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Ich würde schon sagen, das Verhältnis zur meiner Mutter war früher ehr gut. Allerdings was mir mittlerweile schon klar geworden ist, mein Leben war viel auf Rücksichtnahme auf andere(Mutter oder Schwester) geprägt. Ich musste es sehr früh lernen und für mich war es "Normal", mich selber zurückzustellen. Dadurch das meine Schwester Krank war, hat sich ja vieles darum gedreht. Ich lief nebenbei, bin dadurch sehr früh selbstständig geworden.
Ich dürfte z.b nur Freizeitaktivitäten mache, die meine Schwester auch machen konnte, damit sie nicht neidisch wurde oder traurig weil ich es darf und sie nicht.
Wenn es ihr recht schlecht ging, durfte ich auch nicht weg und sollte für meine Schwester da sein.
Oder Kindergarten, wenn sie nicht konnte, durfte ich auch nicht hin.
Oder Klassenfahrt z.b dürfte ich nicht bin, weil meine Schwester auch nicht durfte(waren aber andere Schulform und Klasse, weil sie eben so oft im Krankenhaus war und gefehlt hat).
Wenn ich mal wegen was rum gequengelt habe, was sie nicht hätte können, aber ich wollte, zähle ich als Egoistisch und denke zu wenig an meine Schwester, wie sich sich fühlt.
Ich weiß nicht ob ich Egoistisch war, wahrscheinlich schon bis ca 8-10 Lebensjahr, wo ich schon öfters drum gemacht habe, das ich was möchte was meine Schwester nicht hätte können und zu stark mich gesehen und habe wenig Rücksicht auf meine Schwester genommen, wie sich sich dabei fühlen würde.
Danach würde ich schon sagen, das ich schon automatisch immer zu erst an meine Schwester gedacht habe . Es kamen keine Forderungen, wo ich wußte, das sie es nicht hätte können. Kam z.b nur mit Ideen was wir machen können, was sie auch machen konnte. Oder eben, an Tagen wo es ihr schlecht ging, war klar das ich auch zuhause bleibe und zusammen was machen. Ich fragte mich eigentlich nie, was ich selber möchte.
Ich weiß nicht ob meine Mutter mich überhaupt als jemand gesehen hat, der auch eigene Bedürfnisse hat. Ich durfte Irgendwie nie, eigene Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle oder Interessen haben.
Selbst nach dem Tod von meiner Schwester war es nicht anders. Da waren es ja die Gefühle von meiner Mutter auf die ich Rücksicht nehmen musste und Rücksicht nehme wie sich damit umgeht. Sie hat mich nie gefragt wie es mir damit geht. Ich musste es selber mit mir auszumachen hatte schon welche mit den ich darüber geredet habe. Aber meine Mutter wollte über sie eben nicht reden und deshalb ließ ich es, um Rücksicht auf sie zu nehmen. Mir war es aber eigentlich schon wichtig über sie zu reden.Ließ es aber eben bei meiner Mutter.
Eigentlich weiß meine Mutter wenig über mich. Sie hat sich nie Interessiert, was mich Interessiert oder mit mir ist. Andersrum ist es aber anders.
Mich hat es tlw. geschockt, das sie nicht mal weiß, was ich gerne essen und was überhaupt nicht. Aber das ist eben ein unwichtiges bsp. es waren aber auch andere Sachen.
Das war eben was ich mitbekam, z.b als sie für mich einkaufen gegangen ist. Selbst als ich es sagte, das ich das nicht mag, brachte sie es wieder mit. Es war unwichtig.
Sie weiß so wenig über mich, mit dem essen ist wahrscheinlich ein blödes Bsp.
Mit Interessen ist es nicht anders,
Ich denke aber nicht das meine Mutter sich darüber beschwert, das sie was für mich machen soll, was ich nicht schaffe z.b Einkaufen, Arzt fahren oder tlw. Haushalt. Das war was sie auch öfters von sich aus mir anbot. Jetzt kommt aber das große "Aber".
