, könntest Du sie regelmäßig mal anrufen.
Du könntest ihr sagen, dass Du hin und wieder einfach mal mit ihr reden möchtest. Wenn Du es schaffst am Telefon
mit ihr zu reden, hättest Du zumindest einen ersten kleinen Schritt erreicht. Mit Wünschen und Forderungen an sie
solltest Du jedoch bis auf weiteres deutlich zurückhaltend sein.
Wäre das ein erster Weg für Dich? Wenn Deine Mutter damit einverstanden ist, frage sie, zu welchen Zeiten Du sie am
besten anrufen darfst.

Gut finde ich, dass Du hier im Internet zu uns gefunden hast. Ein Forum kann persönliche Kontakte natürlich nicht
ersetzen, ich glaube es schützt allerdings davor, das Du Dich völlig isolierst.

Klar ist, Dich interessieren natürlich ganz andere Themen als viele andere es sehen.
Aber das ist egal. Schreibe hier darüber, was Dich bewegt.

Hast Du schon mal bei der Diakonie oder der Caritas angerufen und dort gefragt, ob es Personen gibt, die Dir bei
einfachen Dingen im Haushalt helfen können und mit Dir Sparziergänge machen können und Dich auf Fahrten zum
Arzt begleiten würden?
Bitte frage dort mal nach den Möglichkeiten dafür Unterstützung zu erhalten.
Weiter solltest Du überall nachfragen. Krankenkassen, Kirche, Gesundheitsamt des Kreises und bei der Stadtverwaltung.
Häufig gibt es in städtischen Regionen einige Organisationen, die Menschen
wie Dich unentgeltlich oder für ganz geringes Geld tatkräftig unterstützen.

Viele Grüße

Bernhard

03.03.2017 08:47 • x 2 #34


Zum Beitrag im Thema ↓


BellaM85
Hi! Inwiefern meinst du das mit dem krank sein denn? Weil krank ist ein weiter Begriff!

#2


M
Ich möchte eigentlich nichts groß über meine Erkrankung schreiben. Aber mit Andeutung komme ich wohl nicht weiter. Es ist ja schon wichtig um meine Situation zu verstehen. Aber ich denke es reicht, dazu zu schreiben, das ich mich im Moment in Dauertherapie beim Onkologen befinde.
Hatte schon durch die Erkrankung, bevor es festgestellt wurde, recht stark auch abgenommen. Leider nahm es lange zeit kein Arzt bei mir erst. Daher ist es auch recht spät bei mir Diagnostiziert worden. Vorher wurde mir Magersucht und Übertreibung unterstellt.
Daher bin ich auch schon mit recht niedrigen Gewicht in die Chemo Gestartet. Die Chemo führte jetzt auch noch zur Übelkeit, Erbrechen daher habe noch stärker abgenommen und schwächt ein noch mehr. Bin nur noch bei 38 KG.

Meine Mutter sieht nur mein Gewicht als "Problem". Muss mehr essen und alles ist gut. Aber das stimmt so nicht, Vorwürfe kommen das ich weiter abgenommen habe, Habe schon das Gefühl, das sie mich so kaum ertragen kann zu sehen. Deshalb nicht in letzter zeit nicht mehr besuchen möchte. Kann sich dann weiter vormachen das alles ok ist, wenn nur telefoniert wird.

#3


angsthäschen-1986
Zitat von mirra:
Ich möchte eigentlich nichts groß über meine Erkrankung schreiben. Aber mit Andeutung komme ich wohl nicht weiter. Es ist ja schon wichtig um meine Situation zu verstehen. Aber ich denke es reicht, dazu zu schreiben, das ich mich im Moment in Dauertherapie beim Onkologen befinde.
Hatte schon durch die Erkrankung, bevor es festgestellt wurde, recht stark auch abgenommen. Leider nahm es lange zeit kein Arzt bei mir erst. Daher ist es auch recht spät bei mir Diagnostiziert worden. Vorher wurde mir Magersucht und Übertreibung unterstellt.
Daher bin ich auch schon mit recht niedrigen Gewicht in die Chemo Gestartet. Die Chemo führte jetzt auch noch zur Übelkeit, Erbrechen daher habe noch stärker abgenommen und schwächt ein noch mehr. Bin nur noch bei 38 KG.

