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Da ich (W, Ü40) zusätzlich zu meiner psychischen Krankheit auch sonst dauernd krank bin, z.B. dauernd Infekte habe, bin ich leider sehr viel bzw. nur zuhause. Mir fällt schon die Decke auf den Kopf. Seit Wochen geht das schon so. Ich bekomme eine Erkältung, kann sie abwehren, ein paar Tage gehts gut, dann geht es wieder von vorne los. Oder ich fühle mich total schlapp, kann mich den ganzen hinlegen. Blutwerte etc. alles in Ordnung. Jedenfalls muss ich den wenigen Freunden auch noch dauernd absagen. Fühle mich wirklich sehr einsam, wem geht es genauso? Oder wer will einfach ab und zu schreiben, damit ich nicht total vereinsame.

05.01.2020 20:42 • 03.02.2020 x 1 #1


10 Antworten ↓


Gaulin
Hallo travel,
Mir geht es ganz genauso. Tausche mich gern mit dir aus. Sind fast im selben Alter...

Bei mir geht es schon seit über einem Jahr so. Ist immer phasenweise so. Ständig krank, Unwohlsein, irgendwelche Wehwehchen. Auch bei mir ist laut Arzt alles in Ordnung. Probiere viel mit Ernährung, Entspannung, Achtsamkeit, kleinen Hilfsmittelchen (Naturprodukte/Nahrungsergänzung) usw. Aber es ist nie von Dauer gut...

Wie entkommt man diesem Teufelskreis?

Liebe Grüße
Gaulin

05.01.2020 20:50 • #2



Hallo travel,

Krank zuhause - und einsam

x 3#3


Naja, Ü40 kann ja auch 80 sein... Habe auch schon so einiges versucht. Aber es ist auch ein Teufelskreis, mann bewegt sich nicht mehr viel, von Sport ganz zu schweigen. Gehe raus, wann ich kann. Aber wenn man so schlapp ist, sind das nur ein paar Minuten. Mit Globuli ist es bei mir auch besser geworden. Das heisst dann halt anstatt 4 Wochen mit Grippe im Bett fühlt man sich so wie oben beschrieben. Freue mich über alle Zuschriften.

05.01.2020 20:56 • #3


Gaulin
Mir fällt dennoch immer wieder auf:
An den freien Tagen/ in freien Zeiten geht es mir meist so. Wenn ich arbeite oder unterwegs bin, geht es mir besser. Sobald die Ruhe einkehrt geht das Dilemma los. In dem Sinne bin ich eher öfter daran meinen Schweinehund zu überwinden und trotzdem aktiv zu sein, wenn auch nur wenig, aber eben besser als gar nicht. Ja und den Rest, wenn es eben nicht zu ändern ist, versuche ich zu akzeptieren. Dann ist es halt so. Zum Thema Einsamkeit, was im grundegenommen "nur" ein Gefühl ist, bin ich auch daran zu arbeiten. Wenn es eher das Problem von Alleinsein ist, dann überwinde ich mich auch mal dazu bei meinen Freunden zu fragen, ob sie Zeit haben. Meine engsten Freunde wissen, wie es mir geht und versuchen es zu verstehen. Auf alle Fälle akzeptieren sie es. Und mir tut es gut darüber zu reden.
Ansonsten analysiere ich meine Gedanken und hinterfrage meine Gefühlslagen. Mich motivieren zu dem auch ganz gut Ratgeber zur Persönlichkeitsentwicklung.

05.01.2020 21:11 • x 1 #4


Ja, wenn ich Freunde, enge Freunde, hätte, wäre ich auch nicht einsam. Leider können die wenigsten Leute verstehen, wie es ist krank zu sein.

05.01.2020 21:47 • x 1 #5


mir geht es heute auch so, da bin ich doch dann schon dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, hier mich mit Menschen zu verbinden, denen es ähnlich geht .tut einfach gut, auch zu lesen. Bin überzeugt teilen hilft heilen.
Einsamkeitsgefühle können grausam sein.
Versuche dann mich gut um mich zu kümmern,wenn es schon kein anderer tut ein heißes Bad nehmen, lecker Tee trinken, ,und versuche mich einfach so anzunehmen, was mir garnicht so leicht fällt.
leider komme ich nicht in den Chat rein.Kann mir jemand hier weiterhelfen?

06.01.2020 15:27 • #6


Es ist halt so, wenn man viel zuhause ist, weil es einem psychisch oder seelisch schlecht geht, fühlt man sich noch einsamer.
Mir gehts zwar inzwischen körperlich besser, aber die Klaustrophobie ist wieder stärker. Heute hatte ich totale Probleme, Bus zu fahren und musste meinen ZA-Termin absagen.

27.01.2020 18:43 • #7


Lillibeth
Zitat von travel:
Es ist halt so, wenn man viel zuhause ist, weil es einem psychisch oder seelisch schlecht geht, fühlt man sich noch einsamer.Mir gehts zwar inzwischen körperlich besser, aber die Klaustrophobie ist wieder stärker. Heute hatte ich totale Probleme, Bus zu fahren und musste meinen ZA-Termin absagen.

Gehst Du denn arbeiten ? Und was machst Du dagegen ? Therapie, Medikamente... ?

27.01.2020 18:52 • #8


Kann leider momentan nicht arbeiten. Die Medis fahre ich wieder etwas hoch, aber in Mini-Schritten (siehe auch meinen Beitrag "Panik vor dem Einschlafen"). Meine Therapeutin kann mir nicht wirklich helfen.

27.01.2020 19:21 • x 1 #9


Falls hier noch jemand reinschaut, ich suche den Austausch mit Betroffenen, schriftlich oder telefonisch.

02.02.2020 22:20 • #10


Taystone
Hi ich kann dich verstehen. Ich suche auch schriftlichen Verkehr. Ich leide unter ptbs und Angststörungen, das Einschlafen ist auch nicht immer leicht.

03.02.2020 01:28 • #11




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