Zitat von Jannis:
Da muss ich gerade mal mit ein paar Irrtümern aufräumen und im übrigen widersprechen:
1. Ketamin produziert kein Glutamat, sondern blockiert die Glutamat-Aufnahme am NMDA-Rezeptor (ich halte im übrigen sehr viel davon, zugleich den GABA-Rezeptor zu antagonisieren, was z.B. Propofol bewirkt).
2. ora. aufgenommenes Glutamat gelangt wegen der Blut- Hirnschranke gar nicht erst ins das Gehirn, es wird dort gebildet.
3. woraus kannst Du schließen, das Ketamin Langzeitschäden verursacht? Es gibt kein Forschungsergebnis, dass dieses belegt. Im Gegenteil wird es wegen der zugleich analgetischen Wirkung für die langfristige Behandlung bei Schmerzpatienten eingesetzt und soweit ich sehe, komplikationslos.
4. Ich bezweifele, dass die herkömmlichen AD den "meisten Menschen" helfen, ich kenne keinen einzigen, dem sie je geholfen hätten und ich kenne eine Menge Depressive. Es gäbe Foren wie diese nicht, wenn die allenthalben anzutreffenden Heilsversprechen auch nur ansatzweise wahr wären, es fehlte nämlich dann der Bedarf, sich auszutauschen. Es ist eine Industrie, die uns das Geld aus der Tasche zieht, unsere Heilung wäre deren Super-Gau, also lässt man es.
5. Eine vermeintliche Wirkung sehe ich eigentlich nur bei den Benzodiazepinen, allerdings mit der geringfügigen Nebenwirkung, dass die Patienten mehr oder weniger innerlich enthauptet sind. Das gleiche gilt für Neuroleptika, auch damit findet das Leben nur noch im vegetativen Bereich statt.
Zu 1.: Ich hatte nirgendwo geschrieben, dass Ketamine Glutamat produzieren Oo Das wäre völliger schwachsinn. Ich hab lediglich den Punkt "Glutamat" aufgegriffen. Da Glutamat/Glutamin/Glutaminsäure (nur der Vollständigkeithalber) im Hirn ein wichtiger Botenstoff ist, wichtig für die Neuronen und auch die Lernfähigkeiten maßgeblich beeinflusst, durchaus auch nachweißbare Effekte gegen Depressionen hat (und wie gesagt auch bei Alzheimer/Demenz eine Erhöhung als Ursache in der Diskussion steht) hab ich lediglich darauf geantwortet.
Sorry, dass ich nicht verstanden hab, dass du den Punkt "Glutamat" zu der Wirkung von Ketaminen lediglich dazu gezählt hast.
Zu 2.: Hab ich das irgendwo behauptet? Ich sprach in bezug auf mündlich aufgenommenes Glutamat von der Prostata. Die sitzt nicht im Hirn. Ich sagte auch lediglich, dass es im Verdacht steht, möglicherweiße Prostatakrebs zu begünstigen. Ich sprach nie davon, dass bewießen ist, mündlich aufgenommes Gluatamt sei schädlich.
Übrigens gibt es auch Wissenschaftler, so eine Studiengruppe aus Heidelberg zur Alzheimerforschung (nur als Beispiel) die mittlerweile annehmen, dass selbst das Glutamat aus der Nahrung die Blut-Hirn-Schranke passieren kann vorallem bei manchen Erkrankungen oder Schädigungen ggf sogar geringfügig beim gesunden Mensch.
Zu 3.: Das der Missbrauch! von Ketaminen Langzeitschäden hat, ist nun echt nichts neues. Die Frage ist lediglich wo die Grenze liegt zum ärztlich angeordneten Gebrauch. Ich weiß nicht in wie weit es dazu bereits Langzeitstudien gibt.
zu 4.: Ja, das mag deine persönliche Erfahrung sein. Meine ist anders. Und die der Mediziner auch. Aber traue niemals einer Studie die du nicht selber gefälscht hast, was...
Zu 5.: Äh ja. Ich weiß nun nicht was du mit "innerlich enthauptet" meinst.