Meine Mutter sieht nur mein Gewicht als "Problem". Muss mehr essen und alles ist gut. Aber das stimmt so nicht, Vorwürfe kommen das ich weiter abgenommen habe, Habe schon das Gefühl, das sie mich so kaum ertragen kann zu sehen. Deshalb nicht in letzter zeit nicht mehr besuchen möchte. Kann sich dann weiter vormachen das alles ok ist, wenn nur telefoniert wird.


Krank sein alleine eistee schon schlimm,Stern schlimmer ist,das deine Mutter so tut als wäre alles in bester Ordnung!
Das du dich da alleine fühlst ist verständlich!
Es schaut aber danach so aus als würde seine Mutter nicht wahr haben wollen das du krank bist und deswegen darauf nicht eingehen kann,das du ihren Halt und Hilfe brauchst,auch wenn du es ihr ssgst!

#4


M
Das denke ich auch.
Ich habe ihr auch schon angeboten das sie mal zum Onkologen mitkommt, beim Gespräch. Von ihr kam aber nur, sie hätte keine Zeit. Termin zeitlich ändern, zu einer Zeit die ihr besser passt, wollte sie aber auch nicht. War wohl ehr ne ausrede.
Es tut schon oft weh zu sehen, das im Wartezimmer die meisten eine Begleitung mithaben, Ehepartner, Erwachsene Kinder, tlw zusätzlich noch Erwachsene Enkelkinder usw, die meisten sind ja schon ein wenig älter. Und ich da alleine sitze und das alleine durch stehen muss.

x 1 #5


BellaM85
Oh je! Das tut mir echt leid für dich und ich kann sich gut verstehen:( vielleicht reagiert deine Mutter aber auch so weil sie es emotional nicht ertragen kann dich so zu sehen? Es gibt Menschen die können mit manchen Situationen im Leben einfach nicht umgehen und schützen sich so selbst bevor sie dran kaputt gehen.

#6


Hotin
Hallo mirra,
Zitat:
Es ist keiner da wenn es mir, wie jetzt grade richtig beschissen geht oder auch sonst. Ich ich bräuchte
im Moment Unterstützung und halt.


Verstehen kann ich gut was Du schreibst. Fast jeder Mensch kommt mal in so eine Situation, in der er sich ganz allein fühlt.
Wobei genau möchtest Du Unterstützung und Halt? Können wir Dir das hier geben?
Wenn ja, dann fordere es hier ein.
Zitat:
Freunde sind fast alle weg, weil ich kaum in der lange bin das Haus zu verlassen.


Freundschaften leben davon, dass jeder in eine Freundschaft etwas einbringt.
Sonst ist es keine Freundschaft. Was möchtest Du in eine Freundschaft einbringen?
Zitat:
Mich besuchen ist wohl zu langweilig.


Kann sein. Menschen spüren verflixt schnell, wenn Du ihnen an Gefühlen nichts zurückgibst,
weil Du selbst viel Verständnis brauchst.

Wenn Eltern nicht verstehen, dass man mehr Zuwendung haben möchte ist
das für Kinder schwer. Nun bist Du in einem Alter, wo Du Dich so langsam auf eigene Füße stellen kannst.
Warum gelingt Dir das nicht?
Zitat:
Aber ich weiß nicht, was ich ändern soll, was ich falsch mache.


Du wirst eventuell einiges falsch machen, aber auch vor allem früher falsch gemacht haben.
Weil Du Dich hinterfragst und nach eigenen Fehlern suchst, hast Du gute
Voraussetzungen an Deiner Situation etwas zu verbessern.
Zitat:
Ich kann doch auch nichts dafür das ich Krank bin und kann daher auch nichts selber ändern.


Diese Sichtweise verhindert vermutlich, dass Du aus Deiner Situation herauskommst.

Bei Angststörungen gibt es einige, wenige Menschen, die wirklich nicht schaffen,
an ihrer Situation etwas zu ändern. Vielleicht gehörst Du dazu.
Ich glaube das aber nicht, weil Du in einer Art schreibst, die sich nicht nach unheilbarer Krankheit anhört.