Als ich noch nicht so Krank aussah, klappte es ja auch damit. Nur jetzt will sie es nur in der Form machen, wo sie mir aus dem weg gehen kann, mich nicht sehen muss. Eben schon sie für mich einkaufen, aber jemand anders bringt es mir. Statt mich zu fahren bezahlt sie mir lieber das Taxi oder was sie mir beim letzten Telefonat auch anbot war, das sie in der Zeit meine Wohnung sauber macht, wo ich Stundenlang bei der Chemo bin. Also eben mich nicht sehen muss. Oder eben statt zu kommen, eben telefonieren.
Ich weiß selber das ich grässlich im Moment aussehen. Aber ich kann doch auch nichts dafür.
Da war auch gestern bei der Chemo im Therapieraum ganz toll(meine Ohren funktionieren leider oft zu gut), wo sich zwei unterhielten und eine über mich sagte " die ist ja nicht grade aufbauend, so eine sollte man doch wohl extra legen, damit die anders so ein elend nicht mitbekommen, die ist dem Tod doch nähter als dem leben".
Klar ich bin nicht grade aufbauend für andere, die Krebs haben und den noch ehr gut geht. Angst das den es genauso bald ergeht.
Ich merke auch das fast alle schon Berührungänste mit mir haben, gar nicht mit mir in Kontakt treten wollen. Es ist im Therapieraum schon zu merken. Bei den ersten Chemos hatte ich mich immer mit jemand unterhalten, da sah ich noch einigermaßen "normal" aus. Ich bin eigentlich auch eine, die gerne redet und gut mit anderen in Kontakt kommt, auch ich den ersten schritt macht. Nur seit ich so schlimm aussehe wird schon gleich der blick abgewendet oder selbst wenn ich ein Gespräch anfange, ehr abgeblockt.
Es wird schon anders mit mir ungegangen. Von seite meines Arztes oder die sonst in der Praxis arbeiten jetzt nicht, aber von den anderen Patienten.
Mit meiner Mutter jetzt.Ich möchte eigentlich jetzt kein Kontakt zu zeit mehr zu ihr, wenn sie die nicht bereit ist emotional für mich da zu sein. Das ist was mir von dem allen am wichtigen ist und das kann sie anscheinend nicht. Auf die "Hilfen" die sie bereit ist mir zu geben, verzichte ich lieber und auf die oberflächigen gespräche am telefon kann ich verzichten. Die tuen mir nur weh.
Wegen anderweitig "Hilfe" bekommen. Es ist ja schon so, das ich wegen den ganzen Anträge und so, Unterstützung mittlerweile bekomme. Es gibts eine Sozialarbeiterin beim Onkologe, mit der hatte ich auch schon gesprochen und die wollte jetzt auch noch mal drück machen.
Da muss ich auch Fehler von meiner Seite eingestehen, ich hatte es zu lange selber versucht zu regeln und sehr spät erst rüber gebracht das ich Unterstützung und überhaupt Hilfe brauche. Erst als es schon in Dreck gefahren war und kaum noch ging. Immer versucht es selber zu regeln. Es geht schon Irgendwie. Hatte schon Schwierigkeiten einzugestehen das es nicht mehr geht. Dachte ich bekomme es alleine hin
Wenn ich in der nächsten Woche immer noch nichts höre, werde ich mich an die Sozialarbeiterin wieder wenden.
Sonst wegen anders Fragen. Nein es gibt keine weiteren Verwanden. Hatte mit allen nie groß Kontakt, wohnen auch fast alle zu weit weg.
Ich komm aus Niedersachsen.
Hoffe meine Grammatik usw. geht und ist einigermaßen mein Wirrwar was in mein Kopf ist verständlich geschrieben. Keine Konzentration ist nicht so toll z.Z