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SchwesterS

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Hallo Ihr Lieben. Ich sitze schon seit Ende Januar mit Depressionen an. Vor 3 Wochen wurden die Medikamente umgestellt. Ich hab schon etwas Licht gesehen und hatte sogar mal einen relativ guten Tag. Trotzdem geht es nicht wirklich vorwärts. Ich habe nix aufzuarbeiten. Bin die letzten Jahre Vollgas gefahren und habe nur für die Arbeit und für mein Kind gelebt. Es ist die 5. Depression und ich hab das Gefühl es hört nie auf. Täglich Tränen und sinnlos Grübelei, wann es endlich besser wird. Erfahrungsaustausch ( positiv) erbeten.

12.05.2021 #1


118 Antworten ↓
ronjacaitlin

ronjacaitlin
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ich habe seit dem 17.Lebensjahr immer wieder kehrende Depressionen und Angstzustände,mit jeden Mal schlimmer.Habe 2019 einen Eigenversuch gestartet und Cipralex weggelassen ,weil ich meinte alles endlich besiegt zu haben. Ende des Jahres kehrte es mit vollster Wucht zurück und ich finde die Beschreibung der Dementoren bei Harry Potter bzgl der Depression sehr sehr passend.Das habe ich persönlich immer als das schlimmste empfunden,diese Leere und Gefühlslosigkeit ,nichts fühlen und denken können . Es hat fast 8 Monate gedauert bis ich wieder einigermassen eingstellt war mit Medis und es jetzt erstmal wieder hinter mir gelassen habe ( mit Medis)Es geht also wieder besser.Im Akutfall habe ich mich mehrmals die Woche in die Ambulanz der LWL fahren lassen ,weil es einfach nicht ging ,die Angst schnürte mich zu und dominierte mich ,die Leere zog mich in ein tiefes grosses schwarzes Loch .
Ich geniesse jetzt die wertvollen Moment wo ich merke das es mir spürbar besser geht ,weil ich die anderen Momente in mir trage ,in denen die Angst meinen Kopf bemächtigt und schlichtweg das Sagen hatte so das es einen die Kehle zuschnürt.Sport und vor allen Struktur haben mir auch sehr geholfen ,aber das fällt in der Corona Zeit ja im Moment weg. Langer Rede kurzer Sinn:Es kann ( und wird in den meisten Fällen) besser werden. lg ronja ( die wieder viel zu viel geschrieben hat)

22.04.2021 18:59 • x 2 #51


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A


Hat jemand seine Depression überwunden?

x 3


Tengri11

Tengri11
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Zitat von kleinpübbels:
Rein aus Interesse: was machen die Pilze mit einem?


Sehr stark abhängig, welches "Set und Setting"man hat. Sprich, wieivle Gramm du nimmst, welche Sorte, wo du dich befindest, mit wem und was du an dem Tag fühlst.

Ich hatte es bisher 5 mal gemacht und davon war jeder "Trip" für sich einer der schönsten Erfahrungen in meinem Leben.

Es variiert nach Einnahme und Menge zwischen 4 bis 8 Stunden. Der Körper fängt nach 30 bis 60 Minuten an die ersten Wirkungen zu entfalten. Jeder reagiert unterschiedlich. Vorab möchte ich noch anmerken, dass es in vielen indigenen Völkern (sogar noch Heute) als Ritual genutzt wird, um sich selbst zu finden und/oder mit den Göttern/Gott zu sprechen.

Jedenfalls entwickelt sich nach Einnahme ein lockeres, ja fast luftiges Gefühl. Man beginnt stark zu lachen, weil einem die Lächerlichkeit bewusst wird, über was man sich im Leben alles gesorgt hat. Man beginnt, die Umgebung klarer zu sehen, es öffnen sich einem viele Möglichkeiten, viele Ziele im Leben fühlt man zum greifen Nahe. Dazu kommen die wirklich sehr kreativen Halluzinationen. Man sieht Muster, Geometrie, Bunte Farben. Sogar Cartoons sieht man in der Wand. Am besten ist es für mich gewesen es in einem dunklem Raum, klassische oder techno Musik und dazu die Augen fest geschlossen zu halten. Man sagt sich innerlich all die Wünsche, die man gehegt hat, man stellt seine Fragen an das Leben und ich versichere euch, man findet sich. Alle Antworten die man braucht lagern im Herzen eines jeden Menschen. Ich habe für mich den sehr stark verbundenem Glauben in der Natur gefunden, meine Fragen bezüglich dem Leben nach dem Tod erfahren, die Schönheit und das Paradies im Leben erkannt und dadurch sukzessiv meine 4 Jährige Selbstzerstörende Depression den gar aus gemacht.