Angststörungen haben oft einen gewisen Krankheitsanteil. Der größte Teil einer
Angststörung besteht aber fast immer aus Denkfehlern und Verhaltensfehlern.
Nun darf ich nicht einfach sagen, Du machst vieles falsch, ob wohl ich das vermute.

Zu Deiner Aussage zurück.
Zitat:
Aber ich weiß nicht, was ich ändern soll,


Du kannst sehr viel verändern. Hier im Forum kannst Du mit uns darüber reden,
welche Verbesserungen Dir helfen werden.

Du musst aber dann auch den Mut haben, möglichst jeden Tag etwas Neues auszuprobieren.
Wie soll es sonst besser werden.

Die Aussage "ich kann doch auch nichts dafür", ist in der größten Zahl der Fälle
teilweise falsch und hindert Menschen daran, wieder zufrieden zu werden

Ich hoffe ich habe Dir jetzt nicht Unrecht getan und wünsche Dir eine ruhige Nacht.

Viele Grüße und gute Besserung

Bernhard

#7


Hotin
Liebe mirra,
Zitat:
Vorher wurde mir Magersucht und Übertreibung unterstellt.
Daher bin ich auch schon mit recht niedrigen Gewicht in die Chemo Gestartet.


Gerade erst lese ich, dass Du eine Krankheit hast, für die Du natürlich nichts kannst.
Dies ergibt ein ganz anderes Bild für mich. Meinen zuvor geschriebenen Beitrag
kann ich jedoch nicht mehr löschen oder verändern.

Dir wünsche ich viel Kraft, Deine Gesundheit bald wieder zu verbessern. Ich hoffe,
Du fühlst Dich bei den Ärzten gut aufgehoben.

Viele Grüße

Bernhard

#8


angsthäschen-1986
Zitat von mirra:
Ich möchte eigentlich nichts groß über meine Erkrankung schreiben. Aber mit Andeutung komme ich wohl nicht weiter. Es ist ja schon wichtig um meine Situation zu verstehen. Aber ich denke es reicht, dazu zu schreiben, das ich mich im Moment in Dauertherapie beim Onkologen befinde.
Hatte schon durch die Erkrankung, bevor es festgestellt wurde, recht stark auch abgenommen. Leider nahm es lange zeit kein Arzt bei mir erst. Daher ist es auch recht spät bei mir Diagnostiziert worden. Vorher wurde mir Magersucht und Übertreibung unterstellt.
Daher bin ich auch schon mit recht niedrigen Gewicht in die Chemo Gestartet. Die Chemo führte jetzt auch noch zur Übelkeit, Erbrechen daher habe noch stärker abgenommen und schwächt ein noch mehr. Bin nur noch bei 38 KG.

Meine Mutter sieht nur mein Gewicht als "Problem". Muss mehr essen und alles ist gut. Aber das stimmt so nicht, Vorwürfe kommen das ich weiter abgenommen habe, Habe schon das Gefühl, das sie mich so kaum ertragen kann zu sehen. Deshalb nicht in letzter zeit nicht mehr besuchen möchte. Kann sich dann weiter vormachen das alles ok ist, wenn nur telefoniert wird.


Wie lange leidest du schon an dieser Krankheit?

#9


M
Ich habe doch gar keine Angststörung. Und ob ich unheilbar Krank bin oder nicht, denke ich, kann hier keiner beurteilen. Dazu habe ich wohl hier nichts geschrieben und das werde ich auch nicht.
Und ich würde gerne mehr unternehmen bzw. das Haus verlassen. Alleine fühle ich mich aber zu schlapp und müsste auch gefahren werden. Aber dafür bräuchte ich eben Unterstützung. Diese Unterstützung würde ich mir z.b Wünschen. Eben auch rauskommen wenn es mir schlecht geht, dann eben mit Rollstuhl. Sonst noch so viel laufen wie Möglich, aber da müsste auch jemand dabei sein, für den Fall das ich wegkippe.
Oder aber auch zuhause für ein da sein, wenn es ein besonders schlecht geht.