Ich hatte es auch immer mit jemandem gemacht, der auf mich aufpasst. Meiner Meinung nach kann sich jeder Mensch selbst therapieren.. Ich habe nie was von Medikamenten, Therapien und Anstalten gehalten. Als mir auch klar wurde, dass jeder Mensch auf dieser Welt genauso wenig Ahnung hat, was wir hier eigentlich tun, war es eines der befreiendsten Momente in meinem Leben.

Jeder Mensch hat 30.000 bis 50.000 Gedanken am Tag, davon sind 70 % rein von der Natur her Negativ. Wir sind tatsächlich Negativ zu denken veranlagt. Man muss sich umpolen. Und da hat mir die Meditation geholfen. Sagt euch jeden Tag für 10 Minuten ihr seid stark, Ihr seid schön. Sucht nach den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Sprecht sie aus. Wörter sind mächtiger als man sich bewusst wird.

Ich bin jeden Tag für die Gesundheit meiner Familie, für die Natur und für die Sicherheit meiner Familie sehr dankbar.

Und mehr ist es nicht gewesen.. Man muss Dankbar sein, am Leben zu sein.

Tengri.

30.04.2021 17:56 • x 1 #106


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E
Hallo,
Ja ,ich habe es schon mehrmals, kamen bei starken Belastungen aber wieder.
Alles ohne Medikamente.

x 1 #2


S
Ja 4 bis 5 mal schwere Depressionen.

Ich lerne immer noch dazu .... Mit Medies

x 1 #3


P
Ich auch schon 2x, verbunden mit Panikstörung. Wenn es bei dir kein Trauma zu verarbeiten gibt, liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass es an der Vollgas-Situation liegt. Erst, wenn du einen gesunden Umgang mit deinem Leben findest und dich darin wohlfühlst, wirst du es schaffen. Und dann muss man sich immer wieder neu anpassen, wenn sich was im Leben ändert und es zu stressigen Situationen kommen kann. Als Depressions- oder Angstpatient muss man sich zeitlebens immer sehr gut behandeln. Dann braucht man auch keine Medikamente.

x 2 #4


F
Ob es mit oder ohne Medikamente geht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich,in jedem Fall braucht man eine Menge Geduld mit sich selbst und keine Sebstvorwürfe,wenn es grade nicht so geht,wie man es sich wünschen würde.

Ein Text,der mir in der Depression sehr geholfen hat geht so:

erfolgserlebnisse-f59/hoffnungsvolle-gedanken-t76901.html

Es stammt aus dem Buch "Wenn das Leben zur Last wird" von Dr. Rolf Merkle,dem Begründer dieses Forums.
Das Buch kann ich sehr empfehlen,es enthält viele Info´s und Tips zum aktiven Umgang mit der Depression.

Auf jeden Fall kommst Du da wieder raus,auch wenn Du es Dir momentan nur schwer vorstellen kannst.

x 3 #5


SchwesterS
Ich brauchte immer Medikamente.. Im. Juli 20 erst abgesetzt nach knapp 3 Jahren. Ich bin so hoffnungslos.. Ich bin sonst so ein anderer Mensch. Ich weiß was zukünftig anders laufen muss und soll.. Nur der Weg dahin scheint nicht möglich.. So tief und traurig ist das Loch... Jeden Tag irgendwie nur überleben.. Mein Partner hat jetzt noch Corona. Da bricht auch ne stütze weg, wo ich mich anlehnen und einfach nur weinen kann. Wie lange habt ihr gebraucht? Ich hab das Gefühl jede Depression wird härter und unerträglicher..

#6


S
Zitat von SchwesterS:
Ich hab das Gefühl jede Depression wird härter und unerträglicher..


Am Anfang 2 Monate, dann 3 bis 4 und die letzte 17 Monate.

Bei der letzten habe ich allerdings aufgegeben und mich immer mehr reingeritten und teilweise keine ADS mehr genommen, weil es mir so egal war.

Ich hätte sie bestimmt schneller überwunden aber in diesen Phasen denkt man nicht mehr geradeaus. Habe auch keinen Hunger mehr, spüre den Magen nicht, esse zwar aber nehme stark ab (verliere immer den Geschmack).