Ja du hast wahrscheinlich recht, ich bin im Moment nicht in der Lange jemand was zu bieten. Ich bin im Moment völlig unnütz und habe nicht den Wünsch zu haben, das jemand da ist.

x 1 #10


M
Zitat:
Wie lange leidest du schon an dieser Krankheit?

Seit 15 Monaten.

#11


angsthäschen-1986
Zitat von mirra:
Zitat:
Wie lange leidest du schon an dieser Krankheit?

Seit 15 Monaten.


Wenn man wüsste bzw du einbisschen mehr von deiner Krankheit schreiben würdest,würden wir uns einbisschen leichter tun,dir Tipp,Rat und Hilfe für dein Problem geben zu können!

x 1 #12


Hotin
Liebe mirra,
Zitat:
Ich habe doch gar keine Angststörung.


Leider habe ich das am Anfang nicht verstanden. Deshalb bitte ich Dich um Entschuldigung, wenn ich etwas
geschrieben habe, was gar nicht passend war.
Zitat:

Ich bin im Moment völlig unnütz und habe nicht den Wünsch zu haben, das jemand da ist.


Natürlich bist Du nicht unnütz. Wer außer Deiner Mutter könnte Dir denn helfen?
Gibt es andere Personen in Deiner Familie?
Gibt es Bekannte, die Du ansprechen kannst?


Viele Grüße

Bernhard

#13


A
liebe mirra, das du so jung schon von so einer schei. Krankheit betroffen bist, ist echt traurig. Das du hier auch Antworten bekommen hast die deiner Situation überhaupt nicht gerecht werden tut mir leid.
Das deine Mutter dich hängen lässt finde ich ganz schlimm, offenbar hat sie den ernst der Lage noch nicht begriffen.
Hast du Geschwister? Du brauchst jemanden der dir hilft, allein eine Chemotherapie und deren starke Nebenwirkungen durchstehen, ist meiner Meinung nach nicht möglich, ich habe es bei meinem Cousin und einer ehemaligen Bekannten miterlebt. Bekommst du Hilfe vom Sozialdienst? Wer geht für dich einkaufen? Gibt es eine Freundin die du um Hilfe bitten könntest?
Menschen ziehen sich zurück, wenn man sie am meisten braucht, das habe ich auch so erleben müssen. Meisten ist es Unsicherheit und Angst, sie wissen nicht was sie tun sollen, was sie sagen sollen, denken man braucht Ruhe oder sind emotional nicht in der Lage mit Krankheit umzugehen, begreifen werden viele erst, wenn sie selber schwer krank sind. Ich würde versuchen z.B. deiner Mutter schriftlich klar zu machen das du sie brauchst, schreibe ihr schonungslos wie es dir geht und nicht nur es geht mir schlecht, sondern alle Details, alle Ängste, alle sorgen, Prognosen, Inhalte von Gesprächen mit dem Arzt. Falls sie es dann immer noch nicht verstehen will und glaubt du hast eine Essstörung, kann man da vermutlich nicht mehr viel tun. Könntest du den Arzt bitten mit deiner Mutter zu reden, telefonisch oder das er mit ihr direkt einen Termin vereinbart? Hast du einen Psychoonkologen der dich betreut? Wenn nicht frag in der Klinik nach. Für einige Tumorerkrankungen (manchmal unter den lateinischen bezeichnungen) gibt es Facebookgruppen, vielleicht könnte das auch hilfreich für dich sein.
Viel Kraft wünsche ich dir.

#14


guteFee
Hallo mirra,

es tut mir echt leid dass es dir so schlecht geht.
Wenn es einem schlecht geht, erkennt man die wahren Freunde!

Hattest Du denn vor deiner Krankheit " Freunde"?
Wenn ja, dann waren es nie wirklich Echte! Crying or Very sad

Sehr traurig finde ich das Verhalten von deiner Mutter!
Sie geht nicht mal mit dir zum Arzt, wenn Du sie darum bittest.
Hat keine Zeit, sie könnte es einrichten wenn sie es wollte!
Einfach die Augen verschließen damit die dein Leiden nicht mitkriegt.
Nein, das macht mich nicht traurig, das macht mich richtig wütend Daumen runter

Oh man, ich wünsche dir dass es dir bald besser geht und dass Du Jemanden findest,
der dir zur Seite steht! Stehen will!
gemeinsam
Alles Gute

#15


alfred
Zitat von mirra:
a du hast wahrscheinlich recht, ich bin im Moment nicht in der Lange jemand was zu bieten. Ich bin im Moment völlig unnütz und habe nicht den Wünsch zu haben, das jemand da ist.

Bitte schreib so etwas nicht.....du kannst nichts für deine Krankheit.
Du bist nicht unnütz und ich habe deinen Beitrag gerne gelesen.
Es geht mir nicht viel anders..wenn man krank ist kommt das alleinsein viel öffter als man denkt.
Ich nehme dich mal in den Arm und drücke dich fest.
Was man ändern könnte...kann ich auch nicht recht schreiben.
Aber zuhöhren und etwas Trost spenden das kann ich schon.
Du bist nicht alleine und ich hoffe das für dich irgendwann das Sönnchen wieder scheint.
Liebe Grüße Alfred

x 1 #16


Natty
Zitat von mirra:
Ja du hast wahrscheinlich recht, ich bin im Moment nicht in der Lange jemand was zu bieten. Ich bin im Moment völlig unnütz und habe nicht den Wünsch zu haben, das jemand da ist.


Liebe Mirra,
Du bist ganz bestimmt nicht unnütz und ganz bestimmt bist Du auch in der Lage etwas zu bieten! Du kannst zuallermindest Zuwendung und Verständnis bieten! Und das ist schon extrem viel und wertvoll!

Ich habe selbst zwei Freundinnen von denen ich "nur" das bekommen. Und das ist mir sehr wertvoll und hilfreich. Weil von den allermeisten anderen Menschen mit denen ich auch in Kontakt stehe bekomme ich das kaum oder nicht. Beide Freundinnen sitzen im Rollstuhl. Die eine Freundin wohnt sehr weit weg und ich kann nur telefonieren oder mailen mit ihr. Die andere Freundin wohnt nahe bei mir. Sie ist faßt vollständig gelähmt und kann nicht mal mehr selbst essen.

Leider sind viele Menschen in unserer Gesellschaft hauptsächlich auf sich selbst fokussiert, wollen nur von einem Spaß zum nächsten wetzen und meiden es, sich auch mal mit Traurigem zu beschäftigen. Und neue Freunde zu finden, die anders sind, ist sehr schwierig. So sind meine Eindrücke und Erfahrungen jedenfalls.

Vielleicht magst Du ja mal versuchen einige Deiner Freunde zu einem Spieleabend oder zum Kaffee und Kuchen zu Dir nach Hause einzuladen? Wenn es Dir möglich ist, dann kannst Du sie da ja auch mal vorsichtig und nett darauf ansprechen, daß es Dir helfen würde wenn mal jemand mit Dir weg geht und daß Du Dich einsam fühlst.

Vielleicht findest Du hier im Forum ja jemanden in Deiner Nähe der mit Dir mal raus gehen würde? Da mußt Du aber entweder preisgeben in welcher Gegend Du wohnst oder Du schaust ob hier im Forum aus Deiner Gegend Leute Kontakte suchen und schreibst diese mit Privater Nachricht an. Ich wohn im Raum Nürnberg.

Ich wünsche Dir alles Gute, auch das das mit Deiner Krankheit sich bessert!