Du kommst da wieder raus, Depressionen sind gut behandelbar.

x 2 #7


S
Ps: ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass sie wohl eher länger als kürzer werden, leider.
Wichtig ist, dass Du raus gehst, und wenn rs nur jeden Tag um den Block ist. Dann verlängerst Du den Weg.
Auch wenn sich alles so traurig anfühlt, Du bekommst Licht und Du bist ein wenig abgelenkt.

x 2 #8


SchwesterS
[die ersten drei Episoden brauchte ich 10 Wochen.. Die 4. Ging 16...Ich kann mir momentan nicht vorstellen, da jemals wieder raus zu kommen... Es ist so quälend.. Ich tu das nur für mein Kind.. Wenn er nicht wäre, dann hätte ich dem ganzen schon ein Ende gesetzt

#9


SchwesterS
Ich bin ja in der tagesklinik seit 8.3. Das gibt auch Halt.. Ja es scheint unendlich.. Und immer die frage warum es letzte Woche schon einige helle Momente gab und nun wieder kaum...

#10


S
Ich weiß .... aber guck mal, Du bist aus den anderen Episoden auch wieder herausgekommen.
Deshalb klappt es auch dieses Mal wieder.
Ja, ich verstehe auch die Suizid Gedanken. Hab da auch nur drüber nachgedacht.
Aber glaub mir, wir sind stärker als wir denken.
Setz Dich nicht unter Druck, wenn die Wohnung nicht sauber ist, dann ist das halt so.

x 2 #11


S
Weil Dein Körper noch nicht soweit ist.

TK hat mir auch sehr geholfen, keiner erwartet etwas von einem und man stürzt sich gegenseitig.

#12


F
Dass es erste helle Momente gab,ist ein sehr gutes Zeichen.
Das bedeutet,dass die vollkommene Genesung nicht mehr fern ist.

Ich hatte mal eine Depression,die nur 2 Monate ging,dafür hat sie mich komplett ausgeknockt,ich war zu nix mehr fähig.
Aber: so schnell wie sie kam,ging sie auch wieder.

Schreib Dir die guten Momente auf und häng sie Dir an eine Stelle in der Wohnung,an der Du sie oft siehst.
Das wird Dich täglich dran erinnern,dass langsam aber sicher wieder Licht in´s Dunkel kommt.
Du schaffst das. knuddeln

x 1 #13


SchwesterS
Ja, aber jedes Mal zeigt sich das Monster anders.. Und dieses Ausmaß an negativen Gefühlen und Gedanken hatte ich noch nie. Den Druck würde ich mir gern nehmen, aber ich krieg das irgendwie nicht hin.. War schon immer sehr strebsam und habe hohe Erwartungen. Und das fühlte sich so gut an letzte Woche... Na ich kämpfe weiter.. Ich hab ja keine andere Wahl.. vielleicht nochmal die dosis erhöhen.. Ich hab morgen Einzelgespräch..

#14


Kimsy
Ja 3 mal...ich hoffe jetzt die 4. Episode zubesiegen, nur macht es die Pandemie grade echt schwer positiv zu bleiben...trotzdem nicht stehen bleiben, weiter machen und vorallem viel Geduld haben...wir schaffen das knuddeln

x 1 #15


SchwesterS
Ich glaube auch, dass es ohne Pandemie vielleicht gar nicht so weit gekommen wäre.. Aber diese Fragen nach dem Warum und wann es endlich aufhört, kann einem leider niemand beantworten.
Kämpfst Du allein oder bist Du in Behandlung?

#16


S
Da Du erst seit 3 Wochen nimmst, musst Du Dich leider noch gedulden. Es gibt kein Geheimrezept. Aber unter 8 Wochen hatte ich nie .... und auf einmal fühlte man etwas ....

x 2 #17

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SchwesterS
Ja, das doofe ist man vergleicht mit den anderen Episoden und hat das Gefühl, dass es da schneller ging..
Geduld.... Ist leider ein Fremdwort für mich.. Aber Du hast Recht.. Akzeptanz und aus jedem noch so traurigen Tag das Beste machen.. Und das fühlt sich so falsch und schwer an...

x 2 #18


F
Das stimmt,jede Depression ist anders.
Manche gehen schnell wieder,für andere braucht es mehr Zeit aber gehen tun sie letztendlich IMMER wieder.
Gut,dass Du morgen das Gespräch hast,das kann Dir sicher ein bisschen den Druck nehmen.

Was ich immer wichtig finde,ist ein beruhigendes Bedarfsmedikament .
Damit der Kopf und der Körper wenigstens für ein paar Stunden zur Ruhe kommen kann und Kraft schöpfen kann.

x 4 #19


Kimsy
Ich hab meine Therapie beendet und bin jetzt nur ein mal im Quartal bei meiner Psychiaterin...mehr brauch ich momentan nicht...in jeder Episode denkt man, so schlimm wie jetzt wars noch nie und man nie wieder da raus kommt..aber man kommt da wieder raus...kostet Zeit und viel Energie...aber die Hoffnung auf Besserung hält einen am Leben...

x 3 #20


A


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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