Liebe Grüße
Natty

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

M
Ich möchte mich erstmal bei allen bedanken für die Anteilnahme, Ratschläge usw.
Und bitte zu entschuldigen das ich nicht soviel auf einzelne Fragen eingehen kann. Meine Konzentration ist ist ziemlich bescheiden.
Mit meiner Mutter, sie hält mich jetzt nicht für Magersüchtig. Es ist ehr die Richtung. Ich habe ein Erkrankung die sich Irgendwie von selber regelt/lößt. Jetzt eben Augen zu und nicht sehen wollen, das ich Krank bin. Ich habe ihr es schon so oft versucht alles zu erklären. Sie nimmt es zu Kenntnis und reden kann von was völlig anders.
Als Diagnose habe ich ein Maliges Lymphom. Bestrahlung habe ich Größenteils hinter mir. Und werde jetzt mit R-CHOP-Schema behandelt.
Geschwister habe ich nicht. Ich hatte mal eine Zwillingsschwester, aber die ist sehr früh gestorben.
Es gib schon Bekannte/Nachbar, die ein wenig helfen. Aber da geht es eben Größenteils um zum Arzt fahren, was besorgen usw.
Ich weiß das schon zu schätzen das es gemacht wird. Ich fühle mich nicht bei. Und möchte die nicht noch mehr "Ausnutzten".
Leider laufen bei mir noch die ganzen Anträge, mit Pflegestufe, Schwerbehinderungsausweiß usw.
Muss daher schon noch viel selber Organisieren und bin auf unentgeltliche Hilfe angewiesen. Hoffe das ändert sich bald und die Anträge gehen bald durch. Zur Chemo wird ja schon Taxi bezahlt, aber eben nur dafür. Wenn ich so zum Arzt muss, eben nur Gespräch zum Onkologen oder andere Infusionen bekomme dann nicht. Haushalt bekomme ich im Moment gar nicht gebacken.
Mit Freuden, es ist wahrscheinlich mit mir auch Schwierig. Ich habe mich ja schon ganz schön verändert. Ich habe schon den eindruck in eine andere Welt zuleben. Es sind völlig andere Sachen die mich beschäftigen als die. Und ich dann auch von meiner Seite z.Z mich schwer in ihre Probleme einfühlen z.b wo die nächste beste Party ist, Stress mit Arbeitskollegen oder was bei der arbeit ist, Kindern stressig sind usw.
Es sind einfach andere Probleme, Gesprächsthemen die ich habe.
Mir macht im Moment ziemlich Gedanken über den morgigen Arzttermin. Leider habe ich ziemlich seit dem letzten Chemozyklus abgebaut, weiter abgenommen, denke auch das ich eine richtige Anämie entwickelt habe, Bronchitis bekommen, behalte auch wenig bei mir.
Bin mir so unsicher ob so, wie eigentlich geplant, am Di. ich den nächsten Chemozyklus erhalten kann. Und das wäre Mist und würde meine Chancen weiter verringern, wenn das jetzt alles verschoben werden müsste um mich erst mal "aufzupäppeln".
Ich habe auch Angst davor, das gesagt wird, das ich in Krankenhaus soll. Meine Ärzte und Krankenhaus Erfahrungen sind nicht so gut gewesen und vertauen fällt schon dann schwer. Es hatten ja so viele Ärzte und auch Krankenhaus gesagt ich habe Nix und in Wirklichkeit war ich schon Krank.
Zu mein Onkologen habe ich schon vertrauen, aber den habe ich ja auch zu viel zu verdanken. Und auch das ich überhaupt eine Diagnose habe und behandelt werde.Überhaupt eine Chance habe Der mir eben meine Beschwerden geglaubt hat und daraufhin weiter Untersuchte. Und nicht nur jemand jungen sah der zu wenig wiegt und gleich von ausgeht, das es nur Magersucht sein kann. Und alles weiter nur eine folge davon ist z. b vermehrte Infekt Anfälligkeit usw.

#18


BellaM85
Hi Mirra! Deine Geschichte hat mich sehr berührt und es tut mir sehr sehr leid für dich. Du bist noch so jung und musst dann schon sowas schlimmes erleben und hast noch nichtmal wirklich jemanden an deiner Seite:( das ist echt hart zu lesen. Ich wünsche dir alles liebe und du wirst das alles schaffen auch das es dir wieder besser gehen wird. Ich würde dir echt gerne helfen aber nur wie? Das macht mich echt traurig:(

x 1 #19


M
Ich möchte kein traurig machen. Vielleicht jammer ich zuviel.
Mich ärgert grade nur ziemlich, das ich mich gegen ein Port entschieden habe. Mir wurde ehr vor der Therapie dazu geraten, grade damit begleiten ich zu Hause Parenteral Ernährt werden kann, wenn es mit dem essen nicht so klappt und nicht weiter abnehme und mich weiter schwächt. Und nicht wie jetzt in so einer Situation bin und evtl. alles Unterbrochen werden muss, oder ins Krankenhaus soll. z.Z kann ich mir den nicht legen lassen. Hätte mich davor, dafür entscheiden müssen.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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